Eine der großen klassischen Adressen des Barolo. Oddero sitzt seit dem 19. Jahrhundert in Santa Maria di La Morra und hat Parzellen, von denen andere träumen – Villero, Vigna Rionda, Monvigliero. Die Baroli sind klar gebaut, langlebig, von echtem Bestand. Tradition, die man schmeckt.
Der Oddero Poderi e Cantine Barbaresco Gallina 2021 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus der Lage Gallina in der Gemeinde Neive und kommt mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche in den Handel. Gallina ist mit 2,65 Hektar Odderos größter Einzelbesitz und das Barbaresco-Standbein des Gutes. Brombeere, reife rote Frucht, Veilchen und Rose prägen den Duft, dazu feine Gewürze. Am Gaumen sind die Tannine präsent und dennoch geschliffen, der Körper elegant und substanzreich.
Die Verkostungsnotiz des Oddero Barbaresco Gallina 2021
FARBE: Granatrot mit blassen, ziegelroten Nuancen am Rand.
NASE: Ausgesprochen blütenbetont, mit Veilchen, Rose und einem Hauch Minze. Darunter reife rote Frucht, Brombeere und ein feines Gewürzspiel aus Nelke und weißem Pfeffer.
GESCHMACK: Rund und mundfüllend, mit satten, aber geschliffenen Tanninen und guter Substanz. Mineralische Anklänge und eine feine Salzigkeit halten den vollmundigen Körper in Balance.
FINALE: Ausgezeichnet anhaltend, mit floralem Nachhall, Gewürzen und einem klaren, trockenen Abschluss.
Gallina in Neive - Sand und Kalkmergel für feinen Barbaresco
Gallina liegt im nördlichen Teil von Neive, der größten der vier Barbaresco-Gemeinden, auf etwa 170 bis 250 Metern. Odderos Parzelle umfasst 2,65 Hektar zwischen 180 und 210 Metern in reiner Südausrichtung. Der Boden besteht aus leichtem Sand, vermischt mit Kalkmergel des Tortonian; er ist locker gebaut und neigt im Sommer zur Trockenheit. Genau diese Mischung sorgt für den Ruf der Lage: runde Textur, florale Aromatik, feine Minznote und Eleganz statt Wucht.
Oddero jenseits des Barolo
Auch wenn der Name Oddero vor allem mit Barolo verbunden ist, reicht der Besitz weit über die elf Barolo-Gemeinden hinaus: In Neive steht mit Gallina die Barbaresco-Parzelle, im Astigiano liegt die Cascina Fiori für Moscato d'Asti, dazu kommen Barbera d'Alba Superiore, Barbera d'Asti Nizza, Dolcetto d'Alba, Langhe Nebbiolo und ein Langhe Riesling. Insgesamt bewirtschaftet die Familie rund 35 Hektar in den Langhe und im Astigiano. Geführt wird das Haus von Mariacristina und Mariavittoria Oddero, das Sortiment bleibt bewusst in der piemontesischen Tradition verankert.
Ausbau im 40-Hektoliter-Fass und sechs Monate Flaschenreife
Bei rund 60 Doppelzentnern je Hektar wird von Hand gelesen; die Maischestandzeit beträgt etwa 25 Tage bei konstanten 28 Grad Celsius. Der Ausbau erfolgt in 40-Hektoliter-Fässern aus französischer und österreichischer Eiche, bevor der Wein weitere sechs Monate in der Flasche ruht. Die großen Fassformate lassen die floralen Noten und die sandige Feinheit der Lage unangetastet. Barbaresco reift generell etwas schneller als Barolo, dieser Gallina trägt dennoch das Zeug für 20 bis 25 Jahre.
Servieren und kombinieren
Bei 16 bis 17 Grad Celsius in einem großen Rotweinglas servieren, eine Stunde Luft reicht meist aus. Sehr gut zu Tajarin mit Butter, Kalbstagliata, gefüllter Wachtel, Vitello tonnato, Steinpilzen mit Polenta und mittelalt gereiftem Toma oder Robiola.
Häufige Fragen zum Oddero Barbaresco Gallina 2021
Was unterscheidet Barbaresco von Barolo?
Beide entstehen aus Nebbiolo, doch Barbaresco wächst in niedrigeren, wärmeren Lagen näher am Tanaro und benötigt gesetzlich eine kürzere Mindestreife. Die Weine sind meist etwas zugänglicher und feiner im Tannin als Barolo.
Was bedeutet Gallina auf dem Etikett?
Gallina ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung in der Gemeinde Neive innerhalb der Barbaresco DOCG. Sie belegt die genaue Herkunft der Trauben.
Warum gilt Gallina als besonders elegant?
Der hohe Sandanteil im Kalkmergel ergibt lockere, trockene Böden und feinere Tannine. Deshalb zeigen Weine aus Gallina eine runde Textur mit floralen und leicht minzigen Noten statt kantiger Struktur.
Ist der 2021er schon trinkbar?
Ja, mit etwas Luft lässt er sich bereits gut trinken, weil die Tannine trotz ihrer Fülle geschliffen wirken. Über die nächsten Jahre gewinnt er zusätzlich an Würze und tertiärer Komplexität.
Wie sollte er gelagert werden?
Liegend, dunkel und möglichst konstant kühl. Unter guten Bedingungen sind 20 bis 25 Jahre Entwicklung realistisch, wobei der Wein seinen floralen Charakter lange behält.
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo 2020 ist der Gutsbarolo des Hauses, ein reinsortiger Nebbiolo aus mehreren Parzellen in La Morra und Castiglione Falletto, gefüllt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Er entsteht aus dem Hausberg Bricco Chiesa in der Fraktion Santa Maria, aus Capalot und aus Reben in der Lage Fiasco. Im Glas verbindet er leuchtende Beerenfrucht mit Trüffel, Lakritz und getrockneten Blüten. Die Tannine sind vollmundig und nobel, der Nachhall lang.
Die Verkostungsnotiz des Oddero Barolo 2020
FARBE: Leuchtendes Granatrot mit brillanter Randzone.
NASE: Intensiv und gleichzeitig ätherisch: Waldbeeren und mazerierte Kirsche treffen auf getrocknete Blüten, Lakritz und schwarzen Trüffel. Bleistiftmine, feuchte Erde und Zimt geben dem Duft eine mineralisch-würzige Tiefe.
GESCHMACK: Am Gaumen saftig und klar strukturiert, mit reifer roter Frucht, Kräuterwürze und einem vollen, gut gereiften Tannin. Eine feine Rauchigkeit und Anklänge von Zedernholz begleiten die Frucht.
FINALE: Lang und ruhig auslaufend, mit Lakritz, Trüffelwürze und einem edlen, trockenen Tanninschluss.
Barolo aus La Morra und Castiglione Falletto
Das Rückgrat dieses Barolo bilden bis zu 60 Jahre alte Nebbiolo-Reben auf Bricco Chiesa, der Hauslage in der Fraktion Santa Maria von La Morra: 2,56 Hektar auf 210 bis 290 Metern in Südausrichtung, auf feinem Ton mit Sand und Kalziumkarbonat aus dem tortonischen Miozän. Dazu kommen Trauben aus der benachbarten MGA Capalot sowie aus der Lage Fiasco in Castiglione Falletto, die auf rund 250 Metern nach Südwesten blickt. La Morra liefert Duft, Frucht und geschmeidiges Tannin, Castiglione Falletto Struktur und Würze. Beide Komponenten reifen getrennt und werden erst vor der Füllung zusammengeführt.
Der Gutsbarolo als Visitenkarte von Oddero
Mit rund 30.000 Flaschen im Jahr ist dieser Wein die mengenmäßig wichtigste Abfüllung des Hauses - und der Wein, an dem sich der Hausstil am besten ablesen lässt. Oddero füllt hier nicht die Reste der Cru-Selektion ab, sondern arbeitet mit festen Kernparzellen, die eigens für den Gutsbarolo bestimmt sind. Das Haus zählte im späten 19. Jahrhundert zu den ersten Barolo-Erzeugern mit eigener Abfüllung; heute sind alle Nebbiolo-Flächen biologisch zertifiziert. Der Betrieb bleibt mit rund 35 Hektar familiär überschaubar.
30 Monate in Fässern zu 40, 60 und 75 Hektolitern
Gärung und Maischestandzeit finden über etwa 20 Tage im Edelstahl bei kontrollierten 28 bis 29 Grad Celsius statt, anschließend erfolgt der biologische Säureabbau. Die Partien reifen getrennt rund 30 Monate in großen Fässern zu 40, 60 und 75 Hektolitern aus slawonischer und österreichischer Eiche. Erst danach wird verschnitten, gegen Ende des Sommers gefüllt und weitere sechs Monate Flaschenreife gegeben. Die großen, neutralen Fassformate treten aromatisch nicht in Erscheinung; sie stabilisieren das Tannin und ermöglichen 20 bis 25 Jahre Entwicklung.
Servieren und kombinieren
Bei 16 bis 18 Grad Celsius in einem großen Rotweinglas servieren und etwa eine bis zwei Stunden vorher belüften. Er passt zu Brasato, Rinderrouladen, Salsiccia mit Linsen, Agnolotti in Bratensauce, Pilzrisotto und mittelalt gereiftem Hartkäse wie Bra duro oder Parmigiano.
