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Ausgewählte Cru-Lagen

Im Barolo und Barbaresco entscheidet die Lage über alles. Über Jahrhunderte haben die Winzer die besten Parzellen – die „Crus“ bzw. Menzioni Geografiche Aggiuntive – herausgearbeitet. Jede hat ihren eigenen Charakter: mal kraftvoll, mal duftig, mal mineralisch.

Hier finden Sie unsere Auswahl der großen Einzellagen – die Adresse für alle, die Herkunft im Glas schmecken wollen.

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Carlo Revello Barolo Riserva Rocche dell'Annunziata 2017
Traube: Nebbiolo
Der Carlo Revello Barolo Riserva Rocche dell'Annunziata 2017 ist der Spitzenwein des Guts: reinsortiger Nebbiolo aus einer der bedeutendsten Lagen von La Morra, 36 Monate im großen Holzfass gereift, abgefüllt mit 15 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Der heiße, extrem trockene Jahrgang 2017 gibt ihm dunkle, konzentrierte Frucht, die Herkunft steuert die Feinheit bei: getrocknete Rosen, Blutorangenschale und ein kühler Kalkzug. Nach den Jahren im Keller zeigen sich erste tertiäre Noten von Leder, Tabak und Unterholz. Riserva heißt hier nicht mehr Holzaroma, sondern mehr Zeit. Die Verkostungsnotiz des Carlo Revello Barolo Riserva Rocche dell'Annunziata 2017 FARBE: Tiefes Granatrot mit leicht orangefarbenem Rand; die dunklere Farbanlage des Jahrgangs 2017 ist im Kern noch erkennbar. NASE: Eingemachte Kirsche, Dörrpflaume und Blutorangenschale, darüber der Duft getrockneter Rosen, für den diese Lage bekannt ist. Mit Luft folgen Leder, Pfeifentabak, Unterholz und geröstete Haselnuss. Ein feiner balsamischer Ton verrät die Reife, ohne zu dominieren. GESCHMACK: Breit angelegt und fleischig, mit dichtem Kern aus dunkler Frucht und Süßholz. Das Tannin ist kraftvoll und in der Textur noch leicht körnig, wie es für 2017 typisch ist, wird von den drei Jahren im großen Fass aber deutlich geglättet. Salzige Mineralität und ein kühler Kräuterzug halten die Fülle im Zaum. FINALE: Sehr langer Abgang. Kirschlikör und Leder klingen aus, dazu Pfeifentabak und ein trockener, steiniger Eindruck, der die Reife unterstreicht. Rocche dell'Annunziata – Weinberg mit Urkunde von 1194 Rocche dell'Annunziata zählt zu den wichtigsten Nebbiolo-Hängen von La Morra und umfasst rund 30 Hektar zwischen dem Weiler Boiolo im Westen und der Straße von Annunziata nach La Morra. Die Höhen reichen von 242 Metern im Talgrund bei Torriglione bis 390 Meter im Osten, der Rücken Ciabot d'Can liegt bei etwa 300 Metern; die Hauptausrichtungen sind Süd bis Südwest und Süd bis Südost. Unten dominiert Sand, weiter oben nehmen Lehm und Ton zu – daraus entstehen Weine mit weniger Masse, aber ausgesprochen komplexem Duft. Belegt ist der Weinbau hier seit 1194, damals als Besitz der Benediktinerabtei San Martino auf dem Gebiet des alten Marcenasco. Alessandro Masnaghetti führt die Lage mit fünf Sternen, Antonio Galloni ordnet sie in die höchste Kategorie ein; Parzellen halten unter anderem Lorenzo Accomasso, Paolo Scavino, Roberto Voerzio und Bartolo Mascarello. Die Revello-Parzelle: 270 Meter, Südwest, 55-jährige Reben Carlo Revello & Figli bewirtschaftet in Rocche dell'Annunziata eine Parzelle auf etwa 270 Metern Höhe mit südwestlicher Ausrichtung; die Reben sind rund 55 Jahre alt, der Boden kalkhaltig und lehmig. Früher flossen diese Trauben in den Verschnitt Barolo R.G. ein – seit dem Jahrgang 2016 füllt die Familie sie separat als Riserva ab. Das Gut selbst entstand 2016 durch die Teilung des Betriebs Fratelli Revello und umfasst rund sieben Hektar in der Frazione Santa Maria. Carlo Revello arbeitet dabei mit seinem Sohn Erik, der den Keller Schritt für Schritt zu größeren Fässern und spontaner Gärung zurückgeführt hat. Was Riserva bedeutet – und warum es 36 Monate Fass wurden Für eine Barolo Riserva verlangt die DOCG mindestens 62 Monate Reife nach der Ernte, davon wenigstens 18 Monate im Holzfass; in den Handel darf sie erst ab dem 1. Januar des sechsten Jahres nach dem Jahrgang, für 2017 also ab 2023. Revello geht darüber hinaus: 36 Monate lagerte der Wein in großen Holzfässern, danach folgte die Flaschenreife. Große Gebinde geben kaum Holzaroma ab und wirken vor allem über eine gleichmäßige, langsame Sauerstoffzufuhr – genau das, was die kraftvollen und anfangs körnigen Tannine des Hitzejahres 2017 brauchten. Das Gut nennt ein Lagerpotenzial von 25 bis 30 Jahren. Dekantieren, Temperatur und große Begleiter Bei 18 Grad Celsius und in einem sehr großen Glas kommt die Riserva am besten zur Geltung. Nach so vielen Jahren hat sich Depot gebildet: Die Flasche einige Stunden vorher aufrecht stellen und behutsam in die Karaffe umfüllen, 60 bis 90 Minuten Luft genügen. Am Tisch verlangt der Wein kräftige Partner – Rinderbraten in Barolo, Wildschweinragout, Hirschrücken mit Wacholder, Tajarin mit weißem Alba-Trüffel, geschmorten Ochsenschwanz und lange gereiften Castelmagno. Häufige Fragen zum Carlo Revello Barolo Riserva Rocche dell'Annunziata 2017 Warum trägt dieser Barolo die Bezeichnung Riserva? Weil er die strengeren Reifevorgaben der DOCG erfüllt: mindestens 62 Monate Gesamtreife statt 38, davon wenigstens 18 Monate im Holz, und Freigabe erst im sechsten Jahr nach dem Jahrgang. Bei Revello reifte der Wein allein 36 Monate im großen Fass, bevor die Flaschenreife begann. Wie war der Jahrgang 2017 im Barolo-Gebiet? 2017 war eines der heißesten und trockensten Jahre: Von März bis Oktober fielen nur etwa 280 Millimeter Regen statt der üblichen rund 600, dazu kamen Aprilfrost und Sommerhagel mit Ertragsverlusten. Kühle Septembernächte retteten die Frische, die Lese begann teilweise Mitte September – so früh wie nie zuvor. Ist die Riserva 2017 heute schon offen? Die vorgeschriebenen 62 Monate Reife liegen längst hinter ihr, und nach etwa einer Stunde Luft öffnet sie sich bereitwillig. Das kraftvolle Tannin ist eingebunden, ohne verschwunden zu sein; Leder und Unterholz markieren den Beginn der Reifephase, die noch weit trägt. Was macht Rocche dell'Annunziata so gesucht? Die Lage verbindet die florale Eleganz von La Morra mit ungewöhnlicher Duftkomplexität und einer feinen, aber tragenden Struktur. Ihre sandigen unteren und tonigeren oberen Partien, die Ausrichtung von Südwest bis Südost und die jahrhundertelange Bewirtschaftung machen sie zu einem der begehrtesten Weinberge der Langhe. Wie unterscheidet sich die Riserva vom Barolo Giachini des Guts? Giachini liegt tiefer am selben Hangzug und ergibt einen duftigen, seidigen Wein für den früheren Genuss. Die Riserva kommt aus der höher bewerteten Nachbarlage, reift wesentlich länger im Fass und ist auf Jahrzehnte angelegt.

Inhalt: 0.75 Liter (133,20 €* / 1 Liter)

99,90 €*
Cascina Luisin Barbaresco Asili 2021
Traube: Nebbiolo
Beim Cascina Luisin Barbaresco Asili 2021 steht nicht Kraft im Vordergrund, sondern Duft. Asili gilt als die parfümierteste Lage der Gemeinde Barbaresco, und die Parzelle der Minutos liegt auf 300 Metern in Südwestlage, bestockt mit Reben aus dem Jahr 1950. Rose, Veilchen, Granatapfel und Walderdbeere prägen das Glas, dazu weißer Pfeffer, Bergamotte und ein minziger Kühleffekt. 14% Vol., 0,75 Liter, seidiges Tannin statt Wucht. Die Verkostungsnotiz des Cascina Luisin Barbaresco Asili 2021 FARBE: Helles, transparentes Granatrot mit rubinfarbenem Kern. NASE: Rosenblätter und Veilchen führen, darunter Walderdbeere, Granatapfel und eine Spur Bergamotte. Weißer Pfeffer, Tabakblatt und eine minzige Kühle runden den Duft ab. GESCHMACK: Seidig und filigran, die Frucht bleibt hellrot und präzise. Das Tannin ist eng gewebt und poliert, es trägt den Wein, ohne ihn zu verengen. Ein feiner Salzton begleitet die Mitte. FINALE: Lang, kühl und blumig, mit nachhallendem Rosenduft und trockener Kräuterwürze. Asili, die geschützte Mulde zwischen Pora und Martinenga Asili bildet eine nach Süd bis Südwest geöffnete Schale, im Norden von Pora und im Süden von Martinenga begrenzt. Die MGA reicht ungefähr von 200 bis 290 Metern hinauf. Ihre Böden bestehen aus Kalkmergeln der Sant'Agata-Fossili-Formation mit sandigen Einlagerungen, arm an Nährstoffen und reich an Karbonaten. Diese Kombination bringt in Barbaresco die aromatisch hellste, seidigste Stilistik hervor. Als eigenständiger Lagenwein wird Asili seit 1967 gefüllt. Roberto Minuto und die alten Reben von 1950 Die Parzelle in Asili ist mit etwa 0,61 Hektar winzig, ihre Reben wurden 1950 gesetzt. Solche Altbestände liefern wenig Ertrag, dafür kleinbeerige, aromatisch dichte Trauben. Ungewöhnlich für die Lage: Cascina Luisin hält in Asili auch alte Barbera-Stöcke, die in einen eigenen Wein wandern. Gearbeitet wird per Hand, mit Grünlese und Guyot-Erziehung, der Ertrag liegt bei 40 Doppelzentnern je Hektar. Spontane Gärung im Beton, Reife in slawonischer Eiche Die Lese fällt in Asili meist in die Mitte des Oktobers. Der Most vergärt ohne Reinzuchthefe im Zementbehälter, rund 40 Tage bleibt der Wein auf den Schalen. Danach übernimmt slawonische Eiche mit 30 Hektolitern Fassungsvermögen, in der auch der biologische Säureabbau abläuft, gefolgt von Flaschenreife vor der Auslieferung. Neutrale Großgebinde sind hier bewusst gewählt: Sie sollen die florale Aromatik der Lage nicht überdecken. Servieren und kombinieren Bei 16 bis 18 °C in einem dünnwandigen, weiten Glas servieren, eine Stunde vorher öffnen genügt. Klassische Partner sind Tajarin mit weißem Alba-Trüffel, Agnolotti del plin, gebratene Perlhuhnbrust, Kalbsbraten mit Rosmarin und eine mittelalte Toma piemontese. Häufige Fragen zum Cascina Luisin Barbaresco Asili 2021 Wofür steht Asili auf dem Etikett? Asili ist eine der 66 amtlich abgegrenzten MGA der Barbaresco DOCG und liegt in der Gemeinde Barbaresco. Die Angabe belegt, dass alle Trauben aus dieser Lage stammen. Warum duftet Asili stärker als Rabajà? Die Böden sind sandiger und nährstoffärmer, die Mulde ist kühler durchlüftet. Beides fördert florale Aromen und ein feineres Tanningerüst statt Masse. Wie alt sind die Reben? Die Anlage stammt aus dem Jahr 1950 und zählt damit zu den ältesten Nebbiolo-Beständen des Guts. Alte Reben regulieren ihren Ertrag selbst und liefern konzentriertere Beeren. Passt der Wein zu Trüffelgerichten? Sehr gut. Die florale, wenig extraktbetonte Art dieses Barbaresco lässt dem Aroma des weißen Trüffels Raum, statt es zu überlagern. Wie lagert man die Flasche richtig? Liegend, dunkel und bei ruhiger, kühler Temperatur. Der Shop nennt ein Fenster von 15 bis 20 Jahren, in dem sich tertiäre Noten von Leder und getrockneten Blüten entwickeln können.

Inhalt: 0.75 Liter (57,20 €* / 1 Liter)

42,90 €*
Diego Morra Barolo Monvigliero 2015
Traube: Nebbiolo
Der Diego Morra Barolo Monvigliero 2015 ist ein Lagen-Barolo aus Verduno, der die Zehnjahresmarke hinter sich hat. Der Nebbiolo wächst am Südhang des Monvigliero, kommt mit 14 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche und zeigt heute ein Bouquet, in dem getrocknete Kirsche, verblühte Rose und Leder die Führung übernommen haben. Der warme Jahrgang 2015 brachte reife, weich gebaute Tannine; über zehn Jahre Flaschenreife haben sie vollständig eingebunden. Wer diese Flasche öffnet, trifft auf einen Wein mitten im Trinkfenster, nicht auf ein Lagerprojekt. Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo Monvigliero 2015 FARBE: Deutlich aufgehellt, ziegelrot auslaufend, mit sichtbarem Depot am Flaschenboden. NASE: Tertiär geprägt: getrocknete Kirsche, Dörrpflaume und Hagebutte, darüber ein Potpourri verblühter Rosenblätter. Darunter liegen Leder, Tabakblatt, Waldboden und ein Anklang von Sandelholz. Die Frucht wirkt eingekocht statt frisch — genau der Reifestand, den dieser Jahrgang heute erreicht hat. GESCHMACK: Rund und breit angelegt, mit geschmolzenem, samtigem Tannin und einer Säure, die den Wein weiterhin aufrecht hält. Süßliche Dörrfrucht, Lakritzwurzel und getrockneter Majoran laufen zusammen, im Hintergrund eine Spur Zigarrenkiste. FINALE: Im Ausklang schwingen Trockenfrucht und feine Bitterschokolade nach, darunter eine erdige Note, die lange stehen bleibt. Monvigliero in Verduno: gewachsene Eleganz auf fossilem Mergel Der Monvigliero gilt seit Generationen als Herzstück von Verduno und wird in der Lagenliteratur regelmäßig unter den besten Parzellen des gesamten Anbaugebiets geführt. Charakteristisch ist der Aufbau des Untergrunds: geschichtete Mergel der Sant'Agata-Fossili-Formation, in denen Schluff, Sand und Kies lagenweise wechseln, mit einem Anteil aktiven Kalks um elf Prozent. Diese Abfolge speichert Wasser nur begrenzt und erzwingt einen gleichmäßigen Reifeverlauf — gelesen wird hier meist in den ersten Oktobertagen. Verduno bildet das nördliche Ende der Zone und liegt hoch über dem Tanaro; die kühle Flussluft ist der Grund dafür, dass Weine dieser Herkunft ihre florale Ader über Jahrzehnte behalten, statt in die Breite zu wachsen. Am 2015er lässt sich das heute unmittelbar nachvollziehen. Cascina Mosca — das Weingut der Familie Morra Die Familie Morra bewirtschaftet in Verduno Reben und Haselnusshaine, letztere auf rund 20 Hektar. Wein machten bereits Großvater Domenico und Vater Antonio, doch erst ab 2006 trugen die Flaschen den Namen Diego Morra — nach dessen Abschluss des Önologiestudiums. Heute umfasst der Betrieb etwa 30 Hektar Weinberge in Verduno, La Morra und Roddi und wird von Diego zusammen mit seiner Frau Francesca geführt. Die drei M im Firmenzeichen stehen für Morra, Mosca und Monvigliero: Der Cru, aus dem dieser 2015er kommt, ist damit auch namensgebend für das Haus. Großes Holzfass und über zehn Jahre Flaschenreife Der Barolo vergärt im Edelstahltank und bleibt dabei mehrere Wochen auf der Schale, bevor er ins große Holzfass wechselt; für den Monvigliero nennt das Weingut rund 30 Monate Fassreife in Gebinden von 2.500 Litern, gefolgt von Ruhephasen im Stahltank und in der Flasche. Bei einem Wein dieses Alters ist die Flaschenreife der eigentlich prägende Abschnitt: Sie hat das Tannin poliert und die Primärfrucht in Dörrobst, Leder und Unterholz überführt. Das im Shop angegebene Lagerpotenzial von 20 Jahren ist damit etwa zur Hälfte ausgeschöpft. Servieren und kombinieren 16 bis 17 °C genügen, ein weit geöffnetes Glas hilft mehr als eine große Karaffe. Wegen des Depots die Flasche einige Stunden vorher aufrecht stellen und den Wein vorsichtig umfüllen — langes Dekantieren baut die zarte Tertiäraromatik eher ab, als dass es sie öffnet. Zwanzig bis dreißig Minuten im Glas reichen aus. Passend sind Agnolotti del plin in Bratensauce, Tajarin mit weißem Trüffel, geschmorter Ochsenschwanz, Rehrücken, gereifter Castelmagno und zum Abschluss ein Stück dunkle Schokolade. Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo Monvigliero 2015 In welchem Reifestadium steht dieser 2015er? 2015 war ein warmer Jahrgang mit zwei Hitzemonaten zwischen Ende Juni und Mitte August, gefolgt von einem milden, sonnigen Herbst. Die Weine galten schon jung als zugänglich; nach mehr als zehn Jahren stehen sie voll im Trinkfenster und zeigen deutlich tertiäre Noten. Dekantieren oder nur umfüllen? Umfüllen. Der Wein hat Depot gebildet, das im Glas nichts verloren hat. Ein behutsames Abgießen in eine Karaffe genügt, danach sollte die Flasche zügig getrunken werden. Bis wann sollte man die Flasche öffnen? Sauber gelagerte Exemplare dieses Crus dürften bis etwa Anfang der 2030er-Jahre Freude machen. Wer die Frucht noch klar erkennbar haben möchte, sollte nicht mehr viele Jahre warten. Was ist für diese Lage im Glas typisch? An der Verbindung von floralem Duft, weißer Pfefferwürze und feinkörnigem, nie kantigem Tannin. Weine aus Verduno wirken schlanker und duftiger als die kraftvollen, eisenbetonten Barolo aus Serralunga d'Alba. Worauf kommt es bei der Lagerung jetzt an? Liegend, dunkel, erschütterungsfrei und bei möglichst konstanten 12 bis 14 °C. Temperaturschwankungen beschleunigen bei einem gereiften Barolo den Abbau der Aromatik merklich.

