Mit Sitz in Bra hat Ascheri den Überblick über Roero und Langhe – und nutzt ihn gut. Barolo mit modernem Zug, aber ohne Beliebigkeit; dazu frische Weißweine und Roero-Klassiker. Breites Programm, konstante Qualität.
Der Matteo Ascheri Barbera D'Alba Vigna Fontanelle 2021 ist ein reinsortiger Barbera aus den Langhe, den das Weingut aus der Vigna Fontanelle abfüllt. Er kommt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Reife Pflaume, Brombeerkompott und ein Hauch weißer Pfeffer prägen das vielschichtige Bouquet. Am Gaumen überzeugt er durch saftige, fleischige Frucht, die für Barbera typische Säure und ein fein gewebtes Tannin.
Die Verkostungsnotiz des Matteo Ascheri Barbera D'Alba Vigna Fontanelle 2021
FARBE: Sattes Rubinrot mit granatroten Reflexen und dichtem Kern.
NASE: Vielschichtig und dunkelfruchtig mit reifer Pflaume, Brombeerkompott und Sauerkirsche. Weißer Pfeffer, Kakao und eine feine Röstwürze aus dem Holz treten hinzu.
GESCHMACK: Saftig und fleischig, mit sehr lebendiger Säure, die den kräftigen Körper trägt. Das Tannin ist feinmaschig und zurückhaltend, dunkle Frucht und Würze bleiben lange präsent.
FINALE: Elegant und fruchtbetont, mit anhaltender Brombeere und einem würzigen, leicht schokoladigen Nachklang.
Barbera d'Alba aus der Vigna Fontanelle
Barbera d'Alba DOC umfasst die Hügel rund um Alba, also im Wesentlichen die Langhe und das Roero-Ufer. Fontanelle ist der Weinbergsname, unter dem Ascheri seinen Barbera seit vielen Jahren führt; die Familienflächen für rote Sorten außer dem Barolo liegen in La Morra und Verduno auf 310 bis 370 Metern mit mergelig-tonigen Kalkböden. Barbera bringt dort von Natur aus wenig Gerbstoff, dafür eine markante Säure mit - die kalkhaltigen Böden geben der Frucht die nötige Fülle, damit der Wein nicht scharf wirkt. Der Jahrgang 2021 folgte auf einen milden, feuchten Winter und blieb im Sommer trocken; kühle Septembernächte erhielten Duft und Frische, die Erträge fielen kleiner aus als üblich.
Ein Familienbetrieb mit eigener Osteria
Ascheri arbeitet seit 1880 von Bra aus und steht heute in siebter Generation unter der Leitung von Matteo Ascheri. Rund 40 Hektar in Eigenbewirtschaftung, etwa 240.000 Flaschen jährlich und 47 feste Mitarbeiter beschreiben die Größenordnung. Der Keller setzt auf große Holzfässer statt Barriques und auf möglichst wenige Eingriffe: "Die Traube ist der König." Zum Gut gehören in Bra ein Hotel, die 1993 eröffnete Osteria Murivecchi und eine 2022 eingeweihte Spa Gallery.
Neun Monate in slawonischer Eiche
Nach der Gärung reift der Barbera neun Monate in slawonischer Eiche. Das eher neutrale Holz rundet die kräftige Säure ab und ergänzt sie um Würze und einen Hauch Kakao, ohne die dunkle Frucht zu überdecken. Genau diese Balance unterscheidet einen im Fass gereiften Barbera von der stahlvergorenen, rein fruchtigen Variante. Die Shop-Angabe nennt sechs Jahre Lagerfähigkeit; der Wein trinkt sich bereits jetzt sehr gut.
Servieren und kombinieren
Der Barbera kommt bei 16 bis 18 °C in ein mittelgroßes bis großes Rotweinglas. Eine Stunde Luft tut ihm gut, ein Dekantieren ist bei diesem Alter aber kein Muss. Er passt zu Tagliatelle mit Ragù, Salsiccia vom Grill, Bagna càuda, Schmorbraten, Pizza mit Salami und mittelaltem Bra-Käse.