Häufige Fragen zum Oddero Barolo 2020
Aus welchen Lagen entsteht dieser Barolo?
Kern sind Bricco Chiesa und Capalot in La Morra sowie Fiasco in Castiglione Falletto. Je nach Jahrgang können Partien weiterer Parzellen hinzukommen, das Gut nennt als feste Basis jedoch diese drei.
Was unterscheidet ihn von den Cru-Weinen des Gutes?
Der Gutsbarolo verbindet mehrere Lagen und zeigt damit den Hausstil, nicht das Profil einer einzelnen Parzelle. Er ist früher zugänglich und runder, während Weine wie Vignarionda oder Bussia mehr Zeit brauchen.
Ist der 2020er jetzt trinkreif?
2020 gilt in den Langhe als zugänglicher, eher fruchtbetonter Jahrgang. Nach 30 Monaten im Holz und weiterer Flaschenreife trinkt sich der Wein bereits gut, gewinnt aber über die nächsten fünf bis zehn Jahre noch an Tiefe.
Welche Fassgrößen verwendet Oddero?
Für diesen Wein sind es große Fässer mit 40, 60 und 75 Hektolitern Inhalt aus slawonischer und österreichischer Eiche. Solche Formate geben kaum Holzaroma ab und lassen die Herkunft im Vordergrund.
Wie lange lässt sich der Wein lagern?
Bei kühler, dunkler und liegender Lagerung sind 20 bis 25 Jahre gut möglich. Wer ihn jünger trinkt, sollte ihm etwas Luft geben, damit sich Frucht und Würze ordnen.
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo 2021 ist der klassische Gutswein des Hauses: ein reinsortiger Nebbiolo aus mehreren eigenen Parzellen, mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Er duftet nach roten Beeren, getrockneten Blüten, Lakritz und Trüffel und wirkt dabei ausgesprochen klar gezeichnet. Am Gaumen trägt eine lebendige Säure die Frucht, das Tannin ist kräftig, aber sauber poliert. Der Jahrgang 2021 brachte nach kühlem Frühjahr und warmem, aber nicht extremem Sommer Weine mit frischer Säure und klassischen Linien hervor.
Die Verkostungsnotiz des Oddero Poderi e Cantine Barolo 2021
FARBE: Leuchtendes Granatrot mit rubinroten Reflexen.
NASE: Rote Kirsche, Walderdbeere und Himbeere, dazu getrocknete Blüten und Wildrose. Im Hintergrund Lakritz, Trüffel und eine feine eisenartige Note. Ein leicht exotischer, würziger Anflug löst sich mit Luft.
GESCHMACK: Saftig und geradlinig, mit klarer roter Frucht, frischer Säure und vollem, gut geschliffenem Tannin. Der Wein bleibt trocken und straff, der Mittelgaumen ist von Würze und einem salzigen Zug geprägt.
FINALE: Lang und trocken, mit Kirschfrucht, Lakritz und feinem Tanninkorn.
Ein Barolo aus mehreren Lagen statt aus einer
Anders als die Einzellagen des Guts entsteht dieser Barolo als Verschnitt aus mehreren Parzellen. Das Weingut nennt dafür Flächen in La Morra rund um Santa Maria und Bricco Chiesa sowie in Castiglione Falletto in Bricco Fiasco; für jüngere Jahrgänge wird auch Capalot in La Morra genannt. Die Kombination ist kein Kompromiss, sondern Methode: La Morra mit seinen tonreichen Sant’Agata-Fossili-Mergeln liefert Duft, florale Feinheit und Zugänglichkeit, Castiglione Falletto mit seinen komplexen, teils sandigen Schichten sorgt für Struktur und Rückgrat. Jede Parzelle wird getrennt vergoren und ausgebaut, erst kurz vor der Füllung entsteht die Assemblage. Mit rund 30.000 Flaschen ist dies der mengenmäßig wichtigste Barolo des Guts.
Oddero: 35 Hektar, Bio-Zertifizierung und ein breites Sortiment
Das Gut in der Frazione Santa Maria von La Morra bewirtschaftet etwa 35 Hektar Reben in den Langhe und im Asti-Gebiet, dazu einige Hektar Haselnussanlagen. Etwa 16,5 Hektar sind mit Nebbiolo bestockt; die Nebbiolo-Flächen sind biologisch zertifiziert, die Umstellung des Betriebs wurde 2017 abgeschlossen. Neben Barolo und Barbaresco Gallina erzeugt das Haus Langhe Nebbiolo, Barbera d’Alba, Nizza, Dolcetto, Riesling und Moscato d’Asti aus der Cascina Fiori. Die Handschrift bleibt über alle Weine hinweg gleich: klare Herkunft, langer Ausbau im großen Fass, kein spürbares neues Holz.
30 Monate in slawonischer und österreichischer Eiche
Die Gärung läuft parzellenweise 20 Tage im Edelstahltank bei kontrollierten 28 bis 29 °C, gefolgt vom biologischen Säureabbau. Danach reifen die Partien getrennt 30 Monate in Fässern aus slawonischer und österreichischer Eiche mit 40, 60 und 75 Hektolitern Inhalt. Nach der Assemblage und der Füllung im Sommer folgen weitere sechs Monate Flaschenreife. Die Barolo DOCG verlangt mindestens 38 Monate Gesamtreife mit wenigstens 18 Monaten im Holz – der Ausbau bei Oddero liegt darüber.
Servieren und kombinieren
Serviertemperatur 16 bis 18 °C, großes Rotweinglas, eine Stunde Dekantieren schadet dem jungen Jahrgang nicht. Der Wein begleitet Agnolotti del plin, Brasato, Rinderrouladen, Salsiccia mit Linsen, Pilzgerichte und mittelalten Hartkäse. Als vielseitigster Barolo des Guts eignet er sich auch für den ersten Zugang zur Denomination.
Häufige Fragen zum Oddero Poderi e Cantine Barolo 2021
Ist ein Barolo ohne Lagenname weniger gut?
Nein, er folgt nur einer anderen Idee. Der Verschnitt mehrerer Parzellen ergibt ein ausgewogenes Bild des Guts, während Einzellagen wie Villero oder Vignarionda die Eigenart eines bestimmten Hangs zuspitzen.
Aus welchen Gemeinden kommen die Trauben?
Das Weingut nennt Parzellen in La Morra und in Castiglione Falletto. Die Zusammensetzung kann je Jahrgang variieren, weil Oddero die Partien erst kurz vor der Füllung zusammenführt.
Wie lange muss ein Barolo mindestens reifen?
Die DOCG-Regeln schreiben für Barolo mindestens 38 Monate Reife vor, davon wenigstens 18 Monate im Holzfass. Dieser Wein liegt 30 Monate im großen Fass und danach ein halbes Jahr in der Flasche.
Kann man den 2021er schon öffnen?
Ja, mit etwas Luft ist er bereits gut trinkbar. Der Jahrgang gilt als klassisch gebaut mit frischer Säure, sodass mehrere Jahre Flaschenreife den Wein weiter abrunden.
Was ist slawonische Eiche?
Slawonische Eiche stammt aus dem Osten Kroatiens und gilt als besonders engporig und aromatisch neutral. Sie ist das traditionelle Holz für die großen Barolo-Fässer, weil sie den Wein reifen lässt, ohne ihn zu würzen.
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Capalot 2021 Magnum ist ein reinsortiger Nebbiolo aus der Lage Capalot in La Morra, die Oddero sonst in den Gutsbarolo einbringt. Für 2021 hat die Familie die Parzelle erstmals als eigenständigen Cru gefüllt - ausschließlich in der Magnum, in einer Auflage von rund 1.500 Flaschen. Waldhimbeere, Preiselbeere und Amarenakirsche treffen auf Rosenblatt, Sternanis, weißen Pfeffer und einen Hauch Zeder. Die Tannine sind feinmaschig, die Mineralität präzise, die Anlage klar auf lange Reife ausgerichtet.
Die Verkostungsnotiz des Oddero Barolo Capalot 2021
FARBE: Leuchtendes Rubingranat mit dunklem Kern.
NASE: Duftig und dennoch dunkel getönt: Waldhimbeere und Preiselbeere im Vordergrund, dazu fleischige Amarenakirsche. Balsamische Zeder, Rosenblatt, Sternanis und ein Hauch Röstkaffee geben Tiefe.
GESCHMACK: Mittelgewichtig und präzise gebaut, mit klarer roter Frucht, feinmaschigem Tannin und kalkgeprägter Mineralität. Kräuter und ein Anklang von weißem Pfeffer begleiten die Frucht bis in die Mitte.
FINALE: Lang und straff, mit salziger Mineralität und einem würzigen, leicht teerigen Nachklang.