Inhalt: 0.75 Liter (57,20 €* / 1 Liter)

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Diego Morra Barolo Monvigliero 2017
Traube: Nebbiolo
Diego Morra Barolo Monvigliero 2017 kommt aus der bekanntesten Einzellage der Gemeinde Verduno und ist reinsortiger Nebbiolo mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Monvigliero liegt am Nordrand des gesamten Barolo-Gebiets und ist dennoch voll nach Süden gerichtet — eine seltene Kombination, die den Weinen Duft ohne Schwere gibt. Im Glas führt der 2017er von Rose und Hagebutte zu weißem Pfeffer, Chinarinde und Pfeifentabak. Der heiße, extrem trockene Jahrgang hat die Frucht früh gerundet, während die Lage Salzigkeit und ein feines, samtiges Tannin beisteuert. Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo Monvigliero 2017 FARBE: Helles bis mittleres Granatrot mit orangefarbenem Rand, wie es der durchlässigen Stilistik dieser Lage im neunten Jahr entspricht. NASE: Rose und Hagebutte stehen vorn, begleitet von Blutorangenschale. Dahinter entwickeln sich weißer Pfeffer, Chinarinde, Pfeifentabak und getrocknete Bergkräuter. Ein rauchiger Zug erinnert an den warmen Sommer 2017. GESCHMACK: Am Gaumen eher fein gewebt als breit, mit reifer, leicht kandierter Kirsche und einem dichten, dabei polierten Tannin ohne Kanten. Salz und Kalk laufen als Ader durch die Mitte und halten den warmen Jahrgang in Form. Die Säure fällt moderat aus, das Volumen kommt aus der Reife, nicht aus Extraktion. FINALE: Lang, würzig und auffallend salzig, mit Nachhall von Rose, Lakritzwurzel und getrockneten Kräutern. Monvigliero: der nördlichste Cru des Barolo-Gebiets Die Zusatzbezeichnung Monvigliero umfasst rund 25 Hektar im südöstlichen Teil der Gemeinde Verduno und markiert die nördliche Grenze der Barolo-Zone. Die Zeilen stehen zwischen etwa 230 und 300 Metern und sind vollständig nach Süden ausgerichtet, was den kühlen Standort ausgleicht. Den Boden bilden die geschichteten Mergel von Sant'Agata Fossili: dünne, plattige Lagen aus Schluff und Ton mit geringem Sandanteil, der Gehalt an aktivem Kalk liegt bei etwa 11 Prozent. Weil der Hang zugleich Wasserscheide zum nahen Tanaro ist, zieht ständig feuchte Luft durch die Reben — darauf wird der ausgeprägte Blüten- und Gewürzduft der Monvigliero-Weine unter anderem zurückgeführt. Den ersten reinen Monvigliero füllte Giovan Battista Alessandria 1978 ab; heute arbeiten etwa zwanzig Betriebe in der Lage. Vier Hektar in der Vorzeigelage des Weinguts Von den 30 Hektar Reben des Betriebs sind 16 Hektar mit Nebbiolo für Barolo bestockt, vier davon liegen im Monvigliero. Rund 5.000 Flaschen entstehen daraus je Jahrgang, der Ertrag ist mit 70 Doppelzentnern je Hektar angesetzt, gelesen wird in den ersten Oktobertagen. Im Weinberg arbeitet Diego Morra mit integriertem Pflanzenschutz und führt keine Bio-Zertifizierung. Seinen Anspruch formuliert er nüchtern: Der Keller solle zeigen, was in der Traube bereits vorhanden ist, statt es zu überdecken. Zehn Monate Tonneau, zwanzig Monate im 2.500-Liter-Fass Für seine Barolo lässt der Betrieb den Most 25 bis 35 Tage auf der Schale, temperaturkontrolliert im Stahltank. Es folgt ein zweistufiger Holzausbau: zunächst etwa zehn Monate in 500-Liter-Tonneaux aus französischer Eiche, anschließend rund zwanzig Monate in großen Fässern mit 2.500 Litern Inhalt. Für Barolo greift das Haus bewusst zu älterem Holz, damit Röstnoten den Duft der Lage nicht verdecken. Rechnet man die Flaschenreife hinzu, liegen inzwischen gut zweieinhalb Jahre Fass und mehrere Jahre Glas hinter diesem Wein. Servieren und kombinieren Ein weites Glas und 16 bis 17 °C stellen den Duft in den Vordergrund; zu warm serviert verliert der Wein seine Feinheit. Eine Stunde Luft genügt, das Dekantieren ist bei diesem Reifegrad optional. Klassische Begleiter sind Agnolotti del plin im Bratensaft, geschmortes Perlhuhn, Wildschweinragù, Ente mit Feigen und gereifter Bra duro. Das Weingut selbst empfiehlt ihn außerdem zum Abschluss mit dunkler Schokolade. Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo Monvigliero 2017 Warum gilt Monvigliero als herausragende Lage? Die Lage verbindet volle Südausrichtung mit dem kühlsten Winkel des Anbaugebiets und liegt direkt über dem Tanarotal. Daraus entstehen Weine, die duftig und würzig statt massiv wirken. Monvigliero wird deshalb häufig als Grand Cru von Verduno bezeichnet. Wie schmeckt der Jahrgang 2017 in dieser Lage? 2017 war heiß und extrem trocken, zwischen März und Oktober fiel weniger als die Hälfte des Niederschlags des Vorjahres; ein Aprilfrost hatte die Erträge zuvor gedrückt. Die Weine wirken deshalb runder als in kühlen Jahren, im Monvigliero bleibt die salzige Würze aber klar erhalten. Ist der 2017er jetzt trinkreif? Ja. 2017 gilt als Jahrgang mit früher Zugänglichkeit, und die Flaschenreife hat das Tannin bereits gelöst. Bei den besten Lagen dieses Jahrgangs sind weitere Jahre im Keller trotzdem ohne Risiko möglich. Wie viele Flaschen entstehen von diesem Barolo? Aus den vier Hektar im Monvigliero füllt der Betrieb je Jahrgang etwa 5.000 Flaschen ab. Die Menge schwankt; 2017 fiel wegen Frost und Trockenheit im ganzen Gebiet kleiner aus. Welches Glas und welche Temperatur sind sinnvoll? Ein bauchiges Glas mit großer Oberfläche und 16 bis 17 °C. Bei höheren Temperaturen tritt der Alkohol hervor und überdeckt die floralen Noten, für die diese Lage geschätzt wird.

Inhalt: 0.75 Liter (45,20 €* / 1 Liter)

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Diego Morra Barolo Monvigliero 2019
Traube: Nebbiolo
Der Diego Morra Barolo Monvigliero 2019 stammt aus der bekanntesten Menzione der Gemeinde Verduno am nördlichen Rand des Barolo-Gebiets. Gefüllt wird reinsortiger Nebbiolo mit 14 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche. Der kühl ausklingende Jahrgang 2019 zeichnet diesen Cru betont klar: Sauerkirsche und Preiselbeere treffen auf Veilchen, Rosenknospe und jene weiße Pfefferwürze, für die Verduno bekannt ist. Straffe Säure, feinkörniges, noch gespanntes Tannin und 30 Monate im großen Fass ergeben einen Barolo, der eher am Anfang als in der Mitte seiner Entwicklung steht. Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo Monvigliero 2019 FARBE: Mitteltiefes Rubingranat, das zum Rand hin noch jugendlich schimmert. NASE: Der Duft öffnet auf Sauerkirsche, Preiselbeere und Granatapfel. Darüber legen sich Veilchen und Rosenknospe, dahinter Wacholder, weißer Pfeffer, Zimtrinde und ein Hauch Blutorangenzeste. Erst mit Luft treten Teerpapier und getrocknete Bergkräuter hervor. GESCHMACK: Am Gaumen straff gebaut und geradlinig. Die rote Frucht wird von einer sehr präsenten Säure getragen, das feinkörnige Tannin greift früh und bleibt fest. Salzige Anklänge und Kräuterwürze halten den Wein schlank, ohne ihn dünn zu machen. FINALE: Der Abgang bleibt lang und tanningeprägt; Kirschkern und Pfefferwürze klingen über einer trockenen, kalkigen Spur aus. Monvigliero — der Südhang am nördlichen Rand der Barolo-Zone Monvigliero ist eine amtlich abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine MGA, und umfasst rund 27 Hektar unmittelbar am Ortsrand von Verduno. Der Hang fällt nach Süden ab und liegt etwa zwischen 280 und 340 Metern, damit tiefer als die klassischen Höhenparzellen von Serralunga d'Alba. Den Untergrund bilden Mergel der Formation Sant'Agata Fossili: viel Schluff, dazu Ton, Sand und aktiver Kalk in geschichteter Abfolge. Weil der Tanaro direkt nördlich vorbeifließt, kühlen die Nächte deutlich ab — daraus erklärt sich der Ruf dieser Lage für duftige Aromatik und feines Tannin statt Wucht. Diego Morra bewirtschaftet hier vier Hektar in drei Ausrichtungen: Süd, Süd-Ost und Süd-Südwest. Diego Morra: dritte Generation in der Cascina Mosca Diego Morra führt den Betrieb in Verduno in dritter Generation. Großvater Domenico und Vater Antonio bauten Wein zunächst für den eigenen Bedarf aus; nach dem Önologiestudium füllt Diego seit 2006 unter eigenem Etikett ab. Zum Gut gehören rund 30 Hektar Reben in Verduno, La Morra und Roddi, davon etwa 14 Hektar Nebbiolo für Barolo auf zehn Parzellen mit unterschiedlichen Kleinklimata. Im Weinberg wird auf Herbizide verzichtet, die Arbeit ist nach dem italienischen Nachhaltigkeitssystem SQNPI zertifiziert. Neben den Lagen-Barolo gilt der Verduno Pelaverga aus der örtlichen Rebsorte Pelaverga Piccolo als zweites Aushängeschild des Hauses. 35 Tage auf der Schale, 30 Monate im 2.500-Liter-Fass Gärung und Maischestandzeit laufen im temperaturkontrollierten Edelstahltank bei höchstens 27 bis 28 °C und dauern etwa 35 Tage. Diese lange Schalenkontaktzeit legt das Tanningerüst an, das ein Cru wie Monvigliero tragen kann. Anschließend reift der Wein 30 Monate in großen französischen Eichenfässern mit 2.500 Litern Inhalt, danach folgen eine Ruhephase im Stahltank und die Flaschenreife. Fässer dieser Größe geben kaum Holzaroma ab; sie glätten das Tannin, ohne die Aromatik der Herkunft zu überdecken. Servieren und kombinieren 16 bis 18 °C und ein großes, bauchiges Rotweinglas sind die richtige Bühne. Der 2019er ist noch jung: Zwei Stunden Karaffe oder eine bereits am Vortag geöffnete Flasche tun ihm gut. Am Tisch passt er zu Brasato al Barolo, geschmorten Rinderbäckchen, Tajarin mit Butter und Salbei, Steinpilzrisotto, Wildschweinragù und gut gereiftem Castelmagno. Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo Monvigliero 2019 Was bedeutet Monvigliero auf dem Etikett dieses Barolo? Monvigliero ist der Name einer amtlich abgegrenzten Lage, einer MGA, in der Gemeinde Verduno. Auf dem Etikett belegt er, dass die verwendeten Nebbiolo-Trauben ausschließlich von diesem Südhang stammen. Kann man den Jahrgang 2019 heute schon trinken? Trinkbar ja, ausgereift nein. Das Tannin ist noch fest; mit reichlich Luft und einem großen Glas zeigt sich die Lage bereits, ihr volles Spiel entwickelt sie aber erst gegen Ende des Jahrzehnts. Wie lange hält dieser Barolo im Keller? Der Shop gibt 20 Jahre Lagerfähigkeit an, was zur Einschätzung eines Jahrgangs mit langem Atem passt. Ein Trinkfenster von etwa 2028 bis 2040 ist realistisch, sofern die Flasche kühl, dunkel und liegend ruht. Was kennzeichnet den Barolo-Jahrgang 2019? Auf ein kaltes, nasses Frühjahr mit verzögerter Blüte folgte ein sehr heißer Juli, im September kühlten die Nächte wieder ab. Gelesen wurde erst Mitte Oktober. Fachpresse und Konsortium beschreiben 2019 als klassischen Jahrgang mit frischer Säure, deutlicher Struktur und moderaten Alkoholwerten. Und was macht der zweite Verduno-Cru des Guts anders? Beide Lagen liegen in Verduno, San Lorenzo jedoch tiefer und näher am Fluss. Der Monvigliero ist der straffere und langlebigere der beiden, der San Lorenzo gibt sich duftiger und wird früher zugänglich.

Inhalt: 0.75 Liter (57,20 €* / 1 Liter)

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Enzo Boglietti Barolo Brunate 2019
Traube: Nebbiolo
Der Enzo Boglietti Barolo Brunate 2019 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus einer der bekanntesten Lagen des gesamten Anbaugebiets, gelegen auf dem Rücken zwischen La Morra und der Gemeinde Barolo. Die 0,75-Liter-Flasche kommt mit 14,5 % Vol. in den Handel. Im Glas verbinden sich Kirsche und Walderdbeere mit Veilchen, getrocknetem Rosenblatt und einem Anflug von Lakritz. Vierundzwanzig Monate im großen Holzfass und ein anschließendes Jahr im Zementbehälter geben dem Wein Tiefe, ohne die florale Ader zuzudecken. Die Verkostungsnotiz des Enzo Boglietti Barolo Brunate 2019 FARBE: Mittleres Rubinrot, am Rand mit beginnendem Granatton. NASE: Walderdbeere und Sauerkirsche stehen vorn, dahinter Veilchen und getrocknetes Rosenblatt. Mit Luft kommen Lakritz, Wacholder und ein Hauch getrockneter Aprikose hinzu. Das Bouquet wirkt eher duftig als wuchtig. GESCHMACK: Straff und klar gezeichnet, mit fester Säure und einem Tannin, das körnig ansetzt und sich zur Mitte hin streckt. Die Frucht bleibt rot und kühl, begleitet von schwarzem Pfeffer und einer kalkigen Note. FINALE: Lang, salzig und leicht herb, mit nachhallender Kirsche und feiner Lakritzwürze. Brunate – der Grat zwischen La Morra und Barolo Brunate umfasst rund 28 Hektar und liegt auf der Gemeindegrenze, wobei der größere Teil zu La Morra gehört. Die Rebzeilen ziehen sich über einen süd- bis südostexponierten Rücken zwischen 280 und 405 Metern; die höchstgeschätzten Parzellen liegen dort, wo der Hang am steilsten abfällt. Geologisch ist die Lage ein Übergangsgebiet: Auf der Seite von La Morra dominieren die tortonischen Mergel von Sant'Agata, Richtung Barolo mischen sich sandigere Schichten mit höherem Kalkanteil darunter. Boglietti bewirtschaftet hier eine 2005 gepflanzte Parzelle zwischen 300 und 350 Metern auf lehmig-schluffigem, alkalischem Boden, der ausgesprochen arm an organischer Substanz ist. Genau diese Kargheit gilt als Grund für die Struktur, die Brunate von den weicheren Nachbarlagen unterscheidet. Enzo Boglietti: vom Milchvieh zum Bio-Betrieb in La Morra Bis 1990 lieferte die Familie Milch und verkaufte ihre Trauben. Als der Milchpreis einbrach, vinifizierte Enzo Boglietti 1991 erstmals selbst – damals von knapp drei Hektar. Die Rebflächen stammten von zwei Großvätern: Matteo Boglietti brachte Parzellen in Brunate und Roscaleto ein, Giovanni Montanaro den Weinberg Fossati. 1996 stieg Bruder Gianni mit ein, heute arbeiten Enzos Kinder Linda und Matteo im Betrieb. Rund 22 Hektar in Barolo, Monforte, Roddino, Serralunga und Sinio ergeben etwa 100.000 Flaschen im Jahr; seit 2017 ist das Gut biologisch zertifiziert. 24 Monate großes Holzfass und ein Jahr im Zement Der Brunate reift zunächst zwei Jahre im großen Holzfass. Danach folgt ein Schritt, den nicht viele Güter gehen: zwölf weitere Monate im Zementbehälter, wo der Wein ohne zusätzliche Holznote zur Ruhe kommt und sich das Tannin setzt. Der Ausbau rückt damit die Herkunft und nicht das Fass in den Vordergrund. Mit dieser Machart und der Statur des Jahrgangs ist eine lange Entwicklung angelegt. Servieren und kombinieren 16 bis 18 °C und ein weites Glas sind die passende Bühne; ein bis zwei Stunden Karaffe schaden dem noch jungen Wein nicht. Auf dem Teller passen Brasato al Nebbiolo, Rehrücken, Tajarin mit Butter und Salbei, Risotto mit Steinpilzen, Ochsenbäckchen und ein gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Enzo Boglietti Barolo Brunate 2019 Was bedeutet Brunate auf dem Etikett? Brunate ist eine offiziell abgegrenzte Lagenbezeichnung innerhalb des Anbaugebiets, eine sogenannte MGA. Sie verweist auf einen Weinberg auf der Grenze zwischen La Morra und Barolo, aus dem alle Trauben dieser Abfüllung stammen. Wie war der Jahrgang 2019 im Piemont? Ein kühles, nasses Frühjahr verzögerte den Austrieb um etwa zehn Tage, der Spätsommer verlief dann warm mit kühlen Nächten. Gelesen wurde Mitte Oktober, die Erntemenge lag rund 15 Prozent unter 2018. Der Jahrgang gilt als klassisch und langlebig. Kann man den 2019er schon öffnen? Ja, mit Luft zeigt er bereits Frucht und florale Noten. Sein Tannin ist jedoch noch jung, sodass einige Jahre Flaschenreife dem Wein sichtbar guttun. Wodurch unterscheidet sich Brunate vom Arione desselben Guts? Brunate stammt aus La Morra und zeigt mehr Duft und Breite, Arione kommt aus Serralunga d'Alba und wirkt schmaler, mineralischer und straffer. Auch der Ausbau unterscheidet sich deutlich. Wie lange lässt sich die Flasche lagern? Liegend, dunkel und kühl gelagert ist ein Zeitraum von zwei Jahrzehnten realistisch; die Produktangabe im Shop nennt 20 Jahre und länger. Wichtig sind gleichmäßige Temperaturen ohne Erschütterung.

