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Matteo Correggia

Der Mann, der das Roero auf die Landkarte gebracht hat. Matteo Correggia hat gezeigt, was auf den Sandböden nördlich von Alba möglich ist – Nebbiolo d'Alba und Roero auf Weltklasse-Niveau, duftig und präzise. Dazu Roero Arneis und Barbera, frisch und lebendig. Eine Region, lange unterschätzt, hier in Bestform.

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Matteo Correggia Barbera d'Alba 2023
Traube: Barbera
Der Matteo Correggia Barbera d'Alba 2023 ist ein reinsortiger Barbera aus dem Roero, abgefüllt mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Die Reben stehen auf feinem Sand zwischen 250 und 310 Metern rund um Canale d'Alba. Sauerkirsche, Brombeere und ein marzipanartiger Ton bestimmen den Duft. Barbera bringt von Natur aus viel Säure und wenig Gerbstoff mit, und genau daraus entsteht hier ein Rotwein mit Trinkfluss statt Wucht. Die Verkostungsnotiz des Matteo Correggia Barbera d'Alba 2023 FARBE: Sattes Rubinrot mit violettem Rand. NASE: Sauerkirsche und Brombeere stehen vorn, dazu Veilchen und ein Anklang von Marzipan. Im Hintergrund feine Pfefferwürze und etwas Bitterschokolade. GESCHMACK: Saftig und geradlinig, getragen von der sortentypisch lebhaften Säure. Der Gerbstoff bleibt zurückhaltend, die dunkle Frucht liegt breit auf der Zunge, ohne schwer zu wirken. FINALE: Mittellang, mit frischer Kirsche und einer leicht salzigen Kante. Warum ein Gewächs aus dem Roero Barbera d'Alba heißt Die rote DOCG des Roero ist dem Nebbiolo vorbehalten. Barbera aus derselben Gemeinde trägt deshalb die weiter gefasste Herkunft Barbera d'Alba DOC, obwohl die Reben auf denselben Sandhügeln stehen. Correggias Barbera-Parzellen liegen zwischen 250 und 310 Metern, bepflanzt mit 4.800 Stöcken je Hektar in Guyot-Erziehung, der Ertrag beträgt rund 60 Hektoliter je Hektar. Gelesen wird von Hand Ende September, etwa 24.000 Flaschen kommen jährlich zusammen. Zwanzig Hektar in Familienhand, biologisch zertifiziert Seit dem Tod des Gründers im Jahr 2001 liegt der Betrieb in den Händen von Ornella Costa Correggia und ihren Kindern Giovanni und Brigitta. Die Familie hat die Bewirtschaftung schrittweise auf ökologischen Anbau umgestellt und ist seit 2014 zertifiziert. Biodiversität im Weinberg und möglichst neutrale Gebinde im Keller gehören zum Selbstverständnis des Hauses. Das Gut ist im Consorzio del Roero organisiert und Mitglied im Verband der unabhängigen Winzer FIVI. Sechs bis acht Tage Maische, danach gebrauchtes Kleinholz Die Trauben vergären sechs bis acht Tage auf der Maische im Edelstahltank. Danach reift der Wein mindestens drei Monate in bereits mehrfach belegten kleinen Holzfässern. Weil dieses Holz nicht mehr neu ist, gibt es kaum Vanille oder Röstaromen ab, sondern lässt vor allem Sauerstoff arbeiten. Das rundet die Säure, ohne die Frucht zu überdecken. Servieren und kombinieren Empfehlenswert sind 16 bis 18 °C, das Weingut selbst schenkt bei 18 bis 20 °C aus. Ein normales Rotweinglas genügt, langes Dekantieren ist bei diesem Wein nicht erforderlich. Er begleitet Tajarin mit Fleischragout, Salsiccia mit Polenta, Pizza, Schweinebraten, Bagna Càuda und mittelalten Toma-Käse. Häufige Fragen zum Matteo Correggia Barbera d'Alba 2023 Warum heißt der Wein Barbera d'Alba und