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Pietro Colla

Piemonteser Schaumwein nach klassischer Flaschengärung – Alta Langa, fein und präzise. Beweis, dass das Piemont nicht nur Barolo kann, sondern auch eleganten Metodo Classico.

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Nebbiolo d'Alba Spumante Rose 2021
Der Nebbiolo d'Alba Spumante Rosé 2021 von Poderi Colla ist ein Rosé-Schaumwein aus 100 Prozent Nebbiolo, abgefüllt mit 12,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Eine kurze Standzeit auf den Schalen gibt ihm sein zartes Lachsrosa, die zweite Gärung läuft anschließend in der Flasche. Himbeere, Walderdbeere und Hagebutte prägen den Duft, dazu treten Brotkrume und ein Hauch Blutorange. Am Gaumen bleibt er trocken, mit lebhafter Säure, feiner Perlage und einem herzhaften Ausklang. Die Verkostungsnotiz des Nebbiolo d'Alba Spumante Rosé 2021 FARBE: Zartes Lachsrosa mit kupfernem Rand. Die Bläschen sind klein und steigen gleichmäßig auf. NASE: Himbeere und Walderdbeere führen, dahinter liegen Hagebutte, Granatapfel und ein floraler Hauch Wildrose. Aus dem Hefelager kommen Brotkrume und geröstete Haselnuss hinzu, dazu eine Spur Blutorangenschale. GESCHMACK: Am Gaumen setzt sich rote Waldfrucht durch, begleitet von Rhabarber und viel Säure. Die Perlage wirkt cremig, ein herber Kräuterzug hält den Wein weit vom Süßlichen entfernt. FINALE: Zum Schluss bleiben Himbeere und Zitruszeste stehen, dazu ein salziger Eindruck. Die Länge fällt mittel bis gut aus. Nebbiolo d'Alba DOC: Spumante Rosé als eigene Typologie Nebbiolo d'Alba ist eine DOC der Provinz Cuneo, die 25 Gemeinden beiderseits des Tanaro umfasst und ausschließlich Nebbiolo zulässt. Neben dem stillen Rotwein und dem Superiore führt das Regelwerk ausdrücklich die Typologien Spumante und Spumante Rosé; erlaubt sind sowohl das Verfahren Martinotti im Drucktank als auch die Gärung in der Flasche. Für die schäumenden Varianten gelten mindestens sechs Monate ab dem 1. November des Erntejahres, freigegeben werden sie ab dem 1. Mai des Folgejahres. Anders als in der Alta Langa steht hier nicht Pinot Nero im Zentrum, sondern die spät reifende, säurebetonte Hauptsorte der Langhe. Poderi Colla in San Rocco Seno d'Elvio Sitz des Betriebs ist das Gut Cascine Drago im Weiler San Rocco Seno d'Elvio südlich von Alba: 25 Hektar Gesamtfläche, davon 14 Hektar Rebland auf 330 bis 400 Metern. Geführt wird Poderi Colla von Tino Colla und seiner Nichte Federica, die Kellerarbeit liegt bei Önologe Pietro Colla. Die Familie ist seit über drei Jahrhunderten in den Langhe tätig, und schäumende Weine haben eine eigene Vorgeschichte: Ein Vorfahre namens Pietro Colla brachte die Flaschengärung aus Frankreich ins Piemont. Neben den klassischen Rotweinen des Hauses bilden diese Abfüllungen eine kleine, eigenständige Linie. Kurze Schalenstandzeit, zweite Gärung in der Flasche Die Trauben werden von Hand gelesen und nur kurz auf den Schalen belassen, gerade lange genug für die zarte Farbe und zu kurz für eine kräftige Extraktion. Der Grundwein vergärt kühl im Edelstahl, im Frühjahr folgen Tirage und die zweite Gärung in der Flasche. Das anschließende Hefelager liefert die Gebäcknoten und die cremige Textur; die genaue Dauer und der Degorgiertermin sind für 2021 nicht öffentlich dokumentiert. Ein Holzausbau findet nicht statt, damit die rote Frucht der Sorte klar bleibt. Servieren und kombinieren Der Shop nennt 8 bis 10 °C. Im Sektkelch oder in einem schlanken Weißweinglas kommt der Wein präziser zur Geltung als in der flachen Schale, eine Karaffe braucht er nicht. Als Begleiter funktioniert er zum Apéritif, zu Lachstartar, gegrillten Garnelen, Vitello tonnato, Salumi aus den Langhe, jungem Ziegenkäse und dank seiner Säure auch zu frittiertem Gemüse. Häufige Fragen zum Nebbiolo d'Alba Spumante Rosé 2021 Von welchem Weingut stammt dieser Spumante Rosé? Erzeuger ist Poderi Colla in San Rocco Seno d'Elvio bei Alba, dieselbe Familie, die auch den Metodo Classico der Linie Pietro Colla abfüllt. Auf der offiziellen Weinliste des Guts ist diese Flasche derzeit nicht aufgeführt; sie erscheint bislang nur über den Handel. Ist der Wein ein Alta Langa DOCG? Nein. Alta Langa verlangt mindestens 90 Prozent Pinot Nero und Chardonnay, dieser Wein besteht aus reinem Nebbiolo. Er gehört damit zur Typologie Spumante Rosé innerhalb der Nebbiolo d'Alba DOC. Was bringt Nebbiolo in einen Rosé ein? Deutlich anders als ein Rosé aus Pinot Nero: Nebbiolo bringt hohe Säure, rote Waldfrucht und einen kräuterig-herben Grundton mit. Das ergibt einen trockenen, sehr geradlinigen Wein mit klarer Kontur statt weicher Fülle. Passt er nur als Apéritif oder auch zum Essen? Beides. Die Säure und der herbe Zug machen ihn zu einem guten Begleiter für Fisch, Vorspeisen mit Öl und Zitrone sowie für gebratenes oder frittiertes Gemüse. Auch kalte Vorspeisen aus dem Piemont funktionieren gut. Wann sollte der Rosé getrunken werden? Rosé-Schaumweine dieses Typs zeigen ihre Frische am besten in den ersten Jahren nach dem Degorgieren. Kühl, dunkel und liegend gelagert bleibt der Wein stabil, an Perlage und Duftintensität gewinnt er jedoch nicht mehr.