Inhalt: 0.75 Liter (106,53 €* / 1 Liter)

79,90 €*
Giacomo Fenocchio Barolo Bussia 2020
Traube: Nebbiolo
Der Giacomo Fenocchio Barolo Bussia 2020 ist ein Lagen-Barolo aus reinem Nebbiolo, gewachsen auf rund fünf Hektar in der Bussia von Monforte d'Alba. Die Flasche fasst 0,75 Liter bei 14 % Vol. Pflaume und dunkle Kirsche treffen auf welke Blüten, Tabak und einen feinen Teerton. Der Ausbau findet 30 Monate im großen slawonischen Fass statt, ohne jede Barrique. 2020 brachte im Barolo Weine mit seidiger Textur und früher Zugänglichkeit hervor. Die Verkostungsnotiz des Giacomo Fenocchio Barolo Bussia 2020 FARBE: Kräftiges Granatrot, am Rand mit ersten orangefarbenen Lichtern. NASE: Reife Pflaume und Sauerkirsche stehen vorn, ergänzt um gewürzte Rose und Lakritz. Mit Luft kommen Tabak, getrocknete Blüten und ein dezenter Teer- und Unterholzton dazu. GESCHMACK: Trocken, warm und breitschultrig, aber ohne Schwere. Das Tannin ist deutlich spürbar, wirkt in diesem Jahrgang jedoch geschliffen und feinfaserig; eine saftige Säure hält die Frucht frisch. FINALE: Anhaltend, mit nachklingender Kirsche, Süßholz und einem trockenen, leicht erdigen Abgang. Warum Barolo aus Monforte d'Alba anders schmeckt Monforte d'Alba stellt gut ein Fünftel des gesamten Barolo, verteilt sich dabei aber auf nur elf abgegrenzte Lagen — die einzelnen MGA sind hier also ungewöhnlich groß. Der Ort gilt als Heimat der fruchtbetonteren Barolo: dunkle Kirsche und Pflaume treten stärker hervor als der strenge Teer-Ton mancher Nachbargemeinde. Fenocchios Bussia-Parzellen liegen auf rund 300 Metern mit Südwestausrichtung; der helvetische Untergrund aus Ton, Kalk und Eisen gibt dem Wein Statur. Die Reben sind im Schnitt 35 Jahre alt, rund 25.000 Flaschen entstehen daraus pro Jahr. Fünf Generationen Fenocchio im Herzen der Bussia Das Weingut liegt mitten in der Lage, die es bekannt gemacht hat: Località Bussia 72, Monforte d'Alba. Seit 1864 macht die Familie hier Wein, seit dem Tod des Vaters 1989 verantwortet Claudio Fenocchio Weinberg und Keller. Als in den Neunzigern viele Nachbarn auf kurze Maischezeiten und kleine Eichenfässer umstellten, blieb der Betrieb bei der alten Schule. Der 1999 gebaute und 2021 erweiterte Keller enthält Edelstahltanks und große Holzfässer, aber keine Barriques; die Arbeit im Weinberg folgt der Zertifizierung für nachhaltigen Anbau. 40 Tage Maische, dann 30 Monate im 35- bis 50-Hektoliter-Fass Die Trauben vergären spontan im Edelstahltank, ohne Zusatz von Hefen, und bleiben dabei etwa 40 Tage auf den Schalen. Danach ruht der Wein sechs Monate im Stahl, bevor er für 30 Monate in slawonische Eichenfässer mit 35 bis 50 Hektoliter Inhalt wechselt. Bei dieser Fassgröße gibt das Holz kaum eigene Aromatik ab, es wirkt vor allem über die langsame Sauerstoffzufuhr auf das Tannin. Den Abschluss bildet eine Ruhephase auf der Flasche vor der Auslieferung. Servieren und kombinieren Als Trinktemperatur bieten sich 17 bis 18 °C an, dazu ein großes Rotweinglas mit weitem Kelch. Eine Stunde in der Karaffe reicht dem 2020er meist schon aus. Auf dem Teller harmoniert er mit Rinderbraten, Wildschweinragout, Agnolotti del plin, Ossobuco, Pilzgerichten und mittelalt gereiftem Bergkäse. Häufige Fragen zum Giacomo Fenocchio Barolo Bussia 2020 Was sagt der Zusatz Bussia über die Herkunft aus? Bussia ist eine amtlich abgegrenzte Einzellage, eine MGA, in der Gemeinde Monforte d'Alba. Mit fast 299 Hektar zählt sie zu den größten des Anbaugebiets und umfasst historische Untergemarkungen wie Colonnello, Cicala oder Romirasco. Wie trinkt sich der Jahrgang 2020? 2020 gilt als charmanter Barolo-Jahrgang mit feinkörnigem Tannin, lebhafter Säure und heller roter Frucht. Die Weine öffnen sich früher als etwa die des Jahrgangs 2019, ohne dabei an Haltbarkeit einzubüßen. Sollte die Flasche dekantiert werden? Eine Karaffe hilft, ist aber kein Muss. Rund 60 Minuten Luft genügen, damit sich Frucht, Blütennoten und Würze voneinander lösen; alternativ tut es auch ein früh eingeschenktes Glas. Wie lange lässt sich der Wein lagern? Bei kühler, dunkler und ruhiger Lagerung sind 15 Jahre und mehr realistisch, gute Flaschen dieses Jahrgangs halten voraussichtlich länger. Der Höhepunkt wird für Barolo aus 2020 meist um das zwölfte Jahr nach der Ernte erwartet. Was unterscheidet ihn vom Villero desselben Weinguts? Der Villero stammt aus Castiglione Falletto, also aus einer anderen Gemeinde, und wächst auf deutlich älteren Reben. Er wirkt meist eleganter und mineralischer, während der Bussia breiter gebaut ist und stärker auf dunkle Frucht und Erdigkeit setzt.

Inhalt: 0.75 Liter (65,20 €* / 1 Liter)

48,90 €*
Tipp
Giacomo Fenocchio Barolo Riserva Bussia 90 dí 2019
Traube: Nebbiolo
Der Giacomo Fenocchio Barolo Riserva Bussia 90 dì 2019 ist reinsortiger Nebbiolo aus der Lage Bussia in Monforte d'Alba und kommt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Der Zusatz "90 dì" ist Piemontesisch und bedeutet schlicht 90 Tage: So lange bleibt der junge Wein auf den Traubenschalen, bevor abgepresst wird. Anschließend reift er sechs Monate im Edelstahl und vier Jahre im großen slawonischen Eichenfass. Getrocknete Rose, Amarena, Trüffel und Leder bestimmen das Bouquet, am Gaumen trägt eine dichte, engmaschig polierte Gerbstoffstruktur. Rund 4.000 Flaschen entstehen pro Jahrgang. Die Verkostungsnotiz des Giacomo Fenocchio Barolo Riserva Bussia 90 dì 2019 FARBE: Granatrot mit ziegelfarbenen Reflexen am Rand. NASE: Getrocknete Rosenblätter, Amarenakirsche und ein deutlicher Trüffelton öffnen das Bouquet. Dahinter treten Leder, Lakritz, balsamische Kräuter und eine erdig-eisenhaltige Note hervor, wie sie die Böden der Bussia oft mitgeben. GESCHMACK: Dicht und aufrecht gebaut, mit dunkler Kirsche, Nelke und Waldboden. Die drei Monate auf den Schalen zeigen sich nicht als Härte, sondern als samtige, sehr feinkörnige Tanninmasse, die von lebendiger Säure in der Spur gehalten wird. FINALE: Sehr lang und herb-würzig, mit salzigem Zug und einem Nachhall aus Lakritz und getrockneten Kräutern. Bussia — die große Lage von Monforte d'Alba Bussia gehört mit knapp 299 Hektar zu den größten abgegrenzten Lagen des Barolo-Gebiets, den sogenannten MGA. Sie zieht sich über gut vier Kilometer durch Monforte d'Alba und überwindet dabei rund 250 Höhenmeter zwischen etwa 210 und 460 Metern. Historische Untergemarkungen wie Colonnello, Cicala, Romirasco, Mondoca oder Bussia Sottana beschreiben innerhalb dieser Fläche sehr unterschiedliche Ausschnitte. Die Parzellen von Giacomo Fenocchio liegen auf etwa 300 Metern in südwestlicher Ausrichtung auf helvetischen Ton-Kalk-Sedimenten mit hohem Eisenanteil. Weine von hier gelten als dicht, streng und erdig geprägt und brauchen Zeit, bis sich die Statur löst. Giacomo Fenocchio, seit 1864 in der Località Bussia Die Familie Fenocchio kam 1840 aus Dogliani nach Monforte d'Alba und gründete das Weingut 1864. Heute führt Claudio Fenocchio in fünfter Generation den Betrieb, der rund 14 Hektar Rebfläche in drei Gemeinden bewirtschaftet. Neben dem Jahrgangs-Barolo entstehen vier Lagenweine aus Bussia, Villero, Cannubi und Castellero. Der Keller arbeitet betont traditionell: Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen, lange Maischestandzeiten und Reife ausschließlich in großen slawonischen Fässern — Barriques kommen nicht zum Einsatz. 90 Tage auf der Maische und vier Jahre im slawonischen Fass Die Gärung beginnt spontan im Edelstahltank, ohne zugesetzte Hefen. Danach bleibt der Wein bis zu 90 Tage auf den Schalen, wobei der Tresterhut untergetaucht gehalten wird — eine alte piemontesische Technik, die ohne mechanische Eingriffe auskommt. Die Extraktion läuft dadurch sehr langsam ab; Farb- und Gerbstoffe verbinden sich zu größeren Molekülen, die am Gaumen weicher und runder wirken als kurz gewonnene Tannine. Es folgen sechs Monate Edelstahl und vier Jahre in slawonischen Eichenfässern von 35 bis 50 Hektolitern, danach die Ruhe auf der Flasche. Servieren und kombinieren Am besten kommt der Riserva bei 18 bis 20 °C in einem weiten, bauchigen Glas zur Geltung. Zwei bis drei Stunden Karaffe tun ihm gut, junge Flaschen dürfen auch länger stehen. Er passt zu Brasato al Barolo, Hasenragout, Reh, Tajarin mit weißem Trüffel, Steinpilzrisotto und lange gereiftem Castelmagno. Häufige Fragen zum Giacomo Fenocchio Barolo Riserva Bussia 90 dì 2019 Was bedeutet "90 dì" auf dem Etikett? "Dì" ist das piemontesische Wort für Tag, "90 dì" steht also für 90 Tage. Gemeint ist die Maischestandzeit: Der Wein bleibt bis zu drei Monate mit den Schalen im Tank, bevor er abgepresst wird. Das ist ein Vielfaches dessen, was heute üblich ist, und gibt der Abfüllung ihren Namen. Macht eine so lange Maischestandzeit den Wein nicht hart? Das Gegenteil ist der Fall. Weil der Tresterhut untergetaucht liegt und kaum bewegt wird, läuft die Extraktion langsam und schonend ab. Die Gerbstoffe verbinden sich dabei zu längeren Ketten, die am Gaumen samtiger schmecken als scharf herausgeholte Tannine kurzer Maischezeiten. Warum trägt der Wein die Bezeichnung Riserva? Die DOCG Barolo schreibt für eine Riserva mindestens 62 Monate Gesamtreife vor, davon mindestens 18 Monate im Holz. Fenocchio geht mit vier Jahren im großen Fass deutlich darüber hinaus, weshalb der 2019er erst mit erheblichem Vorlauf in den Verkauf kommt. Ist der Jahrgang 2019 schon zugänglich? 2019 gilt im Barolo als klassisch gebauter Jahrgang mit frischer Säure und kräftiger Tanninstruktur bei später Lese. Der Riserva lässt sich nach ausgiebiger Belüftung heute schon verstehen, sein eigentliches Fenster öffnet sich aber eher im Lauf der kommenden Jahre. Worin unterscheidet er sich vom Barolo Bussia desselben Guts? Beide stammen aus derselben Lage, werden aber unterschiedlich behandelt. Der reguläre Bussia macht rund 40 Tage Maische und 30 Monate Holz mit, der Riserva 90 Tage und vier Jahre. Entsprechend tiefer, herber und langlebiger fällt der 90 dì aus, von dem nur etwa 4.000 Flaschen entstehen.

Inhalt: 0.75 Liter (146,53 €* / 1 Liter)

