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Piemont
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Piemont Weine

🍷 Rote Leidenschaft aus dem Herzen Barolos

Das Piemont zählt zu den renommiertesten Weinanbaugebieten Italiens. Zwischen sanften Hügeln und alpinem Klima entstehen hier weltberühmte Weine wie Barolo, Barbaresco und Barbera d'Alba. Die Kombination aus kalkhaltigen Böden, traditionellem Handwerk und moderner Kellertechnik verleiht den Weinen Struktur, Eleganz und Tiefe. Ob Rot-, Weiß- oder Schaumwein – das Piemont steht für höchste Qualität und authentischen Weingenuss aus Norditalien.

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Az. Agr. Lalu – Barbera d'Alba DOC 2023
Alkoholgehalt: 14,5 % | Anbaugebiet: Monforte D'Alba | Ausbau: in slawonischer Eiche für 24 Monate | Auszeichnungen: Nein | Farbe: tiefdunkles Rot | Geschmack: Intensive Nase,Kirsche,Marzipan | Herstellerland: Italien | Jahr: 2022 | Lagerung: 5-15 Jahre | Nettofüllmenge (in Liter): 0,75 | Produzent: Agricola Azienda LaLu | Region: Piemont | Traube: Barbera | Trinktemperatur in °C: 16-17 | gesetzliche Angaben: enthält Sulfite
Der Az. Agr. Lalu – Barbera d’Alba DOC 2023 kommt aus Monforte d’Alba und fällt kräftiger aus als sein Nachfolger. Tiefdunkles Rot, 14 % Vol., 0,75 Liter. Eine intensive Nase mit Kirsche und Marzipan leitet ein, am Gaumen halten sich Reife und Säure die Waage. 2023 brachte in den Langhe Hitzespitzen und einen langen Herbst – beides schmeckt man in diesem Wein. Die Verkostungsnotiz des Az. Agr. Lalu – Barbera d’Alba DOC 2023 FARBE: Tiefdunkles Rot, im Kern fast undurchsichtig. NASE: Eine intensive Nase aus dunkler Kirsche, Pflaume und Holunder. Marzipan und geröstete Mandel geben einen süßlichen Gegenpol, dazu Nelke und getrocknete Kräuter. GESCHMACK: Vollere Frucht als im Folgejahrgang, mit reifer Kirsche und dunklem Beerenmus. Die Säure bleibt hoch, wird aber vom Extrakt aufgefangen; der Wein wirkt rund, ohne breit zu werden. FINALE: Länger und wärmer, mit Pflaume, Mandel und einer leichten Bitterschokoladennote. Wo die Barbera-Reben in Monforte d’Alba stehen Monforte d’Alba liegt im Südosten des Langhe-Hügellands, die Rebzeilen ziehen sich dort höher hinauf als in den westlichen Gemeinden. Lalu hat hier eine größere Barbera-Fläche als Nebbiolo-Fläche und behandelt die Sorte entsprechend ernst. Die Mergelböden der Gemeinde speichern Wasser gut, was in trockenen Sommern hilft und der Säure einen ruhigen Rahmen gibt. Alle Flächen werden ökologisch und regenerativ bewirtschaftet, der Boden bleibt ganzjährig bedeckt. Zwei Quereinsteigerinnen aus Turin Lara Rocchetti und Luisa Sala stammen aus Turin und kamen über das Studium der Gastronomischen Wissenschaften in Pollenzo zum Wein, nicht über eine Familientradition. Ihre Praxis holten sie sich im Burgund bei Dominique Lafon und Cécile Tremblay sowie bei piemontesischen Gütern wie Trediberri und Conterno-Fantino. Ihre Abschlussarbeit befasste sich mit klimaneutralen Kellereien – ein Thema, das bis heute in ihre Arbeitsweise hineinwirkt. Seit 2019 führen sie ihren eigenen Betrieb mit rund dreieinhalb Hektar in La Morra und Monforte d’Alba. Warum hier kein neues Holz zum Einsatz kommt Barbera reagiert empfindlich auf frische Fasswürze: Vanille und Röstnoten decken die Kirschfrucht schnell zu. Lalu vergärt deshalb im Beton und legt den Wein anschließend für etwa acht Monate in gebrauchte Holzfässer österreichischer Herkunft, die keinen eigenen Ton mehr abgeben. Die Gärung läuft spontan mit einem Pied de cuvée an, ein Teil der Trauben bleibt als ganze Beere im Behälter. Die Abfüllung erfolgt unfiltriert. Servieren und kombinieren 16 bis 17 °C, wie vom Gut angegeben, treffen den Wein am besten. Wegen der reiferen Frucht des Jahrgangs schadet eine halbe Stunde Luft nicht, nötig ist sie nicht. Auf den Tisch gehören dazu Brasato, Bollito misto, Bagna càuda, Tagliatelle mit Wurstsugo, Schweinebauch aus dem Ofen und halbfester Bergkäse. Häufige Fragen zum Az. Agr. Lalu – Barbera d’Alba DOC 2023 Wie hat sich der Jahrgang 2023 auf den Wein ausgewirkt? Der nasse Frühling verlangte ständige Arbeit gegen den Falschen Mehltau, der Sommer brachte Spitzen über 40 °C. Die späte Lese bei kühlen Nächten führte zu reifer Frucht, die dennoch Säure behalten hat. Wie unterscheidet er sich vom 2024er desselben Weins? Der 2023er zeigt mehr Reife, mehr Extrakt und ein wärmeres Finale. Der 2024er fällt heller und schlanker aus und stellt die Frische stärker in den Vordergrund. Passt der Wein zu deftiger Küche? Ja, das ist seine Stärke. Die hohe Säure schneidet durch Fett, weshalb Schmorgerichte, Wurst und kräftige Sugos gut funktionieren. Warum steht auf dem Etikett kein Superiore? Die Stufe Superiore setzt zwölf Monate Reife voraus, davon vier im Holzfass, und mindestens 12,5 % Vol. Wer den Wein bewusst früher füllt, um Frucht und Frische zu erhalten, verzichtet auf diese Bezeichnung. Wie lange lässt sich der 2023er aufbewahren? Bei kühler, dunkler Lagerung hält er sich gut über mehrere Jahre. Am meisten Freude macht er in den ersten fünf bis acht Jahren, solange die Kirschfrucht präsent ist.

Inhalt: 0.75 Liter (31,87 €* / 1 Liter)

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Az. Agr. Lalu – Barbera d'Alba DOC 2024
Alkoholgehalt: 14,5 % | Anbaugebiet: Monforte D'Alba | Ausbau: in slawonischer Eiche für 24 Monate | Auszeichnungen: Nein | Farbe: tiefdunkles Rot | Geschmack: Intensive Nase,Kirsche,Marzipan | Herstellerland: Italien | Jahr: 2022 | Lagerung: 5-15 Jahre | Nettofüllmenge (in Liter): 0,75 | Produzent: Agricola Azienda LaLu | Region: Piemont | Traube: Barbera | Trinktemperatur in °C: 16-17 | gesetzliche Angaben: enthält Sulfite
Der Az. Agr. Lalu – Barbera d’Alba DOC 2024 wächst in Monforte d’Alba, im Cru Bussia. Tiefdunkles Rot im Glas, 14 % Vol., 0,75 Liter. Die Nase ist intensiv und trägt Kirsche und einen süßlichen Marzipanton, am Gaumen übernimmt die typische Barbera-Säure. Der nasse, kühle Jahrgang 2024 hat den Wein eher schlank und trinkfreudig ausfallen lassen. Die Verkostungsnotiz des Az. Agr. Lalu – Barbera d’Alba DOC 2024 FARBE: Tiefdunkles Rot mit violettem Rand. NASE: Intensiv und direkt: Sauerkirsche, Brombeere und schwarze Johannisbeere. Dahinter ein Marzipanton, dazu Veilchen und eine feine Anisnote. GESCHMACK: Saftig und geradlinig, getragen von der hohen Säure, die diese Rebsorte auszeichnet. Tannin gibt es kaum, dafür einen klaren Fruchtkern und einen leicht salzigen Zug im Mittelteil. FINALE: Frisch und mittellang, mit Kirsche und einem mandeligen Nachhall. Der Cru Bussia in Monforte d’Alba Rund anderthalb Hektar Barbera bewirtschaftet Lalu in Bussia, einer der bekanntesten Lagen der Gemeinde Monforte d’Alba. Barbera bekommt in den Langhe nicht selten Hangposten, die sonst dem Nebbiolo vorbehalten wären – genau das gibt der Sorte hier mehr Substanz als in einfacheren Zonen. Die kalk- und mergelhaltigen Böden bremsen die Säure nicht aus, sondern halten sie im Gleichgewicht mit der Frucht. Gearbeitet wird ökologisch, mit Begrünung und ohne Herbizide. Barbera d’Alba DOC: was die Regeln verlangen Die Herkunft wurde 1970 anerkannt und deckt die Hügel um Alba in Langhe und Roero ab; Weinberge oberhalb von 650 Metern sind ausgeschlossen. Mindestens 85 % Barbera müssen in die Flasche, bis zu 15 % Nebbiolo sind zulässig. Der Grundtyp braucht mindestens 12 % Vol., die Stufe Superiore mindestens 12,5 % Vol. und zwölf Monate Reife, davon vier im Holzfass. Historisch kam die Rebsorte erst nach der Reblauskrise ins Albeser Hügelland und profitierte dort von Böden, die sonst dem Nebbiolo gehören. Ganze Beeren im Beton, danach neutrales Holz Ganze Trauben und ganze Beeren vergären im Betonbehälter, spontan und parzellenweise getrennt; die Umzüge erfolgen im freien Fall, aufgegossen wird von Hand. Beton speichert keine Aromen und hält die Temperatur ruhig, was der Frische dieser Rebsorte entgegenkommt. Danach folgen rund acht Monate in gebrauchten österreichischen Holzfässern ohne eigenen Holzton. Gefüllt wird ungefiltert. Servieren und kombinieren Das Gut nennt 16 bis 17 °C als Trinktemperatur – kühler serviert wirkt die Säure spitz, wärmer verliert der Wein Kontur. Ein normales Rotweinglas genügt, Dekantieren ist überflüssig. Er passt zu Tajarin mit Ragout, zu Salsiccia, zu Pizza mit Salami, zu gebratener Leber, zu Vitello tonnato und zu jungem Robiola-Käse. Häufige Fragen zum Az. Agr. Lalu – Barbera d’Alba DOC 2024 Wie viel Barbera muss in einer Barbera d’Alba DOC stecken? Mindestens 85 %; bis zu 15 % Nebbiolo dürfen ergänzt werden. Das Anbaugebiet liegt rund um Alba und reicht höchstens bis 650 Meter Höhe. Was zeichnet den Jahrgang 2024 aus? Nach zwei Dürrejahren regnete es im Frühjahr 2024 kräftig, später kam ein nasser September dazu. Wer streng aussortierte, erhielt frische Weine mit klarer Frucht und niedrigerem Alkohol als in den heißen Vorjahren. Warum schmeckt Barbera so säurebetont? Die Rebsorte bildet von Natur aus viel Säure und nur wenig Gerbstoff. Genau diese Kombination macht sie zu einem beweglichen Essensbegleiter, der auch fettere Gerichte noch trägt. Sollte der Wein liegen bleiben? Er ist jetzt am zugänglichsten und braucht keine Reifezeit. Bei kühler Lagerung hält er sich problemlos einige Jahre, gewinnt aber vor allem an Ruhe, nicht an Komplexität. Was unterscheidet ihn vom Langhe Nebbiolo des Guts? Die Barbera ist dunkler in der Frucht, weicher im Tannin und lebt fast ausschließlich von ihrer Säure. Der Nebbiolo desselben Hauses wirkt heller, floraler und deutlich gerbstoffbetonter.

Inhalt: 0.75 Liter (31,87 €* / 1 Liter)

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Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2023
Traube: Nebbiolo
Beim Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2023 liefert die Lage Roncaglie in La Morra das Traubenmaterial. Rubinrot, 14 % Vol., 0,75 Liter: ein Nebbiolo aus einem Jahr, das die Winzer in den Langhe hart gefordert hat. Rosen und Waldbeeren stehen vorn, Tabak und trockene Kräuter folgen. Die Hitzespitzen des Sommers 2023 haben für Reife gesorgt, die kühlen Nächte im langen Herbst für Duft und Säure. Die Verkostungsnotiz des Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2023 FARBE: Rubinrot mit granatfarbenem Schimmer am Rand. NASE: Reife Waldbeeren und dunkle Kirsche treffen auf getrocknete Rosenblätter. Darunter liegen Tabak, Lakritzwurzel und ein erdiger, fast pilziger Unterton. GESCHMACK: Straffer und dichter als im Folgejahrgang, mit gereifter roter Frucht und einem Tannin, das spürbar Kontur zieht. Die Säure sitzt hoch und trägt den Wein über den ganzen Gaumen, salzige und würzige Anklänge begleiten sie. FINALE: Anhaltend, mit Kirschkern, Tabak und einer trocken-herben Spur, die zum nächsten Schluck einlädt. Roncaglie in La Morra, die erste Parzelle des Guts Roncaglie ist eine offiziell abgegrenzte Lage, eine sogenannte MGA, in der Gemeinde La Morra. Hier liegt die halbe Hektar große Parzelle, mit der die Geschichte von Lalu 2015 begann – vier Jahre vor der Betriebsanmeldung. Die Reben stehen auf etwa 400 Metern Höhe und schauen nach Osten, die Morgensonne bringt sie früh in Gang, die Nachmittagshitze trifft sie nicht mehr voll. Die sandig-tonigen Mergelböden von La Morra gelten als Grund für die duftige, eher schlanke Stilistik der Weine aus dieser Gemeinde. Lara Rocchetti und Luisa Sala, seit 2019 in Serralunga d’Alba Die beiden Gründerinnen kommen aus Turin und haben in Pollenzo Gastronomische Wissenschaften studiert; eine Winzerfamilie steht nicht hinter ihnen. Nach dem Studium sammelten sie Erfahrung bei Gütern im Burgund und im Piemont, bevor sie 2019 ihren eigenen Betrieb anmeldeten und eine kleine Kellerei in Serralunga d’Alba anmieteten. Der erste Jahrgang brachte 5.000 Flaschen; als Obergrenze haben sie sich rund 20.000 Flaschen im Jahr gesetzt, sobald alle Flächen im Ertrag stehen. Bewirtschaftet wird ökologisch, mit Blick auf Bodenleben und Artenvielfalt. Handentrappung nach burgundischem Vorbild Ein Teil der Trauben wird von Hand entrappt, wobei die kleinen Stielchen an der Beere bleiben – eine aufwendige Technik, die Lalu von Lalou Bize-Leroy übernommen hat und die die Adstringenz senken soll. Der Rest geht als ganze Beere mit in den Betonbehälter, die Gärung startet spontan. Anschließend reift der Wein etwa acht Monate in gebrauchten Holzfässern österreichischer Herkunft, die den Wein tragen, aber nicht würzen sollen. Die Füllung erfolgt ohne Filtration. Servieren und kombinieren Am besten bei 16 bis 18 °C in einem bauchigen Glas. Der 2023er verträgt etwas mehr Luft als ein leichter Jahrgang – eine Stunde geöffnet oder ein kurzer Umzug in die Karaffe tun ihm gut. Er begleitet Brasato, Salsiccia mit Linsen, Tagliatelle mit Ragout, gegrilltes Rind, Steinpilze und gereiften Toma-Käse. Häufige Fragen zum Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2023 Was bedeutet Roncaglie auf dem Etikett? Roncaglie ist eine amtlich abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung in der Gemeinde La Morra. Sie benennt die Herkunft der Trauben genauer, als es die DOC Langhe allein tun würde. Was hat den Jahrgang 2023 in den Langhe geprägt? Ein milder, sehr nasser Frühling sorgte für starken Falschen Mehltau, im Sommer kletterten die Temperaturen über 40 °C. Der lange, kühle Herbst rettete die Aromatik, doch nur mit strenger Auslese im Weinberg kamen saubere Trauben in den Keller. Ist der 2023er schon trinkreif? Ja, er lässt sich bereits gut trinken, wirkt aber straffer als der Folgejahrgang. Ein bis zwei weitere Jahre Flaschenruhe runden das Tannin spürbar ab. Worin unterscheidet er sich vom Barbera des Guts? Der Nebbiolo bringt mehr Gerbstoff, mehr florale Aromatik und einen deutlich strafferen Bau mit. Die Barbera desselben Hauses lebt stärker von Kirschfrucht und Säure und hat kaum spürbares Tannin. Wie sollte die Flasche gelagert werden? Liegend, dunkel und bei möglichst gleichbleibender kühler Temperatur. Unter solchen Bedingungen entwickelt sich der Wein über Jahre weiter, ohne seine Säure zu verlieren.

