Familienweingut im Herzen von Barbaresco, mit Reben in Top-Lagen wie Rabajà. Die Minutos machen klassischen, herkunftstreuen Barbaresco – kräftig, würzig, langlebig. Tradition, die über Generationen gewachsen ist.
Beim Cascina Luisin Barbaresco Asili 2021 steht nicht Kraft im Vordergrund, sondern Duft. Asili gilt als die parfümierteste Lage der Gemeinde Barbaresco, und die Parzelle der Minutos liegt auf 300 Metern in Südwestlage, bestockt mit Reben aus dem Jahr 1950. Rose, Veilchen, Granatapfel und Walderdbeere prägen das Glas, dazu weißer Pfeffer, Bergamotte und ein minziger Kühleffekt. 14% Vol., 0,75 Liter, seidiges Tannin statt Wucht.
Die Verkostungsnotiz des Cascina Luisin Barbaresco Asili 2021
FARBE: Helles, transparentes Granatrot mit rubinfarbenem Kern.
NASE: Rosenblätter und Veilchen führen, darunter Walderdbeere, Granatapfel und eine Spur Bergamotte. Weißer Pfeffer, Tabakblatt und eine minzige Kühle runden den Duft ab.
GESCHMACK: Seidig und filigran, die Frucht bleibt hellrot und präzise. Das Tannin ist eng gewebt und poliert, es trägt den Wein, ohne ihn zu verengen. Ein feiner Salzton begleitet die Mitte.
FINALE: Lang, kühl und blumig, mit nachhallendem Rosenduft und trockener Kräuterwürze.
Asili, die geschützte Mulde zwischen Pora und Martinenga
Asili bildet eine nach Süd bis Südwest geöffnete Schale, im Norden von Pora und im Süden von Martinenga begrenzt. Die MGA reicht ungefähr von 200 bis 290 Metern hinauf. Ihre Böden bestehen aus Kalkmergeln der Sant'Agata-Fossili-Formation mit sandigen Einlagerungen, arm an Nährstoffen und reich an Karbonaten. Diese Kombination bringt in Barbaresco die aromatisch hellste, seidigste Stilistik hervor. Als eigenständiger Lagenwein wird Asili seit 1967 gefüllt.
Roberto Minuto und die alten Reben von 1950
Die Parzelle in Asili ist mit etwa 0,61 Hektar winzig, ihre Reben wurden 1950 gesetzt. Solche Altbestände liefern wenig Ertrag, dafür kleinbeerige, aromatisch dichte Trauben. Ungewöhnlich für die Lage: Cascina Luisin hält in Asili auch alte Barbera-Stöcke, die in einen eigenen Wein wandern. Gearbeitet wird per Hand, mit Grünlese und Guyot-Erziehung, der Ertrag liegt bei 40 Doppelzentnern je Hektar.
Spontane Gärung im Beton, Reife in slawonischer Eiche
Die Lese fällt in Asili meist in die Mitte des Oktobers. Der Most vergärt ohne Reinzuchthefe im Zementbehälter, rund 40 Tage bleibt der Wein auf den Schalen. Danach übernimmt slawonische Eiche mit 30 Hektolitern Fassungsvermögen, in der auch der biologische Säureabbau abläuft, gefolgt von Flaschenreife vor der Auslieferung. Neutrale Großgebinde sind hier bewusst gewählt: Sie sollen die florale Aromatik der Lage nicht überdecken.
Servieren und kombinieren
Bei 16 bis 18 °C in einem dünnwandigen, weiten Glas servieren, eine Stunde vorher öffnen genügt. Klassische Partner sind Tajarin mit weißem Alba-Trüffel, Agnolotti del plin, gebratene Perlhuhnbrust, Kalbsbraten mit Rosmarin und eine mittelalte Toma piemontese.
Häufige Fragen zum Cascina Luisin Barbaresco Asili 2021
Wofür steht Asili auf dem Etikett?
Asili ist eine der 66 amtlich abgegrenzten MGA der Barbaresco DOCG und liegt in der Gemeinde Barbaresco. Die Angabe belegt, dass alle Trauben aus dieser Lage stammen.
Warum duftet Asili stärker als Rabajà?
Die Böden sind sandiger und nährstoffärmer, die Mulde ist kühler durchlüftet. Beides fördert florale Aromen und ein feineres Tanningerüst statt Masse.
Wie alt sind die Reben?