109,90 €*
Giovanni Rosso Barolo Vigna Rionda Ester Canale 2016
Der Giovanni Rosso Barolo Vigna Rionda Ester Canale 2016 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus 0,85 Hektar in der Lage Vignarionda in Serralunga d'Alba und kommt in der Standardflasche zu 0,75 Litern. Die Reben gehen auf eine Pflanzung von 1946 zurück, der Hang blickt nach Süden und liegt zwischen 345 und 360 Metern. Der Zusatz Ester Canale erinnert an die Mutter von Davide Rosso, deren Familie die Parzelle 1934 erwarb und rund vier Jahrzehnte später abgeben musste. Veilchen, Rose, Waldbeerkonfitüre, Süßholzwurzel und ein Hauch weißer Trüffel bilden das Bouquet, getragen von der salzig-kalkigen Spannung, für die diese Lage steht. Die Verkostungsnotiz des Giovanni Rosso Barolo Vigna Rionda Ester Canale 2016 FARBE: Granatrot über rubinrotem Kern, am Rand bereits leicht aufgehellt. NASE: Veilchen und getrocknete Rose legen sich über Waldbeerkonfitüre. Darunter Süßholzwurzel, balsamische Kräuter und ein feiner Ton von weißem Trüffel. Das Bouquet öffnet sich langsam und in Schichten. GESCHMACK: Der Gaumen läuft in einer ruhigen, sehr gleichmäßigen Steigerung ab: erst Frucht, dann Salz, dann Gerbstoff. Das Tannin ist dicht und zugleich fein geschliffen, die Säure trägt bis zum Schluss. FINALE: Sehr lang, mit salzig-kalkigem Nachhall, getrockneten Blüten und einem Rest Süßholz. Vignarionda: 0,85 Hektar Südhang zwischen 345 und 360 Metern Die Parzelle liegt in der MGA Vignarionda in Serralunga d'Alba, dem Kalkherz der Denomination. Der Untergrund gehört zur Lequio-Formation aus dem Serravallium: grauer Mergel im Wechsel mit Bänken aus kieseligem Sandstein, angereichert mit Kalzium- und Eisenkarbonaten. Solche Böden sind flachgründig und halten wenig Wasser; die Rebe steht unter Stress, die Erträge bleiben klein, die Weine gewinnen Dichte. Südausrichtung und eine Höhe von 345 bis 360 Metern sorgen für vollständige, aber nicht überhitzte Reife. Der Rebbestand stammt aus dem Jahr 1946; Anfang 2011 ergänzte Davide Rosso ihn mit Selektionen aus den alten Stöcken. Ester Canale Rosso und die Rückkehr eines Weinbergs 1934 kauften Tommaso Canale und seine Frau Esterina Rebflächen in Serralunga d'Alba, darunter das Stück in Vignarionda. Rund vierzig Jahre vor der Rückkehr musste sich die Familie davon trennen. Im April 2011 ging die Parzelle an die Azienda Agricola Giovanni Rosso, das Gut von Ester Canale, der Tochter Tommasos, und ihres Mannes. Davide Rosso bewirtschaftet heute den Weinberg, den seine Mutter einst besaß, und setzte ihren Namen auf das Etikett. Als Hommage füllte das Haus zusätzlich Jahrgänge aus Tommaso Canales letzter Zeit ab, 2007 bis 2009, in Auflagen von etwa tausend Flaschen. Zum übrigen Besitz des Guts zählen Cerretta mit 3,5 Hektar auf 360 Metern, die hoch gelegene Serra sowie Meriame, Costabella, Sorano, Lirano und Damiano. 25 Tage auf der Maische, danach 16-Hektoliter-Fass Gelesen wird von Hand im Oktober. Die Maische bleibt rund 25 Tage im Edelstahltank mit den Schalen in Kontakt, lang genug, um Farbe, Gerbstoff und Extrakt vollständig zu lösen. Anschließend reift der Wein je nach Jahrgang 24 bis 36 Monate in Fässern aus slawonischer Eiche mit 16 Hektoliter Inhalt. Dieses vergleichsweise kleine große Fass gibt gerade so viel Sauerstoff ab, dass sich der Gerbstoff ordnet, ohne dass Holzaromen entstehen. 2016 gilt als klassischer Barolo-Jahrgang mit ausgeprägter Säure und feinem, reichlich vorhandenem Tannin, also als Vorlage für eine sehr lange Entwicklung. Servieren und kombinieren Das Weingut empfiehlt 16 bis 17 Grad Celsius und ein großes, bauchiges Glas. Nach einem Jahrzehnt Flaschenreife kann sich ein Depot gebildet haben; behutsam abziehen und dem Wein danach etwa eine Stunde Zeit geben. Auf den Tisch gehören mit Barolo gefüllte Taube, geschmortes Zicklein, Tajarin mit weißem Alba-Trüffel, Rinderbacke, Wildtaubenragout und Castelmagno blu. Häufige Fragen zum Giovanni Rosso Barolo Vigna Rionda Ester Canale 2016 Wer war Ester Canale? Ester Canale Rosso war die Tochter von Tommaso Canale, der 1934 Rebflächen in Serralunga d'Alba erwarb, und die Mutter des heutigen Betriebsleiters Davide Rosso. Ihr Name steht auf dem Etikett, weil die Parzelle in Vignarionda 2011 in ihre Familie zurückkehrte. Warum liest man mal Vigna Rionda und mal Vignarionda? Als offizielle Zusatzbezeichnung ist die Lage als Vignarionda in einem Wort eingetragen. Historisch und im Sprachgebrauch hält sich die getrennte Schreibweise Vigna Rionda, die auch dieses Etikett verwendet. Ist der 2016er heute trinkreif? Er ist zugänglich, steht aber erst am Anfang seiner tertiären Phase. Wer die volle Entfaltung von Trüffel- und Unterholznoten abwarten möchte, lässt ihm weitere Jahre im Keller. Wie viele Flaschen entstehen aus 0,85 Hektar? Eine Stückzahl für den Jahrgang 2016 veröffentlicht das Gut nicht. Es weist ausdrücklich auf sehr niedrige Erträge der tief wurzelnden Altreben hin und beschreibt die Abfüllung als bewusst kleine Auflage. Was unterscheidet Serralunga d'Alba von La Morra? Serralunga steht auf kalk- und sandreichen Böden der Lequio-Formation und liefert die strukturiertesten, langlebigsten Barolo der Appellation. La Morra ruht auf jüngeren, tonreicheren Mergeln und bringt duftigere, früher zugängliche Weine hervor.

250,00 €*
Guido Porro Barolo Vigna Rionda 2018
Traube: Nebbiolo
Der Guido Porro Barolo Vigna Rionda 2018 kommt aus jener Lage in Serralunga d'Alba, die Bruno Giacosa einst weltberühmt machte. Reinsortiger Nebbiolo, 14,5 % Vol., 0,75 Liter. Als Aromenbild gibt das Weingut reife dunkle Früchte, Safran und Bienenwachs an; gereift ist der Wein im großen Holzfass. Das Jahr 2018 verlangte im Weinberg viel Arbeit und brachte am Ende duftige, mittelgewichtige Barolo mit klarer Säure. Nach inzwischen acht Jahren zeigen sich erste tertiäre Töne, ohne dass die Frische verloren gegangen wäre. Die Verkostungsnotiz des Guido Porro Barolo Vigna Rionda 2018 FARBE: Granatrot mit rubinroten Reflexen und deutlich aufgehelltem Rand. NASE: Getrocknete Kirsche und Hagebutte, darüber welke Rose und Kräuter der Macchia. Mit Luft folgen Safran, Bienenwachs, Leder und ein Anflug von Teeblatt. Der Duft ist eher fein als wuchtig. GESCHMACK: Beweglicher und schlanker als in kraftvollen Jahren, mit lebendiger Säure und einem Tannin, das bereits eingebunden wirkt. Getrocknete rote Frucht, Orangenzeste und eine feine Bitterkeit von Chinarinde begleiten den Verlauf. FINALE: Mittellang bis lang, würzig und trocken, mit einem Nachhall von Hagebutte und Kalkstaub. Collina Rionda: wie ein Zukäufer eine Lage zur Legende machte Den Weltruf dieses Weinbergs begründete kein Besitzer, sondern ein Käufer. Bruno Giacosa aus Neive bezog über Jahre Trauben von der Familie Canale und füllte daraus seine Riserva Collina Rionda ab. Zugekaufte Partien liefen bei ihm unter der Firma Casa Vinicola Bruno Giacosa; herausragende Jahrgänge bekamen das rote Etikett, das bis heute als Gütezeichen gilt. Der 1989er dieser Serie erhielt hundert Punkte und wird auf Auktionen im vierstelligen Dollarbereich gehandelt. Seither zählt die Fläche zu den begehrtesten des Piemont; Parzellen halten unter anderem Massolino, Oddero, Ettore Germano, Luigi Pira, Giovanni Rosso und Guido Porro. Bruno Giacosa starb im Januar 2018, im Erntejahr dieses Weins. Die Familie Porro unterhalb der Burg von Serralunga Das Weingut liegt an der Via Alba in Serralunga d'Alba, unweit des Burgfelsens, und wird in vierter Generation geführt. Es zählt zu den kleinen Adressen des Ortes; ein amerikanischer Importeur nennt etwa viereinhalb Hektar Rebfläche und ungefähr fünfzehntausend Flaschen jährlich. Die Kellerarbeit ist bewusst altmodisch: Spontangärung mit den Hefen des Weinbergs, ungefähr drei Wochen auf den Schalen, danach etwa drei Jahre in slawonischen Botti. Neben Vigna Rionda füllt das Haus die Lagen Lazzairasco und Santa Caterina getrennt ab. Was der Jahrgang 2018 verlangte 2018 war ein Jahr für sorgfältige Winzer: ein nasser, kühler Frühling und Frühsommer mit hohem Krankheitsdruck, danach ein trockener, sonniger Spätsommer und ein ruhiger Herbst. Wer im Weinberg konsequent ausschied, erntete gesundes, aber weniger konzentriertes Lesegut als 2016. Daraus entstanden duftige, mittelgewichtige Barolo, die früher ansprechbar sind als die großen Strukturjahrgänge. Der Ausbau im großen Fass passt zu diesem Profil: viel Zeit, wenig Holzeinfluss, kein zusätzlicher Gerbstoff. Eine exakte Fassdauer für den 2018er veröffentlicht das Gut nicht; die Denomination verlangt mindestens 38 Monate Gesamtreife und 18 Monate Holz. Servieren und kombinieren 16 bis 17 Grad Celsius und ein weites Glas reichen aus; eine halbe Stunde Luft genügt, dekantieren muss man diesen Jahrgang nicht mehr. Ein feines Depot kann sich gebildet haben, die Flasche also rechtzeitig aufstellen. Passend sind Tajarin mit Butter und Salbei, Perlhuhn aus dem Ofen, Zunge in grüner Sauce, Pilzragout, Entenbrust mit Feigen und mittelalter Toma piemontese. Häufige Fragen zum Guido Porro Barolo Vigna Rionda 2018 Was war Collina Rionda? So nannte Bruno Giacosa seine Riserva aus zugekauften Trauben dieses Weinbergs in Serralunga d'Alba. Die Abfüllungen gelten als Meilensteine der Barolo-Geschichte und machten die Lage international bekannt. Wie steht 2018 zwischen 2016 und 2020? 2016 gilt als klassischer Großjahrgang mit hoher Säure und viel Gerbstoff, 2020 als mild und rund. 2018 liegt daneben: weniger Masse, dafür Duft, Beweglichkeit und eine früher erreichte Trinkreife. Sollte man den 2018er noch liegen lassen? Er ist jetzt gut trinkbar. Wer möchte, kann ihm weitere Jahre geben, ein deutlicher Zugewinn ist bei diesem Jahrgangstyp aber nicht zwingend zu erwarten. Warum sind Weine aus dieser Lage so teuer? Die Fläche ist mit rund vierzehn Hektar klein, sie ist auf viele Eigentümer verteilt, und die historischen Riserva-Abfüllungen erzielen auf Auktionen Spitzenpreise. Angebot und Ruf treffen hier auf eine sehr begrenzte Menge. Woran erkennt man einen Barolo aus Serralunga d'Alba? Typisch sind eine straffe Säure, ein festes, kalkgeprägtes Tannin und eine würzig-salzige Note anstelle üppiger Frucht. Solche Weine brauchen in der Regel länger, halten dafür aber außerordentlich lange.

Inhalt: 0.75 Liter (115,87 €* / 1 Liter)

86,90 €*
Guido Porro Barolo Vigna Rionda 2020
Traube: Nebbiolo
Der Guido Porro Barolo Vigna Rionda 2020 wächst auf der berühmtesten Hügelkuppe von Serralunga d'Alba, ist ein reinsortiger Nebbiolo und wird mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt. Reife dunkle Früchte, Safran und Bienenwachs nennt das Weingut als aromatisches Gerüst. Ausgebaut wird im großen Holzfass, was die klare, geschliffene Machart des Hauses unterstützt. Der Jahrgang 2020 verlief im Barolo mild und ohne Hitzespitzen und liefert entsprechend runde Gerbstoffe bei erhaltener Säure. Als Reifefenster sind 20 bis 25 Jahre angegeben. Die Verkostungsnotiz des Guido Porro Barolo Vigna Rionda 2020 FARBE: Rubinrot, klar und mitteldicht, am Rand mit ersten granatfarbenen Tönen. NASE: Reife dunkle Kirsche und Pflaume, dazu Safran, Bienenwachs und getrocknete Blüten. Granatapfel und Orangenschale halten das Bild frisch. Die Aromatik wirkt präzise und aufgeräumt statt üppig. GESCHMACK: Klar gezeichnet, mit feinkörnigem Tannin und einer Säure, die den Wein aufrecht hält. Dunkle Frucht, Salz und Kalk bestimmen die Mitte; das Gewicht bleibt mittelschwer bis kräftig, ohne breit zu werden. FINALE: Anhaltend, mit Pflaume, Safranwürze und einem trockenen, kreidigen Ausklang. Warum die Lage Vigna Rionda "rund" heißt Der Name geht auf die gerundete Form der Kuppe zurück: rionda leitet sich von rotonda ab. Die MGA misst rund vierzehn Hektar in Serralunga d'Alba und öffnet sich amphitheaterartig nach Süden bis Südwesten, die Parzellen liegen etwa zwischen 320 und 380 Metern. Der Boden gehört zur Lequio-Formation, mit etwa zwölf Millionen Jahren die älteste geologische Einheit des Barolo-Gebiets: heller, flachgründiger Mergelkalk mit zwanzig bis dreißig Prozent Sand, wenig Ton und einem Kalziumkarbonatanteil von fünfundzwanzig bis dreißig Prozent. Der benachbarte Hügel von Castelletto hält Nordwestwind und Winterkälte ab, das Mikroklima gilt als warm und trocken. Weil die Rebe kaum Wasser findet, bleiben Ertrag und Alkohol maßvoll, während das Polyphenolgerüst ungewöhnlich dicht ausfällt. Guido Porro, vierte Generation an der Via Alba Der Betrieb sitzt an der Via Alba in Serralunga d'Alba und wird in vierter Generation von der Familie Porro geführt. Er ist klein: Der amerikanische Importeur beziffert die Fläche auf etwa viereinhalb Hektar und die Produktion auf rund fünfzehntausend Flaschen im Jahr. Gearbeitet wird betont traditionell, mit weinbergseigenen Hefen, etwa drei Wochen Maischestandzeit und anschließend rund drei Jahren in slawonischer Eiche. Die Stammlagen des Hauses sind Lazzairasco und Santa Caterina direkt am Ort; die Parzelle in Vigna Rionda kam erst später hinzu. Junge Reben in einer alten Lage Nach den Angaben des Shops erwarb Guido Porro sein Stück in Vigna Rionda 2010 und pflanzte 2011 neu, weil der Altbestand nicht überzeugte. Der 2020er wächst damit auf Stöcken von rund einem Jahrzehnt, jung für eine Lage, deren Ruf auf sehr alten Reben beruht; die Kalkmineralität des Bodens setzt sich dennoch durch. Der Ausbau findet im großen Holzfass statt, eine exakte Monatszahl für diesen Jahrgang nennt das Gut nicht. Verbindlich bleibt die Vorgabe der Denomination: mindestens 38 Monate Reife ab dem 1. November des Erntejahres, davon wenigstens 18 Monate im Holz. Servieren und kombinieren 17 bis 18 Grad Celsius, ein großzügiger Kelch. Eine Stunde in der Karaffe genügt diesem Jahrgang, ein Depot ist noch nicht zu erwarten. Gut dazu passen Vitello tonnato als Auftakt, Agnolotti del plin, in Arneis geschmortes Kaninchen, Rinderrouladen, Polenta mit Steinpilzen und ein junger Castelmagno. Häufige Fragen zum Guido Porro Barolo Vigna Rionda 2020 Wie ist der Jahrgang 2020 im Barolo einzuordnen? 2020 verlief mild, mit Niederschlägen im Frühsommer, einem warmen Sommer ohne Extremhitze und kühlen Septembernächten. Die Weine zeigen reife, runde Tannine und klare Frucht und sind früher zugänglich als die kraftvollen Strukturjahrgänge. Woher stammen Safran und Bienenwachs in der Beschreibung? Diese beiden Noten führt das Weingut selbst als Kennzeichen seiner Vigna-Rionda-Abfüllung. Sie gelten als typische Begleiter des kalkreichen, trockenen Serralunga-Terroirs und treten meist erst nach etwas Luft hervor. Muss der Wein in die Karaffe? Notwendig ist es nicht, hilfreich schon. Etwa eine Stunde Luft löst die Frucht und macht die Würze deutlicher; länger sollte man einen so jungen Barolo aber nicht dekantieren. Wie unterscheidet er sich vom Lazzairasco desselben Guts? Lazzairasco liegt näher am Ort und liefert bei Porro traditionell die fruchtbetontere, etwas zugänglichere Interpretation. Vigna Rionda steht für mehr Kalk, mehr Salz und eine straffere, langsamer reifende Struktur. Wie lange kann man ihn lagern? Angegeben sind 20 bis 25 Jahre. Bei liegender Lagerung im Dunkeln und gleichmäßiger Kühle ist dieses Fenster für einen Serralunga-Barolo realistisch.

