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Az. Agr. Lalu

Kleiner Familienbetrieb aus dem Piemont mit Faible für handwerklich gemachte Langhe-Weine. Noch ein Geheimtipp – aber wer sie einmal im Glas hatte, kommt zuverlässig wieder. Ehrlicher Nebbiolo, ohne großes Marketing drumherum.

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Az. Agr. Lalu – Barbera d'Alba DOC 2023
Alkoholgehalt: 14,5 % | Anbaugebiet: Monforte D'Alba | Ausbau: in slawonischer Eiche für 24 Monate | Auszeichnungen: Nein | Farbe: tiefdunkles Rot | Geschmack: Intensive Nase,Kirsche,Marzipan | Herstellerland: Italien | Jahr: 2022 | Lagerung: 5-15 Jahre | Nettofüllmenge (in Liter): 0,75 | Produzent: Agricola Azienda LaLu | Region: Piemont | Traube: Barbera | Trinktemperatur in °C: 16-17 | gesetzliche Angaben: enthält Sulfite
Der Az. Agr. Lalu – Barbera d’Alba DOC 2023 kommt aus Monforte d’Alba und fällt kräftiger aus als sein Nachfolger. Tiefdunkles Rot, 14 % Vol., 0,75 Liter. Eine intensive Nase mit Kirsche und Marzipan leitet ein, am Gaumen halten sich Reife und Säure die Waage. 2023 brachte in den Langhe Hitzespitzen und einen langen Herbst – beides schmeckt man in diesem Wein. Die Verkostungsnotiz des Az. Agr. Lalu – Barbera d’Alba DOC 2023 FARBE: Tiefdunkles Rot, im Kern fast undurchsichtig. NASE: Eine intensive Nase aus dunkler Kirsche, Pflaume und Holunder. Marzipan und geröstete Mandel geben einen süßlichen Gegenpol, dazu Nelke und getrocknete Kräuter. GESCHMACK: Vollere Frucht als im Folgejahrgang, mit reifer Kirsche und dunklem Beerenmus. Die Säure bleibt hoch, wird aber vom Extrakt aufgefangen; der Wein wirkt rund, ohne breit zu werden. FINALE: Länger und wärmer, mit Pflaume, Mandel und einer leichten Bitterschokoladennote. Wo die Barbera-Reben in Monforte d’Alba stehen Monforte d’Alba liegt im Südosten des Langhe-Hügellands, die Rebzeilen ziehen sich dort höher hinauf als in den westlichen Gemeinden. Lalu hat hier eine größere Barbera-Fläche als Nebbiolo-Fläche und behandelt die Sorte entsprechend ernst. Die Mergelböden der Gemeinde speichern Wasser gut, was in trockenen Sommern hilft und der Säure einen ruhigen Rahmen gibt. Alle Flächen werden ökologisch und regenerativ bewirtschaftet, der Boden bleibt ganzjährig bedeckt. Zwei Quereinsteigerinnen aus Turin Lara Rocchetti und Luisa Sala stammen aus Turin und kamen über das Studium der Gastronomischen Wissenschaften