Die Anlage stammt aus dem Jahr 1950 und zählt damit zu den ältesten Nebbiolo-Beständen des Guts. Alte Reben regulieren ihren Ertrag selbst und liefern konzentriertere Beeren.
Passt der Wein zu Trüffelgerichten?
Sehr gut. Die florale, wenig extraktbetonte Art dieses Barbaresco lässt dem Aroma des weißen Trüffels Raum, statt es zu überlagern.
Wie lagert man die Flasche richtig?
Liegend, dunkel und bei ruhiger, kühler Temperatur. Der Shop nennt ein Fenster von 15 bis 20 Jahren, in dem sich tertiäre Noten von Leder und getrockneten Blüten entwickeln können.
Mit dem Cascina Luisin Barbaresco Basarin 2021 verlässt das Gut das Gemeindegebiet Barbaresco: Basarin ist eine MGA in Neive, auf dem Rücken zur Nachbargemeinde Treiso. Die 2,6 Hektar große Parzelle liegt auf 270 Metern, nach Süd bis Südwest gerichtet, auf Kalkmergel mit hohem Sandanteil. Kirschsaft, Preiselbeere, Anis und Salbei bestimmen das Bouquet, begleitet von Tabak und Eukalyptus. 14% Vol., 0,75 Liter, ein salzig-würziger Barbaresco mit engem Tanningewebe.
Die Verkostungsnotiz des Cascina Luisin Barbaresco Basarin 2021
FARBE: Klares Granatrot mittlerer Dichte mit rubinroten Reflexen.
NASE: Kirschsaft und Preiselbeere vorneweg, dazu Anis, Salbei und getrocknete Wiesenkräuter. Im Hintergrund Tabak, Eukalyptus und ein steiniger, fast salziger Zug.
GESCHMACK: Straff und würzig, das Tannin ist eng gewebt und leicht griffig. Rote Frucht, Anis und eine deutliche Salzigkeit halten sich die Waage, die Säure gibt Tempo. Der Körper ist mittelgewichtig, der Ausdruck herb und geradlinig.
FINALE: Lang und salzig, mit Kräuterbitterkeit und nachklingender Preiselbeere.
Basarin in Neive, an der Grenze zu Treiso
Basarin zählt zu den bekannten Lagen der Gemeinde Neive und reicht bis an die Grenze zu Treiso. Der Boden besteht aus Kalkmergel mit auffallend hohem Sandanteil, was duftige Weine mit feinem Tanninkorn ergibt, ohne die Struktur zu verlieren, für die Neive bekannt ist. Neive gilt insgesamt als die krafthaltigste der vier Barbaresco-Gemeinden, während die Gemeinde Barbaresco selbst eher für Eleganz steht. Basarin liegt stilistisch dazwischen: würzig und griffig, aber nicht breit. Das Rebstück von Cascina Luisin wurde Mitte der 1960er-Jahre gepflanzt.
Zwei Gemeinden, vier Rebsorten, ein Keller
Obwohl der Betrieb im Dorf Barbaresco sitzt, verteilen sich die Weinberge über zwei Gemeinden. Neben den Barbaresco-Lagen keltert Roberto Minuto Barbera, Dolcetto und Arneis sowie einen Barolo aus Serralunga d'Alba. Der Zuschnitt ist klein: Rund sieben bis acht Hektar liefern jährlich etwa 30.000 bis 40.000 Flaschen. Im Weinberg setzt die Familie auf Begrünung, Handarbeit und Pflanzenschutz mit Kupfer und Schwefel.
Vom Betonbehälter ins große Fass
Die Gärung startet spontan im Zement, ohne zugesetzte Hefen. Ungefähr 40 Tage liegt der Wein auf den Schalen, zu Beginn mit intensiven Umzügen, später in ruhiger Maischestandzeit. Es folgen biologischer Säureabbau und Reifung im 30-Hektoliter-Fass aus slawonischer Eiche sowie eine Phase auf der Flasche. Die für Barbaresco DOCG vorgeschriebenen 26 Monate Reifung mit mindestens neun Monaten im Holz erfüllt der Wein damit deutlich.
Servieren und kombinieren
16 bis 18 °C, ein weites Glas, rund 90 Minuten Luft. Der würzige Zuschnitt verlangt herzhafte Küche: Bollito misto, Lammkarree mit Kräuterkruste, Hasenragout mit Polenta, Salsiccia di Bra und ein gereifter Raschera.