Inhalt: 0.75 Liter (126,53 €* / 1 Liter)

94,90 €*
Oddero Poderi e Cantine Barbaresco Gallina 2021
Traube: Barbaresco
Der Oddero Poderi e Cantine Barbaresco Gallina 2021 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus der Lage Gallina in der Gemeinde Neive und kommt mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche in den Handel. Gallina ist mit 2,65 Hektar Odderos größter Einzelbesitz und das Barbaresco-Standbein des Gutes. Brombeere, reife rote Frucht, Veilchen und Rose prägen den Duft, dazu feine Gewürze. Am Gaumen sind die Tannine präsent und dennoch geschliffen, der Körper elegant und substanzreich. Die Verkostungsnotiz des Oddero Barbaresco Gallina 2021 FARBE: Granatrot mit blassen, ziegelroten Nuancen am Rand. NASE: Ausgesprochen blütenbetont, mit Veilchen, Rose und einem Hauch Minze. Darunter reife rote Frucht, Brombeere und ein feines Gewürzspiel aus Nelke und weißem Pfeffer. GESCHMACK: Rund und mundfüllend, mit satten, aber geschliffenen Tanninen und guter Substanz. Mineralische Anklänge und eine feine Salzigkeit halten den vollmundigen Körper in Balance. FINALE: Ausgezeichnet anhaltend, mit floralem Nachhall, Gewürzen und einem klaren, trockenen Abschluss. Gallina in Neive - Sand und Kalkmergel für feinen Barbaresco Gallina liegt im nördlichen Teil von Neive, der größten der vier Barbaresco-Gemeinden, auf etwa 170 bis 250 Metern. Odderos Parzelle umfasst 2,65 Hektar zwischen 180 und 210 Metern in reiner Südausrichtung. Der Boden besteht aus leichtem Sand, vermischt mit Kalkmergel des Tortonian; er ist locker gebaut und neigt im Sommer zur Trockenheit. Genau diese Mischung sorgt für den Ruf der Lage: runde Textur, florale Aromatik, feine Minznote und Eleganz statt Wucht. Oddero jenseits des Barolo Auch wenn der Name Oddero vor allem mit Barolo verbunden ist, reicht der Besitz weit über die elf Barolo-Gemeinden hinaus: In Neive steht mit Gallina die Barbaresco-Parzelle, im Astigiano liegt die Cascina Fiori für Moscato d'Asti, dazu kommen Barbera d'Alba Superiore, Barbera d'Asti Nizza, Dolcetto d'Alba, Langhe Nebbiolo und ein Langhe Riesling. Insgesamt bewirtschaftet die Familie rund 35 Hektar in den Langhe und im Astigiano. Geführt wird das Haus von Mariacristina und Mariavittoria Oddero, das Sortiment bleibt bewusst in der piemontesischen Tradition verankert. Ausbau im 40-Hektoliter-Fass und sechs Monate Flaschenreife Bei rund 60 Doppelzentnern je Hektar wird von Hand gelesen; die Maischestandzeit beträgt etwa 25 Tage bei konstanten 28 Grad Celsius. Der Ausbau erfolgt in 40-Hektoliter-Fässern aus französischer und österreichischer Eiche, bevor der Wein weitere sechs Monate in der Flasche ruht. Die großen Fassformate lassen die floralen Noten und die sandige Feinheit der Lage unangetastet. Barbaresco reift generell etwas schneller als Barolo, dieser Gallina trägt dennoch das Zeug für 20 bis 25 Jahre. Servieren und kombinieren Bei 16 bis 17 Grad Celsius in einem großen Rotweinglas servieren, eine Stunde Luft reicht meist aus. Sehr gut zu Tajarin mit Butter, Kalbstagliata, gefüllter Wachtel, Vitello tonnato, Steinpilzen mit Polenta und mittelalt gereiftem Toma oder Robiola. Häufige Fragen zum Oddero Barbaresco Gallina 2021 Was unterscheidet Barbaresco von Barolo? Beide entstehen aus Nebbiolo, doch Barbaresco wächst in niedrigeren, wärmeren Lagen näher am Tanaro und benötigt gesetzlich eine kürzere Mindestreife. Die Weine sind meist etwas zugänglicher und feiner im Tannin als Barolo. Was bedeutet Gallina auf dem Etikett? Gallina ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung in der Gemeinde Neive innerhalb der Barbaresco DOCG. Sie belegt die genaue Herkunft der Trauben. Warum gilt Gallina als besonders elegant? Der hohe Sandanteil im Kalkmergel ergibt lockere, trockene Böden und feinere Tannine. Deshalb zeigen Weine aus Gallina eine runde Textur mit floralen und leicht minzigen Noten statt kantiger Struktur. Ist der 2021er schon trinkbar? Ja, mit etwas Luft lässt er sich bereits gut trinken, weil die Tannine trotz ihrer Fülle geschliffen wirken. Über die nächsten Jahre gewinnt er zusätzlich an Würze und tertiärer Komplexität. Wie sollte er gelagert werden? Liegend, dunkel und möglichst konstant kühl. Unter guten Bedingungen sind 20 bis 25 Jahre Entwicklung realistisch, wobei der Wein seinen floralen Charakter lange behält.

Inhalt: 0.75 Liter (63,87 €* / 1 Liter)

47,90 €*
Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020
Traube: Nebbiolo
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020 ist der erste Jahrgang, den das Gut aus der Toplage von Verduno abgefüllt hat: reinsortiger Nebbiolo, 14,5 % Vol., 0,75 Liter. Im Duft dominieren frische rote Frucht, Rose und weißer Pfeffer, dazu Kräuter, Wurzelwerk und süße Gewürze. Am Gaumen wirkt er frisch und pikant, die Tannine sind süßlich-fein mit leicht schärfender Kante. 24 Monate im 20-Hektoliter-Fass haben ihm einen samtigen, mineralisch getragenen Abgang gegeben. Die Verkostungsnotiz des Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020 FARBE: Helles, leuchtendes Granatrot. NASE: Frische Himbeere, Kirsche und Preiselbeere, unterlegt mit Rosenblatt. Charakteristisch sind weißer Pfeffer, Heilkräuter, Wurzeln und süße Gewürze. Der Duft wirkt hell und beweglich, nie schwer. GESCHMACK: Pikant und frisch, mit süßlich anmutenden, feinen Tanninen und einer leicht schärfenden Gewürzkante. Salzigkeit und Tiefe halten die schlanke Frucht in Spannung. FINALE: Samtig auslaufend, mit feiner Mineralität, Pfeffer und langem, trockenem Nachhall. Monvigliero in Verduno – die würzige Eleganz des Nordens Monvigliero ist die bekannteste Lage der Gemeinde Verduno am nördlichen Rand der Barolo-Zone und umfasst etwa 25 Hektar Rebfläche. Die Hänge liegen auf rund 250 bis 300 Metern und sind überwiegend nach Süden gerichtet, kühlende Luft vom nahen Tanaro-Tal bremst die Reife. Den Untergrund bilden geschichtete Sant’Agata-Fossili-Mergel des Tortoniums mit hohem Schluff- und Tonanteil und sehr wenig Sand. Daraus entsteht ein unverwechselbarer Stil: Barolo mit Heilkräutern, Wurzeln und Gewürzen, aromatisch intensiv und dennoch fein gebaut – man spricht von der würzigen Eleganz Verdunos. Als Einzellage wurde Monvigliero erstmals 1978 abgefüllt; heute arbeiten rund zwanzig Erzeuger in der Lage. Ein neues Kapitel für ein Haus mit langer Geschichte Die Wurzeln des Guts reichen ins 18. Jahrhundert zurück; 1878 kam die erste eigene Flaschenabfüllung, und ein Barolo des Jahrgangs 1911 wurde bei der Weltausstellung in Turin zum 50. Jubiläum der italienischen Einigung ausgeschenkt. Früh exportierte die Familie ihre Weine in kleinen Eichenfässern nach Amerika. In diese Reihe fügt sich die Erweiterung nach Verduno ein: Der 2020er ist der erste Monvigliero des Guts überhaupt, gewonnen von 0,738 Hektar. Damit ergänzt Oddero sein Lagenportfolio um eine sechste Barolo-Gemeinde neben La Morra, Castiglione Falletto, Monforte d’Alba, Serralunga d’Alba und dem Barbaresco-Standort Neive. 24 Monate im 20-Hektoliter-Fass aus französischer Eiche Die Maische bleibt rund 20 Tage im Gärbehälter, danach folgt der biologische Säureabbau. Der Ausbau dauert etwa 24 Monate in Fässern aus französischer Eiche mit 20 Hektolitern Inhalt – kürzer als bei den übrigen Crus des Guts, was zur helleren, beweglicheren Anlage dieser Lage passt. Die Barolo DOCG verlangt mindestens 38 Monate Gesamtreife mit wenigstens 18 Monaten im Holz. Vom ersten Jahrgang entstanden nur etwa 2.000 Flaschen. Servieren und kombinieren 16 bis 18 °C und ein großes Glas genügen; eine knappe Stunde Luft reicht diesem eher hell gebauten Barolo. Er passt gut zu Ente mit Orange, Perlhuhn, Kalbsbries, Bollito misto, Kräuterrisotto und milder gereiftem Bergkäse. Auch zu würzig gebratenem Geflügel funktioniert er besser als sehr kräftige Schmorgerichte. Häufige Fragen zum Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020 Warum ist der 2020er besonders? 2020 ist der erste Jahrgang, den Oddero aus Monvigliero abgefüllt hat. Von der 0,738 Hektar großen Parzelle entstanden nur rund 2.000 Flaschen. Was unterscheidet Verduno von La Morra oder Serralunga? Verduno liegt am nördlichen Rand der Zone, hat schluffig-kalkige Tonböden und profitiert von kühlender Luft aus dem Tanaro-Tal. Die Weine gelten als besonders würzig und floral, weniger massiv als jene aus Serralunga d’Alba. Warum reift der Monvigliero kürzer als die anderen Crus? Mit rund 24 Monaten im 20-Hektoliter-Fass ist der Ausbau kürzer als die 30 Monate bei Villero oder Rocche di Castiglione. Der kürzere Holzkontakt bewahrt die helle Frucht und die feine Würze dieser Lage. Muss der Wein dekantiert werden? Eine kurze Belüftung von etwa 30 bis 60 Minuten genügt. Zu langes Dekantieren kann die duftige, florale Seite dieses Barolo eher schwächen als stärken. Wie lange lässt er sich lagern? Angegeben werden 20 bis 25 Jahre Reifepotenzial bei kühler, dunkler und liegender Lagerung. Der milde Jahrgang 2020 macht ihn zugleich früh zugänglich.

Inhalt: 0.75 Liter (146,53 €* / 1 Liter)

109,90 €*
Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020 Magnum
Traube: Nebbiolo
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2020 Magnum ist ein reinsortiger Nebbiolo aus Monvigliero, der bekanntesten Lage der Gemeinde Verduno, und wird mit 14,5 % Vol. in der Magnumflasche angeboten. 2020 ist der erste Jahrgang, den Oddero aus dieser Parzelle gefüllt hat. Frische Kirsche, Himbeere und Johannisbeere verbinden sich mit weißem Pfeffer, Rosenblatt und feiner Kräuterwürze. Das Tannin ist seidig und kühl, die Struktur eher schlank und aromatisch als breit. Die Verkostungsnotiz des Oddero Barolo Monvigliero 2020 FARBE: Helles, leuchtendes Granatrot mit rubinroten Reflexen. NASE: Hochtönig und duftig mit frischer Kirsche, Himbeere und roter Johannisbeere. Darüber legen sich Rosenblatt, Anis, frische Gewürze und der für Verduno typische Hauch von weißem Pfeffer. GESCHMACK: Klar gezeichnet und saftig, mit kristalliner roter Frucht und feinem, seidigem Tannin. Eine salzige Mineralität zieht sich über die Mitte und hält den Wein trotz der aromatischen Fülle straff. FINALE: Anhaltend, kühl und würzig, mit einem leicht pfeffrigen Nachhall und feiner Herbe. Monvigliero in Verduno - die nördlichste Spitzenlage des Barolo Monvigliero umfasst rund 25 Hektar am Südhang von Verduno, der nördlichsten Barolo-Gemeinde, in Höhen von etwa 250 bis 300 Metern. Odderos Parzelle liegt auf rund 300 Metern in reiner Südausrichtung. Prägend sind die blaugrauen, kalkhaltigen Sant'Agata-Fossili-Mergel des Tortonian, die in Verduno mit älteren Formationen verzahnt sind. Diese Böden bringen den unverkennbaren Verduno-Stil hervor: hochtönige Aromatik, weißer Pfeffer, feinkörniges Tannin und eine fast salzige Mineralität in der Mitte des Gaumens. Poderi e Cantine Oddero - Familienbetrieb in der Fraktion Santa Maria Geleitet wird das Weingut heute von Mariacristina und Mariavittoria Oddero, unterstützt von der siebten Generation der Familie. Alle Nebbiolo-Flächen sind biologisch zertifiziert, die übrigen Parzellen befinden sich in Umstellung. Im Keller arbeitet das Haus konseqünt mit großen, neutralen Fassformaten und war unter den piemontesischen Betrieben relativ früh mit österreichischer Eiche unterwegs. Neben Monvigliero gehören Vignarionda, Brunate, Villero, Rocche di Castiglione, Bussia und der Barbaresco Gallina zum Lagenportfolio. 24 Monate im 20-Hektoliter-Fass Die Lese erfolgt in der ersten Oktoberdekade bei einem Ertrag von rund 60 Doppelzentnern je Hektar. Nach der Entrappung vergären Most und Schalen etwa 20 Tage im Gärbehälter, danach folgt der biologische Säureabbau. Der Wein reift anschließend rund 24 Monate in 20-Hektoliter-Fässern aus französischer Eiche, die dem duftigen Nebbiolo Struktur geben, ohne ihn mit Holzwürze zu überdecken. Die Magnum verlangsamt die Entwicklung zusätzlich und eignet sich damit besonders für eine Lagerung von 20 bis 25 Jahren. Servieren und kombinieren Bei 16 bis 18 Grad Celsius in einem großen Burgunderglas servieren; die Magnum sollte etwa eine bis zwei Stunden vor dem Essen geöffnet oder vorsichtig dekantiert werden. Sehr gut zu Vitello tonnato, Tajarin mit Butter und Salbei, Kaninchen in Kräutern, Perlhuhn, Risotto mit Steinpilzen und mittelalt gereiftem Bra duro. Häufige Fragen zum Oddero Barolo Monvigliero 2020 Magnum Was zeichnet Barolo aus Verduno aus? Verduno liegt am nördlichen Rand des Anbaugebiets und liefert besonders duftige, würzige Weine mit feinem Tannin. Typisch sind Noten von Rosenblatt, roter Frucht und weißem Pfeffer sowie eine lebendige Säure. Warum ist 2020 bei Oddero ein besonderer Monvigliero-Jahrgang? 2020 ist der erste Jahrgang, den das Gut aus dieser Verduno-Parzelle abgefüllt hat. Die Menge ist entsprechend klein, das Gut nennt für die Erstauflage rund 2.000 Flaschen. Welchen Vorteil bietet die Magnum? In der 1,5-Liter-Flasche ist das Verhältnis von Wein zu Sauerstoff im Flaschenhals günstiger, die Reifung verläuft langsamer und gleichmäßiger. Für eine lange Kellerlagerung ist das Format daher die verlässlichere Wahl. Sollte der Wein dekantiert werden? Eine kurze Belüftung von einer bis zwei Stunden genügt. Weil der Wein von Natur aus filigran gebaut ist, sollte man ihn nicht zu lange oder zu heftig karaffieren. Wozu passt ein Monvigliero besser als ein kräftiger Barolo? Durch das feinere Tannin harmoniert er auch mit hellem Fleisch, Geflügel und Pilzgerichten, wo ein sehr wuchtiger Barolo dominieren würde. Zu schwer geschmortem Rind spielt er seine Stärken dagegen weniger aus.

Inhalt: 0.75 Liter (306,53 €* / 1 Liter)

229,90 €*
Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2021
Traube: Nebbiolo
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Monvigliero 2021 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus der Spitzenlage Monvigliero in Verduno und wird mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt. Aus der nur 0,7 Hektar großen Parzelle entstehen rund 1.700 Flaschen. Zerdrückte Erdbeere, Kirsche und Anis verbinden sich mit weißem Pfeffer, Minze und frischen Kräutern. Der Wein ist kristallklar gebaut, das Tannin ausgesprochen fein, die Säure lebendig. Die Verkostungsnotiz des Oddero Barolo Monvigliero 2021 FARBE: Klares, mitteltiefes Rubingranat mit heller Randzone. NASE: Sehr duftig, mit zerdrückter Erdbeere, roter Kirsche und Sternanis. Weißer Pfeffer, Minze und zerriebene Kräuter sorgen für einen kühlen, ätherischen Ton, dazu ein Anflug von Rosenblatt. GESCHMACK: Klar und durchgezeichnet, mit reiner roter Frucht und ausgesprochen seidigem, fast unmerklich eingebundenem Tannin. Die salzige Ader in der Mitte gibt Halt, ohne den Wein streng zu machen. FINALE: Feingliedrig und lang, mit pfeffriger Würze, Kräutern und einem hellen, mineralischen Nachhall. Die Lage Monvigliero am Südhang von Verduno Monvigliero gilt als der Grand Cru von Verduno und umfasst etwa 25 Hektar in Höhen von rund 250 bis 300 Metern. Odderos Parzelle liegt bei 300 Metern in Südausrichtung und misst knapp 0,7 Hektar; gepflanzt wurde in mehreren Etappen, die ältesten Reben stammen aus 1958. Charakteristisch sind helle, kalkreiche Böden aus blaugrauen Sant'Agata-Fossili-Mergeln des Tortonian, in Verduno verzahnt mit älteren Schichten. Weil das Gebiet am nördlichen Rand der Denomination liegt, reifen die Trauben kühler und langsamer - daraus entsteht der hochtönige, pfeffrig-elegante Stil, für den die Lage bekannt ist. Siebte Generation Oddero - Präzision im Weinberg Mit Pietro und Isabella Oddero arbeitet inzwischen die siebte Generation der Familie im Betrieb, der bereits Ende des 19. Jahrhunderts eigenen Barolo abfüllte. Neben den 35 Hektar Reben gehören rund sechs Hektar piemontesische Haselnusskulturen zum Gut, was den gemischt-landwirtschaftlichen Charakter der Langhe fortschreibt. Die Arbeit setzt am Rebschnitt an und reicht über niedrige Erträge bis zur getrennten Vinifikation jeder Parzelle. Verduno ist die jüngste Erweiterung dieses Lagenmosaiks und ergänzt das Portfolio um eine besonders duftige Stilistik. Etwa 24 Monate im großen Fass Nach der Lese in der ersten Oktoberdekade wird vollständig entrappt; Gärung und Maischestandzeit dauern etwa 20 Tage, danach folgt der biologische Säureabbau. Der Wein reift anschließend rund 24 Monate im großen Holzfass mit 20 Hektolitern Inhalt. Die vergleichsweise kurze und sehr zurückhaltende Holzreife ist Absicht: Monvigliero lebt von Duft und Feinheit, nicht von Extraktion. Mit 20 bis 25 Jahren Reifepotenzial gehört der Wein trotz seiner Zartheit zu den langlebigen Barolo. Servieren und kombinieren Ideal bei 16 bis 18 Grad Celsius im weiten Burgunderglas; eine Stunde Luft genügt, langes Dekantieren ist bei diesem filigranen Stil nicht nötig. Gute Begleiter sind Tajarin mit Butter und Salbei, Kaninchen mit Rosmarin, Perlhuhnbrust, Ossobuco, Risotto mit Steinpilzen sowie mittelalt gereifter Bra oder Raschera. Häufige Fragen zum Oddero Barolo Monvigliero 2021 Was bedeutet Monvigliero auf dem Etikett? Monvigliero ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine MGA, in der Gemeinde Verduno. Sie belegt, dass der Nebbiolo ausschließlich aus dieser Lage stammt. Wie groß ist die Abfüllung? Oddero bewirtschaftet in Monvigliero nur knapp 0,7 Hektar. Für den 2021er werden rund 1.700 Flaschen genannt, die Verfügbarkeit ist entsprechend begrenzt. Wie schmeckt 2021 im Vergleich zu einem wärmeren Jahrgang? 2021 gilt in den Langhe als klassisch strukturierter, kühler geprägter Jahrgang mit guter Säure. In Monvigliero verstärkt das die pfeffrige Würze und die Präzision, während die Frucht eher rot als dunkel ausfällt. Muss dieser Barolo dekantiert werden? Notwendig ist es nicht. Etwa eine Stunde im geöffneten Glas oder ein kurzes Umfüllen reicht aus, damit sich Duft und Würze entfalten, ohne die zarte Frucht zu verlieren. Wie unterscheidet er sich vom Bussia des Gutes? Der Monvigliero ist heller, duftiger und feiner im Tannin, der Bussia Vigna Mondoca dichter, wärmer und erdiger. Beide Weine zeigen dieselbe Kellerphilosophie, aber zwei sehr gegensätzliche Terroirs.