Inhalt: 0.75 Liter (37,20 €* / 1 Liter)

27,90 €*
32,90 €* (15.2% gespart)
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Pietro Colla Alta Langa 2022 DOCG Extra Brut
Der Pietro Colla Alta Langa DOCG Extra Brut 2022 ist der Metodo Classico von Poderi Colla: 90 Prozent Pinot Nero und 10 Prozent Nebbiolo, 12,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Die Trauben wachsen an den Hängen der Cascine Drago bei Alba und werden nicht früh, sondern bei voller physiologischer Reife gelesen. Im Glas steigt eine feinperlige, ausdauernde Perlage auf; der Duft führt von Brotkruste über weiße Blüten zu getrockneten Bergkräutern. Am Gaumen bleibt der Wein knochentrocken und geradlinig, mit Zug und einer cremigen Textur aus dem langen Hefelager. Die Verkostungsnotiz des Pietro Colla Alta Langa DOCG Extra Brut 2022 FARBE: Blasses Strohgelb, im Glas mit goldenen Reflexen; das Mousse fällt feinperlig aus und steht lange. NASE: Brotkruste und Hefegebäck geben den Grundton, darüber liegen weiße Blüten, Akazienhonig und getrocknete Bergkräuter. Mit etwas Luft kommen kandierte Orangenschale und Aprikose hinzu, dazu ein Hauch geröstete Mandel. GESCHMACK: Sehr trocken, mit klarer Zitrusfrucht, Quitte und salziger Mineralität. Die Kohlensäure ist feinmaschig eingebunden, der Körper überraschend fest; das ist kein leichter Apéritif, sondern ein Schaumwein mit Substanz. FINALE: Der Ausklang zieht sich, ohne süß zu werden: geröstete Mandel, Salz und trockene Kräuter halten sich lange. Alta Langa DOCG: Flaschengärung aus den Höhenlagen des Piemont Die Alta Langa wurde 2002 als DOC abgegrenzt und 2011 zur DOCG erhoben. Ihr Gebiet verteilt sich auf die Provinzen Alessandria, Asti und Cuneo, die Rebflächen müssen über 250 Metern liegen, im Mittel sind es rund 440 Meter. Zugelassen sind Pinot Nero und Chardonnay mit mindestens 90 Prozent, dazu bis zu 10 Prozent weiterer nicht aromatischer Sorten der Region; bei Poderi Colla übernimmt diesen Anteil Nebbiolo. Die zweite Gärung muss in der Flasche erfolgen, das Hefelager dauert nach Regelwerk mindestens 30 Monate, bei der Riserva mindestens 36. Jede Flasche trägt zwingend einen Jahrgang, jahrgangslose Cuvées gibt es in dieser Herkunft nicht. Pietro Colla: der Name auf dem Etikett Die Cuvée erinnert an Pietro Colla, den Großvater der heute tätigen Generation. Er erlernte die Flaschengärung in Frankreich und arbeitete anschließend über Jahre in bedeutenden piemontesischen Häusern der Schaumweinerzeugung. Erzeuger der Flasche ist Poderi Colla, 1994 von Beppe, Tino und Federica Colla in San Rocco Seno d'Elvio bei Alba gegründet; die Familie ist seit dem 18. Jahrhundert in den Langhe verwurzelt. Im Keller