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Der Brandini Barolo Cerretta 2016 stammt aus einem der angesehensten Weinberge von Serralunga d'Alba, gekeltert von einem biologisch arbeitenden Gut aus La Morra. Reinsortiger Nebbiolo, 14,5 % Vol., 0,75 Liter. Schwarzkirsche, getrocknete Rose und Rosmarin prägen das Bouquet, am Gaumen trifft dichtes, aber poliertes Tannin auf die Säure eines klassischen Jahrgangs. Rund zwei Jahre großes Holzfass und mindestens anderthalb Jahre Flaschenruhe stehen hinter dem Wein.
Die Verkostungsnotiz des Brandini Barolo Cerretta 2016
FARBE: Granatrot mit ziegelfarbenem Rand.
NASE: Intensiv und würzig. Schwarzkirsche und Johannisbeere treffen auf getrocknete Rosenblätter, Rosmarin, weißen Pfeffer und eine balsamische Spur. Dahinter ein Hauch Kakao.
GESCHMACK: Breit angelegt und dennoch geschliffen. Das Tannin ist dicht gewebt, die Säure des Jahrgangs hält alles aufrecht, das Holz ist vollständig eingebunden.
FINALE: Sehr lang, mit Kirsche, Kräuterwürze und einem erdigen, leicht eisenhaltigen Nachklang.
Cerretta – Kalkmergel, Sand und Eisen in Serralunga
Cerretta erstreckt sich in Serralunga d'Alba über Hänge zwischen 350 und 400 Metern, mit süd-, südsüdost- und südwestexponierten Abschnitten. Der Boden vereint tonreichen Mergel mit Sand, Kalk und einem auffälligen Eisenanteil, was den Weinen dunkle Frucht und erdige Mineralität gibt. Seit der Festschreibung der Lagenkarte zählt Cerretta zu den größeren und angesehensten Weinbergen der Gemeinde; die unterschiedlichen Hangausrichtungen führen dazu, dass die Abfüllungen einzelner Güter spürbar voneinander abweichen. Neben Brandini arbeiten hier unter anderem Giacomo Conterno, Ettore Germano, Giovanni Rosso, G.D. Vajra und Azelia.
Brandini: 18 Hektar biologisch bewirtschaftet
Das Gut sitzt in der Borgata Brandini oberhalb von La Morra und bewirtschaftet 18 Hektar in La Morra, Serralunga d'Alba, Alba, Benevello und Lequio Berria. Biologische Arbeit versteht das Haus nach eigener Aussage weniger als Produktionsmethode denn als Haltung: Der Boden soll besser hinterlassen werden, als man ihn vorgefunden hat. 2015 legte Brandini seine vier Lagenweine fest – R56 in Brandini selbst, Annunziata bei La Morra sowie Meriame und Cerretta in Serralunga d'Alba. Alle vier reifen im großen Holzfass.
Vier Wochen auf der Maische, danach 24 Monate Fass
Die Hälfte des Leseguts wird entrappt und sanft angequetscht, die Gärung läuft temperaturkontrolliert im Stahltank, damit die Frucht frisch bleibt. Etwa vier Wochen bleibt der Most auf den Schalen und wird regelmäßig umgepumpt. Nach dem biologischen Säureabbau im Stahl folgen rund 24 Monate im großen Holzfass; im Frühjahr geht der Wein zurück in den Tank und wird im Juni gefüllt. Vor der Auslieferung ruht er mindestens weitere 18 Monate in der Flasche.
Servieren und kombinieren
Der 2016er verträgt 17 bis 18 °C und mindestens eine Stunde Karaffe, denn er hat noch reichlich Reserve. Gut dazu passen Rinderschmorbraten, Wildschweinragout, Lammkeule, Tajarin mit Fleischsugo, Polenta mit Pilzen und lange gereifter Parmigiano.
Häufige Fragen zum Brandini Barolo Cerretta 2016
Warum kommt ein Gut aus La Morra mit einem Wein aus Serralunga?
Brandini besitzt Rebflächen in mehreren Gemeinden. Cerretta und Meriame liegen in Serralunga d'Alba, während R56 und Annunziata aus dem Umfeld von La Morra stammen.
Was macht den Jahrgang 2016 besonders?
Auf ein kühles Frühjahr folgte ein warmer, trockener Sommer ohne Extremhitze, dazu große Tag-Nacht-Unterschiede. Die späte Lese Ende Oktober brachte reife Tannine bei lebendiger Säure. Viele Kritiker zählen 2016 zu den besten Jahrgängen der jüngeren Zeit.
Ist der Wein jetzt trinkreif?
Er ist zugänglich, aber noch lange nicht am Ende. Mit rund einem Jahrzehnt auf dem Rücken zeigt er erste tertiäre Noten und darf geöffnet werden; wer möchte, wartet weiter.
Ist der Wein biologisch erzeugt?
Ja, Brandini arbeitet biologisch. Angaben zur Kontrollstelle und zur Zertifizierung entnehmen Sie bitte dem Etikett der Flasche.
Welches Glas ist sinnvoll?
Ein großer, bauchiger Kelch mit leicht verengter Öffnung. Er bündelt die würzigen Noten und lässt dem kräftigen Tannin genug Luft, sich zu entspannen.
Der Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus einer nur 0,4 Hektar großen Parzelle innerhalb der Lage Sarmassa in der Gemeinde Barolo und wird mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche abgefüllt. Im Glas steht ein reifes Granatrot, im Duft Sauerkirsche, getrocknete Rose, Heu und Lakritz. Als Riserva verlangt die DOCG mindestens 62 Monate Reife, davon 18 im Holz; Brezza legt bei dieser Parzelle noch zwei zusätzliche Jahre Flaschenruhe obendrauf. Nach rund anderthalb Jahrzehnten zeigt der warme Jahrgang 2011 heute reife Frucht, weich gewordene Gerbstoffe und deutliche tertiäre Tiefe.
Die Verkostungsnotiz des Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011
FARBE: Helles, klares Granatrot mit ziegelfarbenem Rand, wie es ein Barolo dieses Alters zeigt.
NASE: Sauerkirsche und eingekochte Himbeere treffen auf getrocknete Rosenblätter, Heu und Lakritz. Mit Luft kommen Leder, getrocknete Kräuter und eine feine Teernote dazu, wie sie reifer Nebbiolo aus der Gemeinde Barolo entwickelt.
GESCHMACK: Sehr strukturiert und dennoch geschmeidig. Die Säure trägt die Frucht weit, das Tannin ist feinkörnig und nach den langen Jahren in Fass und Flasche vollständig eingebunden. Darunter liegt eine trockene, kalkige Würze.
FINALE: Lang und ruhig, mit nachhallender Kirsche, Lakritz und einem leicht salzigen, herben Nachklang.
Vigna Bricco: 0,4 Hektar im Kern der Lage Sarmassa
Sarmassa ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine sogenannte MGA, in der Gemeinde Barolo; die Lage liegt am westlichen Rand des Gemeindegebiets zur Grenze nach La Morra hin, zwischen etwa 240 und 300 Metern. Innerhalb dieser Lage sind zwei Vigna-Namen registriert, Bricco und Merenda. Brezzas Parzelle Bricco misst 0,4 Hektar, liegt auf 250 Metern und blickt nach Süden. Der Boden ist ein lehmig-toniger Sant'Agata-Fossilmergel mit rund 26 Prozent Sand, 43 Prozent Schluff und 31 Prozent Ton. Bepflanzt wurde die Parzelle im Jahr 2000 mit den Nebbiolo-Spielarten Lampia und Michet, in einer Dichte von 3.700 Stöcken je Hektar und mit traditionellem Guyot-Schnitt.
Giacomo Brezza & Figli: Reben in Barolo seit 1885
Die Familie Brezza besitzt seit 1885 Weinberge in der Gemeinde Barolo. Den Namen trägt der Betrieb nach Giacomo Brezza, der um 1910 gemeinsam mit seinem Vater Antonio begann, den Wein selbst in Flaschen zu füllen. Heute führt die vierte Generation das Gut, das 31 Hektar bewirtschaftet, davon 20 Hektar Reben, und biozertifiziert arbeitet. Der Keller liegt unmittelbar am Ortskern von Barolo, direkt daneben betreibt die Familie ein Restaurant mit Hotel. Ausgebaut wird traditionell in großen slawonischen Fässern mit ungetoasteten Dauben; auf Filtration und Schönung verzichtet das Haus.
Warum Riserva: 62 Monate Mindestreife und zwei Jahre extra
Ein Barolo Riserva muss nach dem Regelwerk der DOCG mindestens 62 Monate ab dem 1. November des Erntejahres reifen, davon wenigstens 18 Monate im Holzfass. Der Sarmassa des Hauses liegt rund zwei Jahre im großen slawonischen Fass. Die Parzelle Bricco wird davon getrennt vergoren und ausgebaut und bleibt anschließend zwei Jahre länger in der Flasche, bevor sie in den Verkauf geht. Diese zusätzliche Ruhezeit ist der Grund, weshalb der Wein bereits mit erheblicher Reife auf den Markt kommt und nicht erst im Keller des Käufers zugänglich wird.
Servieren und kombinieren
Sechzehn bis achtzehn Grad und ein großes, bauchiges Rotweinglas sind richtig. Die Flasche einige Stunden vorher aufrecht stellen und vorsichtig vom Depot abziehen, das sich nach dieser Zeit gebildet hat; eine halbe bis dreiviertel Stunde Luft genügt, langes Dekantieren braucht ein gereifter Barolo nicht mehr. Gut dazu passen Brasato al Barolo, Rehrücken, Tajarin mit Butter und weißem Trüffel, Steinpilzrisotto, Rebhuhn und gereifter Castelmagno.
Häufige Fragen zum Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011
Was bedeutet Vigna Bricco auf dem Etikett?
Vigna ist der Zusatz für eine einzelne, namentlich benannte Parzelle innerhalb einer MGA. Bricco ist der historische Flurname dieses Stückchens der Lage Sarmassa und darf seit der Einführung des Systems hinter dem Lagennamen stehen.
Warum gibt es diesen Wein nicht in jedem Jahrgang?
Brezza vinifiziert die Parzelle separat und verkostet sie anschließend gegen die übrigen Sarmassa-Partien. Erst danach fällt die Entscheidung, ob sie eigenständig abgefüllt wird oder in den Barolo Sarmassa einfließt. In vielen Jahren kommt der Vigna Bricco deshalb gar nicht in den Handel.
Wie steht der Jahrgang 2011 heute da?
2011 war ein warmes Jahr, das reife, vergleichsweise zugängliche Barolo mit weicheren Tanninen hervorgebracht hat. Nach anderthalb Jahrzehnten ist der Wein in seinem Trinkfenster; der Shop nennt für diese Flasche eine Lagerfähigkeit von rund 20 Jahren.
Muss die Flasche dekantiert werden?
Notwendig ist es nicht. Sinnvoll ist ein vorsichtiges Umfüllen, um den Wein vom Bodensatz zu trennen; danach reichen 30 bis 45 Minuten im Glas oder in der Karaffe.
Worin unterscheidet er sich vom Barolo Sarmassa des Hauses?
Der Sarmassa entsteht aus einem größeren Stück der Lage mit west- bis südwestlicher Ausrichtung und kommt früher in den Verkauf. Der Vigna Bricco stammt aus einer einzigen südexponierten Parzelle, trägt die Bezeichnung Riserva und hat vor der Auslieferung zwei zusätzliche Jahre in der Flasche verbracht.
