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Monvigliero

Die Top-Lage von Verduno – und eine der elegantesten überhaupt. Monvigliero bringt unglaublich duftige, feingliedrige Baroli hervor, oft traditionell mit langer Maischestandzeit gemacht.

Ein Cru für Liebhaber von Parfüm und Finesse statt purer Kraft.

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Diego Morra Barolo Monvigliero 2015
Traube: Nebbiolo
Der Diego Morra Barolo Monvigliero 2015 ist ein Lagen-Barolo aus Verduno, der die Zehnjahresmarke hinter sich hat. Der Nebbiolo wächst am Südhang des Monvigliero, kommt mit 14 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche und zeigt heute ein Bouquet, in dem getrocknete Kirsche, verblühte Rose und Leder die Führung übernommen haben. Der warme Jahrgang 2015 brachte reife, weich gebaute Tannine; über zehn Jahre Flaschenreife haben sie vollständig eingebunden. Wer diese Flasche öffnet, trifft auf einen Wein mitten im Trinkfenster, nicht auf ein Lagerprojekt. Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo Monvigliero 2015 FARBE: Deutlich aufgehellt, ziegelrot auslaufend, mit sichtbarem Depot am Flaschenboden. NASE: Tertiär geprägt: getrocknete Kirsche, Dörrpflaume und Hagebutte, darüber ein Potpourri verblühter Rosenblätter. Darunter liegen Leder, Tabakblatt, Waldboden und ein Anklang von Sandelholz. Die Frucht wirkt eingekocht statt frisch — genau der Reifestand, den dieser Jahrgang heute erreicht hat. GESCHMACK: Rund und breit angelegt, mit geschmolzenem, samtigem Tannin und einer Säure, die den Wein weiterhin aufrecht hält. Süßliche Dörrfrucht, Lakritzwurzel und getrockneter Majoran laufen zusammen, im Hintergrund eine Spur Zigarrenkiste. FINALE: Im Ausklang schwingen Trockenfrucht und feine Bitterschokolade nach, darunter eine erdige Note, die lange stehen bleibt. Monvigliero in Verduno: gewachsene Eleganz auf fossilem Mergel Der Monvigliero gilt seit Generationen als Herzstück von Verduno und wird in der Lagenliteratur regelmäßig unter den besten Parzellen des gesamten Anbaugebiets geführt. Charakteristisch ist der Aufbau des Untergrunds: geschichtete Mergel der Sant'Agata-Fossili-Formation, in denen Schluff, Sand und Kies lagenweise wechseln, mit einem Anteil aktiven Kalks um elf Prozent. Diese Abfolge speichert Wasser nur begrenzt und erzwingt einen gleichmäßigen Reifeverlauf — gelesen wird hier meist in den ersten Oktobertagen. Verduno bildet das nördliche Ende der Zone und liegt hoch über dem Tanaro; die kühle Flussluft ist der Grund dafür, dass Weine dieser Herkunft ihre florale Ader über Jahrzehnte behalten, statt in die Breite zu wachsen. Am 2015er lässt sich das heute unmittelbar nachvollziehen. Cascina Mosca — das Weingut der Familie Morra Die Familie Morra bewirtschaftet in Verduno Reben und Haselnusshaine, letztere auf rund 20 Hektar. Wein machten bereits Großvater Domenico und Vater Antonio, doch erst ab 2006 trugen die Flaschen den Namen Diego Morra — nach dessen Abschluss des Önologiestudiums. Heute umfasst der Betrieb etwa 30 Hektar Weinberge in Verduno, La Morra und Roddi und wird von Diego zusammen mit seiner Frau Francesca geführt. Die drei M im Firmenzeichen stehen für Morra, Mosca und Monvigliero: Der Cru, aus dem dieser 2015er kommt, ist damit auch namensgebend für das Haus. Großes Holzfass und über zehn Jahre Flaschenreife Der Barolo vergärt im Edelstahltank und bleibt dabei mehrere Wochen auf der Schale, bevor er ins große Holzfass wechselt; für den Monvigliero nennt das Weingut rund 30 Monate Fassreife in Gebinden von 2.500 Litern, gefolgt von Ruhephasen im Stahltank und in der Flasche. Bei einem Wein dieses Alters ist die Flaschenreife der eigentlich prägende Abschnitt: Sie hat das Tannin poliert und die Primärfrucht in Dörrobst, Leder und Unterholz überführt. Das im Shop angegebene Lagerpotenzial von 20 Jahren ist damit etwa zur Hälfte ausgeschöpft. Servieren und kombinieren 16 bis 17 °C genügen, ein weit geöffnetes Glas hilft mehr als eine große Karaffe. Wegen des Depots die Flasche einige Stunden vorher aufrecht stellen und den Wein vorsichtig umfüllen — langes Dekantieren baut die zarte Tertiäraromatik eher ab, als dass es sie öffnet. Zwanzig bis dreißig Minuten im Glas reichen aus. Passend sind Agnolotti del plin in Bratensauce, Tajarin mit weißem Trüffel, geschmorter Ochsenschwanz, Rehrücken, gereifter Castelmagno und zum Abschluss ein Stück dunkle Schokolade. Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo Monvigliero 2015 In welchem Reifestadium steht dieser 2015er? 2015 war ein warmer Jahrgang mit zwei Hitzemonaten zwischen Ende Juni und Mitte August, gefolgt von einem milden, sonnigen Herbst. Die Weine galten schon jung als zugänglich; nach mehr als zehn Jahren stehen sie voll im Trinkfenster und zeigen deutlich tertiäre Noten. Dekantieren oder nur umfüllen? Umfüllen. Der Wein hat Depot gebildet, das im Glas nichts verloren hat. Ein behutsames Abgießen in eine Karaffe genügt, danach sollte die Flasche zügig getrunken werden. Bis wann sollte man die Flasche öffnen? Sauber gelagerte Exemplare dieses Crus dürften bis etwa Anfang der 2030er-Jahre Freude machen. Wer die Frucht noch klar erkennbar haben möchte, sollte nicht mehr viele Jahre warten. Was ist für diese Lage im Glas typisch? An der Verbindung von floralem Duft, weißer Pfefferwürze und feinkörnigem, nie kantigem Tannin. Weine aus Verduno wirken schlanker und duftiger als die kraftvollen, eisenbetonten Barolo aus Serralunga d'Alba. Worauf kommt es bei der Lagerung jetzt an? Liegend, dunkel, erschütterungsfrei und bei möglichst konstanten 12 bis 14 °C. Temperaturschwankungen beschleunigen bei einem gereiften Barolo den Abbau der Aromatik merklich.

