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Produktinformationen "Diego Morra Barolo Zinzasco 2017"

Der Diego Morra Barolo Zinzasco 2017 stammt aus einem der wärmsten Jahre, die das Barolo-Gebiet in jüngerer Vergangenheit erlebt hat, und zeigt entsprechend eine weiche, umgängliche Seite des Nebbiolo. Gefüllt wird mit 14 % Vol. in 0,75 Liter; die Trauben kommen zu drei Vierteln aus La Morra und zu einem Viertel aus Verduno. Kandierte Kirsche, Dörrpflaume, Nelke und ein Hauch Kakao bestimmen das Aromenbild. Das Tannin fällt samtig aus, die Säure bleibt moderat — ein Barolo eher für den Tisch als für den Keller.

Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo Zinzasco 2017

FARBE: Warmes Granatrot mit ziegelfarbenem Rand und geringer Randintensität.

NASE: Reife bis kandierte Kirsche, Dörrpflaume und Orangenschale bilden den Kern. Darüber liegen Nelke, Zimt, ein Hauch Kakao und getrockneter Thymian. Florale Noten sind vorhanden, aber leiser als in kühlen Jahrgängen.

GESCHMACK: Rund und mittelgewichtig, mit weich gezeichnetem Tannin und einer Säure, die trägt statt zu spannen. Getrocknete Frucht, süße Gewürze und eine leicht bittere Kräuternote halten sich die Waage. Die Trockenheit des Jahres 2017 ist an der Fülle spürbar, nicht an Härte.

FINALE: Mittellang, warm und würzig, mit Nachklang von Dörrobst und Zimtrinde.

Drei Viertel La Morra, ein Viertel Verduno

Der Wein setzt sich aus Parzellen zusammen, die entlang des Wegs Zinzasco auf dem Grat zwischen den beiden Gemeinden liegen. La Morra stellt den größeren Teil und steht für weiche Gerbstoffe und offene Aromatik, Verduno für Pfefferwürze und Frische — in einem heißen Jahr wie 2017 gewinnt die Cuvée durch diesen kühleren Anteil an Kontur. Die Böden sind geschichteter Mergel mit Sand und Ton, darin stehen alte Reben von 25 bis 50 Jahren. Weil Zinzasco keine amtliche Zusatzbezeichnung ist, trägt das Etikett den Weinnamen ohne Lagenstatus.

Ein junger Keller in einem alten Weinbaubetrieb

Wein und Haselnüsse gehören bei den Morra seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zusammen: Zu den 30 Hektar Reben kommen 20 Hektar Haselnusshaine, verteilt auf Verduno, La Morra und Roddi. Vor 2006 lag die Vinifikation nicht im eigenen Haus — erst Diego Morra baute nach der Önologieschule Umberto I in Alba den Keller auf und erzeugt heute rund 40.000 Flaschen im Jahr. Im Weinberg setzt er auf integrierten Pflanzenschutz. Sein Leitsatz: Der Betrieb habe keine lange Kellertradition zu verwalten, sondern schreibe seine Geschichte Schritt für Schritt.

Kürzere Maische, gleiche Fassreife

Vergoren wird im temperaturkontrollierten Stahltank, für den Zinzasco sind 20 bis 25 Tage Schalenkontakt vorgesehen. 2017 kamen viele Betriebe im Barolo mit kürzeren Standzeiten aus, weil die Trauben Farbe und Gerbstoff schneller abgaben und die üblichen langen Mazerationen für Struktur nicht nötig waren. Anschließend reift der Wein rund 30 Monate in großen Holzfässern und mindestens sechs weitere Monate in der Flasche. Das Haus bevorzugt für Barolo gebrauchtes Holz, damit die Frucht nicht von Röstaromen überlagert wird.

Servieren und kombinieren

17 °C, ein mittelgroßes Rotweinglas, eine halbe Stunde Luft — mehr braucht dieser Jahrgang nicht. Dekantieren ist möglich, aber verzichtbar, weil das Tannin schon weich geworden ist. Auf dem Teller passen Lammkarree mit Kräuterkruste, Ossobuco, Ravioli mit Steinpilzfüllung, kalt aufgeschnittenes Roastbeef und gereifte Robiola.

Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo Zinzasco 2017

Ist Zinzasco eine offiziell abgegrenzte Lage?

Nein. Die 181 zusätzlichen geografischen Angaben des Barolo sind seit der Regeländerung von 2010 festgeschrieben, Zinzasco gehört nicht dazu. Der Name bezeichnet den Weg, an dem die Parzellen liegen, und ist als Weinname des Betriebs zu lesen.

Wie unterscheidet sich 2017 vom Vorjahrgang 2016?

2016 verlief kühl, spät und säurebetont, 2017 heiß und von ausgeprägter Trockenheit geprägt. Der 2017er wirkt deshalb weicher und runder, der 2016er straffer und deutlich langlebiger.

Wie lange sollte der Wein noch lagern?

Für den Zinzasco sind rund 15 Jahre Lagerfähigkeit angesetzt. Der Jahrgang 2017 wird von der Fachkritik jedoch dem kurz- bis mittelfristigen Bereich zugeordnet, ein Genuss in den nächsten Jahren liegt also nahe.

Worin unterscheidet er sich vom Monvigliero des Hauses?

Der Monvigliero kommt aus einer einzigen, voll südexponierten Lage in Verduno und bringt mehr Duft, Salz und Lagerpotenzial mit. Der Zinzasco verschneidet Parzellen zweier Gemeinden und ist früher zugänglich.

Wie wird eine Flasche richtig gelagert?

Liegend, dunkel, erschütterungsfrei und bei möglichst gleichbleibenden 12 bis 14 °C. Temperaturschwankungen schaden dem Wein stärker als ein konstant etwas höheres Niveau.

Weitere Informationen
Alkoholgehalt: 14 % vol
Anbaugebiet: Verduno und La Morra
Anbaugebiet: La Morra (ca. 75 %) und Verduno, Barolo DOCG
Ausbau: 20–25 Tage Maische im Edelstahl, ca. 30 Monate großes Holzfass, min. 6 Monate Flasche
Auszeichnungen: Merum: 3 Herzen
Farbe: warmes Granatrot mit ziegelfarbenem Rand
Geschmack: kandierte Kirsche, Dörrpflaume, Nelke, Kakao, samtiges Tannin
Herstellerland: Italien
Jahr: 2017
Klassifikation: Barolo DOCG
Lage / MGA: keine MGA – Zinzasco ist ein Weinname des Betriebs
Lagerung: 15 Jahre
Nettofüllmenge: 0,75 Liter
Produzent: Diego Morra
Rebalter: 25–50 Jahre
Region: Piemont
Traube: 100 % Nebbiolo
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2029
Trinktemperatur in °C: 17 °C
Verschluss: Naturkork
gesetzliche Angaben: enthält Sulfite

Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:

Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach

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