Der Diego Morra Barolo del Comune di Verduno 2019 ist kein Einzellagenwein, sondern die Gemeindeabfüllung des Hauses: Nebbiolo aus mehreren Parzellen in Verduno, abgefüllt mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Verduno gilt als kühlste und nördlichste Barolo-Gemeinde und steht für Pfefferwürze, florale Aromatik und feinkörniges Tannin statt für Wucht. Der Jahrgang 2019 brachte nach spätem Austrieb und heißen Sommerwochen eine klassisch gebaute Ernte mit maßvollen Alkoholwerten. Im Glas verbinden sich Kirsche, Hagebutte und Veilchen mit weißem Pfeffer, Wacholder und kalkiger Mineralität.
Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo del Comune di Verduno 2019
FARBE: Klares Rubinrot mit ersten granatfarbenen Rändern.
NASE: Frische Kirsche und Hagebutte treffen auf Veilchen und Rosenwasser. Dazu kommen weißer Pfeffer, Wacholder, Chinarinde und eine feuchte Kräuternote, die der Erzeuger selbst mit Bergkräutern und Waldboden umschreibt. Insgesamt wirkt der Duft kühl und klar gezeichnet.
GESCHMACK: Mittleres Gewicht, straffe Säure und ein dichtes, dabei poliertes Tannin ohne Rauheit. Rote Frucht, Salz und Kalk bestimmen die Mitte, dazu treten Anflüge von Tabak und Leder. Die Struktur des Jahrgangs ist deutlich spürbar und braucht Luft, um sich zu öffnen.
FINALE: Der Abgang bleibt lang, würzig und salzig-mineralisch. Das Tanningerüst klingt langsam aus.
Was die Angabe del Comune di Verduno bedeutet
Das Barolo-Regelwerk kennt 181 zusätzliche geografische Angaben; elf davon sind keine Einzellagen, sondern Gemeindenamen. Wer statt einer Lage die Angabe del comune di verwendet, darf Trauben aus dem gesamten Gemeindegebiet verschneiden — jene traditionelle Praxis, aus der der Barolo historisch entstanden ist. Verankert ist die Regelung in Artikel 8 des Disciplinare in der Fassung von 2010, anwendbar ab den Jahrgängen 2010/2011. Verduno bringt insgesamt nur etwa 60 Hektar Barolo hervor, weniger als fünf Prozent der Denominazione, auf Höhen zwischen 250 und 370 Metern. Für diesen Wein greift Diego Morra auf Auswahlen aus Breri, Massara und Boscatto zurück, deren Reben 30 bis 55 Jahre alt sind.
Das Lagenportfolio zwischen Verduno und Roddi
In Verduno bewirtschaftet Diego Morra Anteile an Monvigliero, San Lorenzo di Verduno, Massara, Boscatto und Breri, dazu kommen Flächen in La Morra — Castagni und Santa Maria — sowie in Roddi. Von den 30 Hektar Gesamtfläche sind 16 Hektar mit Nebbiolo für Barolo bestockt. Neben den Barolo-Abfüllungen bildet der Verduno Pelaverga einen zweiten Schwerpunkt: eine autochthone Rebsorte, die praktisch nur in dieser Gemeinde angebaut wird. Der Betrieb versteht sich als herkunftsorientiert und verzichtet bewusst auf einen prägenden Holzeinsatz.
18 bis 24 Monate in Fass und Tonneau
Gärung und Maischestandzeit dauern etwa 25 Tage im Edelstahl, die Temperatur wird bei maximal 26 bis 28 °C gehalten. Der Ausbau folgt danach 18 bis 24 Monate in Holzfässern und Tonneaux — kürzer als beim Monvigliero, was zur Rolle dieses Weins als früher zugänglicher Gemeindeabfüllung passt. Die Menge ist klein: rund 300 Kisten je Jahrgang. Für 2019 ist noch reichlich Entwicklung zu erwarten, die Lagerfähigkeit wird mit etwa 20 Jahren beziffert.
Servieren und kombinieren
16 bis 18 °C, ein großes Glas und ein bis zwei Stunden Luft oder Karaffe: Der 2019er gewinnt durch Belüftung spürbar. Danach begleitet er Bollito misto mit Bagnèt verd, Finanziera, geschmortes Kaninchen mit Rosmarin, Salsiccia di Bra und Toma piemontese. Auch zu Steinpilzen in jeder Zubereitung funktioniert die pfeffrige Würze dieses Weins.
Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo del Comune di Verduno 2019
Ist eine Gemeindeabfüllung weniger wert als ein Lagen-Barolo?
Nein, die Angabe beschreibt eine andere Herkunftsstufe, keine geringere Qualität. Der Verschnitt mehrerer Parzellen einer Gemeinde war im Barolo lange die Regel. Er zeigt den Gemeindecharakter breiter, als eine einzelne Lage es könnte.
Aus welchen Weinbergen kommt der Wein?
Nach Angaben des Betriebs aus Auswahlen der Lagen Breri, Massara und Boscatto. Die Reben dort stehen im Alter von 30 bis 55 Jahren.
Was zeichnet Barolo aus Verduno stilistisch aus?
Verduno liegt am Nordrand des Gebiets über dem Tanarotal und ist kühler als die südlichen Gemeinden. Typisch sind weiße Pfefferwürze, florale Aromatik, feinkörniges Tannin und lebhafte Säure.
Wie trinkreif ist der Jahrgang 2019?
2019 gilt als klassisch gebauter Jahrgang mit klarer Tanninstruktur und Alkoholwerten meist zwischen 13,8 und 14,1 % Vol. Nach sieben Jahren ist der Wein zugänglich, braucht aber Luft; sein Bestes liegt noch vor ihm.
Wie lange lässt sich die Flasche lagern?
Für diese Abfüllung sind rund 20 Jahre angesetzt. Voraussetzung ist eine liegende, dunkle und kühle Lagerung ohne Temperatursprünge.
Diego Morra Barolo Monvigliero 2017 kommt aus der bekanntesten Einzellage der Gemeinde Verduno und ist reinsortiger Nebbiolo mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Monvigliero liegt am Nordrand des gesamten Barolo-Gebiets und ist dennoch voll nach Süden gerichtet — eine seltene Kombination, die den Weinen Duft ohne Schwere gibt. Im Glas führt der 2017er von Rose und Hagebutte zu weißem Pfeffer, Chinarinde und Pfeifentabak. Der heiße, extrem trockene Jahrgang hat die Frucht früh gerundet, während die Lage Salzigkeit und ein feines, samtiges Tannin beisteuert.
Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo Monvigliero 2017
FARBE: Helles bis mittleres Granatrot mit orangefarbenem Rand, wie es der durchlässigen Stilistik dieser Lage im neunten Jahr entspricht.
NASE: Rose und Hagebutte stehen vorn, begleitet von Blutorangenschale. Dahinter entwickeln sich weißer Pfeffer, Chinarinde, Pfeifentabak und getrocknete Bergkräuter. Ein rauchiger Zug erinnert an den warmen Sommer 2017.
GESCHMACK: Am Gaumen eher fein gewebt als breit, mit reifer, leicht kandierter Kirsche und einem dichten, dabei polierten Tannin ohne Kanten. Salz und Kalk laufen als Ader durch die Mitte und halten den warmen Jahrgang in Form. Die Säure fällt moderat aus, das Volumen kommt aus der Reife, nicht aus Extraktion.
FINALE: Lang, würzig und auffallend salzig, mit Nachhall von Rose, Lakritzwurzel und getrockneten Kräutern.
Monvigliero: der nördlichste Cru des Barolo-Gebiets
Die Zusatzbezeichnung Monvigliero umfasst rund 25 Hektar im südöstlichen Teil der Gemeinde Verduno und markiert die nördliche Grenze der Barolo-Zone. Die Zeilen stehen zwischen etwa 230 und 300 Metern und sind vollständig nach Süden ausgerichtet, was den kühlen Standort ausgleicht. Den Boden bilden die geschichteten Mergel von Sant'Agata Fossili: dünne, plattige Lagen aus Schluff und Ton mit geringem Sandanteil, der Gehalt an aktivem Kalk liegt bei etwa 11 Prozent. Weil der Hang zugleich Wasserscheide zum nahen Tanaro ist, zieht ständig feuchte Luft durch die Reben — darauf wird der ausgeprägte Blüten- und Gewürzduft der Monvigliero-Weine unter anderem zurückgeführt. Den ersten reinen Monvigliero füllte Giovan Battista Alessandria 1978 ab; heute arbeiten etwa zwanzig Betriebe in der Lage.
Vier Hektar in der Vorzeigelage des Weinguts
Von den 30 Hektar Reben des Betriebs sind 16 Hektar mit Nebbiolo für Barolo bestockt, vier davon liegen im Monvigliero. Rund 5.000 Flaschen entstehen daraus je Jahrgang, der Ertrag ist mit 70 Doppelzentnern je Hektar angesetzt, gelesen wird in den ersten Oktobertagen. Im Weinberg arbeitet Diego Morra mit integriertem Pflanzenschutz und führt keine Bio-Zertifizierung. Seinen Anspruch formuliert er nüchtern: Der Keller solle zeigen, was in der Traube bereits vorhanden ist, statt es zu überdecken.
Zehn Monate Tonneau, zwanzig Monate im 2.500-Liter-Fass
Für seine Barolo lässt der Betrieb den Most 25 bis 35 Tage auf der Schale, temperaturkontrolliert im Stahltank. Es folgt ein zweistufiger Holzausbau: zunächst etwa zehn Monate in 500-Liter-Tonneaux aus französischer Eiche, anschließend rund zwanzig Monate in großen Fässern mit 2.500 Litern Inhalt. Für Barolo greift das Haus bewusst zu älterem Holz, damit Röstnoten den Duft der Lage nicht verdecken. Rechnet man die Flaschenreife hinzu, liegen inzwischen gut zweieinhalb Jahre Fass und mehrere Jahre Glas hinter diesem Wein.
Servieren und kombinieren
Ein weites Glas und 16 bis 17 °C stellen den Duft in den Vordergrund; zu warm serviert verliert der Wein seine Feinheit. Eine Stunde Luft genügt, das Dekantieren ist bei diesem Reifegrad optional. Klassische Begleiter sind Agnolotti del plin im Bratensaft, geschmortes Perlhuhn, Wildschweinragù, Ente mit Feigen und gereifter Bra duro. Das Weingut selbst empfiehlt ihn außerdem zum Abschluss mit dunkler Schokolade.
Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo Monvigliero 2017
Warum gilt Monvigliero als herausragende Lage?
Die Lage verbindet volle Südausrichtung mit dem kühlsten Winkel des Anbaugebiets und liegt direkt über dem Tanarotal. Daraus entstehen Weine, die duftig und würzig statt massiv wirken. Monvigliero wird deshalb häufig als Grand Cru von Verduno bezeichnet.
Wie schmeckt der Jahrgang 2017 in dieser Lage?
2017 war heiß und extrem trocken, zwischen März und Oktober fiel weniger als die Hälfte des Niederschlags des Vorjahres; ein Aprilfrost hatte die Erträge zuvor gedrückt. Die Weine wirken deshalb runder als in kühlen Jahren, im Monvigliero bleibt die salzige Würze aber klar erhalten.
Ist der 2017er jetzt trinkreif?
Ja. 2017 gilt als Jahrgang mit früher Zugänglichkeit, und die Flaschenreife hat das Tannin bereits gelöst. Bei den besten Lagen dieses Jahrgangs sind weitere Jahre im Keller trotzdem ohne Risiko möglich.
Wie viele Flaschen entstehen von diesem Barolo?
Aus den vier Hektar im Monvigliero füllt der Betrieb je Jahrgang etwa 5.000 Flaschen ab. Die Menge schwankt; 2017 fiel wegen Frost und Trockenheit im ganzen Gebiet kleiner aus.
Welches Glas und welche Temperatur sind sinnvoll?
Ein bauchiges Glas mit großer Oberfläche und 16 bis 17 °C. Bei höheren Temperaturen tritt der Alkohol hervor und überdeckt die floralen Noten, für die diese Lage geschätzt wird.