Inhalt: 0.75 Liter (39,87 €* / 1 Liter)

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Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2024
Traube: Nebbiolo
Der Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2024 stammt von Rebparzellen in La Morra und Monforte d’Alba, vinifiziert wird er im Keller des Guts in Serralunga d’Alba. Der Nebbiolo kommt mit 14 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche und zeigt sich rubinrot im Glas. Waldbeeren, Rosenblüte und ein Hauch Tabak bestimmen das Aromenbild. 2024 war in den Langhe ein feuchter, kühler Jahrgang – entsprechend hell die Säure, entsprechend schlank der Körper. Die Verkostungsnotiz des Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2024 FARBE: Helles, klares Rubinrot mit durchscheinendem Rand. NASE: Waldbeeren und Preiselbeere öffnen den Duft, dahinter Rosenblätter und getrocknete Veilchen. Ein trockener Tabakton und etwas Wacholder hängen sich an, ohne die Frucht zu verdecken. GESCHMACK: Mittleres Gewicht, klare rote Frucht, dazu eine helle Säure, die den Wein von vorne bis hinten in Bewegung hält. Das Tannin ist feinkörnig und kurz gefasst, es kratzt nicht, sondern zieht sich als trockene Linie durch den Gaumen. FINALE: Mittellang, mit Preiselbeere, Rose und einem herb-würzigen Nachklang. Junge Nebbiolo-Reben in La Morra und Monforte d’Alba Lalu bewirtschaftet rund dreieinhalb Hektar, verteilt auf Parzellen in den Gemeinden La Morra und Monforte d’Alba. Ein Teil dieser Reben ist noch zu jung, um daraus Barolo zu erzeugen – die Trauben wandern deshalb in den Langhe Nebbiolo. La Morra hat unter den Barolo-Gemeinden vergleichsweise viel Sand und Ton im Boden und wenig Kalk, was dort traditionell für duftige, eher zugängliche Nebbiolo-Weine sorgt. Die Parzellen in Monforte d’Alba steuern etwas mehr Gerbstoff und Halt bei. Bewirtschaftet werden alle Flächen ökologisch, mit Begrünung zwischen den Zeilen. Was Langhe Nebbiolo von Barolo unterscheidet Die Langhe DOC wurde 1994 eingerichtet und deckt einen weit größeren Raum ab als die eng gefassten Spitzenherkünfte: Sie umfasst Gemeinden in der gesamten Provinz Cuneo. Für die Typologie Nebbiolo schreibt sie mindestens 85 % Nebbiolo vor, der Rest darf aus anderen zugelassenen roten Sorten bestehen; ein Mindestalkohol von 11,5 % Vol. ist gesetzt, eine Mindestreifezeit dagegen nicht. Barolo verlangt reinsortigen Nebbiolo aus elf genau abgegrenzten Gemeinden und 38 Monate Reife, davon 18 im Holz. Genau deshalb ist der Langhe Nebbiolo bei vielen Gütern das Gefäß für junge Anlagen und früh zugängliche Partien. Getrennte Gärung im Beton, rund acht Monate im Holz Die Partien werden parzellenweise getrennt vergoren, spontan und ohne Reinzuchthefe. Etwa die Hälfte der Trauben geht als ganze Beere in den Betonbehälter, die andere Hälfte wird entrappt. Nach der Gärung reift der Wein rund acht Monate in gebrauchten österreichischen Holzfässern, die keinen eigenen Ton beisteuern sollen. Abgefüllt wird ungefiltert. Servieren und kombinieren 16 bis 18 °C sind die richtige Temperatur, ein großes Rotweinglas hilft dem eher zurückhaltenden Duft. Dekantieren ist nicht nötig; eine halbe Stunde geöffnet im Glas reicht völlig. Am Tisch passt er zu Tajarin mit Butter und Salbei, zu Agnolotti del plin, zu Vitello tonnato, zu gebratener Entenbrust, zu Pilzrisotto und zu einem mittelalten Bra-Käse. Häufige Fragen zum Az. Agr. Lalu – Langhe Nebbiolo DOC 2024 Was bedeutet Langhe Nebbiolo auf dem Etikett? Langhe ist eine DOC der Provinz Cuneo, die Typologie Nebbiolo verlangt mindestens 85 % dieser Rebsorte. Eine vorgeschriebene Mindestreifezeit gibt es nicht, weshalb diese Weine meist deutlich früher in den Verkauf kommen als Barolo oder Barbaresco. Wie war der Jahrgang 2024 in den Langhe? Nach zwei trockenen Jahren brachte das Frühjahr 2024 viel Regen und füllte die Wasserspeicher, zugleich stieg der Pilzdruck im Weinberg deutlich. Der September blieb nass, die Lese zog sich bis in den Oktober. Die Weine fallen leichter und frischer aus als in den heißen Vorjahren. Muss der Wein dekantiert werden? Nein. Bei einem jungen Langhe Nebbiolo genügt es, die Flasche kurz vor dem Essen zu öffnen und den Wein im Glas atmen zu lassen. Längeres Karaffieren kann die feine Frucht eher kosten als bringen. Wie lange lässt sich der 2024er lagern? Er ist von Beginn an trinkbar und behält seine Frische bei kühler, dunkler Lagerung über mehrere Jahre. Wer ihn länger liegen lässt, sollte einkalkulieren, dass der leichtere Jahrgangsstil eher auf Duft als auf Ausdauer angelegt ist. Wer steht hinter Az. Agr. Lalu? Lara Rocchetti und Luisa Sala, zwei Turinerinnen, die sich an der Universität für Gastronomische Wissenschaften in Pollenzo kennengelernt haben. Aus den ersten beiden Buchstaben ihrer Vornamen entstand der Name Lalu. Ihren Betrieb meldeten sie 2019 an.

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Bel Colle Barbaresco Pajoré 2021
Traube: Barbaresco
Der Bel Colle Barbaresco Pajoré 2021 stammt aus einer der bekanntesten Einzellagen der Gemeinde Treiso und ist ein reinsortiger Nebbiolo mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Im Glas leuchtet Rubinrot mit orangefarbenen Reflexen, in der Nase stehen Rosenblatt, Sauerkirsche, Lakritz und feine Gewürze. Vierundzwanzig Monate im 45-Hektoliter-Fass und sechs Monate Flaschenruhe geben Kontur, ohne Holzaromen in den Vordergrund zu schieben. Der Jahrgang 2021 gilt in Barbaresco als besonders gelungen. Die Verkostungsnotiz des Bel Colle Barbaresco Pajoré 2021 FARBE: Rubinrot mit granatfarbenen bis orangefarbenen Reflexen am Rand. NASE: Ätherisch und klar gezeichnet, mit Rosenblatt, getrocknetem Veilchen und roter Kirsche. Darunter Lakritz, weißer Pfeffer und ein Anflug von Tabak, der dem Duft Tiefe gibt. GESCHMACK: Mittelkräftig bis kräftig, mit fein gekörnten Gerbstoffen und einer dichten Mitte. Rote Frucht, Kräuterwürze und eine kühle mineralische Ader halten sich die Waage. FINALE: Lang, würzig und aufrecht, mit nachhallender Kirsche und feinem Lakritzton. Pajoré: steile Südhänge im hoch gelegenen Treiso Pajoré liegt in Treiso, der am höchsten gelegenen Gemeinde des Barbaresco-Gebiets. Die Parzellen fallen sehr steil, beinahe terrassiert ab und blicken nach Süden bis Südsüdwesten, was reichlich Nachmittagssonne bedeutet. Der Boden besteht aus kalkhaltigem Mergel der Sant'Agata-Fossilformation, mit einem für die Zone vergleichsweise hohen Tonanteil. Ton gibt den Weinen mehr Fülle und eine dichtere Gaumenmitte, während die Höhenlage die Aromatik anhebt. Weine aus Pajoré gelten deshalb als betont duftig, geprägt von Rosenblatt, getrocknetem Veilchen und roter Kirsche bei fein gezeichnetem Gerbstoff. Bel Colle in Verduno, seit 2015 bei der Familie Bosio Gegründet wurde das Gut von den Brüdern Franco und Carlo Pontiglione zusammen mit Giuseppe Priola. Von 1980 bis 2015 prägte Önologe Paolo Torchio die Handschrift des Hauses, seither gehört Bel Colle zur Familie Bosio aus Santo Stefano Belbo. Bewirtschaftet werden rund zehn Hektar, verteilt auf Monvigliero und Borgo Castagni in Verduno, Bussia in Monforte d'Alba, Pajoré in Barbaresco sowie Flächen im Astigiano. Rund 300.000 Flaschen verlassen den Keller im Jahr; die Leitung liegt bei den Önologen Luca Bosio und Mario Albrito, die auf nachhaltigen Anbau, Handlese und schonende Pressung setzen. Vierundzwanzig Monate im 45-Hektoliter-Fass Die Trauben werden von Hand gelesen und entrappt, die Gärung läuft temperaturkontrolliert im Edelstahl mit weinbergseigenen Hefen. Nach dem Ende der Gärung bleibt der Wein 22 bis 25 Tage auf der Maische, was Farbe und Gerbstoff behutsam herauslöst. Es folgen 24 Monate in Eichenfässern zu 45 Hektolitern, groß genug, damit das Holz nicht hervortritt, klein genug für eine feine Sauerstoffzufuhr. Sechs Monate Flaschenruhe schließen den Ausbau ab. Das Regelwerk verlangt für Barbaresco mindestens 26 Monate Reife, davon neun im Holz – Bel Colle geht deutlich darüber hinaus. Servieren und kombinieren Das Weingut nennt 18 °C, in der Praxis bewähren sich 16 bis 18 °C in einem großen, bauchigen Glas. Eine Stunde Karaffe tut dem noch jungen Wein gut. Auf dem Tisch harmoniert er mit Wildbraten, Rinderrouladen, Agnolotti in Fleischjus, Pilzgerichten, Trüffelrisotto und gereiftem Hartkäse. Häufige Fragen zum Bel Colle Barbaresco Pajoré 2021 Was bedeutet Pajoré auf dem Etikett? Pajoré ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung innerhalb des Barbaresco-Gebiets, gelegen in der Gemeinde Treiso. Der Name weist die genaue Herkunft der Nebbiolo-Trauben aus. Worin unterscheidet sich Barbaresco von Barolo? Beide entstehen aus Nebbiolo, doch Barbaresco reift dank maritimer Einflüsse etwas früher und darf kürzer lagern, mindestens 26 statt 38 Monate. Die Gerbstoffe runden sich in der Regel schneller, die Weine sind früher zugänglich. Wie war der Jahrgang 2021 in Barbaresco? Nach mildem Winter mit guten Wasserreserven blieb der Sommer gemäßigt. Kleine Beeren, hohe Polyphenolwerte und eine Lese in der zweiten Oktoberwoche brachten Weine mit Balance, Frische und Struktur. Sollte der Wein belüftet werden? Ja. Eine Stunde in der Karaffe hilft dem jungen Nebbiolo, seine floralen Noten und die Würze freizulegen. Wie lange lässt er sich lagern? Der Händler gibt 15 bis 20 Jahre an. Liegend, dunkel und kühl gelagert entwickelt der Wein tertiäre Noten von Leder, Trüffel und getrockneten Kräutern.

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Bel Colle Barbera d'Asti Superiore Nuwanda 2022
Traube: Favorita
Der Bel Colle Barbera d'Asti Superiore Nuwanda 2022 wächst auf einer knapp einen Hektar großen Parzelle bei Bionzo in der Langa Astigiana. Reinsortige Barbera, 15,5 % Vol., 0,75 Liter. Brombeere und Heidelbeere in konzentrierter, fast konfitürter Ausprägung treffen auf die für die Sorte typische lebhafte Säure. Rund zwölf Monate französische Eiche geben Halt, ohne die dunkle Frucht zu überdecken. Nuwanda ist ein indianischer Ausdruck und bedeutet so viel wie Geist der Stärke. Die Verkostungsnotiz des Bel Colle Barbera d'Asti Superiore Nuwanda 2022 FARBE: Tiefes Rubingranat mit violetten Rändern und lebhaftem Glanz. NASE: Brombeer- und Heidelbeerkonfitüre, dazu Veilchen, Zartbitterschokolade und eine Spur Vanille aus dem Fass. Im Hintergrund würzige Noten von Nelke und getrocknetem Thymian. GESCHMACK: Kompakt und dicht, mit viel Extrakt und einer Säure, die den hohen Alkohol im Zaum hält. Salzige Anklänge und dunkle Frucht halten sich die Waage, der Wein bleibt trotz seiner Wucht beweglich. FINALE: Lang und herzhaft, mit Beerenfrucht, Bitterschokolade und einem frischen Zug zum Schluss. Bionzo in der Langa Astigiana – und warum d'Asti nicht d'Alba heißt Die Parzelle liegt bei Bionzo, einem Weiler hoch über dem Valle Tinella, dort wo die östlichen Langhe-Hügel in das Monferrato Astigiano übergehen. Sandig-kalkiger Boden, gute Drainage und eine warme Ausrichtung sorgen für frühe Reife und konzentrierte Beeren. Barbera d'Asti ist eine eigenständige Herkunft mit eigenem Regelwerk: 1970 als DOC anerkannt, seit 2008 DOCG, mit Gemeinden in den Provinzen Asti und Alessandria. Barbera d'Alba dagegen stammt aus dem Umfeld von Alba in der Provinz Cuneo. Dieselbe Rebsorte, aber zwei verschiedene Zonen und zwei verschiedene Vorschriftenwerke – der Zusatz auf dem Etikett ist also keine Formsache. Bel Colle: zehn Hektar zwischen Verduno und dem Astigiano Das Weingut sitzt in Verduno und wurde von den Brüdern Franco und Carlo Pontiglione gemeinsam mit Giuseppe Priola gegründet. Seit 2015 gehört es der Familie Bosio aus Santo Stefano Belbo, die in vierter Generation Wein erzeugt. Rund zehn Hektar verteilen sich auf Verduno, Monforte d'Alba, Barbaresco, Santo Stefano Belbo und eben Bionzo in der Langa Astigiana. Etwa 300.000 Flaschen entstehen jährlich unter der Leitung der Önologen Luca Bosio und Mario Albrito, die Edelstahl für die Gärung und französische wie slawonische Eiche für die Reife einsetzen. Rund zwölf Monate in französischer Eiche Die Stufe Superiore verlangt mindestens 14 Monate Reife, davon wenigstens sechs im Holzfass. Bel Colle liest von Hand in kleine Kisten, entrappt und vergärt temperaturkontrolliert im Edelstahl mit ausgewählten Hefen. Danach reift der Wein rund zwölf Monate in kleinen und mittleren Fässern aus französischer Eiche. Das Holz liefert Struktur und etwas Röstwürze, dient bei dieser Sorte aber vor allem dazu, die kräftige Säure einzubinden. 2022 war heiß und trocken, die Beeren blieben klein und dickschalig, was die dichte Textur des Jahrgangs erklärt. Servieren und kombinieren Achtzehn Grad und ein großes Glas bringen den Wein am besten zur Geltung, eine halbe Stunde Karaffe schadet nicht. Er trägt kräftige Gerichte: Agnolotti in Fleischjus, Schmorbraten, gegrilltes Rind, Salsiccia vom Rost, Wildschweinragout und gereiften Toma oder Pecorino. Häufige Fragen zum Bel Colle Barbera d'Asti Superiore Nuwanda 2022 Was bedeutet der Name Nuwanda? Nach Angabe des Weinguts handelt es sich um einen indianischen Ausdruck für Geist der Stärke. Er verweist auf die kräftige, konzentrierte Art dieses Weins. Worin unterscheidet sich Barbera d'Asti von Barbera d'Alba? Es sind zwei getrennte Herkunftsbezeichnungen für dieselbe Rebsorte. Barbera d'Asti kommt aus den Provinzen Asti und Alessandria und ist seit 2008 DOCG, Barbera d'Alba stammt aus der Provinz Cuneo rund um Alba. Was steckt hinter der Bezeichnung Superiore? Superiore verlangt eine längere Reife von mindestens 14 Monaten, davon sechs im Holzfass, sowie einen höheren Mindestalkohol als die Basisstufe. Die Weine sind dadurch dichter und haltbarer. Sind 15,5 % Alkohol für diese Sorte üblich? Es ist ein hoher, aber im heißen Jahr 2022 nachvollziehbarer Wert. Die kräftige Säure der Sorte gleicht die Wärme aus, weshalb der Wein am Gaumen weniger schwer wirkt, als die Zahl vermuten lässt. Wie lange lässt sich die Flasche lagern? Der Händler nennt rund fünf Jahre. In dieser Zeit verliert die Frucht etwas an Wucht und gewinnt würzige, schokoladige Töne.