Capalot in La Morra - Hangparzelle auf der Seite von Santa Maria
Capalot ist eine MGA der Gemeinde La Morra und liegt an der nördlichen Flanke Richtung Santa Maria, dort wo auch der Gutssitz von Oddero steht. Die Parzelle des Weinguts umfasst 0,68 Hektar auf 300 bis 310 Metern und ist nach Osten bis Südosten ausgerichtet, was eine langsame, kühle Reife begünstigt. Der Boden entspricht in seiner Zusammensetzung dem benachbarten Bricco Chiesa: feiner Ton, gemischt mit Sand und Kalziumkarbonat, aus dem tortonischen Miozän. Diese Böden bringen in La Morra typischerweise duftige, elegante Weine mit klarer Struktur statt breiter Wucht.
Oddero in La Morra - vom Hausberg Bricco Chiesa zu 35 Hektar Lagen
Der Gutssitz in der Fraktion Santa Maria von La Morra ist seit Generationen der Ausgangspunkt der Familie Oddero; der Hausberg Bricco Chiesa und die angrenzende Lage Capalot bilden das Kernstück des Besitzes. Insgesamt bewirtschaftet das Haus rund 35 Hektar in den Langhe und im Astigiano, dazu einige Hektar Haselnusskulturen. Kleine Sonderabfüllungen wie dieser Capalot entstehen nur dann, wenn Jahrgang und Parzelle es hergeben; sonst fließt das Lesegut in den Barolo des Gutes. Das Prinzip lautet Parzellentreü statt Sortimentserweiterung.
Traditioneller Ausbau im großen Holzfass
Wie im Hause Oddero üblich wird der Nebbiolo vollständig entrappt, im Stahltank vergoren und anschließend im großen, neutralen Holzfass ausgebaut. Die genaue Fassdauer für diese Sonderabfüllung hat das Gut nicht veröffentlicht; die übrigen Cru-Weine liegen zwischen etwa 24 und 40 Monaten im Holz. Bewusst wurde ausschließlich in Magnum gefüllt, weil das große Format die Reifung verlangsamt. Der 2021er ist damit ein Wein für die Geduldigen, der über zwei Jahrzehnte hinweg an Komplexität gewinnen kann.
Servieren und kombinieren
Bei 17 Grad Celsius in einem weiten Rotweinglas servieren und die Magnum zwei Stunden vorher öffnen oder dekantieren. Passend sind Brasato, Rinderfiletscheiben mit Trüffel, geschmorte Ochsenbacke, Agnolotti del plin mit Bratensauce, Steinpilzragout und gereifter Toma piemontese.
Häufige Fragen zum Oddero Barolo Capalot 2021 Magnum
Warum gibt es diesen Barolo nur als Magnum?
Oddero hat die Parzelle Capalot 2021 als Sonderabfüllung ausschließlich in Magnum gefüllt, weil das Format die langsamste und gleichmäßigste Reife erlaubt. Die Auflage liegt bei etwa 1.500 Magnumflaschen.
Was bedeutet Capalot auf dem Etikett?
Capalot ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine sogenannte MGA, in der Gemeinde La Morra. Sie belegt, dass die Nebbiolo-Trauben ausschließlich aus dieser Lage stammen.
Wie unterscheidet er sich vom Barolo des Gutes?
Im normalen Barolo von Oddero ist Capalot nur eine von mehreren Komponenten neben Bricco Chiesa und Fiasco. Als Einzellage tritt die Parzelle klarer hervor: mehr Mineralität, engeres Tannin und eine präzisere, weniger runde Aromatik.
Ist der 2021er schon trinkbar?
Mit ausreichend Luft lässt sich der Wein bereits verkosten, zeigt dann aber vor allem Frucht und Tanninstruktur. Seine tertiäre Vielschichtigkeit entwickelt er erst nach etlichen Jahren Flaschenreife.
Wie sollte die Magnum gelagert werden?
Liegend, dunkel, erschütterungsfrei und bei möglichst konstant kühler Temperatur. Große Flaschen sind empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen, ein ruhiger Kellerplatz zahlt sich hier besonders aus.
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020 ist der erste Jahrgang, den das Gut aus der Toplage von Verduno abgefüllt hat: reinsortiger Nebbiolo, 14,5 % Vol., 0,75 Liter. Im Duft dominieren frische rote Frucht, Rose und weißer Pfeffer, dazu Kräuter, Wurzelwerk und süße Gewürze. Am Gaumen wirkt er frisch und pikant, die Tannine sind süßlich-fein mit leicht schärfender Kante. 24 Monate im 20-Hektoliter-Fass haben ihm einen samtigen, mineralisch getragenen Abgang gegeben.
Die Verkostungsnotiz des Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020
FARBE: Helles, leuchtendes Granatrot.
NASE: Frische Himbeere, Kirsche und Preiselbeere, unterlegt mit Rosenblatt. Charakteristisch sind weißer Pfeffer, Heilkräuter, Wurzeln und süße Gewürze. Der Duft wirkt hell und beweglich, nie schwer.
GESCHMACK: Pikant und frisch, mit süßlich anmutenden, feinen Tanninen und einer leicht schärfenden Gewürzkante. Salzigkeit und Tiefe halten die schlanke Frucht in Spannung.
FINALE: Samtig auslaufend, mit feiner Mineralität, Pfeffer und langem, trockenem Nachhall.
Monvigliero in Verduno – die würzige Eleganz des Nordens
Monvigliero ist die bekannteste Lage der Gemeinde Verduno am nördlichen Rand der Barolo-Zone und umfasst etwa 25 Hektar Rebfläche. Die Hänge liegen auf rund 250 bis 300 Metern und sind überwiegend nach Süden gerichtet, kühlende Luft vom nahen Tanaro-Tal bremst die Reife. Den Untergrund bilden geschichtete Sant’Agata-Fossili-Mergel des Tortoniums mit hohem Schluff- und Tonanteil und sehr wenig Sand. Daraus entsteht ein unverwechselbarer Stil: Barolo mit Heilkräutern, Wurzeln und Gewürzen, aromatisch intensiv und dennoch fein gebaut – man spricht von der würzigen Eleganz Verdunos. Als Einzellage wurde Monvigliero erstmals 1978 abgefüllt; heute arbeiten rund zwanzig Erzeuger in der Lage.
Ein neues Kapitel für ein Haus mit langer Geschichte
Die Wurzeln des Guts reichen ins 18. Jahrhundert zurück; 1878 kam die erste eigene Flaschenabfüllung, und ein Barolo des Jahrgangs 1911 wurde bei der Weltausstellung in Turin zum 50. Jubiläum der italienischen Einigung ausgeschenkt. Früh exportierte die Familie ihre Weine in kleinen Eichenfässern nach Amerika. In diese Reihe fügt sich die Erweiterung nach Verduno ein: Der 2020er ist der erste Monvigliero des Guts überhaupt, gewonnen von 0,738 Hektar. Damit ergänzt Oddero sein Lagenportfolio um eine sechste Barolo-Gemeinde neben La Morra, Castiglione Falletto, Monforte d’Alba, Serralunga d’Alba und dem Barbaresco-Standort Neive.
24 Monate im 20-Hektoliter-Fass aus französischer Eiche
Die Maische bleibt rund 20 Tage im Gärbehälter, danach folgt der biologische Säureabbau. Der Ausbau dauert etwa 24 Monate in Fässern aus französischer Eiche mit 20 Hektolitern Inhalt – kürzer als bei den übrigen Crus des Guts, was zur helleren, beweglicheren Anlage dieser Lage passt. Die Barolo DOCG verlangt mindestens 38 Monate Gesamtreife mit wenigstens 18 Monaten im Holz. Vom ersten Jahrgang entstanden nur etwa 2.000 Flaschen.
Servieren und kombinieren
16 bis 18 °C und ein großes Glas genügen; eine knappe Stunde Luft reicht diesem eher hell gebauten Barolo. Er passt gut zu Ente mit Orange, Perlhuhn, Kalbsbries, Bollito misto, Kräuterrisotto und milder gereiftem Bergkäse. Auch zu würzig gebratenem Geflügel funktioniert er besser als sehr kräftige Schmorgerichte.
Häufige Fragen zum Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020
Warum ist der 2020er besonders?
2020 ist der erste Jahrgang, den Oddero aus Monvigliero abgefüllt hat. Von der 0,738 Hektar großen Parzelle entstanden nur rund 2.000 Flaschen.
Was unterscheidet Verduno von La Morra oder Serralunga?
Verduno liegt am nördlichen Rand der Zone, hat schluffig-kalkige Tonböden und profitiert von kühlender Luft aus dem Tanaro-Tal. Die Weine gelten als besonders würzig und floral, weniger massiv als jene aus Serralunga d’Alba.
Warum reift der Monvigliero kürzer als die anderen Crus?
Mit rund 24 Monaten im 20-Hektoliter-Fass ist der Ausbau kürzer als die 30 Monate bei Villero oder Rocche di Castiglione. Der kürzere Holzkontakt bewahrt die helle Frucht und die feine Würze dieser Lage.
Muss der Wein dekantiert werden?
Eine kurze Belüftung von etwa 30 bis 60 Minuten genügt. Zu langes Dekantieren kann die duftige, florale Seite dieses Barolo eher schwächen als stärken.
Wie lange lässt er sich lagern?
Angegeben werden 20 bis 25 Jahre Reifepotenzial bei kühler, dunkler und liegender Lagerung. Der milde Jahrgang 2020 macht ihn zugleich früh zugänglich.
