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Giacomo Fenocchio

Castiglione Falletto, vier Generationen, kein Schnickschnack. Die Baroli aus Bussia sind tief und tanninreich – sie brauchen Zeit, aber wer wartet, wird reich belohnt. Klassik, wie sie im Buche steht.

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Giacomo Fenocchio Barolo Annata 2014
Traube: Nebbiolo
Der Giacomo Fenocchio Barolo Annata 2014 ist der Jahrgangs-Barolo des Hauses, also die Gutsabfüllung ohne Lagenangabe. Das Wort "Annata" bezeichnet genau das: einen Barolo aus mehreren Parzellen statt aus einer einzigen MGA. Mit 14 % Vol. gefüllt, zeigt der Nebbiolo nach über zehn Jahren Flaschenreife Rose, Veilchen und reife rote Frucht, dazu erste tertiäre Anklänge. Der Jahrgang 2014 war im Barolo schwierig, brachte aber schlanke, säurebetonte und duftige Weine hervor. Diese Flasche steht heute mitten in ihrem Trinkfenster. Die Verkostungsnotiz des Giacomo Fenocchio Barolo Annata 2014 FARBE: Rubinrot mit violetten Reflexen und beginnender Aufhellung am Rand. NASE: Rose und Veilchen führen, begleitet von reifer Himbeere und Preiselbeere. Mit der Zeit im Glas gesellen sich getrockneter Tee, Zimt und ein zurückhaltender Leder-Ton hinzu. GESCHMACK: Schlanker gebaut als kraftvollere Barolo-Jahrgänge, dafür sehr klar gezeichnet. Eine markante Säure trägt die knackige rote Frucht, das Tannin ist deutlich, aber inzwischen gut eingebunden und nicht mehr sperrig. FINALE: Mittellang bis lang, feinherb, mit Kräuternoten und einem trockenen Nachhall. Annata — was ein Barolo ohne Lagennamen bedeutet Ein Barolo Annata trägt nur Jahrgang und Denomination auf dem Etikett, keine abgegrenzte Einzellage. Bei Giacomo Fenocchio stammen die Trauben dafür aus Parzellen in Monforte d'Alba, Castiglione Falletto und Barolo. Der Wein zeigt damit weniger den Charakter eines einzelnen Hangs als die Handschrift des Betriebs über mehrere Herkünfte hinweg. Traditionell dient diese Abfüllung im Piemont als Einstieg in den Stil eines Guts und wird früher zugänglich als die Lagenweine. Die Böden der beteiligten Parzellen sind helvetisch geprägt, mit Sand, Ton und Kalkmergel. Claudio Fenocchio und die traditionelle Schule von Monforte Als in den Neunzigerjahren der Streit zwischen Traditionalisten und Modernisten das Barolo-Gebiet spaltete, blieb Fenocchio auf der alten Seite. Kurze Maischezeiten, kleine neue Eichenfässer und geschminkte Frucht kamen nicht in Frage. Stattdessen setzt der 1864 gegründete Betrieb bis heute auf spontane Gärung mit Naturhefen, ausgedehnte Standzeit auf den Schalen und Reife in großen Fässern. Claudio Fenocchio führt das Haus in fünfter Generation und bewirtschaftet die Rebflächen nach nachhaltigen Grundsätzen. Sechs Monate Stahl, dann großes Eichenfass Nach der Gärung ruht der Wein zunächst ein halbes Jahr im Edelstahl. Anschließend geht er in große Eichenfässer mit 35 bis 50 Hektoliter Fassungsvermögen, in denen er laut Shop-Angabe rund 18 Monate verbringt, bevor die Flaschenreife folgt. Fässer dieser Größe geben kaum Holzaroma ab und wirken vor allem über einen langsamen, gleichmäßigen Sauerstoffaustausch. Beim 2014er hat diese Reifeform der zarteren Struktur des Jahrgangs geholfen, ohne sie zu überdecken. Servieren und kombinieren 17 bis 18 °C und ein weites