nicht Roero? Weil die rote Herkunft Roero DOCG ausschließlich für Nebbiolo gilt. Barbera aus dem Roero wird deshalb unter der Bezeichnung Barbera d'Alba DOC vermarktet, auch wenn die Weinberge in Canale d'Alba liegen. Muss der Barbera d'Alba 2023 dekantiert werden? Nein. Der Wein ist auf Frische und Frucht angelegt und braucht keine lange Belüftung. Ein kurzes Umfüllen oder ein großzügiges Glas reichen völlig aus. Was unterscheidet ihn vom Barbera d'Alba Superiore Marun? Der Marun stammt aus einer einzigen Parzelle und reift deutlich länger in Holz und Flasche. Dieser Wein hier ist der frühe, unkomplizierte Gutswein aus mehreren Lagen, der schon jung Freude macht. Wie war der Jahrgang 2023 im Piemont? 2023 war ein anspruchsvolles Jahr mit viel Regen im Frühsommer und schweren Hagelschlägen im Juli, die die Mengen stark reduzierten. Was geerntet werden konnte, zeigt bei Barbera jugendliche rote Frucht und erdige Würze. Wie lange lässt sich der Wein lagern? Für den Shop ist ein Fenster von zehn bis fünfzehn Jahren hinterlegt. In der Praxis wird ein Gutswein dieser Machart meist in den ersten fünf bis acht Jahren getrunken, solange die Frucht präsent ist.

Inhalt: 0.75 Liter (22,53 €* / 1 Liter)

16,90 €*
Matteo Correggia Barbera d'Alba Sup.Marun 2021
Traube: Barbera
Der Matteo Correggia Barbera d'Alba Superiore Marun 2021 ist der Spitzen-Barbera des Hauses: reinsortig, aus einer einzigen südexponierten Parzelle über Canale d'Alba, 0,75 Liter mit 15 % Vol. Schwarzkirsche, eingekochte Brombeere und Kakao verbinden sich mit Zedernholz und einer feinen Rauchnote. Anders als der Gutswein reift der Marun lange im Holz und danach im Glas, woraus ein dichter, fleischiger Wein mit rassiger Säure und seidigem Gerbstoff entsteht. Die Verkostungsnotiz des Matteo Correggia Barbera d'Alba Superiore Marun 2021 FARBE: Tiefes Granatrot mit purpurnen Reflexen, im Glas zähflüssig. NASE: Schwarzkirsche und eingekochte Brombeere führen, begleitet von Kakao, Zedernholz und getrockneter Minze. Nach einigen Minuten kommen Zigarrentabak und eine feine Vanillenote dazu. GESCHMACK: Dicht und fleischig, mit rassiger Säure als Rückgrat. Der Gerbstoff ist seidig ausgeformt, die dunkle Frucht wird von Röstwürze und einer bitterschokoladigen Kante gerahmt. FINALE: Lang, mit nachhallender Kirsche, Kakao und würzigem Holz. Die Parzelle Marun über Canale d'Alba Der Wein stammt aus einem einzigen, nach Süden ausgerichteten Weinberg in 290 bis 310 Metern Höhe. Die Bodenanalyse des Guts weist 64 Prozent Feinsand, vier Prozent Grobsand, 30 Prozent Schluff und nur zwei Prozent Ton aus. Auf diesem durchlässigen, warmen Standort reift Barbera vollständig aus, ohne die Säure einzubüßen. Marun ist der piemontesische Name der Parzelle; in den 1990er-Jahren stand auf dem Etikett noch Bric Marun, wobei bric im Piemontesischen die Hügelkuppe bezeichnet. Rund 14.000 Flaschen entstehen pro Jahrgang. Barbera als Statement: das Erbe des Gründers Matteo Correggia gehörte zu den Ersten, die Barbera im Roero nicht als Alltagswein, sondern als ernst zu nehmenden Lagenwein behandelten. Der Jahrgang 1996 dieses Weins gilt bis heute als Meilenstein der piemontesischen Weinlandschaft. Nach dem Tod des Gründers im Jahr 2001 hat Ornella Costa Correggia den Betrieb weitergeführt und auf ökologischen Anbau