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Manuel Marinacci

Kleiner Produzent aus La Morra, der mehr Aufmerksamkeit verdient als er bekommt. Zugänglich im Stil, aufrichtig im Charakter – Nebbiolo, Barbera und Dolcetto ohne Pose. Ein Name zum Merken, bevor es alle tun.

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Manuel Marinacci Barbaresco Rocche Massalupo 2019
Traube: Nebbiolo
Der Manuel Marinacci Barbaresco Rocche Massalupo 2019 stammt aus San Rocco Seno d'Elvio, einer Fraktion von Alba am westlichen Rand der Barbaresco-Zone. In der 0,75-Liter-Flasche stecken 14 % Vol. reinsortiger Nebbiolo. 2019 gilt in den Langhe als Rückkehr zu klassischen Verhältnissen: verspäteter Austrieb, ein Lesebeginn beim Nebbiolo erst im Oktober, moderate Alkoholwerte und viel Säure. Der Wein bildet das ab, mit dunkler Kirsche, getrocknetem Tabak und Bergkräutern über einem festen, körnigen Tanningerüst. Die Verkostungsnotiz des Manuel Marinacci Barbaresco Rocche Massalupo 2019 FARBE: Granatrot mit ziegelroten Reflexen am Rand, sichtbar entwickelt. NASE: Getrockneter Tabak und Pfefferminze stehen vorn, darunter Sauerkirsche in konzentrierter Form, Hagebutte und Walnussschale. Nach einigen Minuten kommen feuchtes Herbstlaub und Lakritzwurzel dazu. GESCHMACK: Klassisch gebaut, mit deutlich spürbarer Säure und einem festen, körnigen Gerbstoff, der den Gaumen trocken zurücklässt. Die Frucht wirkt inzwischen leicht eingekocht, Kräuter und Leder gewinnen Raum. FINALE: Lang, herb und trocken, mit Minze und einem bitteren Kirschkernton im Nachhall. Graue Mergel und Sand: der Untergrund von Rocche Massalupo Unter den Reben liegen graue Mergel mit Sandeinlagerungen, wie sie für die Lequio-Formation typisch sind, dazu kalkhaltiger Mergel und Tonanteile. Mit rund 200 bis 300 Metern stehen die Stöcke vergleichsweise tief für die Barbaresco-Zone. Sand macht Nebbiolo in der Regel duftiger und feiner im Gerbstoff, während der Kalk für Zug und eine salzige Spur sorgt. Marinaccis Parzelle wurde 1990 gepflanzt und liegt auf hellem, sandigem Mergel. Vom Quereinsteiger zum eigenen Etikett Manuel Marinacci ist Winzer der ersten Generation. Sein Vater kam aus den Marken ins Piemont, die fachliche Ausbildung holte sich Manuel an der Önologieschule Umberto I. in Alba, praktische Erfahrung sammelte er unter anderem in Diano d'Alba, in Umbrien und in Frankreich. 2002 übernahm er die Rebflächen rund um die Cascina der Familie in San Rocco Seno d'Elvio, 2004 kam der erste eigene Jahrgang auf die Flasche. Geführt wird der Betrieb bis heute zu zweit. Lange Maischestandzeit, danach slawonische Eiche Vergoren wird ohne Temperatursteuerung in Zement- beziehungsweise Glasfasertanks, die Maische bleibt lange auf den Schalen, teilweise unter Zugabe von Rappen. Daher rührt das kräftige, leicht rustikale Gerbstoffgerüst dieses Jahrgangs. Anschließend ruht der Wein etwa zwei Jahre in großen Fässern aus slawonischer Eiche, die kaum eigenes Aroma abgeben. Die vorgeschriebene Mindestreife von 26 Monaten, davon neun im Holz, wird damit deutlich überschritten. Servieren und kombinieren Bei 17 bis 18 Grad in einem großen Glas zeigt sich der gereifte Jahrgang am vollständigsten. Wegen des Depots sollte die Flasche vorher aufrecht stehen und behutsam abgegossen werden; eine Stunde Luft reicht aus. Auf den Tisch passen Brasato, Hasenragout, Trüffeltajarin, Gänsebraten und lange gereifter