in Pollenzo zum Wein, nicht über eine Familientradition. Ihre Praxis holten sie sich im Burgund bei Dominique Lafon und Cécile Tremblay sowie bei piemontesischen Gütern wie Trediberri und Conterno-Fantino. Ihre Abschlussarbeit befasste sich mit klimaneutralen Kellereien – ein Thema, das bis heute in ihre Arbeitsweise hineinwirkt. Seit 2019 führen sie ihren eigenen Betrieb mit rund dreieinhalb Hektar in La Morra und Monforte d’Alba. Warum hier kein neues Holz zum Einsatz kommt Barbera reagiert empfindlich auf frische Fasswürze: Vanille und Röstnoten decken die Kirschfrucht schnell zu. Lalu vergärt deshalb im Beton und legt den Wein anschließend für etwa acht Monate in gebrauchte Holzfässer österreichischer Herkunft, die keinen eigenen Ton mehr abgeben. Die Gärung läuft spontan mit einem Pied de cuvée an, ein Teil der Trauben bleibt als ganze Beere im Behälter. Die Abfüllung erfolgt unfiltriert. Servieren und kombinieren 16 bis 17 °C, wie vom Gut angegeben, treffen den Wein am besten. Wegen der reiferen Frucht des Jahrgangs schadet eine halbe Stunde Luft nicht, nötig ist sie nicht. Auf den Tisch gehören dazu Brasato, Bollito misto, Bagna càuda, Tagliatelle mit Wurstsugo, Schweinebauch aus dem Ofen und halbfester Bergkäse. Häufige Fragen zum Az. Agr. Lalu – Barbera d’Alba DOC 2023 Wie hat sich der Jahrgang 2023 auf den Wein ausgewirkt? Der nasse Frühling verlangte ständige Arbeit gegen den Falschen Mehltau, der Sommer brachte Spitzen über 40 °C. Die späte Lese bei kühlen Nächten führte zu reifer Frucht, die dennoch Säure behalten hat. Wie unterscheidet er sich vom 2024er desselben Weins? Der 2023er zeigt mehr Reife, mehr Extrakt und ein wärmeres Finale. Der 2024er fällt heller und schlanker aus und stellt die Frische stärker in den Vordergrund. Passt der Wein zu deftiger Küche? Ja, das ist seine Stärke. Die hohe Säure schneidet durch Fett, weshalb Schmorgerichte, Wurst und kräftige Sugos gut funktionieren. Warum steht auf dem Etikett kein Superiore? Die Stufe Superiore setzt zwölf Monate Reife voraus, davon vier im Holzfass, und mindestens 12,5 % Vol. Wer den Wein bewusst früher füllt, um Frucht und Frische zu erhalten, verzichtet auf diese Bezeichnung. Wie lange lässt sich der 2023er aufbewahren? Bei kühler, dunkler Lagerung hält er sich gut über mehrere Jahre. Am meisten Freude macht er in den ersten fünf bis acht Jahren, solange die Kirschfrucht präsent ist.

