Serralunga d'Alba, traditionell bis auf die Knochen. Schiavenza macht Baroli, die nichts beschönigen: Tannin, Säure, Länge – Weine für Geduldige. Aus Lagen wie Prapò und Broglio entstehen archetypische Serralunga-Baroli, die erst nach Jahren ihr ganzes Bild zeigen. Wer Abkürzungen sucht, ist hier falsch.
Der Schiavenza Barolo Cerretta 2018 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus der Einzellage Cerretta in Serralunga d'Alba und kommt mit 14% Vol. in der 0,75-Liter-Flasche in den Handel. Der Jahrgang 2018 verlief im Piemont nass und wechselhaft, was den Weinen mehr Duft und weniger Wucht gegeben hat. Genau das prägt diesen Cerretta: Pflaume, schwarze Johannisbeere und getrocknete Blüten stehen vor einer erdig-mineralischen Grundierung. Das Tannin bleibt fest, wirkt aber runder als in strengeren Serralunga-Jahren. Ein Barolo, der die Lage deutlich zeigt, ohne lange Geduld zu verlangen.
Die Verkostungsnotiz des Schiavenza Barolo Cerretta 2018
FARBE: Dunkles Granatrot mit beginnenden ziegelroten Rändern.
NASE: Pflaume und schwarze Johannisbeere öffnen das Bouquet, dazu getrocknete Veilchen und ein Hauch Kakao. Erdige Noten, Waldboden und feine Süßholzwürze folgen und geben dem Duft die für Serralunga typische Ernsthaftigkeit.
GESCHMACK: Am Gaumen mittleres bis kräftiges Volumen, getragen von dunkler Beerenfrucht und einer klaren salzig-mineralischen Ader. Das Tannin ist körnig, aber nicht sperrig; die Säure des kühleren Jahrgangs hält den Wein aufrecht, ohne ihn hart zu machen.
FINALE: Mittellang bis lang mit Pflaumenhaut, Eisen und trockener Kräuterwürze im Nachhall.
Cerretta: Einzellage im Nordosten von Serralunga d'Alba
Cerretta ist eine offiziell abgegrenzte Lage, eine MGA, im Gemeindegebiet von Serralunga d'Alba und erstreckt sich über rund 40 Hektar zwischen etwa 250 und 395 Metern Höhe. Die Böden gehören zu den fossilreichen Formationen von Lequio und Sant'Agata, also zu den älteren Schichten des Barolo-Gebiets. Schiavenza bewirtschaftet hier eine Parzelle von etwa 0,85 Hektar in 380 bis 400 Metern Höhe auf kalkig-tuffigem, sandig durchsetztem Untergrund. Die Lage gliedert sich in mehrere Abschnitte, darunter Bricco Cerretta auf der Kuppe und die kühleren Hänge von Cerretta Piani. Weine von hier verbinden kräftige Frucht mit einer Tanninstruktur, die im Vergleich zum Nachbarn Prapò etwas geschmeidiger ausfällt.
Von den Pächtern zum eigenen Gut: Schiavenza
Der Name des Betriebs geht auf die Teilpacht zurück: Hof und Land gehörten früher der Opera Pia Barolo, der Stiftung der Marchesi di Barolo, und wurden von Halbpächtern bearbeitet, deren Pachtverhältnis im Dialekt „schiavenza“ hieß. 1956 gründeten die Brüder Vittorio und Ugo Alessandria das eigene Weingut in der Via Mazzini in Serralunga d'Alba. Heute führt die zweite Generation den Betrieb: Luciano Pira als Agronom und Kellermeister, unterstützt von seiner Frau Maura sowie Walter Anselma und Enrica Alessandria. Zum Gut gehören rund acht Hektar Rebfläche in Serralunga d'Alba und Flächen in Perno bei Monforte d'Alba, dazu die bekannte Trattoria Schiavenza.
Zementtank, lange Maische, slawonische Eiche
Der Ausbau folgt der klassischen Serralunga-Schule. Gärung und Maischestandzeit finden über etwa 15 bis 20 Tage in Zementtanks bei 25 bis 27 °C statt, mit täglichen Umpumpvorgängen zum Benetzen des Tresterhuts. Anschließend reift der Wein mindestens 18 Monate in großen slawonischen Eichenfässern, die keine Röstaromen beisteuern, sondern nur langsam Sauerstoff zuführen. Vor der Auslieferung ruht er noch mindestens ein halbes Jahr in der Flasche. Aus dem eher milden Jahrgang 2018 entsteht so ein Barolo mit gutem Reifepotenzial, der aber früher trinkbereit ist als die Weine strengerer Jahre.
Trinktemperatur, Glas und passende Gerichte
16 bis 18 °C und ein weites Burgunderglas sind die richtige Bühne. Eine Stunde in der Karaffe genügt dem 2018er, da er bereits offen und zugänglich auftritt. Am Tisch passt er zu geschmorter Rinderbacke, Tajarin mit Fleischsugo, Kaninchen in Kräutern, Steinpilzrisotto, gereiftem Castelmagno und würziger Tomme.