Inhalt: 0.75 Liter (18,53 €* / 1 Liter)

13,90 €*
Bel Colle Verduno Pelaverga 2022
Traube: Pelaverga
Der Bel Colle Verduno Pelaverga 2022 ist ein Rotwein aus Pelaverga Piccolo, einer Rebsorte, die außerhalb von drei Gemeinden im Süden der Provinz Cuneo praktisch nicht mehr vorkommt. 14 % Vol., 0,75 Liter, im Glas ein leuchtendes, eher helles Kirschrot mit violetten Reflexen. Kennzeichnend ist die Note von weißem Pfeffer, die sich über rote Beeren und Pflaume legt. Leicht gekühlt getrunken, gehört er zu den beweglichsten Rotweinen des Piemont. Die Verkostungsnotiz des Bel Colle Verduno Pelaverga 2022 FARBE: Leuchtendes, helles Kirschrot mit violetten Reflexen. NASE: Erdbeere, Kirsche und Pflaume, dazu Veilchen. Unverkennbar darüber der Duft von frisch gemahlenem weißem Pfeffer, begleitet von Nelke und einem Hauch Wacholder. GESCHMACK: Trocken, frisch und leichtfüßig, mit klarer Säure und nur zarter Gerbstoffstruktur. Die Würze zieht sich durch den ganzen Gaumen und macht den schlank gebauten Wein erstaunlich vielschichtig. FINALE: Sauber, saftig und pfeffrig, mit angenehm herbem Zug im Abgang. Pelaverga Piccolo: eine Sorte, die fast verschwunden war In Verduno ist Pelaverga bereits Ende des 15. Jahrhunderts belegt, die Überlieferung schreibt seine Verbreitung im 18. Jahrhundert dem seligen Sebastiano Valfrè zu. Über Jahrhunderte stand die Sorte nur in kleinen Rebzeilen, bis einige Erzeuger sie in den 1970er Jahren wieder sortenrein auszubauen begannen. Am 20. Oktober 1995 erhielt Verduno Pelaverga eine eigene Herkunftsbezeichnung; der Wein muss zu mindestens 85 Prozent aus Pelaverga Piccolo bestehen und darf nur in Verduno, La Morra und Roddi wachsen. Heute stehen rund 30 Hektar im Ertrag, etwa 20 Betriebe füllen zusammen gut 200.000 Flaschen im Jahr. Bel Colle verwendet ausschließlich Pelaverga Piccolo von kalk- und tonhaltigen Böden rund um den Ort. Bel Colle auf dem Hügel von Verduno Das Haus liegt mitten im Ursprungsgebiet dieser Rarität. Gegründet von den Brüdern Franco und Carlo Pontiglione zusammen mit Giuseppe Priola, gehört es seit 2015 der Familie Bosio aus Santo Stefano Belbo. Von 1980 bis 2015 verantwortete Önologe Paolo Torchio die Weine, heute leiten Luca Bosio und Mario Albrito den Betrieb. Aus zehn Hektar Rebfläche entstehen rund 300.000 Flaschen jährlich; vergoren wird im Edelstahl, gereift je nach Wein in französischer oder slawonischer Eiche. Sechs bis acht Tage Maischestand, sechs Monate auf der Hefe Die entrappten Trauben vergären temperaturkontrolliert im Edelstahl. Sechs bis acht Tage bleibt der Most auf den Schalen, begleitet von sanften Umzügen – lange genug für Farbe und Würze, kurz genug, um die Leichtigkeit zu bewahren. Anschließend reift der Wein rund sechs Monate auf ausgewählten Hefen, was ihm etwas Textur gibt. Holzfässer kommen bewusst nicht zum Einsatz, denn der pfeffrige Sortencharakter würde unter Fassaromen leiden. Der Händler nennt eine Haltbarkeit von rund fünf Jahren. Servieren und kombinieren Leicht gekühlt bei 14 bis 16 °C servieren; das Weingut selbst nennt 16 °C. Die Kühle hebt Pfeffer und Frische hervor, während der Wein bei Zimmertemperatur schnell breit wirkt. Ein mittelgroßes Glas reicht, dekantieren ist nicht nötig. Passend sind Salumi und Vitello tonnato, Antipasti aus dem Piemont, Pilzgerichte, Tajarin mit Butter, gebratenes Geflügel und halbfeste Käse. Häufige Fragen zum Bel Colle Verduno Pelaverga 2022 Was ist Pelaverga Piccolo? Eine autochthone rote Rebsorte des Piemont, die fast ausgestorben wäre und heute nur noch in Verduno, La Morra und Roddi angebaut wird. Sie liefert helle, leichte und stark würzige Weine. Woher kommt die Note von weißem Pfeffer? Sie gilt als Erkennungsmerkmal der Sorte und findet sich bei nahezu jedem Erzeuger. Bei leichter Kühlung tritt sie deutlicher hervor als bei warmer Serviertemperatur. Warum wird der Wein gekühlt getrunken? Weil er schlank gebaut ist und von Säure und Würze lebt statt von Kraft. Vierzehn bis sechzehn Grad halten ihn frisch und lassen die Aromatik präzise wirken. Wie lange lässt sich der Wein lagern? Rund fünf Jahre laut Händlerangabe, wobei die ersten zwei bis drei Jahre den meisten Trinkspaß bieten. Mit der Zeit nimmt die Farbe einen orangefarbenen Schimmer an. Wozu passt Verduno Pelaverga besonders gut? Zu allem, was würzig, aber nicht schwer ist: Wurstwaren, Vorspeisen, Pilze, helles Fleisch. Auch zu Gerichten, an denen kräftige Rotweine scheitern, etwa gegrilltem Gemüse mit Käsefondue.

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Brandini Barolo Cerretta 2016
Traube: Nebbiolo
Der Brandini Barolo Cerretta 2016 stammt aus einem der angesehensten Weinberge von Serralunga d'Alba, gekeltert von einem biologisch arbeitenden Gut aus La Morra. Reinsortiger Nebbiolo, 14,5 % Vol., 0,75 Liter. Schwarzkirsche, getrocknete Rose und Rosmarin prägen das Bouquet, am Gaumen trifft dichtes, aber poliertes Tannin auf die Säure eines klassischen Jahrgangs. Rund zwei Jahre großes Holzfass und mindestens anderthalb Jahre Flaschenruhe stehen hinter dem Wein. Die Verkostungsnotiz des Brandini Barolo Cerretta 2016 FARBE: Granatrot mit ziegelfarbenem Rand. NASE: Intensiv und würzig. Schwarzkirsche und Johannisbeere treffen auf getrocknete Rosenblätter, Rosmarin, weißen Pfeffer und eine balsamische Spur. Dahinter ein Hauch Kakao. GESCHMACK: Breit angelegt und dennoch geschliffen. Das Tannin ist dicht gewebt, die Säure des Jahrgangs hält alles aufrecht, das Holz ist vollständig eingebunden. FINALE: Sehr lang, mit Kirsche, Kräuterwürze und einem erdigen, leicht eisenhaltigen Nachklang. Cerretta – Kalkmergel, Sand und Eisen in Serralunga Cerretta erstreckt sich in Serralunga d'Alba über Hänge zwischen 350 und 400 Metern, mit süd-, südsüdost- und südwestexponierten Abschnitten. Der Boden vereint tonreichen Mergel mit Sand, Kalk und einem auffälligen Eisenanteil, was den Weinen dunkle Frucht und erdige Mineralität gibt. Seit der Festschreibung der Lagenkarte zählt Cerretta zu den größeren und angesehensten Weinbergen der Gemeinde; die unterschiedlichen Hangausrichtungen führen dazu, dass die Abfüllungen einzelner Güter spürbar voneinander abweichen. Neben Brandini arbeiten hier unter anderem Giacomo Conterno, Ettore Germano, Giovanni Rosso, G.D. Vajra und Azelia. Brandini: 18 Hektar biologisch bewirtschaftet Das Gut sitzt in der Borgata Brandini oberhalb von La Morra und bewirtschaftet 18 Hektar in La Morra, Serralunga d'Alba, Alba, Benevello und Lequio Berria. Biologische Arbeit versteht das Haus nach eigener Aussage weniger als Produktionsmethode denn als Haltung: Der Boden soll besser hinterlassen werden, als man ihn vorgefunden hat. 2015 legte Brandini seine vier Lagenweine fest – R56 in Brandini selbst, Annunziata bei La Morra sowie Meriame und Cerretta in Serralunga d'Alba. Alle vier reifen im großen Holzfass. Vier Wochen auf der Maische, danach 24 Monate Fass Die Hälfte des Leseguts wird entrappt und sanft angequetscht, die Gärung läuft temperaturkontrolliert im Stahltank, damit die Frucht frisch bleibt. Etwa vier Wochen bleibt der Most auf den Schalen und wird regelmäßig umgepumpt. Nach dem biologischen Säureabbau im Stahl folgen rund 24 Monate im großen Holzfass; im Frühjahr geht der Wein zurück in den Tank und wird im Juni gefüllt. Vor der Auslieferung ruht er mindestens weitere 18 Monate in der Flasche. Servieren und kombinieren Der 2016er verträgt 17 bis 18 °C und mindestens eine Stunde Karaffe, denn er hat noch reichlich Reserve. Gut dazu passen Rinderschmorbraten, Wildschweinragout, Lammkeule, Tajarin mit Fleischsugo, Polenta mit Pilzen und lange gereifter Parmigiano. Häufige Fragen zum Brandini Barolo Cerretta 2016 Warum kommt ein Gut aus La Morra mit einem Wein aus Serralunga? Brandini besitzt Rebflächen in mehreren Gemeinden. Cerretta und Meriame liegen in Serralunga d'Alba, während R56 und Annunziata aus dem Umfeld von La Morra stammen. Was macht den Jahrgang 2016 besonders? Auf ein kühles Frühjahr folgte ein warmer, trockener Sommer ohne Extremhitze, dazu große Tag-Nacht-Unterschiede. Die späte Lese Ende Oktober brachte reife Tannine bei lebendiger Säure. Viele Kritiker zählen 2016 zu den besten Jahrgängen der jüngeren Zeit. Ist der Wein jetzt trinkreif? Er ist zugänglich, aber noch lange nicht am Ende. Mit rund einem Jahrzehnt auf dem Rücken zeigt er erste tertiäre Noten und darf geöffnet werden; wer möchte, wartet weiter. Ist der Wein biologisch erzeugt? Ja, Brandini arbeitet biologisch. Angaben zur Kontrollstelle und zur Zertifizierung entnehmen Sie bitte dem Etikett der Flasche. Welches Glas ist sinnvoll? Ein großer, bauchiger Kelch mit leicht verengter Öffnung. Er bündelt die würzigen Noten und lässt dem kräftigen Tannin genug Luft, sich zu entspannen.

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Brandini Langhe Arneis Le Margherite 2023
Traube: Arneis
Der Brandini Langhe Arneis Le Margherite 2023 ist ein trockener Weißwein aus hundert Prozent Arneis, erzeugt von einem biologisch arbeitenden Familienbetrieb in La Morra. 12,5 % Vol., 0,75 Liter. Strohgelb mit grünlichen Reflexen, in der Nase Zitrus, weiße Blüten und Kräuter, am Gaumen frisch, salzig und mit dem leicht bitteren Mandelton, der zur Rebsorte gehört. Ein Wein für den Aperitif ebenso wie für den Mittagstisch. Die Verkostungsnotiz des Brandini Langhe Arneis Le Margherite 2023 FARBE: Strohgelb mit grünlichen Reflexen. NASE: Zuerst Zitronenzeste und grüner Apfel, dazu Akazienblüte und Kamille. Im Hintergrund frische Gartenkräuter und ein Anflug von Birne. GESCHMACK: Schlank und beweglich, getragen von klarer Säure und salziger Mineralität. Die Frucht bleibt hell, die Textur ist glatt, ohne cremig zu werden. FINALE: Trocken, mit dem sortentypischen Anklang an Bittermandel und einem zitrischen Nachhall. Arneis aus den Langhe-Hügeln statt aus dem Roero Die Herkunft Langhe DOC verlangt mindestens 85 Prozent Arneis und gilt für die Hügel rechts des Tanaro. Damit unterscheidet sie sich von der DOCG jenseits des Flusses: Dort prägen junge, sandige Ablagerungen den Wein, hier sind es deutlich ältere miozäne Böden aus Ton sowie blauem und kalkhaltigem Mergel. Diese schwereren Böden geben dem Arneis tendenziell mehr Blütenduft und etwas weniger Steinobst. Weil die Sorte von Natur aus keine hohe Säure mitbringt, entscheidet der Lesezeitpunkt darüber, ob der Wein frisch oder breit ausfällt. Brandini in La Morra: biologisch auf 18 Hektar Brandini bewirtschaftet 18 Hektar in La Morra, Serralunga d'Alba, Alba, Benevello und Lequio Berria und arbeitet durchgehend biologisch – nach eigener Beschreibung eher eine Lebenshaltung als ein Verfahren. Neben den Rotweinen aus Nebbiolo, Barbera und Dolcetto sowie zwei Schaumweinen aus der Alta Langa gehören mehrere Weißweine zum Programm, darunter neben Le Margherite die Abfüllungen Le Coccinelle und Rebelle. 2023 kam mit dem Agri-Relais Coltivare ein Gästehaus hinzu. Sanfte Pressung und Gärung bei 16 bis 17 °C Die Trauben werden über zwei Stunden bei niedrigem Druck und unter Temperaturkontrolle gepresst. Der Most vergärt im Stahltank bei 16 bis 17 °C, der biologische Säureabbau wird durch Kühlung unterbunden, damit die Säure erhalten bleibt. Anschließend ruht der Wein nach Angabe der Produktdaten rund drei Monate auf der Feinhefe, bevor er im Frühjahr gefüllt wird und vor der Auslieferung noch einige Monate in der Flasche liegt. Holz kommt nicht zum Einsatz. Servieren und kombinieren 10 bis 12 °C, ein mittelgroßes Weißweinglas, kein Dekantieren. Der Wein passt zu Vitello tonnato, Forelle aus dem Ofen, Insalata russa, Spargelrisotto, frittiertem Gemüse und jungem Ziegenkäse – und macht sich solo als Aperitif gut. Häufige Fragen zum Brandini Langhe Arneis Le Margherite 2023 Was heißt Arneis eigentlich? Im piemontesischen Dialekt bedeutet das Wort so viel wie Nichtsnutz – ein Hinweis darauf, dass die Sorte im Weinberg als schwierig gilt. In den 1970er-Jahren war sie fast verschwunden und wurde erst danach wieder ausgebaut. Wofür steht der Name Le Margherite? Der Name bezeichnet die Weißweinlinie des Guts. Eine offizielle Lagenbezeichnung ist damit nicht verbunden, die Trauben stammen aus dem Langhe-Gebiet. Wie lange hält sich der Wein? Die Produktangabe im Shop nennt zwei bis fünf Jahre. Am meisten Freude macht er in den ersten zwei bis drei Jahren, solange Zitrusfrucht und Kräuter unverändert klar hervortreten. Ist der Wein trocken ausgebaut? Ja. Er ist durchgegoren; die leichte Bitternote im Abgang stammt von der Rebsorte und nicht von Restzucker. Passt er zu asiatischer Küche? Zu milden Gerichten ja, etwa zu gedämpftem Fisch oder Gemüse. Bei viel Schärfe oder Süße fehlt ihm die Fülle, dann sind aromatischere Sorten die bessere Wahl.