Bergkäse. Häufige Fragen zum Manuel Marinacci Barbaresco Rocche Massalupo 2019 Was macht den Jahrgang 2019 in Barbaresco aus? 2019 verlief nach zwei warmen Jahren wieder klassisch, mit spätem Austrieb und einer Nebbiolo-Lese erst im Oktober. Das Ergebnis sind Weine mit mäßigem Alkohol, kräftiger Säure und festem Tannin, die auf Reife angelegt sind. Ist der 2019er jetzt auf dem Höhepunkt? Er hat die erste jugendliche Phase hinter sich und zeigt bereits tertiäre Töne wie Tabak und Leder. Sein Gerbstoff trägt ihn aber noch etliche Jahre weiter, der Höhepunkt liegt eher vor als hinter ihm. Wie lange sollte die Flasche vor dem Essen geöffnet werden? Rund eine Stunde genügt bei diesem Jahrgang. Beim Umfüllen ist Vorsicht angebracht, weil sich nach mehreren Jahren Flaschenreife bereits Depot gebildet haben kann. Wo genau liegt San Rocco Seno d'Elvio? Es ist eine Fraktion der Stadt Alba, südöstlich des Zentrums am Bach Elvio. Sie bildet den einzigen Teil des Gemeindegebiets von Alba, der zur Barbaresco DOCG gehört. Welche Rebsorte steckt in Barbaresco? Barbaresco DOCG wird ausschließlich aus Nebbiolo erzeugt, andere Sorten sind nicht zugelassen. Erlaubt ist die Denomination nur in Barbaresco, Neive, Treiso und einem kleinen Teil von Alba.

39,90 €*
Manuel Marinacci Barbaresco Rocche Massalupo 2020
Traube: Nebbiolo
Der Manuel Marinacci Barbaresco Rocche Massalupo 2020 ist der rundeste der drei hier geführten Jahrgänge. Nebbiolo aus der Lage Rocche Massalupo bei Alba, 14 % Vol., 0,75 Liter. Nach einem trockenen Frühjahr füllten Regenfälle im Mai und Juni 2020 die Wasserreserven wieder auf, und weil die Nächte nicht zu warm blieben, reiften die Phenole zügig und sauber aus. Daraus wird ein Wein mit samtigem Tannin, viel Fülle am Gaumen und dunkler, reifer Frucht. Die Verkostungsnotiz des Manuel Marinacci Barbaresco Rocche Massalupo 2020 FARBE: Sattes Rubinrot mit dichtem Kern und ersten granatroten Kanten. NASE: Reife Schwarzkirsche und Pflaume, dazu Veilchen und eine dunkle Süßholznote. Minze und Eukalyptus liegen darunter und geben dem Duft Frische. Tabak und ein Anflug von Kakao runden das Bild ab. GESCHMACK: Breiter und weicher als der Vorjahrgang, mit spürbarer Glycerinfülle und geschmeidiger Textur. Das Tannin ist reif und samtig, die Säure stützt, ohne den Ton anzugeben. FINALE: Warm und nachhaltig, mit Pflaume, Minze und einem würzigen Nachklang. Westhänge über dem Tal des Elvio Rocche Massalupo liegt in der Fraktion San Rocco Seno d'Elvio, wo der Bach Elvio das Gelände einschneidet. Die Hänge weisen überwiegend nach Westen, einzelne Parzellen auch nach Norden und Süden; die Fläche von Marinacci gehört zu den südexponierten. Die Talnähe sorgt für Durchlüftung und kühlere Nächte, was in warm verlaufenden Jahren wie 2020 die Frische im Wein hält. Mit 200 bis 300 Metern liegt die MGA tiefer als viele bekannte Crus der Nachbargemeinden. Knapp vier Hektar, rund 20.000 Flaschen Das Gut umfasst knapp vier Hektar rund um das Wohnhaus in San Rocco Seno d'Elvio. Davon liegen etwa 1,5 Hektar in der MGA Rocche Massalupo und dürfen als Barbaresco gefüllt werden. Insgesamt entstehen ungefähr 20.000 Flaschen im Jahr, vom Barbaresco selbst in der Größenordnung von 7.000. Neben ihm stehen Dolcetto d'Alba, Barbera d'Alba und ein Langhe Nebbiolo im Sortiment; Weinberg und Keller betreut Manuel Marinacci mit einem einzigen Mitarbeiter. Vergärung im Zement, Reife im großen