Der Diego Morra Barolo Monvigliero 2019 stammt aus der bekanntesten Menzione der Gemeinde Verduno am nördlichen Rand des Barolo-Gebiets. Gefüllt wird reinsortiger Nebbiolo mit 14 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche. Der kühl ausklingende Jahrgang 2019 zeichnet diesen Cru betont klar: Sauerkirsche und Preiselbeere treffen auf Veilchen, Rosenknospe und jene weiße Pfefferwürze, für die Verduno bekannt ist. Straffe Säure, feinkörniges, noch gespanntes Tannin und 30 Monate im großen Fass ergeben einen Barolo, der eher am Anfang als in der Mitte seiner Entwicklung steht.
Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo Monvigliero 2019
FARBE: Mitteltiefes Rubingranat, das zum Rand hin noch jugendlich schimmert.
NASE: Der Duft öffnet auf Sauerkirsche, Preiselbeere und Granatapfel. Darüber legen sich Veilchen und Rosenknospe, dahinter Wacholder, weißer Pfeffer, Zimtrinde und ein Hauch Blutorangenzeste. Erst mit Luft treten Teerpapier und getrocknete Bergkräuter hervor.
GESCHMACK: Am Gaumen straff gebaut und geradlinig. Die rote Frucht wird von einer sehr präsenten Säure getragen, das feinkörnige Tannin greift früh und bleibt fest. Salzige Anklänge und Kräuterwürze halten den Wein schlank, ohne ihn dünn zu machen.
FINALE: Der Abgang bleibt lang und tanningeprägt; Kirschkern und Pfefferwürze klingen über einer trockenen, kalkigen Spur aus.
Monvigliero — der Südhang am nördlichen Rand der Barolo-Zone
Monvigliero ist eine amtlich abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine MGA, und umfasst rund 27 Hektar unmittelbar am Ortsrand von Verduno. Der Hang fällt nach Süden ab und liegt etwa zwischen 280 und 340 Metern, damit tiefer als die klassischen Höhenparzellen von Serralunga d'Alba. Den Untergrund bilden Mergel der Formation Sant'Agata Fossili: viel Schluff, dazu Ton, Sand und aktiver Kalk in geschichteter Abfolge. Weil der Tanaro direkt nördlich vorbeifließt, kühlen die Nächte deutlich ab — daraus erklärt sich der Ruf dieser Lage für duftige Aromatik und feines Tannin statt Wucht. Diego Morra bewirtschaftet hier vier Hektar in drei Ausrichtungen: Süd, Süd-Ost und Süd-Südwest.
Diego Morra: dritte Generation in der Cascina Mosca
Diego Morra führt den Betrieb in Verduno in dritter Generation. Großvater Domenico und Vater Antonio bauten Wein zunächst für den eigenen Bedarf aus; nach dem Önologiestudium füllt Diego seit 2006 unter eigenem Etikett ab. Zum Gut gehören rund 30 Hektar Reben in Verduno, La Morra und Roddi, davon etwa 14 Hektar Nebbiolo für Barolo auf zehn Parzellen mit unterschiedlichen Kleinklimata. Im Weinberg wird auf Herbizide verzichtet, die Arbeit ist nach dem italienischen Nachhaltigkeitssystem SQNPI zertifiziert. Neben den Lagen-Barolo gilt der Verduno Pelaverga aus der örtlichen Rebsorte Pelaverga Piccolo als zweites Aushängeschild des Hauses.
35 Tage auf der Schale, 30 Monate im 2.500-Liter-Fass
Gärung und Maischestandzeit laufen im temperaturkontrollierten Edelstahltank bei höchstens 27 bis 28 °C und dauern etwa 35 Tage. Diese lange Schalenkontaktzeit legt das Tanningerüst an, das ein Cru wie Monvigliero tragen kann. Anschließend reift der Wein 30 Monate in großen französischen Eichenfässern mit 2.500 Litern Inhalt, danach folgen eine Ruhephase im Stahltank und die Flaschenreife. Fässer dieser Größe geben kaum Holzaroma ab; sie glätten das Tannin, ohne die Aromatik der Herkunft zu überdecken.
Servieren und kombinieren
16 bis 18 °C und ein großes, bauchiges Rotweinglas sind die richtige Bühne. Der 2019er ist noch jung: Zwei Stunden Karaffe oder eine bereits am Vortag geöffnete Flasche tun ihm gut. Am Tisch passt er zu Brasato al Barolo, geschmorten Rinderbäckchen, Tajarin mit Butter und Salbei, Steinpilzrisotto, Wildschweinragù und gut gereiftem Castelmagno.
Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo Monvigliero 2019
Was bedeutet Monvigliero auf dem Etikett dieses Barolo?
Monvigliero ist der Name einer amtlich abgegrenzten Lage, einer MGA, in der Gemeinde Verduno. Auf dem Etikett belegt er, dass die verwendeten Nebbiolo-Trauben ausschließlich von diesem Südhang stammen.
Kann man den Jahrgang 2019 heute schon trinken?
Trinkbar ja, ausgereift nein. Das Tannin ist noch fest; mit reichlich Luft und einem großen Glas zeigt sich die Lage bereits, ihr volles Spiel entwickelt sie aber erst gegen Ende des Jahrzehnts.
Wie lange hält dieser Barolo im Keller?
Der Shop gibt 20 Jahre Lagerfähigkeit an, was zur Einschätzung eines Jahrgangs mit langem Atem passt. Ein Trinkfenster von etwa 2028 bis 2040 ist realistisch, sofern die Flasche kühl, dunkel und liegend ruht.
Was kennzeichnet den Barolo-Jahrgang 2019?
Auf ein kaltes, nasses Frühjahr mit verzögerter Blüte folgte ein sehr heißer Juli, im September kühlten die Nächte wieder ab. Gelesen wurde erst Mitte Oktober. Fachpresse und Konsortium beschreiben 2019 als klassischen Jahrgang mit frischer Säure, deutlicher Struktur und moderaten Alkoholwerten.
Und was macht der zweite Verduno-Cru des Guts anders?
Beide Lagen liegen in Verduno, San Lorenzo jedoch tiefer und näher am Fluss. Der Monvigliero ist der straffere und langlebigere der beiden, der San Lorenzo gibt sich duftiger und wird früher zugänglich.
Der Diego Morra Barolo San Lorenzo di Verduno 2019 kommt aus einer der kleineren amtlichen Lagen der Gemeinde Verduno, nur wenige Hundert Meter vom Tanaro entfernt. Im Glas ist reinsortiger Nebbiolo mit laut Shop-Angabe 14 % Vol. und 0,75 Liter Füllmenge. Bestimmend sind helle, hochtonige Aromen: Walderdbeere, rote Johannisbeere, getrocknete Rosenblätter, Orangenzeste und Lakritzwurzel. Die Tannine fallen seidiger und weniger streng aus als beim Monvigliero, während die Säure des Jahrgangs 2019 den Wein klar auf Linie hält.
Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo San Lorenzo di Verduno 2019
FARBE: Mittleres Rubinrot mit leicht granatfarbenem Saum.
NASE: Hochtonig und feingliedrig: Walderdbeere, rote Johannisbeere und Sauerkirsche, ergänzt um getrocknete Rosenblätter und Bergamotte. Aus dem Hintergrund kommen Lakritzwurzel, Salbei, Anis sowie ein leiser Anflug von Tabak und Leder.
GESCHMACK: Schlanker Körper, samtige Textur, klar konturiertes Tannin ohne Härte. Rote Frucht und kalkige Frische bestimmen den Verlauf, dazu treten Kräuterbitterkeit und eine dezente Süßholznote.
FINALE: Feinherb, eher mittellang: Erdbeere und Anis verabschieden sich über salziger Mineralität.
San Lorenzo di Verduno — kleine Menzione neben dem Monvigliero
San Lorenzo di Verduno steht als eigene, offiziell abgegrenzte Lage in der Barolo-Lagenliste und ist keine Untereinheit des Monvigliero — beide gehören aber zur selben Gemeinde und grenzen aneinander. Die Parzellen liegen niedrig, etwa auf 240 bis 260 Metern, und sind nach Süden ausgerichtet. Der Boden besteht wie beim Nachbarn aus kalkhaltigem Mergel der Sant'Agata-Fossili-Formation, hier mit ausgeprägt lehmigem Charakter. Die unmittelbare Nähe zum Tanaro sorgt für kühle Nächte, was die hochtonige, blütenbetonte Aromatik erklärt. Als Cru ist San Lorenzo jung: Erste Abfüllungen gehen auf die späten 1990er-Jahre zurück, weshalb er außerhalb des Piemont weit weniger bekannt ist als der große Nachbar.
Diego Morra in Verduno: 14 Hektar Nebbiolo auf zehn Parzellen
Das Gut hat seinen Sitz in der Cascina Mosca oberhalb von Verduno und wird von Diego Morra geführt, dem Enkel des Betriebsgründers Domenico. Von rund 30 Hektar Rebfläche sind etwa 14 Hektar mit Nebbiolo für Barolo bestockt, aufgeteilt auf zehn Parzellen mit jeweils eigenem Kleinklima — daraus entstehen mehrere Lagen-Barolo, unter ihnen Monvigliero, San Lorenzo di Verduno und Zinzasco. Seine Arbeitsweise beschreibt Morra als Respekt vor dem Überlieferten bei offenem Blick nach vorn; im Weinberg heißt das integrierter Pflanzenschutz ohne Herbizide. Abgerundet wird das Sortiment vom Verduno Pelaverga, einer Spezialität der Gemeinde aus einer eigenen Rebsorte, die mit Nebbiolo nichts zu tun hat.
Vier bis fünf Wochen Maischestandzeit, Reife im 25-Hektoliter-Fass
Alkoholische Gärung, malolaktische Gärung und Maischestandzeit finden gemeinsam im temperaturkontrollierten Edelstahltank bei maximal 28 °C statt und dauern etwa vier bis fünf Wochen. Danach reift der Wein nach Angaben des Weinguts 22 bis 28 Monate in großen Eichenfässern mit 25 Hektolitern Inhalt, bevor Stahltank und Flasche folgen. Das große Volumen bewirkt eine langsame, gleichmäßige Mikrooxidation, Röst- oder Vanillearomen entstehen dabei nicht. So bleibt der Wein auf seiner hellen, floralen Linie.
Servieren und kombinieren
Bei 16 bis 18 °C servieren, ein mittelgroßes Rotweinglas genügt. Eine Stunde Luft reicht diesem Cru, er braucht spürbar weniger Belüftung als der Monvigliero. Gut kombinieren lässt er sich mit Agnolotti in Salbeibutter, Kaninchen mit Kräutern, Bollito misto, gebratener Perlhuhnbrust und mittelalter Toma piemontese. Das Weingut empfiehlt zusätzlich kräftige Fischgerichte, etwa geschmorten Stockfisch.
Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo San Lorenzo di Verduno 2019
Ist San Lorenzo di Verduno eine eigene MGA?
Ja. San Lorenzo di Verduno ist als eigene geografische Zusatzbezeichnung in der amtlichen Lagenliste des Barolo verzeichnet. Der Zusatz „di Verduno“ grenzt sie von ähnlich benannten Lagen in anderen Gemeinden der Zone ab.
Ist er kräftiger oder feiner als der Monvigliero?
Der San Lorenzo wächst tiefer und kühler, er wirkt heller, duftiger und im Tannin weicher. Der Monvigliero ist strukturierter, liegt länger im Fass und ist auf mehr Jahre gebaut.
Wie viel Sauerstoff braucht er?
Rund 60 Minuten in der Karaffe oder ein großzügig gefülltes Glas mit etwas Zeit. Zu lange Belüftung kostet ihn seine floralen Spitzen.
Ab wann und bis wann trinkt man ihn?
Der Shop nennt 20 Jahre. Realistisch trinkt man diesen Cru gut zwischen etwa 2027 und 2037; er reift früher als der Monvigliero aus demselben Jahrgang.