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020 Magnum ist ein reinsortiger Nebbiolo aus Monvigliero, der bekanntesten Lage der Gemeinde Verduno, und wird mit 14,5 % Vol. in der Magnumflasche angeboten. 2020 ist der erste Jahrgang, den Oddero aus dieser Parzelle gefüllt hat. Frische Kirsche, Himbeere und Johannisbeere verbinden sich mit weißem Pfeffer, Rosenblatt und feiner Kräuterwürze. Das Tannin ist seidig und kühl, die Struktur eher schlank und aromatisch als breit.
Die Verkostungsnotiz des Oddero Barolo Monvigliero 2020
FARBE: Helles, leuchtendes Granatrot mit rubinroten Reflexen.
NASE: Hochtönig und duftig mit frischer Kirsche, Himbeere und roter Johannisbeere. Darüber legen sich Rosenblatt, Anis, frische Gewürze und der für Verduno typische Hauch von weißem Pfeffer.
GESCHMACK: Klar gezeichnet und saftig, mit kristalliner roter Frucht und feinem, seidigem Tannin. Eine salzige Mineralität zieht sich über die Mitte und hält den Wein trotz der aromatischen Fülle straff.
FINALE: Anhaltend, kühl und würzig, mit einem leicht pfeffrigen Nachhall und feiner Herbe.
Monvigliero in Verduno - die nördlichste Spitzenlage des Barolo
Monvigliero umfasst rund 25 Hektar am Südhang von Verduno, der nördlichsten Barolo-Gemeinde, in Höhen von etwa 250 bis 300 Metern. Odderos Parzelle liegt auf rund 300 Metern in reiner Südausrichtung. Prägend sind die blaugrauen, kalkhaltigen Sant'Agata-Fossili-Mergel des Tortonian, die in Verduno mit älteren Formationen verzahnt sind. Diese Böden bringen den unverkennbaren Verduno-Stil hervor: hochtönige Aromatik, weißer Pfeffer, feinkörniges Tannin und eine fast salzige Mineralität in der Mitte des Gaumens.
Poderi e Cantine Oddero - Familienbetrieb in der Fraktion Santa Maria
Geleitet wird das Weingut heute von Mariacristina und Mariavittoria Oddero, unterstützt von der siebten Generation der Familie. Alle Nebbiolo-Flächen sind biologisch zertifiziert, die übrigen Parzellen befinden sich in Umstellung. Im Keller arbeitet das Haus konseqünt mit großen, neutralen Fassformaten und war unter den piemontesischen Betrieben relativ früh mit österreichischer Eiche unterwegs. Neben Monvigliero gehören Vignarionda, Brunate, Villero, Rocche di Castiglione, Bussia und der Barbaresco Gallina zum Lagenportfolio.
24 Monate im 20-Hektoliter-Fass
Die Lese erfolgt in der ersten Oktoberdekade bei einem Ertrag von rund 60 Doppelzentnern je Hektar. Nach der Entrappung vergären Most und Schalen etwa 20 Tage im Gärbehälter, danach folgt der biologische Säureabbau. Der Wein reift anschließend rund 24 Monate in 20-Hektoliter-Fässern aus französischer Eiche, die dem duftigen Nebbiolo Struktur geben, ohne ihn mit Holzwürze zu überdecken. Die Magnum verlangsamt die Entwicklung zusätzlich und eignet sich damit besonders für eine Lagerung von 20 bis 25 Jahren.
Servieren und kombinieren
Bei 16 bis 18 Grad Celsius in einem großen Burgunderglas servieren; die Magnum sollte etwa eine bis zwei Stunden vor dem Essen geöffnet oder vorsichtig dekantiert werden. Sehr gut zu Vitello tonnato, Tajarin mit Butter und Salbei, Kaninchen in Kräutern, Perlhuhn, Risotto mit Steinpilzen und mittelalt gereiftem Bra duro.
Häufige Fragen zum Oddero Barolo Monvigliero 2020 Magnum
Was zeichnet Barolo aus Verduno aus?
Verduno liegt am nördlichen Rand des Anbaugebiets und liefert besonders duftige, würzige Weine mit feinem Tannin. Typisch sind Noten von Rosenblatt, roter Frucht und weißem Pfeffer sowie eine lebendige Säure.
Warum ist 2020 bei Oddero ein besonderer Monvigliero-Jahrgang?
2020 ist der erste Jahrgang, den das Gut aus dieser Verduno-Parzelle abgefüllt hat. Die Menge ist entsprechend klein, das Gut nennt für die Erstauflage rund 2.000 Flaschen.
Welchen Vorteil bietet die Magnum?
In der 1,5-Liter-Flasche ist das Verhältnis von Wein zu Sauerstoff im Flaschenhals günstiger, die Reifung verläuft langsamer und gleichmäßiger. Für eine lange Kellerlagerung ist das Format daher die verlässlichere Wahl.
Sollte der Wein dekantiert werden?
Eine kurze Belüftung von einer bis zwei Stunden genügt. Weil der Wein von Natur aus filigran gebaut ist, sollte man ihn nicht zu lange oder zu heftig karaffieren.
Wozu passt ein Monvigliero besser als ein kräftiger Barolo?
Durch das feinere Tannin harmoniert er auch mit hellem Fleisch, Geflügel und Pilzgerichten, wo ein sehr wuchtiger Barolo dominieren würde. Zu schwer geschmortem Rind spielt er seine Stärken dagegen weniger aus.
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2021 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus der Spitzenlage Monvigliero in Verduno und wird mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt. Aus der nur 0,7 Hektar großen Parzelle entstehen rund 1.700 Flaschen. Zerdrückte Erdbeere, Kirsche und Anis verbinden sich mit weißem Pfeffer, Minze und frischen Kräutern. Der Wein ist kristallklar gebaut, das Tannin ausgesprochen fein, die Säure lebendig.
Die Verkostungsnotiz des Oddero Barolo Monvigliero 2021
FARBE: Klares, mitteltiefes Rubingranat mit heller Randzone.
NASE: Sehr duftig, mit zerdrückter Erdbeere, roter Kirsche und Sternanis. Weißer Pfeffer, Minze und zerriebene Kräuter sorgen für einen kühlen, ätherischen Ton, dazu ein Anflug von Rosenblatt.
GESCHMACK: Klar und durchgezeichnet, mit reiner roter Frucht und ausgesprochen seidigem, fast unmerklich eingebundenem Tannin. Die salzige Ader in der Mitte gibt Halt, ohne den Wein streng zu machen.
FINALE: Feingliedrig und lang, mit pfeffriger Würze, Kräutern und einem hellen, mineralischen Nachhall.
Die Lage Monvigliero am Südhang von Verduno
Monvigliero gilt als der Grand Cru von Verduno und umfasst etwa 25 Hektar in Höhen von rund 250 bis 300 Metern. Odderos Parzelle liegt bei 300 Metern in Südausrichtung und misst knapp 0,7 Hektar; gepflanzt wurde in mehreren Etappen, die ältesten Reben stammen aus 1958. Charakteristisch sind helle, kalkreiche Böden aus blaugrauen Sant'Agata-Fossili-Mergeln des Tortonian, in Verduno verzahnt mit älteren Schichten. Weil das Gebiet am nördlichen Rand der Denomination liegt, reifen die Trauben kühler und langsamer - daraus entsteht der hochtönige, pfeffrig-elegante Stil, für den die Lage bekannt ist.
Siebte Generation Oddero - Präzision im Weinberg
Mit Pietro und Isabella Oddero arbeitet inzwischen die siebte Generation der Familie im Betrieb, der bereits Ende des 19. Jahrhunderts eigenen Barolo abfüllte. Neben den 35 Hektar Reben gehören rund sechs Hektar piemontesische Haselnusskulturen zum Gut, was den gemischt-landwirtschaftlichen Charakter der Langhe fortschreibt. Die Arbeit setzt am Rebschnitt an und reicht über niedrige Erträge bis zur getrennten Vinifikation jeder Parzelle. Verduno ist die jüngste Erweiterung dieses Lagenmosaiks und ergänzt das Portfolio um eine besonders duftige Stilistik.
Etwa 24 Monate im großen Fass
Nach der Lese in der ersten Oktoberdekade wird vollständig entrappt; Gärung und Maischestandzeit dauern etwa 20 Tage, danach folgt der biologische Säureabbau. Der Wein reift anschließend rund 24 Monate im großen Holzfass mit 20 Hektolitern Inhalt. Die vergleichsweise kurze und sehr zurückhaltende Holzreife ist Absicht: Monvigliero lebt von Duft und Feinheit, nicht von Extraktion. Mit 20 bis 25 Jahren Reifepotenzial gehört der Wein trotz seiner Zartheit zu den langlebigen Barolo.
Servieren und kombinieren
Ideal bei 16 bis 18 Grad Celsius im weiten Burgunderglas; eine Stunde Luft genügt, langes Dekantieren ist bei diesem filigranen Stil nicht nötig. Gute Begleiter sind Tajarin mit Butter und Salbei, Kaninchen mit Rosmarin, Perlhuhnbrust, Ossobuco, Risotto mit Steinpilzen sowie mittelalt gereifter Bra oder Raschera.