Holzfass Der Nebbiolo vergärt in Zement- oder Glasfasertanks, ohne Kühlung und mit Hefen, die aus dem Weinberg stammen oder gezielt zugesetzt werden. Danach folgen rund zwei Jahre in großen Fässern aus slawonischer Eiche. Der Jahrgang 2020 verträgt diese Behandlung besonders gut: Seine ohnehin reifen Gerbstoffe werden dabei weich, ohne dass der Wein an Halt verliert. Schwefel setzt Marinacci über den gesamten Ausbau und bei der Füllung sparsam ein. Servieren und kombinieren 16 bis 18 Grad und ein bauchiges Glas bringen die Fülle dieses Jahrgangs zur Geltung. Eine gute Stunde Luft genügt, länger braucht dieser Wein wegen seiner weichen Gerbstoffe nicht. Er passt zu Rinderbraten in Rotwein, Ente mit Feigen, Agnolotti del plin, Pilzrisotto und halbfestem Bergkäse. Häufige Fragen zum Manuel Marinacci Barbaresco Rocche Massalupo 2020 Was zeichnet den Jahrgang 2020 aus? Regen im Mai und Juni legte die Wasserreserve an, später sorgten moderate Nachttemperaturen für eine zügige Phenolreife. Die Weine gelten als strukturiert und zugleich samtig, mit reifen Gerbstoffen und guter Länge. Ist dieser Jahrgang früher zugänglich als der 2019er? Ja. Das Tannin von 2020 ist weicher und runder, während der 2019er straffer und herber gebaut ist. Wer den Wein heute trinken möchte, greift eher zu diesem Jahrgang. Sollte er dekantiert werden? Eine Stunde Luft tut ihm gut, zwingend nötig ist eine Karaffe aber nicht. Wichtiger ist ein ausreichend großes Glas, damit sich die dunkle Frucht und die Minznote entfalten können. Wie viele Betriebe füllen einen Rocche-Massalupo-Barbaresco ab? Es sind nur wenige, nach vorliegenden Angaben rund fünf Erzeuger. Ein großer Teil der MGA ist überhaupt nicht mit Reben bestockt, weshalb Lagenweine von hier selten sind. Wie sollte die Flasche gelagert werden? Liegend, dunkel und erschütterungsfrei bei möglichst konstanter kühler Temperatur. Unter diesen Bedingungen nennt der Shop ein Potenzial von 15 bis 20 Jahren.

Inhalt: 0.75 Liter (50,53 €* / 1 Liter)

37,90 €*
Manuel Marinacci Barbaresco Rocche Massalupo 2021
Traube: Nebbiolo
Der Manuel Marinacci Barbaresco Rocche Massalupo 2021 kommt aus der einzigen Barbaresco-Lage, die vollständig auf dem Gemeindegebiet von Alba liegt. Reinsortiger Nebbiolo, 14,0 % Vol., 0,75 Liter. Der Jahrgang 2021 begann mit Frostnächten am 7. und 8. April und verlief danach über Wochen gemäßigt; die Weine zeigen einen etwas tieferen pH-Wert als die 2020er und entsprechend klarere Konturen. Im Glas heißt das Sauerkirsche und Preiselbeere vor Minze, Eukalyptus und getrocknetem Tabak, getragen von einem feinkörnigen, noch straff sitzenden Tannin. Die Verkostungsnotiz des Manuel Marinacci Barbaresco Rocche Massalupo 2021 FARBE: Helles bis mittleres Rubinrot mit einem schmalen, leicht orangefarbenen Rand. NASE: Der Duft setzt bei Sauerkirsche, Preiselbeere und Hagebutte an. Darüber legen sich Minze und Eukalyptus, die Handschrift dieses Weinbergs, dazu getrockneter Tabak, Wacholder und eine kühle Anisnote. Mit Luft kommen getrocknete Rosenblätter hinzu. GESCHMACK: Am Gaumen schlank gebaut und aufrecht. Die Säure trägt den Wein von vorne bis hinten, das Tannin ist feinkörnig und sitzt noch fest. Kräuterwürze und eine salzige Spur halten die Frucht in Schach. FINALE: Der Nachhall bleibt kühl und lang, mit Kirschkern, Minze und trockener Erde. Rocche Massalupo, die einzige Barbaresco-Lage ganz im Gebiet von Alba Die