Häufige Fragen zum Schiavenza Barolo Cerretta 2018
Was bedeutet Cerretta auf dem Etikett?
Cerretta ist der Name einer amtlich abgegrenzten Lage, einer MGA, im Barolo-Gebiet der Gemeinde Serralunga d'Alba. Die Angabe belegt, dass alle Nebbiolo-Trauben aus dieser einen Lage stammen.
Wie hat sich der Jahrgang 2018 ausgewirkt?
2018 brachte einen langen, nassen Frühling mit hohem Pilzdruck und danach einen freundlichen Sommer. Die Weine fielen duftiger, säureseitig moderater und in der Jugend zugänglicher aus als in konzentrierteren Jahren.
Ist der Cerretta 2018 schon trinkreif?
Ja, er lässt sich bereits jetzt gut trinken, wenn man ihm etwas Luft gibt. Wer weitere Entwicklung sucht, kann ihn ohne Bedenken einige Jahre weiterlagern.
Wie lange kann man die Flasche lagern?
Die Produktangabe nennt ein Lagerpotenzial von 15 bis 20 Jahren. Voraussetzung ist liegende, dunkle Lagerung bei gleichmäßig kühler Temperatur.
Woher stammt der Name Schiavenza?
Er kommt aus dem piemontesischen Dialekt und bezeichnet das Verhältnis der Halbpächter, die den Hof für die Opera Pia Barolo bewirtschafteten. Die Familie Alessandria übernahm den Namen, als sie 1956 ihr eigenes Weingut gründete.
Mit dem Schiavenza Barolo Cerretta 2019 zeigt sich dieselbe Serralunga-Lage in einem deutlich strafferen Kleid. Reinsortiger Nebbiolo, 14% Vol., 0,75 Liter — und ein Jahrgang, der wegen kleiner Erntemengen und hoher Polyphenolwerte als klassisch gilt. Sauerkirsche, Granatapfel und Blutorange treffen auf Wacholder, Salbei und einen ausgeprägt eisenhaltigen Zug. Jung wirkt der Wein noch verschlossen und lebt von Spannung statt von Fülle.
Verkostung: Schiavenza Barolo Cerretta 2019 im Glas
FARBE: Kräftiges Granatrot, im Kern noch jugendlich dicht.
NASE: Sauerkirsche, Granatapfel und Blutorangenzeste bilden den Auftakt. Darunter liegen Wacholder, getrockneter Salbei, Rosenblatt und eine kühle, an nasses Gestein erinnernde Note. Das Bouquet gibt sich zurückhaltend und braucht Zeit im Glas.
GESCHMACK: Straff, aufrecht und von markanter Säure getragen. Das Tannin greift früh und breit, bleibt dabei feinkörnig; rote Frucht, Blutorange und salzige Mineralik ziehen sich durch den gesamten Verlauf.
FINALE: Sehr lang, herb-frisch, mit Eisen, Kirschkern und einem trockenen, fast salzigen Nachklang.
Die Lage Cerretta und die alten Böden von Serralunga
Serralunga d'Alba liegt am östlichen Rand der Appellation und besitzt die ältesten Bodenschichten des Barolo-Gebiets. Grauer Mergel und verfestigter Sandstein, dazu Kalk und Eisenanteile, zwingen die Wurzeln in die Tiefe und liefern den kräftigsten Tanninbau der elf Barolo-Gemeinden. Cerretta gehört mit knapp 40 Hektar zu den größeren Lagen des Ortes und reicht von etwa 250 bis 395 Meter Höhe. Die Parzelle von Schiavenza liegt im oberen Bereich zwischen 380 und 400 Metern, bepflanzt mit 4.000 Stöcken je Hektar und 25 bis 35 Jahre alten Reben. Im kühlen Verlauf von 2019 hat diese Höhe für besonders langsame Reife und niedrige pH-Werte gesorgt.
Vier Namen hinter dem Etikett: Alessandria, Pira, Anselma
Schiavenza ist ein Familienbetrieb im Ortskern von Serralunga d'Alba, gegründet 1956 von Vittorio und Ugo Alessandria. Die Bezeichnung erinnert an die Halbpacht früherer Zeiten, als das Anwesen der Opera Pia Barolo gehörte und von Pächtern bewirtschaftet wurde. Heute teilen sich die Schwestern Enrica und Maura Alessandria mit ihren Männern Luciano Pira und Walter Anselma die Arbeit in Weinberg, Keller und Trattoria. Rund elf Hektar Rebfläche und etwa 55.000 Flaschen im Jahr machen das Gut zu einem überschaubaren, konsequent traditionell arbeitenden Erzeuger.