umgestellt, seit 2014 zertifiziert. Önologe Luca Rostagno begleitet die Weine seit vielen Jahren; jüngere Marun-Jahrgänge wurden von Vinous regelmäßig mit 90 bis 93 Punkten bewertet. Großes Fass, gebrauchtes Kleinholz, ein Jahr Flaschenruhe Die handgelesenen Trauben stehen acht bis zehn Tage auf der Maische und vergären im Edelstahl. Danach reift der Wein in Fudern von 30 Hektolitern sowie in bereits belegten kleinen Fässern; das Weingut nennt hierfür mindestens neun, für jüngere Jahrgänge auch fünfzehn Monate. Es folgen mindestens zehn Monate Flaschenruhe vor der Auslieferung. Der Jahrgang 2021 brachte nach Frost im April und einer entsprechend kleinen Ernte besonders konzentrierte, dabei erstaunlich frische Weine hervor. Servieren und kombinieren Sechzehn bis achtzehn Grad Celsius und ein großes Glas passen gut, das Weingut selbst schenkt bei 18 bis 20 °C aus. Eine Stunde in der Karaffe tut jungen Flaschen sichtbar gut. Der Marun begleitet Fiorentina vom Grill, Schmorbraten, Salsiccia mit Polenta, Spanferkel aus dem Ofen, halbfeste Bergkäse und kräftige Pilzgerichte. Häufige Fragen zum Matteo Correggia Barbera d'Alba Superiore Marun 2021 Was bedeutet Marun auf dem Etikett? Marun ist der piemontesische Name des Weinbergs, aus dem die Trauben stammen. Frühere Jahrgänge trugen die Bezeichnung Bric Marun, also Kuppe des Marun, und verwiesen damit auf die Höhenlage der Parzelle. Was heißt Superiore bei einem Barbera d'Alba? Die Zusatzbezeichnung setzt einen höheren Mindestalkoholgehalt und eine längere vorgeschriebene Reifezeit voraus, von der ein Teil in Holzgebinden stattfindet. Sie kennzeichnet damit die ambitionierteren Abfüllungen dieser Herkunft. Wie lange lässt sich der Marun 2021 lagern? Für diesen Wein wird ein Fenster von zehn bis fünfzehn Jahren angegeben. Der frostbedingt konzentrierte Jahrgang 2021 besitzt Säure und Extrakt genug, um sich über diesen Zeitraum weiterzuentwickeln. Sollte der Wein dekantiert werden? Ja, eine Stunde Karaffe ist empfehlenswert. Die Röstwürze aus dem Holz und die dunkle Frucht ordnen sich dadurch, und der Wein wirkt runder am Gaumen. Worin unterscheidet er sich vom einfachen Barbera d'Alba des Guts? Der Gutswein kommt aus mehreren Parzellen, reift nur wenige Monate im Holz und ist auf sofortigen Trinkfluss angelegt. Der Marun ist eine Einzellage mit langer Fass- und Flaschenreife und besitzt entsprechend mehr Dichte und Tiefe.

Inhalt: 0.75 Liter (34,53 €* / 1 Liter)

25,90 €*
Matteo Correggia Roero Arneis 2024
Traube: Arneis
Der Matteo Correggia Roero Arneis 2024 ist ein trockener Weißwein aus 100 Prozent Arneis, gewachsen auf den Sandhügeln um Canale d'Alba nördlich des Tanaro. Die 0,75-Liter-Flasche kommt mit 13 % Vol. in den Handel. Reneklode, weißer Pfirsich und Zitronenschale treffen auf Akazienblüte und einen Anflug von Bittermandel. Vier Monate auf der Feinhefe im Edelstahl geben dem Wein Zug und eine cremige Mitte, ohne die Frische zu dämpfen. Die Verkostungsnotiz des Matteo Correggia Roero Arneis 2024 FARBE: Helles Goldgelb mit grünlichem Schimmer am Rand. NASE: Reneklode, weißer Pfirsich und Williamsbirne öffnen das Bouquet. Dahinter stehen Akazienblüte, Zitronenschale und eine leise Anisnote. Mit Luft tritt der für Arneis typische Hauch von Bittermandel hervor. GESCHMACK: Am Gaumen schlank gebaut, mit