Die Flaschen, von denen wir nur wenige bekommen. Hier stehen Weine in kleinster Stückzahl, gefragte Lagen und besondere Abfüllungen, die schnell vergriffen sind.
Wer etwas wirklich Seltenes sucht, sollte zugreifen, solange es noch da ist.
Burzi Barolo Capalot VV 2017 stammt aus dem ältesten Weinberg des Guts: Die Nebbiolo-Reben in Capalot sind rund 80 Jahre alt, weshalb das Etikett den Zusatz Vecchie Viti führt. Der Wein hat 14,5 % Vol. und kommt in der 0,75-Liter-Flasche; im Glas ein tiefes Rubinrot mit ersten Reifetönen. Dunkle Kirsche, Pflaume und getrocknete Blüten verbinden sich mit Minze, Süßholz und Waldboden. Die sehr lange Maischestandzeit und der warme Jahrgang 2017 ergeben einen dichten, aber überraschend geschmeidigen Barolo.
Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo Capalot VV 2017
FARBE: Tiefes Rubinrot, am Rand bereits granatfarben aufgehellt.
NASE: Dunkle Kirsche und eingekochte Pflaume treffen auf getrocknete Rose und Lavendel. Darunter arbeiten Minze, Süßholz, Zimtrinde und ein feuchter Waldbodenton, wie ihn alte Reben oft mitbringen.
GESCHMACK: Dicht und tief, mit dunkler Frucht und breit angelegtem, dennoch samtigem Tannin. Der warme Jahrgang zeigt sich in der reifen Fruchtsüße, Minze und ein salziger Zug halten die Balance. Alte Reben liefern hier eher Länge als Lautstärke.
FINALE: Der Nachhall dauert ausgesprochen lange; Dörrkirsche, balsamische Minze und trockene Gewürze bleiben stehen.
Capalot – 80 Jahre alte Reben auf 300 Metern in La Morra
Capalot ist eine amtlich kartierte Lage (MGA) von etwa 25 Hektar in La Morra, gelegen an den Hängen oberhalb von Santa Maria. Die Parzelle der Familie Burzi liegt bei rund 300 Metern und blickt nach Süden, die Reben wurden Ende der 1940er- bis Anfang der 1950er-Jahre gepflanzt. Sandiger Lehm mit Kalk über Sant'Agata-Fossili-Mergeln meeressedimentären Ursprungs prägt hier ein weicheres, feiner gezeichnetes Tannin. Der Wein vereint 55 Prozent Nebbiolo Lampia, 30 Prozent Michet und 15 Prozent Rosè – eine alte, gemischte Pflanzung, wie sie heute selten ist.
Ein Weinberg, der lange an Roberto Voerzio verpachtet war
Die Bekanntheit von Capalot geht auf Roberto Voerzio zurück, der die Parzelle der Burzi bis 2011 gepachtet und daraus einen Barolo Riserva erzeugt hatte; Flaschen der Jahrgänge zwischen 1995 und 2010 sind heute Sammlerware. Als Alberto Burzi 2011 übernahm, behielt er den Anspruch bei: sehr niedrige Erträge, akribische Handarbeit, keine Kompromisse bei der Selektion. Den ersten eigenen Capalot Vecchie Viti füllte er aus dem Jahrgang 2013. Neue Pflanzungen im Gut entstehen durch Handveredelung und Massenselektion aus genau diesen alten Reben.
Bis zu 50 Tage Maische, Reife im 30-Hektoliter-Fass
Die Maischestandzeit dauert bei diesem Wein 30 bis 50 Tage und schließt mit untergetauchtem Hut ab, bei dem die Schalen unter dem Wein gehalten werden. Danach reift der Barolo in großen Fässern aus österreichischer Eiche mit 30 Hektoliter Inhalt, die nicht getoastet sind, und wird vor der Füllung im Betontank harmonisiert. So entsteht Tiefe aus Extraktion und Zeit, nicht aus Holzaromen. Der Shop nennt eine Lagerfähigkeit von 25 Jahren.
Servieren und kombinieren
Zwei Stunden vor dem Essen in eine Karaffe geben und bei 17 bis 18 Grad im großen Glas servieren. Der Wein steht zu geschmortem Ochsenschwanz, zu Lamm mit Rosmarin, zu Agnolotti del plin in Bratenjus, zu Wildschweinragout, zu Taube mit Dörrfrüchten und zu einem lange gereiften Bergkäse.