Häufige Fragen zum Matteo Ascheri Barbera D'Alba Vigna Fontanelle 2021
Was bedeutet Vigna Fontanelle auf dem Etikett?
Fontanelle ist der Weinbergsname, unter dem Ascheri diesen Barbera abfüllt. Er kennzeichnet die Traubenherkunft innerhalb der Familienflächen, ist aber keine amtliche Zusatzbezeichnung wie im Barolo-Gebiet.
Was unterscheidet Barbera von Nebbiolo?
Barbera hat von Natur aus deutlich weniger Gerbstoff, dafür eine höhere Säure und eine dunklere, saftigere Frucht. Nebbiolo ist heller in der Farbe, tanninreicher und langlebiger.
Ist der Jahrgang 2021 schon trinkreif?
Ja, der Wein ist offen und zugänglich. Die Shop-Angabe nennt bis zu sechs Jahre Lagerfähigkeit, in denen die Frucht langsam ins Getrocknete wechselt.
Wozu passt der Wein besonders gut?
Zu allem, was Fett und Würze mitbringt: Ragù, Salsiccia, Schmorgerichte und kräftiger Käse. Seine hohe Säure schneidet durch reichhaltige Speisen und macht ihn zum vielseitigen Essensbegleiter.
Wie stark ist der Holzeinfluss?
Moderat. Neun Monate in slawonischer Eiche liefern Würze und etwas Kakao, das Holz bleibt aber im Hintergrund und die dunkle Frucht führt.
Der Matteo Ascheri Barolo Coste e Bricco 2016 ist der Spitzenwein des Hauses: ein reinsortiger Nebbiolo aus zwei Parzellen innerhalb der MGA Sorano in Serralunga d'Alba, abgefüllt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Dunkle Beeren, feine Kräuter, Pilze und ein Hauch Trüffel bestimmen das ätherische Bouquet. Am Gaumen ist er konzentriert, vielschichtig und von kraftvollem, gut eingebundenem Tannin getragen. Der Jahrgang 2016 gilt als einer der großen der jüngeren Barolo-Geschichte.
Die Verkostungsnotiz des Matteo Ascheri Barolo Coste e Bricco 2016
FARBE: Tiefes Rubinrot, das sich am Rand bereits ins Granatrote öffnet.
NASE: Fein würzig und ätherisch mit dunklen Beeren, Lakritz und getrockneten Kräutern. Dazu treten Waldboden, Pilze und ein Hauch Trüffel sowie eine edle, zurückhaltende Holzwürze.
GESCHMACK: Konzentriert und tief gestaffelt, mit kraftvollem Tannin und einer gut integrierten Säure, die den Wein aufrecht hält. Dunkle Frucht, Teer und Süßholz tragen einen kräftigen, klar konturierten Körper.
FINALE: Sehr lang, ätherisch-mineralisch und mit einem eisernen, salzigen Nachhall, wie ihn Serralunga hervorbringt.
Coste e Bricco: zwei Parzellen in der MGA Sorano in Serralunga d'Alba
Der Name Coste e Bricco steht für zwei Weinberge - die Vigna Coste und die Vigna Bricco - innerhalb der MGA Sorano in der Gemeinde Serralunga d'Alba. MGA bezeichnet eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung im Barolo-Gebiet; Sorano wurde 2010 anerkannt und reicht als eine der wenigen gemeindeübergreifenden Lagen bis nach Diano d'Alba. Ascheris Parzellen liegen auf 280 bis 350 Metern in süd- bis südwestlicher Ausrichtung und wurden zwischen 1995 und 1997 bepflanzt. Die Sant'Agata-Fossili-Mergel von Serralunga sind kompakt, kalkhaltig und tonig - sie stehen für die strengste, langlebigste Stilistik des gesamten Anbaugebiets. Die Abfüllung erfolgt nur in besonders guten Jahren und in sehr kleiner Auflage.