klarer Zitrussäure und salziger Mineralität. Die Monate auf der Feinhefe hinterlassen eine feincremige Textur, die den Wein trägt, ohne ihn schwer zu machen. FINALE: Trocken und angenehm herb, mit nachklingender Mandel und feiner Kräuterwürze. Arneis von Sandhügeln zwischen 230 und 280 Metern Die Trauben wachsen auf feinsandigem Boden mit nur geringen Schluff- und Tonanteilen, in Höhen zwischen 230 und 280 Metern. Solche Sande speichern wenig Wasser und erwärmen sich rasch, weshalb Arneis hier früh reift und dennoch seine Duftstoffe behält. Gelesen wird von Hand bereits Anfang September, bevor die Säure abfällt. Die Rebsorte war Mitte des 20. Jahrhunderts fast verschwunden und ist heute die weiße Leitsorte der Zone, geschützt als eigene Herkunft Roero Arneis DOCG. Das Weingut Matteo Correggia in Canale d'Alba Matteo Correggia übernahm 1985 die Rebflächen seiner Familie in Canale d'Alba und begann, den Roero als eigenständige Herkunft zu behandeln statt als Traubenlieferanten der Nachbarschaft. Nach seinem Unfalltod im Juni 2001 führte seine Frau Ornella Costa Correggia das Gut weiter. Heute arbeitet Sohn Giovanni als Kellermeister und Botschafter des Hauses mit, begleitet vom langjährigen Önologen Luca Rostagno. Rund 20 Hektar Rebfläche werden zertifiziert biologisch bewirtschaftet. Vier Monate auf der Feinhefe im Edelstahl Etwa 70 Prozent der Ernte werden sanft gepresst und bei kontrollierter Temperatur im Edelstahl vergoren. Die übrigen 30 Prozent erhalten vor der Gärung eine kurze Maischestandzeit, die Extrakt und Duftstoffe aus den Beerenhäuten löst. Anschließend ruht der Wein mindestens vier Monate auf der Feinhefe im Tank. Holz kommt nicht zum Einsatz, damit Frucht und Salzigkeit unverstellt bleiben. Rund 48.000 Flaschen entstehen pro Jahrgang. Servieren und kombinieren Der Arneis wird bei 10 bis 12 °C in einem mittelgroßen Weißweinglas serviert, dekantieren ist nicht nötig. Gut begleitet er Vitello tonnato, Forelle aus dem Ofen, Risotto mit grünem Spargel, gratiniertes Gemüse, frischen Ziegenkäse und piemontesische Antipasti. Auch solo als Aperitif macht er eine gute Figur. Häufige Fragen zum Matteo Correggia Roero Arneis 2024 Was für eine Rebsorte ist Arneis? Arneis ist eine weiße Sorte, die fast ausschließlich im Roero angebaut wird. Sie liefert trockene Weine mit Steinobst, Blütenaromen und einem charakteristischen bittermandeligen Nachklang. Wie kalt sollte der Roero Arneis 2024 serviert werden? Zehn bis zwölf Grad Celsius sind ideal. Zu kalt eingeschenkt verschließt sich die Aromatik, zu warm wirkt der Wein breit und verliert seinen Zug. Wie lange lässt sich der Wein lagern? Der Jahrgang 2024 gilt im Piemont als fein gezeichnet und maßvoll im Alkohol. Kühl und dunkel gelagert bleibt der Arneis mehrere Jahre stabil, seine Primärfrucht zeigt er in den ersten zwei bis drei Jahren am klarsten. Was bedeutet Roero Arneis DOCG auf dem Etikett? Die Bezeichnung ist Weißweinen aus mindestens 95 Prozent Arneis vorbehalten, die in 19 Gemeinden links des Tanaro in der Provinz Cuneo wachsen. Der vorgeschriebene Mindestalkohol liegt bei 11 % Vol. Wozu passt der Arneis am besten? Zu Fisch, hellem Fleisch, Gemüsegerichten und frischen Käsen. Seine Säure und der leicht herbe Abgang halten auch fetteren Zubereitungen wie gratiniertem Gemüse stand.