Mindestens 18 Monate im großen Botte
Vergoren und mazeriert wird im Zementtank, rund 15 bis 20 Tage lang bei kontrollierten 25 bis 27 °C. Die lange Standzeit auf der Maische ist bei Schiavenza Programm und erklärt die dichte, aber niemals grobe Tanninstruktur. Die Reife erfolgt für mindestens 18 Monate in großen slawonischen Eichenfässern, gefolgt von wenigstens sechs Monaten Flaschenruhe. Beim polyphenolreichen 2019er arbeitet diese Methode gegen die Strenge: Das Holz steuert keine eigene Aromatik bei, sondern rundet das Gerbstoffgerüst über die Zeit.
So kommt der Cerretta 2019 am besten zur Geltung
Servieren Sie ihn bei 17 bis 18 °C in einem großvolumigen Glas und planen Sie zwei bis drei Stunden Karaffenzeit ein — dieser Jahrgang braucht Luft. Er verlangt kräftige Begleiter: Brasato al Barolo, Ochsenbacke, Wildschweinragout, Lammkeule, Trüffeltajarin oder ein langgereifter Bra duro.
Fragen und Antworten zum Schiavenza Barolo Cerretta 2019
Was macht den Barolo-Jahrgang 2019 aus?
Nach trockenem Winter und regnerischem Frühjahr verlief die Saison spät und kühl, mit frischen Nächten im September. Das Ergebnis sind Weine mit hohen Polyphenolwerten, niedrigem pH-Wert und sehr guter Lagerfähigkeit.
Worin unterscheidet sich der 2019er vom 2018er derselben Lage?
Der 2018er ist duftiger, weicher und früher zugänglich. Der 2019er tritt strenger, säurebetonter und tanninreicher auf und gewinnt deutlich mehr durch Flaschenreife.
Sollte man den Wein dekantieren?
Ja. Zwei bis drei Stunden in der Karaffe helfen dem jungen 2019er, seine Frucht zu öffnen und das Tannin geschmeidiger erscheinen zu lassen.
Wofür steht die Abkürzung MGA?
MGA steht für Menzione Geografica Aggiuntiva, eine seit dem Jahrgang 2010 zulässige geografische Zusatzbezeichnung. Sie weist Einzellagen wie Cerretta oder Gemeindeherkünfte innerhalb der Barolo DOCG aus.
Welches Glas empfiehlt sich?
Ein bauchiges Burgunderglas mit großer Oberfläche unterstützt die Aromatik. Bei jungen, tanninbetonten Jahrgängen wie 2019 zählt das Glasvolumen mehr als die Form im Detail.
Der Schiavenza Barolo Cerretta 2020 trifft auf einen milden, ausgeglichenen Jahrgang und wirkt entsprechend früh ansprechbar. 100 Prozent Nebbiolo, 15 % Alkohol, 0,75 Liter. Brombeere, eingekochte Kirsche und Rosenholz bestimmen das Bouquet, dahinter stehen Süßholz, Muskatnuss und ein feiner Rauch. Die Gerbstoffe sind rund und gut eingebunden, ohne dass Cerretta seine Serralunga-Herkunft verleugnet.
So schmeckt der Schiavenza Barolo Cerretta 2020
FARBE: Sattes Granatrot mit hellerem Rand.
NASE: Brombeere und eingekochte Kirsche vorneweg, ergänzt um Rosenholz und getrocknete Rosenblätter. Süßholz, Muskatnuss und ein Anflug von Rauch sorgen für Würze, ohne die Frucht zu überdecken.
GESCHMACK: Saftig, breit angelegt und deutlich weicher konturiert als in kühleren Jahren. Reife dunkle Frucht, etwas Kakao und ein mineralischer Zug tragen den Mittelbau, das Tannin ist samtig und bereits gut integriert.
FINALE: Warm und anhaltend, mit dunkler Beere, Süßholz und einem leicht salzigen Abgang.
Bricco Cerretta, Cerretta Piani und die Parzelle des Guts
Die MGA Cerretta zerfällt in mehrere Abschnitte mit sehr unterschiedlichem Charakter: die kühleren, sanft geneigten Hänge von Cerretta Piani, die Kuppe des Bricco Cerretta mit Blick Richtung Baudana und den zentralen Teil gegenüber der Cascina Sordo mit der besten Sonneneinstrahlung. Die Ausrichtungen reichen von Südwest bis Südost. Schiavenza besitzt hier gut 0,85 Hektar auf kalkigem, tuffigem und sandig geprägtem Boden. Weine aus Cerretta zeigen kräftige, klar konturierte Frucht, die mit den Jahren feiner und ätherischer wird; die Tannine wirken integrierter als beim benachbarten Prapò.
Das Weingut Schiavenza in der Via Mazzini
Der Betrieb sitzt mitten im Dorf Serralunga d'Alba und ist seit 1956 in Familienhand. Der Name verweist auf die früheren Halbpächter des Anwesens, das einst zur Opera Pia Barolo der Marchesi di Barolo gehörte. Neben Cerretta bewirtschaftet die Familie die Lagen Prapò und Broglio in Serralunga sowie eine Parzelle in Perno bei Monforte d'Alba; hinzu kommen Barbera, Dolcetto, Langhe Nebbiolo und Barolo Chinato. Zur Adresse gehört außerdem eine Trattoria, die im Slow-Food-Führer „Osterie d'Italia“ geführt wird.