Häufige Fragen zum Oddero Barolo Monvigliero 2021
Was bedeutet Monvigliero auf dem Etikett?
Monvigliero ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine MGA, in der Gemeinde Verduno. Sie belegt, dass der Nebbiolo ausschließlich aus dieser Lage stammt.
Wie groß ist die Abfüllung?
Oddero bewirtschaftet in Monvigliero nur knapp 0,7 Hektar. Für den 2021er werden rund 1.700 Flaschen genannt, die Verfügbarkeit ist entsprechend begrenzt.
Wie schmeckt 2021 im Vergleich zu einem wärmeren Jahrgang?
2021 gilt in den Langhe als klassisch strukturierter, kühler geprägter Jahrgang mit guter Säure. In Monvigliero verstärkt das die pfeffrige Würze und die Präzision, während die Frucht eher rot als dunkel ausfällt.
Muss dieser Barolo dekantiert werden?
Notwendig ist es nicht. Etwa eine Stunde im geöffneten Glas oder ein kurzes Umfüllen reicht aus, damit sich Duft und Würze entfalten, ohne die zarte Frucht zu verlieren.
Wie unterscheidet er sich vom Bussia des Gutes?
Der Monvigliero ist heller, duftiger und feiner im Tannin, der Bussia Vigna Mondoca dichter, wärmer und erdiger. Beide Weine zeigen dieselbe Kellerphilosophie, aber zwei sehr gegensätzliche Terroirs.
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Riserva Bussia Vigna Mondoca 2019 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus der Einzelparzelle Vigna Mondoca innerhalb der großen Lage Bussia bei Monforte d'Alba. Mit 15,0 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gehört er zu den wärmsten und dichtesten Weinen des Gutes. Reife Kirsche, getrocknete Rose und Granatapfel treffen auf Lakritz, Teer, mediterrane Kräuter und balsamische Würze. Die Riserva verbindet die Kraft der sonnenverwöhnten Südwestparzelle mit einem feinkörnigen, sehr langen Tannin.
Die Verkostungsnotiz des Oddero Barolo Riserva Bussia Vigna Mondoca 2019
FARBE: Tiefes Rubinrot mit deutlichen granatroten Reflexen am Rand.
NASE: Ein weiches, elegantes Bouquet aus Waldbeeren, eingelegter Amarenakirsche und getrockneten Rosenblättern. Dahinter entwickeln sich balsamische Noten der mediterranen Macchia, Zedernholz, Lakritz und mit Luft ein Hauch von Waldboden, Steinpilz und Tabak.
GESCHMACK: Am Gaumen breit angelegt und dennoch präzise: dunkle Kirsche und Blutorange werden von einer festen, gut polierten Tanninstruktur getragen. Die Säure bleibt aufrecht, salzige und erdige Nuancen geben dem hohen Alkohol Halt.
FINALE: Sehr lang, mit nachhallender Würze, feinem Bitterkakao und dem typisch strengen, mineralischen Zug der Bussia.
Vigna Mondoca - eine Parzelle mit den höchsten Temperaturen der Bussia
Bussia ist mit rund 340 Hektar die zweitgrößte MGA der Barolo-Denomination und liegt in der Gemeinde Monforte d'Alba zwischen etwa 210 und 460 Metern. Oddero bewirtschaftet dort gut einen Hektar unter dem Namen Vigna Mondoca, auf rund 380 Metern und nach Süd bis Südwest ausgerichtet - im Piemont ein sorì des Nachmittags. Der Boden besteht aus gelblichen, mehr oder weniger kompakten Sandbändern und weißem Diano-Sandstein aus dem Miozän; an der Kuppe ist er weiß, staubig und nährstoffarm. Diese Kombination aus Trockenstress und den höchsten Temperaturen im gesamten Barolo-Gebiet erklärt die Dichte und den strengen, erdigen Grundton, den Bussia-Weine erst mit Reife ablegen.
Oddero Poderi e Cantine in La Morra
Die Familie Oddero ist in La Morra seit dem 18. Jahrhundert nachweisbar und zählte im späten 19. Jahrhundert zu den ersten Erzeugern, die ihren Barolo selbst auf die Flasche brachten. Der Sitz liegt in der Fraktion Santa Maria, bewirtschaftet werden rund 35 Hektar in den Langhe und im Astigiano. Etwa die Hälfte der Flächen ist mit Nebbiolo für Barolo und Barbaresco bestockt. Das Selbstverständnis des Hauses verbindet überliefertes Handwerk mit moderner Kellertechnik, ohne den Charakter der einzelnen Parzellen zu überformen.
36 Monate im 30-Hektoliter-Fass und zwei Jahre Flaschenreife
Die Trauben werden vollständig entrappt und rund 30 Tage bei konstanten 28 bis 29 Grad Celsius vergoren und mazeriert; der biologische Säureabbau folgt im Dezember. Anschließend reift der Wein etwa 36 Monate in 30-Hektoliter-Holzfässern. Als Riserva verbringt er insgesamt fünf Jahre im Keller des Gutes, die letzten rund zwei Jahre in der Flasche. Das große, neutrale Fass gibt kein Holzaroma zu, sondern rundet das kraftvolle Bussia-Tannin ab - der Wein besitzt damit ein Entwicklungspotenzial von 25 bis 30 Jahren.
Servieren und kombinieren
Am besten bei 17 bis 18 Grad Celsius in einem großen, bauchigen Rotweinglas servieren. Junge Flaschen profitieren von zwei bis drei Stunden Luft, dekantiert werden sollte behutsam und ohne Trub. Der Riserva passt zu geschmorter Rinderbacke, Brasato al Barolo, Lammkeule, Reh mit Wacholder, Tajarin mit weißem Alba-Trüffel und lange gereiftem Castelmagno.
Häufige Fragen zum Oddero Barolo Riserva Bussia Vigna Mondoca 2019
Was bedeutet Vigna Mondoca auf dem Etikett?
Mondoca ist eine namentlich abgegrenzte Parzelle innerhalb der MGA Bussia in Monforte d'Alba. Die Angabe Vigna weist darauf hin, dass die Trauben ausschließlich aus dieser einen Parzelle stammen und nicht aus der gesamten Lage.
Warum trägt dieser Barolo die Bezeichnung Riserva?
Für eine Riserva schreibt die DOCG eine deutlich längere Reifezeit vor als für den normalen Barolo. Oddero lässt diesen Wein insgesamt rund fünf Jahre im Keller reifen, davon etwa 36 Monate im großen Holzfass.
Ist der Jahrgang 2019 bereits zugänglich?
Nach fünf Jahren Reife im Haus zeigt der Wein bereits eine offene Aromatik, bleibt am Gaumen aber jugendlich straff. Mit Belüftung ist er heute gut trinkbar, sein Höhepunkt liegt jedoch noch etliche Jahre entfernt.
Wie unterscheidet sich Bussia von Odderos Lagen in La Morra?
Bussia liefert dichtere, erdigere und tanninreichere Weine, während die Parzellen um Santa Maria in La Morra duftiger und geschmeidiger ausfallen. Der Mondoca-Riserva ist damit der kraftvollste Vertreter im Barolo-Sortiment des Gutes.
Wie lange lässt sich die Flasche lagern?
Bei liegender, dunkler und kühler Lagerung ohne Temperatursprünge sind 25 bis 30 Jahre realistisch. Die hohe Extraktdichte und das feste Tannin bilden dabei das Rückgrat der langen Entwicklung.
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Riserva Vignarionda 2010 stammt aus der Kultlage Vigna Rionda in Serralunga d’Alba, ist ein reinsortiger Nebbiolo und wird mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche abgefüllt. Nach 40 Monaten im großen Holzfass und mehreren Jahren Flaschenreife zeigt er ein tertiär geprägtes Bouquet aus Steinpilz, Granatapfel, Thymian, Tabak und Leder. Am Gaumen verbindet er die Wucht von Serralunga mit ungewöhnlicher Feinzeichnung. Das Tannin ist mächtig, aber gereift – ein Barolo, der erst nach einem Jahrzehnt Kellerruhe freigegeben wurde.
Die Verkostungsnotiz des Oddero Poderi e Cantine Barolo Riserva Vignarionda 2010
FARBE: Dichtes Granatrot mit ziegelroten Randtönen.
NASE: Fein und tief: getrocknete Rose, Granatapfel und Kirsche in Alkohol, dazu Steinpilz, Thymian, Tabak und Leder. Lakritz und süße Gewürze runden das Bild. Die Aromatik wirkt vollständig gereift, ohne müde zu sein.
GESCHMACK: Kraftvoll und tief, mit mächtigem, inzwischen poliertem Tannin und präsenter Säure. Dunkle Frucht, Salz und eine deutliche Kalkmineralität geben dem Wein Länge und Spannung.
FINALE: Sehr lang und trocken, mit Lakritz, Würze und einem kalkig-salzigen Nachhall.