Welchen Stil hat Barolo aus der Gemeinde Verduno?
Verduno ist die nördlichste Barolo-Gemeinde und stellt weniger als fünf Prozent der Produktion. Kennzeichnend sind florale Aromatik, eine Würze in Richtung weißer Pfeffer, lebendige Säure und feinkörnige Tannine — Eleganz geht hier vor Kraft.
Der Diego Morra Barolo Zinzasco 2017 stammt aus einem der wärmsten Jahre, die das Barolo-Gebiet in jüngerer Vergangenheit erlebt hat, und zeigt entsprechend eine weiche, umgängliche Seite des Nebbiolo. Gefüllt wird mit 14 % Vol. in 0,75 Liter; die Trauben kommen zu drei Vierteln aus La Morra und zu einem Viertel aus Verduno. Kandierte Kirsche, Dörrpflaume, Nelke und ein Hauch Kakao bestimmen das Aromenbild. Das Tannin fällt samtig aus, die Säure bleibt moderat — ein Barolo eher für den Tisch als für den Keller.
Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo Zinzasco 2017
FARBE: Warmes Granatrot mit ziegelfarbenem Rand und geringer Randintensität.
NASE: Reife bis kandierte Kirsche, Dörrpflaume und Orangenschale bilden den Kern. Darüber liegen Nelke, Zimt, ein Hauch Kakao und getrockneter Thymian. Florale Noten sind vorhanden, aber leiser als in kühlen Jahrgängen.
GESCHMACK: Rund und mittelgewichtig, mit weich gezeichnetem Tannin und einer Säure, die trägt statt zu spannen. Getrocknete Frucht, süße Gewürze und eine leicht bittere Kräuternote halten sich die Waage. Die Trockenheit des Jahres 2017 ist an der Fülle spürbar, nicht an Härte.
FINALE: Mittellang, warm und würzig, mit Nachklang von Dörrobst und Zimtrinde.
Drei Viertel La Morra, ein Viertel Verduno
Der Wein setzt sich aus Parzellen zusammen, die entlang des Wegs Zinzasco auf dem Grat zwischen den beiden Gemeinden liegen. La Morra stellt den größeren Teil und steht für weiche Gerbstoffe und offene Aromatik, Verduno für Pfefferwürze und Frische — in einem heißen Jahr wie 2017 gewinnt die Cuvée durch diesen kühleren Anteil an Kontur. Die Böden sind geschichteter Mergel mit Sand und Ton, darin stehen alte Reben von 25 bis 50 Jahren. Weil Zinzasco keine amtliche Zusatzbezeichnung ist, trägt das Etikett den Weinnamen ohne Lagenstatus.
Ein junger Keller in einem alten Weinbaubetrieb
Wein und Haselnüsse gehören bei den Morra seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zusammen: Zu den 30 Hektar Reben kommen 20 Hektar Haselnusshaine, verteilt auf Verduno, La Morra und Roddi. Vor 2006 lag die Vinifikation nicht im eigenen Haus — erst Diego Morra baute nach der Önologieschule Umberto I in Alba den Keller auf und erzeugt heute rund 40.000 Flaschen im Jahr. Im Weinberg setzt er auf integrierten Pflanzenschutz. Sein Leitsatz: Der Betrieb habe keine lange Kellertradition zu verwalten, sondern schreibe seine Geschichte Schritt für Schritt.
Kürzere Maische, gleiche Fassreife
Vergoren wird im temperaturkontrollierten Stahltank, für den Zinzasco sind 20 bis 25 Tage Schalenkontakt vorgesehen. 2017 kamen viele Betriebe im Barolo mit kürzeren Standzeiten aus, weil die Trauben Farbe und Gerbstoff schneller abgaben und die üblichen langen Mazerationen für Struktur nicht nötig waren. Anschließend reift der Wein rund 30 Monate in großen Holzfässern und mindestens sechs weitere Monate in der Flasche. Das Haus bevorzugt für Barolo gebrauchtes Holz, damit die Frucht nicht von Röstaromen überlagert wird.
Servieren und kombinieren
17 °C, ein mittelgroßes Rotweinglas, eine halbe Stunde Luft — mehr braucht dieser Jahrgang nicht. Dekantieren ist möglich, aber verzichtbar, weil das Tannin schon weich geworden ist. Auf dem Teller passen Lammkarree mit Kräuterkruste, Ossobuco, Ravioli mit Steinpilzfüllung, kalt aufgeschnittenes Roastbeef und gereifte Robiola.
Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo Zinzasco 2017
Ist Zinzasco eine offiziell abgegrenzte Lage?
Nein. Die 181 zusätzlichen geografischen Angaben des Barolo sind seit der Regeländerung von 2010 festgeschrieben, Zinzasco gehört nicht dazu. Der Name bezeichnet den Weg, an dem die Parzellen liegen, und ist als Weinname des Betriebs zu lesen.
Wie unterscheidet sich 2017 vom Vorjahrgang 2016?
2016 verlief kühl, spät und säurebetont, 2017 heiß und von ausgeprägter Trockenheit geprägt. Der 2017er wirkt deshalb weicher und runder, der 2016er straffer und deutlich langlebiger.
Wie lange sollte der Wein noch lagern?
Für den Zinzasco sind rund 15 Jahre Lagerfähigkeit angesetzt. Der Jahrgang 2017 wird von der Fachkritik jedoch dem kurz- bis mittelfristigen Bereich zugeordnet, ein Genuss in den nächsten Jahren liegt also nahe.
Worin unterscheidet er sich vom Monvigliero des Hauses?
Der Monvigliero kommt aus einer einzigen, voll südexponierten Lage in Verduno und bringt mehr Duft, Salz und Lagerpotenzial mit. Der Zinzasco verschneidet Parzellen zweier Gemeinden und ist früher zugänglich.
Wie wird eine Flasche richtig gelagert?
Liegend, dunkel, erschütterungsfrei und bei möglichst gleichbleibenden 12 bis 14 °C. Temperaturschwankungen schaden dem Wein stärker als ein konstant etwas höheres Niveau.
Der Diego Morra Barolo Zinzasco 2019 ist die Mehrlagen-Abfüllung des Weinguts aus Verduno: Nebbiolo von Parzellen in La Morra und Verduno, 14 % Vol., 0,75 Liter. 2019 verlief mit spätem Austrieb, heißen Wochen im Juni und Juli und einer späten Lese im zweiten Oktoberdrittel — ein Jahr, das Weine mit Struktur und maßvollem Alkohol hervorbrachte. Entsprechend zeigt der Wein frische Kirsche, Veilchen, Lakritz und eine trockene Kräuterwürze. Das Tannin ist präsent und körnig, die Säure gibt dem Ganzen Zug.
Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo Zinzasco 2019
FARBE: Dichtes Rubinrot, am Rand mit ersten granatroten Reflexen.
NASE: Klar und noch jugendlich: Sauerkirsche, Preiselbeere und Blutorange, dazu Veilchen. Erst mit Luft kommen Lakritz, Wacholder, getrocknete Minze und eine erste Andeutung von Leder hinzu. Röstnoten fehlen praktisch vollständig.
GESCHMACK: Straff und geradlinig gebaut, mit körnigem Tannin und einer klar spürbaren Säureachse. Rote Frucht, Salz und Kräuterbitterkeit tragen den Mittelbau, das Holz bleibt im Hintergrund. Der Wein wirkt jünger, als es die sieben Jahre vermuten lassen.
FINALE: Trocken, lang und von Lakritz und Kräutern geprägt, das Tannin baut sich langsam ab.
Die Ostflanke zwischen den beiden Gemeinden
Die Parzellen dieses Weins liegen entlang des Wegs Zinzasco auf dem östlichen Kamm, der La Morra und Verduno verbindet; drei Viertel der Fläche gehören zu La Morra. Der Untergrund ist geschichteter Mergel mit Sand- und Tonanteilen — Böden, die dem Nebbiolo Duft und feines Tannin mitgeben und weniger Wucht als schwere Tonlagen. Die Reben sind 25 bis 50 Jahre alt, der Ertrag liegt bei 70 Doppelzentnern je Hektar. Gelesen wird gewöhnlich in den ersten Oktobertagen, 2019 gebietsweit später als sonst.
Diego Morra, dritte Generation an der Cascina Mosca
Diego Morra übernahm 2006 die Verantwortung im Familienbetrieb, nachdem er die Önologieschule Umberto I in Alba abgeschlossen hatte. Er führt das Gut in dritter Generation; den Grundstock legte Großvater Domenico Mitte des 20. Jahrhunderts. Der Betrieb bewirtschaftet 30 Hektar Reben in drei Gemeinden und produziert etwa 40.000 Flaschen jährlich; das Sortiment reicht von Verduno Pelaverga über Dolcetto, Barbera und Langhe Nebbiolo bis zu den Barolo-Abfüllungen. Bei der Fassauswahl gilt eine einfache Regel: neues Holz für die kürzer reifenden Weine, älteres für Barolo.
Zwanzig bis fünfundzwanzig Tage Schale, danach großes Holz
Der Wein vergärt im temperaturkontrollierten Edelstahltank und bleibt dort 20 bis 25 Tage auf der Maische. Es folgen etwa 30 Monate in großen Holzfässern und mindestens ein halbes Jahr Flaschenreife vor dem Verkauf. Weil überwiegend gebrauchtes Holz zum Einsatz kommt, bleibt die Fassnote diskret — bei einem strukturbetonten Jahrgang wie 2019 ein Vorteil, denn Gerbstoff besitzt der Wein selbst genug. Als Lagerfähigkeit sind rund 15 Jahre angesetzt.
Servieren und kombinieren
Zwei Stunden vorher in die Karaffe und bei 17 bis 18 °C in einem großen Glas servieren: Beim 2019er lohnt die Geduld, weil das Tannin danach feiner wirkt. Auf dem Teller: Tagliata vom Fassone-Rind, Pappardelle mit Hasenragù, gebratene Taube, Kartoffelgnocchi mit Butter und Trüffel sowie gereifter Raschera d'alpeggio.
Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo Zinzasco 2019
Welche Gemeinden stecken im Zinzasco 2019?
Etwa 75 Prozent der Trauben stammen aus La Morra, 25 Prozent aus Verduno. Beide Gemeinden liegen im Westen des Barolo-Gebiets, Verduno an dessen nördlichem Rand.
Kann man den 2019er heute schon trinken?
Ja, mit ausreichend Luft. 2019 gilt als klassischer Jahrgang mit deutlicher Tanninstruktur; ein bis zwei Stunden in der Karaffe machen den Unterschied. Wer Tertiäraromen sucht, wartet besser noch einige Jahre.
Wie lange sollte er belüftet werden?
Ein bis zwei Stunden sind sinnvoll, bei jungen Flaschen gern länger. Die Fachkritik weist für 2019 ausdrücklich auf den Nutzen einer längeren Belüftung hin.
Passt der Wein zu Käse?
Zu gereiften Hartkäsen aus dem Piemont wie Raschera oder Ossolano ja. Frische, säurebetonte oder stark blaugeschimmelte Käse bringen das Tannin dagegen aus dem Gleichgewicht.
Worin unterscheiden sich 2019 und 2017 bei diesem Wein?
2017 war heiß und trocken und ergab einen weicheren, früher zugänglichen Wein. 2019 verlief nach kaltem, nassem Frühjahr und heißem Sommer klassischer: mehr Säure, mehr Tannin, mehr Zeitbedarf.