Inhalt: 0.75 Liter (19,87 €* / 1 Liter)

14,90 €*
Matteo Correggia Roero Arneis Val dei Preti 2014
Traube: Arneis
Der Matteo Correggia Roero Arneis Val dei Preti 2014 ist ein bewusst spät veröffentlichter Weißwein aus hundert Prozent Arneis. Nach vier Monaten im Stahltank verbringt er sechs Jahre in der Flasche, bevor er in den Verkauf geht – bei diesem Jahrgang bedeutet das eine Freigabe um 2021. 13 % Vol., 0,75 Liter, Schraubverschluss. Heute steht der Wein damit nicht mehr am Anfang, sondern mitten in seiner tertiären Phase, und das prägt jeden Schluck. Die Verkostungsnotiz des Matteo Correggia Roero Arneis Val dei Preti 2014 FARBE: Hellgelb mit goldenem Kern, spürbar tiefer als bei einem jungen Weißwein. NASE: Getrocknete Aprikose, Orangenschale und Kamille, dazu Haselnuss und ein Anflug von Honig. Frische Zitrusnoten treten zurück, ohne ganz zu verschwinden. GESCHMACK: Cremig in der Textur, mit gut eingebundener Säure und einer salzigen Ader. Der Wein wirkt ruhig und breit statt spritzig, die Frucht ist reif und getrocknet. FINALE: Trocken und nussig, mit Bittermandel und einem mineralischen Nachklang. La Val dei Preti: 65 Prozent Feinsand über Canale d'Alba Der historische Weinberg liegt bei Canale d'Alba, nach Süden ausgerichtet, auf rund 270 Metern. Die Bodenanalyse des Guts nennt 65 Prozent Feinsand, 4 Prozent Grobsand, 29 Prozent Schluff und nur 2 Prozent Ton – ein sehr leichter, durchlässiger Untergrund auf den Meeresablagerungen des Roero. Gepflanzt sind 5.500 Stöcke je Hektar im Guyot-Schnitt, der Ertrag liegt bei 70 Hektolitern. Gelesen wird ab September von Hand. Aus derselben Lage stammt auch der rote Riserva des Hauses. Matteo Correggia in Canale d'Alba Das Gut liegt im Roero nördlich des Tanaro und gilt seit Jahrzehnten als eine der treibenden Kräfte dieser lange übersehenen Zone. Der Leitsatz des Hauses lautet, dass jeder Weinberg seine eigene Geschichte und damit seinen eigenen Wein habe. Der Betrieb dient der Universität der gastronomischen Wissenschaften als Lehrbetrieb. Vom Arneis aus der Val dei Preti entstehen jährlich nur rund 6.800 Flaschen. Vier Monate Stahl, sechs Jahre Flasche Etwa 70 Prozent der Trauben werden sanft gepresst und im temperaturkontrollierten Stahltank vergoren. Die restlichen 30 Prozent erhalten vorher eine Maischestandzeit, die Extrakt und Duftstoffe aus den Beerenhäuten löst. Nach mindestens vier Monaten im Tank folgt die lange Flaschenreife von sechs Jahren; verschlossen wird mit Schraubverschluss, was den Sauerstoffzutritt gering hält. Der Ausbau ist damit ausdrücklich auf Reife hin angelegt und kein Zufall des Lagers. Servieren und kombinieren 10 bis 12 °C gibt das Gut vor. Ein Glas mit etwas Bauch hilft, die gereiften Noten zu zeigen, dekantieren ist unnötig. Passend sind Vitello tonnato, gebratener Fisch mit Mandeln, Geflügel in heller Soße, Pilzrisotto, Hartkäse mittleren Alters und Kaninchen. Häufige Fragen zum Matteo Correggia Roero Arneis Val dei Preti 2014 Ist ein zwölf Jahre alter Arneis nicht zu alt? Für die meisten Weine dieser Sorte wäre er das, denn sie werden üblicherweise jung getrunken. Diese Abfüllung ist jedoch von vornherein auf Flaschenreife gebaut und wird erst nach sechs Jahren freigegeben. Erwarten sollte man dennoch keinen frischen, zitrischen Wein, sondern eine gereifte, nussig-cremige Variante. Sollte man die Flasche bald trinken? Ja. Der Wein steht auf seinem Plateau und gewinnt durch weiteres Warten nichts mehr. Wer ihn im Keller hat, öffnet ihn in den nächsten ein bis zwei Jahren. Was bedeutet Val dei Preti? Es ist der Name eines historischen Weinbergs bei Canale d'Alba, den das Gut sowohl für diesen Weißwein als auch für einen roten Riserva nutzt. Auf dem Etikett des Erzeugers steht die Lage als La Val dei Preti. Wie unterscheidet sich Roero Arneis von Langhe Arneis? Der Roero liegt links des Tanaro auf jungen, sandigen Böden und ist als DOCG geschützt, mit mindestens 95 Prozent Arneis. Die Langhe-Variante rechts des Flusses wächst auf älteren Mergeln und verlangt nur 85 Prozent. Warum Schraubverschluss bei einem Wein mit Reifeanspruch? Der Verschluss lässt sehr wenig Sauerstoff durch und hält die Flaschenpartie gleichmäßig. Für einen Weißwein, der bewusst sechs Jahre liegt, ist das ein Vorteil gegenüber Naturkork.