Vom Zementtank in das große Fass
Gegoren wird ohne Temperaturexzesse bei 25 bis 27 °C im Zement, die Maische bleibt etwa 15 bis 20 Tage im Kontakt mit dem Most. Danach geht der Wein für mindestens 18 Monate in große Fässer aus slawonischer Eiche und ruht anschließend ein halbes Jahr oder länger in der Flasche. Weil 2020 mild und ohne Hagel verlief und die Septembernächte kühl blieben, kommt dieser Ausbau einem Wein zugute, der schon jung rund wirkt und trotzdem Reserven für die Flaschenreife hat.
Temperatur, Luft und Tischbegleitung
Eine Stunde Karaffe und 16 bis 17 °C reichen aus, damit sich der 2020er entfaltet; er ist deutlich weniger verschlossen als die Vorgängerjahrgänge. Gut kombinieren lässt er sich mit Vitello tonnato, gebratener Entenbrust, Agnolotti del plin, Rinderfilet mit Pfefferjus, Pilzgerichten und mittelalten Bergkäsen.
Oft gestellte Fragen zum Schiavenza Barolo Cerretta 2020
Kann man den Cerretta 2020 jetzt schon öffnen?
Ja. Der milde Jahrgang bringt weiche Tannine mit, sodass der Wein bereits in jungen Jahren Freude macht. Eine Stunde Belüftung genügt in der Regel.
Wie unterscheidet sich 2020 von 2018 und 2019?
2018 war nass und ergab duftige, eher schlanke Weine, 2019 kühl und polyphenolreich mit strengem Tannin. 2020 liegt dazwischen: fruchtbetont, opulent und ohne aggressive Gerbstoffe.
Wie hoch ist der Alkoholgehalt?
Die Produktangabe nennt 15 % Vol. bei 0,75 Litern Füllmenge. Trotz dieses Wertes bleibt der Wein durch Säure und Mineralik im Gleichgewicht.
Passt der Wein zu Trüffelgerichten?
Ja, insbesondere zu Eierteigwaren mit weißem Alba-Trüffel oder zu Risotto mit Steinpilzen. Die erdige Würze des Weins nimmt diese Aromen gut auf.
Wie lagert man die Flasche richtig?
Liegend, dunkel, erschütterungsfrei und bei möglichst konstanten 12 bis 14 °C. Unter solchen Bedingungen nennt die Produktangabe ein Potenzial von 15 bis 20 Jahren.
Der Schiavenza Barolo del Comune di Serralunga 2018 stammt nicht aus einer Einzellage, sondern vereint mehrere Parzellen innerhalb der Gemeinde Serralunga d'Alba. Reinsortiger Nebbiolo mit 14% Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Im Glas ein tiefes Rubinrot, in der Nase rote Früchte, Pflaume und eine helle Zitrusnote, abgerundet von leichten Teertönen. Am Gaumen vollmundig und strukturiert, mit dichtem, umhüllendem Tannin, das mit der Zeit im Glas an Intensität gewinnt.
Die Verkostungsnotiz zum Barolo del Comune di Serralunga 2018
FARBE: Sehr intensives, tiefes Rubinrot.
NASE: Rote Früchte und Pflaume bilden den Kern des Bouquets, ergänzt um eine helle Zitrusnote und Rosenblatt. Im Ausklang verstärken leichte Teertöne und etwas Leder den Eindruck.
GESCHMACK: Vollmundig und strukturiert, mit umhüllendem, dichtem Tannin. Balsamische und erdige Anklänge begleiten die Frucht; je länger der Wein im Glas steht, desto intensiver wird er.
FINALE: Anhaltend und erdig, mit Teer, roter Frucht und kräftigem, aber elegantem Gerbstoff.
Was die Gemeindebezeichnung del Comune di Serralunga bedeutet
Neben den rund 170 Einzellagen kennt die Barolo DOCG elf Gemeindebezeichnungen, die seit dem Jahrgang 2010 auf dem Etikett stehen dürfen. „Del Comune di Serralunga d'Alba“ heißt: Die Trauben stammen ausschließlich aus dem Gemeindegebiet von Serralunga, verteilt auf mehrere Parzellen, aber ohne Bindung an eine einzige MGA. Schiavenza zieht dafür etwa 1,5 Hektar heran, die zwischen 350 und 390 Metern Höhe auf kalkhaltigen Böden mit deutlichen örtlichen Unterschieden liegen; das Rebalter reicht je nach Parzelle von 15 bis 45 Jahren. Solche Gemeindeweine zeigen die Handschrift eines Ortes im Querschnitt und öffnen sich meist früher als die Lagenweine.