Barbaresco DOCG verteilt sich auf Barbaresco, Neive, Treiso und einen kleinen Teil von Alba. Genau dort, in der Fraktion San Rocco Seno d'Elvio, liegt Rocche Massalupo, die einzige amtlich abgegrenzte Zusatzbezeichnung, eine sogenannte MGA, die ganz im Stadtgebiet von Alba liegt. Nur etwa die Hälfte der Fläche ist überhaupt mit Reben bestockt, und lediglich eine Handvoll Betriebe füllt von hier einen Lagenwein ab. Marinacci bewirtschaftet in dieser MGA rund 1,5 Hektar Nebbiolo in Südausrichtung. Manuel Marinacci: Weinberg ohne Herbizide, Keller mit wenig Schwefel Manuel Marinacci arbeitet nach eigenen Angaben nach Grundsätzen, die der Biodynamie nahestehen, und verzichtet im Weinberg auf Herbizide; der Betrieb befindet sich in Umstellung auf ökologischen Anbau. Im Keller bedeutet das wenig Eingriff: keine Temperatursteuerung während der Gärung, keine önologischen Hilfsmittel, sparsamer Schwefeleinsatz. Abgefüllt wird nur, was unter seinem Namen erscheinen soll, der Rest der Ernte geht als Traubenware weg. Insgesamt entstehen rund 20.000 Flaschen im Jahr, ein gutes Drittel davon Barbaresco. 26 Monate sind Pflicht, hier werden es rund zwei Jahre im großen Fass Barbaresco DOCG verlangt mindestens 26 Monate Reife ab dem 1. November des Erntejahres, davon wenigstens neun Monate im Holz. Das ist deutlich weniger als beim Barolo mit seinen 38 Monaten und mindestens 18 Monaten Holz, und einer der Gründe, warum Barbaresco früher zugänglich ist. Marinacci lässt seinen Wein rund zwei Jahre in großen Fässern aus slawonischer Eiche liegen. Solche Gebinde geben kaum Holzaroma ab; sie runden das Tannin, ohne die kühle Aromatik des 2021ers zu überdecken. Servieren und kombinieren 16 bis 18 Grad und ein weites Rotweinglas sind die richtige Bühne. Der junge Jahrgang gewinnt durch eine Stunde bis anderthalb Stunden Luft, entweder in der Karaffe oder in der geöffneten Flasche. Am Tisch passt er zu geschmorten Kalbsbäckchen, Tajarin mit Butter und Salbei, Wildente, Risotto mit Steinpilzen und gereifter Toma piemontese. Häufige Fragen zum Manuel Marinacci Barbaresco Rocche Massalupo 2021 Was bedeutet Rocche Massalupo auf dem Etikett? Rocche Massalupo ist eine amtlich abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine MGA, innerhalb der Barbaresco DOCG. Sie liegt in der Fraktion San Rocco Seno d'Elvio und ist die einzige Barbaresco-MGA, die vollständig zum Gemeindegebiet von Alba gehört. Wie unterscheidet sich 2021 vom Jahrgang 2020? 2021 brachte nach dem Aprilfrost einen langen, gemäßigten Sommer und Weine mit etwas niedrigerem pH-Wert als 2020. Sie wirken frischer und straffer gebaut, während die 2020er runder und samtiger ausfielen. Ist der Barbaresco 2021 schon trinkreif? Er lässt sich bereits trinken, zeigt aber noch ein junges, festes Tannin. Wer ihn jetzt öffnet, sollte ihm Luft geben; mit einigen Jahren Flaschenreife wird die Struktur geschmeidiger. Wie lange lässt sich die Flasche lagern? Der Shop gibt 15 bis 20 Jahre an, was zur Struktur des Jahrgangs passt. Voraussetzung ist eine liegende, dunkle und kühle Lagerung bei möglichst gleichbleibender Temperatur. Warum reift Barbaresco kürzer als Barolo? Die beiden Denominationen haben unterschiedliche Vorschriften: 26 Monate mit neun Monaten Holz beim Barbaresco, 38 Monate mit 18 Monaten Holz beim Barolo. Historisch gilt Barbaresco als die früher zugängliche, aromatisch feinere Auslegung des Nebbiolo.