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Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011
Traube: Nebbiolo
Der Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus einer nur 0,4 Hektar großen Parzelle innerhalb der Lage Sarmassa in der Gemeinde Barolo und wird mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche abgefüllt. Im Glas steht ein reifes Granatrot, im Duft Sauerkirsche, getrocknete Rose, Heu und Lakritz. Als Riserva verlangt die DOCG mindestens 62 Monate Reife, davon 18 im Holz; Brezza legt bei dieser Parzelle noch zwei zusätzliche Jahre Flaschenruhe obendrauf. Nach rund anderthalb Jahrzehnten zeigt der warme Jahrgang 2011 heute reife Frucht, weich gewordene Gerbstoffe und deutliche tertiäre Tiefe. Die Verkostungsnotiz des Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 FARBE: Helles, klares Granatrot mit ziegelfarbenem Rand, wie es ein Barolo dieses Alters zeigt. NASE: Sauerkirsche und eingekochte Himbeere treffen auf getrocknete Rosenblätter, Heu und Lakritz. Mit Luft kommen Leder, getrocknete Kräuter und eine feine Teernote dazu, wie sie reifer Nebbiolo aus der Gemeinde Barolo entwickelt. GESCHMACK: Sehr strukturiert und dennoch geschmeidig. Die Säure trägt die Frucht weit, das Tannin ist feinkörnig und nach den langen Jahren in Fass und Flasche vollständig eingebunden. Darunter liegt eine trockene, kalkige Würze. FINALE: Lang und ruhig, mit nachhallender Kirsche, Lakritz und einem leicht salzigen, herben Nachklang. Vigna Bricco: 0,4 Hektar im Kern der Lage Sarmassa Sarmassa ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine sogenannte MGA, in der Gemeinde Barolo; die Lage liegt am westlichen Rand des Gemeindegebiets zur Grenze nach La Morra hin, zwischen etwa 240 und 300 Metern. Innerhalb dieser Lage sind zwei Vigna-Namen registriert, Bricco und Merenda. Brezzas Parzelle Bricco misst 0,4 Hektar, liegt auf 250 Metern und blickt nach Süden. Der Boden ist ein lehmig-toniger Sant'Agata-Fossilmergel mit rund 26 Prozent Sand, 43 Prozent Schluff und 31 Prozent Ton. Bepflanzt wurde die Parzelle im Jahr 2000 mit den Nebbiolo-Spielarten Lampia und Michet, in einer Dichte von 3.700 Stöcken je Hektar und mit traditionellem Guyot-Schnitt. Giacomo Brezza & Figli: Reben in Barolo seit 1885 Die Familie Brezza besitzt seit 1885 Weinberge in der Gemeinde Barolo. Den Namen trägt der Betrieb nach Giacomo Brezza, der um 1910 gemeinsam mit seinem Vater Antonio begann, den Wein selbst in Flaschen zu füllen. Heute führt die vierte Generation das Gut, das 31 Hektar bewirtschaftet, davon 20 Hektar Reben, und biozertifiziert arbeitet. Der Keller liegt unmittelbar am Ortskern von Barolo, direkt daneben betreibt die Familie ein Restaurant mit Hotel. Ausgebaut wird traditionell in großen slawonischen Fässern mit ungetoasteten Dauben; auf Filtration und Schönung verzichtet das Haus. Warum Riserva: 62 Monate Mindestreife und zwei Jahre extra Ein Barolo Riserva muss nach dem Regelwerk der DOCG mindestens 62 Monate ab dem 1. November des Erntejahres reifen, davon wenigstens 18 Monate im Holzfass. Der Sarmassa des Hauses liegt rund zwei Jahre im großen slawonischen Fass. Die Parzelle Bricco wird davon getrennt vergoren und ausgebaut und bleibt anschließend zwei Jahre länger in der Flasche, bevor sie in den Verkauf geht. Diese zusätzliche Ruhezeit ist der Grund, weshalb der Wein bereits mit erheblicher Reife auf den Markt kommt und nicht erst im Keller des Käufers zugänglich wird. Servieren und kombinieren Sechzehn bis achtzehn Grad und ein großes, bauchiges Rotweinglas sind richtig. Die Flasche einige Stunden vorher aufrecht stellen und vorsichtig vom Depot abziehen, das sich nach dieser Zeit gebildet hat; eine halbe bis dreiviertel Stunde Luft genügt, langes Dekantieren braucht ein gereifter Barolo nicht mehr. Gut dazu passen Brasato al Barolo, Rehrücken, Tajarin mit Butter und weißem Trüffel, Steinpilzrisotto, Rebhuhn und gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 Was bedeutet Vigna Bricco auf dem Etikett? Vigna ist der Zusatz für eine einzelne, namentlich benannte Parzelle innerhalb einer MGA. Bricco ist der historische Flurname dieses Stückchens der Lage Sarmassa und darf seit der Einführung des Systems hinter dem Lagennamen stehen. Warum gibt es diesen Wein nicht in jedem Jahrgang? Brezza vinifiziert die Parzelle separat und verkostet sie anschließend gegen die übrigen Sarmassa-Partien. Erst danach fällt die Entscheidung, ob sie eigenständig abgefüllt wird oder in den Barolo Sarmassa einfließt. In vielen Jahren kommt der Vigna Bricco deshalb gar nicht in den Handel. Wie steht der Jahrgang 2011 heute da? 2011 war ein warmes Jahr, das reife, vergleichsweise zugängliche Barolo mit weicheren Tanninen hervorgebracht hat. Nach anderthalb Jahrzehnten ist der Wein in seinem Trinkfenster; der Shop nennt für diese Flasche eine Lagerfähigkeit von rund 20 Jahren. Muss die Flasche dekantiert werden? Notwendig ist es nicht. Sinnvoll ist ein vorsichtiges Umfüllen, um den Wein vom Bodensatz zu trennen; danach reichen 30 bis 45 Minuten im Glas oder in der Karaffe. Worin unterscheidet er sich vom Barolo Sarmassa des Hauses? Der Sarmassa entsteht aus einem größeren Stück der Lage mit west- bis südwestlicher Ausrichtung und kommt früher in den Verkauf. Der Vigna Bricco stammt aus einer einzigen südexponierten Parzelle, trägt die Bezeichnung Riserva und hat vor der Auslieferung zwei zusätzliche Jahre in der Flasche verbracht.

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Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 Magnum
Traube: Nebbiolo
Der Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 Magnum füllt den Spitzenwein des Hauses in die 1,5-Liter-Flasche. Der Inhalt ist reinsortiger Nebbiolo aus der südexponierten Parzelle Bricco in der Lage Sarmassa, Gemeinde Barolo, mit 14,5 % Vol. Granatrot mit ziegelfarbenem Rand, dahinter Sauerkirsche, Heu, getrocknete Blüten und Lakritz. Im doppelten Volumen verläuft die Flaschenreife langsamer und gleichmäßiger, weshalb dieser Jahrgang 2011 hier noch etwas jünger wirkt als in der Normalflasche. Die Verkostungsnotiz des Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 Magnum FARBE: Granatrot von mittlerer Tiefe, am Rand orangerot auslaufend, mit sichtbarem Depot. NASE: Zunächst zurückhaltend, dann Amarenakirsche, Dorrpflaume und Heublume. Nach einer Weile im Glas treten Tabak, Wacholder und eine erdige, pilzige Note hervor. GESCHMACK: Kraftvoll gebaut, mit spürbarem Zug und einer klaren Würze. Das Gerbstoffgerüst ist im großen Format noch präsenter als in der Normalflasche und wirkt zugleich glatter poliert. FINALE: Sehr ausdauernd, getragen von getrockneter Frucht, Lakritz und einem kühlen, kalkigen Nachhall. Sarmassa und der Flurname Bricco am Westrand der Gemeinde Barolo Die MGA Sarmassa liegt dort, wo das Gemeindegebiet von Barolo an La Morra grenzt, in einer Mulde rund um die Cascina Sarmassa, auf 240 bis 300 Metern. Der Untergrund besteht aus Sant'Agata-Fossilmergel aus dem Tortonium, also aus jenen kalkhaltigen, feinkörnigen Mergeln, die dem westlichen Teil der Gemeinde ihr duftiges Profil geben. Innerhalb der Lage sind die Vigna-Namen Bricco und Merenda eingetragen. Brezzas Bricco-Parzelle ist 0,4 Hektar groß, steht auf 250 Metern in Südlage und wurde im Jahr 2000 mit Lampia und Michet bestockt, 3.700 Stöcke je Hektar bei einem Ertrag von 6.000 bis 7.000 Kilogramm. Ein biozertifizierter Familienbetrieb mitten im Dorf Barolo Weinberge in Barolo besitzt die Familie seit 1885, abgefüllt wird seit rund 1910. Inzwischen arbeitet die vierte Generation, biozertifiziert unter der Kennung IT BIO 008, auf 31 Hektar Betriebsfläche mit 20 Hektar Reben. Rund 95 Prozent der Erzeugung sind Rotweine mit DOC- oder DOCG-Status. Im Weinberg setzt das Haus auf Gründüngung, Kompost und leichtes Gerät, um den Boden nicht zu verdichten; ein Teil der Produktion wird seit etwa einem Jahrzehnt mit Glasverschluss gefüllt. Großes slawonisches Holz, lange Flaschenruhe und 1,5 Liter Inhalt Brezza baut seine Barolo in großen slawonischen Fässern mit ungetoasteten Dauben aus und füllt weder filtriert noch geschönt ab. Für den Vigna Bricco kommen zwei zusätzliche Jahre Flaschenreife hinzu, bevor der Wein den Keller verlässt; die DOCG verlangt für eine Riserva ohnehin 62 Monate Gesamtreife mit mindestens 18 Monaten im Holz. In der Magnum kommt ein weiterer Faktor dazu: Auf die doppelte Weinmenge entfällt nur etwa dieselbe Menge Sauerstoff wie in der Normalflasche. Die Entwicklung läuft dadurch langsamer und über die Jahre gleichmäßiger ab, was Magnums seit jeher zum bevorzugten Gebinde für lange Lagerung macht. Servieren und kombinieren Die Magnum mindestens einen Tag vorher aufrecht hinstellen, damit sich das Depot setzt, und bei 16 bis 18 Grad servieren. Wegen des Gewichts lohnt sich eine Karaffe, in die der Wein langsam und ohne den letzten Rest abgezogen wird. Auf dem Tisch passen dazu geschmorte Rinderbacke, Wildschweinragout, Agnolotti del plin im Bratensaft, Trüffelpasta, Perlhuhn und lange gereifter Bra duro. Häufige Fragen zum Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 Magnum Warum reift ein Barolo in der Magnum langsamer? Unter dem Korken sitzt in jeder Flasche ungefähr gleich viel Luft, in der Magnum steht dieser Menge aber die doppelte Weinmenge gegenüber. Das Verhältnis von Sauerstoff zu Wein fällt kleiner aus, die Oxidation schreitet langsamer voran und die Reife verläuft gleichmäßiger. Für welchen Anlass eignet sich die 1,5-Liter-Flasche? Eine Magnum reicht für etwa zwölf Gläser und damit für einen Tisch mit sechs bis acht Personen. Als Geschenk zu runden Geburtstagen oder Jahrestagen hat das Format zusätzlich den Reiz, dass Jahrgang und Flasche zusammen aufbewahrt werden können. Was steckt hinter der Bezeichnung Vigna Bricco? Bricco ist der alte Flurname einer einzelnen Parzelle innerhalb der Lage Sarmassa. Seit Einführung der MGA-Regelung darf ein solcher Vigna-Name auf dem Etikett hinter der Lagenbezeichnung stehen. Ist der Jahrgang 2011 in dieser Größe schon so weit? 2011 gilt als warmes Jahr mit reifen, früh zugänglichen Weinen. In der Magnum ist die Entwicklung etwas zurück; der Wein trinkt sich jetzt gut und hat im großen Format noch Reserven. Wie sollte die Flasche gelagert werden? Liegend, dunkel, erschütterungsfrei und bei möglichst gleichbleibender kühler Temperatur. Magnums brauchen wegen ihrer Länge und ihres Durchmessers ein entsprechend dimensioniertes Fach im Regal.

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Bruno Rocca Barbaresco Curra 2018
Traube: Barbaresco
Der Bruno Rocca Barbaresco Currà 2018 ist ein reinsortiger Barbaresco DOCG aus der abgegrenzten Lage Currà auf dem Gemeindegebiet von Neive im Piemont. Er wird aus 100 % Nebbiolo erzeugt, kommt mit 14 % Vol. ins Glas und ist in der 0,75-Liter-Flasche abgefüllt. Rote Johannisbeere, Himbeere und Sauerkirsche verbinden sich mit Rosen- und Geranienblüte, Minze und feiner Süßholzwürze. Lebendige Säure, ein seidig gewebtes Tannin und die Reifung im großen Eichenfass geben dem Wein Länge, ohne ihn schwer zu machen. Die Verkostungsnotiz des Bruno Rocca Barbaresco Currà 2018 FARBE: Klares Rubinrot mittlerer Tiefe mit beginnendem granatfarbenem Rand. NASE: Zunächst rote Johannisbeere, Himbeere und Walderdbeere, dazu ein deutlich floraler Zug nach Rose und Geranie. Mit Luft treten Minze, Süßholz, getrocknete Kräuter und ein Hauch Tabak hinzu, ohne die Frucht zu verdecken. GESCHMACK: Schlank gebaut und präzise, mit knackiger roter Frucht und salzig-mineralischem Zug. Das Tannin ist feinmaschig und seidig, die Säure hält den Wein aufrecht und sorgt für Trinkfluss statt für Wucht. FINALE: Mittellang bis lang, mit nachklingender Johannisbeere, floralem Nachhall und feiner, kühler Würze. Currà — der Barbaresco-Cru an den Hängen von Neive Currà ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine sogenannte MGA, im Barbaresco-Gebiet und liegt in der Gemeinde Neive. Die Parzellen von Bruno Rocca liegen dort auf etwa 220 bis 300 Metern in südwestlicher Ausrichtung; die Reben sind rund 35 bis 40 Jahre alt. Prägend sind kalkhaltig-lehmige Böden mit dem typischen blaugrauen Sant'Agata-Mergel, einer Mischung aus Silikaten, Karbonaten und vulkanischer Asche. Diese Kombination erklärt den Stil des Weins: floraler Duft, kühle rote Frucht und ein eher feines als breites Tannin. Bruno Rocca erwarb den Weinberg im Jahr 2001 und führt ihn seither als eigenständigen Lagenwein. Bruno Rocca — Lagenarbeit in Barbaresco und Neive Die Wurzeln der Familie in den Hügeln von Barbaresco reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. 1958 kauften Francesco Rocca und Maria Adelaide Bo Land in der Lage Rabajà, 1978 füllte deren Sohn Bruno den ersten Wein unter eigenem Namen ab. Heute umfasst das Gut rund zwölf Hektar Rebfläche in Barbaresco und Neive, bewirtschaftet von Bruno gemeinsam mit seinen Kindern Luisa und Francesco. Auf synthetische Düngung und Behandlungsmittel wird verzichtet, im Keller arbeitet das Gut mit eigenen Hefen und mit Fässern aus mindestens 40 Monate luftgetrocknetem Holz. Neben Currà entstehen die Lagen-Barbaresci Rabajà, Marcorino und Maria Adelaide. Gärung im Edelstahl, Reifung im großen französischen Eichenfass Die handgelesenen Trauben werden entrappt und rund 20 bis 25 Tage im Edelstahltank auf der Schale vergoren. Anschließend reift der Wein nach Angaben des Guts etwa 14 bis 16 Monate in großen französischen Eichenfässern, bevor er abgefüllt wird. Die Vorgaben der Barbaresco DOCG verlangen mindestens 26 Monate Gesamtreife, davon neun Monate im Holz. Der zurückhaltende Fassausbau lässt die florale Aromatik und die feine Tanninstruktur der Lage im Vordergrund, das Reifepotenzial wird vom Weingut mit bis zu zwei bis drei Jahrzehnten angegeben. Servieren und kombinieren Der Barbaresco kommt bei 16 bis 18 °C in ein großes, bauchiges Rotweinglas. In diesem Alter tut ihm eine Belüftung von etwa einer Stunde gut, eine Karaffe genügt. Gut passen Tajarin mit Butter und Trüffel, Brasato al Barbaresco, Rehrücken, gebratene Taubenbrust, Risotto mit Steinpilzen und gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Bruno Rocca Barbaresco Currà 2018 Wo genau liegt die Lage Currà? Currà liegt in der Gemeinde Neive, östlich des Ortes Barbaresco, und gehört zu den 66 offiziell abgegrenzten Lagen des Barbaresco-Gebiets. Bruno Rocca bewirtschaftet dort südwestexponierte Parzellen auf etwa 220 bis 300 Metern Höhe. Was unterscheidet den Currà vom Rabajà desselben Guts? Der Rabajà wächst auf kalkreicherem Boden bei Barbaresco und fällt kräftiger und tanninbetonter aus. Der Currà zeigt sich duftiger, schlanker und seidiger und ist in jungen Jahren früher zugänglich. Wie lange muss ein Barbaresco DOCG mindestens reifen? Die Regeln der Appellation schreiben mindestens 26 Monate Reife nach der Ernte vor, davon neun Monate im Holzfass. Für eine Riserva sind es mindestens 50 Monate. Wie ist der Jahrgang 2018 im Barbaresco einzuschätzen? 2018 war ein feuchtes, eher kühles Jahr. Die Weine gelten als elegant, saftig und früher zugänglich als in kraftvollen Jahrgängen, die besten Flaschen besitzen dennoch Substanz für ein bis zwei Jahrzehnte. Wie lagert man die Flasche am besten? Liegend, dunkel, erschütterungsfrei und bei möglichst konstanter Kellertemperatur. Unter solchen Bedingungen nennt das Weingut ein Reifepotenzial von rund 20 bis 30 Jahren.