Vigna Rionda in Serralunga d’Alba – kargster Kalk, größte Struktur
Vigna Rionda ist eine rund 14 Hektar große MGA an den Westhängen von Serralunga d’Alba, in Form eines nach Südsüdwesten geöffneten Amphitheaters; die besten Parzellen liegen zwischen etwa 340 und 370 Metern. Der Boden gehört zur Lequio-Formation aus dem Helvetium beziehungsweise Serravallium: grauer Mergel im Wechsel mit Sandsteinlagen aus kieseligen Sanden, mit hohem Ton- und Eisenanteil. Oddero weist für die eigene Parzelle einen aktiven Kalkgehalt von 13,58 % aus – nach Angaben des Guts der höchste Wert im gesamten Barolo-Gebiet – sowie eine Anreicherung mit Kalium, Bor, Mangan und Magnesium. Der nahe Hügel Castelletto schirmt die Lage gegen Winterkälte und Nordwestwind ab. Serralunga d’Alba gilt insgesamt als Gemeinde der höchsten Kalkgehalte und liefert die strukturiertesten, langlebigsten Barolo der Denomination.
Das Lagenportfolio von Oddero – fünf Barolo-Gemeinden
Oddero gehört zu den wenigen Häusern, die Parzellen in mehreren Barolo-Gemeinden gleichzeitig besitzen: Brunate, Bricco Chiesa, Capalot und Roggeri in La Morra, Villero, Rocche di Castiglione und Fiasco in Castiglione Falletto, Bussia in Monforte d’Alba, Monvigliero in Verduno und eben Vignarionda in Serralunga d’Alba. Die knapp 0,8 Hektar in Vigna Rionda werden biologisch bewirtschaftet und liefern seit dem Jahrgang 2010 nur etwa 2.700 bis 3.000 Flaschen pro Jahr. Das Gut behandelt diesen Wein bewusst als Riserva und gibt ihn erst rund zehn Jahre nach der Ernte frei. Geführt wird das Haus in der Frazione Santa Maria von La Morra von Mariacristina und Mariavittoria Oddero.
40 Monate in großen Fässern aus österreichischer Eiche
Die Trauben gären in Bottichen von 50 Hektolitern; die Maische bleibt mehrere Wochen mit täglichem Umwälzen in Kontakt mit dem Most. Nach dem biologischen Säureabbau reift der Wein rund 40 Monate in großen Fässern aus österreichischer Eiche – Oddero gehörte zu den frühen Anwendern dieser Fassart im Barolo. Anschließend lagert die Flasche mehrere Jahre bei kontrollierten 15 °C und 70 % Luftfeuchte im Keller des Guts. Damit übertrifft der Wein die Riserva-Vorgaben der Barolo DOCG, die mindestens 62 Monate Gesamtreife mit wenigstens 18 Monaten im Holz verlangt, um Jahre.
Servieren und kombinieren
Der Riserva sollte bei 17 bis 18 °C in einem großen Rotweinglas serviert werden. Wegen der langen Flaschenreife empfiehlt sich vorsichtiges Dekantieren vom Depot, etwa 45 bis 60 Minuten vor dem Trinken. Er passt zu Brasato al Barolo, Wildtaube, Hasenragout, Rinderfilet mit Trüffel, Risotto mit Steinpilzen und lange gereiftem Bra oder Castelmagno.
Häufige Fragen zum Oddero Poderi e Cantine Barolo Riserva Vignarionda 2010
Warum trägt dieser Barolo die Bezeichnung Riserva?
Die Barolo DOCG erlaubt den Zusatz Riserva nur, wenn der Wein mindestens 62 Monate reift, davon wenigstens 18 Monate im Holzfass. Oddero geht deutlich weiter und gibt den Vignarionda erst etwa zehn Jahre nach der Ernte frei.
Was macht Vigna Rionda so gesucht?
Die Lage vereint kalkreiche Mergel der Lequio-Formation, eine geschützte Amphitheaterform und vollständige Sonneneinstrahlung. Daraus entstehen extrem langlebige, tief strukturierte Barolo, weshalb nur eine Handvoll Erzeuger sie als Einzellage abfüllen.
Ist der 2010er jetzt trinkreif?
Ja, nach 40 Monaten Fassreife und mehreren Jahren in der Flasche zeigt er bereits tertiäre Aromen. Gleichzeitig ist die Struktur so dicht, dass sich der Wein bei guter Lagerung noch viele Jahre weiterentwickeln kann.
Wie lange lässt sich die Flasche noch lagern?
Für diesen Wein werden 25 bis 30 Jahre Reifepotenzial angegeben. Entscheidend sind konstante Kühle, Dunkelheit und liegende Lagerung ohne Erschütterungen.
Wodurch unterscheidet er sich von den Barolo aus Castiglione Falletto?
Serralunga d’Alba bringt die höchsten Kalkgehalte und damit die straffste, langlebigste Stilistik. Gegenüber Villero oder Rocche di Castiglione wirkt der Vignarionda strenger gebaut, salziger und in der Jugend verschlossener.
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Riserva Vignarionda 2018 stammt aus der berühmtesten Lage von Serralunga d'Alba und ist ein reinsortiger Nebbiolo mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Oddero besitzt dort weniger als einen Hektar an der Hangkuppe. Dunkle Kirsche, Brombeere und Blutorange verbinden sich mit Rose, Veilchen, Tabak, Trüffel und Chinarinde. Getragen wird das Ganze von einem festen, tiefen Tannin und der markantesten Kalkmineralität, die das Barolo-Gebiet zu bieten hat.
Die Verkostungsnotiz des Oddero Barolo Riserva Vignarionda 2018
FARBE: Intensives Granatrubinrot, dicht und mit reifem Rand.
NASE: Vielschichtig und langsam sich öffnend: dunkle Frucht, Brombeere und Zitrusschale, dazu Rose und Veilchen. Balsamische Noten von Tabak, Lakritz und Chinarinde treten mit Luft hervor, begleitet von Steinpilz und Thymian.
GESCHMACK: Kraftvoll und gleichzeitig aufrecht, mit strengem, sehr feinkörnigem Tannin und lebendiger Säure. Die Mineralität zieht sich als salziger Faden durch den Gaumen und gibt dem Wein seine unverwechselbare Spannung.
FINALE: Sehr lang und nachhaltig, mit würzigem Granatapfel, feiner Herbe und einem kühlen, kreidigen Nachhall.
Vigna Rionda in Serralunga d'Alba - der höchste Aktivkalkgehalt im Barolo
Odderos Parzelle liegt mit etwa 0,8 Hektar oben am Hang der Lage Vigna Rionda in Serralunga d'Alba, auf rund 350 bis 360 Metern und in voller Südausrichtung; der Hügel von Castelletto schirmt sie gegen Nordwestwinde und Winterkälte ab. Der Untergrund gehört zur Lequio-Formation des Serravallian: graue Mergelschichten im Wechsel mit Sandsteinbändern aus kieseligen Sanden, angereichert mit Kalzium- und Eisenkarbonaten. Mit 13,58 Prozent aktivem Kalk weist die Parzelle den höchsten Wert im gesamten Barolo-Gebiet auf, dazu einen ungewöhnlichen Reichtum an Kalium, Bor, Mangan und Magnesium. Genau daraus speist sich die ätherische, fast kreidige Mineralität, für die Vigna Rionda berühmt ist.
Oddero und ein Lagenportfolio über fünf Gemeinden
Oddero gehört zu den wenigen Häusern, die in fast allen Kerngemeinden des Barolo Parzellen besitzen: Vigna Rionda in Serralunga d'Alba, Villero und Rocche di Castiglione in Castiglione Falletto, Brunate, Bricco Chiesa und Capalot in La Morra, Bussia in Monforte d'Alba sowie Monvigliero in Verduno. Die Nebbiolo-Flächen sind seit 2014 biologisch zertifiziert. Kellertechnisch setzt das Gut auf ausgesprochen lange Reifezeiten und hält die Weine oft Jahre zurück, bevor sie in den Handel kommen. Vignarionda ist dabei der Wein, an dem sich diese Geduld am deutlichsten zeigt.
Rund 40 Monate im großen Fass und mehrjährige Flaschenreife
Die Lese erfolgt von Hand Anfang Oktober bei etwa 50 Doppelzentnern je Hektar. Nach vollständiger Entrappung vergärt der Wein rund 25 bis 28 Tage in 50-Hektoliter-Behältern mit täglichem Umpumpen, danach folgt der biologische Säureabbau. Der Ausbau dauert etwa 40 Monate im großen Fass aus österreichischer Eiche; nach der Füllung ruht der Wein weitere Jahre bei kontrollierten 15 Grad Celsius und 70 Prozent Luftfeuchte im Keller des Gutes. Diese sehr lange Reife glättet das strenge Serralunga-Tannin, ohne die Frische anzugreifen - 25 bis 30 Jahre Entwicklung sind realistisch.
Servieren und kombinieren
Bei 17 bis 18 Grad Celsius in einem großen Glas servieren und mindestens zwei Stunden vorher dekantieren, da sich nach der langen Fassreife Depot bilden kann. Er begleitet Brasato al Barolo, Rehrücken, Wildschweinragout, Tajarin mit weißem Trüffel, geschmorte Taube und gereiften Parmigiano oder Castelmagno.
Häufige Fragen zum Oddero Barolo Riserva Vignarionda 2018
Warum schreibt Oddero Vignarionda und nicht Vigna Rionda?
