Hugues Godme Fins Bois
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Produktinformationen "Hugues Godme Fins Bois"
Der Hugues Godmé Fins Bois ist die im Fass vinifizierte Grand-Cru-Cuvée des Verzenayer Betriebs: 60 % Pinot Noir und 40 % Chardonnay aus den Parzellen Les Chaillots und Les Vignes Goisses in Verzenay sowie Les Bussets in Verzy. Rund 80 % gären im Holz, die malolaktische Gärung läuft nur zu etwa 30 % durch, das Hefelager beträgt vier Jahre und die Dosage 4 g/l — damit ein Extra Brut. Abgefüllt mit 12 % Vol. in 0,75 Liter, zeigt er gelbe Frucht, Mandel, Brioche und einen deutlich salzigen Kreidezug. Reserveweine aus fünf und mehr Jahrgängen geben der Assemblage Tiefe.
Die Verkostungsnotiz des Hugues Godmé Fins Bois
FARBE: Kräftiges Strohgelb mit goldenem Kern. Kleine Bläschen, gleichmäßige Ketten, eine ausgesprochen feine Perlage.
NASE: Reifer Apfel, Mirabelle und Birne, dazu Zitronenmelisse. Aus dem Fass kommen Mandel, Brioche, Vanilleschote und ein Hauch Röstsesam; die Kreidenote bleibt trotz Holz gut sichtbar.
GESCHMACK: Cremige, fast dichte Mousse und ein breiterer Körper als bei den unverholzten Weinen des Hauses. Weil die malolaktische Gärung nur zu rund einem Drittel durchlief, bleibt viel Äpfelsäure erhalten und hält den Wein straff. Die 4 g/l Dosage sind nicht als Süße spürbar, sondern nur als weichere Kante.
FINALE: Ruhig und lang auslaufend: Nuss, feines Holzgewürz, darunter reichlich Salz und Kreide.
Drei Grand-Cru-Parzellen in Verzenay und Verzy
Die Trauben kommen aus Les Chaillots und Les Vignes Goisses in Verzenay sowie aus Les Bussets in Verzy — beides Grand-Cru-Gemeinden der Montagne de Reims. Die Böden sind kreidig, die Hänge kühl exponiert; Pinot Noir liefert hier Struktur und Salz, Chardonnay Spannung und Zitrusnerv. Dass zwei Gemeinden in einer Cuvée zusammenkommen, ist beim Grand Cru zulässig, weil die Einstufung dem Dorf gilt und beide mit 100 % bewertet sind. Verzy erhielt diesen Status erst 1985.
Biodynamie in vierter Generation
Der Betrieb in der Rue de Verzy geht auf Großvater Joseph zurück, der nach dem Zweiten Weltkrieg begann, selbst abzufüllen; Hugues Godmé erhielt 1976 seinen ersten Weinberg. 2006 stellte er gegen die Familientradition auf ökologischen Anbau um — 2013 kam das Bio-Zertifikat, 2014 die Biodyvin-Zertifizierung für Biodynamie. Auf etwa 7,5 Hektar verteilen sich rund 40 Parzellen in vier Gemeinden, die Jahresproduktion bleibt bei ungefähr 50.000 Flaschen. Als Récoltant-Manipulant verarbeitet Godmé nur eigene Trauben, seit 2021 gemeinsam mit seiner Tochter Lucile.
80 % Fassgärung, 30 % Malo, vier Jahre Hefelager, 4 g/l
Vier Fünftel des Weins gären und reifen im gebrauchten Holzfass auf der Feinhefe, aufgerührt wird dabei so gut wie nicht. Die malolaktische Gärung läuft nur zu etwa 30 % durch; der Rest behält seine Äpfelsäure und damit die Frische, die das Holz sonst überdecken würde. Reserveweine aus mindestens fünf Jahrgängen gehen in die Assemblage ein, danach folgen vier Jahre auf der Hefe in der Flasche. Dosiert wird mit 4 g/l, gefüllt ohne Schönung und ohne Filtration, mit zurückhaltendem Schwefel und eigenen Hefen.