Der Giacomo Fenocchio Barolo Annata 2014 ist der Jahrgangs-Barolo des Hauses, also die Gutsabfüllung ohne Lagenangabe. Das Wort "Annata" bezeichnet genau das: einen Barolo aus mehreren Parzellen statt aus einer einzigen MGA. Mit 14 % Vol. gefüllt, zeigt der Nebbiolo nach über zehn Jahren Flaschenreife Rose, Veilchen und reife rote Frucht, dazu erste tertiäre Anklänge. Der Jahrgang 2014 war im Barolo schwierig, brachte aber schlanke, säurebetonte und duftige Weine hervor. Diese Flasche steht heute mitten in ihrem Trinkfenster.
Die Verkostungsnotiz des Giacomo Fenocchio Barolo Annata 2014
FARBE: Rubinrot mit violetten Reflexen und beginnender Aufhellung am Rand.
NASE: Rose und Veilchen führen, begleitet von reifer Himbeere und Preiselbeere. Mit der Zeit im Glas gesellen sich getrockneter Tee, Zimt und ein zurückhaltender Leder-Ton hinzu.
GESCHMACK: Schlanker gebaut als kraftvollere Barolo-Jahrgänge, dafür sehr klar gezeichnet. Eine markante Säure trägt die knackige rote Frucht, das Tannin ist deutlich, aber inzwischen gut eingebunden und nicht mehr sperrig.
FINALE: Mittellang bis lang, feinherb, mit Kräuternoten und einem trockenen Nachhall.
Annata — was ein Barolo ohne Lagennamen bedeutet
Ein Barolo Annata trägt nur Jahrgang und Denomination auf dem Etikett, keine abgegrenzte Einzellage. Bei Giacomo Fenocchio stammen die Trauben dafür aus Parzellen in Monforte d'Alba, Castiglione Falletto und Barolo. Der Wein zeigt damit weniger den Charakter eines einzelnen Hangs als die Handschrift des Betriebs über mehrere Herkünfte hinweg. Traditionell dient diese Abfüllung im Piemont als Einstieg in den Stil eines Guts und wird früher zugänglich als die Lagenweine. Die Böden der beteiligten Parzellen sind helvetisch geprägt, mit Sand, Ton und Kalkmergel.
Claudio Fenocchio und die traditionelle Schule von Monforte
Als in den Neunzigerjahren der Streit zwischen Traditionalisten und Modernisten das Barolo-Gebiet spaltete, blieb Fenocchio auf der alten Seite. Kurze Maischezeiten, kleine neue Eichenfässer und geschminkte Frucht kamen nicht in Frage. Stattdessen setzt der 1864 gegründete Betrieb bis heute auf spontane Gärung mit Naturhefen, ausgedehnte Standzeit auf den Schalen und Reife in großen Fässern. Claudio Fenocchio führt das Haus in fünfter Generation und bewirtschaftet die Rebflächen nach nachhaltigen Grundsätzen.
Sechs Monate Stahl, dann großes Eichenfass
Nach der Gärung ruht der Wein zunächst ein halbes Jahr im Edelstahl. Anschließend geht er in große Eichenfässer mit 35 bis 50 Hektoliter Fassungsvermögen, in denen er laut Shop-Angabe rund 18 Monate verbringt, bevor die Flaschenreife folgt. Fässer dieser Größe geben kaum Holzaroma ab und wirken vor allem über einen langsamen, gleichmäßigen Sauerstoffaustausch. Beim 2014er hat diese Reifeform der zarteren Struktur des Jahrgangs geholfen, ohne sie zu überdecken.
Servieren und kombinieren
17 bis 18 °C und ein weites Glas bringen den gereiften Duft am besten zur Geltung. Wegen des Alters empfiehlt es sich, die Flasche vorsichtig aufrecht zu stellen und eher kurz zu belüften statt lange zu karaffieren. Auf dem Tisch passen Rinderschmorbraten, Kaninchen mit Kräutern, Risotto mit Pilzen, Wildgeflügel, Salsiccia-Ragout und mittelalter Kuhmilchkäse.
Häufige Fragen zum Giacomo Fenocchio Barolo Annata 2014
Was heißt "Annata" auf dem Etikett?
Annata ist das italienische Wort für Jahrgang und steht hier für den Barolo ohne Lagenbezeichnung. Er entsteht aus mehreren Parzellen des Weinguts und ist damit der Gegenpol zu den Einzellagenweinen Bussia, Villero, Cannubi und Castellero.
Wie ist der Jahrgang 2014 im Barolo wirklich einzuschätzen?
2014 war ein schwieriges Jahr: viel Regen im Juni und Juli, Hagelschläge Anfang Juli, ein kühler feuchter August und Ertragseinbußen von 20 bis 50 Prozent. Ein warmer, trockener September rettete die spät reifende Nebbiolo-Traube, die Lese begann erst am 11. Oktober. Das Ergebnis sind keine wuchtigen, aber sehr klare, säurebetonte und duftige Barolo mit leichterem Tanningerüst.
Ist der 2014er heute trinkreif?
Ja. Weine dieses Jahrgangs entwickelten sich schneller als die kraftvolleren Jahre und zeigen sich nach gut zehn Jahren offen und harmonisch. Für 2014er Barolo aus guter Provenienz wird meist ein Fenster von etwa acht bis fünfzehn Jahren ab Ernte angesetzt, gut gelagerte Flaschen halten länger.
Muss dieser Barolo dekantiert werden?
Eine lange Karaffenzeit braucht er nicht mehr. Vorsichtiges Umfüllen zum Abtrennen eines möglichen Depots und rund 30 Minuten Luft genügen, damit sich die floralen Noten und die gereifte Frucht entfalten.
Was unterscheidet ihn von den Lagenweinen des Guts?
Die Lagenweine reifen länger im Holz und spiegeln jeweils einen bestimmten Hang wider. Der Annata ist früher zugänglich, schlanker gebaut und zeigt die Stilistik des Betriebs im Überblick, ohne die Tiefe eines Bussia oder Villero anzustreben.
La Briccolina Barolo 2021 – Barolo DOCG aus dem PiemontLa Briccolina Barolo 2021 – eleganter Nebbiolo mit Tiefe und CharakterDer La Briccolina Barolo 2021 von Tiziano Grasso ist ein charaktervoller Barolo, der die klassische Persönlichkeit des Nebbiolo mit der besonderen Finesse des herausragenden Jahrgangs 2021 verbindet.Barolo ist weit mehr als nur ein Name – es ist eine der großen Weinappellationen Italiens und die Heimat des Nebbiolo. Hier entstehen Weine, die in ihrer Jugend oft noch etwas ungestüm wirken, mit zunehmender Reife aber eine beeindruckende aromatische Komplexität entwickeln.Der Jahrgang 2021 gehört dabei zu den besonders gelungenen Jahrgängen der vergangenen Jahre. Die Weine zeigen eine bemerkenswerte Kombination aus Frische, Konzentration, präziser Frucht und straffem, feinkörnigem Tannin. Gleichzeitig besitzt der Jahrgang die notwendige Struktur für eine lange Entwicklung in der Flasche.100 % Nebbiolo – die große Rebsorte des PiemontWie es die Barolo DOCG vorschreibt, wird der La Briccolina ausschließlich aus Nebbiolo erzeugt. Die Rebsorte ist bekannt für ihre faszinierende Kombination aus heller Farbe und großer innerer Kraft.Typisch sind Aromen von Kirschen, Rosen, Veilchen und roten Beeren, die sich mit zunehmender Reife um Lakritz, Tabak, Gewürze und erdige Nuancen erweitern.Gerade diese scheinbaren Gegensätze machen Nebbiolo so faszinierend: Der Wein kann gleichzeitig filigran und kraftvoll, duftig und strukturiert wirken.Der Jahrgang 20212021 war im Piemont kein einfacher Selbstläufer. Nach einem trockeneren Vegetationsverlauf konnten die Trauben jedoch unter sehr guten Bedingungen ausreifen. Ein warmer Sommer ohne extreme und lang anhaltende Hitzespitzen sowie die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht während der Reifephase sorgten für eine hervorragende Balance zwischen Reife und Frische.Die daraus entstandenen Barolo zeichnen sich vielfach durch intensive Frucht, lebendige Säure und sehr gutes Tannin aus. Viele Weine besitzen bereits heute eine bemerkenswerte aromatische Offenheit, während ihre Struktur gleichzeitig für eine lange Flaschenreife spricht.VerkostungsnotizFarbe: Leuchtendes Rubinrot mit granatroten ReflexenNase: Intensive Aromen von reifer Kirsche und roten Beeren, begleitet von Rosenblüten und Veilchen. Mit zunehmender Belüftung entwickeln sich würzige Nuancen von Lakritz, Tabak und feinen Kräutern.Gaumen: Elegant und strukturiert mit saftiger Frucht, frischer Säure und einem für Nebbiolo charakteristischen, feinkörnigen Tannin. Der Wein besitzt eine schöne Spannung zwischen Frische und Tiefe.Abgang: Lang und würzig mit roten Kirschen, Lakritz und feinen balsamischen und erdigen Anklängen.Charakter & StilRebsorte: 100 % NebbioloHerkunft: Barolo DOCG, Piemont, ItalienJahrgang: 2021Weintyp: trockener RotweinAlkohol: ca. 14,5 % vol.Der Wein befindet sich noch in einer frühen Phase seiner Entwicklung. Gerade die Kombination aus Frucht, Säure und Tannin macht ihn aber zu einem sehr interessanten Barolo für Kunden, die einen Wein suchen, der sich über Jahre weiterentwickeln kann.Ein Barolo für Kenner und GenießerDer La Briccolina Barolo 2021 ist kein Wein, der allein durch Kraft beeindrucken möchte. Seine Stärke liegt vielmehr im Zusammenspiel verschiedener Komponenten.Die typische Nebbiolo-Frucht wird von einer lebendigen Säure getragen, während die feinen Gerbstoffe für Struktur und Länge sorgen. Mit etwas Luft öffnet sich der Wein zunehmend und zeigt die für guten Barolo so typische Entwicklung von frischer Kirschfrucht hin zu komplexeren floralen, würzigen und balsamischen Aromen.Wer Barolo gerne bereits in einer relativ jungen Phase genießt, sollte ihm unbedingt etwas Zeit im Glas oder in der Karaffe geben.SpeiseempfehlungenWie es sich für einen klassischen Barolo gehört, ist der La Briccolina ein hervorragender Begleiter zu kräftiger Küche.Besonders gut passt er zu:Tajarin mit TrüffelPasta mit WildragoutRisotto mit SteinpilzenBrasato al Barologeschmortem RindKalb und LammWildschwein und RehEntenbrustgereiftem Parmigiano ReggianoCastelmagno und anderen kräftigen HartkäsenSeine Kombination aus Säure und Tannin macht ihn besonders interessant zu geschmorten und langsam gegarten Fleischgerichten, während seine florale Aromatik hervorragend mit Trüffel harmoniert.Unser FazitDer La Briccolina Barolo 2021 ist ein klassischer piemontesischer Nebbiolo mit einer schönen Balance aus Frucht, Frische, Würze und Tannin.Der hervorragende Jahrgang 2021 gibt ihm dabei eine besondere Tiefe und Spannung. Er besitzt bereits heute genügend aromatische Offenheit, um Freude zu bereiten, gleichzeitig aber die Struktur, um sich über viele Jahre weiterzuentwickeln.Ein Barolo für alle, die den klassischen Charakter des Nebbiolo schätzen: duftig, elegant, würzig und strukturiert – mit jener besonderen Kombination aus Finesse und Kraft, die große Weine aus dem Piemont auszeichnet.Serviertemperatur: 17–18 °CDekantieren: Bei Genuss in den nächsten Jahren empfehlenswert, etwa 1–2 Stunden vor dem ServierenTrinkreife: bereits jetzt mit Belüftung interessant; optimales Entwicklungspotenzial etwa 2028–2038 und darüber hinaus.