Inhalt: 0.75 Liter (31,87 €* / 1 Liter)

23,90 €*
Az. Agr. Lalu – Barbera d'Alba DOC 2024
Alkoholgehalt: 14,5 % | Anbaugebiet: Monforte D'Alba | Ausbau: in slawonischer Eiche für 24 Monate | Auszeichnungen: Nein | Farbe: tiefdunkles Rot | Geschmack: Intensive Nase,Kirsche,Marzipan | Herstellerland: Italien | Jahr: 2022 | Lagerung: 5-15 Jahre | Nettofüllmenge (in Liter): 0,75 | Produzent: Agricola Azienda LaLu | Region: Piemont | Traube: Barbera | Trinktemperatur in °C: 16-17 | gesetzliche Angaben: enthält Sulfite
Der Az. Agr. Lalu – Barbera d’Alba DOC 2024 wächst in Monforte d’Alba, im Cru Bussia. Tiefdunkles Rot im Glas, 14 % Vol., 0,75 Liter. Die Nase ist intensiv und trägt Kirsche und einen süßlichen Marzipanton, am Gaumen übernimmt die typische Barbera-Säure. Der nasse, kühle Jahrgang 2024 hat den Wein eher schlank und trinkfreudig ausfallen lassen. Die Verkostungsnotiz des Az. Agr. Lalu – Barbera d’Alba DOC 2024 FARBE: Tiefdunkles Rot mit violettem Rand. NASE: Intensiv und direkt: Sauerkirsche, Brombeere und schwarze Johannisbeere. Dahinter ein Marzipanton, dazu Veilchen und eine feine Anisnote. GESCHMACK: Saftig und geradlinig, getragen von der hohen Säure, die diese Rebsorte auszeichnet. Tannin gibt es kaum, dafür einen klaren Fruchtkern und einen leicht salzigen Zug im Mittelteil. FINALE: Frisch und mittellang, mit Kirsche und einem mandeligen Nachhall. Der Cru Bussia in Monforte d’Alba Rund anderthalb Hektar Barbera bewirtschaftet Lalu in Bussia, einer der bekanntesten Lagen der Gemeinde Monforte d’Alba. Barbera bekommt in den Langhe nicht selten Hangposten, die sonst dem Nebbiolo vorbehalten wären – genau das gibt der Sorte hier mehr Substanz als in einfacheren Zonen. Die kalk- und mergelhaltigen Böden bremsen die Säure nicht aus, sondern halten sie im Gleichgewicht mit der Frucht. Gearbeitet wird ökologisch, mit Begrünung und ohne Herbizide. Barbera d’Alba DOC: was die Regeln verlangen Die Herkunft wurde 1970 anerkannt und deckt die Hügel um Alba in Langhe und Roero ab; Weinberge oberhalb von 650 Metern sind ausgeschlossen. Mindestens 85 % Barbera müssen in die Flasche, bis zu 15 % Nebbiolo sind zulässig. Der Grundtyp braucht mindestens 12 % Vol., die Stufe Superiore mindestens 12,5 % Vol. und zwölf Monate Reife, davon vier im Holzfass. Historisch kam die Rebsorte erst nach der Reblauskrise ins Albeser Hügelland und profitierte dort von Böden, die sonst dem Nebbiolo gehören. Ganze Beeren im Beton, danach neutrales Holz Ganze Trauben und ganze Beeren vergären im Betonbehälter, spontan und parzellenweise getrennt; die Umzüge erfolgen im freien Fall, aufgegossen wird von Hand. Beton speichert keine Aromen und hält die Temperatur ruhig, was der Frische dieser Rebsorte entgegenkommt. Danach folgen rund acht Monate in gebrauchten österreichischen Holzfässern ohne eigenen Holzton. Gefüllt wird ungefiltert. Servieren und kombinieren Das Gut nennt 16 bis 17 °C als Trinktemperatur – kühler serviert wirkt die Säure spitz, wärmer verliert der Wein Kontur. Ein normales Rotweinglas genügt, Dekantieren ist überflüssig. Er passt zu Tajarin mit Ragout, zu Salsiccia, zu Pizza mit Salami, zu gebratener Leber, zu Vitello tonnato und zu jungem Robiola-Käse. Häufige Fragen zum Az. Agr. Lalu – Barbera d’Alba DOC 2024 Wie viel Barbera muss in einer Barbera d’Alba DOC stecken? Mindestens 85 %; bis zu 15 % Nebbiolo dürfen ergänzt werden. Das Anbaugebiet liegt rund um Alba und reicht höchstens bis 650 Meter Höhe. Was zeichnet den Jahrgang 2024 aus? Nach zwei Dürrejahren regnete es im Frühjahr 2024 kräftig, später kam ein nasser September dazu. Wer streng aussortierte, erhielt frische Weine mit klarer Frucht und niedrigerem Alkohol als in den heißen Vorjahren. Warum schmeckt Barbera so säurebetont? Die Rebsorte bildet von Natur aus viel Säure und nur wenig Gerbstoff. Genau diese Kombination macht sie zu einem beweglichen Essensbegleiter, der auch fettere Gerichte noch trägt. Sollte der Wein liegen bleiben? Er ist jetzt am zugänglichsten und braucht keine Reifezeit. Bei kühler Lagerung hält er sich problemlos einige Jahre, gewinnt aber vor allem an Ruhe, nicht an Komplexität. Was unterscheidet ihn vom Langhe Nebbiolo des Guts? Die Barbera ist dunkler in der Frucht, weicher im Tannin und lebt fast ausschließlich von ihrer Säure. Der Nebbiolo desselben Hauses wirkt heller, floraler und deutlich gerbstoffbetonter.