Häufige Fragen zum Burzi Barolo Capalot VV 2017
Wofür steht das VV auf dem Etikett?
VV ist die Abkürzung für Vecchie Viti, italienisch für alte Reben. Das Weingut führt den Zusatz, weil die Parzelle in Capalot mit rund 80 Jahren die älteste des Betriebs ist.
Wie alt sind die Reben genau?
Gepflanzt wurden sie Ende der 1940er- bis Anfang der 1950er-Jahre, das Weingut spricht von 80 Jahren. Zum Zeitpunkt der Lese 2017 waren die Stöcke also etwa 65 bis 70 Jahre alt.
Welche Rolle spielte Roberto Voerzio in Capalot?
Voerzio hatte die Lage bis 2011 von der Familie Burzi gepachtet und daraus einen gesuchten Barolo Riserva erzeugt. Nach dem Ende der Pacht bewirtschaftet Alberto Burzi die alten Reben selbst.
Wie war der Jahrgang 2017 im Barolo?
2017 brachte Aprilfrost, extreme Trockenheit und einen heißen Sommer, den erst der September entspannte. Die Weine zeigen dennoch charmante Frucht, weiche Tannine und Frische; alte Reben und höhere Lagen kamen erkennbar besser damit zurecht.
Ist der Capalot 2017 schon zu trinken?
Ja, 2017 gilt als zugänglicher Jahrgang, und nach rund neun Jahren ist der Wein offen. Die Struktur aus alten Reben und langer Maische trägt ihn aber noch viele Jahre weiter.
Der Burzi Barolo Capalot VV 2020 stammt aus der ältesten Parzelle des Gutes: Die Reben in der Lage Capalot wurden um das Ende der 1940er Jahre gesetzt und sind heute rund 80 Jahre alt. Der Wein wird mit 15 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt, das Kürzel VV steht für Vecchie Viti, also alte Reben. Das Traubenmaterial vereint drei Nebbiolo-Biotypen und mazeriert 35 bis 45 Tage unter untergetauchtem Tresterhut. Im Glas führt das zu dunkler Kirsche, Backpflaume, Leder und Lakritz, getragen von einer Tannintiefe, die präsent ist, ohne zu drücken.
Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo Capalot VV 2020
FARBE: Dichtes Rubinrot mit dunklem Kern, am Rand noch jugendlich violett.
NASE: Dunkle Kirsche und Backpflaume bilden das Zentrum, darum herum Leder, Tabakblatt und Nelke. Mit Luft kommen Kakao, Lakritz und eine feine Teernote hinzu; die alten Reben liefern eine Tiefe, die der Classico desselben Hauses nicht erreicht.
GESCHMACK: Breit angelegt und trotzdem geschliffen. Die Frucht ist dunkel und konzentriert, das Tannin dicht gewebt und dank des seidigen Jahrgangs bereits zugänglich. Erdige und pfeffrige Noten geben dem hohen Alkohol Halt, die Säure bleibt eingebunden.
FINALE: Sehr lang, mit Bitterkakao, Süßholz und einem nachhallenden, leicht rauchigen Ton.
Capalot - die Parzelle, die bis 2011 Roberto Voerzio bewirtschaftete
Capalot ist eine rund 25 Hektar große MGA in La Morra und liegt zwischen etwa 300 und 350 Metern; Burzis Anlage steht auf 300 Metern in Südlage. Der Untergrund ist sandig-tonig mit Kalkanteil über Sant'Agata-Fossili-Mergel marinen Ursprungs, der alte Flurname La Pria verweist auf den steinigen Charakter. Die Sandanteile sind der Grund für die parfümierte, elegante Statur der Weine dieser Zone. Die Parzelle der Familie Burzi war bis 2011 an Roberto Voerzio verpachtet, der die Trauben lange nur in Magnums füllte; seit der Übernahme bewirtschaftet Alberto Burzi sie selbst.
Alberto Burzi: dritte Generation, erste eigene Füllung 2012
Großvater Luigi Burzi baute Trauben und Haselnüsse an und verkaufte die Ernte über Jahrzehnte an Genossenschaften; er zählte zu den Mitgründern von Terre del Barolo. Sein Enkel Alberto studierte Weinbau und Kellerwirtschaft in Turin, arbeitete zunächst als Berater und übernahm die Familienflächen 2011. Bewirtschaftet werden rund sieben Hektar in La Morra, gearbeitet wird organisch mit Guyot-Erziehung, etwa 5.000 Stöcken je Hektar und niedrigen Erträgen. Capalot gilt im Betrieb als Herzstück und ist auf zwei getrennte Teilstücke verteilt.