Der Massolino Barolo 2018 ist der klassische Barolo des Familienweingutes aus Serralunga d'Alba: reinsortiger Nebbiolo, abgefüllt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Er entsteht aus mehreren Parzellen der Gemeinde und zeigt deshalb die Handschrift von Serralunga insgesamt, nicht die Zuspitzung auf einen einzelnen Cru. Getrocknete Kirsche, Rosenblätter, Minze und Tabak bilden ein Aromenbild, in dem der Weinberg deutlicher zu erkennen ist als das Holz. Der kühle, regenreiche Jahrgang 2018 gibt ihm eine schlanke Frische, seidiges Tannin und eine frühere Zugänglichkeit als die dichteren Vorgängerjahre.
Die Verkostungsnotiz des Massolino Barolo 2018
FARBE: Rubinrot mittlerer Tiefe mit granatfarbenem Rand.
NASE: Getrocknete Kirschen und Sauerkirsche öffnen den Duft, dazu Rosenblätter und ein deutlicher Minzhauch. Mit Luft treten Tabak, Lakritzwurzel und getrockneter Fenchel hinzu und geben dem Bouquet eine kühle, würzige Kontur.
GESCHMACK: Klar gezeichnet und mittelgewichtig, mit heller Kirschfrucht, feiner Säure und dem für Serralunga typischen salzig-kalkigen Grundton. Das Tannin ist engmaschig, aber nicht hart, und trägt den Wein, ohne ihn zu beschweren.
FINALE: Mittellang bis lang, mit nachhallender Kräuterwürze, Sauerkirsche und einem trocken-mineralischen Schluss.
Serralunga d'Alba: grauer Mergel, Sandstein und ein Cuvée-Gedanke
Die Trauben stammen aus Weinbergen in Serralunga d'Alba, jener Barolo-Gemeinde mit 39 abgegrenzten Lagen, deren Böden aus grauem Mergel und Sandstein mit Kieselsand, Kalziumkarbonat und Eisen aufgebaut sind. Massolino beschreibt den Boden dieses Weins als gemischt und kalkbetont. Serralunga gilt als die tanninbetonte, langlebige Seite des Barolo — Weine, die eher in die Länge als in die Breite wachsen. Weil dieser Barolo mehrere Parzellen vereint, ist er die Summe dieser Herkunft und nicht die Verdichtung auf einen einzelnen Cru wie Vigna Rionda, Margheria oder Parafada.
Massolino in Serralunga d'Alba — seit 1896
Die Geschichte beginnt 1896, als Urgroßvater Giovanni Massolino neben der bäuerlichen Arbeit mit dem Weinverkauf begann. Sein Sohn Giuseppe gehörte 1934 zu den Mitbegründern des Consorzio di tutela Barolo e Barbaresco; 1956 kam über das Erbe von Tante Matilde Ornato der erste Teil der Vigna Rionda in Familienbesitz, weitere Parzellen folgten bis 1990. 1982 füllte das Gut den ersten Barolo DOCG Vigna Rionda Riserva ab, 2015 entstand der neue Keller im Ortskern von Serralunga. Heute führen Franco, Roberto und Paola Massolino das Weingut in vierter Generation, mit Lagen in Serralunga d'Alba, in Castiglione Falletto (Parussi) und seit 2019 in Neive.
Bis zu 30 Monate im großen Slawonier-Eichenfass
Gärung und Maischestandzeit laufen lang und bei rund 30 °C in Holzgärständern ab. Danach reift der Wein bis zu 30 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche, die keinen Röstton beisteuern, sondern vor allem langsam Luft zulassen. Vor der Auslieferung folgt eine Flaschenreife im dunklen, kühlen Keller. Diesen Barolo Classico erzeugt Massolino seit 1947; ein Lagerpotenzial von 15 bis 20 Jahren ist realistisch, wobei der seidige Jahrgang 2018 schon in seinen ersten Jahren viel Freude macht.
Servieren und kombinieren
Der Barolo wird bei 18 bis 20 °C in einem großen, bauchigen Rotweinglas serviert; das Weingut empfiehlt ausdrücklich, ihn zu dekantieren. Dem Jahrgang 2018 genügt dafür meist eine Stunde. Klassische Begleiter sind Brasato al Barolo, Wildgerichte wie Hase oder Rehrücken, Tajarin mit Fleischsauce, Steinpilz- oder Trüffelrisotto sowie mittelreifer Kuh- und Ziegenkäse.
Häufige Fragen zum Massolino Barolo 2018
Warum trägt dieser Barolo keinen Lagennamen?
Er ist der Barolo Classico des Hauses und vereint Trauben aus mehreren Parzellen. Die Lagenweine aus Vigna Rionda, Margheria, Parafada und Parussi füllt Massolino getrennt ab.
Wie unterscheidet sich der Jahrgang 2018 von 2016?
2018 brachte ein nasses Frühjahr und im August Hagel. Die Weine sind dadurch frischer, duftiger und seidiger im Tannin und lassen sich früher trinken, ohne die Dichte der Jahrgänge 2015 bis 2017 zu erreichen.
Ist der Massolino Barolo 2018 bereits trinkreif?
Ja. Nach bis zu 30 Monaten im großen Fass und anschließender Flaschenreife ist er zugänglich, gewinnt aber mit einer Stunde Luft an Tiefe. Weitere Flaschenreife rundet das Tannin und bringt tertiäre Töne wie Leder und Unterholz.
Was zeichnet Barolo aus Serralunga d'Alba aus?
Die grauen Mergel- und Sandsteinböden geben den Weinen viel Tannin, feste Säure und einen kalkig-salzigen Grundton. Serralunga-Barolo gilt als besonders lagerfähig und braucht in der Regel mehr Zeit als Barolo aus La Morra.
Was bewirkt der Ausbau im großen Slawonier-Fass?
Große Fässer haben ein kleines Holz-Wein-Verhältnis und geben kaum Aroma ab. Statt Vanille- oder Röstnoten entsteht ein langsamer, gleichmäßiger Luftaustausch, der das Tannin glättet und die Herkunft in den Vordergrund stellt.
Der Nebbiolo d'Alba Spumante Rosé 2021 von Poderi Colla ist ein Rosé-Schaumwein aus 100 Prozent Nebbiolo, abgefüllt mit 12,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Eine kurze Standzeit auf den Schalen gibt ihm sein zartes Lachsrosa, die zweite Gärung läuft anschließend in der Flasche. Himbeere, Walderdbeere und Hagebutte prägen den Duft, dazu treten Brotkrume und ein Hauch Blutorange. Am Gaumen bleibt er trocken, mit lebhafter Säure, feiner Perlage und einem herzhaften Ausklang.
Die Verkostungsnotiz des Nebbiolo d'Alba Spumante Rosé 2021
FARBE: Zartes Lachsrosa mit kupfernem Rand. Die Bläschen sind klein und steigen gleichmäßig auf.
NASE: Himbeere und Walderdbeere führen, dahinter liegen Hagebutte, Granatapfel und ein floraler Hauch Wildrose. Aus dem Hefelager kommen Brotkrume und geröstete Haselnuss hinzu, dazu eine Spur Blutorangenschale.
GESCHMACK: Am Gaumen setzt sich rote Waldfrucht durch, begleitet von Rhabarber und viel Säure. Die Perlage wirkt cremig, ein herber Kräuterzug hält den Wein weit vom Süßlichen entfernt.
FINALE: Zum Schluss bleiben Himbeere und Zitruszeste stehen, dazu ein salziger Eindruck. Die Länge fällt mittel bis gut aus.
Nebbiolo d'Alba DOC: Spumante Rosé als eigene Typologie
Nebbiolo d'Alba ist eine DOC der Provinz Cuneo, die 25 Gemeinden beiderseits des Tanaro umfasst und ausschließlich Nebbiolo zulässt. Neben dem stillen Rotwein und dem Superiore führt das Regelwerk ausdrücklich die Typologien Spumante und Spumante Rosé; erlaubt sind sowohl das Verfahren Martinotti im Drucktank als auch die Gärung in der Flasche. Für die schäumenden Varianten gelten mindestens sechs Monate ab dem 1. November des Erntejahres, freigegeben werden sie ab dem 1. Mai des Folgejahres. Anders als in der Alta Langa steht hier nicht Pinot Nero im Zentrum, sondern die spät reifende, säurebetonte Hauptsorte der Langhe.
Poderi Colla in San Rocco Seno d'Elvio
Sitz des Betriebs ist das Gut Cascine Drago im Weiler San Rocco Seno d'Elvio südlich von Alba: 25 Hektar Gesamtfläche, davon 14 Hektar Rebland auf 330 bis 400 Metern. Geführt wird Poderi Colla von Tino Colla und seiner Nichte Federica, die Kellerarbeit liegt bei Önologe Pietro Colla. Die Familie ist seit über drei Jahrhunderten in den Langhe tätig, und schäumende Weine haben eine eigene Vorgeschichte: Ein Vorfahre namens Pietro Colla brachte die Flaschengärung aus Frankreich ins Piemont. Neben den klassischen Rotweinen des Hauses bilden diese Abfüllungen eine kleine, eigenständige Linie.
Kurze Schalenstandzeit, zweite Gärung in der Flasche
Die Trauben werden von Hand gelesen und nur kurz auf den Schalen belassen, gerade lange genug für die zarte Farbe und zu kurz für eine kräftige Extraktion. Der Grundwein vergärt kühl im Edelstahl, im Frühjahr folgen Tirage und die zweite Gärung in der Flasche. Das anschließende Hefelager liefert die Gebäcknoten und die cremige Textur; die genaue Dauer und der Degorgiertermin sind für 2021 nicht öffentlich dokumentiert. Ein Holzausbau findet nicht statt, damit die rote Frucht der Sorte klar bleibt.
Servieren und kombinieren
Der Shop nennt 8 bis 10 °C. Im Sektkelch oder in einem schlanken Weißweinglas kommt der Wein präziser zur Geltung als in der flachen Schale, eine Karaffe braucht er nicht. Als Begleiter funktioniert er zum Apéritif, zu Lachstartar, gegrillten Garnelen, Vitello tonnato, Salumi aus den Langhe, jungem Ziegenkäse und dank seiner Säure auch zu frittiertem Gemüse.
Häufige Fragen zum Nebbiolo d'Alba Spumante Rosé 2021
Von welchem Weingut stammt dieser Spumante Rosé?
Erzeuger ist Poderi Colla in San Rocco Seno d'Elvio bei Alba, dieselbe Familie, die auch den Metodo Classico der Linie Pietro Colla abfüllt. Auf der offiziellen Weinliste des Guts ist diese Flasche derzeit nicht aufgeführt; sie erscheint bislang nur über den Handel.
Ist der Wein ein Alta Langa DOCG?
Nein. Alta Langa verlangt mindestens 90 Prozent Pinot Nero und Chardonnay, dieser Wein besteht aus reinem Nebbiolo. Er gehört damit zur Typologie Spumante Rosé innerhalb der Nebbiolo d'Alba DOC.
Was bringt Nebbiolo in einen Rosé ein?
Deutlich anders als ein Rosé aus Pinot Nero: Nebbiolo bringt hohe Säure, rote Waldfrucht und einen kräuterig-herben Grundton mit. Das ergibt einen trockenen, sehr geradlinigen Wein mit klarer Kontur statt weicher Fülle.
Passt er nur als Apéritif oder auch zum Essen?
Beides. Die Säure und der herbe Zug machen ihn zu einem guten Begleiter für Fisch, Vorspeisen mit Öl und Zitrone sowie für gebratenes oder frittiertes Gemüse. Auch kalte Vorspeisen aus dem Piemont funktionieren gut.
Wann sollte der Rosé getrunken werden?
Rosé-Schaumweine dieses Typs zeigen ihre Frische am besten in den ersten Jahren nach dem Degorgieren. Kühl, dunkel und liegend gelagert bleibt der Wein stabil, an Perlage und Duftintensität gewinnt er jedoch nicht mehr.