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Diego Morra Barolo Monvigliero 2017
Traube: Nebbiolo
Diego Morra Barolo Monvigliero 2017 kommt aus der bekanntesten Einzellage der Gemeinde Verduno und ist reinsortiger Nebbiolo mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Monvigliero liegt am Nordrand des gesamten Barolo-Gebiets und ist dennoch voll nach Süden gerichtet — eine seltene Kombination, die den Weinen Duft ohne Schwere gibt. Im Glas führt der 2017er von Rose und Hagebutte zu weißem Pfeffer, Chinarinde und Pfeifentabak. Der heiße, extrem trockene Jahrgang hat die Frucht früh gerundet, während die Lage Salzigkeit und ein feines, samtiges Tannin beisteuert. Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo Monvigliero 2017 FARBE: Helles bis mittleres Granatrot mit orangefarbenem Rand, wie es der durchlässigen Stilistik dieser Lage im neunten Jahr entspricht. NASE: Rose und Hagebutte stehen vorn, begleitet von Blutorangenschale. Dahinter entwickeln sich weißer Pfeffer, Chinarinde, Pfeifentabak und getrocknete Bergkräuter. Ein rauchiger Zug erinnert an den warmen Sommer 2017. GESCHMACK: Am Gaumen eher fein gewebt als breit, mit reifer, leicht kandierter Kirsche und einem dichten, dabei polierten Tannin ohne Kanten. Salz und Kalk laufen als Ader durch die Mitte und halten den warmen Jahrgang in Form. Die Säure fällt moderat aus, das Volumen kommt aus der Reife, nicht aus Extraktion. FINALE: Lang, würzig und auffallend salzig, mit Nachhall von Rose, Lakritzwurzel und getrockneten Kräutern. Monvigliero: der nördlichste Cru des Barolo-Gebiets Die Zusatzbezeichnung Monvigliero umfasst rund 25 Hektar im südöstlichen Teil der Gemeinde Verduno und markiert die nördliche Grenze der Barolo-Zone. Die Zeilen stehen zwischen etwa 230 und 300 Metern und sind vollständig nach Süden ausgerichtet, was den kühlen Standort ausgleicht. Den Boden bilden die geschichteten Mergel von Sant'Agata Fossili: dünne, plattige Lagen aus Schluff und Ton mit geringem Sandanteil, der Gehalt an aktivem Kalk liegt bei etwa 11 Prozent. Weil der Hang zugleich Wasserscheide zum nahen Tanaro ist, zieht ständig feuchte Luft durch die Reben — darauf wird der ausgeprägte Blüten- und Gewürzduft der Monvigliero-Weine unter anderem zurückgeführt. Den ersten reinen Monvigliero füllte Giovan Battista Alessandria 1978 ab; heute arbeiten etwa zwanzig Betriebe in der Lage. Vier Hektar in der Vorzeigelage des Weinguts Von den 30 Hektar Reben des Betriebs sind 16 Hektar mit Nebbiolo für Barolo bestockt, vier davon liegen im Monvigliero. Rund 5.000 Flaschen entstehen daraus je Jahrgang, der Ertrag ist mit 70 Doppelzentnern je Hektar angesetzt, gelesen wird in den ersten Oktobertagen. Im Weinberg arbeitet Diego Morra mit integriertem Pflanzenschutz und führt keine Bio-Zertifizierung. Seinen Anspruch formuliert er nüchtern: Der Keller solle zeigen, was in der Traube bereits vorhanden ist, statt es zu überdecken. Zehn Monate Tonneau, zwanzig Monate im 2.500-Liter-Fass Für seine Barolo lässt der Betrieb den Most 25 bis 35 Tage auf der Schale, temperaturkontrolliert im Stahltank. Es folgt ein zweistufiger Holzausbau: zunächst etwa zehn Monate in 500-Liter-Tonneaux aus französischer Eiche, anschließend rund zwanzig Monate in großen Fässern mit 2.500 Litern Inhalt. Für Barolo greift das Haus bewusst zu älterem Holz, damit Röstnoten den Duft der Lage nicht verdecken. Rechnet man die Flaschenreife hinzu, liegen inzwischen gut zweieinhalb Jahre Fass und mehrere Jahre Glas hinter diesem Wein. Servieren und kombinieren Ein weites Glas und 16 bis 17 °C stellen den Duft in den Vordergrund; zu warm serviert verliert der Wein seine Feinheit. Eine Stunde Luft genügt, das Dekantieren ist bei diesem Reifegrad optional. Klassische Begleiter sind Agnolotti del plin im Bratensaft, geschmortes Perlhuhn, Wildschweinragù, Ente mit Feigen und gereifter Bra duro. Das Weingut selbst empfiehlt ihn außerdem zum Abschluss mit dunkler Schokolade. Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo Monvigliero 2017 Warum gilt Monvigliero als herausragende Lage? Die Lage verbindet volle Südausrichtung mit dem kühlsten Winkel des Anbaugebiets und liegt direkt über dem Tanarotal. Daraus entstehen Weine, die duftig und würzig statt massiv wirken. Monvigliero wird deshalb häufig als Grand Cru von Verduno bezeichnet. Wie schmeckt der Jahrgang 2017 in dieser Lage? 2017 war heiß und extrem trocken, zwischen März und Oktober fiel weniger als die Hälfte des Niederschlags des Vorjahres; ein Aprilfrost hatte die Erträge zuvor gedrückt. Die Weine wirken deshalb runder als in kühlen Jahren, im Monvigliero bleibt die salzige Würze aber klar erhalten. Ist der 2017er jetzt trinkreif? Ja. 2017 gilt als Jahrgang mit früher Zugänglichkeit, und die Flaschenreife hat das Tannin bereits gelöst. Bei den besten Lagen dieses Jahrgangs sind weitere Jahre im Keller trotzdem ohne Risiko möglich. Wie viele Flaschen entstehen von diesem Barolo? Aus den vier Hektar im Monvigliero füllt der Betrieb je Jahrgang etwa 5.000 Flaschen ab. Die Menge schwankt; 2017 fiel wegen Frost und Trockenheit im ganzen Gebiet kleiner aus. Welches Glas und welche Temperatur sind sinnvoll? Ein bauchiges Glas mit großer Oberfläche und 16 bis 17 °C. Bei höheren Temperaturen tritt der Alkohol hervor und überdeckt die floralen Noten, für die diese Lage geschätzt wird.