Ascheri: von La Morra nach Bra, seit 1880 in Familienhand
Die Wurzeln der Familie liegen in La Morra; 1880 verlegte sie Keller und Sitz nach Bra, wo Matteo Ascheri den Betrieb heute in siebter Generation führt. Rund 40 Hektar Rebfläche verteilen sich auf Serralunga d'Alba, La Morra, Verduno und Montalupa di Bra, jährlich entstehen etwa 240.000 Flaschen, davon rund die Hälfte Barolo. Im Keller gilt der Grundsatz möglichst geringer Eingriffe, ausgebaut wird im großen Holzfass statt im Barrique. Neben Coste e Bricco erzeugt das Gut Lagenweine aus Sorano und Pisapola sowie den Barolo Ascheri.
Sechs Monate Stahl, 28 Monate slawonische Eiche
Nach der Gärung reift der Wein zunächst sechs Monate im Edelstahltank und wechselt dann für 28 Monate in slawonische Eiche, zu 60 % gebraucht und zu 40 % neu. Vor der Auslieferung folgen mindestens zehn weitere Monate Flaschenreife. Der Ausbau im großen Fass poliert das Tannin, ohne dem Wein eine dominante Röstnote aufzuprägen. Der lange, kühle Vegetationsverlauf 2016 brachte hohe Säure und feinkörniges Tannin - eine Kombination, die dem Wein laut Shop-Angabe 20 bis 25 Jahre Entwicklung zutraut.
Servieren und kombinieren
Der Barolo sollte bei 16 bis 18 °C in einem großen, bauchigen Rotweinglas serviert werden. Trotz seiner acht Jahre Flaschenreife profitiert er von zwei bis drei Stunden Luft in der Karaffe. Er begleitet Brasato al Barolo, Rehrücken, geschmorte Ochsenbacken, Tajarin mit weißem Alba-Trüffel, Steinpilzrisotto und lang gereiften Castelmagno.
Häufige Fragen zum Matteo Ascheri Barolo Coste e Bricco 2016
Aus welcher Gemeinde stammt Coste e Bricco?
Aus Serralunga d'Alba. Die beiden Parzellen Coste und Bricco liegen dort innerhalb der MGA Sorano, die als eine von wenigen Lagen bis in die Nachbargemeinde Diano d'Alba reicht.
Warum gilt 2016 als so großer Barolo-Jahrgang?
Die lange, kühle Vegetationsperiode mit kalten Nächten bis in den Oktober erhielt eine hohe Säure und ließ das Tannin feinkörnig ausreifen. Diese Verbindung aus Konzentration und Frische gilt als Grundlage für außergewöhnliche Haltbarkeit.
Ist der Wein schon trinkreif?
Er lässt sich mit ausreichend Luft bereits gut trinken, sein Tannin ist jedoch noch straff. Die Shop-Angabe nennt 20 bis 25 Jahre Lagerfähigkeit, und der Wein wird in den kommenden Jahren an tertiärer Tiefe gewinnen.
Wie unterscheidet sich Serralunga von La Morra?
Serralunga bringt auf kompakten Kalkmergeln strengere, tanninbetonte und sehr langlebige Weine hervor. La Morra gilt dagegen als die duftigere, frühzugänglichere Seite des Gebiets - Ascheri bewirtschaftet Flächen in beiden Gemeinden.
Wie lange sollte man ihn dekantieren?
Zwei bis drei Stunden vor dem Servieren in die Karaffe umfüllen. Ein großer Serralunga-Barolo dieses Alters öffnet sich langsam und gewinnt in der Karaffe deutlich an Duft und Geschmeidigkeit.
Der Matteo Ascheri Gavi del Comune di Gavi 2024 ist ein trockener Weißwein aus 100 % Cortese und stammt aus dem südöstlichen Piemont in der Provinz Alessandria. Abgefüllt wird er mit 12,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Zitrusfrüchte, Wiesenblumen und ein zarter grüner Apfelton prägen den Duft. Am Gaumen bleibt er trocken, schlank und von einer feinen, salzigen Frische durchzogen.
Die Verkostungsnotiz des Matteo Ascheri Gavi del Comune di Gavi 2024
FARBE: Blasses Strohgelb mit deutlich grünlichem Schimmer.
