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Pehu-Simonet

Grower aus Verzenay mit Schwerpunkt auf Pinot Noir und Chardonnay aus Grand-Cru-Lagen. Kraftvolle, klare Champagner mit Zug – kleiner Betrieb, große Wirkung.

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Pehu Simonet Face Nord Brut
Champagner Art: Cuvée
Der Pehu Simonet Face Nord Brut ist der Basischampagner eines Récoltant-Manipulant aus Verzenay und kommt mit 12 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche in den Handel. Die Assemblage verbindet 75 % Pinot Noir mit 25 % Chardonnay aus den Grand-Cru-Gemeinden Verzenay, Verzy und Sillery; ein Viertel des Weins stammt aus einem Reservefundus, der bis in den Jahrgang 2000 zurückreicht. Der Etikettenname verweist auf die nach Norden gekehrten Hänge von Verzenay, wo die Trauben spät und langsam reifen. Goldgelb im Glas, mit Grapefruitschale, rotem Apfel und Brioche in der Nase. Fünf Gramm Dosage lassen den Wein trocken wirken, ohne die reife Pinot-Frucht zu beschneiden. Die Verkostungsnotiz des Pehu Simonet Face Nord Brut FARBE: Helles Goldgelb mit grünlichem Kern, die Perlage steigt in feinen, langsamen Ketten auf und bleibt als schmaler Kranz am Glasrand stehen. NASE: Zuerst Grapefruitschale und roter Apfel, dahinter Quittengelee und ein Anflug gesalzener Mandel. Aus dem Hefelager kommen Brioche und geröstete Haselnuss, unterlegt von einem trockenen Kreideton. GESCHMACK: Die Mousse fällt cremig und dicht aus und wird von einer klaren, nie spitzen Säure getragen. Reifer Apfel, Blutorange und ein Hauch Ingwer stehen über einem salzigen Grundton, der Extrakt der alten Reben gibt dem Mittelbau Fleisch. FINALE: Trocken und ausdauernd, mit Kreide, Zitruszeste und einem leicht bitteren Mandelschluss. Grand Cru Verzenay am Nordhang der Montagne de Reims Verzenay ist eines der 17 Grand-Cru-Dörfer der Champagne und umfasst rund 420 Hektar Rebfläche zwischen 110 und 230 Metern Höhe. Anders als die Südhänge der Grande Montagne blicken die Parzellen hier nach Norden und Nordosten, was die Reife verzögert und Säure erhält. Unter einer Decke aus tonigem Schluff liegt harte Campan-Kreide, die Wasser speichert und im Wein als salziger Zug erscheint. Fast neunzig Prozent der Fläche sind mit Pinot Noir bestockt. Die Nachbardörfer Verzy und Sillery, aus denen ebenfalls Trauben in diese Cuvée gehen, tragen die gleiche Grand-Cru-Einstufung. Pehu Simonet: Winzerchampagner in vierter Generation David Pehu führt das Gut in Verzenay seit 1988 in vierter Generation und bewirtschaftet gut sieben Hektar, überwiegend in Grand-Cru-Gemeinden. Der Betrieb arbeitet biologisch zertifiziert, hält Schafe zur Pflege der Rebzeilen, pflügt teilweise mit Pferd und setzt auf Agroforst-Strukturen zwischen den Parzellen. Als Récoltant-Manipulant keltert Pehu ausschließlich Trauben aus eigenem Anbau und füllt selbst ab, was den Kern des Begriffs Winzerchampagner bildet. Im Rebsortenspiegel dominiert Pinot Noir mit etwa achtzig Prozent, den Rest stellt Chardonnay. 