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Diego Morra Barolo Monvigliero 2019
Traube: Nebbiolo
Der Diego Morra Barolo Monvigliero 2019 stammt aus der bekanntesten Menzione der Gemeinde Verduno am nördlichen Rand des Barolo-Gebiets. Gefüllt wird reinsortiger Nebbiolo mit 14 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche. Der kühl ausklingende Jahrgang 2019 zeichnet diesen Cru betont klar: Sauerkirsche und Preiselbeere treffen auf Veilchen, Rosenknospe und jene weiße Pfefferwürze, für die Verduno bekannt ist. Straffe Säure, feinkörniges, noch gespanntes Tannin und 30 Monate im großen Fass ergeben einen Barolo, der eher am Anfang als in der Mitte seiner Entwicklung steht. Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo Monvigliero 2019 FARBE: Mitteltiefes Rubingranat, das zum Rand hin noch jugendlich schimmert. NASE: Der Duft öffnet auf Sauerkirsche, Preiselbeere und Granatapfel. Darüber legen sich Veilchen und Rosenknospe, dahinter Wacholder, weißer Pfeffer, Zimtrinde und ein Hauch Blutorangenzeste. Erst mit Luft treten Teerpapier und getrocknete Bergkräuter hervor. GESCHMACK: Am Gaumen straff gebaut und geradlinig. Die rote Frucht wird von einer sehr präsenten Säure getragen, das feinkörnige Tannin greift früh und bleibt fest. Salzige Anklänge und Kräuterwürze halten den Wein schlank, ohne ihn dünn zu machen. FINALE: Der Abgang bleibt lang und tanningeprägt; Kirschkern und Pfefferwürze klingen über einer trockenen, kalkigen Spur aus. Monvigliero — der Südhang am nördlichen Rand der Barolo-Zone Monvigliero ist eine amtlich abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine MGA, und umfasst rund 27 Hektar unmittelbar am Ortsrand von Verduno. Der Hang fällt nach Süden ab und liegt etwa zwischen 280 und 340 Metern, damit tiefer als die klassischen Höhenparzellen von Serralunga d'Alba. Den Untergrund bilden Mergel der Formation Sant'Agata Fossili: viel Schluff, dazu Ton, Sand und aktiver Kalk in geschichteter Abfolge. Weil der Tanaro direkt nördlich vorbeifließt, kühlen die Nächte deutlich ab — daraus erklärt sich der Ruf dieser Lage für duftige Aromatik und feines Tannin statt Wucht. Diego Morra bewirtschaftet hier vier Hektar in drei Ausrichtungen: Süd, Süd-Ost und Süd-Südwest. Diego Morra: dritte Generation in der Cascina Mosca Diego Morra führt den Betrieb in Verduno in dritter Generation. Großvater Domenico und Vater Antonio bauten Wein zunächst für den eigenen Bedarf aus; nach dem Önologiestudium füllt Diego seit 2006 unter eigenem Etikett ab. Zum Gut gehören rund 30 Hektar Reben in Verduno, La Morra und Roddi, davon etwa 14 Hektar Nebbiolo für Barolo auf zehn Parzellen mit unterschiedlichen Kleinklimata. Im Weinberg wird auf Herbizide verzichtet, die Arbeit ist nach dem italienischen Nachhaltigkeitssystem SQNPI zertifiziert. Neben den Lagen-Barolo gilt der Verduno Pelaverga aus der örtlichen Rebsorte Pelaverga Piccolo als zweites Aushängeschild des Hauses. 35 Tage auf der Schale, 30 Monate im 2.500-Liter-Fass Gärung und Maischestandzeit laufen im temperaturkontrollierten Edelstahltank bei höchstens 27 bis 28 °C und dauern etwa 35 Tage. Diese lange Schalenkontaktzeit legt das Tanningerüst an, das ein Cru wie Monvigliero tragen kann. Anschließend reift der Wein 30 Monate in großen französischen Eichenfässern mit 2.500 Litern Inhalt, danach folgen eine Ruhephase im Stahltank und die Flaschenreife. Fässer dieser Größe geben kaum Holzaroma ab; sie glätten das Tannin, ohne die Aromatik der Herkunft zu überdecken. Servieren und kombinieren 16 bis 18 °C und ein großes, bauchiges Rotweinglas sind die richtige Bühne. Der 2019er ist noch jung: Zwei Stunden Karaffe oder eine bereits am Vortag geöffnete Flasche tun ihm gut. Am Tisch passt er zu Brasato al Barolo, geschmorten Rinderbäckchen, Tajarin mit Butter und Salbei, Steinpilzrisotto, Wildschweinragù und gut gereiftem Castelmagno. Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo Monvigliero 2019 Was bedeutet Monvigliero auf dem Etikett dieses Barolo? Monvigliero ist der Name einer amtlich abgegrenzten Lage, einer MGA, in der Gemeinde Verduno. Auf dem Etikett belegt er, dass die verwendeten Nebbiolo-Trauben ausschließlich von diesem Südhang stammen. Kann man den Jahrgang 2019 heute schon trinken? Trinkbar ja, ausgereift nein. Das Tannin ist noch fest; mit reichlich Luft und einem großen Glas zeigt sich die Lage bereits, ihr volles Spiel entwickelt sie aber erst gegen Ende des Jahrzehnts. Wie lange hält dieser Barolo im Keller? Der Shop gibt 20 Jahre Lagerfähigkeit an, was zur Einschätzung eines Jahrgangs mit langem Atem passt. Ein Trinkfenster von etwa 2028 bis 2040 ist realistisch, sofern die Flasche kühl, dunkel und liegend ruht. Was kennzeichnet den Barolo-Jahrgang 2019? Auf ein kaltes, nasses Frühjahr mit verzögerter Blüte folgte ein sehr heißer Juli, im September kühlten die Nächte wieder ab. Gelesen wurde erst Mitte Oktober. Fachpresse und Konsortium beschreiben 2019 als klassischen Jahrgang mit frischer Säure, deutlicher Struktur und moderaten Alkoholwerten. Und was macht der zweite Verduno-Cru des Guts anders? Beide Lagen liegen in Verduno, San Lorenzo jedoch tiefer und näher am Fluss. Der Monvigliero ist der straffere und langlebigere der beiden, der San Lorenzo gibt sich duftiger und wird früher zugänglich.