Glas bringen den gereiften Duft am besten zur Geltung. Wegen des Alters empfiehlt es sich, die Flasche vorsichtig aufrecht zu stellen und eher kurz zu belüften statt lange zu karaffieren. Auf dem Tisch passen Rinderschmorbraten, Kaninchen mit Kräutern, Risotto mit Pilzen, Wildgeflügel, Salsiccia-Ragout und mittelalter Kuhmilchkäse. Häufige Fragen zum Giacomo Fenocchio Barolo Annata 2014 Was heißt "Annata" auf dem Etikett? Annata ist das italienische Wort für Jahrgang und steht hier für den Barolo ohne Lagenbezeichnung. Er entsteht aus mehreren Parzellen des Weinguts und ist damit der Gegenpol zu den Einzellagenweinen Bussia, Villero, Cannubi und Castellero. Wie ist der Jahrgang 2014 im Barolo wirklich einzuschätzen? 2014 war ein schwieriges Jahr: viel Regen im Juni und Juli, Hagelschläge Anfang Juli, ein kühler feuchter August und Ertragseinbußen von 20 bis 50 Prozent. Ein warmer, trockener September rettete die spät reifende Nebbiolo-Traube, die Lese begann erst am 11. Oktober. Das Ergebnis sind keine wuchtigen, aber sehr klare, säurebetonte und duftige Barolo mit leichterem Tanningerüst. Ist der 2014er heute trinkreif? Ja. Weine dieses Jahrgangs entwickelten sich schneller als die kraftvolleren Jahre und zeigen sich nach gut zehn Jahren offen und harmonisch. Für 2014er Barolo aus guter Provenienz wird meist ein Fenster von etwa acht bis fünfzehn Jahren ab Ernte angesetzt, gut gelagerte Flaschen halten länger. Muss dieser Barolo dekantiert werden? Eine lange Karaffenzeit braucht er nicht mehr. Vorsichtiges Umfüllen zum Abtrennen eines möglichen Depots und rund 30 Minuten Luft genügen, damit sich die floralen Noten und die gereifte Frucht entfalten. Was unterscheidet ihn von den Lagenweinen des Guts? Die Lagenweine reifen länger im Holz und spiegeln jeweils einen bestimmten Hang wider. Der Annata ist früher zugänglich, schlanker gebaut und zeigt die Stilistik des Betriebs im Überblick, ohne die Tiefe eines Bussia oder Villero anzustreben.

Inhalt: 0.7 Liter (32,71 €* / 1 Liter)

22,90 €*
28,90 €* (20.76% gespart)
Giacomo Fenocchio Barolo Bussia 2020
Traube: Nebbiolo
Der Giacomo Fenocchio Barolo Bussia 2020 ist ein Lagen-Barolo aus reinem Nebbiolo, gewachsen auf rund fünf Hektar in der Bussia von Monforte d'Alba. Die Flasche fasst 0,75 Liter bei 14 % Vol. Pflaume und dunkle Kirsche treffen auf welke Blüten, Tabak und einen feinen Teerton. Der Ausbau findet 30 Monate im großen slawonischen Fass statt, ohne jede Barrique. 2020 brachte im Barolo Weine mit seidiger Textur und früher Zugänglichkeit hervor. Die Verkostungsnotiz des Giacomo Fenocchio Barolo Bussia 2020 FARBE: Kräftiges Granatrot, am Rand mit ersten orangefarbenen Lichtern. NASE: Reife Pflaume und Sauerkirsche stehen vorn, ergänzt um gewürzte Rose und Lakritz. Mit Luft kommen Tabak, getrocknete Blüten und ein dezenter Teer- und Unterholzton dazu. GESCHMACK: Trocken, warm und breitschultrig, aber ohne Schwere. Das Tannin ist deutlich spürbar, wirkt in diesem Jahrgang jedoch geschliffen und feinfaserig; eine saftige Säure hält die Frucht frisch. FINALE: Anhaltend, mit nachklingender Kirsche, Süßholz und einem trockenen, leicht erdigen Abgang. Warum Barolo aus Monforte d'Alba anders schmeckt Monforte d'Alba stellt gut ein Fünftel des gesamten Barolo, verteilt sich dabei aber