Inhalt: 0.75 Liter (146,53 €* / 1 Liter)

109,90 €*
Oddero Poderi e Cantine Barolo Riserva Bussia Vigna Mondoca 2019
Traube: Nebbiolo
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Riserva Bussia Vigna Mondoca 2019 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus der Einzelparzelle Vigna Mondoca innerhalb der großen Lage Bussia bei Monforte d'Alba. Mit 15,0 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gehört er zu den wärmsten und dichtesten Weinen des Gutes. Reife Kirsche, getrocknete Rose und Granatapfel treffen auf Lakritz, Teer, mediterrane Kräuter und balsamische Würze. Die Riserva verbindet die Kraft der sonnenverwöhnten Südwestparzelle mit einem feinkörnigen, sehr langen Tannin. Die Verkostungsnotiz des Oddero Barolo Riserva Bussia Vigna Mondoca 2019 FARBE: Tiefes Rubinrot mit deutlichen granatroten Reflexen am Rand. NASE: Ein weiches, elegantes Bouquet aus Waldbeeren, eingelegter Amarenakirsche und getrockneten Rosenblättern. Dahinter entwickeln sich balsamische Noten der mediterranen Macchia, Zedernholz, Lakritz und mit Luft ein Hauch von Waldboden, Steinpilz und Tabak. GESCHMACK: Am Gaumen breit angelegt und dennoch präzise: dunkle Kirsche und Blutorange werden von einer festen, gut polierten Tanninstruktur getragen. Die Säure bleibt aufrecht, salzige und erdige Nuancen geben dem hohen Alkohol Halt. FINALE: Sehr lang, mit nachhallender Würze, feinem Bitterkakao und dem typisch strengen, mineralischen Zug der Bussia. Vigna Mondoca - eine Parzelle mit den höchsten Temperaturen der Bussia Bussia ist mit rund 340 Hektar die zweitgrößte MGA der Barolo-Denomination und liegt in der Gemeinde Monforte d'Alba zwischen etwa 210 und 460 Metern. Oddero bewirtschaftet dort gut einen Hektar unter dem Namen Vigna Mondoca, auf rund 380 Metern und nach Süd bis Südwest ausgerichtet - im Piemont ein sorì des Nachmittags. Der Boden besteht aus gelblichen, mehr oder weniger kompakten Sandbändern und weißem Diano-Sandstein aus dem Miozän; an der Kuppe ist er weiß, staubig und nährstoffarm. Diese Kombination aus Trockenstress und den höchsten Temperaturen im gesamten Barolo-Gebiet erklärt die Dichte und den strengen, erdigen Grundton, den Bussia-Weine erst mit Reife ablegen. Oddero Poderi e Cantine in La Morra Die Familie Oddero ist in La Morra seit dem 18. Jahrhundert nachweisbar und zählte im späten 19. Jahrhundert zu den ersten Erzeugern, die ihren Barolo selbst auf die Flasche brachten. Der Sitz liegt in der Fraktion Santa Maria, bewirtschaftet werden rund 35 Hektar in den Langhe und im Astigiano. Etwa die Hälfte der Flächen ist mit Nebbiolo für Barolo und Barbaresco bestockt. Das Selbstverständnis des Hauses verbindet überliefertes Handwerk mit moderner Kellertechnik, ohne den Charakter der einzelnen Parzellen zu überformen. 36 Monate im 30-Hektoliter-Fass und zwei Jahre Flaschenreife Die Trauben werden vollständig entrappt und rund 30 Tage bei konstanten 28 bis 29 Grad Celsius vergoren und mazeriert; der biologische Säureabbau folgt im Dezember. Anschließend reift der Wein etwa 36 Monate in 30-Hektoliter-Holzfässern. Als Riserva verbringt er insgesamt fünf Jahre im Keller des Gutes, die letzten rund zwei Jahre in der Flasche. Das große, neutrale Fass gibt kein Holzaroma zu, sondern rundet das kraftvolle Bussia-Tannin ab - der Wein besitzt damit ein Entwicklungspotenzial von 25 bis 30 Jahren. Servieren und kombinieren Am besten bei 17 bis 18 Grad Celsius in einem großen, bauchigen Rotweinglas servieren. Junge Flaschen profitieren von zwei bis drei Stunden Luft, dekantiert werden sollte behutsam und ohne Trub. Der Riserva passt zu geschmorter Rinderbacke, Brasato al Barolo, Lammkeule, Reh mit Wacholder, Tajarin mit weißem Alba-Trüffel und lange gereiftem Castelmagno. Häufige Fragen zum Oddero Barolo Riserva Bussia Vigna Mondoca 2019 Was bedeutet Vigna Mondoca auf dem Etikett? Mondoca ist eine namentlich abgegrenzte Parzelle innerhalb der MGA Bussia in Monforte d'Alba. Die Angabe Vigna weist darauf hin, dass die Trauben ausschließlich aus dieser einen Parzelle stammen und nicht aus der gesamten Lage. Warum trägt dieser Barolo die Bezeichnung Riserva? Für eine Riserva schreibt die DOCG eine deutlich längere Reifezeit vor als für den normalen Barolo. Oddero lässt diesen Wein insgesamt rund fünf Jahre im Keller reifen, davon etwa 36 Monate im großen Holzfass. Ist der Jahrgang 2019 bereits zugänglich? Nach fünf Jahren Reife im Haus zeigt der Wein bereits eine offene Aromatik, bleibt am Gaumen aber jugendlich straff. Mit Belüftung ist er heute gut trinkbar, sein Höhepunkt liegt jedoch noch etliche Jahre entfernt. Wie unterscheidet sich Bussia von Odderos Lagen in La Morra? Bussia liefert dichtere, erdigere und tanninreichere Weine, während die Parzellen um Santa Maria in La Morra duftiger und geschmeidiger ausfallen. Der Mondoca-Riserva ist damit der kraftvollste Vertreter im Barolo-Sortiment des Gutes. Wie lange lässt sich die Flasche lagern? Bei liegender, dunkler und kühler Lagerung ohne Temperatursprünge sind 25 bis 30 Jahre realistisch. Die hohe Extraktdichte und das feste Tannin bilden dabei das Rückgrat der langen Entwicklung.

Inhalt: 0.75 Liter (159,87 €* / 1 Liter)

119,90 €*
Oddero Poderi e Cantine Barolo Riserva Vignarionda 2010
Traube: Nebbiolo
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Riserva Vignarionda 2010 stammt aus der Kultlage Vigna Rionda in Serralunga d’Alba, ist ein reinsortiger Nebbiolo und wird mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche abgefüllt. Nach 40 Monaten im großen Holzfass und mehreren Jahren Flaschenreife zeigt er ein tertiär geprägtes Bouquet aus Steinpilz, Granatapfel, Thymian, Tabak und Leder. Am Gaumen verbindet er die Wucht von Serralunga mit ungewöhnlicher Feinzeichnung. Das Tannin ist mächtig, aber gereift – ein Barolo, der erst nach einem Jahrzehnt Kellerruhe freigegeben wurde. Die Verkostungsnotiz des Oddero Poderi e Cantine Barolo Riserva Vignarionda 2010 FARBE: Dichtes Granatrot mit ziegelroten Randtönen. NASE: Fein und tief: getrocknete Rose, Granatapfel und Kirsche in Alkohol, dazu Steinpilz, Thymian, Tabak und Leder. Lakritz und süße Gewürze runden das Bild. Die Aromatik wirkt vollständig gereift, ohne müde zu sein. GESCHMACK: Kraftvoll und tief, mit mächtigem, inzwischen poliertem Tannin und präsenter Säure. Dunkle Frucht, Salz und eine deutliche Kalkmineralität geben dem Wein Länge und Spannung. FINALE: Sehr lang und trocken, mit Lakritz, Würze und einem kalkig-salzigen Nachhall. Vigna Rionda in Serralunga d’Alba – kargster Kalk, größte Struktur Vigna Rionda ist eine rund 14 Hektar große MGA an den Westhängen von Serralunga d’Alba, in Form eines nach Südsüdwesten geöffneten Amphitheaters; die besten Parzellen liegen zwischen etwa 340 und 370 Metern. Der Boden gehört zur Lequio-Formation aus dem Helvetium beziehungsweise Serravallium: grauer Mergel im Wechsel mit Sandsteinlagen aus kieseligen Sanden, mit hohem Ton- und Eisenanteil. Oddero weist für die eigene Parzelle einen aktiven Kalkgehalt von 13,58 % aus – nach Angaben des Guts der höchste Wert im gesamten Barolo-Gebiet – sowie eine Anreicherung mit Kalium, Bor, Mangan und Magnesium. Der nahe Hügel Castelletto schirmt die Lage gegen Winterkälte und Nordwestwind ab. Serralunga d’Alba gilt insgesamt als Gemeinde der höchsten Kalkgehalte und liefert die strukturiertesten, langlebigsten Barolo der Denomination. Das Lagenportfolio von Oddero – fünf Barolo-Gemeinden Oddero gehört zu den wenigen Häusern, die Parzellen in mehreren Barolo-Gemeinden gleichzeitig besitzen: Brunate, Bricco Chiesa, Capalot und Roggeri in La Morra, Villero, Rocche di Castiglione und Fiasco in Castiglione Falletto, Bussia in Monforte d’Alba, Monvigliero in Verduno und eben Vignarionda in Serralunga d’Alba. Die knapp 0,8 Hektar in Vigna Rionda werden biologisch bewirtschaftet und liefern seit dem Jahrgang 2010 nur etwa 2.700 bis 3.000 Flaschen pro Jahr. Das Gut behandelt diesen Wein bewusst als Riserva und gibt ihn erst rund zehn Jahre nach der Ernte frei. Geführt wird das Haus in der Frazione Santa Maria von La Morra von Mariacristina und Mariavittoria Oddero. 40 Monate in großen Fässern aus österreichischer Eiche Die Trauben gären in Bottichen von 50 Hektolitern; die Maische bleibt mehrere Wochen mit täglichem Umwälzen in Kontakt mit dem Most. Nach dem biologischen Säureabbau reift der Wein rund 40 Monate in großen Fässern aus österreichischer Eiche – Oddero gehörte zu den frühen Anwendern dieser Fassart im Barolo. Anschließend lagert die Flasche mehrere Jahre bei kontrollierten 15 °C und 70 % Luftfeuchte im Keller des Guts. Damit übertrifft der Wein die Riserva-Vorgaben der Barolo DOCG, die mindestens 62 Monate Gesamtreife mit wenigstens 18 Monaten im Holz verlangt, um Jahre. Servieren und kombinieren Der Riserva sollte bei 17 bis 18 °C in einem großen Rotweinglas serviert werden. Wegen der langen Flaschenreife empfiehlt sich vorsichtiges Dekantieren vom Depot, etwa 45 bis 60 Minuten vor dem Trinken. Er passt zu Brasato al Barolo, Wildtaube, Hasenragout, Rinderfilet mit Trüffel, Risotto mit Steinpilzen und lange gereiftem Bra oder Castelmagno. Häufige Fragen zum Oddero Poderi e Cantine Barolo Riserva Vignarionda 2010 Warum trägt dieser Barolo die Bezeichnung Riserva? Die Barolo DOCG erlaubt den Zusatz Riserva nur, wenn der Wein mindestens 62 Monate reift, davon wenigstens 18 Monate im Holzfass. Oddero geht deutlich weiter und gibt den Vignarionda erst etwa zehn Jahre nach der Ernte frei. Was macht Vigna Rionda so gesucht? Die Lage vereint kalkreiche Mergel der Lequio-Formation, eine geschützte Amphitheaterform und vollständige Sonneneinstrahlung. Daraus entstehen extrem langlebige, tief strukturierte Barolo, weshalb nur eine Handvoll Erzeuger sie als Einzellage abfüllen. Ist der 2010er jetzt trinkreif? Ja, nach 40 Monaten Fassreife und mehreren Jahren in der Flasche zeigt er bereits tertiäre Aromen. Gleichzeitig ist die Struktur so dicht, dass sich der Wein bei guter Lagerung noch viele Jahre weiterentwickeln kann. Wie lange lässt sich die Flasche noch lagern? Für diesen Wein werden 25 bis 30 Jahre Reifepotenzial angegeben. Entscheidend sind konstante Kühle, Dunkelheit und liegende Lagerung ohne Erschütterungen. Wodurch unterscheidet er sich von den Barolo aus Castiglione Falletto? Serralunga d’Alba bringt die höchsten Kalkgehalte und damit die straffste, langlebigste Stilistik. Gegenüber Villero oder Rocche di Castiglione wirkt der Vignarionda strenger gebaut, salziger und in der Jugend verschlossener.

Inhalt: 0.75 Liter (266,53 €* / 1 Liter)