Häufige Fragen zum Cascina Luisin Barbaresco Basarin 2021
Wo liegt die Lage Basarin?
In der Gemeinde Neive, am Übergang zur Nachbargemeinde Treiso. Sie ist eine der 66 amtlichen MGA der Barbaresco DOCG und wurde 2007 abgegrenzt.
Wie unterscheidet sich Neive von der Gemeinde Barbaresco?
Neive bringt die krafthaltigeren, tanninbetonteren Weine der Appellation hervor, gestützt auf lehmreichere Böden und warme Südhänge. Aus dem Dorf Barbaresco kommen tendenziell die feineren, floraleren Vertreter.
Was unterscheidet den Basarin vom Paolin des Guts?
Beide Weine stammen aus Neive, doch der Basarin trägt den amtlichen Lagennamen und fällt würziger und straffer aus. Paolin ist ein hauseigener Name und liefert die duftigere, früher zugängliche Abfüllung.
Braucht der Wein Luft?
Anderthalb Stunden in der Karaffe tun ihm gut. Die salzige Mineralität und die Anisnote treten dann klarer hervor, das Tannin verliert seine erste Kante.
Wie lange kann man ihn lagern?
Der Shop gibt 15 bis 20 Jahre an. Der Jahrgang 2021 mit kleinen, polyphenolreichen Beeren spricht für eine lange, ruhige Entwicklung im Keller.
Der Cascina Luisin Barbaresco Paolin 2021 ist der zugänglichste der fünf Barbaresco von Roberto Minuto. Die Nebbiolo-Trauben wachsen in der Gemeinde Neive auf rund 270 Metern Höhe, an einem nach Süden geneigten Hang aus kalkhaltigem Mergel mit hohem Sandanteil. Mit 14% Vol. in der 0,75-Liter-Flasche verbindet er Sauerkirsche und Himbeere mit Orangenzeste, getrockneten Rosenblättern und einem kühlen Hauch Minze und Eukalyptus. Der Sand im Untergrund hält das Tannin feinmaschig, weshalb diese Abfüllung früher anspricht als die Lagenweine des Guts aus dem Gemeindegebiet Barbaresco.
Die Verkostungsnotiz des Cascina Luisin Barbaresco Paolin 2021
FARBE: Mittleres Granatrot, am Rand bereits leicht ziegelfarben aufhellend.
NASE: Sauerkirsche und Himbeere öffnen das Bouquet, dahinter Orangenzeste und getrocknete Rosenblätter. Mit Luft treten Minze, Eukalyptus und ein Anflug von hellem Pfeifentabak hervor.
GESCHMACK: Schlank gebaut, aber nicht dünn. Rote Johannisbeere, Blutorange und Kirschkern tragen den Gaumen, das Tannin wirkt feinmaschig und trocken. Die Säure zieht klar durch die Mitte und hält den Wein aufrecht.
FINALE: Mittellang, mit Kräuterwürze und einem herb-frischen Zitrusanklang.
Neive, 270 Meter, Sandmergel: die Herkunft des Paolin
Paolin ist kein amtlich abgegrenzter Lagenname. Die Barbaresco DOCG kennt 66 Menzioni Geografiche Aggiuntive, kurz MGA, und Paolin gehört nicht dazu. Es handelt sich um einen hauseigenen Namen der Familie Minuto, wie er im Piemont für Höfe und Parzellen seit Generationen üblich ist. Die Trauben kommen aus Neive, aus einem Mitte der 1960er-Jahre bepflanzten Rebstück in Südlage auf 270 Metern. Der Untergrund gehört zu den Marne di Sant'Agata Fossili, führt hier aber deutlich mehr Sand als die Steilhänge rund um das Dorf Barbaresco. Sandreiche Böden ergeben duftige, früh ansprechbare Weine mit schlankem Körper, und genau dieses Profil zeigt der Paolin.
Cascina Luisin: seit 1913 in der Hand der Familie Minuto
Luigi Minuto, im Piemontesischen Luisin gerufen, gründete das Gut 1913 an der Via Rabajà im Dorf Barbaresco. Heute bewirtschaftet Roberto Minuto etwa sieben bis acht Hektar und füllt jährlich rund 30.000 bis 40.000 Flaschen ab. Neben Nebbiolo stehen Barbera, Dolcetto und Arneis im Sortiment, dazu ein Barolo aus Serralunga d'Alba. Im Weinberg wird begrünt und mit Kupfer und Schwefel gearbeitet, im Keller vergärt der Most spontan ohne zugesetzte Hefen.
