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Brezza

Seit über 100 Jahren in Barolo zuhause. Giacomo Brezza und Familie stehen für kompromisslos traditionelle Machart: lange Maischestandzeit, große Holzfässer, viel Geduld. Barolo, wie er früher schmeckte – und heute wieder gefragt ist.

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Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011
Traube: Nebbiolo
Der Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus einer nur 0,4 Hektar großen Parzelle innerhalb der Lage Sarmassa in der Gemeinde Barolo und wird mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche abgefüllt. Im Glas steht ein reifes Granatrot, im Duft Sauerkirsche, getrocknete Rose, Heu und Lakritz. Als Riserva verlangt die DOCG mindestens 62 Monate Reife, davon 18 im Holz; Brezza legt bei dieser Parzelle noch zwei zusätzliche Jahre Flaschenruhe obendrauf. Nach rund anderthalb Jahrzehnten zeigt der warme Jahrgang 2011 heute reife Frucht, weich gewordene Gerbstoffe und deutliche tertiäre Tiefe. Die Verkostungsnotiz des Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 FARBE: Helles, klares Granatrot mit ziegelfarbenem Rand, wie es ein Barolo dieses Alters zeigt. NASE: Sauerkirsche und eingekochte Himbeere treffen auf getrocknete Rosenblätter, Heu und Lakritz. Mit Luft kommen Leder, getrocknete Kräuter und eine feine Teernote dazu, wie sie reifer Nebbiolo aus der Gemeinde Barolo entwickelt. GESCHMACK: Sehr strukturiert und dennoch geschmeidig. Die Säure trägt die Frucht weit, das Tannin ist feinkörnig und nach den langen Jahren in Fass und Flasche vollständig eingebunden. Darunter liegt eine trockene, kalkige Würze. FINALE: Lang und ruhig, mit nachhallender Kirsche, Lakritz und einem leicht salzigen, herben Nachklang. Vigna Bricco: 0,4 Hektar im Kern der Lage Sarmassa Sarmassa ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine sogenannte MGA, in der Gemeinde Barolo; die Lage liegt am westlichen Rand des Gemeindegebiets zur Grenze nach La Morra hin, zwischen etwa 240 und 300 Metern. Innerhalb dieser Lage sind zwei Vigna-Namen registriert, Bricco und Merenda. Brezzas Parzelle Bricco misst 0,4 Hektar, liegt auf 250 Metern und blickt nach Süden. Der Boden ist ein lehmig-toniger Sant'Agata-Fossilmergel mit rund 26 Prozent Sand, 43 Prozent Schluff und 31 Prozent Ton. Bepflanzt wurde die Parzelle im Jahr 2000 mit den Nebbiolo-Spielarten Lampia und Michet, in einer Dichte von 3.700 Stöcken je Hektar und mit traditionellem Guyot-Schnitt. Giacomo Brezza & Figli: Reben in Barolo seit 1885 Die Familie Brezza besitzt seit 1885 Weinberge in der Gemeinde Barolo. Den Namen trägt der Betrieb nach Giacomo Brezza, der um 1910 gemeinsam mit seinem Vater Antonio begann, den Wein selbst in Flaschen zu füllen. Heute führt die vierte Generation das Gut, das 31 Hektar bewirtschaftet, davon 20 Hektar