Serralunga d'Alba, die strukturbetonteste Barolo-Gemeinde
Serralunga liegt am Ostrand der Appellation auf einem schmalen, langgezogenen Höhenrücken mit 39 abgegrenzten Lagen. Die Böden zählen zu den ältesten des Gebiets: grauer Mergel, verfestigter Sandstein, Kalk und Eisen, die die Wurzeln tief in den Untergrund zwingen. Daraus entstehen die tanninreichsten und langlebigsten Barolo der Region — Weine, die in großen Jahren nach Jahrzehnten noch nicht am Ende sind. Das Weingut Schiavenza sitzt seit 1956 im Ortskern in der Via Mazzini und verdankt seinen Namen den Halbpächtern, die das Anwesen einst für die Opera Pia Barolo bewirtschafteten.
36 Monate Reife im großen Holzfass
Nach der Handlese Ende Oktober vergären die Trauben in Zementtanks bei 25 bis 27 °C, die Maische bleibt rund 15 bis 20 Tage auf den Schalen. Für diese Abfüllung nennt die Produktangabe eine Reifezeit von 36 Monaten in großen Holzfässern, deutlich mehr als das gesetzliche Minimum der Barolo DOCG. Das große Fass gibt keine Röstnoten ab, sondern lässt Sauerstoff langsam einwirken und poliert das kräftige Serralunga-Tannin. Im nassen, wechselhaften Jahrgang 2018 war diese lange, ruhige Reife besonders hilfreich, weil sie die Struktur festigt, ohne die duftige Art des Jahrgangs zu verdecken.
Trinkempfehlung und passende Speisen
Servieren Sie den Wein bei 16 bis 18 °C und geben Sie ihm ein bis zwei Stunden Luft, damit sich die Teernoten einfügen. Er passt zu Bollito misto, Schmorbraten in Barolo, Wildgeflügel, Ravioli mit Fleischfüllung, Salsiccia mit Linsen und mittelaltem Bergkäse.
Häufige Fragen zum Schiavenza Barolo del Comune di Serralunga 2018
Ist dieser Barolo ein Lagenwein?
Nein. Er trägt eine Gemeindebezeichnung und vereint Trauben aus mehreren Parzellen in Serralunga d'Alba. Einzellagenweine wie Cerretta oder Prapò nennen dagegen eine einzige MGA.
Eignet er sich als Einstieg in das Sortiment?
Ja, Gemeindeweine gelten als guter Zugang zum Stil eines Ortes und sind meist früher zugänglich als Einzellagen. Der Charakter von Serralunga bleibt dabei klar erkennbar.
Wie wirkt der Jahrgang 2018 hier?
2018 war regenreich und wechselhaft, die Weine fielen aromatischer und weicher aus. In Verbindung mit 36 Monaten Fassreife ergibt das einen Barolo, der bereits jetzt harmonisch trinkbar ist.
Wie lange kann man ihn lagern?
Die Produktangabe nennt 10 bis 15 Jahre. Damit liegt er unter den Lagenweinen des Guts, bietet aber genug Reserve für eine mehrjährige Entwicklung im Keller.
Sollte man ihn dekantieren?
Ein bis zwei Stunden in der Karaffe sind empfehlenswert, weil sich Frucht und Teernoten dann besser verzahnen. Alternativ genügt es, das Glas mehrfach zu schwenken und dem Wein Zeit zu lassen.
Der Schiavenza Barolo Perno 2019 ist der einzige Wein des Guts, der nicht aus Serralunga d'Alba, sondern aus Monforte d'Alba stammt. Reinsortiger Nebbiolo, 15 % Alkohol, 0,75 Liter, erstmals im Jahrgang 2019 abgefüllt. Dunkle Beeren und viel Würze prägen den Duft, dazu Tabak, süßliche Gewürznoten und ein Anklang von Eisenerz. Im Mund verbindet er die Fruchtfülle Monfortes mit der Straffheit, die den polyphenolreichen Jahrgang 2019 auszeichnet.
Aromenbild und Gaumen des Schiavenza Barolo Perno 2019
FARBE: Tiefes Granatrot mit violetten Reflexen im Kern.
NASE: Dunkle Kirsche, Holunder und Zwetschge tragen den ersten Eindruck. Danach kommen Pfeifentabak, süßliche Gewürze, getrocknete Kräuter und eine metallisch anmutende Note nach Eisenerz.
GESCHMACK: Kraftvoll und saftig, mit dichter dunkler Frucht und einer klaren Würzeachse. Das Tannin des Jahrgangs 2019 ist reichlich vorhanden und noch jugendlich straff, wird aber von Extrakt und Fruchtfleisch getragen.
FINALE: Lang und würzig, mit Tabak, Bitterschokolade und einem mineralisch-eisernen Nachhall.