Inhalt: 0.75 Liter (53,20 €* / 1 Liter)

39,90 €*
Manuel Marinacci Barbera d'Alba 2022
Traube: Barbera
Der Manuel Marinacci Barbera d'Alba 2022 wächst in San Rocco Seno d'Elvio bei Alba und kommt mit 14,0 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche. Barbera lebt nicht vom Tannin, sondern von der Säure, und genau darauf ist dieser Wein gebaut. 2022 war in den Langhe ein trockenes, heißes Jahr; die früh gelesene Barbera profitierte davon mit dichter, dunkler Frucht, ohne ihre Frische einzubüßen. Blaubeere, Flieder und schwarze Kirsche treffen auf einen langen Ausbau im Zementtank, der dem Wein Ruhe und Textur gegeben hat. Die Verkostungsnotiz des Manuel Marinacci Barbera d'Alba 2022 FARBE: Tiefes, kaum durchscheinendes Purpurrot mit violettem Schimmer. NASE: Blaubeere und schwarze Kirsche bestimmen den Auftakt, dahinter Flieder und eine feine Veilchennote. Mit Luft kommen Lorbeer und schwarzer Pfeffer dazu. Röstige Holzwürze fehlt vollständig. GESCHMACK: Saftig und schlank zugleich. Die Säure zieht sich als klarer Strich über den Gaumen und macht den Wein trotz 14,0 % Vol. leichtfüßig. Gerbstoff ist kaum spürbar, die dunkle Frucht bleibt kühl. FINALE: Mittellang, sauber und von der Säure getragen, mit einem Nachklang von Sauerkirsche. Barbera d'Alba DOC: die Säure als Rückgrat Die DOC Barbera d'Alba umfasst rund 45 Gemeinden im Umland von Alba und verlangt mindestens 85 Prozent Barbera; bis zu 15 Prozent Nebbiolo sind zulässig. Der Mindestalkohol liegt bei 12 % Vol., beim Superiore bei 12,5 % Vol. mit zwölf Monaten Reife, davon vier im Holz. Barbera bringt von Natur aus viel Säure und wenig Gerbstoff mit, deshalb schmecken ihre Weine dunkel und dicht, wirken aber selten schwer. Marinaccis Reben stehen in San Rocco Seno d'Elvio, derselben Fraktion von Alba, in der auch sein Nebbiolo wächst. Ein Weingut, das 2002 bei null angefangen hat Manuel Marinacci hat keinen Familienbetrieb übernommen, sondern sich einen aufgebaut. Nach der Önologieschule Umberto I. in Alba und Stationen in Diano d'Alba, Umbrien und Frankreich pachtete er 2002 die Reben rund um die Cascina in San Rocco Seno d'Elvio; der erste eigene Jahrgang folgte 2004. Heute bewirtschaftet er knapp vier Hektar und füllt etwa 20.000 Flaschen im Jahr ab. Auf Herbizide verzichtet er, der Betrieb steht in Umstellung auf ökologischen Anbau. Zementtank statt Fass Dieser Wein reift im Zementtank und nicht im Holz. Zement arbeitet mikrooxidativ ähnlich wie ein Holzfass, gibt aber weder Röstaromen noch zusätzlichen Gerbstoff ab, sodass Frucht und Säure der Barbera unverfälscht stehen bleiben. Marinacci lässt den Wein dort deutlich länger liegen, als es für die Sorte üblich ist, was die Textur weicher macht, ohne sie müde wirken zu lassen. Frisch geöffnet wirkt der Wein zunächst verschlossen