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Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020
Traube: Nebbiolo
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020 ist der erste Jahrgang, den das Gut aus der Toplage von Verduno abgefüllt hat: reinsortiger Nebbiolo, 14,5 % Vol., 0,75 Liter. Im Duft dominieren frische rote Frucht, Rose und weißer Pfeffer, dazu Kräuter, Wurzelwerk und süße Gewürze. Am Gaumen wirkt er frisch und pikant, die Tannine sind süßlich-fein mit leicht schärfender Kante. 24 Monate im 20-Hektoliter-Fass haben ihm einen samtigen, mineralisch getragenen Abgang gegeben. Die Verkostungsnotiz des Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020 FARBE: Helles, leuchtendes Granatrot. NASE: Frische Himbeere, Kirsche und Preiselbeere, unterlegt mit Rosenblatt. Charakteristisch sind weißer Pfeffer, Heilkräuter, Wurzeln und süße Gewürze. Der Duft wirkt hell und beweglich, nie schwer. GESCHMACK: Pikant und frisch, mit süßlich anmutenden, feinen Tanninen und einer leicht schärfenden Gewürzkante. Salzigkeit und Tiefe halten die schlanke Frucht in Spannung. FINALE: Samtig auslaufend, mit feiner Mineralität, Pfeffer und langem, trockenem Nachhall. Monvigliero in Verduno – die würzige Eleganz des Nordens Monvigliero ist die bekannteste Lage der Gemeinde Verduno am nördlichen Rand der Barolo-Zone und umfasst etwa 25 Hektar Rebfläche. Die Hänge liegen auf rund 250 bis 300 Metern und sind überwiegend nach Süden gerichtet, kühlende Luft vom nahen Tanaro-Tal bremst die Reife. Den Untergrund bilden geschichtete Sant’Agata-Fossili-Mergel des Tortoniums mit hohem Schluff- und Tonanteil und sehr wenig Sand. Daraus entsteht ein unverwechselbarer Stil: Barolo mit Heilkräutern, Wurzeln und Gewürzen, aromatisch intensiv und dennoch fein gebaut – man spricht von der würzigen Eleganz Verdunos. Als Einzellage wurde Monvigliero erstmals 1978 abgefüllt; heute arbeiten rund zwanzig Erzeuger in der Lage. Ein neues Kapitel für ein Haus mit langer Geschichte Die Wurzeln des Guts reichen ins 18. Jahrhundert zurück; 1878 kam die erste eigene Flaschenabfüllung, und ein Barolo des Jahrgangs 1911 wurde bei der Weltausstellung in Turin zum 50. Jubiläum der italienischen Einigung ausgeschenkt. Früh exportierte die Familie ihre Weine in kleinen Eichenfässern nach Amerika. In diese Reihe fügt sich die Erweiterung nach Verduno ein: Der 2020er ist der erste Monvigliero des Guts überhaupt, gewonnen von 0,738 Hektar. Damit ergänzt Oddero sein Lagenportfolio um eine sechste Barolo-Gemeinde neben La Morra, Castiglione Falletto, Monforte d’Alba, Serralunga d’Alba und dem Barbaresco-Standort Neive. 24 Monate im 20-Hektoliter-Fass aus französischer Eiche Die Maische bleibt rund 20 Tage im Gärbehälter, danach folgt der biologische Säureabbau. Der Ausbau dauert etwa 24 Monate in Fässern aus französischer Eiche mit 20 Hektolitern Inhalt – kürzer als bei den übrigen Crus des Guts, was zur helleren, beweglicheren Anlage dieser Lage passt. Die Barolo DOCG verlangt mindestens 38 Monate Gesamtreife mit wenigstens 18 Monaten im Holz. Vom ersten Jahrgang entstanden nur etwa 2.000 Flaschen. Servieren und kombinieren 16 bis 18 °C und ein großes Glas genügen; eine knappe Stunde Luft reicht diesem eher hell gebauten Barolo. Er passt gut zu Ente mit Orange, Perlhuhn, Kalbsbries, Bollito misto, Kräuterrisotto und milder gereiftem Bergkäse. Auch zu würzig gebratenem Geflügel funktioniert er besser als sehr kräftige Schmorgerichte. Häufige Fragen zum Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020 Warum ist der 2020er besonders? 2020 ist der erste Jahrgang, den Oddero aus Monvigliero abgefüllt hat. Von der 0,738 Hektar großen Parzelle entstanden nur rund 2.000 Flaschen. Was unterscheidet Verduno von La Morra oder Serralunga? Verduno liegt am nördlichen Rand der Zone, hat schluffig-kalkige Tonböden und profitiert von kühlender Luft aus dem Tanaro-Tal. Die Weine gelten als besonders würzig und floral, weniger massiv als jene aus Serralunga d’Alba. Warum reift der Monvigliero kürzer als die anderen Crus? Mit rund 24 Monaten im 20-Hektoliter-Fass ist der Ausbau kürzer als die 30 Monate bei Villero oder Rocche di Castiglione. Der kürzere Holzkontakt bewahrt die helle Frucht und die feine Würze dieser Lage. Muss der Wein dekantiert werden? Eine kurze Belüftung von etwa 30 bis 60 Minuten genügt. Zu langes Dekantieren kann die duftige, florale Seite dieses Barolo eher schwächen als stärken. Wie lange lässt er sich lagern? Angegeben werden 20 bis 25 Jahre Reifepotenzial bei kühler, dunkler und liegender Lagerung. Der milde Jahrgang 2020 macht ihn zugleich früh zugänglich.