NASE: Duftig und geradlinig mit Zitrone, Limettenzeste und grünem Apfel. Dazu treten Wiesenblumen, ein Hauch Fenchelgrün und ein feiner Feuersteinton.
GESCHMACK: Trocken und straff, mit lebhafter Zitrussäure als Rückgrat. Der Körper bleibt leicht, der Wein wirkt eher herb-mineralisch als fruchtsüß und läuft geradeaus durch.
FINALE: Klar und salzig, mit anhaltender Zitrusnote und einem leicht bitteren Zug, wie ihn Cortese oft zeigt.
Gavi del Comune di Gavi - die engste Herkunftsstufe der DOCG
Die Gavi DOCG erstreckt sich über elf Gemeinden in der Provinz Alessandria, darunter Novi Ligure, Tassarolo, Serravalle Scrivia und die namengebende Gemeinde Gavi. Nur Weine, deren Trauben vollständig aus der Gemeinde Gavi selbst stammen, dürfen den Zusatz "del Comune di Gavi" tragen - es ist damit die strengste Herkunftsstufe innerhalb der Bezeichnung. Die Böden des Gebiets gliedern sich in rote Schwemmlanderde im Norden, Mergel und Sandsteine in der Mitte sowie weiße Tonmergel im apenninischen Süden; gerade die Mergel gelten als besonders passend für Cortese. Die Nähe zum Ligurischen Meer sorgt für kühle Nächte und hält die Säure der Trauben hoch.
Cristinas Weißweine bei Ascheri in Bra
Ascheri sitzt seit 1880 in Bra am Nordrand der Langhe und wird heute in siebter Generation geführt. Neben den Rotweinen aus La Morra, Verduno und Serralunga d'Alba pflegt das Haus eine eigene Weißwein-Reihe, in der der Gavi neben Arneis und Moscato d'Asti steht. Insgesamt bewirtschaftet der Betrieb rund 40 Hektar und erzeugt etwa 240.000 Flaschen jährlich. Zum Gut gehören in Bra außerdem ein Hotel, die Osteria Murivecchi und eine Spa Gallery.
Kühle Gärung, junge Füllung
Gelesen wird zwischen dem 10. und 20. September. Die Gärung läuft rund 15 Tage bei kontrollierten 18 °C, danach wird der Wein jung auf die Flasche gebracht; einen Holzausbau weist das Weingut nicht aus. Diese Zurückhaltung erhält die zitrische Schärfe und den blumigen Duft, für die Cortese geschätzt wird. Das Weingut nennt zwei bis drei Jahre als günstiges Zeitfenster bei kühler, dunkler Lagerung.
Servieren und kombinieren
Servieren Sie den Gavi bei 10 bis 12 °C in einem schlanken Weißweinglas, ein Dekantieren ist nicht nötig. Er ist ein klassischer Begleiter zur ligurischen Küche und harmoniert mit Trofie al pesto, gegrillten Sardinen, Austern, Vitello tonnato, Focaccia mit Rohschinken und jungem Ziegenkäse.
Häufige Fragen zum Matteo Ascheri Gavi del Comune di Gavi 2024
Was heißt "del Comune di Gavi" genau?
Der Zusatz ist Weinen vorbehalten, deren Trauben ausschließlich auf dem Gemeindegebiet von Gavi wachsen. Er markiert die engste und strengste Herkunftsangabe innerhalb der Gavi DOCG.
Aus welcher Rebsorte wird Gavi gemacht?
Ausschließlich aus Cortese, einer alten piemontesischen Weißweinsorte. Sie liefert helle, säurebetonte Weine mit Zitrus- und Blütenaromen und einem leicht herben Abgang.
Liegt Gavi überhaupt in den Langhe?
Nein. Gavi liegt im Südosten des Piemont in der Provinz Alessandria, gut 80 Kilometer von den Langhe entfernt und nahe der ligurischen Grenze. Es ist ein eigenständiges Weinbaugebiet mit eigenem Klima.
Passt der Wein auch als Aperitif?