Inhalt: 0.75 Liter (31,87 €* / 1 Liter)

23,90 €*
Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2023
Traube: Nebbiolo
Beim Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2023 liefert die Lage Roncaglie in La Morra das Traubenmaterial. Rubinrot, 14 % Vol., 0,75 Liter: ein Nebbiolo aus einem Jahr, das die Winzer in den Langhe hart gefordert hat. Rosen und Waldbeeren stehen vorn, Tabak und trockene Kräuter folgen. Die Hitzespitzen des Sommers 2023 haben für Reife gesorgt, die kühlen Nächte im langen Herbst für Duft und Säure. Die Verkostungsnotiz des Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2023 FARBE: Rubinrot mit granatfarbenem Schimmer am Rand. NASE: Reife Waldbeeren und dunkle Kirsche treffen auf getrocknete Rosenblätter. Darunter liegen Tabak, Lakritzwurzel und ein erdiger, fast pilziger Unterton. GESCHMACK: Straffer und dichter als im Folgejahrgang, mit gereifter roter Frucht und einem Tannin, das spürbar Kontur zieht. Die Säure sitzt hoch und trägt den Wein über den ganzen Gaumen, salzige und würzige Anklänge begleiten sie. FINALE: Anhaltend, mit Kirschkern, Tabak und einer trocken-herben Spur, die zum nächsten Schluck einlädt. Roncaglie in La Morra, die erste Parzelle des Guts Roncaglie ist eine offiziell abgegrenzte Lage, eine sogenannte MGA, in der Gemeinde La Morra. Hier liegt die halbe Hektar große Parzelle, mit der die Geschichte von Lalu 2015 begann – vier Jahre vor der Betriebsanmeldung. Die Reben stehen auf etwa 400 Metern Höhe und schauen nach Osten, die Morgensonne bringt sie früh in Gang, die Nachmittagshitze trifft sie nicht mehr voll. Die sandig-tonigen Mergelböden von La Morra gelten als Grund für die duftige, eher schlanke Stilistik der Weine aus dieser Gemeinde. Lara Rocchetti und Luisa Sala, seit 2019 in Serralunga d’Alba Die beiden Gründerinnen kommen aus Turin und haben in Pollenzo Gastronomische Wissenschaften studiert; eine Winzerfamilie steht nicht hinter ihnen. Nach dem Studium sammelten sie Erfahrung bei Gütern im Burgund und im Piemont, bevor sie 2019 ihren eigenen Betrieb anmeldeten und eine kleine Kellerei in Serralunga d’Alba anmieteten. Der erste Jahrgang brachte 5.000 Flaschen; als Obergrenze haben sie sich rund 20.000 Flaschen im Jahr gesetzt, sobald alle Flächen im Ertrag stehen. Bewirtschaftet wird ökologisch, mit Blick auf Bodenleben und Artenvielfalt. Handentrappung nach burgundischem Vorbild Ein Teil der Trauben wird von Hand entrappt, wobei die kleinen Stielchen an der Beere bleiben – eine aufwendige Technik, die Lalu von Lalou Bize-Leroy übernommen hat und die die Adstringenz senken soll. Der Rest geht als ganze Beere mit in den Betonbehälter, die Gärung startet spontan. Anschließend reift der Wein etwa acht Monate in gebrauchten Holzfässern österreichischer Herkunft, die den Wein tragen, aber nicht würzen sollen. Die Füllung erfolgt ohne Filtration. Servieren und kombinieren Am besten bei 16 bis 18 °C in einem bauchigen Glas. Der 2023er verträgt etwas mehr Luft als ein leichter Jahrgang – eine Stunde geöffnet oder ein kurzer Umzug in die Karaffe tun ihm gut. Er begleitet Brasato, Salsiccia mit Linsen, Tagliatelle mit Ragout, gegrilltes Rind, Steinpilze und gereiften Toma-Käse. Häufige Fragen zum Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2023 Was bedeutet Roncaglie auf dem Etikett? Roncaglie ist eine amtlich abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung in der Gemeinde La Morra. Sie benennt die Herkunft der Trauben genauer, als es die DOC Langhe allein tun würde. Was hat den Jahrgang 2023 in den Langhe geprägt? Ein milder, sehr nasser Frühling sorgte für starken Falschen Mehltau, im Sommer kletterten die Temperaturen über 40 °C. Der lange, kühle Herbst rettete die Aromatik, doch nur mit strenger Auslese im Weinberg kamen saubere Trauben in den Keller. Ist der 2023er schon trinkreif? Ja, er lässt sich bereits gut trinken, wirkt aber straffer als der Folgejahrgang. Ein bis zwei weitere Jahre Flaschenruhe runden das Tannin spürbar ab. Worin unterscheidet er sich vom Barbera des Guts? Der Nebbiolo bringt mehr Gerbstoff, mehr florale Aromatik und einen deutlich strafferen Bau mit. Die Barbera desselben Hauses lebt stärker von Kirschfrucht und Säure und hat kaum spürbares Tannin. Wie sollte die Flasche gelagert werden? Liegend, dunkel und bei möglichst gleichbleibender kühler Temperatur. Unter solchen Bedingungen entwickelt sich der Wein über Jahre weiter, ohne seine Säure zu verlieren.

Inhalt: 0.75 Liter (39,87 €* / 1 Liter)