40 Tage auf der Maische, danach slawonische Eiche
Vergoren wird in alten Zementbehältern, die Maischestandzeit beträgt rund 40 Tage. In der ersten Woche wird häufig umgezogen, danach ruht die Maische, damit das Tannin schonend ausgelaugt wird. Biologischer Säureabbau und Reifung folgen im 30-Hektoliter-Fass aus slawonischer Eiche, anschließend kommt Flaschenreife hinzu. Die Barbaresco DOCG verlangt mindestens 26 Monate Reifung ab dem 1. November des Erntejahres, davon wenigstens neun Monate im Holz. Gefüllt wird ohne Schönung und ohne Filtration.
Servieren und kombinieren
16 bis 17 °C und ein bauchiges Rotweinglas genügen, eine halbe bis ganze Stunde im Dekanter reicht diesem Wein aus. Er begleitet Tajarin mit Butter und Salbei, Vitello tonnato, gefüllte Kaninchenkeule, Risotto mit Herbsttrompeten und eine junge Robiola di Roccaverano.
Häufige Fragen zum Cascina Luisin Barbaresco Paolin 2021
Was bedeutet Paolin auf dem Etikett?
Paolin ist ein hauseigener Name der Familie Minuto und keine der 66 offiziellen MGA der Barbaresco DOCG. Er kennzeichnet eine bestimmte Abfüllung des Guts, deren Trauben aus der Gemeinde Neive stammen.
Woher genau kommen die Trauben?
Aus einem Südhang in Neive auf 270 Metern, bepflanzt Mitte der 1960er-Jahre. Der Kern der Abfüllung liegt im Bereich der Lage Basarin, ergänzt um weitere Parzellen des Guts.
Worin unterscheidet sich Barbaresco von Barolo?
Barbaresco muss mindestens 26 Monate reifen, davon neun im Holz, Barolo dagegen 38 Monate mit 18 Monaten Holz. Das Gebiet ist kleiner, die Weine wirken oft früher zugänglich.
Wie war der Jahrgang 2021 in Barbaresco?
Auf einen feuchten Winter folgte Anfang April eine Frostnacht, die vor allem tiefer gelegene Parzellen traf. Sommer und September verliefen gleichmäßig, die Nebbiolo-Lese lief vom 6. bis 18. Oktober.
Wie lange lässt sich die Flasche lagern?
Der Shop gibt 15 bis 20 Jahre an. Voraussetzung ist liegende, dunkle und erschütterungsfreie Lagerung bei möglichst konstanter, kühler Temperatur.
Cascina Luisin Barbaresco Rabajà 2021 kommt aus der berühmtesten Lage der Gemeinde Barbaresco. Die Parzelle des Guts liegt auf 310 Metern in Südwestlage, die Reben sind im Schnitt 45 Jahre alt, der Boden besteht aus kalkhaltigem Mergelton. Reinsortiger Nebbiolo, 14% Vol., 0,75 Liter. Dunkle Kirsche, Backpflaume und Lakritz treffen auf Wacholder, Tabak und einen kühlen Eukalyptusschimmer. Dazu kommt ein breites, ernstes Tannin, das diesem Barbaresco Jahrzehnte Zeit gibt.
Die Verkostungsnotiz des Cascina Luisin Barbaresco Rabajà 2021
FARBE: Tiefes Granatrot mit dichter Mitte und schmalem, hellerem Rand.
NASE: Dunkle Kirsche und Backpflaume bilden den Kern, umspielt von Lakritzwurzel, Wacholder und getrocknetem Tabakblatt. Nach einiger Zeit im Glas kommen Teer, Unterholz und ein kühler Eukalyptuszug dazu.
GESCHMACK: Breitschultrig und ernst, mit dunkler Frucht über der ganzen Zungenlänge. Das Tannin baut sich körnig auf und greift an den Backen, bleibt dabei aber sauber gezeichnet. Salzige Mineralität und Bitterschokolade geben Zug nach hinten.
FINALE: Sehr lang, herb und nachhallend, mit Lakritz, Pflaumenhaut und einem trockenen Kräuterecho.