Ja, seine schlanke Statur und die zitrische Frische machen ihn dafür sehr geeignet. Gut gekühlt funktioniert er ebenso solo wie zu Oliven, Focaccia oder rohem Fisch.
Wie lange hält sich der Jahrgang 2024?
Das Weingut gibt zwei bis drei Jahre bei kühler, dunkler Lagerung an. Der Wein gewinnt dabei nicht wesentlich hinzu, sondern verliert langsam an Duftigkeit - jung getrunken zeigt er sich am besten.
Der Matteo Ascheri Langhe Arneis 2024 ist ein trockener Weißwein aus der piemontesischen Rebsorte Arneis, die das Haus Ascheri in seiner Weißwein-Linie führt. Die 0,75-Liter-Flasche kommt mit 13,5 % Vol. in den Handel. Reifer Pfirsich, weiße Blüten und ein exotischer Litschi-Ton bestimmen das Duftbild. Am Gaumen bleibt der Wein schlank, saftig und von milder, runder Säure getragen.
Die Verkostungsnotiz des Matteo Ascheri Langhe Arneis 2024
FARBE: Helles, leuchtendes Strohgelb mit blassen goldenen Lichtern.
NASE: Reifer weißer Pfirsich und Birne treffen auf Akazien- und Holunderblüte. Dahinter schiebt sich ein exotischer Zug aus Litschi und Melone, begleitet von einem feinen Anklang an Mandelschale.
GESCHMACK: Trocken, klar gezeichnet und von milder Säure getragen. Die Frucht wirkt saftig statt üppig, der Körper bleibt schlank, ein leicht salziger Zug hält den Wein wach.
FINALE: Mittellang, erfrischend und mit dem für Arneis typischen bittersüßen Mandelton im Nachhall.
Arneis - die wiederentdeckte Weißweinrebe des Piemont
Arneis war in den frühen 1970er-Jahren fast von der Bildfläche verschwunden: Nur eine Handvoll Betriebe füllte die Sorte überhaupt noch ab. Erst in den 1980er-Jahren wuchs die Erzeugung wieder auf mehrere Millionen Flaschen im Jahr. Ihre Heimat liegt im Roero am linken Tanaro-Ufer, die Herkunftsbezeichnung Langhe DOC verlangt mindestens 85 % Arneis. Typisch sind eine eher milde Säure, ein blumig-steinobstiges Aromenbild und der Mandelton im Abgang, der die Rebsorte unverwechselbar macht.
Cantine Ascheri in Bra am Nordrand der Langhe
Die Familie Ascheri stammt ursprünglich aus La Morra und verlegte ihren Betrieb 1880 in die Kleinstadt Bra, wo sie bis heute sitzt. Inzwischen führt die siebte Generation um Matteo Ascheri rund 40 Hektar Rebfläche in Eigenbewirtschaftung und erzeugt etwa 240.000 Flaschen im Jahr. Die Weißweine laufen als eigene Linie neben den roten Lagenweinen aus Serralunga d'Alba, La Morra und Verduno. In Bra gehören zum Gut außerdem ein Hotel mit 27 Zimmern, die 1993 eröffnete Osteria Murivecchi und seit 2022 eine Spa Gallery.
Kühle Gärung und Ausbau im Edelstahltank
Gelesen wird um die Monatsmitte September. Die Gärung dauert rund 15 Tage bei kontrollierten 18 °C, der Ausbau erfolgt anschließend im Edelstahltank. Holz kommt nicht zum Einsatz, damit Blütenduft und Steinobst unverfälscht in die Flasche gelangen. Das Weingut selbst gibt eine günstige Entwicklung über zwei bis drei Jahre an.
Servieren und kombinieren
Der Arneis kommt gut gekühlt bei 10 bis 12 °C in ein mittelgroßes Weißweinglas; dekantiert wird er nicht. Zu kalt serviert verliert er seinen Blütenduft, deshalb die Flasche lieber kurz vor dem Einschenken aus dem Kühlschrank nehmen. Er passt zu Vitello tonnato, gebratenen Jakobsmuscheln, Risotto mit Spargel, gedämpftem Seebarsch, Frittura di pesce und frischem Robiola-Käse.
