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Champagner aus dem Vallée de la Marne

Das Tal der Marne ist die Heimat des Pinot Meunier – der Traube, die Champagner Fruchtigkeit, Charme und sofortige Zugänglichkeit schenkt. Weine zum Genießen, nicht zum Warten.

Bei uns finden Sie Winzerchampagner aus der Marne: rund, fruchtig und unkompliziert schön.

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Jean Servagnat Les Galipes de Coulommes 1er Cru Extra Brut
Champagner Art: Cuvée
Jean Servagnat Les Galipes de Coulommes 1er Cru Extra Brut ist die Hauscuvée eines Kleinstbetriebs aus Coulommes-la-Montagne, einem Premier-Cru-Dorf in der Petite Montagne de Reims. Die Assemblage wird von Meunier getragen: 68 % Meunier stehen 22 % Chardonnay und 10 % Pinot Noir gegenüber, die Reben sind rund 25 Jahre alt. „Galipes" ist ein champenoisisches Wort für Rebstöcke, der Name bedeutet also so viel wie „die Reben von Coulommes". Gefüllt wird mit 12 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche, als Extra Brut mit kaum messbarer Dosage. Zu erwarten ist ein strohgelber, cremig texturierter Champagner mit Nuss- und Wachsnoten. Die Verkostungsnotiz des Jean Servagnat Les Galipes de Coulommes 1er Cru Extra Brut FARBE: Strohgelb mit warmem Goldschimmer, die Perlage mittelfein und ruhig, mit weicher Schaumkrone statt sprudelndem Aufstieg. NASE: Geröstete Mandel und Honigwachs eröffnen, dahinter Sanddorn und ein Hauch Verbene. Weiße Blüten und eine leicht oxidative Note von Apfelschale runden den Duft, der eher würzig als fruchtig wirkt. GESCHMACK: Der Körper ist voll, die Textur cremig, die Mousse gut eingebunden. Weil die Dosage praktisch fehlt, trägt die Säure den Wein, unterlegt von Brioche-Anklängen aus dem Hefelager und einer feinen Bitternote im Mittelteil. FINALE: Lang und trocken, mit nussigem Nachhall, salziger Kante und deutlich mineralischem Griff. Coulommes-la-Montagne: Premier Cru mit 90 % und viel Meunier Das Dorf westlich von Reims gehört zur Petite Montagne de Reims und ist mit 90 % auf der Échelle des Crus als Premier Cru geführt. Auf den rund 77 Hektar Rebfläche der Gemeinde dominiert Meunier mit etwa 65 %, Chardonnay folgt mit gut 21 %, Pinot Noir bleibt bei 14 % – die Sortenverteilung dieser Cuvée spiegelt also das Dorf. Die sanft geneigten Hänge liegen amphitheaterartig nordwestlich des Ortes, auf lehmig-kalkigen Böden, teils mit Sand über Kalk. Das kühle, feuchte Kleinklima am Waldrand kommt dem spät austreibenden, früh reifenden Meunier zugute. Jean Servagnat: 3,5 Hektar Récoltant-Manipulant Jean Servagnat studierte Wirtschaft, arbeitete in Paris und London und kehrte für ein Oenologiestudium in Avize in die Champagne zurück. Seit 2015 füllt er selbst ab. Sein Betrieb umfasst 3,5 Hektar, aufgeteilt in Kleinparzellen von durchschnittlich rund 60 Ar in unterschiedlichen