Perno: die Parzelle des Guts in Monforte d'Alba
Perno ist die drittgrößte MGA des Barolo-Gebiets und umfasst den gesamten Ortsteil Perno der Gemeinde Monforte d'Alba, verteilt auf rund 190 Hektar zwischen etwa 220 und 450 Metern Höhe. Die Lage hat zwei Flanken: Im Osten dominiert die Lequio-Formation, im Westen der Diano-Sandstein, entsprechend unterschiedlich fallen die Weine aus. Schiavenza bewirtschaftet dort 0,72 Hektar zwischen 300 und 400 Metern auf tonig-sandigem Boden mit deutlichen Wechseln von Parzelle zu Parzelle. Monforte gilt als die fruchtbetonteste unter den strukturstarken Barolo-Gemeinden — dunkle Kirsche statt der eher herben roten Frucht Serralungas.
Warum ein Serralunga-Betrieb nach Monforte ging
Schiavenza in der Via Mazzini in Serralunga d'Alba wurde 1956 von den Brüdern Vittorio und Ugo Alessandria gegründet; der Name stammt von der Halbpacht, unter der das Anwesen zuvor für die Opera Pia Barolo bewirtschaftet wurde. Der Schwerpunkt liegt bis heute auf den Serralunga-Lagen Cerretta, Prapò und Broglio. Mit Perno kam eine Fläche außerhalb der Heimatgemeinde hinzu, die erstmals zum Jahrgang 2019 als eigenständiger Barolo abgefüllt wurde. Verantwortlich für Weinberg und Keller ist Luciano Pira, im Betrieb arbeiten außerdem Maura und Enrica Alessandria sowie Walter Anselma.
Handlese Mitte Oktober, Reife im slawonischen Fass
Die Trauben werden Mitte Oktober von Hand gelesen; die Reben stehen im Guyot-Erziehungssystem mit 4.000 Stöcken je Hektar und sind im Schnitt 20 bis 30 Jahre alt. Gärung und Maischestandzeit dauern rund 15 bis 20 Tage im Zementtank bei 25 bis 27 °C. Danach reift der Wein mindestens 18 Monate in großen slawonischen Eichenfässern und mindestens ein halbes Jahr in der Flasche. Beim tanninstarken 2019er ist diese sanfte, aromatisch neutrale Reifung entscheidend, damit die Gerbstoffe Kontur behalten und trotzdem geschmeidig werden.
Am Tisch: Temperatur, Karaffe, Gerichte
17 bis 18 °C, ein großes Glas und mindestens zwei Stunden Karaffenzeit — der 2019er verlangt Geduld. Er begleitet Brasato, Wildschweinragout mit Polenta, Ente mit dunkler Sauce, Lammkarree, würzige Salami aus der Langa und gereiften Toma piemontese.
Häufige Fragen zum Schiavenza Barolo Perno 2019
Warum steht bei diesem Barolo Monforte und nicht Serralunga?
Die Lage Perno liegt vollständig in der Gemeinde Monforte d'Alba, nicht in Serralunga d'Alba, wo das Weingut seinen Sitz hat. Beide Gemeinden gehören zur Barolo DOCG, prägen die Weine aber unterschiedlich.
Seit wann gibt es den Perno von Schiavenza?
Der Jahrgang 2019 ist die erste eigenständige Abfüllung dieser Lage durch das Gut. Die Parzelle in Monforte kam erst wenige Jahre zuvor zum Betrieb.
Wie zeigt sich der Jahrgang 2019 in diesem Wein?
2019 war eine späte Saison mit kleiner Menge und hohen Polyphenolwerten. Der Perno wirkt dadurch tanninreich, aufrecht und deutlich auf Reife angelegt.
Wie lange sollte die Flasche noch liegen?
Drei bis fünf Jahre zusätzliche Flaschenreife tun dem Wein sichtbar gut. Insgesamt nennt die Produktangabe ein Potenzial von 15 bis 20 Jahren.
Was unterscheidet ihn vom Cerretta desselben Guts?
Der Cerretta aus Serralunga zeigt mehr herbe rote Frucht, Eisen und eine strengere Linie. Der Perno wirkt runder, dunkler in der Frucht und stärker von süßlicher Würze geprägt.
Beim Schiavenza Barolo Perno 2020 trifft die Monforte-Parzelle des Guts auf einen milden, hagelfreien Jahrgang. Nebbiolo pur, 14 % Alkohol, 0,75 Liter Füllmenge. Sauerkirsche, Himbeere und ein Hauch Minze bestimmen den Auftakt, Anis und geröstete Kaffeebohne folgen im Hintergrund. Der Wein ist saftig, mineralisch und schon in jungen Jahren freundlich, ohne dabei dünn zu wirken.
Verkostungsnotiz zum Schiavenza Barolo Perno 2020
FARBE: Klares Granatrot mittlerer Tiefe.
NASE: Sauerkirsche und Himbeere stehen im Vordergrund, umspielt von Minze und getrockneter Orangenschale. Im zweiten Anlauf treten Anis, Kaffeebohne und ein Hauch Leder hinzu.