29,90 €*
Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2024
Traube: Nebbiolo
Der Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2024 stammt von Rebparzellen in La Morra und Monforte d’Alba, vinifiziert wird er im Keller des Guts in Serralunga d’Alba. Der Nebbiolo kommt mit 14 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche und zeigt sich rubinrot im Glas. Waldbeeren, Rosenblüte und ein Hauch Tabak bestimmen das Aromenbild. 2024 war in den Langhe ein feuchter, kühler Jahrgang – entsprechend hell die Säure, entsprechend schlank der Körper. Die Verkostungsnotiz des Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2024 FARBE: Helles, klares Rubinrot mit durchscheinendem Rand. NASE: Waldbeeren und Preiselbeere öffnen den Duft, dahinter Rosenblätter und getrocknete Veilchen. Ein trockener Tabakton und etwas Wacholder hängen sich an, ohne die Frucht zu verdecken. GESCHMACK: Mittleres Gewicht, klare rote Frucht, dazu eine helle Säure, die den Wein von vorne bis hinten in Bewegung hält. Das Tannin ist feinkörnig und kurz gefasst, es kratzt nicht, sondern zieht sich als trockene Linie durch den Gaumen. FINALE: Mittellang, mit Preiselbeere, Rose und einem herb-würzigen Nachklang. Junge Nebbiolo-Reben in La Morra und Monforte d’Alba Lalu bewirtschaftet rund dreieinhalb Hektar, verteilt auf Parzellen in den Gemeinden La Morra und Monforte d’Alba. Ein Teil dieser Reben ist noch zu jung, um daraus Barolo zu erzeugen – die Trauben wandern deshalb in den Langhe Nebbiolo. La Morra hat unter den Barolo-Gemeinden vergleichsweise viel Sand und Ton im Boden und wenig Kalk, was dort traditionell für duftige, eher zugängliche Nebbiolo-Weine sorgt. Die Parzellen in Monforte d’Alba steuern etwas mehr Gerbstoff und Halt bei. Bewirtschaftet werden alle Flächen ökologisch, mit Begrünung zwischen den Zeilen. Was Langhe Nebbiolo von Barolo unterscheidet Die Langhe DOC wurde 1994 eingerichtet und deckt einen weit größeren Raum ab als die eng gefassten Spitzenherkünfte: Sie umfasst Gemeinden in der gesamten Provinz Cuneo. Für die Typologie Nebbiolo schreibt sie mindestens 85 % Nebbiolo vor, der Rest darf aus anderen zugelassenen roten Sorten bestehen; ein Mindestalkohol von 11,5 % Vol. ist gesetzt, eine Mindestreifezeit dagegen nicht. Barolo verlangt reinsortigen Nebbiolo aus elf genau abgegrenzten Gemeinden und 38 Monate Reife, davon 18 im Holz. Genau deshalb ist der Langhe Nebbiolo bei vielen Gütern das Gefäß für junge Anlagen und früh zugängliche Partien. Getrennte Gärung im Beton, rund acht Monate im Holz Die Partien werden parzellenweise getrennt vergoren, spontan und ohne Reinzuchthefe. Etwa die Hälfte der Trauben geht als ganze Beere in den Betonbehälter, die andere Hälfte wird entrappt. Nach der Gärung reift der Wein rund acht Monate in gebrauchten österreichischen Holzfässern, die keinen eigenen Ton beisteuern sollen. Abgefüllt wird ungefiltert. Servieren und kombinieren 16 bis 18 °C sind die richtige Temperatur, ein großes Rotweinglas hilft dem eher zurückhaltenden Duft. Dekantieren ist nicht nötig; eine halbe Stunde geöffnet im Glas reicht völlig. Am Tisch passt er zu Tajarin mit Butter und Salbei, zu Agnolotti del plin, zu Vitello tonnato, zu gebratener Entenbrust, zu Pilzrisotto und zu einem mittelalten Bra-Käse. Häufige Fragen zum Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2024 Was bedeutet Langhe Nebbiolo auf dem Etikett? Langhe ist eine DOC der Provinz Cuneo, die Typologie Nebbiolo verlangt mindestens 85 % dieser Rebsorte. Eine vorgeschriebene Mindestreifezeit gibt es nicht, weshalb diese Weine meist deutlich früher in den Verkauf kommen als Barolo oder Barbaresco. Wie war der Jahrgang 2024 in den Langhe? Nach zwei trockenen Jahren brachte das Frühjahr 2024 viel Regen und füllte die Wasserspeicher, zugleich stieg der Pilzdruck im Weinberg deutlich. Der September blieb nass, die Lese zog sich bis in den Oktober. Die Weine fallen leichter und frischer aus als in den heißen Vorjahren. Muss der Wein dekantiert werden? Nein. Bei einem jungen Langhe Nebbiolo genügt es, die Flasche kurz vor dem Essen zu öffnen und den Wein im Glas atmen zu lassen. Längeres Karaffieren kann die feine Frucht eher kosten als bringen. Wie lange lässt sich der 2024er lagern? Er ist von Beginn an trinkbar und behält seine Frische bei kühler, dunkler Lagerung über mehrere Jahre. Wer ihn länger liegen lässt, sollte einkalkulieren, dass der leichtere Jahrgangsstil eher auf Duft als auf Ausdauer angelegt ist. Wer steht hinter Az. Agr. Lalu? Lara Rocchetti und Luisa Sala, zwei Turinerinnen, die sich an der Universität für Gastronomische Wissenschaften in Pollenzo kennengelernt haben. Aus den ersten beiden Buchstaben ihrer Vornamen entstand der Name Lalu. Ihren Betrieb meldeten sie 2019 an.

Inhalt: 0.75 Liter (39,87 €* / 1 Liter)

29,90 €*