Inhalt: 0.75 Liter (29,20 €* / 1 Liter)

21,90 €*
Matteo Correggia Roero Rosso 2023
Traube: Nebbiolo
Der Matteo Correggia Roero Rosso 2023 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus der Herkunft Roero DOCG, gefüllt mit 15 % Vol. in 0,75 Liter. Die Reben stehen auf feinem Sand in 280 bis 330 Metern Höhe rund um Canale d'Alba, nördlich des Tanaro. Waldbeeren, getrocknete Rosenblätter und ein Hauch Teer prägen das Bild, dazu kommt eine helle, bewegliche Säure. Antonio Galloni bewertete diesen Jahrgang für Vinous mit 93 Punkten und nannte ihn einen Bezugspunkt für Nebbiolo aus dem Roero. Die Verkostungsnotiz des Matteo Correggia Roero Rosso 2023 FARBE: Mittleres Rubinrot, im Kern dicht, zum Rand hin hell auslaufend. NASE: Walderdbeere, Preiselbeere und Sauerkirsche, darüber getrocknete Rosenblätter und Veilchen. Zeder, ein Anflug Pfeifentabak und Minze geben Tiefe. GESCHMACK: Der Sandboden zeigt sich sofort. Das Tannin wirkt fein und pudrig statt kantig, die Säure hält den Wein aufrecht, rote Frucht und eine steinige Note bestimmen die Mitte. FINALE: Klar und mittellang, mit Kräutern, Preiselbeere und einem leichten Teeranklang. Nebbiolo auf Sand: der Unterschied zur anderen Tanaro-Seite Der Roero liegt nördlich des Tanaro, gegenüber den Langhe. Während dort kalkhaltige Mergel dominieren, bestehen die Böden hier überwiegend aus Sand marinen Ursprungs, durchsetzt von Schluff und wenig Ton. Sand speichert weniger Wasser, bindet weniger Gerbstoff und lässt die Trauben früher reifen. Nebbiolo aus dem Roero wirkt deshalb duftiger, heller und deutlich früher zugänglich als von den Mergelböden südlich des Flusses. Correggias Parzellen liegen zwischen 280 und 330 Metern, der Ertrag bei rund 56 Hektolitern je Hektar. Der Winzer, der den Roero neu vermessen hat Matteo Correggia war 23 Jahre alt, als er 1985 den Familienbetrieb übernahm. Ermutigt von Kollegen wie Elio Altare und Roberto Voerzio hörte er auf, Trauben an andere zu verkaufen, und füllte 1987 mit La Val dei Preti den ersten Lagenwein der Zone selbst ab. Als dieser Nebbiolo 1996 die Höchstwertung des wichtigsten italienischen Weinführers erhielt, war das für die ganze Region ein Wendepunkt. Von diesem Roero entstehen heute rund 30.000 Flaschen pro Jahrgang. Mindestens 20 Monate, davon sechs im Holz Gelesen wird von Hand zwischen Ende September und Anfang Oktober, danach folgen sechs bis acht Tage Maischegärung im Edelstahl. Der Wein reift anschließend mindestens sechs Monate in gebrauchten kleinen Holzfässern, die kaum eigene Aromen abgeben. Die Herkunftsregeln verlangen für den roten Roero insgesamt mindestens 20 Monate Reife ab dem 1. November des Erntejahres, davon mindestens sechs im Holz, und erlauben den Verkauf frühestens ab dem 1. Juli des zweiten Jahres nach der Lese. Servieren und kombinieren Das Weingut nennt 18 bis 20 °C als Serviertemperatur, ein weites Glas hilft der floralen Aromatik. Eine halbe bis eine Stunde Luft genügt jungen Flaschen. Auf dem Tisch harmoniert der Wein mit