199,90 €*
Oddero Poderi e Cantine Barolo Riserva Vignarionda 2018
Traube: Nebbiolo
Der Oddero Poderi e Cantine Barolo Riserva Vignarionda 2018 stammt aus der berühmtesten Lage von Serralunga d'Alba und ist ein reinsortiger Nebbiolo mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Oddero besitzt dort weniger als einen Hektar an der Hangkuppe. Dunkle Kirsche, Brombeere und Blutorange verbinden sich mit Rose, Veilchen, Tabak, Trüffel und Chinarinde. Getragen wird das Ganze von einem festen, tiefen Tannin und der markantesten Kalkmineralität, die das Barolo-Gebiet zu bieten hat. Die Verkostungsnotiz des Oddero Barolo Riserva Vignarionda 2018 FARBE: Intensives Granatrubinrot, dicht und mit reifem Rand. NASE: Vielschichtig und langsam sich öffnend: dunkle Frucht, Brombeere und Zitrusschale, dazu Rose und Veilchen. Balsamische Noten von Tabak, Lakritz und Chinarinde treten mit Luft hervor, begleitet von Steinpilz und Thymian. GESCHMACK: Kraftvoll und gleichzeitig aufrecht, mit strengem, sehr feinkörnigem Tannin und lebendiger Säure. Die Mineralität zieht sich als salziger Faden durch den Gaumen und gibt dem Wein seine unverwechselbare Spannung. FINALE: Sehr lang und nachhaltig, mit würzigem Granatapfel, feiner Herbe und einem kühlen, kreidigen Nachhall. Vigna Rionda in Serralunga d'Alba - der höchste Aktivkalkgehalt im Barolo Odderos Parzelle liegt mit etwa 0,8 Hektar oben am Hang der Lage Vigna Rionda in Serralunga d'Alba, auf rund 350 bis 360 Metern und in voller Südausrichtung; der Hügel von Castelletto schirmt sie gegen Nordwestwinde und Winterkälte ab. Der Untergrund gehört zur Lequio-Formation des Serravallian: graue Mergelschichten im Wechsel mit Sandsteinbändern aus kieseligen Sanden, angereichert mit Kalzium- und Eisenkarbonaten. Mit 13,58 Prozent aktivem Kalk weist die Parzelle den höchsten Wert im gesamten Barolo-Gebiet auf, dazu einen ungewöhnlichen Reichtum an Kalium, Bor, Mangan und Magnesium. Genau daraus speist sich die ätherische, fast kreidige Mineralität, für die Vigna Rionda berühmt ist. Oddero und ein Lagenportfolio über fünf Gemeinden Oddero gehört zu den wenigen Häusern, die in fast allen Kerngemeinden des Barolo Parzellen besitzen: Vigna Rionda in Serralunga d'Alba, Villero und Rocche di Castiglione in Castiglione Falletto, Brunate, Bricco Chiesa und Capalot in La Morra, Bussia in Monforte d'Alba sowie Monvigliero in Verduno. Die Nebbiolo-Flächen sind seit 2014 biologisch zertifiziert. Kellertechnisch setzt das Gut auf ausgesprochen lange Reifezeiten und hält die Weine oft Jahre zurück, bevor sie in den Handel kommen. Vignarionda ist dabei der Wein, an dem sich diese Geduld am deutlichsten zeigt. Rund 40 Monate im großen Fass und mehrjährige Flaschenreife Die Lese erfolgt von Hand Anfang Oktober bei etwa 50 Doppelzentnern je Hektar. Nach vollständiger Entrappung vergärt der Wein rund 25 bis 28 Tage in 50-Hektoliter-Behältern mit täglichem Umpumpen, danach folgt der biologische Säureabbau. Der Ausbau dauert etwa 40 Monate im großen Fass aus österreichischer Eiche; nach der Füllung ruht der Wein weitere Jahre bei kontrollierten 15 Grad Celsius und 70 Prozent Luftfeuchte im Keller des Gutes. Diese sehr lange Reife glättet das strenge Serralunga-Tannin, ohne die Frische anzugreifen - 25 bis 30 Jahre Entwicklung sind realistisch. Servieren und kombinieren Bei 17 bis 18 Grad Celsius in einem großen Glas servieren und mindestens zwei Stunden vorher dekantieren, da sich nach der langen Fassreife Depot bilden kann. Er begleitet Brasato al Barolo, Rehrücken, Wildschweinragout, Tajarin mit weißem Trüffel, geschmorte Taube und gereiften Parmigiano oder Castelmagno. Häufige Fragen zum Oddero Barolo Riserva Vignarionda 2018 Warum schreibt Oddero Vignarionda und nicht Vigna Rionda? Die offizielle MGA heißt Vigna Rionda; Oddero verwendet auf dem Etikett die zusammengeschriebene Form Vignarionda. Gemeint ist in beiden Fällen dieselbe Lage in Serralunga d'Alba. Was macht Vigna Rionda so gesucht? Die Lage vereint eine geschützte Südkuppe mit dem höchsten Aktivkalkgehalt des Barolo-Gebiets. Daraus entstehen Weine, die sehr lange leben und eine ungewöhnlich ätherische, mineralische Aromatik zeigen; die verfügbaren Flächen sind entsprechend klein. Ist der 2018er schon zu trinken? Nach der langen Reife im Haus ist er zugänglich und zeigt bereits tertiäre Noten, bleibt am Gaumen aber straff. Wer ihn heute öffnet, sollte ihn dekantieren; wer ihn wegliegt, wird über Jahrzehnte belohnt. Wie unterscheidet sich Serralunga von Castiglione Falletto? Serralunga liefert die strengeren, mineralischeren und langlebigeren Weine mit ausgeprägtem Kalkzug. Aus Castiglione Falletto, wo Oddero Villero und Rocche di Castiglione besitzt, kommen etwas rundere, würzigere Barolo. Welches Glas ist das richtige? Ein großes, bauchiges Glas mit ausreichender Oberfläche hilft, die zurückhaltende Aromatik zu öffnen. Zu eng geschnittene Gläser lassen die Mineralität dominieren und die Frucht verschwinden.

Inhalt: 0.75 Liter (194,53 €* / 1 Liter)

145,90 €*
Paolo Scavino Barolo Cannubi Magnum 2017
Traube: Nebbiolo
Der Paolo Scavino Barolo Cannubi Magnum 2017 ist ein reinsortiger Nebbiolo von jenem Hügelkamm in der Gemeinde Barolo, der als bekannteste Lage des Anbaugebiets gilt, gefüllt mit 14,5 % Vol. in 1,5 Litern. Rubinrot im Glas, mit beerigen, kräuterigen und mineralischen Noten, die sich ohne Ecken und Kanten zusammenfügen. Der heiße Jahrgang 2017 gibt ihm Dichte, die Doppelnatur des Cannubi-Bodens die Balance aus Duft und Struktur. Als Magnum reift er langsamer und gleichmäßiger, was zu einem Wein passt, dem der Shop 25 bis 30 Jahre zutraut. Die Verkostungsnotiz des Paolo Scavino Barolo Cannubi Magnum 2017 FARBE: Dichtes Rubinrot mit ersten granatfarbenen Reflexen am Rand. NASE: Feine Waldbeeren und Pflaume, dazu ein Hauch Hagebutte, dunkle Schokolade und Balsamico. Alles wirkt harmonisch und rund, ohne dass ein Element hervorsticht. GESCHMACK: Schwarzkirsche, Cassis und Brombeere, begleitet von etwas Minze. Eine sanfte Mineralität und eine angenehme Frische halten die Dichte des Jahrgangs im Gleichgewicht. FINALE: Lang und geschlossen gebaut, mit dunkler Frucht, Kräuterwürze und einem kühlen mineralischen Nachhall. Cannubi: der Kamm, auf dem zwei Bodenformationen aufeinandertreffen Cannubi ist ein rund 19 Hektar großer Hügelkamm mitten in der Gemeinde Barolo; vier weitere Lagen des Hügels tragen die Zusätze Boschis, Valletta, Muscatel und San Lorenzo. Die Reben stehen zwischen 270 und 320 Metern und blicken nach Süden, Südsüdost und Südwest. Der Reiz der Lage liegt in ihrer geologischen Grenzlinie: Im oberen Teil dominieren tortonische Sant'Agata-Fossilmergel, feinkörnig und tonreich, im unteren helvetisch-serravallische Mergel der Lequio-Formation, sandiger und kalkreicher. Aus dieser Kombination entstehen Weine, die Duft und Struktur zugleich mitbringen. Die älteste bekannte Flasche mit dem Namen Cannubi stammt aus dem Jahr 1752 und liegt im Weinmuseum von Bra, mehr als ein Jahrhundert vor der Entstehung der Bezeichnung Barolo. Paolo Scavino: drei Generationen in Castiglione Falletto Lorenzo Scavino gründete das Gut 1921 in Castiglione Falletto. Heute steht Enrico Scavino, Jahrgang 1949 und Enkel des Gründers, an der Spitze, seit den 2010er Jahren zunehmend gemeinsam mit seinen Töchtern Enrica und Elisa. Das Haus gehört zu den bekanntesten Stimmen jener Erzeugergeneration, die in den späten 1970er und den 1980er Jahren neue Kellermethoden ins Barolo-Gebiet brachte. Zum Lagenbestand zählen das Alleinbesitzstück Bric del Fiasc in Castiglione Falletto, Rocche di Castiglione, Monvigliero in Verduno und eben Cannubi in der Gemeinde Barolo. Vom Barrique zu größeren Holzformaten Die Stilistik des Hauses hat sich deutlich bewegt. Aus kurzen Maischestandzeiten und viel neuem französischem Holz sind längere Maischezeiten von 18 bis 25 Tagen und größere Fassformate geworden; neben dem Barrique arbeitet der Keller heute mit Tonneau und Demi-muid. Die Shop-Eigenschaften nennen für diesen Wein eine Reifung in Barriques. Das Ergebnis ist ein Barolo mit polierter Textur, der die Frucht in den Vordergrund stellt und die Herkunft nicht unter Holzaroma begräbt. Für den Jahrgang 2017 gibt der Shop ein Lagerpotenzial von 25 bis 30 Jahren an, das in der Magnum eher noch großzügiger ausfällt. Servieren und kombinieren Bei 17 bis 18 Grad servieren und ein großvolumiges Glas wählen. Die Magnum profitiert von ein bis zwei Stunden in der Karaffe, weil der Wein noch jung ist und Luft braucht; außerdem lässt sich aus der Karaffe leichter einschenken als aus 1,5 Litern Glas. Dazu passen Rinderfilet, Lammrücken, Wildschwein in Rotwein, Trüffelrisotto, Ravioli mit Fleischfüllung und alter Parmesan. Häufige Fragen zum Paolo Scavino Barolo Cannubi Magnum 2017 Lohnt sich die Magnum gegenüber zwei einzelnen Flaschen? Für die Lagerung ja. In der Magnum steht dem Wein pro Liter weniger Sauerstoff gegenüber, die Entwicklung verläuft dadurch langsamer und über die Jahre gleichmäßiger. Zwei Normalflaschen desselben Weins altern schneller und untereinander oft unterschiedlich. Warum ist Cannubi so bekannt? Der Kamm liegt im geografischen Zentrum der Gemeinde Barolo und vereint zwei Bodenformationen auf kleinem Raum. Schon 1752 wurde der Name auf einem Flaschenetikett geführt, lange vor der Bezeichnung Barolo selbst. Ist der 2017er heute schon zu trinken? Er ist zugänglich, wirkt aber noch dicht und jung. Mit Luft oder einigen weiteren Jahren Flaschenreife gewinnt er an Harmonie; im Magnumformat braucht dieser Prozess länger. Was kennzeichnet den Jahrgang 2017? 2017 war heiß und ausgesprochen trocken, die Lese begann sehr früh. Die Weine wirken warm, dicht und rund, mit weicher gebauten Tanninen als in kühlen Jahren. Sitzt das Weingut in Cannubi? Nein. Paolo Scavino hat seinen Sitz in Castiglione Falletto, während die Lage Cannubi in der Nachbargemeinde Barolo liegt. Sitz und Herkunft der Trauben fallen hier also auseinander.

Inhalt: 1.5 Liter (133,27 €* / 1 Liter)

199,90 €*
Piero Benevelli Barolo Ravera di Monforte 2020
Traube: Nebbiolo
Piero Benevelli Barolo Ravera di Monforte 2020 – Kraftvoller Cru-Barolo aus dem Piemont Der Piero Benevelli Barolo Ravera di Monforte 2020 ist ein charakterstarker, terroirbetonter Barolo aus dem legendären Ravera-Cru bei Monforte d'Alba. Dieser Nebbiolo-Barolo überzeugt mit seiner tiefen Verbindung zum Boden und seiner klassischen Stilistik, die das Beste aus dem herausragenden Jahrgang 2020 herausholt. Verkostungsnotiz Im Glas zeigt der Wein ein intensives Rubinrot mit funkelnden Reflexen. In der Nase steigt ein vielschichtiges Aromenspiel auf: saftige rote Beeren, Himbeere und Walderdbeere werden von eleganten floralen Noten wie Rosen und Veilchen begleitet, dazu gesellen sich würzige Akzente von Minze, Lakritz, balsamische Nuancen und ein Hauch von Erde – Ausdruck des einzigartigen Kalk- und Mergelbodens des Ravera-Terroirs. Am Gaumen ist dieser Barolo kräftig und dennoch fein strukturiert, mit feingliedrigen Tanninen, lebendiger Säure und einer bemerkenswerten Balance zwischen Frucht, Würze und Mineralität. Das elegante Säurespiel verleiht Frische, während der lange, geschmeidige Abgang eine nachhaltige Aromatik hinterlässt.

Inhalt: 0.75 Liter (61,20 €* / 1 Liter)

45,90 €*
Poderi Colla Barolo Bussia 2020
Traube: Nebbiolo
Der Poderi Colla Barolo Bussia 2020 ist die Abfüllung des Hauses aus der Lage Bussia in Monforte d'Alba, auf dem Etikett vollständig als Bussia Dardi Le Rose geführt. Reinsortiger Nebbiolo mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. 2020 war ein warmer Jahrgang mit Regen zur Erntezeit, was den Weinen Fülle ohne Überreife gab. Dunkle Beeren, Rauch, Tabak und Lakritz bestimmen das Bild, das Tannin ist reif und samtig, die Balance sitzt. Kein Schwergewicht, sondern ein Barolo mit ungewöhnlich gutem Trinkfluss. Die Verkostungsnotiz des Poderi Colla Barolo Bussia 2020 FARBE: Rubinrot, blank und von mittlerer Dichte, zum Glasrand hin granatfarben schimmernd. NASE: Dunkle Beeren, eingemachte Kirsche und Zwetschge bilden den Kern, darum legen sich Rauch, Tabakblatt und Lakritz. Getrocknete Rose und ein Anklang von Bittermandel sorgen für Frische, dazu kommt eine erdige Note. GESCHMACK: Samtig und ausgewogen, mit reifer dunkler Frucht und weich ausgerollten Tanninen. Die Säure trägt, ohne zu schneiden; Süßholz, Nelke und ein Hauch Kaffee begleiten den Mittelbau bis in den Abgang. FINALE: Zum Abschluss kommen noch einmal Süßholz und Tabakblatt, gelöst und ohne Strenge; die Länge ist ordentlich bemessen. Bussia in Monforte d'Alba: Böden, Parzellen und Rebalter Die Lage Bussia gliedert sich historisch in Bussia Sottana mit Munie und Bofani, in Bussia Soprana mit Colonnello, Cicala und Romirasco sowie in den östlichen Abschnitt, zu dem Dardi gehört. Von dort kommen die Trauben dieses Weins: sechs Hektar Nebbiolo auf 300 bis 350 Metern, nach Süden bis Südwesten geneigt, mit Rebstöcken von 35 bis 60 Jahren aus Pflanzungen zwischen 1970 und 1985. Ein Teil steht auf Rupestris-Unterlagen, die wenig Ertrag bringen, dafür Trockenheit gut wegstecken. Der Untergrund besteht aus kalkreichem, sandigem Mergel, Bodenproben ergaben etwa 63 Prozent Schluff, 20 Prozent Sand und 17 Prozent Ton. Für die Barolo DOCG sind 38 Monate Reifezeit vorgeschrieben, davon 18 im Holz. Drei Güter, eine Familie: Poderi Colla Poderi Colla besteht seit 1994 und vereint drei Betriebe: Cascine Drago in San Rocco Seno d'Elvio mit 14 Hektar Reben, die Tenuta Roncaglie in Barbaresco mit acht Hektar und Dardi Le Rose in Bussia mit sechs Hektar Nebbiolo. Dazu kam später Bricco Bompè am Hügel Madonna di Como bei Alba, 1,5 Hektar Barbera oberhalb des unterirdischen Kellers, in dem heute ausgebaut und abgefüllt wird. Geführt wird das Haus von Tino Colla und seiner Nichte Federica, im Keller arbeitet Pietro Colla. Der Leitsatz lautet, dass die Gesundheit der Weinberge zugleich die Gesundheit derer sei, die sie bearbeiten und die diese Weine trinken; zertifiziert biologisch arbeitet der Betrieb nicht, setzt aber auf wenige Behandlungen, Handarbeit und Gründüngung. Zementtank, Maischestandzeit und gebrauchte große Fässer Gegärt wird nach Handlese und Entrappen temperaturkontrolliert, laut Importeur in Zementtanks, mit zwölf bis fünfzehn Tagen auf der Schale unterhalb von 30 °C. Der Säureabbau erfolgt vor dem Winter. Der Ausbau dauert 24 bis 28 Monate in großen, mehrfach belegten Fässern aus slawonischer Eiche; neues Holz kommt nicht zum Einsatz. Im warmen Jahrgang 2020 wirkt dieser zurückhaltende Ausbau zugunsten der Frucht, weshalb der Wein früher trinkbar ist als straffere Jahrgänge dieses Cru. Servieren und kombinieren Empfohlen sind 15 bis 17 °C und ein weites Glas; eine Stunde Luft reicht bei diesem Jahrgang aus. Auf dem Tisch bewähren sich Ossobuco, Schmorrind mit Polenta, Ente mit Feigen, Agnolotti del plin im Fleischsaft, Steinpilze und ein gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Poderi Colla Barolo Bussia 2020 Warum heißt der Wein im Shop nur Barolo Bussia? Poderi Colla füllt genau einen Barolo ab, und der stammt aus den Parzellen im Dardi-Abschnitt der Lage Bussia. Die vollständige Etikettbezeichnung lautet Barolo Bussia Dardi Le Rose; der kürzere Shop-Name meint denselben Wein. Muss man den 2020 noch weglegen? Ja. 2020 gilt als warmer, harmonischer Jahrgang mit reifen Tanninen und wird als deutlich früher zugänglich beschrieben als 2019 oder 2021. Eine Stunde Luft im Dekanter genügt in der Regel. Wie verlief die Saison 2020 in den Langhe? Ein trockener Winter, Regen im Mai und Juni, ein warmer Sommer mit kühleren Augustnächten und Niederschlag zur Lese im Oktober. Das Ergebnis sind Weine mit Fülle und Aromatik, deren Tannine nicht überextrahiert wirken. Mit welchem Reifepotenzial darf man rechnen? Der Shop nennt 10 bis 15 Jahre, was für einen zugänglicheren Jahrgang aus diesem Cru plausibel ist. Wichtig sind liegende Lagerung, Dunkelheit und eine gleichmäßig kühle Temperatur. Was unterscheidet Barolo aus Monforte d'Alba? Die Gemeinde gilt für dichtere, ernstere Weine mit merklicher Tanninstruktur, die Zeit brauchen. Innerhalb von Bussia bringen die Dardi-Parzellen zusätzlich eine floral-würzige Signatur mit eher herber Grundstimmung mit.