und braucht etwas Luft, bis die Kirschfrucht herauskommt. Servieren und kombinieren 14 bis 16 Grad genügen, ein mittelgroßes Glas reicht völlig aus. Dekantieren ist nicht nötig, eine halbe Stunde in der geöffneten Flasche tut dem Wein aber gut. Gute Begleiter sind Salsiccia vom Rost, Tajarin mit Fleischragout, gefüllte Zucchini, gegrillte Paprika, Pizza mit kräftigem Belag und ein mittelalter Kuhmilchkäse. Häufige Fragen zum Manuel Marinacci Barbera d'Alba 2022 Was unterscheidet Barbera von Nebbiolo? Barbera hat viel Säure und wenig Gerbstoff, Nebbiolo ist umgekehrt gebaut. Deshalb schmeckt Barbera saftig und zugänglich, während Nebbiolo mit seinem festen Tannin meist Zeit oder Luft braucht. Warum wurde der Wein im Zement ausgebaut? Zement lässt dem Wein einen leichten Sauerstoffaustausch, ohne ihm Holzaroma zu geben. Bei einer Sorte, die von dunkler Frucht und präsenter Säure lebt, bleibt so das Sortenbild erhalten. Bei welcher Temperatur schmeckt er am besten? 14 bis 16 Grad sind ideal. Zu warm serviert wirkt die Frucht breit und der Alkohol tritt hervor, zu kalt verschließt sich das Bouquet. Wie lange lässt sich der Jahrgang 2022 lagern? Der Shop nennt 8 bis 10 Jahre. Die kräftige Säure des Jahrgangs stützt diese Angabe, wobei der Wein schon jetzt viel Freude macht. Braucht der Wein Luft? Ja, das ist bei diesem Wein deutlich zu schmecken. Nach etwa 30 Minuten öffnet sich die Kirschfrucht spürbar, ein Umfüllen in die Karaffe beschleunigt den Effekt.

Inhalt: 0.75 Liter (19,87 €* / 1 Liter)

14,90 €*
Manuel Marinacci Dolcetto d'Alba 2024
Traube: Barbera
Der Manuel Marinacci Dolcetto d'Alba 2024 ist der unkomplizierteste Wein des Guts: Dolcetto aus dem Umland von Alba, 14 % Vol., 0,75 Liter. Die Sorte reift früh, liefert viel dunkle Frucht und wenig Gerbstoff; im Piemont gilt sie als der Rote für den Alltag. Der Jahrgang 2024 brachte nach zwei Trockenjahren wieder reichlich Frühjahrsniederschlag und einen warmen, aber nicht heißen Sommer; gelesen wurde ab Anfang September. Im Glas ergibt das Blaubeere, Flieder und schwarze Kirsche über einer weichen, sofort zugänglichen Struktur. Die Verkostungsnotiz des Manuel Marinacci Dolcetto d'Alba 2024 FARBE: Dunkles, jugendliches Rot mit purpurnem Rand und dichtem Kern. NASE: Blaubeere und schwarze Kirsche vorneweg, dazu Flieder und der für die Sorte typische Hauch Bittermandel. Der Duft kommt direkt und ohne Umwege, ohne Holz und ohne gereifte Töne. GESCHMACK: Weich und rund, mit zurückhaltender Säure und sehr feinem, kaum wahrnehmbarem Gerbstoff. Die dunkle Beerenfrucht steht klar im Vordergrund, dahinter zeigt sich eine leicht herbe Note. FINALE: Kurz bis mittellang und fruchtbetont, mit dem sortentypischen mandelbitteren Schluss. Dolcetto d'Alba DOC: der frühreife Rote der Langhe Die DOC Dolcetto