Inhalt: 0.75 Liter (146,53 €* / 1 Liter)

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Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020 Magnum
Traube: Nebbiolo
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020 Magnum ist ein reinsortiger Nebbiolo aus Monvigliero, der bekanntesten Lage der Gemeinde Verduno, und wird mit 14,5 % Vol. in der Magnumflasche angeboten. 2020 ist der erste Jahrgang, den Oddero aus dieser Parzelle gefüllt hat. Frische Kirsche, Himbeere und Johannisbeere verbinden sich mit weißem Pfeffer, Rosenblatt und feiner Kräuterwürze. Das Tannin ist seidig und kühl, die Struktur eher schlank und aromatisch als breit. Die Verkostungsnotiz des Oddero Barolo Monvigliero 2020 FARBE: Helles, leuchtendes Granatrot mit rubinroten Reflexen. NASE: Hochtönig und duftig mit frischer Kirsche, Himbeere und roter Johannisbeere. Darüber legen sich Rosenblatt, Anis, frische Gewürze und der für Verduno typische Hauch von weißem Pfeffer. GESCHMACK: Klar gezeichnet und saftig, mit kristalliner roter Frucht und feinem, seidigem Tannin. Eine salzige Mineralität zieht sich über die Mitte und hält den Wein trotz der aromatischen Fülle straff. FINALE: Anhaltend, kühl und würzig, mit einem leicht pfeffrigen Nachhall und feiner Herbe. Monvigliero in Verduno - die nördlichste Spitzenlage des Barolo Monvigliero umfasst rund 25 Hektar am Südhang von Verduno, der nördlichsten Barolo-Gemeinde, in Höhen von etwa 250 bis 300 Metern. Odderos Parzelle liegt auf rund 300 Metern in reiner Südausrichtung. Prägend sind die blaugrauen, kalkhaltigen Sant'Agata-Fossili-Mergel des Tortonian, die in Verduno mit älteren Formationen verzahnt sind. Diese Böden bringen den unverkennbaren Verduno-Stil hervor: hochtönige Aromatik, weißer Pfeffer, feinkörniges Tannin und eine fast salzige Mineralität in der Mitte des Gaumens. Poderi e Cantine Oddero - Familienbetrieb in der Fraktion Santa Maria Geleitet wird das Weingut heute von Mariacristina und Mariavittoria Oddero, unterstützt von der siebten Generation der Familie. Alle Nebbiolo-Flächen sind biologisch zertifiziert, die übrigen Parzellen befinden sich in Umstellung. Im Keller arbeitet das Haus konseqünt mit großen, neutralen Fassformaten und war unter den piemontesischen Betrieben relativ früh mit österreichischer Eiche unterwegs. Neben Monvigliero gehören Vignarionda, Brunate, Villero, Rocche di Castiglione, Bussia und der Barbaresco Gallina zum Lagenportfolio. 24 Monate im 20-Hektoliter-Fass Die Lese erfolgt in der ersten Oktoberdekade bei einem Ertrag von rund 60 Doppelzentnern je Hektar. Nach der Entrappung vergären Most und Schalen etwa 20 Tage im Gärbehälter, danach folgt der biologische Säureabbau. Der Wein reift anschließend rund 24 Monate in 20-Hektoliter-Fässern aus französischer Eiche, die dem duftigen Nebbiolo Struktur geben, ohne ihn mit Holzwürze zu überdecken. Die Magnum verlangsamt die Entwicklung zusätzlich und eignet sich damit besonders für eine Lagerung von 20 bis 25 Jahren. Servieren und kombinieren Bei 16 bis 18 Grad Celsius in einem großen Burgunderglas servieren; die Magnum sollte etwa eine bis zwei Stunden vor dem Essen geöffnet oder vorsichtig dekantiert werden. Sehr gut zu Vitello tonnato, Tajarin mit Butter und Salbei, Kaninchen in Kräutern, Perlhuhn, Risotto mit Steinpilzen und mittelalt gereiftem Bra duro. Häufige Fragen zum Oddero Barolo Monvigliero 2020 Magnum Was zeichnet Barolo aus Verduno aus? Verduno liegt am nördlichen Rand des Anbaugebiets und liefert besonders duftige, würzige Weine mit feinem Tannin. Typisch sind Noten von Rosenblatt, roter Frucht und weißem Pfeffer sowie eine lebendige Säure. Warum ist 2020 bei Oddero ein besonderer Monvigliero-Jahrgang? 2020 ist der erste Jahrgang, den das Gut aus dieser Verduno-Parzelle abgefüllt hat. Die Menge ist entsprechend klein, das Gut nennt für die Erstauflage rund 2.000 Flaschen. Welchen Vorteil bietet die Magnum? In der 1,5-Liter-Flasche ist das Verhältnis von Wein zu Sauerstoff im Flaschenhals günstiger, die Reifung verläuft langsamer und gleichmäßiger. Für eine lange Kellerlagerung ist das Format daher die verlässlichere Wahl. Sollte der Wein dekantiert werden? Eine kurze Belüftung von einer bis zwei Stunden genügt. Weil der Wein von Natur aus filigran gebaut ist, sollte man ihn nicht zu lange oder zu heftig karaffieren. Wozu passt ein Monvigliero besser als ein kräftiger Barolo? Durch das feinere Tannin harmoniert er auch mit hellem Fleisch, Geflügel und Pilzgerichten, wo ein sehr wuchtiger Barolo dominieren würde. Zu schwer geschmortem Rind spielt er seine Stärken dagegen weniger aus.