Die offizielle MGA heißt Vigna Rionda; Oddero verwendet auf dem Etikett die zusammengeschriebene Form Vignarionda. Gemeint ist in beiden Fällen dieselbe Lage in Serralunga d'Alba.
Was macht Vigna Rionda so gesucht?
Die Lage vereint eine geschützte Südkuppe mit dem höchsten Aktivkalkgehalt des Barolo-Gebiets. Daraus entstehen Weine, die sehr lange leben und eine ungewöhnlich ätherische, mineralische Aromatik zeigen; die verfügbaren Flächen sind entsprechend klein.
Ist der 2018er schon zu trinken?
Nach der langen Reife im Haus ist er zugänglich und zeigt bereits tertiäre Noten, bleibt am Gaumen aber straff. Wer ihn heute öffnet, sollte ihn dekantieren; wer ihn wegliegt, wird über Jahrzehnte belohnt.
Wie unterscheidet sich Serralunga von Castiglione Falletto?
Serralunga liefert die strengeren, mineralischeren und langlebigeren Weine mit ausgeprägtem Kalkzug. Aus Castiglione Falletto, wo Oddero Villero und Rocche di Castiglione besitzt, kommen etwas rundere, würzigere Barolo.
Welches Glas ist das richtige?
Ein großes, bauchiges Glas mit ausreichender Oberfläche hilft, die zurückhaltende Aromatik zu öffnen. Zu eng geschnittene Gläser lassen die Mineralität dominieren und die Frucht verschwinden.
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Rocche di Castiglione 2020 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus einer der bekanntesten Steillagen von Castiglione Falletto und kommt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Der Duft beginnt floral mit Flieder und Rose, dahinter stehen rote Beeren, Minze, weißer Pfeffer und eine deutliche Kalkmineralität. Am Gaumen ist der Wein schlank gebaut, aber vielschichtig, mit feinem Tannin und salzigem Zug. 30 Monate in Fässern aus französischer Eiche haben ihn geformt, ohne Holzaromen zu hinterlassen.
Die Verkostungsnotiz des Oddero Poderi e Cantine Barolo Rocche di Castiglione 2020
FARBE: Rubinrot mit granatfarbenen Reflexen, mittlere Tiefe.
NASE: Zunächst floral: Flieder, Rose und Veilchen. Danach rote Johannisbeere, Himbeere, Minze, weißer Pfeffer und ein feiner Lakritzton. Mit Luft tritt eine kreidige, an nassen Kalkstein erinnernde Note hervor.
GESCHMACK: Klar und vertikal gebaut, mit lebendiger Säure, feinem, sehnigem Tannin und viel Detailzeichnung. Rote Frucht, Kräuter und Gewürze wechseln sich ab, der Körper wirkt eher schlank als breit.
FINALE: Ausgesprochen lang, mit salzig-mineralischem Nachhall und feinkörnigem Tanningrip.
Rocche di Castiglione – Steilhang über Castiglione Falletto
Die MGA Rocche di Castiglione umfasst rund 16,3 Hektar und reicht von Castiglione Falletto bis auf Gemeindegebiet von Monforte d’Alba; die Hänge liegen etwa zwischen 300 und 350 Metern und sind überwiegend nach Südosten ausgerichtet. Der Name verweist auf die „rocche“, die steilen Abbruchkanten der Langhe, an denen die Gesteinsschichten offen zutage treten. Geologisch liegen hier Sant’Agata-Fossili-Mergel über Diano-Sandstein; die Böden von Oddero sind locker, karg und flachgründig, im Sommer trocken und reich an kalkhaltigem Mergel und Sandstein. Die Folge ist ein Barolo von duftiger, feiner Eleganz mit ausgeprägter Mineralität – das kühlere Gegenstück zum warmen, tonreichen Villero.
Alte Reben und ein zurückhaltender Keller
Oddero bewirtschaftet in Rocche di Castiglione nur etwa 0,63 Hektar, die seit mehr als 80 Jahren im Weinbau stehen; ein angrenzender Laubwald kühlt die Parzelle zusätzlich. Im Keller in der Frazione Santa Maria von La Morra arbeitet das Team um Kellermeister Luca Veglio mit Edelstahl für die Gärung und ausschließlich großen, neutralen Holzfässern für die Reife; das Haus gehörte zu den ersten im Barolo, die österreichische Eiche einsetzten. Die Nebbiolo-Flächen sind bio-zertifiziert. Von diesem Cru entstehen nur rund 2.500 bis 2.600 Flaschen pro Jahrgang.
30 Monate im 20-Hektoliter-Fass
Gärung und Maischestandzeit dauern etwa 25 Tage, der biologische Säureabbau erfolgt im Dezember. Danach reift der Wein vollständig 30 Monate in Fässern aus französischer Eiche mit 20 Hektolitern Inhalt; abgefüllt wird am Ende des Sommers, gefolgt von einem weiteren Jahr Flaschenreife vor der Markteinführung. Die kleineren Großfässer sorgen für eine etwas zügigere Tanninreifung, bleiben aromatisch aber im Hintergrund. So bewahrt der Wein die Feinheit und den mineralischen Zug der Lage.
Servieren und kombinieren
Am besten bei 16 bis 18 °C in einem großen, bauchigen Glas servieren und rund eine Stunde dekantieren. Der eher feingliedrige Stil passt zu Vitello tonnato, Kaninchen in Kräutern, Perlhuhn, Tajarin mit Butter und Salbei, Steinpilzrisotto und mittelalt gereiftem Toma piemontese.
Häufige Fragen zum Oddero Poderi e Cantine Barolo Rocche di Castiglione 2020
Was bedeutet „Rocche“ im Lagennamen?
„Rocche“ bezeichnet in den Langhe die steilen, felsigen Abbruchkanten der Hügel. In dieser Lage liegen die Gesteinsschichten dadurch flach unter der Oberfläche, was karge, gut durchlässige Böden ergibt.
Warum wirkt dieser Barolo leichter als andere Crus?
Die flachgründigen, sandig-mergeligen Böden und die südostexponierte, kühlere Hanglage fördern Duft und Feinheit statt Masse. Der Wein setzt auf Detailzeichnung, Säure und Mineralität, nicht auf Fruchtfülle.
Wie alt sind die Reben?
Die Parzelle wird nach Angaben des Weinguts seit mehr als 80 Jahren als Weinberg genutzt. Alte Reben liefern kleinere Erntemengen und tragen zur Dichte und Tiefe des Weins bei.
Wozu passt der Wein am besten?
Zu klassischen piemontesischen Gerichten mit mittlerer Intensität: Kaninchen, Perlhuhn, Vitello tonnato oder Pilzrisotto. Sehr schwere Schmorgerichte können den feingliedrigen Stil eher überdecken.
Wie lange sollte man ihn lagern?
Für diesen Cru werden 20 bis 25 Jahre Reifepotenzial genannt. Der zugängliche Jahrgang 2020 lässt sich schon jetzt trinken, gewinnt aber mit einigen Jahren Flaschenreife an Komplexität.
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Villero 2020 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus der Lage Villero in Castiglione Falletto und wird mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt. Im Duft treffen dunkle Kirsche und Pflaume auf Veilchen, Kakao und Lakritz. Der milde, gleichmäßige Jahrgang 2020 brachte im Barolo-Gebiet fruchtbetonte, früh zugängliche Weine mit gut eingebundenem Tannin hervor. Dreißig Monate im großen Holzfass haben die Struktur geglättet, ohne das kräftige Gerüst dieses Crus einzuebnen.
Die Verkostungsnotiz des Oddero Poderi e Cantine Barolo Villero 2020
FARBE: Rubinrot mit granatfarbenem Rand.
NASE: Dunkle Kirsche, Zwetschge und getrocknete Rose öffnen das Bouquet. Dahinter liegen Kakao, Lakritz, Tabak und getrocknete Kräuter. Mit Luft treten balsamische und leicht erdige Noten hinzu.
GESCHMACK: Am Gaumen breit angelegt und saftig, mit warmer dunkler Frucht und festem, feinkörnigem Tannin. Die Säure hält den kräftigen Körper in Balance, würzige und mineralische Anklänge tragen den Mittelgaumen.
FINALE: Lang, trocken und würzig, mit Kakao, Lakritz und nachhallender Kirschfrucht.
Villero – der warme, tiefgründige Cru von Castiglione Falletto
Villero ist eine amtlich abgegrenzte Lage, eine sogenannte MGA, in der Gemeinde Castiglione Falletto und umfasst rund 22 Hektar. Die Parzelle von Oddero liegt nach Angaben des Weinguts auf etwa 380 Metern Höhe und ist voll nach Süden ausgerichtet. Der Boden ist tonreich, mit Kalk und Tonsilikaten durchsetzt und damit deutlich kompakter als in den Nachbarlagen; er speichert mehr Wasser und stammt aus den sandigen Sant’Agata-Fossili-Mergeln des Tortoniums. Genau daraus erklärt sich der Stil: Villero gibt rundere, saftigere Weine mit warmen Tönen und dunkler Frucht, während das benachbarte Rocche di Castiglione mineralischer und kühler ausfällt. Castiglione Falletto gilt zudem als die Gemeinde mit den komplexesten Böden des Anbaugebiets, in der serravallische Mergel und tortonische Sande unmittelbar aufeinandertreffen.