Reben, und biozertifiziert arbeitet. Der Keller liegt unmittelbar am Ortskern von Barolo, direkt daneben betreibt die Familie ein Restaurant mit Hotel. Ausgebaut wird traditionell in großen slawonischen Fässern mit ungetoasteten Dauben; auf Filtration und Schönung verzichtet das Haus. Warum Riserva: 62 Monate Mindestreife und zwei Jahre extra Ein Barolo Riserva muss nach dem Regelwerk der DOCG mindestens 62 Monate ab dem 1. November des Erntejahres reifen, davon wenigstens 18 Monate im Holzfass. Der Sarmassa des Hauses liegt rund zwei Jahre im großen slawonischen Fass. Die Parzelle Bricco wird davon getrennt vergoren und ausgebaut und bleibt anschließend zwei Jahre länger in der Flasche, bevor sie in den Verkauf geht. Diese zusätzliche Ruhezeit ist der Grund, weshalb der Wein bereits mit erheblicher Reife auf den Markt kommt und nicht erst im Keller des Käufers zugänglich wird. Servieren und kombinieren Sechzehn bis achtzehn Grad und ein großes, bauchiges Rotweinglas sind richtig. Die Flasche einige Stunden vorher aufrecht stellen und vorsichtig vom Depot abziehen, das sich nach dieser Zeit gebildet hat; eine halbe bis dreiviertel Stunde Luft genügt, langes Dekantieren braucht ein gereifter Barolo nicht mehr. Gut dazu passen Brasato al Barolo, Rehrücken, Tajarin mit Butter und weißem Trüffel, Steinpilzrisotto, Rebhuhn und gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 Was bedeutet Vigna Bricco auf dem Etikett? Vigna ist der Zusatz für eine einzelne, namentlich benannte Parzelle innerhalb einer MGA. Bricco ist der historische Flurname dieses Stückchens der Lage Sarmassa und darf seit der Einführung des Systems hinter dem Lagennamen stehen. Warum gibt es diesen Wein nicht in jedem Jahrgang? Brezza vinifiziert die Parzelle separat und verkostet sie anschließend gegen die übrigen Sarmassa-Partien. Erst danach fällt die Entscheidung, ob sie eigenständig abgefüllt wird oder in den Barolo Sarmassa einfließt. In vielen Jahren kommt der Vigna Bricco deshalb gar nicht in den Handel. Wie steht der Jahrgang 2011 heute da? 2011 war ein warmes Jahr, das reife, vergleichsweise zugängliche Barolo mit weicheren Tanninen hervorgebracht hat. Nach anderthalb Jahrzehnten ist der Wein in seinem Trinkfenster; der Shop nennt für diese Flasche eine Lagerfähigkeit von rund 20 Jahren. Muss die Flasche dekantiert werden? Notwendig ist es nicht. Sinnvoll ist ein vorsichtiges Umfüllen, um den Wein vom Bodensatz zu trennen; danach reichen 30 bis 45 Minuten im Glas oder in der Karaffe. Worin unterscheidet er sich vom Barolo Sarmassa des Hauses? Der Sarmassa entsteht aus einem größeren Stück der Lage mit west- bis südwestlicher Ausrichtung und kommt früher in den Verkauf. Der Vigna Bricco stammt aus einer einzigen südexponierten Parzelle, trägt die Bezeichnung Riserva und hat vor der Auslieferung zwei zusätzliche Jahre in der Flasche verbracht.