Inhalt: 1.5 Liter (153,27 €* / 1 Liter)

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Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2021
Traube: Nebbiolo
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2021 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus der Spitzenlage Monvigliero in Verduno und wird mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt. Aus der nur 0,7 Hektar großen Parzelle entstehen rund 1.700 Flaschen. Zerdrückte Erdbeere, Kirsche und Anis verbinden sich mit weißem Pfeffer, Minze und frischen Kräutern. Der Wein ist kristallklar gebaut, das Tannin ausgesprochen fein, die Säure lebendig. Die Verkostungsnotiz des Oddero Barolo Monvigliero 2021 FARBE: Klares, mitteltiefes Rubingranat mit heller Randzone. NASE: Sehr duftig, mit zerdrückter Erdbeere, roter Kirsche und Sternanis. Weißer Pfeffer, Minze und zerriebene Kräuter sorgen für einen kühlen, ätherischen Ton, dazu ein Anflug von Rosenblatt. GESCHMACK: Klar und durchgezeichnet, mit reiner roter Frucht und ausgesprochen seidigem, fast unmerklich eingebundenem Tannin. Die salzige Ader in der Mitte gibt Halt, ohne den Wein streng zu machen. FINALE: Feingliedrig und lang, mit pfeffriger Würze, Kräutern und einem hellen, mineralischen Nachhall. Die Lage Monvigliero am Südhang von Verduno Monvigliero gilt als der Grand Cru von Verduno und umfasst etwa 25 Hektar in Höhen von rund 250 bis 300 Metern. Odderos Parzelle liegt bei 300 Metern in Südausrichtung und misst knapp 0,7 Hektar; gepflanzt wurde in mehreren Etappen, die ältesten Reben stammen aus 1958. Charakteristisch sind helle, kalkreiche Böden aus blaugrauen Sant'Agata-Fossili-Mergeln des Tortonian, in Verduno verzahnt mit älteren Schichten. Weil das Gebiet am nördlichen Rand der Denomination liegt, reifen die Trauben kühler und langsamer - daraus entsteht der hochtönige, pfeffrig-elegante Stil, für den die Lage bekannt ist. Siebte Generation Oddero - Präzision im Weinberg Mit Pietro und Isabella Oddero arbeitet inzwischen die siebte Generation der Familie im Betrieb, der bereits Ende des 19. Jahrhunderts eigenen Barolo abfüllte. Neben den 35 Hektar Reben gehören rund sechs Hektar piemontesische Haselnusskulturen zum Gut, was den gemischt-landwirtschaftlichen Charakter der Langhe fortschreibt. Die Arbeit setzt am Rebschnitt an und reicht über niedrige Erträge bis zur getrennten Vinifikation jeder Parzelle. Verduno ist die jüngste Erweiterung dieses Lagenmosaiks und ergänzt das Portfolio um eine besonders duftige Stilistik. Etwa 24 Monate im großen Fass Nach der Lese in der ersten Oktoberdekade wird vollständig entrappt; Gärung und Maischestandzeit dauern etwa 20 Tage, danach folgt der biologische Säureabbau. Der Wein reift anschließend rund 24 Monate im großen Holzfass mit 20 Hektolitern Inhalt. Die vergleichsweise kurze und sehr zurückhaltende Holzreife ist Absicht: Monvigliero lebt von Duft und Feinheit, nicht von Extraktion. Mit 20 bis 25 Jahren Reifepotenzial gehört der Wein trotz seiner Zartheit zu den langlebigen Barolo. Servieren und kombinieren Ideal bei 16 bis 18 Grad Celsius im weiten Burgunderglas; eine Stunde Luft genügt, langes Dekantieren ist bei diesem filigranen Stil nicht nötig. Gute Begleiter sind Tajarin mit Butter und Salbei, Kaninchen mit Rosmarin, Perlhuhnbrust, Ossobuco, Risotto mit Steinpilzen sowie mittelalt gereifter Bra oder Raschera. Häufige Fragen zum Oddero Barolo Monvigliero 2021 Was bedeutet Monvigliero auf dem Etikett? Monvigliero ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine MGA, in der Gemeinde Verduno. Sie belegt, dass der Nebbiolo ausschließlich aus dieser Lage stammt. Wie groß ist die Abfüllung? Oddero bewirtschaftet in Monvigliero nur knapp 0,7 Hektar. Für den 2021er werden rund 1.700 Flaschen genannt, die Verfügbarkeit ist entsprechend begrenzt. Wie schmeckt 2021 im Vergleich zu einem wärmeren Jahrgang? 2021 gilt in den Langhe als klassisch strukturierter, kühler geprägter Jahrgang mit guter Säure. In Monvigliero verstärkt das die pfeffrige Würze und die Präzision, während die Frucht eher rot als dunkel ausfällt. Muss dieser Barolo dekantiert werden? Notwendig ist es nicht. Etwa eine Stunde im geöffneten Glas oder ein kurzes Umfüllen reicht aus, damit sich Duft und Würze entfalten, ohne die zarte Frucht zu verlieren. Wie unterscheidet er sich vom Bussia des Gutes? Der Monvigliero ist heller, duftiger und feiner im Tannin, der Bussia Vigna Mondoca dichter, wärmer und erdiger. Beide Weine zeigen dieselbe Kellerphilosophie, aber zwei sehr gegensätzliche Terroirs.