Inhalt: 0.75 Liter (101,20 €* / 1 Liter)

75,90 €*
Bruno Rocca Barbaresco Rabaja 2018
Traube: Barbaresco
Der Bruno Rocca Barbaresco Rabajà 2018 stammt aus dem Herzstück des Guts: der Lage Rabajà in der Gemeinde Barbaresco, seit 1958 in Familienbesitz. Der Wein ist ein reinsortiger Nebbiolo, wird mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt und trägt die Bezeichnung Barbaresco DOCG. Im Duft treffen Kirsche, Pflaume und Waldbeere auf Rose, Veilchen, Lakritz und Teer. Am Gaumen bestimmen ein dichtes, feinkörniges Tannin, kühle Säure und ein klarer mineralischer Kern die Struktur. Die Verkostungsnotiz des Bruno Rocca Barbaresco Rabajà 2018 FARBE: Tiefes Rubinrot mit granatfarbenen Reflexen am Rand. NASE: Reife Kirsche, rote Johannisbeere und Pflaume bilden den Kern, umspielt von Rose und Veilchen. Nach etwas Luft kommen Lakritz, Teer, Tabak, Wacholder und eine kreidige Note dazu — ein Duftbild, das mit der Zeit ernster und würziger wird. GESCHMACK: Kompakt und konzentriert, mit klar konturierter roter und dunkler Frucht. Das Tannin ist dicht gewebt und griffig, wird von der lebendigen Säure aber sauber getragen; salzige Mineralität zieht sich durch die Mitte. FINALE: Lang und geradlinig, mit anhaltender Kirschfrucht, Lakritz und einem trockenen, mineralischen Nachhall, der nach weiterer Flaschenreife verlangt. Rabajà — das natürliche Amphitheater von Barbaresco Rabajà zählt zu den historisch bedeutendsten der 66 abgegrenzten Lagen des Barbaresco-Gebiets und liegt in einem der schönsten natürlichen Amphitheater der Zone. Die Rebzeilen erstrecken sich auf etwa 260 bis 315 Metern in süd- bis südwestlicher Ausrichtung; geschichtete Kalk- und Lehmböden mit Mergel- und Kalksteinanteilen prägen den Untergrund. Die Parzelle von Bruno Rocca umfasst rund 3,5 Hektar auf etwa 310 Metern, die Reben sind im Schnitt 50 bis 60 Jahre alt. Genau diese Verbindung aus Kalk, alter Rebmasse und geschützter Kessellage erklärt, warum Weine aus Rabajà als besonders strukturiert, langlebig und tanninstark gelten — und warum die Lage seit Jahrzehnten als eine der besten Adressen der Appellation gehandelt wird. Vom Rabajà-Hof zum Referenzgut der Appellation Der Sitz des Weinguts liegt mitten in der Lage, an der Strada Rabajà. Bruno Rocca begann 1978 mit der Eigenabfüllung und formulierte früh eine klare Haltung: Ziel sei nicht, Wein zu machen, sondern seine Entwicklung so zu begleiten, dass er sich selbst am besten ausdrückt. Inzwischen arbeiten seine Kinder Luisa und Francesco mit, die Rebfläche liegt bei rund zwölf Hektar. Gearbeitet wird mit Handlese, spontaner Gärung und Fasshölzern, die mindestens 40 Monate im Freien getrocknet wurden, damit das Holz möglichst wenig Abdruck hinterlässt. Zwölf Monate Barrique, zwölf Monate großes Holzfass Nach der Handlese vergärt der Wein rund 20 bis 25 Tage im Edelstahl auf der Schale, der Ertrag ist auf etwa 40 Hektoliter je Hektar begrenzt. Anschließend teilt das Gut den Ausbau auf: etwa zwölf Monate in französischer Barrique, danach etwa zwölf Monate im größeren französischen Holzfass. Diese Kombination ist charakteristisch für Bruno Rocca — sie glättet das kräftige Rabajà-Tannin, ohne den Wein mit Röstaromen zu überziehen. Die Barbaresco DOCG verlangt mindestens 26 Monate Reife, davon neun im Holz; das Weingut nennt für diesen Lagenwein ein Potenzial von zwei bis drei Jahrzehnten. Servieren und kombinieren Serviertemperatur 16 bis 18 °C, dazu ein großes Burgunderglas. Der junge Rabajà profitiert von einer bis zwei Stunden Luft, gerne in der Karaffe. Am Tisch passen Brasato, Ossobuco, Lammkeule, Wildschweinragù mit Pappardelle, Trüffelrisotto und lange gereifter Bra oder Parmigiano. Häufige Fragen zum Bruno Rocca Barbaresco Rabajà 2018 Warum gilt Rabajà als eine der besten Barbaresco-Lagen? Die Lage bildet ein geschütztes, süd- bis südwestexponiertes Amphitheater auf kalkreichen Schichtböden. Diese Bedingungen bringen Nebbiolo mit besonders viel Struktur, Tanninqualität und Alterungsfähigkeit hervor, weshalb Rabajà seit Jahrzehnten zu den gesuchten Crus der Appellation zählt. Was steht auf dem Etikett hinter der Bezeichnung Rabajà? Rabajà ist eine menzione geografica aggiuntiva, kurz MGA — eine offiziell abgegrenzte Einzellage innerhalb der Barbaresco DOCG. Sie darf nur genannt werden, wenn die Trauben vollständig aus dieser Fläche stammen. Ist der 2018er schon trinkreif oder besser noch zu lagern? Er ist mit ausreichender Belüftung bereits zugänglich, zeigt aber noch ein junges, griffiges Tannin. Wer Tertiäraromen wie Trüffel, Leder und Unterholz sucht, sollte ihm mehrere Jahre Flaschenreife geben. Verändert der Barrique-Anteil den Charakter des Weins? Das Weingut verwendet lange luftgetrocknetes Holz und teilt den Ausbau zwischen Barrique und größerem Fass. Das Holz wirkt strukturierend und rundend, tritt aromatisch aber deutlich hinter Frucht, Blüte und Mineralität zurück. Wie viel Wein wird aus dieser Lage erzeugt? Die Parzelle des Guts in Rabajà umfasst rund 3,5 Hektar bei einem begrenzten Ertrag von etwa 40 Hektolitern je Hektar. Die Menge ist damit naturgemäß klein und jahrgangsabhängig.

Inhalt: 0.75 Liter (101,20 €* / 1 Liter)

75,90 €*
Burzi Barbera D'Alba Plaustra 2023
Traube: Barbera
Burzi Barbera d'Alba Plaustra 2023 ist eine reinsortige Barbera aus Santa Maria, einer Fraktion der Barolo-Gemeinde La Morra. Der Wein kommt mit 13,5 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche und zeigt ein tiefes Rot. Sauerkirsche, Brombeere und Zwetschge bestimmen das Aromenbild, dazu treten Veilchen und eine feine Pfefferwürze. Die tragende Säure und das kaum merkliche Tannin machen ihn saftig und beweglich, ohne jede Schwere. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barbera d'Alba Plaustra 2023 FARBE: Tiefes, undurchdringliches Rot mit purpurnem Rand. NASE: Saftige Sauerkirsche und Brombeere stehen vorn, dahinter reife Zwetschge. Veilchen und getrocknete Kräuter sorgen für Duft, ein Anflug von schwarzem Pfeffer und Bitterschokolade für Tiefe. GESCHMACK: Voll und rund, getragen von einer lebendigen, klar gezeichneten Säure. Das Tannin bleibt im Hintergrund, wodurch die dunkle Frucht viel Raum bekommt. Kräuterwürze und ein leicht salziger Zug halten den Wein zusammen. FINALE: Der Abgang bleibt mittellang und frisch; Sauerkirsche und ein herber Kernton stehen zum Schluss. Plaustra – die Barbera-Parzelle hinter dem Keller in Santa Maria Plaustra ist der Hausweinberg des Guts und liegt in dem kleinen Tal direkt hinter dem Keller in Santa Maria di La Morra. Der Name geht auf das lateinische plaustrum zurück, den Ackerwagen, mit dem hier über Generationen gearbeitet wurde. Die Parzelle wurde 2008 mit 8.000 Stöcken je Hektar bepflanzt, einer für Barbera hohen Dichte, die den Ertrag der einzelnen Rebe begrenzt. Sie ist nach Nordwesten ausgerichtet und damit kühler als die Barolo-Hänge des Guts, was der Barbera ihre Säure erhält. Die tortonischen Sant'Agata-Fossili-Mergel von La Morra, sandig-kalkhaltig und lehmig, geben dem Wein Duft statt Wucht. Alberto und Caterina Burzi in Santa Maria di La Morra Das Gut umfasst rund sieben Hektar, die vollständig in der Gemeinde La Morra liegen. Alberto Burzi hat die Familienweinberge 2011 übernommen und ab dem Jahrgang 2012 unter eigenem Namen abgefüllt; 2018 kam seine Schwester Caterina dazu, die zuvor unter anderem bei Oddero gearbeitet hatte. Gearbeitet wird organisch, mit Guyot-Schnitt, Handlese und niedrigen Erträgen; neue Pflanzungen entstehen aus Massenselektion der alten Anlagen. Die Jahresproduktion liegt bei etwa 20.000 bis 25.000 Flaschen über alle Weine. Sechs Tage auf der Schale, Reife im Betontank Die Trauben werden entrappt und im temperaturkontrollierten Edelstahltank vergoren, mit täglichen Umpumpvorgängen von Hand. Nach rund sechs Tagen Maischestandzeit wird abgezogen – kurz genug, um die Frucht klar und das Tannin unaufdringlich zu halten. Den Ausbau übernimmt anschließend der Betontank, der dem Wein Rundung gibt, ohne Holzaromen beizusteuern. So bleibt die typische Barbera-Säure erhalten; der Shop nennt eine Lagerfähigkeit von rund fünf Jahren. Servieren und kombinieren Bei 16 bis 18 Grad in einem mittelgroßen Rotweinglas kommt der Wein am besten zur Geltung. Dekantieren ist nicht notwendig, eine halbe Stunde im Glas genügt. Er passt zu Tajarin mit Fleischragout, zu Agnolotti del plin, zu gegrillter Salsiccia, zu geschmortem Kaninchen, zu einer kräftigen Pizza und zu halbreifem Toma piemontese. Häufige Fragen zum Burzi Barbera d'Alba Plaustra 2023 Woher stammt der Name Plaustra? Plaustra leitet sich vom lateinischen plaustrum ab, dem hölzernen Ackerwagen. Bezeichnet wird damit das kleine Tal hinter dem Keller in Santa Maria, in dem die Barbera-Reben stehen. Was unterscheidet diese Barbera von den Baroli des Guts? Barbera und Nebbiolo bringen völlig verschiedene Anlagen mit: Barbera liefert viel Säure und kaum Tannin, Nebbiolo umgekehrt. Deshalb wird die Barbera kurz vergoren und im Beton ausgebaut, während die Baroli lange Maischestandzeiten und Jahre im großen Holzfass erhalten. Sollte der Barbera d'Alba dekantiert werden? Nein, das ist nicht erforderlich. Ein Umfüllen in die Karaffe kurz vor dem Essen kann die Frucht etwas öffnen, nötig ist es bei diesem Stil aber nicht. Wie lange lässt sich der Jahrgang 2023 aufbewahren? Der Shop nennt fünf Jahre, was sich mit der allgemeinen Einschätzung für Barbera d'Alba aus 2023 deckt. Am meisten Freude macht der Wein in den ersten Jahren, solange die dunkle Frucht im Vordergrund steht. Wie fiel der Jahrgang 2023 im Piemont aus? Ein feuchtes Frühjahr mit hohem Falschmehltaudruck und ein sehr heißer Sommer verlangten viel Arbeit im Weinberg. Ein kühler, sonniger Oktober mit deutlichen Tag-Nacht-Unterschieden brachte die Ernte ins Ziel; die Weine sind schlanker und frischer als die des Vorjahrs.

Inhalt: 0.75 Liter (19,87 €* / 1 Liter)

14,90 €*
Burzi Barolo 2015
Traube: Nebbiolo
Burzi Barolo 2015 ist ein gereifter Nebbiolo aus La Morra, gefüllt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Nach über zehn Jahren Flaschenreife hat sich das Rubinrot zu granatroten Tönen entwickelt, und die Frucht ist von tertiären Aromen überwachsen: getrocknete Rose, Waldboden, Leder und Tabak. Der warme, ausgewogene Jahrgang 2015 lieferte polierte Tannine und stabile Säure – genau das macht diesen Wein heute so trinkbereit. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2015 FARBE: Granatrot mit ziegelfarbenem Rand und deutlich gereifter Randzone. NASE: Getrocknete Rosenblätter und Veilchen stehen neben eingekochter Kirsche und Dörrpflaume. Darunter arbeiten Waldboden, Leder, Pfeifentabak und ein Anflug Trüffel – die klassische Nebbiolo-Nase im Reifestadium. GESCHMACK: Geschmeidig und offen, das Tannin ist zu Samt geworden und trägt, statt zu greifen. Getrocknete rote Frucht, Süßholz und getrocknete Kräuter bestimmen die Mitte, die Säure bleibt aufrecht und verhindert jede Schwere. FINALE: Lang und ruhig, mit Dörrfrucht, Tabak und einem erdigen Nachhall. Nebbiolo von La Morra: sandige Mergel, duftige Baroli Die Trauben wachsen in La Morra, der größten Barolo-Gemeinde, die etwa ein Viertel der gesamten Erzeugung stellt. Alberto Burzis Parzellen für den Gemeinde-Barolo liegen in Rive, Roncaglie und Rocchettevino auf 250 bis 450 Metern, mit Ausrichtung nach Osten bis Südosten. Die tortonischen Böden enthalten hier weniger Kalk und mehr Sand als jene im Osten des Anbaugebiets. Genau daraus entsteht der Ruf von La Morra: Weine mit floraler Aromatik, mittlerer Tanninkraft und einer Reife, die früher einsetzt als in Serralunga. Ein Winzer, der 2011 bei null begann 2015 gehört zu den ersten Jahrgängen des Betriebs: Alberto Burzi hatte die Weinberge seines Großvaters Luigi erst 2011 übernommen und ab 2012 selbst abgefüllt. Zuvor waren die Trauben an die Genossenschaft Terre del Barolo gegangen oder die Parzellen verpachtet. Gearbeitet wird von Anfang an traditionell: Handlese, niedrige Erträge, Gärung im Stahl, Reife im großen Fass ohne Röstung. Der Betrieb umfasst rund sieben Hektar, alle in La Morra. 15 Tage Maische, Jahre im großen Naturfass Die Maischestandzeit betrug nach Shop-Angabe etwa 15 Tage, die Reife fand danach im großen Fass aus nicht getoasteter Eiche statt. Der Verzicht auf geröstetes Holz erklärt, warum dieser Wein auch nach über zehn Jahren keine Vanille- oder Rauchnoten zeigt, sondern reine Reifearomen. Barolo DOCG verlangt mindestens 38 Monate Reife vor dem Verkauf, davon 18 Monate im Holz. Für den Jahrgang 2015 gilt allgemein ein Trinkfenster bis etwa 2035; der Shop nennt 15 Jahre Lagerfähigkeit. Servieren und kombinieren Die Flasche mehrere Stunden vorher aufrecht stellen und vorsichtig vom Depot abziehen; langes Dekantieren braucht ein gereifter Barolo nicht, 30 bis 45 Minuten genügen. Serviert bei 17 bis 18 Grad passt er zu Brasato, zu Agnolotti in Bratenjus, zu Trüffelrisotto, zu Rebhuhn oder Perlhuhn und zu gereiftem Castelmagno. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2015 Ist der Barolo 2015 jetzt auf dem Punkt? Ja. Baroli aus 2015 gelten ab etwa acht Jahren nach dem Jahrgang als zugänglich, und dieser Wein ist inzwischen über zehn Jahre alt. Tannin und Frucht sind verschmolzen, tertiäre Aromen prägen das Bild. Wie lange kann man ihn noch liegen lassen? Für den Jahrgang werden Trinkfenster bis etwa 2035 genannt, gute Flaschen halten länger. Wer die Frische der Reifearomen mag, sollte in den nächsten Jahren trinken. Muss ein gereifter Barolo dekantiert werden? Nur zum Abtrennen des Depots. Zu viel Luft kann die feinen Reifearomen abbauen, deshalb lieber kurz umfüllen und die Entwicklung im Glas beobachten. Was machte 2015 im Barolo zu einem guten Jahr? Ein warmer Sommer mit ausreichender Bodenfeuchte aus den Frühjahrsregen und ein sonniger Oktober brachten gesunde, reife Trauben. Anders als in vielen heißen Jahren blieben Säure und Farbe stabil, die Tannine gelten als besonders fein. Wie unterscheidet sich der 2015 vom aktuellen Jahrgang des Guts? Der junge Barolo lebt von frischer Frucht, festem Tannin und Zug. Der 2015 hat diesen Abschnitt hinter sich: Er ist weicher, duftiger und zeigt Leder, Waldboden und Dörrfrucht statt Kirsche und Veilchen.