auf nur elf abgegrenzte Lagen — die einzelnen MGA sind hier also ungewöhnlich groß. Der Ort gilt als Heimat der fruchtbetonteren Barolo: dunkle Kirsche und Pflaume treten stärker hervor als der strenge Teer-Ton mancher Nachbargemeinde. Fenocchios Bussia-Parzellen liegen auf rund 300 Metern mit Südwestausrichtung; der helvetische Untergrund aus Ton, Kalk und Eisen gibt dem Wein Statur. Die Reben sind im Schnitt 35 Jahre alt, rund 25.000 Flaschen entstehen daraus pro Jahr. Fünf Generationen Fenocchio im Herzen der Bussia Das Weingut liegt mitten in der Lage, die es bekannt gemacht hat: Località Bussia 72, Monforte d'Alba. Seit 1864 macht die Familie hier Wein, seit dem Tod des Vaters 1989 verantwortet Claudio Fenocchio Weinberg und Keller. Als in den Neunzigern viele Nachbarn auf kurze Maischezeiten und kleine Eichenfässer umstellten, blieb der Betrieb bei der alten Schule. Der 1999 gebaute und 2021 erweiterte Keller enthält Edelstahltanks und große Holzfässer, aber keine Barriques; die Arbeit im Weinberg folgt der Zertifizierung für nachhaltigen Anbau. 40 Tage Maische, dann 30 Monate im 35- bis 50-Hektoliter-Fass Die Trauben vergären spontan im Edelstahltank, ohne Zusatz von Hefen, und bleiben dabei etwa 40 Tage auf den Schalen. Danach ruht der Wein sechs Monate im Stahl, bevor er für 30 Monate in slawonische Eichenfässer mit 35 bis 50 Hektoliter Inhalt wechselt. Bei dieser Fassgröße gibt das Holz kaum eigene Aromatik ab, es wirkt vor allem über die langsame Sauerstoffzufuhr auf das Tannin. Den Abschluss bildet eine Ruhephase auf der Flasche vor der Auslieferung. Servieren und kombinieren Als Trinktemperatur bieten sich 17 bis 18 °C an, dazu ein großes Rotweinglas mit weitem Kelch. Eine Stunde in der Karaffe reicht dem 2020er meist schon aus. Auf dem Teller harmoniert er mit Rinderbraten, Wildschweinragout, Agnolotti del plin, Ossobuco, Pilzgerichten und mittelalt gereiftem Bergkäse. Häufige Fragen zum Giacomo Fenocchio Barolo Bussia 2020 Was sagt der Zusatz Bussia über die Herkunft aus? Bussia ist eine amtlich abgegrenzte Einzellage, eine MGA, in der Gemeinde Monforte d'Alba. Mit fast 299 Hektar zählt sie zu den größten des Anbaugebiets und umfasst historische Untergemarkungen wie Colonnello, Cicala oder Romirasco. Wie trinkt sich der Jahrgang 2020? 2020 gilt als charmanter Barolo-Jahrgang mit feinkörnigem Tannin, lebhafter Säure und heller roter Frucht. Die Weine öffnen sich früher als etwa die des Jahrgangs 2019, ohne dabei an Haltbarkeit einzubüßen. Sollte die Flasche dekantiert werden? Eine Karaffe hilft, ist aber kein Muss. Rund 60 Minuten Luft genügen, damit sich Frucht, Blütennoten und Würze voneinander lösen; alternativ tut es auch ein früh eingeschenktes Glas. Wie lange lässt sich der Wein lagern? Bei kühler, dunkler und ruhiger Lagerung sind 15 Jahre und mehr realistisch, gute Flaschen dieses Jahrgangs halten voraussichtlich länger. Der Höhepunkt wird für Barolo aus 2020 meist um das zwölfte Jahr nach der Ernte erwartet. Was unterscheidet ihn vom Villero desselben Weinguts? Der Villero stammt aus Castiglione Falletto, also aus einer anderen Gemeinde, und wächst auf deutlich älteren Reben. Er wirkt meist eleganter und mineralischer, während der Bussia breiter gebaut ist und stärker auf dunkle Frucht und Erdigkeit setzt.