Servieren und kombinieren
10 bis 12 °C bringen Fass- und Hefenoten am besten zur Geltung; unter 8 °C bleibt vom Holz nur eine Kante übrig. Serviert wird im großen Weißweinglas, nicht in der Flöte. Am Tisch ist der Fins Bois die gastronomischste Cuvée des Hauses: Bresse-Huhn mit Morcheln, Kalbsrücken, gebratener Steinbutt, Risotto mit Parmesan, geräucherter Aal und Vacherin.
Häufige Fragen zum Hugues Godmé Fins Bois
Woher stammt der Name Fins Bois?
Der Betrieb erläutert den Namen nicht öffentlich. In der Praxis steht die Cuvée für die im Holzfass vergorene Grand-Cru-Assemblage des Hauses, und rund 80 % des Weins durchlaufen tatsächlich das Fass. Mit dem gleichnamigen Cognac-Cru hat sie nichts zu tun.
Was bedeutet Extra Brut?
Extra Brut erlaubt 0 bis 6 g/l Restzucker. Der Fins Bois liegt mit 4 g/l im oberen Teil dieses Bereichs — genug, um die Äpfelsäure abzupolstern, zu wenig, um als süß wahrgenommen zu werden.
Warum läuft die malolaktische Gärung nur teilweise durch?
Beim Malo wandeln Bakterien Äpfelsäure in die mildere Milchsäure um. Wer sie blockiert, behält Frische und Lagerfähigkeit; wer sie zulässt, gewinnt Cremigkeit. Godmé wählt bei dieser Cuvée bewusst einen Mittelweg von etwa 30 %, weil der hohe Fassanteil sonst zu weich wirken würde.
Ist der Fins Bois ein Jahrgangschampagner?
Nein, es ist eine jahrgangslose Assemblage mit Reserveweinen aus mindestens fünf Jahrgängen. Genau diese Tiefe unterscheidet ihn von einem Millésime, der nur die Lese eines Jahres enthält.
Was unterscheidet ihn vom Brut Nature des Hauses?
Der Brut Nature ist ein reiner Blanc de Noirs ohne jede Dosage und wirkt schlanker, salziger, kantiger. Der Fins Bois enthält 40 % Chardonnay, deutlich mehr Fass und 4 g/l Zucker — er ist breiter, würziger und der bessere Speisenbegleiter.
| Alkoholgehalt: | 12 % vol |
|---|---|
| Anbaugebiet: | Champagne AOC – Verzenay (Les Chaillots, Les Vignes Goisses) und Verzy (Les Bussets), Grand Cru |
| Ausbau: | Reserveweine aus mindestens fünf Jahrgängen |
| Betriebsart: | Récoltant-Manipulant (RM) |
| Bewirtschaftung: | biologisch (2013), biodynamisch Biodyvin (2014) |
| Champagner Art: | Grand-Cru-Assemblage, Extra Brut, im Holzfass vinifiziert |
| Cru-Status: | Grand Cru (Échelle des Crus 100 %) |
| Dosage: | 4 g/l (Extra Brut) |
| Farbe: | Kräftiges Strohgelb mit goldenem Kern |
| Gemeinde: | Verzenay und Verzy |
| Geschmack: | cremige Textur, mineralisch |
| Herstellerland: | Frankreich |
| Lagerung: | 15-20 Jahre“ ist eine ungestützte Pauschalangabe, besser Trinkfenster oder streichen |
| Nettofüllmenge: | 0,75 Liter |
| Produzent: | Hugues Godme |
| Region: | Champagne |
| Traube: | Pinot Noir 60 %, Chardonnay 40 % |
| Trinktemperatur in °C: | 10–12 °C |
| gesetzliche Angaben: | enthält Sulfite |
Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:
Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach
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