30 Monate auf der Hefe, 5 g/l Dosage Vergärung und Ausbau der Grundweine verteilen sich auf rund 80 % Edelstahl und 20 % Holzfass, meist gebrauchte 228-Liter-Fässer aus dem Burgund. Die malolaktische Gärung läuft nur teilweise durch, sodass Cremigkeit und Säurebiss nebeneinander bestehen. Nach der zweiten Gärung liegt der Champagner rund 30 Monate auf der Hefe, deutlich länger als die vorgeschriebenen fünfzehn Monate für Champagner ohne Jahrgang. Die Dosage liegt bei etwa 5 g/l und bleibt damit im unteren Bereich der Brut-Stufe. Servieren und kombinieren Am besten bei 8 bis 10 °C in einem schlanken Weißweinglas servieren, das mehr Aroma freigibt als eine enge Flöte. Luft braucht der Champagner nicht, die Flasche wird direkt aus dem Kühlschrank geöffnet. Er passt zu Austern, gekochtem Hummer, Krabben mit Zitronenmayonnaise, gebratenem Zander, pochiertem Bresse-Huhn und jungem Comté. Häufige Fragen zum Pehu Simonet Face Nord Brut Was bedeutet Face Nord auf dem Etikett? Face Nord heißt Nordseite und bezeichnet die nach Norden ausgerichteten Hänge von Verzenay, aus denen die Trauben stammen. Diese kühle Exposition verzögert die Reife und ist einer der Gründe für die frische Säure dieser Cuvée. Was ist ein Grand Cru in der Champagne? Anders als im Burgund bezieht sich die Einstufung auf ein ganzes Dorf, nicht auf eine einzelne Lage. In der Échelle des Crus tragen 17 Gemeinden den Rang Grand Cru, darunter Verzenay, Verzy und Sillery. Wie trocken ist ein Brut? Die Stufe Brut erlaubt bis zu 12 Gramm Restzucker pro Liter. Diese Cuvée liegt mit rund 5 g/l am trockenen Ende der Skala, weshalb Frucht und Kreidenote deutlicher hervortreten als eine Süßeempfindung. Wie unterscheidet sich der Brut vom Face Nord Extra Brut desselben Guts? Der Brut vereint drei Grand Crus, reift 30 Monate auf der Hefe und wird mit etwa 5 g/l dosiert. Der Extra Brut stammt allein aus Verzenay, liegt rund 42 Monate auf der Hefe und erhält nur etwa 2,5 g/l, wirkt also strenger und mineralischer. Wie lange lässt sich die Flasche lagern? Liegend, dunkel und bei gleichmäßig kühler Temperatur hält sich der Champagner mehrere Jahre und gewinnt dabei nussige und gebäckartige Noten. Die Perlage wird mit der Zeit feiner, die Frucht tritt in den Hintergrund.

Inhalt: 0.75 Liter (51,87 €* / 1 Liter)

38,90 €*
Pehu Simonet Face Nord Brut Rosé
Champagner Art: Rosé
Der Pehu Simonet Face Nord Brut Rosé ist die roséfarbene Variante der Hausreihe aus Verzenay und entsteht als Assemblage-Rosé: 75 % Pinot Noir und 25 % Chardonnay aus den Grand Crus Verzenay, Verzy und Sillery werden mit etwa 5 % rot ausgebautem Pinot Noir des Guts eingefärbt. Ein Viertel der Cuvée kommt aus einem laufend ergänzten Reservebestand. Die Flasche enthält 0,75 Liter mit 12 % Vol. Nach rund 30 Monaten Hefelager und einer Dosage von etwa 4 g/l zeigt sich ein seidiger Rosé mit Himbeere, Granatapfel und gesalzener Mandel. Die Verkostungsnotiz des Pehu Simonet Face Nord Brut Rosé FARBE: Lachsrosa mit kupfernem Schimmer und einem Hauch Orange am Rand, die Perlage bildet dichte, sehr feine Fäden. NASE: Frische Himbeere und Granatapfel führen, dazu Hagebutte, Blutorangenschale und ein Anflug Ingwer. Im Hintergrund gesalzene Mandel, Hefegebäck und eine kühle Kreidenote. GESCHMACK: Zart und cremig, die Mousse legt sich weich über den Gaumen. Rote Johannisbeere, Sauerkirsche und ein Tropfen Orangenblütenwasser bekommen von der lebendigen Säure Halt, ein Anklang Milchschokolade rundet die Mitte. FINALE: Mittellang und klar, mit Zitruszeste, herber Hagebutte und salzigem Nachhall. Drei Grand Crus der Montagne de Reims in einer Cuvée Verzenay liefert das Rückgrat: kühl