Inhalt: 0.75 Liter (65,20 €* / 1 Liter)

48,90 €*
Tipp
Giacomo Fenocchio Barolo Riserva Bussia 90 dí 2019
Traube: Nebbiolo
Der Giacomo Fenocchio Barolo Riserva Bussia 90 dì 2019 ist reinsortiger Nebbiolo aus der Lage Bussia in Monforte d'Alba und kommt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Der Zusatz "90 dì" ist Piemontesisch und bedeutet schlicht 90 Tage: So lange bleibt der junge Wein auf den Traubenschalen, bevor abgepresst wird. Anschließend reift er sechs Monate im Edelstahl und vier Jahre im großen slawonischen Eichenfass. Getrocknete Rose, Amarena, Trüffel und Leder bestimmen das Bouquet, am Gaumen trägt eine dichte, engmaschig polierte Gerbstoffstruktur. Rund 4.000 Flaschen entstehen pro Jahrgang. Die Verkostungsnotiz des Giacomo Fenocchio Barolo Riserva Bussia 90 dì 2019 FARBE: Granatrot mit ziegelfarbenen Reflexen am Rand. NASE: Getrocknete Rosenblätter, Amarenakirsche und ein deutlicher Trüffelton öffnen das Bouquet. Dahinter treten Leder, Lakritz, balsamische Kräuter und eine erdig-eisenhaltige Note hervor, wie sie die Böden der Bussia oft mitgeben. GESCHMACK: Dicht und aufrecht gebaut, mit dunkler Kirsche, Nelke und Waldboden. Die drei Monate auf den Schalen zeigen sich nicht als Härte, sondern als samtige, sehr feinkörnige Tanninmasse, die von lebendiger Säure in der Spur gehalten wird. FINALE: Sehr lang und herb-würzig, mit salzigem Zug und einem Nachhall aus Lakritz und getrockneten Kräutern. Bussia — die große Lage von Monforte d'Alba Bussia gehört mit knapp 299 Hektar zu den größten abgegrenzten Lagen des Barolo-Gebiets, den sogenannten MGA. Sie zieht sich über gut vier Kilometer durch Monforte d'Alba und überwindet dabei rund 250 Höhenmeter zwischen etwa 210 und 460 Metern. Historische Untergemarkungen wie Colonnello, Cicala, Romirasco, Mondoca oder Bussia Sottana beschreiben innerhalb dieser Fläche sehr unterschiedliche Ausschnitte. Die Parzellen von Giacomo Fenocchio liegen auf etwa 300 Metern in südwestlicher Ausrichtung auf helvetischen Ton-Kalk-Sedimenten mit hohem Eisenanteil. Weine von hier gelten als dicht, streng und erdig geprägt und brauchen Zeit, bis sich die Statur löst. Giacomo Fenocchio, seit 1864 in der Località Bussia Die Familie Fenocchio kam 1840 aus Dogliani nach Monforte d'Alba und gründete das Weingut 1864. Heute führt Claudio Fenocchio in fünfter Generation den Betrieb, der rund 14 Hektar Rebfläche in drei Gemeinden bewirtschaftet. Neben dem Jahrgangs-Barolo entstehen vier Lagenweine aus Bussia, Villero, Cannubi und Castellero. Der Keller arbeitet betont traditionell: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, lange Maischestandzeiten und Reife ausschließlich in großen slawonischen Fässern — Barriques kommen nicht zum Einsatz. 90 Tage auf der Maische und vier Jahre im slawonischen Fass Die Gärung beginnt spontan im Edelstahltank, ohne zugesetzte Hefen. Danach bleibt der Wein bis zu 90 Tage auf den Schalen, wobei der Tresterhut untergetaucht gehalten wird — eine alte piemontesische Technik, die ohne mechanische Eingriffe auskommt. Die Extraktion läuft dadurch sehr langsam ab; Farb- und Gerbstoffe verbinden sich zu größeren Molekülen, die am Gaumen weicher und runder wirken als kurz gewonnene Tannine. Es folgen sechs Monate Edelstahl und vier Jahre in slawonischen Eichenfässern von 35 bis 