Häufige Fragen zum Matteo Ascheri Langhe Arneis 2024
Was bedeutet Langhe Arneis auf dem Etikett?
Langhe ist die Herkunftsbezeichnung, Arneis die Rebsorte. Für Langhe Arneis DOC müssen mindestens 85 % der Trauben von dieser Sorte stammen.
Wie schmeckt Arneis im Vergleich zu einem Grauburgunder?
Arneis zeigt weniger Cremigkeit und mehr Blütenduft. Charakteristisch sind die milde Säure, ein exotischer Fruchtzug und der leicht bittere Mandelton im Abgang, den man bei Grauburgunder so nicht findet.
Sollte man den Jahrgang 2024 rasch trinken?
Der Wein ist auf jungen, frischen Genuss angelegt und zeigt sich jetzt am ausdrucksstärksten. Laut Weingut kann er sich bei kühler, dunkler Lagerung zwei bis drei Jahre günstig entwickeln.
Welches Glas eignet sich?
Ein mittelgroßes Weißweinglas mit leicht bauchigem Kelch. Es sammelt den Blütenduft, ohne die zarte Frucht in einem zu weiten Kelch zu verlieren.
Wo liegt das Weingut Ascheri?
Der Betriebssitz liegt in Bra in der Provinz Cuneo, nördlich der Langhe-Hügel. Die Rebflächen der Familie verteilen sich auf La Morra, Verduno, Serralunga d'Alba und Montalupa di Bra.
Der Matteo Ascheri Langhe Nebbiolo San Giacomo 2023 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus den Familienlagen um La Morra und Verduno und trägt mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Veilchen und Rosenblüte bestimmen das florale Bouquet, dazu kommen Sauerkirsche und feine Würze. Am Gaumen zeigt er ein weiches, gut eingebundenes Tannin und einen harmonischen Körper. Der lange, samtige Nachhall macht ihn zu einem Nebbiolo für den unkomplizierten Zugang.
Die Verkostungsnotiz des Matteo Ascheri Langhe Nebbiolo San Giacomo 2023
FARBE: Helles Rubinrot mit granatroten Reflexen am Rand.
NASE: Elegant und blumig mit Veilchen und getrockneter Rosenblüte. Darunter Sauerkirsche, Himbeere und eine samtige Würze aus Süßholz und getrockneten Kräutern.
GESCHMACK: Trocken und ausgewogen, mit lebendiger Säure und einem weichen, feinmaschigen Tannin. Der Körper bleibt mittelgewichtig, rote Frucht und Würze halten sich die Waage.
FINALE: Lang und weich ausklingend, mit anhaltender Kirschfrucht und einem floralen Nachhauch.
Nebbiolo aus den Ascheri-Weinbergen von La Morra und Verduno
Die Trauben für den San Giacomo stammen aus den Familienflächen in La Morra und Verduno, die auf 310 bis 370 Metern liegen und nach Südwest bis Südost ausgerichtet sind. Die Böden sind mergelig-tonig und kalkhaltig - eine Kombination, die dem Nebbiolo Duft und geschmeidige Struktur mitgibt statt roher Wucht. Gepflanzt wurden diese Parzellen 1973 sowie zwischen 1998 und 2005. Als Langhe Nebbiolo DOC muss der Wein mindestens 85 % Nebbiolo enthalten; hier stammt er zu 100 % aus der Sorte.
Sieben Generationen Ascheri, vom Weinberg bis zur Osteria
Die Familie Ascheri wirtschaftete zunächst in La Morra und siedelte 1880 nach Bra über, wo der Keller bis heute steht. Matteo Ascheri führt den Betrieb in siebter Generation und war Präsident des Schutzkonsortiums für Barolo und Barbaresco. Im Keller gilt der Grundsatz möglichst geringer Eingriffe, ausgebaut wird traditionell im großen Holzfass statt im Barrique. Neben rund 40 Hektar Reben betreibt die Familie in Bra ein Hotel, die Osteria Murivecchi und eine Spa Gallery.