arbeitet heute Pietro Colla, Tinos Sohn und Namensvetter des Großvaters. Diese Abfüllung ist damit keine Randnotiz im Programm, sondern die Fortsetzung einer eigenen Familienlinie. Flaschengärung und Hefelager Der Grundwein wird im Edelstahl vergoren und ausgebaut, Holz kommt nicht zum Einsatz; der biologische Säureabbau wird je nach Jahrgang zugelassen oder unterbunden. Die Abfüllung zur zweiten Gärung erfolgt im Frühjahr. Danach liegt der Wein auf der Hefe in der Flasche: Das Weingut nennt mindestens zwei Jahre bis zum Degorgieren, das DOCG-Regelwerk verlangt mindestens 30 Monate. Beim Auffüllen verzichtet das Haus auf einen liqueur d'expédition und ergänzt mit demselben Wein, weshalb die Angabe Extra Brut hier ohne merkliche Restsüße auskommt. Servieren und kombinieren Als Trinktemperatur nennt das Weingut 8 bis 10 °C; zu kalt serviert verliert der Wein seine Kräuter- und Gebäcknoten. Ein schlanker Sektkelch oder ein kleines Weißweinglas zeigt Perlage und Duft besser als die flache Schale. Ein Umfüllen in die Karaffe ist nicht nötig, die Flasche wird kurz vor dem Servieren geöffnet. Gut passen Vitello tonnato, Fritto misto, gebackener Fisch, Austern, Tempura-Gemüse und junger Robiola; das feste Rückgrat trägt auch ein Menü über mehrere Gänge. Häufige Fragen zum Pietro Colla Alta Langa DOCG Extra Brut 2022 Was steckt hinter der Herkunft Alta Langa DOCG? Es ist die piemontesische Herkunft für Schaumwein aus Flaschengärung, seit 2011 als DOCG geführt. Vorgeschrieben sind Rebflächen über 250 Metern, mindestens 90 Prozent Pinot Nero und Chardonnay sowie ein Hefelager von mindestens 30 Monaten. Warum enthält der Wein Nebbiolo? Das Regelwerk erlaubt bis zu 10 Prozent weiterer nicht aromatischer Sorten der Region. Poderi Colla nutzt diesen Spielraum für Nebbiolo, was der Cuvée zusätzlichen Körper und einen herzhaften Zug gibt. Wie trocken schmeckt dieses Extra Brut? Sehr trocken. Nach dem Degorgieren wird die Flasche mit demselben Wein aufgefüllt, ein Süßungslikör wird nicht zugesetzt, sodass praktisch keine Restsüße im Glas ankommt. Taugt er auch als Begleiter zum Hauptgang? Wegen seiner Struktur und der Reifearomen begleitet er auch Hauptgänge, etwa gebackenen Fisch, Geflügel oder frittiertes Gemüse. Das Weingut selbst empfiehlt ihn ausdrücklich als Begleiter über das ganze Menü. Gewinnt er durch weitere Flaschenreife? Ein Metodo Classico mit langem Hefelager verträgt Flaschenreife in der Regel gut und entwickelt dabei mehr Gebäck- und Nussnoten. Wichtig ist eine kühle, dunkle Lagerung; Perlage und Frische nehmen mit den Jahren langsam ab.

Inhalt: 0.75 Liter (33,20 €* / 1 Liter)

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