50 Hektolitern, danach die Ruhe auf der Flasche. Servieren und kombinieren Am besten kommt der Riserva bei 18 bis 20 °C in einem weiten, bauchigen Glas zur Geltung. Zwei bis drei Stunden Karaffe tun ihm gut, junge Flaschen dürfen auch länger stehen. Er passt zu Brasato al Barolo, Hasenragout, Reh, Tajarin mit weißem Trüffel, Steinpilzrisotto und lange gereiftem Castelmagno. Häufige Fragen zum Giacomo Fenocchio Barolo Riserva Bussia 90 dì 2019 Was bedeutet "90 dì" auf dem Etikett? "Dì" ist das piemontesische Wort für Tag, "90 dì" steht also für 90 Tage. Gemeint ist die Maischestandzeit: Der Wein bleibt bis zu drei Monate mit den Schalen im Tank, bevor er abgepresst wird. Das ist ein Vielfaches dessen, was heute üblich ist, und gibt der Abfüllung ihren Namen. Macht eine so lange Maischestandzeit den Wein nicht hart? Das Gegenteil ist der Fall. Weil der Tresterhut untergetaucht liegt und kaum bewegt wird, läuft die Extraktion langsam und schonend ab. Die Gerbstoffe verbinden sich dabei zu längeren Ketten, die am Gaumen samtiger schmecken als scharf herausgeholte Tannine kurzer Maischezeiten. Warum trägt der Wein die Bezeichnung Riserva? Die DOCG Barolo schreibt für eine Riserva mindestens 62 Monate Gesamtreife vor, davon mindestens 18 Monate im Holz. Fenocchio geht mit vier Jahren im großen Fass deutlich darüber hinaus, weshalb der 2019er erst mit erheblichem Vorlauf in den Verkauf kommt. Ist der Jahrgang 2019 schon zugänglich? 2019 gilt im Barolo als klassisch gebauter Jahrgang mit frischer Säure und kräftiger Tanninstruktur bei später Lese. Der Riserva lässt sich nach ausgiebiger Belüftung heute schon verstehen, sein eigentliches Fenster öffnet sich aber eher im Lauf der kommenden Jahre. Worin unterscheidet er sich vom Barolo Bussia desselben Guts? Beide stammen aus derselben Lage, werden aber unterschiedlich behandelt. Der reguläre Bussia macht rund 40 Tage Maische und 30 Monate Holz mit, der Riserva 90 Tage und vier Jahre. Entsprechend tiefer, herber und langlebiger fällt der 90 dì aus, von dem nur etwa 4.000 Flaschen entstehen.

Inhalt: 0.75 Liter (146,53 €* / 1 Liter)

109,90 €*
Giacomo Fenocchio Barolo Villero 2020
Traube: Nebbiolo
Der Giacomo Fenocchio Barolo Villero 2020 kommt nicht aus Monforte, sondern aus Villero in der Nachbargemeinde Castiglione Falletto. Für diesen Nebbiolo stehen rund 65 Jahre alte Rebstöcke im Ertrag, abgefüllt wird mit 15 % Vol. auf 0,75 Liter. Pflaume, getrocknete Blüten und Unterholz zeichnen ein komplexes Bild, das eine mineralische Ader durchzieht. Das Tannin ist präsent, aber ungewöhnlich geschliffen. Nur etwa 5.000 Flaschen verlassen jährlich den Keller. Die Verkostungsnotiz des Giacomo Fenocchio Barolo Villero 2020 FARBE: Sattes Granatrot mit rubinroten Reflexen im Kern. NASE: Vielschichtig und reich: eingelegte Pflaume, Veilchen und getrocknete Kräuter bilden den Auftakt. Darunter liegen Gewürze, feuchtes Laub und eine kühle, an nassen Stein erinnernde Note. GESCHMACK: Kraftvoll und zugleich elegant, mit intensivem Fruchtdruck und einer klaren mineralischen Linie. Die Tannine wirken beinahe süß, umschließen den Gaumen vollständig und lassen dennoch viel Luft für die Frucht. FINALE: Sehr langer, warmer Ausklang mit Pflaume, Salbei und einem feinherben, salzigen Rest. Villero in Castiglione Falletto — 22 Hektar