Rabajà, das Amphitheater über dem Dorf Barbaresco
Rabajà liegt dort, wo zwei Kämme oberhalb des Dorfes Barbaresco zusammenlaufen und einen nach Südwesten geöffneten Kessel bilden. Die MGA erstreckt sich etwa zwischen 235 und 315 Metern und umfasst gut 15 Hektar. Der Untergrund gehört zu den Tortonium-Mergeln der Formation Sant'Agata Fossili, in den unteren Abschnitten mit tiefgründigeren Anteilen. Fachlich gilt Rabajà als die vollständigste Lage der Appellation: kräftiger und tiefer als das benachbarte Asili, dabei ohne Härte. Der Name geht auf die Cascina Rabaglio zurück, den Hof einer alteingesessenen Familie.
Ein Familienbetrieb an der Via Rabajà
Der Keller von Cascina Luisin steht mitten in der Lage, an der Via Rabajà Nummer 34. Diese Nähe ist ein praktischer Vorteil: Die Trauben sind binnen Minuten im Keller, was Frische und Reinheit der Aromatik schützt. Roberto Lorenzo Minuto arbeitet mit Zementgebinden und großen Holzfässern, unter anderem aus der Böttcherei Stockinger. Vom Rabajà stammen pro Jahrgang nur einige hundert Kisten, denn die Parzelle misst lediglich rund 0,6 Hektar.
Lange Maischestandzeit und Reifung im 30-Hektoliter-Fass
Nach der Handlese Anfang bis Mitte Oktober vergärt der Most spontan im Zementbehälter. Etwa 40 Tage bleibt der Wein auf den Schalen, zunächst mit häufigen Umzügen für kräftige Extraktion, danach in ruhiger Verlängerung. Der Ausbau erfolgt im 30-Hektoliter-Fass aus slawonischer Eiche, das keine Röstaromen einbringt, sondern das Tannin ordnet. Die Vorschrift der DOCG von 26 Monaten Gesamtreife mit mindestens neun Monaten Holz wird dabei übertroffen.
Servieren und kombinieren
Großes Burgunderglas, 17 bis 18 °C, und mindestens zwei Stunden Karaffenzeit. Der Wein braucht kräftige Begleiter: Brasato al Barbaresco, geschmorte Ochsenbacke, Wildschweinragout mit Pappardelle, Rehrücken, Steinpilze und ein reifer Castelmagno.
Häufige Fragen zum Cascina Luisin Barbaresco Rabajà 2021
Warum gilt Rabajà als Spitzenlage?
Die Lage vereint Wärme aus der Südwestausrichtung mit kalkreichen Mergeln und einer geschützten Kessellage. Daraus entstehen Weine mit ungewöhnlicher Tiefe, die zugleich Balance halten und sehr lange reifen.
Was unterscheidet ihn vom Rabajà-Bas desselben Guts?
Rabajà-Bas ist eine eigenständige MGA im unteren Teil desselben Hangzugs. Deren Weine wirken runder und früher zugänglich, während der Rabajà aus dem oberen Abschnitt straffer und langlebiger ausfällt.
Sollte man den Wein dekantieren?
Ja. In diesem Alter zeigt sich der Rabajà verschlossen, zwei Stunden Luft lösen Frucht und Würze spürbar. Alternativ genügt geduldiges Schwenken über einen langen Abend.
Wann erreicht er seinen Höhepunkt?
Die Struktur des Jahrgangs 2021 mit kleinen Beeren und hohem Polyphenolgehalt spricht für eine lange Entwicklung. Ab etwa acht Jahren Flaschenreife dürfte sich das Tannin einbinden.
Was heißt MGA?
Menzione Geografica Aggiuntiva bezeichnet eine amtlich abgegrenzte Herkunft innerhalb der Appellation. Barbaresco führte diese Einteilung 2007 als erstes italienisches Anbaugebiet ein und zählt heute 66 solcher Lagen.
Der Cascina Luisin Barbaresco Rabajà-Bas 2021 stammt aus dem unteren Abschnitt des Rabajà-Hangs, der seit der Lageneinteilung von 2007 als eigene MGA geführt wird. Wärmerer Hangfuß, tiefgründigerer kalkhaltiger Lehm und Südwestausrichtung ergeben einen runderen, fruchtsüßeren Nebbiolo als weiter oben. Im Glas: reife rote Kirsche, Walderdbeere, Süßholz und Kakaopulver, dahinter Nelke, Tabak und Eukalyptus. 14% Vol., 0,75 Liter.
Die Verkostungsnotiz des Cascina Luisin Barbaresco Rabajà-Bas 2021
FARBE: Warmes Granatrot, mitteldicht, mit orangebraunem Schimmer am Rand.