Orlando Rocca Barolo Sprun 2022Orlando Rocca Barolo Sprun 2022 – Der Barolo eines außergewöhnlichen jungen WinzersEin Barolo mit einer außergewöhnlichen Geschichte: Der Orlando Rocca Barolo Sprun 2022 ist das persönlichste und wohl emotionalste Projekt des jungen Winzers aus Monforte d'Alba. Der Wein stammt aus einer winzigen Nebbiolo-Parzelle in der berühmten Lage Bussia und ist Ausdruck von Orlandos besonderer Beziehung zu diesem Weinberg.Heute ist Orlando Rocca längst kein Geheimtipp mehr. In der Ausgabe 2026 von „I Migliori 100 Vini e Vignaioli d’Italia“, herausgegeben von Luciano Ferraro und James Suckling, wurde Orlando Rocca zum „Giovane Vignaiolo dell’Anno“ – zum Jungen Winzer des Jahres – ausgezeichnet. Damit gehört er zu den herausragenden Talenten der neuen Generation italienischer Winzer.Sprun – ein persönlicher TraumDie Geschichte des Barolo Sprun beginnt im Jahr 2020. Orlando war gerade einmal 16 Jahre alt, als er sich in eine winzige Nebbiolo-Parzelle in Bussia verliebte. Von diesem Moment an widmete er dem Weinberg außergewöhnlich viel Aufmerksamkeit und behandelte ihn nach eigener Aussage wie einen Garten. Aus dieser Leidenschaft entstand schließlich sein eigener Barolo.Der Name „Sprun“ bedeutet im Piemontesischen sinngemäß „Sporn“ – etwas, das nach oben ragt und nach vorne drängt. Genau diese Bedeutung passt zur Geschichte des Weins und zu Orlandos eigener Entwicklung: der Wille, nach oben zu streben, sich ständig weiterzuentwickeln und seinen eigenen Weg zu gehen.Seit dem Jahrgang 2020 wird der Barolo Sprun jedes Jahr erzeugt.Der Barolo Sprun 2022Der Orlando Rocca Barolo Sprun 2022 wird zu 100 % aus Nebbiolo erzeugt und stammt aus der kleinen Parzelle in Bussia, Monforte d'Alba. Bussia gehört zu den großen und traditionsreichen Weinlagen innerhalb des Barolo-Gebiets.Der Jahrgang 2022 war im Piemont klimatisch anspruchsvoll und von großer Hitze und Trockenheit geprägt. Gerade deshalb ist die Arbeit im Weinberg entscheidend. Die besten Weine des Jahrgangs zeigen trotz der schwierigen Bedingungen Frische, Balance und eine bemerkenswerte aromatische Offenheit.Im Glas präsentiert sich der Sprun in einem leuchtenden Granatrot. Das Bouquet zeigt rote und dunkle Früchte, Kirschen, Waldbeeren und Pflaumen, ergänzt durch florale Noten, Kräuter, balsamische Nuancen und feine Würze.Am Gaumen besitzt der Wein die für Barolo typische Struktur: kräftige, aber feinkörnige Tannine, lebendige Säure und eine konzentrierte Frucht. Gleichzeitig zeigt der Sprun eine bemerkenswerte Energie und Länge.Charakter & GeschmackDer Orlando Rocca Barolo Sprun 2022 verbindet die Kraft von Bussia mit dem noch jungen, eigenständigen Stil seines Winzers.Typische Aromen sind:reife Kirschenrote und dunkle BeerenPflaumenWalderdbeerengetrocknete RosenKräuter und GewürzeLakritzbalsamische Nuancenmineralische AnklängeAm Gaumen zeigt er sich kraftvoll, strukturiert und konzentriert, dabei aber mit einer lebendigen Säure und einer für Nebbiolo typischen aromatischen Finesse.Ein Barolo, der bereits heute viel Ausdruck besitzt, gleichzeitig aber noch erhebliches Entwicklungspotenzial mitbringt.Bussia – eine große HerkunftDie Lage Bussia in Monforte d'Alba gehört zu den renommierten Weinbergen des Barolo-Gebiets. Orlando Rocca bewirtschaftet hier seine kleine Nebbiolo-Parzelle, die für den Sprun von zentraler Bedeutung ist.Gerade die geringe Größe des Weinbergs macht den Wein zu einer besonderen Rarität. Die Cantina Orlando Rocca produziert insgesamt nur rund 2.500 Flaschen pro Jahr, womit das Projekt bewusst klein und persönlich gehalten wird.Orlando Rocca – die neue Generation des PiemontOrlando Rocca steht exemplarisch für eine neue Generation piemontesischer Winzer. Noch sehr jung, verbindet er die Tradition der Langhe mit großer persönlicher Leidenschaft und dem Mut, eigene Wege zu gehen.Dass er inzwischen zum „Giovane Vignaiolo dell’Anno 2026“ gewählt wurde, unterstreicht die außergewöhnliche Entwicklung dieses jungen Winzers.Der Barolo Sprun ist dabei die perfekte Visitenkarte: Er ist nicht einfach ein weiterer Barolo aus Monforte d'Alba, sondern der Wein, mit dem Orlando Rocca seinen persönlichen Traum verwirklicht hat.SpeiseempfehlungenDer Barolo Sprun 2022 verlangt nach kräftigen und aromatischen Gerichten. Hervorragend passt er zu:Brasato al Barologeschmortem RindfleischWildgerichtenLammTajarin mit RagùAgnolotti del PlinRisotto mit TrüffelSteinpilzenweißen Trüffelngereiftem piemontesischem KäseBesonders klassisch ist die Kombination mit Trüffelgerichten aus der Langhe oder einem traditionellen Brasato.Serviertemperatur17–18 °CWir empfehlen, den Barolo vor dem Genuss zu dekantieren, damit sich die komplexe Aromatik und die Struktur besser öffnen können.LagerpotenzialDer Orlando Rocca Barolo Sprun 2022 besitzt die für Barolo typische Kombination aus Säure und Tannin und damit ein ausgezeichnetes Reifepotenzial.Der Wein kann bereits jung mit viel Spannung genossen werden, wird aber durch einige Jahre Flaschenreife zunehmend komplexer, runder und vielschichtiger.FazitDer Orlando Rocca Barolo Sprun 2022 ist ein Barolo, der weit mehr erzählt als nur die Geschichte eines Jahrgangs.Er erzählt die Geschichte eines 16-jährigen Jungen, der sich in einen kleinen Weinberg in Bussia verliebte, daraus seinen eigenen Barolo entwickelte und wenige Jahre später zum „Jungen Winzer des Jahres 2026“ ausgezeichnet wurde.Im Glas zeigt sich die ganze Faszination des Nebbiolo: Kirsche, rote Beeren, Rosen, Kräuter, Lakritz, Würze, lebendige Säure und charaktervolles Tannin.Ein außergewöhnlicher Barolo von einem außergewöhnlichen jungen Winzer – und für uns bei Barolo&Champagne eine der spannendsten Entdeckungen der neuen Generation im Piemont.
Der Piero Benevelli Barolo Le Coste di Monforte 2018 verbindet eine kühle Höhenlage mit einem kühlen Jahrgang. Nebbiolo pur, 14,5 % Vol., 0,75 Liter, ausgebaut im großen Holzfass. Der Duft läuft über Preiselbeere, Veilchen und getrocknete Kräuter, am Gaumen führen Säure und feines Tannin. Acht Jahre nach der Lese ist der Wein offen und zeigt seine würzig-florale Seite ohne Umwege.
Die Verkostungsnotiz des Piero Benevelli Barolo Le Coste di Monforte 2018
FARBE: Helles Granatrot mit orangefarbenen Reflexen, klar und durchscheinend.
NASE: Preiselbeere und Sauerkirsche, dazu Veilchen und getrockneter Thymian. Weihrauch und heller Tabak liegen im Hintergrund, dazu ein Anflug von Anis. Der Duft ist fein und beweglich statt wuchtig.
GESCHMACK: Von der Säure getragen, mit schlankem, seidigem Tannin und klarer roter Frucht. Die Kalkader der Lage zieht als salzige Linie durch den Gaumen. Der Körper ist mittelkräftig, die Struktur genau gezeichnet.
FINALE: Frisch und nachhaltig, mit Kräutern, Zitruszeste und einem trockenen mineralischen Schluss.
2018: nasser Frühling, später Herbst
Nach einem langen Winter, der bis in den März reichte, trieben die Reben 2018 spät aus. Es folgte ein ausgesprochen nasser Frühling — im Mai regnete es fünfundzwanzig Tage in Folge — mit entsprechend hohem Pilzdruck. Ab Mitte Juli stabilisierte sich das Wetter, warme Tage und kühle Nächte brachten die Trauben spät, aber vollständig zur phenolischen Reife. Die Weine des Jahrgangs gelten als duftig, elegant und leichter gebaut als jene der drei Vorjahre; die Unterschiede zwischen benachbarten Betrieben fallen größer aus als sonst.
Le Coste di Monforte und das Gut Piero Benevelli
Die Lage Le Coste di Monforte erstreckt sich im östlichen Teil der Gemeinde über 400 bis 470 Meter Höhe, mit Ausrichtung von Süd-Südost bis Südwest. Weiße Kalkmergel, Tuff, Ton und Kalkstein bilden den Untergrund und geben den Weinen ihre mineralische Spannung. In einem kühleren Jahr wie 2018 verstärkt die Höhe diese Handschrift zusätzlich. Piero Benevelli bewirtschaftet die Lage von der Località San Giuseppe in Monforte d'Alba aus und füllt daneben Barolo aus Mosconi und Ravera di Monforte.
Großes Holzfass statt kleiner Gebinde
Für diesen Barolo nennt das Gut den Ausbau im großen Holzfass. Bei einem Jahrgang mit heller Frucht und feinem Gerbstoff ist das die naheliegende Wahl: Große Fässer geben kaum Holzaroma ab und lassen den floralen Ton stehen, der 2018 auszeichnet. Vorgeschrieben sind 38 Monate Gesamtreife und 18 Monate Holz. Die längere Zeit im Fass hat das ohnehin feine Tannin dieses Jahrgangs weiter geglättet.
Servieren und kombinieren
16 bis 17 °C reichen aus, kühler serviert kommt der Duft besser zur Geltung. Eine Karaffe ist nicht nötig, zwanzig Minuten im Glas genügen. Gut dazu passen Kaninchen in Kräutern, Kalbsbraten, Perlhuhn, Tajarin mit Butter und Salbei, Pilzflan und junger Toma.
Häufige Fragen zum Piero Benevelli Barolo Le Coste di Monforte 2018
Warum wirkt 2018 heller als die Jahrgänge davor?
Der nasse Frühling und die kühleren Temperaturen führten zu späterer, weniger üppiger Reife. Die Weine haben mehr Säure, weniger Wucht und einen deutlich floraleren Duft.
Ist der 2018er heute trinkreif?
Ja. Acht Jahre nach der Ernte ist der Wein offen, das Tannin gerundet, die Frucht noch klar. Wer möchte, kann ihn weitere Jahre liegen lassen.
Warum steht Le Coste di Monforte und nicht nur Le Coste auf dem Etikett?
Im Barolo-Gebiet gibt es mehrere Lagen mit dem Namen Le Coste. Der Zusatz di Monforte macht eindeutig, aus welcher Gemeinde die Trauben stammen.
Passt der Wein zu Gerichten ohne Fleisch?
Durchaus. Die schlankere Statur dieses Jahrgangs kommt mit Pilzgerichten, Trüffelpasta, gebackenem Wurzelgemüse und mittelaltem Bergkäse gut zurecht.
Wie unterscheidet sich der 2018er vom 2020er derselben Lage?
Der 2018er ist kühler, schlanker und floraler, der 2020er reifer und fleischiger. Beide teilen die Kalknote und das straffe Rückgrat der Höhenlage.