Inhalt: 0.75 Liter (43,87 €* / 1 Liter)

32,90 €*
Burzi Barolo 2016
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo 2016 ist ein reinsortiger Nebbiolo des Biotyps Lampia und stammt aus drei Parzellen der Gemeinde La Morra: Rive auf rund 250 Metern, Roncaglie auf etwa 300 Metern und Rocchettevino auf 400 bis 450 Metern. Er kommt mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche in den Handel. 2016 zählt in den Langhe zu den ausgewogensten Jahrgängen der letzten Jahrzehnte, und nach rund einem Jahrzehnt Flaschenreife löst der Wein dieses Versprechen ein. Kirschkonfit, getrocknete Rose und erste erdige Töne treffen auf ein Tannin, das seine Kanten verloren hat, ohne dass die Frische des Jahrgangs verschwunden ist. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2016 FARBE: Mittleres Rubinrot, am Rand deutlich zu Granat aufgehellt - der Farbverlauf eines zehnjährigen Barolo. NASE: Getrocknete Rosenblätter und eingekochte Kirsche stehen vorn, dahinter Unterholz, Herbstlaub und ein Anflug von Leder. Mit Luft treten Süßholz, Muskatnuss und eine feine Teernote hinzu. Die aromatische Intensität, für die 2016 bekannt ist, bleibt dabei über Stunden stabil. GESCHMACK: Am Gaumen ruhig und tief, die Frucht hat sich von saftig zu getrocknet verschoben. Das Tannin ist feinmaschig und vollständig eingebunden, die aus den kühlen Nächten vor der Lese stammende Säure hält den Wein aufrecht. Salzige und erdige Nuancen geben der Mitte Halt. FINALE: Lang, trocken und würzig, mit nachhallender Sauerkirsche und dem Anklang von feuchtem Waldboden. Rive, Roncaglie und Rocchettevino - drei Höhenstufen in La Morra Dieser Barolo entsteht nicht aus einer einzelnen MGA, sondern aus drei abgegrenzten Lagen derselben Gemeinde. Rive liegt am tiefsten und gibt Fülle, Roncaglie sorgt für die mittlere Statur, das hoch gelegene Rocchettevino bringt Säure und Duft. Die Rebstöcke sind zwischen 30 und 70 Jahre alt und nach Osten bis Südosten ausgerichtet, sodass sie die Nachmittagshitze meiden. La Morra gilt innerhalb des Barolo-Gebiets als Heimat der duftigen, geschmeidigeren Stilistik; verantwortlich dafür sind die kalkhaltigen Mergel der Tortonium-Formation. Alberto und Caterina Burzi in der Fraktion Santa Maria Alberto Burzi übernahm die Rebflächen seiner Familie 2011 und füllte ab 2012 unter eigenem Namen ab. Sein Großvater Luigi gehörte zu den Mitgründern der Genossenschaft Terre del Barolo, die Trauben der Familie wanderten jahrzehntelang in fremde Keller. Heute werden rund sieben Hektar bewirtschaftet, alle in La Morra, bei einer Jahresproduktion von etwa 20.000 bis 25.000 Flaschen. Der Keller liegt weiterhin im Haus der Großeltern in Santa Maria und wurde 2018 erweitert; Schwester Caterina verantwortet Verkauf und Kommunikation. Große Fässer aus ungetoasteter österreichischer Eiche Nach dem Entrappen vergären die Trauben temperaturkontrolliert im Edelstahltank, die Maischestandzeit beträgt beim Classico laut Weingut 25 bis 30 Tage. Der Ausbau folgt in Fässern von 60 Hektolitern aus österreichischer Eiche, die bewusst nicht getoastet werden - Röstaroma soll gar nicht erst entstehen. Die letzten Monate vor der Füllung verbringt der Wein im Betontank. Struktur bezieht der 2016er damit ausschließlich aus Frucht, Säure und Tannin, und er verfügt auch nach zehn Jahren noch über Reserven für ein weiteres Jahrzehnt. Servieren und kombinieren 16 bis 18 Grad Celsius und ein großes, bauchiges Glas sind die richtige Bühne. Nach zehn Jahren braucht der Wein weniger Luft als in der Jugend: eine halbe bis eine Stunde in der Karaffe genügt, ein mögliches Depot bleibt in der Flasche. Gut begleitet er Brasato al Barolo, Tajarin mit Butter und Salbei, Perlhuhn aus dem Ofen, Steinpilzragout, Rinderzunge in grüner Sauce und lange gereiften Bra duro. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2016 Wie ist der Jahrgang 2016 im Barolo einzuordnen? 2016 verlief ohne Extremereignisse: kühler Frühlingsbeginn, warmer und trockener April, ein warmer aber nicht heißer Sommer, gut verteilte Septemberregen und eine lange, ruhige Oktoberlese. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht brachten Farbe, Duft und Säure zugleich. Der Jahrgang gilt seither als klassischer Maßstab mit hoher Haltbarkeit. Ist der Burzi Barolo 2016 heute trinkreif? Ja, er steht im ersten Reifefenster, in dem gereifte Frucht und tertiäre Noten gleichzeitig zu hören sind. Wer die volle Unterholz- und Trüffelseite sucht, kann die Flasche noch einige Jahre liegen lassen. Wie lange lässt sich der Wein noch lagern? Die Shop-Angabe nennt 15 Jahre ab Jahrgang, also etwa bis 2031. Angesichts der Struktur dieses Jahrgangs ist bei liegender, kühler Lagerung eher ein Fenster bis in die mittleren 2030er Jahre realistisch. Worin unterscheidet er sich vom Barolo Capalot Vecchie Viti desselben Gutes? Der Classico bündelt drei Lagen und steht kürzer auf der Maische. Der Capalot stammt aus einer einzigen, über 80 Jahre alten Parzelle, mazeriert 35 bis 45 Tage unter untergetauchtem Hut und ist deutlich dichter sowie langlebiger angelegt. Was bedeutet die Angabe Nebbiolo Lampia? Lampia ist einer der Nebbiolo-Biotypen, neben Michet und Nebbiolo Rosè. Der Barolo Classico von Burzi besteht zu 100 Prozent aus Lampia, was seine geradlinige und duftbetonte Ausrichtung erklärt.

Inhalt: 0.7 Liter (51,29 €* / 1 Liter)

35,90 €*
Burzi Barolo 2018
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo 2018 zeigt die schlanke, duftbetonte Lesart des Nebbiolo. Erzeugt wird er aus Lagen der Gemeinde La Morra und mit 14 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche gefüllt. Der Jahrgang war wechselhaft: nach 25 aufeinanderfolgenden Regentagen im Mai und lokalem Hagel im August retteten ein trockener Sommer mit kühlen Nächten und ein ruhiger September die Ernte. Entstanden ist kein Kraftpaket, sondern ein Barolo mit Sauerkirsche, Hagebutte, floralem Ton und seidigem Tannin, der sich heute schon offen zeigt. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2018 FARBE: Helles bis mittleres Rubinrot, am Glasrand mit ziegelroten Reflexen. NASE: Sauerkirsche, Hagebutte und Preiselbeere, begleitet von Veilchen und getrockneten Langhe-Kräutern. Nach einigen Minuten im Glas kommen Orangenschale, Süßholz und ein zurückhaltendes Tabakblatt dazu - der Grad an Tertiäraromen, der bei einem achtjährigen Wein aus kühlem Jahr zu erwarten ist. GESCHMACK: Schlank gebaut, mit klar gezeichneter roter Frucht und einer beweglichen Säure, die diesem Jahrgang zum Vorteil gerät. Das Tannin wirkt seidig und kantenlos, die Mitte eher fein als breit. Eine leicht bittere Kräuternote hinter der Frucht sorgt für Trinkfluss. FINALE: Mittellang, frisch und salzig, mit einem Nachhall von Granatapfel und Wacholder. Warum die Höhenlagen von La Morra 2018 entschieden Die Trauben stammen aus mehreren abgegrenzten Lagen der Gemeinde La Morra, unter anderem Rive, Roncaglie und Rocchettevino. In einem nassen, kühlen Jahr wie 2018 spielten die höher gelegenen, nach Osten bis Südosten gerichteten Parzellen eine Schlüsselrolle: Sie trockneten nach Regen schneller ab und lieferten Duft statt Masse. Die Böden aus kalkhaltigem Sant'Agata-Fossili-Mergel geben der Gemeinde ihren Ruf für florale Aromatik und geschmeidiges Tannin. Genau dieses Profil trägt den 2018er, dem die schiere Kraft großer Jahre fehlt. Sieben Hektar, Handarbeit und alte Rebbestände Alberto Burzi schloss 2010 sein Studium der Weinbauwissenschaften in Turin ab, übernahm die Familienflächen 2011 und arbeitet seither ausschließlich in La Morra. Alle rund sieben Hektar liegen in der Gemeinde, ein Teil der Rebstöcke ist bis zu 90 Jahre alt. Gearbeitet wird organisch, mit Guyot-Erziehung, Handschnitt, Massale-Selektion und Handlese; Fehlstellen werden von Hand nachgepfropft. Das erklärte Ziel des Hauses lautet, dass die Eleganz die Kraft des Tannins dominieren soll - eine Haltung, die zu einem Jahrgang wie 2018 besonders gut passt. Vom Edelstahl in das 60-Hektoliter-Fass Die Beeren werden entrappt und gequetscht, die Gärung läuft temperaturkontrolliert im Stahltank, die Maische bleibt nach Angabe des Weinguts 25 bis 30 Tage in Kontakt. Anschließend reift der Wein in Fässern von 60 Hektolitern aus österreichischer Eiche ohne Toasting, bevor er die letzten Monate im Beton verbringt. Weil kein Röstholz mitspricht, bleibt die feine Frucht des kühlen Jahres unverstellt. Für den 2018er bedeutet das eine frühe Zugänglichkeit bei gleichzeitig solider Haltbarkeit. Servieren und kombinieren Etwas kühler als bei kraftvollen Jahrgängen servieren: 16 bis 17 Grad Celsius reichen, ein mittelgroßes Rotweinglas genügt. Eine gute halbe Stunde Luft öffnet die florale Seite, länger dekantieren ist nicht nötig. Auf dem Tisch harmoniert er mit Agnolotti del plin in Fleischbrühe, Kaninchen mit Rosmarin, Salsiccia von Bra, Risotto mit Roter Bete, Vitello in Kräuterkruste und jungem Toma piemontese. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2018 Warum gilt 2018 als schwieriger Barolo-Jahrgang? Ein nasser Mai mit rund 25 Regentagen erzeugte hohen Pilzdruck, im August traf lokaler Hagel einzelne Weinberge. Erst der trockene Sommer mit kühlen Nächten und ein moderater September machten reife Trauben möglich. Deshalb entscheidet in diesem Jahrgang die Arbeit des Erzeugers mehr als die Herkunft. Wie lange kann der Burzi Barolo 2018 noch reifen? Der Wein ist heute im Trinkfenster und trägt gut bis etwa 2032, gute Flaschen länger. Die Shop-Angabe von 15 Jahren ab Jahrgang beschreibt eher die Obergrenze als den Punkt der besten Balance. Muss dieser Barolo dekantiert werden? Notwendig ist es nicht. Wer möchte, gießt ihn 20 bis 30 Minuten vor dem Essen in eine Karaffe, damit sich Veilchen und Orangenschale lösen. Zu lange Belüftung kostet bei diesem eher zarten Jahrgang Frucht. Was heißt Barolo Classico bei Alberto Burzi? Der Zusatz bezeichnet die Cuvée aus mehreren Parzellen in La Morra, im Unterschied zu den Lagenweinen Capalot und La Serra. Er ist der Wein, an dem sich der Hausstil des Gutes am ehesten ablesen lässt. Wozu passt ein leichterer Barolo besonders gut? Zu Gerichten, die keine schwere Sauce mitbringen: gefülltes Nudelwerk, Geflügel, Kalb, Pilze und mittelalte Kuhmilchkäse. Kraftvolle Schmorgerichte verträgt er, stellen ihn aber leicht in den Schatten.

Inhalt: 0.75 Liter (46,53 €* / 1 Liter)

34,90 €*
Burzi Barolo 2020
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo 2020 steht für die geschmeidige Seite des Nebbiolo aus La Morra. Er wird mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche abgefüllt und stammt aus Parzellen zwischen 250 und 450 Metern Höhe. 2020 begann mit einem milden Winter, brachte ein kühleres Frühjahr ohne Trockenstress, einen warmen Sommer ohne Hitzespitzen und einen abkühlenden September mit Gewittern vor einer frühen Lese. Im Glas ergibt das viel Kirsche, Minze und Blutorange, dazu ein feinkörniges Tannin und eine Säure, die den Wein wach hält. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2020 FARBE: Klares, leuchtendes Rubinrot mit noch violettem Schimmer am Rand. NASE: Kirsche und Walderdbeere führen, dahinter frische Minze, Blutorange und ein Hauch Wacholder. Der Duft ist eher hell als dunkel gezeichnet und erinnert in seiner Klarheit an die Jahrgangsbeschreibung vieler Kritiker, die 2020 wegen der Textur mit rotem Burgunder verglichen haben. GESCHMACK: Saftig und geschmeidig, mit knackiger roter Frucht und einem Tannin, das feinkörnig und poliert wirkt statt streng. Granatapfel und ein Anflug Bitterorange geben Kontur, die Säure sorgt für einen zweiten Schluck. FINALE: Mittellang bis lang, mit kühler Minznote, feiner Kirschsäure und leicht kreidigem Nachhall. Die Grundlage des Classico: drei Lagen, drei Höhen Rive, Roncaglie und Rocchettevino bilden das Rückgrat dieses Weins. Zwischen der tiefsten und der höchsten Parzelle liegen rund 200 Höhenmeter, was in einem warmen Jahr wie 2020 den Ausgleich zwischen Reife und Frische ermöglicht. Alle Flächen sind nach Osten bis Südosten exponiert, die Reben sind 30 bis 70 Jahre alt. Die Mergelböden von La Morra sind reich an Kalk und Feinsand; sie erklären, warum die Weine der Gemeinde eher duftig und zugänglich ausfallen als jene der östlichen Barolo-Dörfer. Ein Gut, das erst 2012 zum ersten Mal selbst abfüllte Bis 2011 gingen die Trauben der Familie Burzi an Genossenschaften und Händler; erst Alberto Burzi begann, sie im eigenen Keller zu verarbeiten. Der Betrieb ist bewusst klein geblieben: rund sieben Hektar, etwa 20.000 bis 25.000 Flaschen pro Jahr, ein Keller im Haus der Großeltern in Santa Maria. Neben dem Barolo Classico entstehen Barbera d'Alba Plaustra, Langhe Nebbiolo Runcaja sowie die Lagenweine Capalot Vecchie Viti und La Serra. Als prägendes Erlebnis nennt Alberto Burzi eine Flasche Rocche dell'Annunziata 1999 von Aurelio Settimo - eine Referenz, die seinen Stilwillen gut beschreibt. 60 Hektoliter Eiche, dann Beton Der Wein vergärt nach dem Entrappen im temperaturkontrollierten Stahltank; das Weingut nennt eine Maischestandzeit von 25 bis 30 Tagen. Danach reift er in großen Fässern aus österreichischer Eiche mit 60 Hektolitern Inhalt, die nicht getoastet sind, und schließt die Reife in Betontanks ab. Diese Kombination bewahrt beim Jahrgang 2020 genau das, was ihn ausmacht: helle Frucht, klare Konturen und eine seidige Textur. Fachpresse sieht die 2020er Barolo als die am frühesten zugängliche Serie seit einem Jahrzehnt, mit einem Reifegipfel bei den meisten Weinen um das zwölfte Jahr. Servieren und kombinieren Bei 16 bis 17 Grad Celsius im großen Glas servieren, eine Stunde vorher öffnen genügt. Dekantieren ist möglich, aber nicht zwingend, da der Jahrgang von sich aus offen ist. Passende Begleiter sind Tajarin mit Butter, Entenbrust mit Kirschen, Schmorschulter vom Kalb, gebratene Pilze mit Knoblauch, gefüllte Zucchini mit Hackfleisch und mittelreifer Castelmagno. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2020 Was zeichnet den Barolo-Jahrgang 2020 aus? Der Sommer war warm und trocken, blieb aber ohne extreme Hitzewellen, und ein kühler September mit Regen brachte Frische zurück. Die Lese begann früh. Die Weine gelten als seidig, aromatisch und ungewöhnlich früh zugänglich, ohne die Säure zu verlieren. Kann man den Burzi Barolo 2020 jetzt schon trinken? Ja. Er ist der zugänglichste der drei aktuell verfügbaren Burzi-Classico-Jahrgänge und braucht nur wenig Luft. Wer Tertiäraromen mag, wartet bis etwa 2030. Wie unterscheidet sich der Classico von La Serra und Capalot? Der Classico verbindet mehrere Parzellen und mazeriert kürzer, was ihn früher trinkbar macht. La Serra kommt von rund 450 Metern und ist der frischeste der drei, Capalot aus über 80 Jahre alten Reben der dichteste. Welche Trinktemperatur ist richtig? Zwischen 16 und 17 Grad Celsius zeigt der Wein Frucht und Frische gleichzeitig. Wärmer serviert tritt der Alkohol hervor, deutlich kühler wirkt das Tannin härter als es ist. Wie lange bleibt eine geöffnete Flasche gut? Gut verschlossen und kühl gestellt hält der Wein zwei bis drei Tage, oft gewinnt er am zweiten Tag an Tiefe. Ein Vakuumverschluss verlängert das Fenster.