Hanglagen; die Jahresproduktion liegt bei etwa 6.000 Flaschen. Gearbeitet wird biodynamisch orientiert und ohne synthetische Herbizide oder Insektizide: Pheromon-Verwirrung ersetzt das Spritzmittel, Bodenbearbeitung den Herbizideinsatz. Ziel ist ein Weinberg, der wie ein Waldboden seine eigene organische Masse verwertet. Holz und Edelstahl, 30 Monate Hefelager, 1,3 g/l Gelesen wird von Hand, vergoren spontan mit Naturhefen, aufgeteilt auf temperaturgeregelte Tanks und Holzfässer. Die malolaktische Gärung läuft durch, systematisch filtriert wird nicht, weshalb einzelne Flaschen leichten Trub zeigen können. Für die dokumentierte Abfüllung auf Basis des Jahrgangs 2020 sind 30 Monate Hefelager belegt, dégorgiert wurde im Oktober 2023 mit einer Dosage von 1,3 g/l. Das liegt zwar rechnerisch im Bereich Brut Nature, der Winzer deklariert die Cuvée aber als Extra Brut. Servieren und kombinieren 8 bis 10 °C sind die richtige Spanne, bei kühlerer Reife darf es Richtung 11 °C gehen. Ein Weißweinglas ist hier besonders wichtig, weil Nuss und Wachs in der schmalen Flöte verschwinden; umgefüllt wird nicht. Am Tisch funktionieren Poularde mit Estragon, geschmortes Lammnäckchen, gebratene Pilze, Wurzelgemüse aus dem Ofen, Walnüsse mit Comté und eine Quiche mit Lauch. Häufige Fragen zum Jean Servagnat Les Galipes de Coulommes 1er Cru Extra Brut Was bedeutet Récoltant-Manipulant, und warum steht das für Winzerchampagner? Ein Récoltant-Manipulant, abgekürzt RM, baut ausschließlich Trauben aus den eigenen Weinbergen aus und vermarktet den Champagner unter eigenem Namen. Über 2.000 Betriebe in der Champagne arbeiten so; bei Jean Servagnat sind es 3,5 Hektar. Wer Winzerchampagner kaufen möchte, sucht genau dieses Kürzel auf dem Etikett – im Gegensatz zum Négociant-Manipulant, der überwiegend zukauft. Was heißt „Galipes"? Galipe ist ein regionaler Ausdruck, der in der Champagne den Rebstock beziehungsweise die Rebe bezeichnet. Der Cuvée-Name verweist damit auf die Weinberge des Dorfes selbst; eine offizielle Erläuterung des Winzers liegt nicht vor. Warum steht Meunier hier im Vordergrund? Meunier ist in Coulommes-la-Montagne die Hauptsorte und stellt rund zwei Drittel der Rebfläche. Die Sorte treibt später aus und reift früher als Pinot Noir, was im kühlen Kleinklima der Petite Montagne von Vorteil ist, und liefert saftige Frucht mit weicher Textur. Was unterscheidet Extra Brut von Brut? Extra Brut erlaubt 0 bis 6 g/l Restzucker, Brut bis zu 12 g/l. Mit 1,3 g/l in der dokumentierten Charge liegt dieser Champagner am äußersten trockenen Ende, weshalb Säure und Extrakt die Struktur bestimmen. Warum kann die Flasche leicht trüb sein? Weil nicht systematisch filtriert wird, bleiben feine Partikel im Wein. Das ist kein Fehler, sondern Folge der Machart – aufrecht stehen lassen und vorsichtig eingießen genügt.