Der Pietro Colla Alta Langa DOCG Extra Brut 2022 ist der Metodo Classico von Poderi Colla: 90 Prozent Pinot Nero und 10 Prozent Nebbiolo, 12,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Die Trauben wachsen an den Hängen der Cascine Drago bei Alba und werden nicht früh, sondern bei voller physiologischer Reife gelesen. Im Glas steigt eine feinperlige, ausdauernde Perlage auf; der Duft führt von Brotkruste über weiße Blüten zu getrockneten Bergkräutern. Am Gaumen bleibt der Wein knochentrocken und geradlinig, mit Zug und einer cremigen Textur aus dem langen Hefelager.
Die Verkostungsnotiz des Pietro Colla Alta Langa DOCG Extra Brut 2022
FARBE: Blasses Strohgelb, im Glas mit goldenen Reflexen; das Mousse fällt feinperlig aus und steht lange.
NASE: Brotkruste und Hefegebäck geben den Grundton, darüber liegen weiße Blüten, Akazienhonig und getrocknete Bergkräuter. Mit etwas Luft kommen kandierte Orangenschale und Aprikose hinzu, dazu ein Hauch geröstete Mandel.
GESCHMACK: Sehr trocken, mit klarer Zitrusfrucht, Quitte und salziger Mineralität. Die Kohlensäure ist feinmaschig eingebunden, der Körper überraschend fest; das ist kein leichter Apéritif, sondern ein Schaumwein mit Substanz.
FINALE: Der Ausklang zieht sich, ohne süß zu werden: geröstete Mandel, Salz und trockene Kräuter halten sich lange.
Alta Langa DOCG: Flaschengärung aus den Höhenlagen des Piemont
Die Alta Langa wurde 2002 als DOC abgegrenzt und 2011 zur DOCG erhoben. Ihr Gebiet verteilt sich auf die Provinzen Alessandria, Asti und Cuneo, die Rebflächen müssen über 250 Metern liegen, im Mittel sind es rund 440 Meter. Zugelassen sind Pinot Nero und Chardonnay mit mindestens 90 Prozent, dazu bis zu 10 Prozent weiterer nicht aromatischer Sorten der Region; bei Poderi Colla übernimmt diesen Anteil Nebbiolo. Die zweite Gärung muss in der Flasche erfolgen, das Hefelager dauert nach Regelwerk mindestens 30 Monate, bei der Riserva mindestens 36. Jede Flasche trägt zwingend einen Jahrgang, jahrgangslose Cuvées gibt es in dieser Herkunft nicht.
Pietro Colla: der Name auf dem Etikett
Die Cuvée erinnert an Pietro Colla, den Großvater der heute tätigen Generation. Er erlernte die Flaschengärung in Frankreich und arbeitete anschließend über Jahre in bedeutenden piemontesischen Häusern der Schaumweinerzeugung. Erzeuger der Flasche ist Poderi Colla, 1994 von Beppe, Tino und Federica Colla in San Rocco Seno d'Elvio bei Alba gegründet; die Familie ist seit dem 18. Jahrhundert in den Langhe verwurzelt. Im Keller arbeitet heute Pietro Colla, Tinos Sohn und Namensvetter des Großvaters. Diese Abfüllung ist damit keine Randnotiz im Programm, sondern die Fortsetzung einer eigenen Familienlinie.
Flaschengärung und Hefelager
Der Grundwein wird im Edelstahl vergoren und ausgebaut, Holz kommt nicht zum Einsatz; der biologische Säureabbau wird je nach Jahrgang zugelassen oder unterbunden. Die Abfüllung zur zweiten Gärung erfolgt im Frühjahr. Danach liegt der Wein auf der Hefe in der Flasche: Das Weingut nennt mindestens zwei Jahre bis zum Degorgieren, das DOCG-Regelwerk verlangt mindestens 30 Monate. Beim Auffüllen verzichtet das Haus auf einen liqueur d'expédition und ergänzt mit demselben Wein, weshalb die Angabe Extra Brut hier ohne merkliche Restsüße auskommt.
Servieren und kombinieren
Als Trinktemperatur nennt das Weingut 8 bis 10 °C; zu kalt serviert verliert der Wein seine Kräuter- und Gebäcknoten. Ein schlanker Sektkelch oder ein kleines Weißweinglas zeigt Perlage und Duft besser als die flache Schale. Ein Umfüllen in die Karaffe ist nicht nötig, die Flasche wird kurz vor dem Servieren geöffnet. Gut passen Vitello tonnato, Fritto misto, gebackener Fisch, Austern, Tempura-Gemüse und junger Robiola; das feste Rückgrat trägt auch ein Menü über mehrere Gänge.
Häufige Fragen zum Pietro Colla Alta Langa DOCG Extra Brut 2022
Was steckt hinter der Herkunft Alta Langa DOCG?
Es ist die piemontesische Herkunft für Schaumwein aus Flaschengärung, seit 2011 als DOCG geführt. Vorgeschrieben sind Rebflächen über 250 Metern, mindestens 90 Prozent Pinot Nero und Chardonnay sowie ein Hefelager von mindestens 30 Monaten.
Warum enthält der Wein Nebbiolo?
Das Regelwerk erlaubt bis zu 10 Prozent weiterer nicht aromatischer Sorten der Region. Poderi Colla nutzt diesen Spielraum für Nebbiolo, was der Cuvée zusätzlichen Körper und einen herzhaften Zug gibt.
Wie trocken schmeckt dieses Extra Brut?
Sehr trocken. Nach dem Degorgieren wird die Flasche mit demselben Wein aufgefüllt, ein Süßungslikör wird nicht zugesetzt, sodass praktisch keine Restsüße im Glas ankommt.
Taugt er auch als Begleiter zum Hauptgang?
Wegen seiner Struktur und der Reifearomen begleitet er auch Hauptgänge, etwa gebackenen Fisch, Geflügel oder frittiertes Gemüse. Das Weingut selbst empfiehlt ihn ausdrücklich als Begleiter über das ganze Menü.
Gewinnt er durch weitere Flaschenreife?
Ein Metodo Classico mit langem Hefelager verträgt Flaschenreife in der Regel gut und entwickelt dabei mehr Gebäck- und Nussnoten. Wichtig ist eine kühle, dunkle Lagerung; Perlage und Frische nehmen mit den Jahren langsam ab.
Der Schiavenza Barolo del Comune di Serralunga 2018 stammt nicht aus einer Einzellage, sondern vereint mehrere Parzellen innerhalb der Gemeinde Serralunga d'Alba. Reinsortiger Nebbiolo mit 14% Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Im Glas ein tiefes Rubinrot, in der Nase rote Früchte, Pflaume und eine helle Zitrusnote, abgerundet von leichten Teertönen. Am Gaumen vollmundig und strukturiert, mit dichtem, umhüllendem Tannin, das mit der Zeit im Glas an Intensität gewinnt.
Die Verkostungsnotiz zum Barolo del Comune di Serralunga 2018
FARBE: Sehr intensives, tiefes Rubinrot.
NASE: Rote Früchte und Pflaume bilden den Kern des Bouquets, ergänzt um eine helle Zitrusnote und Rosenblatt. Im Ausklang verstärken leichte Teertöne und etwas Leder den Eindruck.
GESCHMACK: Vollmundig und strukturiert, mit umhüllendem, dichtem Tannin. Balsamische und erdige Anklänge begleiten die Frucht; je länger der Wein im Glas steht, desto intensiver wird er.
FINALE: Anhaltend und erdig, mit Teer, roter Frucht und kräftigem, aber elegantem Gerbstoff.
Was die Gemeindebezeichnung del Comune di Serralunga bedeutet
Neben den rund 170 Einzellagen kennt die Barolo DOCG elf Gemeindebezeichnungen, die seit dem Jahrgang 2010 auf dem Etikett stehen dürfen. „Del Comune di Serralunga d'Alba“ heißt: Die Trauben stammen ausschließlich aus dem Gemeindegebiet von Serralunga, verteilt auf mehrere Parzellen, aber ohne Bindung an eine einzige MGA. Schiavenza zieht dafür etwa 1,5 Hektar heran, die zwischen 350 und 390 Metern Höhe auf kalkhaltigen Böden mit deutlichen örtlichen Unterschieden liegen; das Rebalter reicht je nach Parzelle von 15 bis 45 Jahren. Solche Gemeindeweine zeigen die Handschrift eines Ortes im Querschnitt und öffnen sich meist früher als die Lagenweine.
Serralunga d'Alba, die strukturbetonteste Barolo-Gemeinde
Serralunga liegt am Ostrand der Appellation auf einem schmalen, langgezogenen Höhenrücken mit 39 abgegrenzten Lagen. Die Böden zählen zu den ältesten des Gebiets: grauer Mergel, verfestigter Sandstein, Kalk und Eisen, die die Wurzeln tief in den Untergrund zwingen. Daraus entstehen die tanninreichsten und langlebigsten Barolo der Region — Weine, die in großen Jahren nach Jahrzehnten noch nicht am Ende sind. Das Weingut Schiavenza sitzt seit 1956 im Ortskern in der Via Mazzini und verdankt seinen Namen den Halbpächtern, die das Anwesen einst für die Opera Pia Barolo bewirtschafteten.
36 Monate Reife im großen Holzfass
Nach der Handlese Ende Oktober vergären die Trauben in Zementtanks bei 25 bis 27 °C, die Maische bleibt rund 15 bis 20 Tage auf den Schalen. Für diese Abfüllung nennt die Produktangabe eine Reifezeit von 36 Monaten in großen Holzfässern, deutlich mehr als das gesetzliche Minimum der Barolo DOCG. Das große Fass gibt keine Röstnoten ab, sondern lässt Sauerstoff langsam einwirken und poliert das kräftige Serralunga-Tannin. Im nassen, wechselhaften Jahrgang 2018 war diese lange, ruhige Reife besonders hilfreich, weil sie die Struktur festigt, ohne die duftige Art des Jahrgangs zu verdecken.
Trinkempfehlung und passende Speisen
Servieren Sie den Wein bei 16 bis 18 °C und geben Sie ihm ein bis zwei Stunden Luft, damit sich die Teernoten einfügen. Er passt zu Bollito misto, Schmorbraten in Barolo, Wildgeflügel, Ravioli mit Fleischfüllung, Salsiccia mit Linsen und mittelaltem Bergkäse.
Häufige Fragen zum Schiavenza Barolo del Comune di Serralunga 2018
Ist dieser Barolo ein Lagenwein?
Nein. Er trägt eine Gemeindebezeichnung und vereint Trauben aus mehreren Parzellen in Serralunga d'Alba. Einzellagenweine wie Cerretta oder Prapò nennen dagegen eine einzige MGA.
Eignet er sich als Einstieg in das Sortiment?
Ja, Gemeindeweine gelten als guter Zugang zum Stil eines Ortes und sind meist früher zugänglich als Einzellagen. Der Charakter von Serralunga bleibt dabei klar erkennbar.
Wie wirkt der Jahrgang 2018 hier?
2018 war regenreich und wechselhaft, die Weine fielen aromatischer und weicher aus. In Verbindung mit 36 Monaten Fassreife ergibt das einen Barolo, der bereits jetzt harmonisch trinkbar ist.
Wie lange kann man ihn lagern?
Die Produktangabe nennt 10 bis 15 Jahre. Damit liegt er unter den Lagenweinen des Guts, bietet aber genug Reserve für eine mehrjährige Entwicklung im Keller.
Sollte man ihn dekantieren?
Ein bis zwei Stunden in der Karaffe sind empfehlenswert, weil sich Frucht und Teernoten dann besser verzahnen. Alternativ genügt es, das Glas mehrfach zu schwenken und dem Wein Zeit zu lassen.
Inhalt:
0.75 Liter
(31,87 €* / 1 Liter)
23,90 €*
28,90 €*(17.3% gespart)
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