NASE: Reife rote Kirsche und Walderdbeere wirken beinahe eingekocht, dazu Süßholz und Kakaopulver. Nelke, Tabak und ein Eukalyptushauch geben dem Duft Würze.
GESCHMACK: Rund und weich anfliegend, mit sanfter Fruchtsüße und geschmeidig gepolstertem Tannin. Die Säure fällt moderater aus als in den Höhenparzellen, dadurch wirkt der Wein schon jetzt offen. Erdige Würze und ein Anklang von Bitterorange sorgen für Kontur.
FINALE: Mittellang bis lang, weich auslaufend, mit Kakao und getrockneter Kirsche.
Rabajà-Bas, der untere Hang als eigenständige MGA
Bis 2007 galt der gesamte Hangzug schlicht als Rabajà. Mit der Einführung der Menzioni Geografiche Aggiuntive zog das Konsortium eine Grenze und trennte den tiefer liegenden, südöstlich anschließenden Teil als Rabajà-Bas ab. Bas steht im Piemontesischen für unten. Die Trennung ist keine Formalie: Am Hangfuß ist der Boden tiefgründiger und lehmiger, die Wärme staut sich stärker, und die Trauben reifen früher. Deshalb fällt das Tannin merklich weicher aus als im oberen Rabajà, und die Weine sind früher zu trinken. Auf dem Etikett steht der volle Name Rabajà-Bas, nicht Rabajà.
Sieben Hektar, aufgeteilt in kleine Parzellen
Cascina Luisin bewirtschaftet insgesamt nur rund sieben Hektar, verteilt auf mehrere Lagen in Barbaresco und Neive. Jede Parzelle wird getrennt gelesen, getrennt vergoren und getrennt gefüllt, so dass sich die Unterschiede zwischen benachbarten Hangabschnitten im Glas nachvollziehen lassen. Abgefüllt wird ohne Schönung und ohne Filtration, weshalb sich mit den Jahren ein feines Depot bilden kann. Die Jahresproduktion des Guts bewegt sich im Bereich von 30.000 bis 40.000 Flaschen.
Traditioneller Ausbau ohne Filtration
Vergoren wird im Zementbehälter, die Maische bleibt ungefähr 40 Tage im Kontakt mit dem Wein. Anschließend reift der Rabajà-Bas im großen Fass aus slawonischer Eiche mit 30 Hektolitern Inhalt und danach auf der Flasche. Für Barbaresco DOCG schreibt das Regelwerk 26 Monate Reifung vor, davon mindestens neun Monate im Holz. Die großen, mehrfach belegten Fassgebinde geben kaum Holzaroma ab und lassen die Fruchtsüße des Hangfußes stehen.
Servieren und kombinieren
Etwa 17 °C, ein mittelgroßes Rotweinglas, eine Stunde Karaffe. Gut kombiniert er sich mit geschmortem Rinderbraten, Entenbrust mit Feigen, Salsiccia auf Linsen, Pilzrisotto und einem mittelalten Bra duro.
Häufige Fragen zum Cascina Luisin Barbaresco Rabajà-Bas 2021
Ist Rabajà-Bas dasselbe wie Rabajà?
Nein. Es sind zwei getrennte MGA. Rabajà-Bas umfasst den tiefer gelegenen Abschnitt und darf nicht als Rabajà etikettiert werden.
Warum wirkt dieser Wein zugänglicher?
Am Hangfuß sammelt sich Wärme, der Boden ist lehmiger und tiefgründiger. Die Beeren reifen früher aus, das Tannin fällt weicher und runder aus als in den Höhenlagen darüber.
Wann sollte man ihn trinken?
Er lässt sich bereits jetzt gut trinken und gewinnt in den kommenden fünf bis zehn Jahren weiter an Tiefe. Der Shop gibt ein Lagerfenster von 15 bis 20 Jahren an.
Wie war 2021 in Barbaresco?
Nach einem schneereichen Winter brachte der April Frost in tieferen Lagen, der Sommer blieb ohne Extreme. Kühle Nächte im September und eine trockene Oktoberlese ergaben kleine Beeren mit hohem Polyphenolgehalt.
Welches Glas und welche Temperatur?
Ein mittelgroßes Rotweinglas bei etwa 17 °C. Zu warm serviert tritt der Alkohol von 14% Vol. hervor und die feine Kräuterwürze verschwindet.
Inhalt:
0.75 Liter
(57,20 €* / 1 Liter)
42,90 €*
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