Inhalt: 0.75 Liter (49,20 €* / 1 Liter)

36,90 €*
Burzi Barolo 2021
Traube: Nebbiolo
Burzi Barolo 2021 ist der Gemeindewein des Guts und stammt aus drei Lagen in La Morra. Der reinsortige Nebbiolo wird mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt und zeigt ein klares Rubinrot. Dunkle Kirsche und Brombeere verbinden sich mit Veilchen, Rosenblatt, Anis und einem erdigen Unterton. Lebendige Säure, feinkörniges Tannin und der Ausbau im ungetoasteten Großfass geben ihm Zug, Struktur und einen langen Atem. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2021 FARBE: Mittleres bis kräftiges Rubinrot mit granatfarbenem Schimmer am Rand. NASE: Dunkle Kirsche und Brombeere treffen auf Veilchen und getrocknetes Rosenblatt. Anis, Wacholder und ein Hauch Lakritz kommen hinzu, dazu die erdig-mineralische Note der Mergelböden von La Morra. GESCHMACK: Mittel bis vollmundig, mit konzentrierter roter und dunkler Frucht. Das Tannin ist präsent, aber feinkörnig und gut eingebunden, die Säure hält den Wein aufrecht. Würze, Kräuter und ein salziger Zug begleiten die Frucht bis zum Schluckende. FINALE: Trocken, salzig und ausdauernd, mit Anis, Wacholder und einem Nachklang von Granatapfel. Drei Lagen in La Morra: Rive, Roncaglie und Rocchettevino Für den Barolo ohne Lagenzusatz werden Parzellen aus drei amtlich kartierten Lagen (MGA) der Gemeinde La Morra zusammengeführt. Rive liegt bei rund 250 Metern und liefert Fülle, Roncaglie bei etwa 300 Metern steuert Duft bei, und Rocchettevino bringt aus 400 bis 450 Metern Frische und Säure ins Spiel. Die Reben sind zwischen 30 und 70 Jahre alt und nach Osten bis Südosten ausgerichtet. La Morra hat unter den Barolo-Gemeinden die sandreichsten und kalkärmsten Böden aus tortonischen Sant'Agata-Fossili-Mergeln – daher der eher duftige, weniger harte Stil. Alberto Burzi – sieben Hektar, fünf Lagen, ein junger Betrieb Alberto Burzi zählt zu den jungen Winzern der Langhe: 2010 schloss er das Weinbaustudium in Turin ab, 2011 übernahm er die Familienweinberge, ab 2012 füllte er selbst. Die Familie hatte ihre Trauben zuvor an die Genossenschaft geliefert und die besten Parzellen an Nachbarbetriebe verpachtet. Heute verteilen sich rund sieben Hektar auf die Lagen Rive, Roncaglie, Rocchettevino, Capalot und La Serra. Gearbeitet wird organisch, mit Handschnitt, niedrigen Erträgen um 40 Hektoliter je Hektar und seit 2021 mit spontaner Gärung. Lange Maische und Reife im ungetoasteten 60-Hektoliter-Fass Der Nebbiolo wird entrappt und im Edelstahltank bei kontrollierter Temperatur vergoren. Für diesen Wein nennt der Shop rund 15 Tage Maischestandzeit; das Weingut selbst gibt für seinen Barolo Classico 25 bis 30 Tage an. Anschließend reift der Wein in großen Fässern aus österreichischer Eiche mit 60 Hektoliter Inhalt, die nicht getoastet sind, und wird vor der Füllung noch einige Zeit im Betontank harmonisiert. Holzaromen bleiben so außen vor; die Shop-Angabe zur Lagerfähigkeit liegt bei 15 Jahren. Servieren und kombinieren Etwa 16 bis 18 Grad und ein großes, bauchiges Glas sind die richtige Bühne. In diesem Alter profitiert der Wein von einer bis zwei Stunden in der Karaffe. Passende Gerichte sind Brasato al Barolo, Lammrücken, Tajarin mit Trüffel, Risotto mit Steinpilzen, gebratene Wildtaube und gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2021 Was zeichnet den Barolo-Jahrgang 2021 aus? 2021 war überdurchschnittlich warm, ohne in Hitzestress oder Trockenheit zu kippen. Die lange Vegetationsperiode und ein regenfreier Herbst mit warmen Tagen und kühlen Nächten brachten reife Tannine bei erhaltener Frische – ein Jahrgang, der als klassisch gilt. Ist der Barolo 2021 bereits trinkreif? Er lässt sich mit ausreichend Luft schon jetzt gut trinken, denn die Tannine sind fein und die Frucht offen. Sein Schwerpunkt liegt aber in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren, wenn würzige und tertiäre Noten hinzukommen. Wie unterscheidet sich dieser Barolo von Capalot und La Serra? Der Barolo ohne Lagenzusatz vereint drei Lagen und wird kürzer maceriert, er ist damit der zugänglichste der drei. Capalot kommt von rund 80 Jahre alten Reben und ist der tiefste, La Serra der frischeste und floralste, beide mit deutlich längerer Maischestandzeit. Was bedeutet die Angabe ungetoastetes Fass? Die Innenseite der Fässer wird beim Bau nicht über Feuer geröstet. Dadurch gibt das Holz keine Vanille- oder Rauchnoten ab und wirkt fast nur noch als Behälter, in dem sich das Tannin über die Zeit rundet. Wie sollte die Flasche bis zum Trinken liegen? Kühl, gleichmäßig temperiert, dunkel und ruhig, mit dem Korken im Kontakt zum Wein. Unter solchen Bedingungen sind die vom Shop genannten 15 Jahre realistisch.

Inhalt: 0.75 Liter (49,20 €* / 1 Liter)

36,90 €*
Burzi Barolo Capalot VV 2017
Traube: Nebbiolo
Burzi Barolo Capalot VV 2017 stammt aus dem ältesten Weinberg des Guts: Die Nebbiolo-Reben in Capalot sind rund 80 Jahre alt, weshalb das Etikett den Zusatz Vecchie Viti führt. Der Wein hat 14,5 % Vol. und kommt in der 0,75-Liter-Flasche; im Glas ein tiefes Rubinrot mit ersten Reifetönen. Dunkle Kirsche, Pflaume und getrocknete Blüten verbinden sich mit Minze, Süßholz und Waldboden. Die sehr lange Maischestandzeit und der warme Jahrgang 2017 ergeben einen dichten, aber überraschend geschmeidigen Barolo. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo Capalot VV 2017 FARBE: Tiefes Rubinrot, am Rand bereits granatfarben aufgehellt. NASE: Dunkle Kirsche und eingekochte Pflaume treffen auf getrocknete Rose und Lavendel. Darunter arbeiten Minze, Süßholz, Zimtrinde und ein feuchter Waldbodenton, wie ihn alte Reben oft mitbringen. GESCHMACK: Dicht und tief, mit dunkler Frucht und breit angelegtem, dennoch samtigem Tannin. Der warme Jahrgang zeigt sich in der reifen Fruchtsüße, Minze und ein salziger Zug halten die Balance. Alte Reben liefern hier eher Länge als Lautstärke. FINALE: Der Nachhall dauert ausgesprochen lange; Dörrkirsche, balsamische Minze und trockene Gewürze bleiben stehen. Capalot – 80 Jahre alte Reben auf 300 Metern in La Morra Capalot ist eine amtlich kartierte Lage (MGA) von etwa 25 Hektar in La Morra, gelegen an den Hängen oberhalb von Santa Maria. Die Parzelle der Familie Burzi liegt bei rund 300 Metern und blickt nach Süden, die Reben wurden Ende der 1940er- bis Anfang der 1950er-Jahre gepflanzt. Sandiger Lehm mit Kalk über Sant'Agata-Fossili-Mergeln meeressedimentären Ursprungs prägt hier ein weicheres, feiner gezeichnetes Tannin. Der Wein vereint 55 Prozent Nebbiolo Lampia, 30 Prozent Michet und 15 Prozent Rosè – eine alte, gemischte Pflanzung, wie sie heute selten ist. Ein Weinberg, der lange an Roberto Voerzio verpachtet war Die Bekanntheit von Capalot geht auf Roberto Voerzio zurück, der die Parzelle der Burzi bis 2011 gepachtet und daraus einen Barolo Riserva erzeugt hatte; Flaschen der Jahrgänge zwischen 1995 und 2010 sind heute Sammlerware. Als Alberto Burzi 2011 übernahm, behielt er den Anspruch bei: sehr niedrige Erträge, akribische Handarbeit, keine Kompromisse bei der Selektion. Den ersten eigenen Capalot Vecchie Viti füllte er aus dem Jahrgang 2013. Neue Pflanzungen im Gut entstehen durch Handveredelung und Massenselektion aus genau diesen alten Reben. Bis zu 50 Tage Maische, Reife im 30-Hektoliter-Fass Die Maischestandzeit dauert bei diesem Wein 30 bis 50 Tage und schließt mit untergetauchtem Hut ab, bei dem die Schalen unter dem Wein gehalten werden. Danach reift der Barolo in großen Fässern aus österreichischer Eiche mit 30 Hektoliter Inhalt, die nicht getoastet sind, und wird vor der Füllung im Betontank harmonisiert. So entsteht Tiefe aus Extraktion und Zeit, nicht aus Holzaromen. Der Shop nennt eine Lagerfähigkeit von 25 Jahren. Servieren und kombinieren Zwei Stunden vor dem Essen in eine Karaffe geben und bei 17 bis 18 Grad im großen Glas servieren. Der Wein steht zu geschmortem Ochsenschwanz, zu Lamm mit Rosmarin, zu Agnolotti del plin in Bratenjus, zu Wildschweinragout, zu Taube mit Dörrfrüchten und zu einem lange gereiften Bergkäse. Häufige Fragen zum Burzi Barolo Capalot VV 2017 Wofür steht das VV auf dem Etikett? VV ist die Abkürzung für Vecchie Viti, italienisch für alte Reben. Das Weingut führt den Zusatz, weil die Parzelle in Capalot mit rund 80 Jahren die älteste des Betriebs ist. Wie alt sind die Reben genau? Gepflanzt wurden sie Ende der 1940er- bis Anfang der 1950er-Jahre, das Weingut spricht von 80 Jahren. Zum Zeitpunkt der Lese 2017 waren die Stöcke also etwa 65 bis 70 Jahre alt. Welche Rolle spielte Roberto Voerzio in Capalot? Voerzio hatte die Lage bis 2011 von der Familie Burzi gepachtet und daraus einen gesuchten Barolo Riserva erzeugt. Nach dem Ende der Pacht bewirtschaftet Alberto Burzi die alten Reben selbst. Wie war der Jahrgang 2017 im Barolo? 2017 brachte Aprilfrost, extreme Trockenheit und einen heißen Sommer, den erst der September entspannte. Die Weine zeigen dennoch charmante Frucht, weiche Tannine und Frische; alte Reben und höhere Lagen kamen erkennbar besser damit zurecht. Ist der Capalot 2017 schon zu trinken? Ja, 2017 gilt als zugänglicher Jahrgang, und nach rund neun Jahren ist der Wein offen. Die Struktur aus alten Reben und langer Maische trägt ihn aber noch viele Jahre weiter.

Inhalt: 0.7 Liter (85,57 €* / 1 Liter)

59,90 €*
Burzi Barolo Capalot VV 2020
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo Capalot VV 2020 stammt aus der ältesten Parzelle des Gutes: Die Reben in der Lage Capalot wurden um das Ende der 1940er Jahre gesetzt und sind heute rund 80 Jahre alt. Der Wein wird mit 15 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt, das Kürzel VV steht für Vecchie Viti, also alte Reben. Das Traubenmaterial vereint drei Nebbiolo-Biotypen und mazeriert 35 bis 45 Tage unter untergetauchtem Tresterhut. Im Glas führt das zu dunkler Kirsche, Backpflaume, Leder und Lakritz, getragen von einer Tannintiefe, die präsent ist, ohne zu drücken. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo Capalot VV 2020 FARBE: Dichtes Rubinrot mit dunklem Kern, am Rand noch jugendlich violett. NASE: Dunkle Kirsche und Backpflaume bilden das Zentrum, darum herum Leder, Tabakblatt und Nelke. Mit Luft kommen Kakao, Lakritz und eine feine Teernote hinzu; die alten Reben liefern eine Tiefe, die der Classico desselben Hauses nicht erreicht. GESCHMACK: Breit angelegt und trotzdem geschliffen. Die Frucht ist dunkel und konzentriert, das Tannin dicht gewebt und dank des seidigen Jahrgangs bereits zugänglich. Erdige und pfeffrige Noten geben dem hohen Alkohol Halt, die Säure bleibt eingebunden. FINALE: Sehr lang, mit Bitterkakao, Süßholz und einem nachhallenden, leicht rauchigen Ton. Capalot - die Parzelle, die bis 2011 Roberto Voerzio bewirtschaftete Capalot ist eine rund 25 Hektar große MGA in La Morra und liegt zwischen etwa 300 und 350 Metern; Burzis Anlage steht auf 300 Metern in Südlage. Der Untergrund ist sandig-tonig mit Kalkanteil über Sant'Agata-Fossili-Mergel marinen Ursprungs, der alte Flurname La Pria verweist auf den steinigen Charakter. Die Sandanteile sind der Grund für die parfümierte, elegante Statur der Weine dieser Zone. Die Parzelle der Familie Burzi war bis 2011 an Roberto Voerzio verpachtet, der die Trauben lange nur in Magnums füllte; seit der Übernahme bewirtschaftet Alberto Burzi sie selbst. Alberto Burzi: dritte Generation, erste eigene Füllung 2012 Großvater Luigi Burzi baute Trauben und Haselnüsse an und verkaufte die Ernte über Jahrzehnte an Genossenschaften; er zählte zu den Mitgründern von Terre del Barolo. Sein Enkel Alberto studierte Weinbau und Kellerwirtschaft in Turin, arbeitete zunächst als Berater und übernahm die Familienflächen 2011. Bewirtschaftet werden rund sieben Hektar in La Morra, gearbeitet wird organisch mit Guyot-Erziehung, etwa 5.000 Stöcken je Hektar und niedrigen Erträgen. Capalot gilt im Betrieb als Herzstück und ist auf zwei getrennte Teilstücke verteilt. 24 Monate im 30-Hektoliter-Fass und zwei Jahre Flaschenreife Die Gärung findet im temperaturkontrollierten Edelstahltank statt, in der Schlussphase liegt der Tresterhut vollständig unter dem Most. Danach reift der Wein rund 24 Monate in Fässern von 30 Hektolitern aus österreichischer Eiche, die nicht getoastet werden, um die Aromatik der Lage nicht zu überdecken; vor der Füllung folgt eine Phase im Zement. Anschließend bleibt der Wein weitere rund 24 Monate in der Flasche, bevor er in den Verkauf geht. Aus dieser Abfolge erklärt sich, dass ein 2020er Capalot heute schon offen wirkt und gleichzeitig zwei Jahrzehnte Perspektive besitzt. Servieren und kombinieren 17 bis 18 Grad Celsius, ein großes Glas mit hohem Kamin. Zwei Stunden Karaffe tun dem Wein gut, ein Depot sollte in der Flasche bleiben. Kräftige Gerichte halten mit: Brasato, Rinderbacke mit Sellerie, Wildschweinragout mit Polenta, Lammkarree mit Thymian, Tajarin mit weißem Alba-Trüffel und ein lange gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Burzi Barolo Capalot VV 2020 Was bedeutet die Abkürzung VV auf dem Etikett? VV steht für Vecchie Viti, also alte Reben. Die Anlage in Capalot ist die älteste des Gutes und wurde um das Ende der 1940er Jahre gepflanzt; die geringen Erträge alter Stöcke sind der Grund für die Konzentration dieses Weins. Welche Rolle spielt Roberto Voerzio bei dieser Lage? Die Parzelle war bis 2011 an Roberto Voerzio verpachtet, der die Trauben schätzte und den Wein vor allem in Magnumflaschen abfüllte. Seit Alberto Burzi die Fläche selbst bewirtschaftet, entsteht daraus sein Lagenwein Capalot Vecchie Viti. Ist der Capalot 2020 bereits zugänglich? Ja, ungewöhnlich früh für einen Wein dieses Zuschnitts. Der Jahrgang 2020 bringt feinkörnige Tannine mit, und die zwei Jahre Flaschenreife vor dem Verkauf haben zusätzlich geholfen. Mit zwei Stunden Luft zeigt er sich vollständig. Wie lange lässt sich der Wein lagern? Struktur und Konzentration sprechen für ein Fenster bis in die 2040er Jahre, die Shop-Angabe von 25 Jahren ist hier plausibel. Der Reifegipfel dürfte zwischen 2030 und 2040 liegen. Warum stehen im Capalot drei Nebbiolo-Biotypen? Alte Anlagen wurden per Massale-Selektion gesetzt, weshalb Lampia, Michet und Nebbiolo Rosè gemischt wachsen. Das Weingut nennt für diesen Wein rund 55 Prozent Lampia, 30 Prozent Michet und 15 Prozent Rosè - Michet gibt Struktur, Rosè Duft und Farbtiefe wird von Lampia getragen.