24 Monate im 30-Hektoliter-Fass und zwei Jahre Flaschenreife
Die Gärung findet im temperaturkontrollierten Edelstahltank statt, in der Schlussphase liegt der Tresterhut vollständig unter dem Most. Danach reift der Wein rund 24 Monate in Fässern von 30 Hektolitern aus österreichischer Eiche, die nicht getoastet werden, um die Aromatik der Lage nicht zu überdecken; vor der Füllung folgt eine Phase im Zement. Anschließend bleibt der Wein weitere rund 24 Monate in der Flasche, bevor er in den Verkauf geht. Aus dieser Abfolge erklärt sich, dass ein 2020er Capalot heute schon offen wirkt und gleichzeitig zwei Jahrzehnte Perspektive besitzt.
Servieren und kombinieren
17 bis 18 Grad Celsius, ein großes Glas mit hohem Kamin. Zwei Stunden Karaffe tun dem Wein gut, ein Depot sollte in der Flasche bleiben. Kräftige Gerichte halten mit: Brasato, Rinderbacke mit Sellerie, Wildschweinragout mit Polenta, Lammkarree mit Thymian, Tajarin mit weißem Alba-Trüffel und ein lange gereifter Castelmagno.
Häufige Fragen zum Burzi Barolo Capalot VV 2020
Was bedeutet die Abkürzung VV auf dem Etikett?
VV steht für Vecchie Viti, also alte Reben. Die Anlage in Capalot ist die älteste des Gutes und wurde um das Ende der 1940er Jahre gepflanzt; die geringen Erträge alter Stöcke sind der Grund für die Konzentration dieses Weins.
Welche Rolle spielt Roberto Voerzio bei dieser Lage?
Die Parzelle war bis 2011 an Roberto Voerzio verpachtet, der die Trauben schätzte und den Wein vor allem in Magnumflaschen abfüllte. Seit Alberto Burzi die Fläche selbst bewirtschaftet, entsteht daraus sein Lagenwein Capalot Vecchie Viti.
Ist der Capalot 2020 bereits zugänglich?
Ja, ungewöhnlich früh für einen Wein dieses Zuschnitts. Der Jahrgang 2020 bringt feinkörnige Tannine mit, und die zwei Jahre Flaschenreife vor dem Verkauf haben zusätzlich geholfen. Mit zwei Stunden Luft zeigt er sich vollständig.
Wie lange lässt sich der Wein lagern?
Struktur und Konzentration sprechen für ein Fenster bis in die 2040er Jahre, die Shop-Angabe von 25 Jahren ist hier plausibel. Der Reifegipfel dürfte zwischen 2030 und 2040 liegen.
Warum stehen im Capalot drei Nebbiolo-Biotypen?
Alte Anlagen wurden per Massale-Selektion gesetzt, weshalb Lampia, Michet und Nebbiolo Rosè gemischt wachsen. Das Weingut nennt für diesen Wein rund 55 Prozent Lampia, 30 Prozent Michet und 15 Prozent Rosè - Michet gibt Struktur, Rosè Duft und Farbtiefe wird von Lampia getragen.
Der Schiavenza Barolo Prapò 2020 kommt aus einer der historisch bedeutendsten Lagen von Serralunga d'Alba und ist der Wein des Guts, der am meisten Zeit verlangt. Reinsortiger Nebbiolo, 15 % Alkohol, 0,75 Liter. Schwarze Beeren, Lakritz und Kakao verbinden sich mit floralen Tönen sowie rauchig-erdiger Würze. Der milde Jahrgang 2020 nimmt dem Wein etwas von seiner Strenge, ohne die Kraft und den langen Abgang der Lage anzutasten.
Der Schiavenza Barolo Prapò 2020 in der Verkostung
FARBE: Dunkles Granatrot, dicht und im Kern kaum durchscheinend.
NASE: Ein vielschichtiges Bouquet aus schwarzen Beeren, Lakritz und Kakao. Florale Töne, Rauch und eine erdige Note nach getrockneten Pilzen und Teer verleihen dem Duft Tiefe.
GESCHMACK: Am Gaumen kehrt die Aromatik der Nase zurück: saftige reife Frucht, feines jugendliches Tannin, dahinter mineralische Töne und erneut Lakritz. Der Wein besitzt viel Kraft und eine spürbare Wärme.