Tajarin in Butter und Salbei, geschmortem Kaninchen, Geflügel vom Grill, Steinpilzgerichten, Salumi und halbreifem Castelmagno. Häufige Fragen zum Matteo Correggia Roero Rosso 2023 Wie unterscheidet sich Nebbiolo aus dem Roero von Nebbiolo südlich des Tanaro? Die Sandböden des Roero geben weniger Gerbstoff und mehr Duft. Die Weine wirken floraler, heller in der Frucht und sind meist Jahre früher zugänglich als Nebbiolo von den Mergelhängen der Langhe. Wie lange muss ein roter Roero DOCG reifen? Vorgeschrieben sind mindestens 20 Monate ab dem 1. November des Erntejahres, davon mindestens sechs Monate in Holzgebinden. In den Verkauf darf der Wein frühestens am 1. Juli des zweiten Jahres nach der Ernte. Ist der Roero Rosso 2023 schon trinkreif? Ja. Das Trinkfenster wird derzeit mit 2025 bis 2031 angegeben. Der Wein zeigt bereits offene Frucht, gewinnt in den nächsten Jahren aber noch an würziger Tiefe. Sollte der Wein dekantiert werden? Eine kurze Belüftung von 30 bis 60 Minuten reicht aus. Längeres Dekantieren ist nicht nötig, weil das feine Tannin ohnehin kaum verschlossen wirkt. Was unterscheidet ihn vom Roero Rosso Riserva des Guts? Die Riserva stammt aus einer einzelnen Parzelle, reift deutlich länger und ist dichter gebaut. Dieser Wein hier vereint mehrere Lagen und ist auf Duft, Frische und frühe Zugänglichkeit angelegt.

Inhalt: 0.75 Liter (22,53 €* / 1 Liter)

16,90 €*
Matteo Correggia Roero Rosso Riserva Roche d'Ampsej 2019
Traube: Nebbiolo
Der Matteo Correggia Roero Rosso Riserva Roche d'Ampsej 2019 ist der Spitzenwein des Guts und für viele der Referenzwein der ganzen Zone. Reiner Nebbiolo aus einer Einzellage auf rund 300 Metern, 0,75 Liter mit 15 % Vol. Waldbeeren, getrocknete Rose und Zedernholz umspielen einen Kern aus Röstwürze und Graphit. Achtzehn Monate im Barrique und 24 Monate Flaschenreife vor der Auslieferung geben ihm eine Dichte, die ihn klar von den übrigen Roten des Hauses abhebt. Die Verkostungsnotiz des Matteo Correggia Roero Rosso Riserva Roche d'Ampsej 2019 FARBE: Dichtes Rubinrot mit granatfarbenem Rand. NASE: Himbeere, rote Johannisbeere und Amarenakirsche, darüber getrocknete Rosenblätter und Zyklame. Zedernholz, Röstwürze und eine graphitartige Note geben dem Duft Ernst. GESCHMACK: Vollmundig und dicht, mit kräftigem, gut eingebundenem Gerbstoffgerüst. Die Säure hält die Fülle in der Balance, während Waldbeeren, Süßholz und Rauch über den Gaumen ziehen. FINALE: Sehr lang, mit Beerenfrucht, Zeder und einem trockenen, mineralischen Nachhall. Roche d'Ampsej: Grobsand über einer Tonschicht Die Lage liegt auf rund 300 Metern in Canale d'Alba, dort, wo sich der Roero dem Tanaro am weitesten nähert. Die Bodenanalyse nennt 25 Prozent Feinsand, 42 Prozent Grobsand, 29 Prozent Schluff und fünf Prozent Ton; unter dem Sand liegt eine tonige Schicht, die Wasser hält und dem Nebbiolo mehr Struktur mitgibt als andere Parzellen des Guts. Roche ist die piemontesische Form von Rocche und bezeichnet die steilen Sandabbrüche, die die