54,90 €*
Jean Servagnat Les Meuniers Insoumis 1er Cru Brut Nature
Champagner Art: 100% Meunier
Jean Servagnat Les Meuniers Insoumis 1er Cru Brut Nature ist ein reinsortiger Meunier-Champagner aus Coulommes-la-Montagne, Premier Cru in der Petite Montagne de Reims. Als Blanc de Noirs wird die rote Traube weiß gekeltert, gefüllt wird als Brut Nature, also ohne Versanddosage, mit 12 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. „Insoumis" heißt „die Unbeugsamen": Der Name ist eine Kampfansage an den Ruf des Meunier als bloße Beigabe in Assemblagen. Erwartbar ist ein strohgelber Champagner mit Boskop-Apfel, Birnenschale, Sauerteigkruste und knochentrockenem Ausgang. Die Verkostungsnotiz des Jean Servagnat Les Meuniers Insoumis 1er Cru Brut Nature FARBE: Blasses Strohgelb mit silbrigem Rand; die Perlage fein, lebhaft und über längere Zeit als schmale Schnur sichtbar. NASE: Boskop-Apfel und Birnenschale bestimmen den Auftakt, dazu Holunderblüte und Zitronenmelisse. Aus dem Hefelager kommt eine Sauerteigkruste, dahinter ein Anflug von weißem Pfeffer. GESCHMACK: Ohne jede Dosage steht der Wein blank da: klare Linie, kerniger Extrakt, straffe Säure. Die Mousse ist feinperlig und drängt nicht, die Textur cremig mit kreidigem Rückgrat. FINALE: Trocken und geradlinig, mit salzigem Nachdruck, Apfelschale und einem mineralisch anmutenden Nachhall. Lehmig-kalkige Hänge in einem Meunier-Dorf Coulommes-la-Montagne liegt westlich von Reims und ist als Premier Cru mit 90 % eingestuft. Meunier belegt hier etwa 65 % der rund 77 Hektar Rebfläche der Gemeinde – die Sorte ist also nicht Beiwerk, sondern die Leitsorte des Dorfes. Die Böden sind lehmig-kalkig, an manchen Stellen liegt Sand über Kalkstein, die Hänge fallen sanft ab und grenzen an Wald. Das feuchtere, kühlere Kleinklima der Petite Montagne bekommt dem Meunier besser als dem Pinot Noir, weil die Sorte später austreibt und Spätfrost dadurch seltener trifft. Ein Winzer, der auf Meunier setzt Jean Servagnat bewirtschaftet 3,5 Hektar in Kleinparzellen und ist Récoltant-Manipulant, arbeitet also ausschließlich mit eigenen Trauben. Nach Studium und Berufsjahren außerhalb der Champagne kehrte er zurück, absolvierte die Oenologieausbildung in Avize und begann 2015 mit eigenen Abfüllungen; etwa 6.000 Flaschen entstehen pro Jahr. Auf synthetische Herbizide und Insektizide verzichtet er, stattdessen kommen Bodenbearbeitung und Pheromon-Verwirrung zum Einsatz. Sein Ansatz behandelt den Weinberg als Ökosystem, das seine organische Masse selbst verwertet. Spontan vergoren, ohne Dosage gefüllt Die Trauben werden von Hand gelesen und spontan mit den Hefen des Weinbergs vergoren, aufgeteilt auf Edelstahl und Holzfass. Die malolaktische Gärung wird durchgeführt, was die Säure abrundet, ohne die Struktur zu nehmen. Der Winzer dosiert grundsätzlich nur so weit, dass ein Wein sensorisch ausbalanciert ist – bei dieser Cuvée bedeutet das die Deklaration Brut Nature, also 0 bis 3 g/l und praktisch keine Versanddosage. Systematisch filtriert wird nicht, weshalb ein leichter Trub in der Flasche vorkommen kann. Servieren und kombinieren Bei 8 bis 10 °C zeigt der Champagner seine Apfel- und Blütennoten am klarsten, tiefer gekühlt wirkt er verschlossen. Weißweinglas statt Flöte, keine Karaffe. Gut passen Forelle vom Grill, Kalbstartar, Kartoffelpuffer mit Crème fraîche, Frittiertes wie Tempura, Bergkäse mittleren Alters und ein Blumenkohl aus dem Ofen. Häufige Fragen zum Jean Servagnat Les Meuniers Insoumis 1er Cru Brut Nature Was heißt Blanc de Noirs, und ist dieser Champagner einer? Blanc de Noirs bezeichnet einen weißen Champagner ausschließlich aus roten Trauben, die schonend gepresst werden, damit keine Farbe in den Saft übergeht. Diese Cuvée besteht zu 100 % aus Meunier und ist damit ein Blanc de Noirs. Was bedeutet der Name Les Meuniers Insoumis? Übersetzt heißt er „die unbeugsamen Meunier". Gemeint ist die Weigerung, Meunier weiter als Füllsorte in Assemblagen zu behandeln – hier trägt sie die Flasche allein. Was unterscheidet Brut Nature von Extra Brut? Brut Nature, auch Dosage Zéro genannt, erlaubt maximal 3 g/l Restzucker und kommt in der Praxis ohne Versanddosage aus. Extra Brut reicht bis 6 g/l und wirkt dadurch minimal runder. Was unterscheidet Winzerchampagner von Haus-Champagner? Ein Récoltant-Manipulant wie Jean Servagnat erntet, vinifiziert und vermarktet allein aus eigenen Lagen – hier 3,5 Hektar in einem Dorf. Große Häuser kaufen als Négociant-Manipulant Trauben aus vielen Crus zu und mischen auf Stilkonstanz hin; der Winzer zeigt stattdessen Parzelle, Jahr und Handschrift. Wie unterscheidet sich diese Cuvée von Les Galipes de Coulommes? Les Galipes ist eine Assemblage mit 68 % Meunier, Chardonnay und Pinot Noir und mit minimaler Dosage als Extra Brut deklariert. Les Meuniers Insoumis verzichtet auf beide Partnersorten und auf jede Dosage und wirkt dadurch schmaler, klarer und apfelbetonter.

74,90 €*