exponierte Nordhänge über kompakter Kreide, aus denen straffe, salzige Pinot-Weine kommen. Verzy schließt sich östlich an, liegt höher und näher am Waldrand der Montagne, was den Weinen zusätzliche Frische mitgibt. Sillery reicht am Fuß des Hangs in flachere Böden mit mehr Auflage und rundet die Cuvée mit etwas mehr Fülle ab. Alle drei Gemeinden gehören zu den 17 Grand Crus der Champagne, und alle drei sind stark von Pinot Noir geprägt, was den fruchtbetonten und dennoch schlanken Zuschnitt dieses Rosé erklärt. Ein Familienbetrieb mit sieben Hektar in Verzenay Der Name Pehu Simonet verbindet zwei Winzerfamilien, deren Flächen im Ort und in den Nachbargemeinden zusammengelegt wurden. Heute bewirtschaftet die vierte Generation gut sieben Hektar und füllt daraus eine überschaubare Menge von rund dreitausend Kisten im Jahr. Neben dem Kern in Verzenay gehören kleine Parzellen in Mailly, Le Mesnil-sur-Oger und Villers-Marmery zum Bestand, die je nach Cuvée eingesetzt werden. Die Arbeit im Weinberg ist biologisch zertifiziert, im Keller wird eher weggelassen als zugesetzt. Rotweinzugabe statt Saignée, 4 g/l Dosage nach 30 Monaten Die Farbe entsteht nicht durch Maischestandzeit, sondern durch die Zugabe eines eigenen roten Pinot Noir zur weiß gekelterten Basis, in der Champagne der übliche Weg. Rund 95 % der Grundweine reifen im Edelstahl, ein kleiner Anteil im Barrique, die malolaktische Gärung läuft nur teilweise. Nach der zweiten Gärung folgen etwa 30 Monate auf der Hefe, bevor mit rund 4 g/l dosiert wird. Diese knappe Dosage lässt die rote Frucht klar und ohne Marmeladenton erscheinen. Servieren und kombinieren Neun bis zehn Grad und ein Weißweinglas mit etwas Bauch bringen die Frucht am besten zur Geltung; auf eine schmale Flöte sollte man verzichten. Der Rosé ist kein Aperitif-Solist, sondern hält am Tisch mit. Er begleitet Lachstartar mit Limette, Thunfischtataki, rosa gebratene Entenbrust, Vitello tonnato, Ziegenkäse mit Feigen und Erdbeeren mit schwarzem Pfeffer. Häufige Fragen zum Pehu Simonet Face Nord Brut Rosé Wie entsteht die Farbe dieses Rosé-Champagners? Dem hell gekelterten Grundwein wird ein Anteil von etwa fünf Prozent rot vergorenem Pinot Noir aus eigenen Weinbergen zugesetzt. Dieses Verfahren heißt Assemblage und ist in der Champagne als einzigem Anbaugebiet Frankreichs für Rosé ausdrücklich erlaubt. Was unterscheidet Assemblage und Saignée? Bei der Saignée bleibt der Most einige Stunden auf den Beerenschalen und wird dann abgezogen, was meist kräftigere Farbe und mehr Struktur ergibt. Die Assemblage erlaubt eine genauere Steuerung von Farbe und Frucht, wie hier gewünscht. Ist ein Rosé-Champagner süßer als ein weißer Brut? Nein, die Dosage entscheidet, nicht die Farbe. Mit etwa 4 g/l liegt dieser Rosé im trockenen Bereich der Stufe Brut, die rote Frucht wird lediglich als Süße wahrgenommen. Wie lange kann die Flasche liegen? Der Shop gibt eine Trinkempfehlung bis 2030 an. Rosé-Champagner dieser Machart verliert mit den Jahren an frischer Frucht, gewinnt aber Noten von Trockenobst, Tee und Gebäck. Zu welchen Gerichten passt er besonders? Die Kombination aus roter Frucht, Säure und knapper Dosage passt zu Fisch mit Röstaromen, Geflügel und hellem Fleisch. Auch klassische Vorspeisen mit Tomate oder Paprika funktionieren, weil die Säure diese Aromen aufnimmt.