d'Alba erstreckt sich über gut zwanzig Gemeinden in der Provinz Cuneo sowie Coazzolo in der Provinz Asti. Dolcetto treibt spät aus und reift früh; gelesen wird er üblicherweise im September, Wochen vor dem Nebbiolo. Sein Name spielt nicht auf Restsüße an, sondern auf die süß schmeckende Traube zur Lesezeit, der Wein selbst ist trocken ausgebaut. Charakteristisch sind dunkle Beerenfrucht, mäßige Säure, sehr weiches Tanningerüst und die bittere Mandelnote im Abgang. Das Gut in der Fraktion San Rocco Seno d'Elvio San Rocco Seno d'Elvio ist eine Fraktion von Alba und zugleich der einzige Teil des Stadtgebiets, aus dem Barbaresco stammen darf. Hier liegen die knapp vier Hektar von Manuel Marinacci, verteilt rund um sein Wohnhaus. Neben Dolcetto stehen dort Barbera und Nebbiolo, insgesamt entstehen etwa 20.000 Flaschen jährlich. Marinacci arbeitet ohne Herbizide, verzichtet auf önologische Hilfsmittel und hält den Schwefeleinsatz niedrig. Edelstahl und anschließende Flaschenruhe Vergoren und ausgebaut wird im Edelstahltank, danach reift der Wein in der Flasche weiter. Holz kommt hier bewusst nicht zum Einsatz: Bei einer Sorte, die von primärer Frucht und geringem Gerbstoff lebt, würde es die Aromatik eher zudecken als stützen. Der Stahl hält die Farbe dunkel und die Beerenfrucht präzise. Deshalb ist dieser Wein von Beginn an trinkbereit und braucht keine lange Flaschenreife, um sich zu zeigen. Servieren und kombinieren Leicht gekühlt bei 14 bis 15 Grad kommt er am besten, im Sommer darf es auch ein Grad weniger sein. Ein einfaches Rotweinglas genügt, Dekantieren ist überflüssig. Er begleitet Vitello tonnato, Salame von Alba, Tajarin mit Butter, gebratene Peperoni, Pizza und jungen Kuhmilchkäse. Häufige Fragen zum Manuel Marinacci Dolcetto d'Alba 2024 Ist Dolcetto ein süßer Wein? Nein, der Wein ist trocken. Der Name geht auf die süße Traube zurück, die zur Lesezeit angenehm zu essen ist, nicht auf Restzucker im fertigen Wein. Sollte der Dolcetto gekühlt werden? Ja, leicht. Bei 14 bis 15 Grad wirken die dunkle Frucht und die feine Bitternote am präzisesten, während Zimmertemperatur den Wein breit erscheinen lässt. Wie lange lässt sich der Jahrgang 2024 aufbewahren? Dolcetto ist auf frühen Genuss angelegt und zeigt seine Frucht in den ersten Jahren am schönsten. Die Shop-Angabe von 8 bis 10 Jahren erscheint für diesen Weintyp reichlich hoch gegriffen. Was unterscheidet ihn vom Barbera desselben Guts? Der Dolcetto ist weicher und säureärmer, mit rundem Mundgefühl und früher Trinkreife. Der Barbera desselben Hauses besitzt deutlich mehr Säure, wirkt straffer und liegt vor der Füllung lange im Zementtank. Muss der Wein dekantiert werden? Nein. Er ist unmittelbar nach dem Öffnen zugänglich, ein paar Minuten im Glas genügen, damit sich die Frucht entfaltet.