zwischen zwei berühmten Nachbarn Villero ist mit rund 22 Hektar eine überschaubare MGA und liegt in Castiglione Falletto, der kleinsten der klassischen Barolo-Gemeinden. Die Rebzeilen fallen zwischen etwa 230 und 350 Metern überwiegend nach Südwesten ab. Der Untergrund besteht aus sandig geprägten Sant'Agata-Fossilmergeln, deren stärker entwickelte Böden in den mittleren und unteren Hanglagen für Fülle sorgen. Im Vergleich zur direkt benachbarten Rocche di Castiglione fallen Villero-Weine wärmer und körperreicher aus, gegenüber dem Monprivato zeigen sie mehr Vielschichtigkeit. Die Lese erfolgt hier traditionell spät. Ein Monforte-Betrieb mit Parzelle in Castiglione Falletto Giacomo Fenocchio hat seinen Sitz in der Località Bussia in Monforte d'Alba, besitzt aber Rebland in mehreren Gemeinden des Anbaugebiets. Neben Bussia gehören dazu Villero in Castiglione Falletto sowie Cannubi und Castellero in Barolo selbst. Damit lässt sich derselbe handwerkliche Ansatz an vier sehr verschiedenen Herkünften nachvollziehen. Claudio Fenocchio führt das 1864 gegründete Haus in fünfter Generation und verzichtet konsequent auf kleine Eichenfässer. Alte Reben, 40 Tage Maische und 30 Monate großes Fass Die durchschnittlich 65 Jahre alten Stöcke liefern kleine Erträge und entsprechend konzentrierte Beeren. Nach der spontanen Gärung ohne Zusatzhefen bleibt der Most etwa 40 Tage mit den Schalen im Edelstahltank. Es folgen sechs Monate Stahl und 30 Monate in großen slawonischen Fässern zwischen 35 und 50 Hektolitern, bevor der Wein auf der Flasche zur Ruhe kommt. Das Holz bleibt geschmacklich im Hintergrund und dient allein der langsamen Reifung des Gerbstoffs. Servieren und kombinieren Ideal sind 17 bis 18 °C und ein großzügig geformtes Glas, das die florale Seite trägt. Ein bis zwei Stunden Karaffe schaden nicht, gerade weil der Wein noch jung ist. Gut dazu passen Tajarin mit Butter und Salbei, geschmorte Rinderbacke, Taube, Lammkarree, Trüffelrührei und gereifter Toma piemontese. Häufige Fragen zum Giacomo Fenocchio Barolo Villero 2020 Wofür steht der Name Villero? Villero bezeichnet eine amtlich abgegrenzte Einzellage in der Gemeinde Castiglione Falletto. Sie umfasst rund 22 Hektar und zählt zu den historisch bekanntesten Herkünften des Barolo-Gebiets. Warum stammt dieser Wein nicht aus Monforte d'Alba? Das Weingut sitzt zwar in der Bussia bei Monforte, bewirtschaftet aber auch Parzellen in anderen Gemeinden. Villero liegt in Castiglione Falletto und wird als eigenständiger Lagenwein abgefüllt, nicht als Bestandteil einer Cuvée. Was bringt das hohe Rebalter? Reben um die 65 Jahre tragen weniger Trauben, wurzeln dafür tiefer und liefern gleichmäßiger reifende Beeren. Das zeigt sich meist in dichterer Textur und einer ruhigeren, geschlosseneren Aromatik. Kann man den 2020er schon öffnen? Ja, der Jahrgang 2020 ist für Barolo vergleichsweise früh zugänglich und zeigt bereits jetzt seidige Gerbstoffe. Mit etwas Luft oder ein paar Jahren Flaschenzeit gewinnt er zusätzlich an Tiefe. Wie unterscheidet sich Villero von Bussia? Bussia in Monforte liefert breitere, erdiger geprägte Weine mit dunkler Frucht. Villero in Castiglione Falletto wirkt kühler und mineralischer und verbindet Körper mit einer feineren, geradlinigeren Struktur.

Inhalt: 0.75 Liter (79,87 €* / 1 Liter)

59,90 €*