Oddero Poderi e Cantine in der Frazione Santa Maria von La Morra
Die Familie Oddero bewirtschaftet in La Morra seit dem 18. Jahrhundert Weinberge; 1878 füllte der erste Giacomo Oddero die ersten Flaschen unter eigenem Namen ab. Heute führen die sechste und siebte Generation das Gut vom Kellergebäude in der Frazione Santa Maria aus. Zum Besitz gehören rund 35 Hektar Rebfläche, von denen etwa 16,5 Hektar mit Nebbiolo für Barolo und Barbaresco bestockt sind. Neben Villero besitzt das Gut Parzellen in Rocche di Castiglione, Brunate, Bussia, Vignarionda, Monvigliero und Gallina.
30 Monate im 40-Hektoliter-Fass
Die Trauben werden schonend entrappt und gepresst, Gärung und Maischestandzeit dauern rund 25 Tage. Anschließend reift der Wein 30 Monate in Eichenfässern mit 40 Hektolitern Inhalt und ruht danach ein weiteres Jahr in der Flasche, bevor er in den Handel kommt. Die großen, neutralen Fässer geben kaum eigenes Aroma ab und dienen vor allem der langsamen Tanninreifung. Vom kleinen Villero-Anteil des Guts entstehen nur etwa 3.800 bis 4.000 Flaschen je Jahrgang.
Servieren und kombinieren
Am besten kommt der Barolo bei 16 bis 18 °C in einem großen Rotweinglas zur Geltung. Eine Belüftung von ein bis zwei Stunden im Dekanter tut dem noch jungen Wein gut. Er passt zu geschmortem Rinderbacken, Brasato al Barolo, Lammkeule, Wildschweinragout, Tajarin mit Butter und Trüffel sowie zu gereiftem Castelmagno.
Häufige Fragen zum Oddero Poderi e Cantine Barolo Villero 2020
Was bedeutet Villero auf dem Etikett?
Villero ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine sogenannte MGA, innerhalb der Barolo-DOCG. Sie liegt in Castiglione Falletto und weist die genaue Herkunft der Nebbiolo-Trauben aus.
Wie unterscheidet sich der Villero vom Rocche di Castiglione desselben Guts?
Beide Lagen liegen in Castiglione Falletto, doch Villero hat schwerere, tonreichere Böden. Der Wein wirkt dadurch runder, wärmer und dunkelfruchtiger, während Rocche di Castiglione feiner und mineralischer ausfällt.
Ist der Jahrgang 2020 schon trinkreif?
2020 gilt im Barolo als zugänglicher Jahrgang mit reifer Frucht und gut eingebundenem Tannin. Der Wein lässt sich daher bereits jetzt mit ausreichender Belüftung trinken, gewinnt aber über Jahre weiter an Tiefe.
Wie lange kann der Wein gelagert werden?
Das Weingut und der Handel geben für diesen Cru ein Reifepotenzial von etwa 20 bis 25 Jahren an. Voraussetzung ist liegende, dunkle und kühle Lagerung bei möglichst gleichbleibender Temperatur.
Warum reift der Barolo im großen Fass und nicht im Barrique?
Ein 40-Hektoliter-Fass hat im Verhältnis zum Inhalt wenig Holzoberfläche und gibt kaum Röst- oder Vanillearomen ab. So bleibt der Charakter von Nebbiolo und Lage im Vordergrund, während das Tannin dennoch langsam reift.
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Villero 2021 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus Castiglione Falletto, abgefüllt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Reife Kirsche und Himbeere verbinden sich mit getrockneter Rose, Teer, Lakritz und feiner Würze. Der Jahrgang 2021 verlief nach trockenem Winter und kühlem Frühjahr mit einem langen, warmen Sommer und kühlen Nächten – das ergab klar gezeichnete Weine mit lebendiger Säure. Kraft und Präzision halten sich in diesem Cru die Waage, das feinkörnige Tannin trägt einen langen, mineralisch geprägten Abgang.
Die Verkostungsnotiz des Oddero Poderi e Cantine Barolo Villero 2021
FARBE: Leuchtendes Rubinrot mit granatfarbenen Reflexen.
NASE: Klar und vielschichtig: reife Kirsche, Himbeere und getrocknete Rosenblätter. Teer, Lakritz, Bergkräuter und ein Hauch Süßholz geben Tiefe. Balsamische Noten treten mit Luft deutlicher hervor.
GESCHMACK: Kraftvoll und zugleich präzise gezeichnet, mit lebendiger Säure und feinkörnigem, dicht gewobenem Tannin. Die dunkle Frucht bleibt straff eingebunden, Würze und Salzigkeit begleiten den Verlauf.
FINALE: Anhaltend und mineralisch, mit Kirschkern, Lakritz und trockener Würze im Nachhall.
Barolo aus der Lage Villero in Castiglione Falletto
Die MGA Villero erstreckt sich über gut 22 Hektar am Hang von Castiglione Falletto. Ihre Böden bestehen aus sandigen Sant’Agata-Fossili-Mergeln, sind im Villero jedoch auffallend tonreich und kompakt, mit Kalk und Tonsilikaten durchsetzt. Die Parzelle von Oddero liegt laut Weingut bei etwa 380 Metern in voller Südlage; die MGA insgesamt ist überwiegend nach Südwesten ausgerichtet. Diese Wärme und die hohe Wasserspeicherung erklären, warum Villero-Weine körperreicher und dunkelfruchtiger auftreten als die Weine der kühleren Nachbarlagen. Ein historischer Nebenaspekt: Die Parzelle gehörte einst dem Agrarwissenschaftler Ferdinando Vignolo Lutati, einem der ersten Bodenforscher der Langhe.
Weingut Oddero: von Giacomo Oddero zur heutigen Generation
Prägend für das moderne Gut war Giacomo Oddero, Jahrgang 1926, der den Familienbetrieb in den 1950er-Jahren umbaute und sich als Provinzpolitiker für die Einführung der DOC- und DOCG-Regeln in den Langhe einsetzte. Seine Tochter Mariacristina stieg Ende der 1990er-Jahre ein und führt das Haus heute gemeinsam mit Mariavittoria Oddero, unterstützt von Isabella und Pietro. Die Rebflächen werden seit Jahren biologisch bewirtschaftet, die Umstellung auf zertifizierten Bio-Anbau war 2017 abgeschlossen. Im Keller arbeitet das Gut betont zurückhaltend: Edelstahl für die Gärung, große neutrale Holzfässer für die Reife.
Ausbau: rund 25 Tage Maische, dann 30 Monate Großfass
Nach schonendem Entrappen gärt der Wein mit einer Maischestandzeit von etwa 25 Tagen. Danach folgen 30 Monate in Eichenfässern von 40 Hektolitern und ein weiteres Jahr Flaschenreife im Keller des Guts. Der lange, holzneutrale Ausbau erfüllt die Vorgaben der Barolo DOCG, die mindestens 38 Monate Reife und davon 18 Monate im Holz verlangt, deutlich. Der 2021er zeigt schon jetzt eine klare Aromatik, ist aber erkennbar auf lange Flaschenreife angelegt.
Servieren und kombinieren
Serviert wird der Villero bei 16 bis 18 °C in einem bauchigen Burgunder- oder Barolo-Glas. Als junger Jahrgang profitiert er von zwei Stunden im Dekanter. Gute Begleiter sind Rinderschmorbraten, Ossobuco, Ente, Steinpilzrisotto, Trüffeltajarin und lang gereifter Parmigiano.
Häufige Fragen zum Oddero Poderi e Cantine Barolo Villero 2021
Was zeichnet den Jahrgang 2021 im Barolo aus?
Auf einen trockenen Winter und ein kühles Frühjahr folgte ein langer, warmer Sommer ohne extreme Hitzespitzen, mit kühlen Nächten. Die Weine gelten als klassisch gebaut: frische Säure, klare Aromatik und feste, aber gut gezeichnete Tannine.
Wie unterscheidet sich der 2021er vom 2020er Villero?
2020 war ein milder, gleichmäßiger Jahrgang und brachte tendenziell rundere, früher zugängliche Weine. 2021 gilt als straffer und kühler gezeichnet, mit betonter Säure und einer etwas längeren Anlaufzeit in der Flasche.
Sollte der Wein dekantiert werden?
Ja, in diesem jungen Stadium empfiehlt sich eine Belüftung von ein bis zwei Stunden. Dadurch öffnen sich florale und balsamische Noten, und das Tannin wirkt geschmeidiger.
Wie viele Flaschen entstehen von diesem Cru?
Oddero gibt für den Barolo Villero eine Produktion von etwa 3.800 bis 4.000 Flaschen pro Jahrgang an. Die Menge schwankt mit dem Jahrgang, da die Parzelle nur wenig mehr als einen Hektar umfasst.
Wie sollte die Flasche gelagert werden?
Liegend, dunkel, erschütterungsfrei und bei möglichst konstanten 12 bis 14 °C. Unter diesen Bedingungen ist ein Reifepotenzial von rund 20 bis 25 Jahren realistisch.
Inhalt:
0.75 Liter
(106,53 €* / 1 Liter)
79,90 €*
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