Ausbau im großen Holzfass
Die Maischegärung dauert rund neun Tage bei 28 °C, danach reift der Wein in großen Holzfässern. Große Fässer geben wenig Röstaroma ab und lassen die florale Seite des Nebbiolo im Vordergrund - genau das prägt diesen Wein. Das Weingut nennt für den Langhe Nebbiolo ein Entwicklungsfenster von acht bis zehn Jahren bei kühler Lagerung. Die genaue Fassdauer für den Jahrgang 2023 veröffentlicht das Gut nicht.
Servieren und kombinieren
Am besten kommt der Wein bei 14 bis 16 °C ins Glas, also etwas kühler als ein schwerer Rotwein. Ein mittelgroßes Rotweinglas genügt, eine kurze Belüftung von 30 Minuten schadet nicht. Er begleitet Tajarin mit Butter und Salbei, Agnolotti del plin, Kalbsbraten, Geflügel in heller Sauce, Fonduta und mittelalten Käse.
Häufige Fragen zum Matteo Ascheri Langhe Nebbiolo San Giacomo 2023
Wofür steht San Giacomo auf dem Etikett?
San Giacomo ist der Weinbergsname, unter dem Ascheri seinen Langhe Nebbiolo führt. Die Trauben kommen aus den Familienflächen in La Morra und Verduno; eine amtlich abgegrenzte Zusatzbezeichnung ist der Name nicht.
Worin unterscheidet sich Langhe Nebbiolo von den großen Lagenweinen des Guts?
Der Langhe Nebbiolo wird kürzer ausgebaut und ist auf frühen Genuss angelegt. Er zeigt dieselbe Sorte in leichterer, zugänglicherer Form, ohne die lange Fassreife der Spitzenweine.
Ist der Jahrgang 2023 schon trinkreif?
Ja, der Wein ist jetzt gut zugänglich und zeigt seine floralen Aromen offen. Das Weingut gibt darüber hinaus acht bis zehn Jahre Entwicklungspotenzial bei geeigneter Lagerung an.
Muss man ihn dekantieren?
Nötig ist es nicht. Eine halbe Stunde im Glas oder in der geöffneten Flasche reicht aus, damit sich Veilchen- und Rosennoten voll entfalten.
Welche Trinktemperatur ist richtig?
14 bis 16 °C. Wärmer serviert wirkt der Wein breit und verliert seine Frische, kühler schließt sich der florale Duft.
Der Matteo Ascheri Pelaverga 2024 ist ein leichter, würziger Rotwein aus der Rebsorte Pelaverga Piccolo und wird als Verduno Pelaverga DOC erzeugt. Mit 14 % Vol. füllt Ascheri ihn in die 0,75-Liter-Flasche. Frische Erdbeere, Hagebutte und ein deutlicher Ton von weißem Pfeffer machen ihn unverwechselbar. Am Gaumen bleibt er hell, saftig und ausgesprochen trinkfreudig - eine Rarität, die man leicht gekühlt genießt.
Die Verkostungsnotiz des Matteo Ascheri Pelaverga 2024
FARBE: Helles, funkelndes Rubinrot mit violetten Rändern.
NASE: Sofort erkennbar durch die pfeffrige Würze, die diese Sorte auszeichnet. Darunter frische Erdbeere, Hagebutte und Preiselbeere, dazu ein Hauch Wildrose und Minze.
GESCHMACK: Leichtfüßig und saftig, mit knackiger roter Frucht und lebendiger Säure. Der Wein bleibt hell und geschmeidig, die Pfeffernote zieht sich vom Antrunk bis zum Schluck durch.
FINALE: Erfrischend und würzig, mit nachklingender Erdbeere und einem letzten Pfefferzug.