Inhalt: 0.75 Liter (66,53 €* / 1 Liter)

49,90 €*
Pehu Simonet Face Nord Extra Brut
Champagner Art: Cuvée
Beim Pehu Simonet Face Nord Extra Brut kommen alle Trauben aus einer einzigen Gemeinde: Verzenay, Grand Cru an der Montagne de Reims. Im Glas ein goldgelber Champagner mit 12 % Vol., abgefüllt in der 0,75-Liter-Flasche, gekeltert aus 80 % Pinot Noir und 20 % Chardonnay von teils über siebzig Jahre alten Reben. Etwa ein Fünftel des Weins stammt aus Reserveweinen älterer Jahrgänge, die dem jungen Grundwein Tiefe geben. Rund 42 Monate Hefelager bauen Brioche-, Haselnuss- und Kreidenoten auf. Mit etwa 2,5 g/l Dosage bleibt die Cuvée deutlich in der Stufe Extra Brut und zeigt Frucht ohne süßen Rand. Die Verkostungsnotiz des Pehu Simonet Face Nord Extra Brut FARBE: Kräftiges Strohgold mit einem Anflug von Kupfer, die Bläschen sind sehr klein, steigen zögernd auf und tragen einen dauerhaften Schaumring. NASE: Kirschwasser und Mirabelle treffen auf getrocknete Blüten und Minze. Darunter liegen Haselnuss, Hefegebäck und ein Duft nach nassem Kalkstein, der mit Luft an Kontur gewinnt. GESCHMACK: Straff und geradlinig gebaut, die Mousse wirkt eher fein perlend als schäumend. Weinbergpfirsich, Grapefruit und ein herber Zitronenkern stehen im Vordergrund, die Säure zieht den Wein in die Länge statt in die Breite. FINALE: Sehr lang, ausgesprochen salzig, mit Kreidestaub und einem Nachhall von gerösteter Mandel. Ein Dorf, ein Terroir: Verzenay Grand Cru Die Reben verteilen sich über den 2,8 Kilometer langen Hangzug von Verzenay, dessen Untergrund aus verhärteter, kompakter Kreide besteht. Weil der Hang zur kalten Seite der Montagne de Reims fällt, wird hier später gelesen als in den Grand Crus südlich des Waldrückens, und die Weine behalten eine hohe Gesamtsäure. Zwei Bauwerke prägen den Ort: der 1909 als Werbeträger errichtete Phare de Verzenay und die alte Mühle über den Rebzeilen. Verzenay gilt als das Dorf mit der geradesten, salzigsten Ausprägung des Pinot Noir; genau diese Linie zeichnet die Cuvée nach. David Pehu und die Schule des Burgund David Pehu hat seine Ausbildung als Kellermeister im Burgund absolviert und arbeitet seit dem ersten eigenen Jahrgang 1988 mit Holzfässern. Die meisten Fässer bezieht er aus burgundischen Betrieben, einzelne stammen aus Eiche des Waldes von Verzy. Neues Holz setzt er sparsam ein, damit die Röstnote das Terroir nicht überdeckt. Vergärung teilweise mit Naturhefen, wenig Schwefel und keine Anreicherung ohne Not gehören zum Programm des Hauses. Sein Leitsatz lautet, ein Jahrgang, eine Rebsorte, ein Ort. 42 Monate Hefelager und rund 2,5 g/l Dosage Der Grundwein reift überwiegend im Edelstahl, ein Anteil von etwa zehn bis zwanzig Prozent im Fass. Die malolaktische Gärung wird nur teilweise zugelassen, was der Cuvée Spannung erhält. Nach der Flaschengärung folgt ein Hefelager von rund 42 Monaten, mehr als das Gesetz selbst für Jahrgangschampagner verlangt. Beim Dégorgement erhält der Wein nur etwa 2,5 g/l Zucker, sodass Extrakt und Salzigkeit ungeschminkt stehen bleiben. Servieren und kombinieren Nach dem langen Hefelager zeigt sich der Champagner bei 9 bis 11 °C offener als eiskalt, ein bauchiges Weißweinglas