FINALE: Sehr lang, mit dunkler Beere, Süßholz und einem kräuterwürzigen, leicht bitteren Zug.
Prapò: der Osthang mit Morgensonne über Serralunga
Prapò ist mit gut acht Hektar eine der kleineren Lagen von Serralunga d'Alba und liegt auf etwa 270 bis 380 Metern Höhe. Die Ausrichtung nach Osten und Südosten bringt Morgen- und Mittagssonne, danach kühlt der Hang wieder ab — ein Rhythmus, der langsame Reife und ausgeprägte Aromatik begünstigt. Der Untergrund gehört zu den fossilen Formationen von Lequio und Sant'Agata. Berühmt wurde die Lage durch Giuseppe Cappellano, der ihre Trauben über fünf Jahrzehnte hinweg exklusiv verarbeitete. Prapò-Weine gelten als besonders tiefgründig und langlebig, mit Noten von Teer und getrockneten Pilzen. Schiavenza bewirtschaftet dort 0,6 Hektar mit rund 30 Jahre alten Reben in 300 bis 320 Metern Höhe.
Schiavenza: traditioneller Barolo aus dem Ortskern
Das Gut liegt mitten in Serralunga d'Alba und wird seit 1956 von der Familie Alessandria geführt, heute in zweiter Generation durch Enrica und Maura Alessandria mit Luciano Pira und Walter Anselma. Der Name geht auf die Halbpacht zurück, unter der das Anwesen früher für die Opera Pia Barolo, die Stiftung der Marchesi di Barolo, bewirtschaftet wurde. Neben Prapò gehören Cerretta und Broglio in Serralunga sowie eine Fläche in Perno bei Monforte d'Alba zum Portfolio. Der Stil ist konsequent klassisch: kein Barrique, keine Konzentrationstechnik, sondern Zement, Zeit und großes Holz.
Späte Handlese und Reife im großen Holzfass
Die Trauben aus Prapò werden Ende Oktober von Hand gelesen und damit später als in vielen Nachbarlagen. Die Gärung läuft in Zementtanks von 30 bis 50 Doppelzentnern, die Maischestandzeit beträgt rund 15 bis 20 Tage bei 25 bis 27 °C. Anschließend reift der Wein mindestens 18 Monate in großen slawonischen Eichenfässern, bevor er wenigstens sechs Monate in der Flasche ruht. Prapò braucht von allen Weinen des Guts am meisten Zeit — auch im zugänglichen Jahrgang 2020 lohnt sich Geduld.
Servieren, dekantieren, kombinieren
Bei 17 bis 18 °C in einem großen Glas servieren und zwei Stunden vorher dekantieren. Der Prapò verträgt kräftige Gerichte: Rinderschmorbraten, Hirschrücken, Wildente, Trüffelrisotto, Bollito misto sowie sehr reifen Hartkäse mit Mostarda.
Häufige Fragen zum Schiavenza Barolo Prapò 2020
Wofür steht Prapò auf dem Etikett?
Prapò bezeichnet eine amtlich abgegrenzte Einzellage, eine MGA, in Serralunga d'Alba. Die Angabe garantiert, dass alle Trauben aus dieser rund acht Hektar großen Lage stammen.
Warum braucht dieser Wein so lange?
Prapò liefert besonders tanninreiche und tiefgründige Weine, die sich langsam öffnen. Im Sortiment von Schiavenza ist dies die Abfüllung mit dem größten Zeitbedarf.
Wie wirkt der Jahrgang 2020 in dieser Lage?
2020 verlief mild, ohne Hagel und mit kühlen Septembernächten. Der Prapò zeigt dadurch reifere Frucht und rundere Gerbstoffe als in strengen Jahren, behält aber seine Kraft.
Worin unterscheiden sich Prapò und Cerretta?
Cerretta liegt höher und liefert offenere, breiter wirkende Weine mit weicher eingebundenem Tannin. Prapò ist tiefer, erdiger und in der Jugend verschlossener.
Welche Speisen passen besonders gut?
Alles, was Fett, Röstaromen und Würze mitbringt: geschmortes Rind, Wild, Bollito misto oder gereifter Käse. Zu leichten Gerichten wirkt der Wein rasch zu dominant.
Inhalt:
0.75 Liter
(74,53 €* / 1 Liter)
55,90 €*
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