Verduno Pelaverga - eine Rarität, die beinahe verschwunden wäre
Pelaverga Piccolo wuchs jahrhundertelang rund um Verduno, geriet aber im 20. Jahrhundert fast vollständig in Vergessenheit. 1995 setzte die damalige Bürgermeisterin Renata Salvano gemeinsam mit einer Handvoll junger Erzeuger die eigene Herkunftsbezeichnung Verduno Pelaverga DOC durch; Untersuchungen der Universitäten Mailand und Turin bestätigten die Eigenständigkeit von Sorte und Gebiet. Damals standen sieben Hektar unter Vertrag und sechs Betriebe füllten ab - heute sind es über 35 Hektar, rund 20 Erzeuger und mehr als 260.000 Flaschen im Jahr. Zugelassen sind allein Hanglagen unter 500 Metern in Verduno, La Morra und Roddi d'Alba, mit mindestens 85 % Pelaverga Piccolo. Der markante Pfefferton geht auf einen hohen Gehalt des Aromastoffs Rotundon zurück.
Ascheri in Bra und die Rivalta-Weinberge
Ascheri sitzt seit 1880 in Bra und wird heute in siebter Generation geführt. Der Pelaverga wächst in den Rivalta-Weinbergen auf etwa 350 Metern Höhe, mit südwestlicher und südöstlicher Ausrichtung auf mergelig-tonigem Kalkboden. Die Familie zählt zu den Betrieben, die diese kleine Bezeichnung konsequent weiterführen, und stellt sie im Sortiment bewusst neben die großen Roten. In Bra gehören zum Gut außerdem ein Hotel mit 27 Zimmern, die Osteria Murivecchi und eine Spa Gallery.
Kurze Maischestandzeit - warum das hier richtig ist
Gelesen wird um den 1. Oktober, die Maischegärung dauert nur rund acht Tage bei 26 °C. Diese kurze Standzeit ist gewollt: Sie holt Duft und Farbe aus der Beere, ohne dem Wein Gewicht aufzuladen, das seine Leichtigkeit zerstören würde. Ein langer Ausbau in Eiche würde die pfeffrige Würze überdecken; das Weingut weist für diesen Wein denn auch keinen Holzausbau aus. Das Weingut nennt drei bis fünf Jahre günstige Entwicklung bei kühler, dunkler Lagerung.
Servieren und kombinieren
Servieren Sie den Pelaverga leicht gekühlt bei 14 bis 16 °C - eine halbe Stunde im Kühlschrank vor dem Öffnen genügt. Ein mittelgroßes Rotweinglas reicht völlig, dekantiert wird nicht. Er passt zu Vitello tonnato, Salami und Salumi-Platten, gegrilltem Gemüse, Frittiertem, Pizza mit Gemüse und leichten Pastagerichten mit Tomate.
Häufige Fragen zum Matteo Ascheri Pelaverga 2024
Was ist Pelaverga Piccolo?
Eine autochthone rote Rebsorte aus dem Gebiet um Verduno in der Provinz Cuneo. Sie liefert helle, leichte Weine mit auffälliger Pfeffernote und war bis in die 1990er-Jahre fast ausgestorben.
Warum wird der Wein gekühlt getrunken?
Weil Kühle seine Frische und die knackige rote Frucht betont. Bei Zimmertemperatur wirkt er breit und der charakteristische Pfefferton tritt zurück.
Läuft der Ascheri Pelaverga unter der eigenen DOC?
Ja, das Weingut führt ihn als Verduno Pelaverga DOC. Diese Herkunftsbezeichnung besteht seit 1995 und ist der Sorte in den Gemeinden Verduno, La Morra und Roddi d'Alba vorbehalten.
Woher kommt der Pfeffergeschmack?
Von Rotundon, einem Aromastoff, der auch in schwarzem Pfeffer vorkommt. Pelaverga Piccolo enthält davon ungewöhnlich viel, was die Sorte sensorisch klar von anderen roten Sorten des Piemont abhebt.
Wie lange kann man den Jahrgang 2024 lagern?
Das Weingut gibt drei bis fünf Jahre bei kühler, dunkler Lagerung an. Der Reiz des Weins liegt jedoch in seiner Jugend, deshalb sollte man ihn nicht zu lange aufheben.
Inhalt:
0.75 Liter
(22,53 €* / 1 Liter)
16,90 €*
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