GESCHMACK: Saftiger Fluss, angenehme Frische und ein feinmaschiges Tannin, das früh integriert wirkt. Rote Frucht und mineralische Anklänge halten sich die Waage; der Körper ist mittelkräftig statt wuchtig.
FINALE: Gut anhaltend mit Kirsche, Kräuterwürze und einem trockenen, sauberen Abgang.
Die Lage Perno zwischen Lequio-Formation und Diano-Sandstein
Perno umfasst den gleichnamigen Ortsteil von Monforte d'Alba und zählt zu den größten Lagen der gesamten Appellation. Der Weiler liegt auf einer Kuppe, von der die Rebhänge in nahezu alle Richtungen abfallen — nach Osten Richtung Serralunga, nach Westen Richtung Bussia. Diese Vielfalt spiegelt sich im Untergrund: Auf der Ostflanke prägt die Lequio-Formation, auf der Westflanke der Diano-Sandstein den Boden. Die 0,72 Hektar von Schiavenza liegen zwischen 300 und 400 Metern und bestehen aus Ton und Sand mit deutlichen Unterschieden schon auf kurzer Distanz. Barolo aus Monforte gilt als kräftig und zugleich fruchtbetont, mit eher elegantem als aggressivem Tannin.
Alessandria, Pira und Anselma in Serralunga d'Alba
Das Weingut wurde 1956 von Vittorio und Ugo Alessandria gegründet und liegt in Serralunga d'Alba. Sein Name erinnert an die Zeit, als Hof und Reben der Opera Pia Barolo gehörten und von Halbpächtern bewirtschaftet wurden, deren Pachtverhältnis im Dialekt „schiavenza“ hieß. Heute stehen die Schwestern Enrica und Maura Alessandria gemeinsam mit Luciano Pira und Walter Anselma hinter den Weinen. Rund elf Hektar Rebfläche und etwa 55.000 Flaschen jährlich verteilen sich auf Barolo, Barbera d'Alba, Dolcetto d'Alba, Langhe Nebbiolo und Barolo Chinato.
Zwei bis drei Wochen Maische, danach slawonische Eiche
Die Handlese erfolgt Mitte Oktober. Im Keller vergärt der Most in Zementtanks von 30 bis 50 Doppelzentnern Fassungsvermögen, die Maische bleibt etwa 15 bis 20 Tage bei 25 bis 27 °C im Kontakt mit den Schalen. Es folgen mindestens 18 Monate in großen slawonischen Eichenfässern und wenigstens sechs Monate Flaschenlager. Weil 2020 ein milder Jahrgang mit kühlen Septembernächten war, ergibt dieses Verfahren einen Barolo mit klarer Frucht, sauberer Säure und wenig kantigem Gerbstoff.
Genussempfehlung und Speisenbegleiter
Der Wein zeigt sich bei 16 bis 17 °C von seiner besten Seite; 45 bis 60 Minuten Luft reichen aus. Passende Begleiter sind Tajarin mit Butter und Salbei, Kalbsbraten, Perlhuhn, Schmorgemüse mit Speck, Wurstwaren aus der Langa und junger Castelmagno.
Fragen rund um den Schiavenza Barolo Perno 2020
Was zeichnet Barolo aus Monforte d'Alba aus?
Monforte bringt kräftige, strukturierte Weine hervor, bei denen die dunkle Kirschfrucht stärker im Vordergrund steht als in Serralunga. Sie lassen sich häufig etwas früher trinken.
Ist der 2020er zugänglicher als der Perno 2019?
Ja. 2019 brachte kleine Mengen mit hohen Polyphenolwerten und entsprechend strengem Tannin. Der 2020er wirkt milder, saftiger und ist deutlich früher trinkbereit.
Braucht der Wein eine Karaffe?
Eine knappe Stunde Belüftung genügt. Wer die Flasche mehrere Jahre lagert, kann später auch ohne Karaffe direkt ins Glas einschenken.
Wie groß ist die Parzelle in Perno?
Das Weingut bewirtschaftet dort 0,72 Hektar in 300 bis 400 Metern Höhe. Die Reben stehen im Guyot mit 4.000 Stöcken je Hektar und sind im Mittel 20 bis 30 Jahre alt.
Wie lange lässt sich der Perno 2020 aufbewahren?
Die Produktangabe nennt 15 bis 20 Jahre. Bei kühler, dunkler und liegender Lagerung entwickelt der Wein über die Jahre tertiäre Noten von Leder, Trüffel und getrockneten Kräutern.
Der Schiavenza Barolo Prapò 2020 kommt aus einer der historisch bedeutendsten Lagen von Serralunga d'Alba und ist der Wein des Guts, der am meisten Zeit verlangt. Reinsortiger Nebbiolo, 15 % Alkohol, 0,75 Liter. Schwarze Beeren, Lakritz und Kakao verbinden sich mit floralen Tönen sowie rauchig-erdiger Würze. Der milde Jahrgang 2020 nimmt dem Wein etwas von seiner Strenge, ohne die Kraft und den langen Abgang der Lage anzutasten.