Inhalt: 0.75 Liter (146,53 €* / 1 Liter)

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Viberti Giovanni Barolo Monvigliero 2020
Traube: Nebbiolo
Der Viberti Giovanni Barolo Monvigliero 2020 kommt aus der Referenzlage der kleinen Gemeinde Verduno am nördlichen Rand der Barolo-Zone. Reinsortiger Nebbiolo, 14 % Vol., 0,75 Liter. Das Jahr 2020 verlief mild und ausgeglichen, und genau so trinkt sich der Wein: offene rote Frucht, feiner Duft, Gerbstoffe, die schon jetzt weich anliegen. Die kräuterwürzige Handschrift des Hangs bleibt dabei unüberhörbar. Die Verkostungsnotiz des Viberti Giovanni Barolo Monvigliero 2020 FARBE: Aufgehelltes Rubingranat, bis zum Rand transparent. NASE: Offen und blumig mit Rosenwasser, Kirschblüte, Erdbeere und Granatapfel. Darunter Zimt, Wacholderbeere, Tabakblatt und ein balsamischer Hauch. GESCHMACK: Geschmeidiger Auftakt, mittleres Gewicht, seidiges Tannin. Die Frucht wirkt reif und offen, ohne breit zu werden. Kräuter, Anis und eine feine Bitternote von Chinarinde sorgen für Zug. FINALE: Nachhaltig und fein, mit floralem Nachhall, Kirsche und trockener Würze. Die beste Parzelle der kleinsten Barolo-Gemeinde Verduno liegt am nördlichen Ende der Denominazione und steuert nur knapp fünf Prozent der gesamten Barolo-Erzeugung bei. Monvigliero gilt seit Langem als der beste Hang des Ortes; die erste eigenständige Abfüllung brachte Fratelli Alessandria 1978 heraus, danach folgten rund zwanzig weitere Häuser. Prägend sind die Südexposition und die tonig-schluffigen Mergel aus dem Tortonium, die Frische, Würze und eine feine Gerbstofftextur ergeben. Barolo aus Verduno wird häufig an seiner Note von weißem Pfeffer erkannt. Hundert Jahre Weinbau in Vergne Die Cantina Viberti Giovanni gehört seit 1923 zum Weiler Vergne oberhalb von Barolo. Aus dem Wein für die Gäste des eigenen Gasthauses wurde über die Generationen ein Betrieb mit Parzellen in mehreren Gemeinden der Zone. Claudio Viberti, ausgebildet an der Önologischen Schule in Alba, führt ihn heute und arbeitet betont konservativ: lange Fassreife, große Gebinde, wenig Eingriff. Neben Barolo entstehen Barbera d'Alba, Dolcetto, Langhe Nebbiolo, Moscato d'Asti und ein Timorasso aus den Colli Tortonesi. 31 Monate Fassreife für einen milden Jahrgang Der Wein vergärt im Stahltank und verbringt danach 31 Monate in großen Holzfässern, gefolgt von sieben Monaten in der Flasche. Der ruhige Verlauf des Jahres 2020 mit Niederschlägen im Mai und Juni und kühlen Septembernächten ergab reife Trauben bei erhaltener Säure. Entsprechend hat sich das Tannin schon im Fass gut eingebunden, was den Wein früher zugänglich macht als manchen Vorgänger. Ein Jahrzehnt im Keller verträgt er trotzdem. Servieren und kombinieren Bei 16 bis 17 °C servieren, eher am unteren Rand, damit die florale Seite nicht untergeht. Eine Stunde in der Karaffe reicht aus. Passend sind Kaninchen in Kräutern, Perlhuhn, Rinderrouladen, Tajarin mit Trüffel, geschmorte Schweinebacke und mittelreifer Bra. Häufige Fragen zum Viberti Giovanni Barolo Monvigliero 2020 Warum gilt Monvigliero als große Lage? Der Hang vereint durchgehende Südausrichtung, mäßige Höhe zwischen 250 und 300 Metern und sehr feine Mergelböden. Bereits vor der offiziellen Lagenabgrenzung galt er als bester Weinberg der Gemeinde; heute teilen sich etwa zwei Dutzend Erzeuger die rund 25 Hektar. Wie trinkt sich der Jahrgang 2020? 2020 gilt als zugänglicher Jahrgang mit offener Frucht und gut eingebundenen Gerbstoffen. Der Wein lässt sich bereits jetzt gut trinken und muss nicht zwingend für Jahre weggelegt werden. Wie unterscheidet sich 2020 vom Jahrgang 2021 derselben Lage? 2020 verlief mild und gleichmäßig und ergab einen weicheren, früher zugänglichen Wein. 2021 brachte nach Aprilfrost und heißem Sommer mehr Gerüst und Konzentration, verlangt dafür aber mehr Geduld. Bei welcher Temperatur sollte man ihn einschenken? 16 bis 17 °C sind ideal. Zu warm serviert drängt sich der Alkohol vor, zu kalt verschließen sich die floralen Noten, die diese Herkunft auszeichnen. Wie lagert man die Flasche richtig? Liegend, dunkel, erschütterungsfrei und bei möglichst konstanten zehn bis vierzehn Grad. Unter solchen Bedingungen sind zehn bis fünfzehn Jahre ohne Weiteres möglich.