unterstützt das. Umfüllen ist nicht nötig, die Flasche verträgt aber gut eine halbe Stunde im Glas. Gute Begleiter sind rohe Austern, Sashimi vom Wolfsbarsch, Jakobsmuscheln aus der Pfanne, gebratener Steinbutt, Kalbstartar und lange gereifter Parmesan. Häufige Fragen zum Pehu Simonet Face Nord Extra Brut Was bedeutet Extra Brut genau? Extra Brut steht für eine Dosage von 0 bis 6 Gramm Restzucker pro Liter. Dieser Champagner liegt mit etwa 2,5 g/l im unteren Drittel, weshalb er trockener und straffer wirkt als ein klassischer Brut. Warum stammen die Trauben nur aus Verzenay? David Pehu möchte in dieser Cuvée den Charakter des Dorfes zeigen, nicht den Ausgleich vieler Herkünfte. Verzenay steuert Säure, Kreide und einen salzigen Nachhall bei, die ohne Trauben anderer Gemeinden klarer erkennbar bleiben. Was heißt Récoltant-Manipulant? Ein Récoltant-Manipulant baut ausschließlich Trauben aus eigenen Weinbergen aus und füllt selbst ab. Das Kürzel RM steht klein auf dem Etikett und unterscheidet Winzerchampagner von den Cuvées großer Häuser, die Trauben zukaufen. Was bringt ein Hefelager von 42 Monaten? Beim Abbau der Hefezellen in der Flasche entstehen Aromen von Gebäck, Mandel und Butterkeks, und die Perlage wird feiner. Zugleich schützt die Hefe den Wein vor vorzeitiger Oxidation. Wie kalt sollte er serviert werden? Zu kalt verschließt sich die Aromatik. Neun bis elf Grad sind für diesen gehaltvollen Extra Brut günstiger als die üblichen sechs bis sieben Grad aus dem Eiskübel.

Inhalt: 0.75 Liter (59,87 €* / 1 Liter)

44,90 €*
Pehu Simonet Fins Lieux 6
Champagner Art: Blanc de Blancs
Der Pehu Simonet Fins Lieux 6 ist ein Parzellenchampagner aus der Nummernserie Fins Lieux, mit der das Gut einzelne Weinberge getrennt füllt. Nummer 6 steht für Les Basses Correttes in Verzenay, ein kleines Stück Chardonnay in einem Dorf, das fast ausschließlich Pinot Noir kennt. Entsprechend ist dies ein Blanc de Blancs aus 100 % Chardonnay, Grand Cru, mit 12 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Vergoren wird spontan im Edelstahl, danach liegt der Wein über vier Jahre auf der Hefe. Die Dosage bleibt im Bereich Extra Brut und lag beim Jahrgang 2016 bei rund 1,5 g/l, was Zitrus, Kreide und weiße Blüten unverstellt hervortreten lässt. Die Verkostungsnotiz des Pehu Simonet Fins Lieux 6 FARBE: Blasses Zitronengelb mit silbrigem Glanz, die Bläschen sind winzig und ziehen in schnurgeraden Fäden nach oben. NASE: Zitronenöl und Bergamotte öffnen den Duft, dahinter Williamsbirne, reifer Apfel und Akazienblüte. Mit der Zeit treten Kreide, ein Anflug Minze und feiner weißer Pfeffer hinzu. GESCHMACK: Klar gezeichnet und beinahe kühl, die Mousse bleibt zurückhaltend und lässt der Textur Raum. Grapefruitsaft, Quitte und Zitronenschale treffen auf eine feste, gerade Säure, in der Mitte entsteht dennoch eine cremige Schicht aus dem langen Hefelager. FINALE: Lang und schiefrig-salzig, mit Kalkstaub, Zitronenzeste und einem hellen, blumigen Nachhall. Les Basses Correttes: Chardonnay im Pinot-Dorf Verzenay Die Parzelle liegt am nördlichen Hang von Verzenay, wo Campan-Kreide mit Tonanteilen dicht unter der Oberfläche ansteht. Kreide hält Wasser und gibt es