Inhalt: 0.75 Liter (18,53 €* / 1 Liter)

13,90 €*
Manuel Marinacci Langhe Nebbiolo Tango 2024
Traube: Nebbiolo
Der Manuel Marinacci Langhe Nebbiolo Tango 2024 ist Nebbiolo ohne das lange Warten: 13,5 % Vol., 0,75 Liter, aus den Langhe rund um Alba. Der Name des Weins verweist auf eine argentinische Spur in der Familiengeschichte des Winzers. Im Duft stehen Walderdbeere, getrocknete Kräuter und ein Hauch Minze, am Gaumen bleibt der Wein hell, saftig und beweglich. Der Jahrgang 2024 verlief im Piemont kühler und feuchter als die beiden Vorjahre, was hier für maßvollen Alkohol und lebendige Säure sorgt. Die Verkostungsnotiz des Manuel Marinacci Langhe Nebbiolo Tango 2024 FARBE: Helles, transparentes Rubinrot, die typisch wenig deckende Farbe der Sorte. NASE: Walderdbeere und Himbeere stehen vorn, dahinter getrocknete Kräuter, ein Hauch Minze und blasse Rosenblätter. Der Duft bleibt zart und zeigt keinerlei Holznote. GESCHMACK: Leichtfüßig und saftig. Die Säure ist frisch, das Tannin fein und nur leicht kratzend, wie es bei jungem Nebbiolo zu erwarten ist. Rote Frucht und Kräuterwürze bestimmen den Verlauf. FINALE: Mittellang und trocken, mit Himbeere und einer feinen bitteren Kante. Langhe Nebbiolo DOC: Nebbiolo ohne lange Reifefristen Die DOC Langhe Nebbiolo verlangt mindestens 85 Prozent Nebbiolo und schreibt keine Mindestreifezeit vor; der Mindestalkohol liegt bei 11 % Vol. Weil der Wein nicht die langen Vorgaben der großen Nebbiolo-Denominationen durchlaufen muss, kann er früh gefüllt und früh getrunken werden. Er zeigt die Sorte in ihrer duftigen, hellen Ausprägung statt in der schweren. Die Zone umfasst die gesamten Langhe in der Provinz Cuneo und ist damit weiter gefasst als eine Gemeindeappellation. Manuel Marinacci und der Name Tango Der Name geht auf die Familiengeschichte zurück: In Marinaccis Familie gibt es eine argentinische Verbindung, auf die das Etikett anspielt. Das Gut selbst liegt in San Rocco Seno d'Elvio, einer Fraktion von Alba, und umfasst knapp vier Hektar. Manuel Marinacci startete 2002 mit gepachteten Reben und füllte 2004 zum ersten Mal unter eigenem Namen ab. Der Betrieb wird zu zweit geführt und bringt rund 20.000 Flaschen im Jahr hervor. Kurzer Ausbau, der die Frucht stehen lässt Nach der Vergärung im Zement bleibt der Wein nur wenige Monate im Tank, bevor er auf die Flasche kommt. Prägender Holzausbau findet nicht statt, anders als beim Barbaresco des Hauses, der rund zwei Jahre in slawonischer Eiche ruht. Der kurze Weg in die Flasche erhält die helle Frucht, die Kräuterwürze und den maßvollen Alkohol. Trinkbereit ist der Wein sofort, ein paar Jahre Flaschenreife schaden ihm aber nicht. Servieren und kombinieren 15 bis 16 Grad und ein mittelgroßes Glas reichen aus, eine Karaffe ist entbehrlich. An warmen Tagen darf der Wein sogar eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Er begleitet Vitello tonnato, Salumi, Tajarin mit Butter und Salbei, Pilzgerichte, gebratenes Geflügel und mittelalten Kuhmilchkäse. Häufige Fragen zum Manuel Marinacci Langhe Nebbiolo Tango 2024 Was bedeutet Tango auf dem Etikett? Tango ist ein Fantasiename des Winzers und keine Lagenbezeichnung. Er nimmt Bezug auf eine argentinische Verbindung in der Familie Marinacci; die genaue Zuordnung innerhalb der Familie wird in den vorliegenden Quellen unterschiedlich wiedergegeben. Worin unterscheidet er sich vom Barbaresco des Weinguts? Der Barbaresco stammt aus einer einzigen abgegrenzten Lage und reift lange im großen Holzfass. Dieser Langhe Nebbiolo wird jung gefüllt, bleibt heller und leichter und ist sofort zugänglich. Bei welcher Temperatur sollte er serviert werden? 15 bis 16 Grad sind ideal, im Sommer gern etwas kühler. Zu warm serviert verliert der Wein seine Frische und wirkt weniger präzise. Ist der Jahrgang 2024 sofort trinkbar? Ja. Der Wein ist auf frühen Genuss angelegt, sein Tannin ist fein und stört nicht. Ein paar Minuten im Glas genügen, damit sich der Duft öffnet. Wie lange lässt sich die Flasche lagern? Der Shop nennt 8 bis 10 Jahre. Realistisch zeigt dieser Weintyp seine Stärken in den ersten Jahren, kühl und dunkel gelagert kann er sich aber länger halten.

Inhalt: 0.75 Liter (23,87 €* / 1 Liter)

17,90 €*