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Produktinformationen "Burzi Barolo La Serra 2020"

Der Burzi Barolo La Serra 2020 verbindet die höchste Lage des Gutes mit einem Jahrgang, der für seidige Texturen bekannt geworden ist. Der Nebbiolo wächst auf rund 450 Metern in Ostlage in La Morra und wird mit 15 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt. Nach einem kühlen Mai und Juni, einem warmen aber nicht extremen Sommer und einem gewitterhaften September fiel die Lese früh aus. Das Ergebnis ist ein heller, floral geprägter Barolo mit Walderdbeere, Rosenwasser und Bergamotte, dessen Tannin sich schon jetzt geschliffen anfühlt.

Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo La Serra 2020

FARBE: Leuchtendes, mittleres Rubinrot mit klarem Kern und hellem Rand.

NASE: Walderdbeere und rote Johannisbeere zuerst, danach Rosenwasser, Bergamotte und ein Hauch Fenchelsaat. Ein Anklang von Pfirsichkern und feinem Steinsalz macht deutlich, dass hier Höhe und nicht Hitze am Werk war.

GESCHMACK: Geschmeidig und dennoch straff umrissen, mit knackiger roter Frucht und einer sehr feinkörnigen Tanninstruktur. Die Säure bleibt lebendig, der höhere Alkohol dieses Jahrgangs trägt Fülle bei, ohne warm zu wirken.

FINALE: Lang, hell und salzig, mit einem floralen Nachhall und leicht kreidigem Griff.

Ostlage auf 450 Metern - was La Serra dem Wein gibt

Die Parzelle gehört zur MGA La Serra, einer der höchsten Zonen von La Morra, und ist nach Osten ausgerichtet. Morgensonne und kühle Nächte verlangsamen die Zuckerbildung, weshalb die Trauben Aroma und Säure behalten, auch wenn der Sommer warm ausfällt. Unter der sandig-lehmigen Oberfläche liegt Sant'Agata-Fossili-Mergel aus dem Tortonium, ein Gemisch aus Ton, Feinsand und Kalk. Die MGA gilt seit Jahrzehnten als Adresse für florale, früh zugängliche Barolo; genau das unterstreicht der Jahrgang 2020.

Handwerk in der Fraktion Santa Maria

Der Keller von Alberto Burzi liegt im Haus der Großeltern, gebaut in den späten 1960er Jahren und 2018 erweitert. Zusammen mit seiner Schwester Caterina bewirtschaftet er rund sieben Hektar und füllt jährlich etwa 20.000 bis 25.000 Flaschen. Die Arbeit im Weinberg folgt organischen Grundsätzen, mit Guyot-Schnitt von Hand, Massale-Selektion und Handlese. Im Keller wird auf Röstholz und aromatische Eingriffe verzichtet, weil der Anspruch des Hauses lautet, dass Eleganz die Kraft des Tannins überwiegen soll.

Untergetauchter Tresterhut, ungetoastetes 20-Hektoliter-Fass

Die Maische bleibt 35 bis 45 Tage im Kontakt mit dem Most, in der Endphase liegt der Tresterhut unter der Flüssigkeit. Diese Technik extrahiert Farbe und Struktur ruhig, ohne harte Gerbstoffe herauszulösen. Der Ausbau dauert rund 24 Monate in einem Fass von 20 Hektolitern aus österreichischer Eiche ohne Toasting, danach folgt eine Beruhigungsphase im Zement. Weil 2020 von sich aus weich und aromatisch angelegt ist, entsteht daraus ein Cru, der früh Freude macht und dennoch über gut ein Jahrzehnt Reserven besitzt.

Servieren und kombinieren

16 bis 17 Grad Celsius sind ideal, ein bauchiges Glas hilft der floralen Aromatik. Eine Stunde Luft reicht, bei diesem Jahrgang ist langes Dekantieren unnötig. Am Tisch bewährt er sich mit Tajarin und Butter, Kalbsbries, Ente mit Orange, Steinpilzen im Ofen, Zwiebelflan mit Fonduta und einem nicht zu salzigen Blauschimmelkäse.

Häufige Fragen zum Burzi Barolo La Serra 2020

Wie unterscheidet sich der La Serra 2020 vom Vorjahrgang?

Der 2019er ist straffer, säurebetonter und braucht mehr Zeit; der 2020er wirkt runder, floraler und ist früher zugänglich. Beide stammen aus derselben Parzelle, der Unterschied kommt allein aus dem Witterungsverlauf.

Warum hat dieser Barolo 15 Prozent Alkohol?

Die Shop-Angabe nennt 15 Prozent. In warmen Jahren wie 2020 erreichen alte und gut belichtete Nebbiolo-Anlagen hohe Zuckerwerte; die Höhenlage und die frische Säure sorgen dafür, dass der Wein trotzdem nicht schwer wirkt.

Wie lange sollte man ihn liegen lassen?

Er ist heute trinkbar. Zwischen 2026 und 2032 dürfte er sein Optimum zeigen, danach beginnt die tertiäre Phase. Für eine 2013 gepflanzte Anlage ist das ein realistisches Fenster.

Was ist eine MGA?

Menzione Geografica Aggiuntiva bezeichnet eine offiziell abgegrenzte Lage innerhalb der Barolo-Denomination. Steht ihr Name auf dem Etikett, müssen alle Trauben aus dieser Lage kommen.

Welches Glas passt zu diesem Wein?

Ein großes, bauchiges Burgunderglas. Es gibt der floralen und beerigen Aromatik Raum, während eine engere Form die kühle Würze und das Tannin betonen würde.

Weitere Informationen
Alkoholgehalt: 15 % Vol
Anbaugebiet: La Serra
Anbaugebiet: La Serra (MGA in La Morra), ca. 430-450 m, Ostexposition
Ausbau: 35-45 Tage Mazeration mit untergetauchtem Hut, ca. 24 Monate im ungetoasteten 20-hl-Fass aus österreichischer Eiche, Abschluss im Zementtank
Farbe: Rubinrot
Geschmack: komplex mit Minze, tolle Frucht
Herstellerland: Italien
Jahr: 2020
Lagerung: ca. 15 Jahre
Nettofüllmenge: 0,75 Liter
Produzent: Burzi
Region: Piemont
Traube: Nebbiolo (75 % Lampia, 20 % Michet, 5 % Rosè)
Trinktemperatur in °C: 16-17
gesetzliche Angaben: enthält Sulfite

Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:

Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach

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