Inhalt: 0.75 Liter (53,20 €* / 1 Liter)

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Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 Magnum
Traube: Nebbiolo
Der Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 Magnum füllt den Spitzenwein des Hauses in die 1,5-Liter-Flasche. Der Inhalt ist reinsortiger Nebbiolo aus der südexponierten Parzelle Bricco in der Lage Sarmassa, Gemeinde Barolo, mit 14,5 % Vol. Granatrot mit ziegelfarbenem Rand, dahinter Sauerkirsche, Heu, getrocknete Blüten und Lakritz. Im doppelten Volumen verläuft die Flaschenreife langsamer und gleichmäßiger, weshalb dieser Jahrgang 2011 hier noch etwas jünger wirkt als in der Normalflasche. Die Verkostungsnotiz des Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 Magnum FARBE: Granatrot von mittlerer Tiefe, am Rand orangerot auslaufend, mit sichtbarem Depot. NASE: Zunächst zurückhaltend, dann Amarenakirsche, Dorrpflaume und Heublume. Nach einer Weile im Glas treten Tabak, Wacholder und eine erdige, pilzige Note hervor. GESCHMACK: Kraftvoll gebaut, mit spürbarem Zug und einer klaren Würze. Das Gerbstoffgerüst ist im großen Format noch präsenter als in der Normalflasche und wirkt zugleich glatter poliert. FINALE: Sehr ausdauernd, getragen von getrockneter Frucht, Lakritz und einem kühlen, kalkigen Nachhall. Sarmassa und der Flurname Bricco am Westrand der Gemeinde Barolo Die MGA Sarmassa liegt dort, wo das Gemeindegebiet von Barolo an La Morra grenzt, in einer Mulde rund um die Cascina Sarmassa, auf 240 bis 300 Metern. Der Untergrund besteht aus Sant'Agata-Fossilmergel aus dem Tortonium, also aus jenen kalkhaltigen, feinkörnigen Mergeln, die dem westlichen Teil der Gemeinde ihr duftiges Profil geben. Innerhalb der Lage sind die Vigna-Namen Bricco und Merenda eingetragen. Brezzas Bricco-Parzelle ist 0,4 Hektar groß, steht auf 250 Metern in Südlage und wurde im Jahr 2000 mit Lampia und Michet bestockt, 3.700 Stöcke je Hektar bei einem Ertrag von 6.000 bis 7.000 Kilogramm. Ein biozertifizierter Familienbetrieb mitten im Dorf Barolo Weinberge in Barolo besitzt die Familie seit 1885, abgefüllt wird seit rund 1910. Inzwischen arbeitet die vierte Generation, biozertifiziert unter der Kennung IT BIO 008, auf 31 Hektar Betriebsfläche mit 20 Hektar Reben. Rund 95 Prozent der Erzeugung sind Rotweine mit DOC- oder DOCG-Status. Im Weinberg setzt das Haus auf Gründüngung, Kompost und leichtes Gerät, um den Boden nicht zu verdichten; ein Teil der Produktion wird seit etwa einem Jahrzehnt mit Glasverschluss gefüllt. Großes slawonisches Holz, lange Flaschenruhe und 1,5 Liter Inhalt Brezza baut seine Barolo in großen slawonischen Fässern mit ungetoasteten Dauben aus und füllt weder filtriert noch geschönt ab. Für den Vigna Bricco kommen zwei zusätzliche Jahre Flaschenreife hinzu, bevor der Wein den Keller verlässt; die DOCG verlangt für eine Riserva ohnehin 62 Monate Gesamtreife mit mindestens 18 Monaten im Holz. In der Magnum kommt ein weiterer Faktor dazu: Auf die doppelte Weinmenge entfällt nur etwa dieselbe Menge Sauerstoff wie in der Normalflasche. Die Entwicklung läuft dadurch langsamer und über die Jahre gleichmäßiger ab, was Magnums seit jeher zum bevorzugten Gebinde für lange Lagerung macht. Servieren und kombinieren Die Magnum mindestens einen Tag vorher aufrecht hinstellen, damit sich das Depot setzt, und bei 16 bis 18 Grad servieren. Wegen des Gewichts lohnt sich eine Karaffe, in die der Wein langsam und ohne den letzten Rest abgezogen wird. Auf dem Tisch passen dazu geschmorte Rinderbacke, Wildschweinragout, Agnolotti del plin im Bratensaft, Trüffelpasta, Perlhuhn und lange gereifter Bra duro. Häufige Fragen zum Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 Magnum Warum reift ein Barolo in der Magnum langsamer? Unter dem Korken sitzt in jeder Flasche ungefähr gleich viel Luft, in der Magnum steht dieser Menge aber die doppelte Weinmenge gegenüber. Das Verhältnis von Sauerstoff zu Wein fällt kleiner aus, die Oxidation schreitet langsamer voran und die Reife verläuft gleichmäßiger. Für welchen Anlass eignet sich die 1,5-Liter-Flasche? Eine Magnum reicht für etwa zwölf Gläser und damit für einen Tisch mit sechs bis acht Personen. Als Geschenk zu runden Geburtstagen oder Jahrestagen hat das Format zusätzlich den Reiz, dass Jahrgang und Flasche zusammen aufbewahrt werden können. Was steckt hinter der Bezeichnung Vigna Bricco? Bricco ist der alte Flurname einer einzelnen Parzelle innerhalb der Lage Sarmassa. Seit Einführung der MGA-Regelung darf ein solcher Vigna-Name auf dem Etikett hinter der Lagenbezeichnung stehen. Ist der Jahrgang 2011 in dieser Größe schon so weit? 2011 gilt als warmes Jahr mit reifen, früh zugänglichen Weinen. In der Magnum ist die Entwicklung etwas zurück; der Wein trinkt sich jetzt gut und hat im großen Format noch Reserven. Wie sollte die Flasche gelagert werden? Liegend, dunkel, erschütterungsfrei und bei möglichst gleichbleibender kühler Temperatur. Magnums brauchen wegen ihrer Länge und ihres Durchmessers ein entsprechend dimensioniertes Fach im Regal.

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