Inhalt: 0.75 Liter (93,20 €* / 1 Liter)

69,90 €*
Viberti Giovanni Barolo Monvigliero 2021
Traube: Nebbiolo
Der Viberti Giovanni Barolo Monvigliero 2021 stammt aus der bekanntesten Einzellage der Gemeinde Verduno und ist reinsortig aus Nebbiolo gekeltert. 14 % Vol., 0,75 Liter, rubinrot mit ersten aufhellenden Rändern. Der Duft geht in Richtung Sauerkirsche, getrocknete Rose und weißer Pfeffer, am Gaumen steht ein straffes, engmaschiges Gerüst. 2021 war ein Jahr mit Frostschäden im April und einem heißen, trockenen Sommer; herausgekommen ist ein Barolo mit Nachdruck und klarer Kontur. Die Verkostungsnotiz des Viberti Giovanni Barolo Monvigliero 2021 FARBE: Mittleres Rubinrot, am Rand bereits leicht granatfarben aufhellend. NASE: Sauerkirsche und Preiselbeere vorneweg, dahinter getrocknete Rosenblätter und Veilchen. Charakteristisch für Verduno sind die würzigen Töne: weißer Pfeffer, Wacholder, Süßholzwurzel und ein Hauch Minze. GESCHMACK: Straff und aufrecht, mit lebendiger Säure und einem engmaschigen, feinkörnigen Tannin. Die rote Frucht bleibt kühl, dazu kommen Kräuter, Blutorangenschale und ein trockener Mergelton. FINALE: Sehr lang, salzig-würzig, mit nachhallender Kirschfrucht und pfeffriger Schärfe. Monvigliero, der Südhang von Verduno Monvigliero umfasst rund 25 Hektar an einem geschlossenen Südhang zwischen etwa 250 und 300 Metern Höhe. Die Lage bildet die Wasserscheide zwischen dem Barolo-Gebiet und dem Tal des Tanaro; die ständige Luftbewegung hält die Trauben gesund und die Aromatik frisch. Der Boden besteht aus fein geschichteten Sant'Agata-Fossilmergeln mit hohem Schluff- und Tonanteil und sehr wenig Sand, kompakt und wasserspeichernd. Genau diese Kombination gilt als Grundlage für den duftigen, kräuterwürzigen Stil der Weine. Viberti Giovanni in Vergne bei Barolo Die Wurzeln des Guts reichen ins Jahr 1923, als Cavalier Antonio Viberti in Vergne die Locanda del Buon Padre erwarb und begann, für seine Gäste Wein zu füllen. Giovanni Viberti erweiterte die Rebflächen deutlich, sein jüngerer Sohn Claudio leitet das Haus seit 2008. Die Parzellen verteilen sich auf Lagen in Barolo, Verduno und Monforte d'Alba, überwiegend zwischen 400 und 500 Metern auf Sant'Agata-Mergeln. Der Stil ist bewusst traditionell angelegt: große Holzfässer, keine kleinen Barriques, Zurückhaltung beim Holzeinsatz. 31 Monate im großen Holzfass Nach der Gärung im Stahltank reift der Wein 31 Monate in großen Holzfässern und anschließend sieben Monate in der Flasche, bevor er das Gut verlässt. Große Gebinde geben wenig eigenes Aroma ab und lassen dem Nebbiolo Raum, sodass die Würze der Lage im Vordergrund bleibt. Die frostbedingt kleine Erntemenge von 2021 hat die Weine konzentriert. Das Gerüst dieses Jahrgangs trägt über viele Jahre und verlangt eher Geduld als Eile. Servieren und kombinieren 16 bis 18 °C und ein weites Rotweinglas sind die passende Bühne. In dieser Jugend empfiehlt sich die Karaffe: ein bis zwei Stunden Luft öffnen die Aromatik spürbar. Auf den Tisch passen Brasato al Barolo, Tajarin mit Butter und Salbei, Rinderfilet, Wildtaube, Steinpilzgerichte und gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Viberti Giovanni Barolo Monvigliero 2021 Was bedeutet Monvigliero auf dem Etikett? Monvigliero ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine sogenannte MGA, in der Gemeinde Verduno. Sie gilt als Referenzlage des Ortes; die erste eigenständige Abfüllung stammt aus dem Jahr 1978 vom Weingut Fratelli Alessandria. Wie ist der Jahrgang 2021 im Barolo-Gebiet verlaufen? Ein Frost am 7. und 8. April kostete in manchen Lagen einen erheblichen Teil der Ernte, danach folgte ein heißer, trockener Sommer mit etwas Regen Mitte September. Die Weine gelten als strukturiert und ausdrucksstark, mit reifer Frucht und viel Substanz. Sollte der Wein dekantiert werden? In den ersten Jahren ja. Ein bis zwei Stunden in der Karaffe lösen die anfangs kompakte Aromatik und runden die Gerbstoffe ab. Ältere Flaschen brauchen dagegen nur ein behutsames Umfüllen vom Depot. Worin unterscheidet er sich vom Buon Padre desselben Guts? Der Buon Padre ist eine Cuvée aus mehreren Lagen dreier Gemeinden und zeigt den Hausstil in der Breite. Der Monvigliero kommt aus einem einzigen Hang in Verduno und fällt würziger, kühler und deutlicher auf Duft angelegt aus. Wie lange lässt er sich lagern? Bei kühler, dunkler und erschütterungsfreier Lagerung sind zehn bis fünfzehn Jahre gut vorstellbar, für Weine aus Monvigliero werden auch längere Zeiträume genannt. Die Flasche sollte liegend aufbewahrt werden.

Inhalt: 0.75 Liter (93,20 €* / 1 Liter)

69,90 €*