Der Schiavenza Barolo Prapò 2020 in der Verkostung
FARBE: Dunkles Granatrot, dicht und im Kern kaum durchscheinend.
NASE: Ein vielschichtiges Bouquet aus schwarzen Beeren, Lakritz und Kakao. Florale Töne, Rauch und eine erdige Note nach getrockneten Pilzen und Teer verleihen dem Duft Tiefe.
GESCHMACK: Am Gaumen kehrt die Aromatik der Nase zurück: saftige reife Frucht, feines jugendliches Tannin, dahinter mineralische Töne und erneut Lakritz. Der Wein besitzt viel Kraft und eine spürbare Wärme.
FINALE: Sehr lang, mit dunkler Beere, Süßholz und einem kräuterwürzigen, leicht bitteren Zug.
Prapò: der Osthang mit Morgensonne über Serralunga
Prapò ist mit gut acht Hektar eine der kleineren Lagen von Serralunga d'Alba und liegt auf etwa 270 bis 380 Metern Höhe. Die Ausrichtung nach Osten und Südosten bringt Morgen- und Mittagssonne, danach kühlt der Hang wieder ab — ein Rhythmus, der langsame Reife und ausgeprägte Aromatik begünstigt. Der Untergrund gehört zu den fossilen Formationen von Lequio und Sant'Agata. Berühmt wurde die Lage durch Giuseppe Cappellano, der ihre Trauben über fünf Jahrzehnte hinweg exklusiv verarbeitete. Prapò-Weine gelten als besonders tiefgründig und langlebig, mit Noten von Teer und getrockneten Pilzen. Schiavenza bewirtschaftet dort 0,6 Hektar mit rund 30 Jahre alten Reben in 300 bis 320 Metern Höhe.
Schiavenza: traditioneller Barolo aus dem Ortskern
Das Gut liegt mitten in Serralunga d'Alba und wird seit 1956 von der Familie Alessandria geführt, heute in zweiter Generation durch Enrica und Maura Alessandria mit Luciano Pira und Walter Anselma. Der Name geht auf die Halbpacht zurück, unter der das Anwesen früher für die Opera Pia Barolo, die Stiftung der Marchesi di Barolo, bewirtschaftet wurde. Neben Prapò gehören Cerretta und Broglio in Serralunga sowie eine Fläche in Perno bei Monforte d'Alba zum Portfolio. Der Stil ist konsequent klassisch: kein Barrique, keine Konzentrationstechnik, sondern Zement, Zeit und großes Holz.
Späte Handlese und Reife im großen Holzfass
Die Trauben aus Prapò werden Ende Oktober von Hand gelesen und damit später als in vielen Nachbarlagen. Die Gärung läuft in Zementtanks von 30 bis 50 Doppelzentnern, die Maischestandzeit beträgt rund 15 bis 20 Tage bei 25 bis 27 °C. Anschließend reift der Wein mindestens 18 Monate in großen slawonischen Eichenfässern, bevor er wenigstens sechs Monate in der Flasche ruht. Prapò braucht von allen Weinen des Guts am meisten Zeit — auch im zugänglichen Jahrgang 2020 lohnt sich Geduld.
Servieren, dekantieren, kombinieren
Bei 17 bis 18 °C in einem großen Glas servieren und zwei Stunden vorher dekantieren. Der Prapò verträgt kräftige Gerichte: Rinderschmorbraten, Hirschrücken, Wildente, Trüffelrisotto, Bollito misto sowie sehr reifen Hartkäse mit Mostarda.
Häufige Fragen zum Schiavenza Barolo Prapò 2020
Wofür steht Prapò auf dem Etikett?
Prapò bezeichnet eine amtlich abgegrenzte Einzellage, eine MGA, in Serralunga d'Alba. Die Angabe garantiert, dass alle Trauben aus dieser rund acht Hektar großen Lage stammen.
Warum braucht dieser Wein so lange?
Prapò liefert besonders tanninreiche und tiefgründige Weine, die sich langsam öffnen. Im Sortiment von Schiavenza ist dies die Abfüllung mit dem größten Zeitbedarf.
Wie wirkt der Jahrgang 2020 in dieser Lage?
2020 verlief mild, ohne Hagel und mit kühlen Septembernächten. Der Prapò zeigt dadurch reifere Frucht und rundere Gerbstoffe als in strengen Jahren, behält aber seine Kraft.
Worin unterscheiden sich Prapò und Cerretta?
Cerretta liegt höher und liefert offenere, breiter wirkende Weine mit weicher eingebundenem Tannin. Prapò ist tiefer, erdiger und in der Jugend verschlossener.
Welche Speisen passen besonders gut?
Alles, was Fett, Röstaromen und Würze mitbringt: geschmortes Rind, Wild, Bollito misto oder gereifter Käse. Zu leichten Gerichten wirkt der Wein rasch zu dominant.
Inhalt:
0.75 Liter
(74,53 €* / 1 Liter)
55,90 €*
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