Inhalt: 0.75 Liter (57,20 €* / 1 Liter)

42,90 €*
Poderi Colla Barolo Bussia Dardi Le Rose 2021
Traube: Nebbiolo
Der Poderi Colla Barolo Bussia Dardi Le Rose 2021 stammt aus der Parzelle Dardi im östlichen Teil der Lage Bussia bei Monforte d'Alba und ist reinsortiger Nebbiolo mit 14,0 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Nach einem kühlen Frühjahr brachte 2021 einen langen, gleichmäßigen Reifeverlauf, und genau das liest man im Glas ab. Dunkle Beeren und Sauerkirsche treffen auf Veilchen, süßen Pfeifentabak und Lakritzwurzel. Die Säure sitzt straff, das Tannin ist feinkörnig gewoben und trägt weit; nach 24 bis 28 Monaten im großen Fass aus slawonischer Eiche steht die Herkunft im Vordergrund, nicht das Holz. Die Verkostungsnotiz des Poderi Colla Barolo Bussia Dardi Le Rose 2021 FARBE: Granatrot mit rubinernen Reflexen, im Kern noch satt, gegen den Saum hin klar. NASE: Zuerst floral mit getrockneten Rosenblättern und Veilchen, darunter Sauerkirsche, Brombeere und Preiselbeere. Mit Luft treten süßer Pfeifentabak, Wacholder, Lakritz und ein feiner Teerton hervor. Der Duft wirkt eher würzig-mineralisch als fruchtbetont, was für die Dardi-Parzellen typisch ist. GESCHMACK: Straff gebaut, mit kühler roter Frucht, salziger Mineralität und deutlich präsentem, aber feinkörnigem Tannin. Die Säure des Jahrgangs hält den Wein aufrecht und schlank, Kräuter, Bitterorange und Anis begleiten den Mittelbau. FINALE: Der Abgang zieht trocken und weit nach: Lakritzwurzel, Kirschkern, dahinter ein rauchiger Zug. Kontur hat der Wein bereits, Zeit braucht er dennoch. Dardi Le Rose: der historische Ostteil der Lage Bussia Bussia ist mit knapp 299 Hektar die zweitgrößte der 181 abgegrenzten Zusatzlagen des Barolo und reicht von 210 bis 460 Metern Höhe, überwiegend im Gemeindegebiet von Monforte d'Alba. Der östliche Sektor gliedert sich in Flurnamen wie Dardi, Mondoca, Pianpolvere, Visette und Fantini, während zu Bussia Soprana Colonnello, Cicala und Romirasco gehören. Poderi Colla besitzt hier acht Hektar, sechs davon mit Nebbiolo bestockt, auf 300 bis 350 Metern in Süd- bis Südwestlage. Den Untergrund bilden sandig geprägte Mergel der Sant'Agata-Fossili-Formation; eine Bodenanalyse der Parzelle weist rund 63 Prozent Schluff, 20 Prozent Sand und 17 Prozent Ton aus. Abfüllungen aus Dardi gelten als floral und würzig statt plakativ fruchtig, mit einer gewissen Strenge im Mundgefühl. Beppe Colla und der erste Lagen-Barolo von 1961 Beppe Colla übernahm 1956 die Kellerei Alfredo Prunotto in Alba und füllte 1961 einen Barolo ab, der ausschließlich aus Bussia stammte. Nach heutigem Verständnis war das der Anfang des Cru-Denkens im Barolo-Gebiet. Als Prunotto Ende der 1980er-Jahre verkauft wurde, behielt die Familie ihre bevorzugten Parzellen in Bussia und in Barbaresco. Daraus gründeten Beppe, sein Bruder Tino und Beppes Tochter Federica 1994 Poderi Colla mit Sitz in San Rocco Seno d'Elvio bei Alba. Seit 2006 verantwortet Tinos Sohn Pietro Colla die Kellerarbeit. 24 bis 28 Monate im großen Fass aus slawonischer Eiche Gelesen wird von Hand, danach folgen Entrappen und temperaturkontrollierte Gärung; die Maische bleibt zwölf bis fünfzehn Tage auf der Schale, wobei 30 °C nicht überschritten werden. Der biologische Säureabbau läuft noch vor dem Winter durch. Anschließend reift der Wein 24 bis 28 Monate in großen, mehrfach belegten Fässern aus slawonischer Eiche. Die Mindestvorgaben der Barolo DOCG von 38 Monaten Gesamtreife, davon 18 Monate im Holz, werden damit deutlich erfüllt. Servieren und kombinieren Poderi Colla nennt 15 bis 17 °C und ein weites Glas. Der junge Jahrgang gewinnt durch Luft: ein bis zwei Stunden dekantiert öffnen sich Frucht und Würze merklich. Am Tisch passen Brasato al Barolo, geschmorte Lammschulter, Rehrücken mit Wacholder, Tajarin mit weißem Trüffel, Steinpilzrisotto und gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Poderi Colla Barolo Bussia Dardi Le Rose 2021 Was bedeutet Dardi Le Rose auf dem Etikett? Dardi ist ein überlieferter Flurname im östlichen Abschnitt der Barolo-Lage Bussia, die als MGA offiziell abgegrenzt ist. Unter der Bezeichnung Dardi Le Rose füllt Poderi Colla die Trauben aus seinen Parzellen in diesem Abschnitt ab. Kann man den 2021 heute schon öffnen? Er lässt sich jetzt mit ausreichend Luft gut verkosten, zeigt aber noch viel Spannung im Tannin. Wer die tertiäre Seite mit Leder, Waldboden und getrockneten Blüten sucht, sollte einige Jahre warten. Was war 2021 in Monforte anders als 2020? 2021 begann mit Frostnächten im April und einem kühlen Frühjahr, danach folgte ein langer Reifeverlauf bis in den Oktober. Der Jahrgang gilt als straffer und strukturierter, während 2020 runder und früher zugänglich ausfiel. Wie viele Jahre verträgt dieser Cru im Keller? Der Shop gibt 15 Jahre und länger an, was zum traditionellen Ausbau und zur Tanninstruktur dieses Cru passt. Voraussetzung ist liegende, dunkle und erschütterungsfreie Lagerung bei möglichst gleichbleibender Kühle. Warum wirkt dieser Barolo weniger fruchtbetont als andere? Das ist eine Eigenart des Dardi-Sektors: Die Weine treten floral und würzig auf, mit merklicher Mineralität und einer eher herben Grundstimmung. Frucht ist vorhanden, steht aber nicht im Zentrum.

Inhalt: 0.75 Liter (57,20 €* / 1 Liter)

42,90 €*
Tenuta La Viola Barbaresco Asili 2021
Der Barbaresco Asili 2021 stammt aus einer der bekanntesten Einzellagen der Gemeinde Barbaresco im Piemont und füllt 0,75 Liter mit 15 % vol. Nebbiolo aus Asili gilt als Maßstab für die duftige, feingliedrige Seite der Appellation: Rosenblatt und getrocknetes Veilchen, rote Kirsche und Himbeere, hohe natürliche Säure und ein seidiges, feinkörniges Tannin. Der Untergrund aus kalkhaltigem Mergel liefert die kühle, salzige Spannung, die diese Lage von wärmeren Parzellen der DOCG unterscheidet. 2021 zählt in Barbaresco zu den herausragenden Jahrgängen. Die Verkostungsnotiz des Barbaresco Asili 2021 FARBE: Helles bis mittleres Rubinrot mit granatfarbenem Schimmer, transparent bis zum Rand. NASE: Getrocknete Rosenblätter, Veilchen und Lavendel legen sich über rote Kirsche und Himbeere. Darunter Anis, Wacholder, ein Ton von Teeblatt und eine kühle, kalkige Note. GESCHMACK: Aufrecht und straff, mit hoher natürlicher Säure und feinkörnigem, seidigem Tannin, das den Gaumen umschließt statt ihn auszutrocknen. Mittlerer bis kräftiger Körper, rote Frucht, Blutorange und ein salzig-mineralischer Kern. FINALE: Lang, mit nachhallender Kirsche, Rosenduft und einem trocken-würzigen, leicht rauchigen Ausklang. Asili – der Westhang der Gemeinde Barbaresco Asili umfasst rund 22 Hektar unmittelbar westlich des Dorfkerns von Barbaresco, auf 250 bis 350 Metern Höhe und mit süd-südwestlicher Ausrichtung. Der Untergrund besteht aus tortonischen Mergeln der Sant'Agata-Fossili-Formation aus dem späten Miozän: kalkhaltiger Mergel mit etwa 50 bis 60 Prozent Schluff, 25 bis 30 Prozent Ton und einem Sandanteil, dazu Magnesium- und Mangankarbonate. Ein Teil der Lage bildet eine geschützte, amphitheaterartige Mulde, in der es etwas wärmer und windstiller zugeht; die Genossenschaft Produttori del Barbaresco beziffert ihren Anteil dort auf 2,28 Hektar zwischen 230 und 290 Metern. Die benachbarte Lage Rabajà ruht auf demselben Bodentyp. Barbaresco DOCG: 26 Monate Reife, davon neun im Holz Barbaresco muss zu 100 Prozent aus Nebbiolo bestehen und mindestens 12,5 % vol erreichen. Vorgeschrieben sind wenigstens 26 Monate Reifung, davon mindestens neun Monate im Holzfass; in den Verkauf darf der Wein ab dem 1. Januar des dritten Jahres nach der Ernte. Für eine Riserva steigt die Vorgabe auf 50 Monate. Die Rebflächen dürfen höchstens auf 550 Metern liegen, die Appellation zählt rund 712 Hektar und 66 zusätzliche geografische Erwähnungen, kurz MGA – Asili ist eine davon. Welche Fassgrößen und welche Dauer für diese Abfüllung gewählt wurden, ist nicht dokumentiert. Der Jahrgang 2021 in Barbaresco Auf einen milden, niederschlagsreichen Winter mit guter Wasserreserve folgte ein regulärer Austrieb Ende März. Der April brachte Kälteeinbrüche mit Morgenfrösten, die in tieferen Lagen kleinere Schäden hinterließen, und der Mai blieb ungewöhnlich kühl, was die Erntemenge um etwa zehn Prozent unter das Niveau von 2020 drückte. Ab Juni stabilisierte sich das Wetter, Mitte August wurden kurzzeitig 35 °C erreicht, der September verlief trocken mit ausgeprägten Tag-Nacht-Unterschieden. Gelesen wurde zwischen dem 6. und dem 18. Oktober; die Beeren fielen kleiner aus und waren phenolisch besonders reich. Die Produttori del Barbaresco bewerten 2021 als in jeder Hinsicht ausgezeichneten Jahrgang. Servieren und kombinieren 16 bis 18 °C, großes Glas mit weitem Kelch. Der 2021er ist jung; ein bis zwei Stunden Karaffe oder das Öffnen am Vorabend helfen dem Tannin. Auf den Tisch passen Tajarin mit Butter und Trüffel, Brasato, Wildente, Risotto mit Steinpilzen, geschmorte Rinderbrust und gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Barbaresco Asili 2021 Was bedeutet Asili auf dem Etikett? Asili ist eine Menzione Geografica Aggiuntiva, also eine amtlich abgegrenzte Einzellage innerhalb der Barbaresco DOCG. Sie liegt in der Gemeinde Barbaresco und darf nur angegeben werden, wenn die Trauben vollständig aus dieser Lage stammen. Wie unterscheidet sich Asili von anderen Lagen der Appellation? Asili steht für die duftige, elegante Richtung: helle Farbe, floraler Duft, hohe Säure und feines Tannin. Breiter gebaute, dunklere Weine kommen eher aus anderen Abschnitten des Gebiets. Ist der 2021er bereits trinkreif? Er ist jung, aber zugänglich. Mit ausreichend Luft zeigt er sich schon jetzt offen; sein eigentliches Potenzial entfaltet sich in den kommenden Jahren, wenn sich das Tannin weiter verfeinert. Wie lange lässt sich der Wein lagern? Eine Lage wie Asili und ein Jahrgang mit reifem Phenolgerüst sprechen für eine lange Entwicklung. Bei kühler, dunkler und erschütterungsfreier Lagerung ist deutlich mehr als ein Jahrzehnt realistisch. Sollte der Wein dekantiert werden? In diesem Alter lohnt es sich. Ein bis zwei Stunden in der Karaffe lösen den floralen Duft und runden die Gerbstoffe ab; alternativ hilft ein früh geöffnetes, halb gefülltes Glas über den Abend.

11,90 €*
Viberti Giovanni Barolo Monvigliero 2020
Traube: Nebbiolo
Der Viberti Giovanni Barolo Monvigliero 2020 kommt aus der Referenzlage der kleinen Gemeinde Verduno am nördlichen Rand der Barolo-Zone. Reinsortiger Nebbiolo, 14 % Vol., 0,75 Liter. Das Jahr 2020 verlief mild und ausgeglichen, und genau so trinkt sich der Wein: offene rote Frucht, feiner Duft, Gerbstoffe, die schon jetzt weich anliegen. Die kräuterwürzige Handschrift des Hangs bleibt dabei unüberhörbar. Die Verkostungsnotiz des Viberti Giovanni Barolo Monvigliero 2020 FARBE: Aufgehelltes Rubingranat, bis zum Rand transparent. NASE: Offen und blumig mit Rosenwasser, Kirschblüte, Erdbeere und Granatapfel. Darunter Zimt, Wacholderbeere, Tabakblatt und ein balsamischer Hauch. GESCHMACK: Geschmeidiger Auftakt, mittleres Gewicht, seidiges Tannin. Die Frucht wirkt reif und offen, ohne breit zu werden. Kräuter, Anis und eine feine Bitternote von Chinarinde sorgen für Zug. FINALE: Nachhaltig und fein, mit floralem Nachhall, Kirsche und trockener Würze. Die beste Parzelle der kleinsten Barolo-Gemeinde Verduno liegt am nördlichen Ende der Denominazione und steuert nur knapp fünf Prozent der gesamten Barolo-Erzeugung bei. Monvigliero gilt seit Langem als der beste Hang des Ortes; die erste eigenständige Abfüllung brachte Fratelli Alessandria 1978 heraus, danach folgten rund zwanzig weitere Häuser. Prägend sind die Südexposition und die tonig-schluffigen Mergel aus dem Tortonium, die Frische, Würze und eine feine Gerbstofftextur ergeben. Barolo aus Verduno wird häufig an seiner Note von weißem Pfeffer erkannt. Hundert Jahre Weinbau in Vergne Die Cantina Viberti Giovanni gehört seit 1923 zum Weiler Vergne oberhalb von Barolo. Aus dem Wein für die Gäste des eigenen Gasthauses wurde über die Generationen ein Betrieb mit Parzellen in mehreren Gemeinden der Zone. Claudio Viberti, ausgebildet an der Önologischen Schule in Alba, führt ihn heute und arbeitet betont konservativ: lange Fassreife, große Gebinde, wenig Eingriff. Neben Barolo entstehen Barbera d'Alba, Dolcetto, Langhe Nebbiolo, Moscato d'Asti und ein Timorasso aus den Colli Tortonesi. 31 Monate Fassreife für einen milden Jahrgang Der Wein vergärt im Stahltank und verbringt danach 31 Monate in großen Holzfässern, gefolgt von sieben Monaten in der Flasche. Der ruhige Verlauf des Jahres 2020 mit Niederschlägen im Mai und Juni und kühlen Septembernächten ergab reife Trauben bei erhaltener Säure. Entsprechend hat sich das Tannin schon im Fass gut eingebunden, was den Wein früher zugänglich macht als manchen Vorgänger. Ein Jahrzehnt im Keller verträgt er trotzdem. Servieren und kombinieren Bei 16 bis 17 °C servieren, eher am unteren Rand, damit die florale Seite nicht untergeht. Eine Stunde in der Karaffe reicht aus. Passend sind Kaninchen in Kräutern, Perlhuhn, Rinderrouladen, Tajarin mit Trüffel, geschmorte Schweinebacke und mittelreifer Bra. Häufige Fragen zum Viberti Giovanni Barolo Monvigliero 2020 Warum gilt Monvigliero als große Lage? Der Hang vereint durchgehende Südausrichtung, mäßige Höhe zwischen 250 und 300 Metern und sehr feine Mergelböden. Bereits vor der offiziellen Lagenabgrenzung galt er als bester Weinberg der Gemeinde; heute teilen sich etwa zwei Dutzend Erzeuger die rund 25 Hektar. Wie trinkt sich der Jahrgang 2020? 2020 gilt als zugänglicher Jahrgang mit offener Frucht und gut eingebundenen Gerbstoffen. Der Wein lässt sich bereits jetzt gut trinken und muss nicht zwingend für Jahre weggelegt werden. Wie unterscheidet sich 2020 vom Jahrgang 2021 derselben Lage? 2020 verlief mild und gleichmäßig und ergab einen weicheren, früher zugänglichen Wein. 2021 brachte nach Aprilfrost und heißem Sommer mehr Gerüst und Konzentration, verlangt dafür aber mehr Geduld. Bei welcher Temperatur sollte man ihn einschenken? 16 bis 17 °C sind ideal. Zu warm serviert drängt sich der Alkohol vor, zu kalt verschließen sich die floralen Noten, die diese Herkunft auszeichnen. Wie lagert man die Flasche richtig? Liegend, dunkel, erschütterungsfrei und bei möglichst konstanten zehn bis vierzehn Grad. Unter solchen Bedingungen sind zehn bis fünfzehn Jahre ohne Weiteres möglich.

Inhalt: 0.75 Liter (93,20 €* / 1 Liter)

69,90 €*