langsam ab, weshalb die Reben auch in trockenen Sommern gleichmäßig versorgt sind; im Wein hinterlässt der Boden einen kalkigen, salzigen Zug. Chardonnay ist hier die Ausnahme, denn fast neun von zehn Rebzeilen im Dorf tragen Pinot Noir. Auf dieser kühlen Seite der Montagne de Reims reift die Sorte spät und behält viel Säure, wodurch ein Blanc de Blancs entsteht, der weniger nach der cremigen Côte des Blancs und mehr nach Stein und Zitrus schmeckt. Die Serie Fins Lieux von Pehu Simonet Fins Lieux bedeutet etwa feine Orte und bezeichnet eine Reihe von sieben Einzellagen-Cuvées, die David Pehu getrennt vinifiziert und durchnummeriert. Dazu gehören unter anderem Les Perthois und Les Crayères in Verzenay sowie Les Chouettes im Premier Cru Villers-Marmery. Jede Nummer bekommt die Behandlung, die zur Lage passt, also Stahl oder Fass, malolaktische Gärung oder nicht. Die Mengen sind klein und werden nur in guten Jahren gefüllt; entfällt eine Nummer, erscheint sie in diesem Jahrgang gar nicht. Spontanvergärung im Stahl und über 50 Monate auf der Hefe Für diese Nummer verzichtet das Gut auf Holz und vergärt mit den weinbergseigenen Hefen im Edelstahltank, damit die Frucht der Parzelle ungefiltert durchkommt. Die malolaktische Gärung läuft nur teilweise, die Säure bleibt dadurch als tragende Achse erhalten. Nach der Flaschengärung ruht der Champagner mehr als vier Jahre auf dem Hefesatz, beim Jahrgang 2016 waren es 54 Monate. Die Dosage von rund 1,5 g/l ist eher ein Feinschliff als eine Süßung. Servieren und kombinieren Zehn bis zwölf Grad sind richtig, denn eiskalt verbirgt dieser Blanc de Blancs seine Textur. Ein normales Weißweinglas ist der schmalen Flöte klar vorzuziehen, umgefüllt wird nichts. Auf den Tisch passen Fine de Claire, Seeigel, gedämpfter Wolfsbarsch, Sushi mit Meeresfrüchten, Kalbsbries und ein 36 Monate gereifter Comté. Häufige Fragen zum Pehu Simonet Fins Lieux 6 Was bedeutet Fins Lieux 6? Fins Lieux ist die Bezeichnung der Einzellagen-Serie des Guts, die Zahl 6 steht für die Parzelle Les Basses Correttes in Verzenay. Jede Nummer der Serie zeigt einen anderen Weinberg, teils als Blanc de Noirs, teils als Blanc de Blancs. Was ist ein Blanc de Blancs? Ein Blanc de Blancs entsteht ausschließlich aus weißen Trauben, in der Champagne fast immer aus Chardonnay. Der Stil gilt als besonders zitrusbetont und mineralisch, im Gegensatz zum Blanc de Noirs aus rot beerigen Sorten. Warum wächst in Verzenay überhaupt Chardonnay? Auch in den Pinot-Dörfern der Montagne de Reims gibt es Parzellen mit hohem Kreideanteil und kühler Lage, die dem Chardonnay entgegenkommen. Solche Stücke waren lange Beigabe in Cuvées und werden erst seit einigen Jahren getrennt abgefüllt. Welcher Jahrgang steckt in der Flasche? Die Serie erscheint jahrgangsweise, der genaue Jahrgang und das Dégorgement-Datum stehen auf dem Rückenetikett der Flasche. Die Angaben im Shop nennen bislang keinen Jahrgang. Kann man ihn noch lagern? Ja, die feste Säure und die knappe Dosage sprechen für Lagerfähigkeit über mehrere Jahre. Aus Zitrus und Kreide entwickeln sich mit der Zeit Noten von Haselnuss, Honig und getrockneter Ananas.

Inhalt: 0.75 Liter (85,20 €* / 1 Liter)

63,90 €*