Landschaft dieser Gegend prägen; Ampsej ist der überlieferte Flurname der Parzelle. Der Gründer hielt diesen Weinberg für seinen besten und füllte ihn ab dem Jahrgang 1996 gesondert ab. Das Lebenswerk eines Winzers Am 15. Juni 2001 starb Matteo Correggia bei einem Unfall im Betrieb, sechzehn Jahre nachdem er ihn übernommen hatte. Carlo Petrini würdigte ihn damals als persönlich zurückhaltenden, beruflich unnachgiebigen Erzeuger, dessen Weine zu Bezugspunkten des piemontesischen Weinbaus geworden seien. Seine Frau Ornella Costa Correggia übernahm die Leitung und führt das Gut bis heute, gemeinsam mit den Kindern Giovanni und Brigitta. Im Juni 2026 erinnerte eine Gedenkveranstaltung im Roero an den 25. Todestag. Riserva im Roero: 32 Monate Mindestreife Die Trauben vergären je zur Hälfte im Edelstahl mit zehn bis zwölf Tagen Maischestandzeit und in Holzbottichen von sechs Hektolitern mit 45 bis 60 Tagen Maischekontakt. Es folgen 18 Monate im Barrique und danach 24 Monate auf der Flasche. Die Herkunftsregeln verlangen für die Riserva mindestens 32 Monate Reife ab dem 1. November des Erntejahres, davon sechs Monate in Holzgebinden, und geben den Wein frühestens am 1. Juli des dritten Jahres nach der Lese frei. Der Jahrgang 2019 gilt im Piemont als sehr gelungen, mit Reinheit, Dichte und tragfähigem Gerbstoff. Servieren und kombinieren Das Weingut empfiehlt 18 bis 20 °C und ein großvolumiges Glas. Zwei Stunden in der Karaffe helfen dem noch jugendlichen Wein, seine Würze und die floralen Noten zu öffnen. Am Tisch passt er zu Brasato, Ochsenbacke, Wildschweinragout, Hirschrücken, Tajarin mit Trüffel und lang gereiftem Castelmagno. Häufige Fragen zum Matteo Correggia Roero Rosso Riserva Roche d'Ampsej 2019 Was bedeutet Roche d'Ampsej? Roche ist die piemontesische Form von Rocche, den steilen Sandabbrüchen dieser Landschaft. Ampsej ist der überlieferte Flurname der Parzelle, aus der die Trauben stammen; zusammen bezeichnet der Name also die Rocche von Ampsej. Was verlangt die Bezeichnung Riserva im Roero? Mindestens 32 Monate Reife ab dem 1. November des Erntejahres, davon mindestens sechs Monate in Holzgebinden. Verkauft werden darf der Wein erst ab dem 1. Juli des dritten Jahres nach der Ernte. Wie lange sollte der Wein dekantiert werden? Etwa zwei Stunden sind sinnvoll. Der Wein ist trotz seiner Flaschenreife noch kompakt gebaut, und die Belüftung löst Röstwürze und Frucht voneinander. Wie lange lässt sich der Jahrgang 2019 lagern? Für diese Flasche sind fünf bis zehn weitere Jahre angesetzt. Kühl, dunkel und liegend gelagert entwickelt der Nebbiolo dabei tertiäre Noten von Leder, Trockenblumen und Unterholz. Was unterscheidet ihn vom Roero Rosso ohne Riserva? Der Gutswein stammt aus mehreren Parzellen, reift ein knappes halbes Jahr im Holz und ist auf Duft und Zugänglichkeit angelegt. Die Riserva kommt aus einer einzigen Lage mit Ton im Untergrund und erhält insgesamt mehr als drei Jahre Reife vor dem Verkauf.

Inhalt: 0.75 Liter (49,20 €* / 1 Liter)

36,90 €*