Inhalt: 0.75 Liter (82,53 €* / 1 Liter)

61,90 €*
Burzi Barolo La Serra 2019
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo La Serra 2019 ist der erste Wein, den Alberto Burzi aus dieser Höhenlage getrennt vergoren hat. Die Nebbiolo-Reben wurden 2013 gepflanzt, die Parzelle umfasst rund einen halben Hektar, der Wein kommt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche in den Verkauf. 2019 war ein klassisch geschnittener Jahrgang mit später Oktoberlese, kleiner Menge und hohem Polyphenolniveau. Entsprechend präsentiert sich der Wein straff: Himbeere und Blutorange treffen auf getrocknete Blumen, Anis und einen kühlen, mineralisch anmutenden Zug. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo La Serra 2019 FARBE: Helles, transparentes Rubinrot mit lachsfarbenem Rand. NASE: Himbeere und Blutorange öffnen das Bouquet, getrocknete Blumen und Rosenblatt folgen. Dahinter Anis, Salbei und ein Anflug von Feuerstein; der Duft wirkt hoch und kühl statt breit und süß. GESCHMACK: Straff und geradlinig, die Säure führt und trägt eine sehr klare rote Frucht. Das Tannin ist fein, aber im Vergleich zu wärmeren Jahrgängen präsenter und noch etwas jugendlich kernig. Salzige Noten und ein Anklang von Zitronenschale sorgen für Spannung. FINALE: Lang und aufrecht, mit anhaltendem Blutorangenton und einem trockenen, kräuterwürzigen Nachklang. La Serra - eine Höhenlage über La Morra La Serra ist seit dem Jahrgang 2010 eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine MGA, innerhalb des Barolo-Gebiets; als Weinberg mit Namen ist die Lage aber viel älter, Marcarini füllte bereits 1973 einen Lagenwein daraus. Sie zählt mit rund 430 bis 450 Metern zu den höchsten Lagen der Gemeinde. Der Boden besteht aus Sant'Agata-Fossili-Mergel des Tortonium, also aus Ton, Feinsand und kalkhaltigem Material - die Parzelle von Burzi wird als sandig-lehmig beschrieben und ist nach Osten ausgerichtet. Höhe und Morgensonne verlängern die Reife und liefern Duft, Säure und feines Tannin statt Wucht. Das Gut Alberto Burzi und sein jüngster Cru Alberto Burzi bewirtschaftet rund sieben Hektar, ausschließlich in La Morra, und füllt seit 2012 unter eigenem Namen ab. Zum Portfolio gehören Barbera d'Alba, Langhe Nebbiolo, der Barolo Classico und die Lagenweine Capalot Vecchie Viti und La Serra. Während Capalot aus Reben stammt, die noch der Großvater gesetzt hat, ist La Serra der Gegenpol: eine junge, 2013 gepflanzte Anlage, die erst 2019 reif genug erschien, um eigenständig gefüllt zu werden. Die Handschrift ist in beiden Fällen dieselbe - niedrige Erträge, Handlese, keine aromatische Überformung im Keller. 35 bis 45 Tage Maische und 24 Monate im 20-Hektoliter-Fass Die Gärung läuft temperaturkontrolliert mit täglichem Unterstoßen von Hand, in der Schlussphase wird der Tresterhut untergetaucht. Das Weingut gibt eine Maischestandzeit von 35 bis 45 Tagen an; ein Importeur nennt für 2019 rund 60 Tage Gesamtdauer im Stahl. Danach reift der Wein 24 Monate in einem Fass von 20 Hektolitern aus ungetoasteter österreichischer Eiche und beruhigt sich vor der Füllung im Zementtank. Die langen Standzeiten erklären die feste Tanninstruktur, die kleine Fassgröße liefert Reifeluft ohne Holzgeschmack - eine Kombination, die dem strukturbetonten 2019er ein Fenster von rund fünfzehn Jahren eröffnet. Servieren und kombinieren 17 Grad Celsius, ein großes Glas mit weiter Öffnung. Der junge Cru gewinnt durch anderthalb bis zwei Stunden in der Karaffe deutlich; ohne Luft bleibt er verschlossen. Er passt zu Rehrücken, geschmortem Ochsenschwanz, Tajarin mit Trüffelbutter, Taube mit Feigen, Risotto mit Rotwein und Wurst sowie zu einem gereiften Toma di Langa. Häufige Fragen zum Burzi Barolo La Serra 2019 Was bedeutet La Serra auf dem Etikett? La Serra ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine MGA, in der Gemeinde La Morra. Der Name auf dem Etikett belegt, dass alle Trauben aus dieser einen Lage stammen. Warum ist 2019 der erste Jahrgang dieses Weins? Die Reben wurden 2013 gepflanzt. Erst ab 2019 wurde die Parzelle getrennt gelesen und eigenständig ausgebaut; vorher gingen die Trauben in andere Weine des Hauses ein. Wie ist der Jahrgang 2019 im Barolo einzuordnen? Nach einem nassen, kühlen Frühjahr folgten zwei Hitzephasen im Sommer, dann milde Wochen und eine Lese ab Mitte Oktober. Die Menge fiel klein aus, die Qualität der Trauben lag laut Konsortium deutlich über dem Durchschnitt. 2019 gilt als klassischer, strukturbetonter Jahrgang mit langer Perspektive. Wann erreicht der Wein seinen Höhepunkt? Heute ist er trinkbar, wirkt aber noch jugendlich straff. Die beste Phase liegt voraussichtlich zwischen 2027 und 2034. Die Shop-Angabe von 25 Jahren Lagerfähigkeit ist bei dieser jungen Rebanlage eher optimistisch zu lesen. Was unterscheidet La Serra von Capalot? La Serra liegt höher, ist nach Osten exponiert und mit jungen Reben bestockt; der Wein ist heller, säurebetonter und floraler. Capalot liegt auf 300 Metern in Südlage mit über 80 Jahre alten Reben und wird dichter, dunkler und tanninreicher.

Inhalt: 0.75 Liter (82,53 €* / 1 Liter)

61,90 €*
Burzi Barolo La Serra 2020
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo La Serra 2020 verbindet die höchste Lage des Gutes mit einem Jahrgang, der für seidige Texturen bekannt geworden ist. Der Nebbiolo wächst auf rund 450 Metern in Ostlage in La Morra und wird mit 15 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt. Nach einem kühlen Mai und Juni, einem warmen aber nicht extremen Sommer und einem gewitterhaften September fiel die Lese früh aus. Das Ergebnis ist ein heller, floral geprägter Barolo mit Walderdbeere, Rosenwasser und Bergamotte, dessen Tannin sich schon jetzt geschliffen anfühlt. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo La Serra 2020 FARBE: Leuchtendes, mittleres Rubinrot mit klarem Kern und hellem Rand. NASE: Walderdbeere und rote Johannisbeere zuerst, danach Rosenwasser, Bergamotte und ein Hauch Fenchelsaat. Ein Anklang von Pfirsichkern und feinem Steinsalz macht deutlich, dass hier Höhe und nicht Hitze am Werk war. GESCHMACK: Geschmeidig und dennoch straff umrissen, mit knackiger roter Frucht und einer sehr feinkörnigen Tanninstruktur. Die Säure bleibt lebendig, der höhere Alkohol dieses Jahrgangs trägt Fülle bei, ohne warm zu wirken. FINALE: Lang, hell und salzig, mit einem floralen Nachhall und leicht kreidigem Griff. Ostlage auf 450 Metern - was La Serra dem Wein gibt Die Parzelle gehört zur MGA La Serra, einer der höchsten Zonen von La Morra, und ist nach Osten ausgerichtet. Morgensonne und kühle Nächte verlangsamen die Zuckerbildung, weshalb die Trauben Aroma und Säure behalten, auch wenn der Sommer warm ausfällt. Unter der sandig-lehmigen Oberfläche liegt Sant'Agata-Fossili-Mergel aus dem Tortonium, ein Gemisch aus Ton, Feinsand und Kalk. Die MGA gilt seit Jahrzehnten als Adresse für florale, früh zugängliche Barolo; genau das unterstreicht der Jahrgang 2020. Handwerk in der Fraktion Santa Maria Der Keller von Alberto Burzi liegt im Haus der Großeltern, gebaut in den späten 1960er Jahren und 2018 erweitert. Zusammen mit seiner Schwester Caterina bewirtschaftet er rund sieben Hektar und füllt jährlich etwa 20.000 bis 25.000 Flaschen. Die Arbeit im Weinberg folgt organischen Grundsätzen, mit Guyot-Schnitt von Hand, Massale-Selektion und Handlese. Im Keller wird auf Röstholz und aromatische Eingriffe verzichtet, weil der Anspruch des Hauses lautet, dass Eleganz die Kraft des Tannins überwiegen soll. Untergetauchter Tresterhut, ungetoastetes 20-Hektoliter-Fass Die Maische bleibt 35 bis 45 Tage im Kontakt mit dem Most, in der Endphase liegt der Tresterhut unter der Flüssigkeit. Diese Technik extrahiert Farbe und Struktur ruhig, ohne harte Gerbstoffe herauszulösen. Der Ausbau dauert rund 24 Monate in einem Fass von 20 Hektolitern aus österreichischer Eiche ohne Toasting, danach folgt eine Beruhigungsphase im Zement. Weil 2020 von sich aus weich und aromatisch angelegt ist, entsteht daraus ein Cru, der früh Freude macht und dennoch über gut ein Jahrzehnt Reserven besitzt. Servieren und kombinieren 16 bis 17 Grad Celsius sind ideal, ein bauchiges Glas hilft der floralen Aromatik. Eine Stunde Luft reicht, bei diesem Jahrgang ist langes Dekantieren unnötig. Am Tisch bewährt er sich mit Tajarin und Butter, Kalbsbries, Ente mit Orange, Steinpilzen im Ofen, Zwiebelflan mit Fonduta und einem nicht zu salzigen Blauschimmelkäse. Häufige Fragen zum Burzi Barolo La Serra 2020 Wie unterscheidet sich der La Serra 2020 vom Vorjahrgang? Der 2019er ist straffer, säurebetonter und braucht mehr Zeit; der 2020er wirkt runder, floraler und ist früher zugänglich. Beide stammen aus derselben Parzelle, der Unterschied kommt allein aus dem Witterungsverlauf. Warum hat dieser Barolo 15 Prozent Alkohol? Die Shop-Angabe nennt 15 Prozent. In warmen Jahren wie 2020 erreichen alte und gut belichtete Nebbiolo-Anlagen hohe Zuckerwerte; die Höhenlage und die frische Säure sorgen dafür, dass der Wein trotzdem nicht schwer wirkt. Wie lange sollte man ihn liegen lassen? Er ist heute trinkbar. Zwischen 2026 und 2032 dürfte er sein Optimum zeigen, danach beginnt die tertiäre Phase. Für eine 2013 gepflanzte Anlage ist das ein realistisches Fenster. Was ist eine MGA? Menzione Geografica Aggiuntiva bezeichnet eine offiziell abgegrenzte Lage innerhalb der Barolo-Denomination. Steht ihr Name auf dem Etikett, müssen alle Trauben aus dieser Lage kommen. Welches Glas passt zu diesem Wein? Ein großes, bauchiges Burgunderglas. Es gibt der floralen und beerigen Aromatik Raum, während eine engere Form die kühle Würze und das Tannin betonen würde.

Inhalt: 0.75 Liter (82,53 €* / 1 Liter)

61,90 €*
Burzi Barolo La Serra 2021
Traube: Nebbiolo
Burzi Barolo La Serra 2021 kommt aus einer der höchstgelegenen Lagen von La Morra und ist der jüngste Lagenwein des Guts. Der Nebbiolo, gefüllt mit 14,5 % Vol. in 0,75 Litern, vereint 75 Prozent Lampia, 20 Prozent Michet und 5 Prozent Rosè. Rote Kirsche, Blutorange und Himbeere treffen auf getrocknete Blüten, Minze und Eukalyptus. Lange Maischestandzeit und ungetoastetes Großfass ergeben einen kühlen, straff gezeichneten Barolo mit viel Duft. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo La Serra 2021 FARBE: Helles, transparentes Rubinrot mit lachsfarbenem Rand. NASE: Rote Kirsche, Himbeere und ein deutlicher Anklang von Blutorange öffnen den Duft. Dazu kommen getrocknete Blüten, Minze und ein kühler Eukalyptuston, unterlegt mit weißem Pfeffer und Teeblatt. GESCHMACK: Straff und präzise statt breit, mit klarer roter Frucht und feinem, engmaschigem Tannin. Die Höhenlage schmeckt man an der kühlen Säure, die den Wein wie eine Achse durchzieht; balsamische Minze bleibt als Signatur. FINALE: Lang, kühl und salzig, mit nachklingender Zitrusschale und Kräuterwürze. La Serra – Höhenlage auf 450 Metern gegenüber Brunate La Serra ist eine amtlich abgegrenzte Lage (MGA) in La Morra und zählt mit Höhen um 430 bis 450 Meter zu den höchsten Weinbergen der Gemeinde. Die Parzelle von Alberto Burzi ist nach Osten ausgerichtet, umfasst laut Lagenkataster 0,42 Hektar und liegt in Sichtweite von Brunate. Die Böden bestehen aus tortonischen Sant'Agata-Fossili-Mergeln mit Lehm, Feinsand und Kalkanteil. Höhe und gute Durchlüftung bremsen die Reife: Der Wein bekommt Duft, Säure und ein feines, nie hartes Tannin, wo tiefere Lagen mehr Fülle liefern. Vom Pachthof zum Lagenweingut in La Morra Bis vor wenigen Jahren war der Betrieb der Familie Burzi vor allem Traubenlieferant und Verpächter. Alberto Burzi hat das gedreht, die Flächen zurückgeholt und die Lagen getrennt vinifiziert. La Serra wurde 2013 neu gepflanzt und wird seit dem Jahrgang 2019 als eigener Wein gefüllt – die jüngste Anlage neben dem 80 Jahre alten Capalot. Zusammen mit seiner Schwester Caterina bewirtschaftet er rund sieben Hektar; seit 2021 wird auf das Heften der Laubwand verzichtet und stattdessen eingerollt, damit die Beeren kleiner und reifer werden. 35 bis 45 Tage untergetauchter Hut, Reife im 20-Hektoliter-Fass Die Gärung läuft temperaturkontrolliert mit täglichem Unterstoßen von Hand. Die Maischestandzeit dauert 35 bis 45 Tage und endet mit der traditionellen Technik des untergetauchten Huts, bei der die Schalen unter dem Flüssigkeitsspiegel gehalten werden. Danach reift der Wein in Fässern aus ungetoasteter österreichischer Eiche mit 20 Hektoliter Inhalt und vor der Füllung noch im Betontank. Der Shop nennt 25 Jahre Lagerfähigkeit – die Struktur dieses Weins spricht dafür. Servieren und kombinieren Wegen der noch jungen Struktur sollte der Wein zwei Stunden vor dem Essen in die Karaffe und bei 16 bis 18 Grad im großen Glas serviert werden. Er begleitet Rinderbacke, Lammkeule mit Kräutern, Tajarin mit weißem Trüffel, Entenbrust mit Kirschen, Fasan und lange gereiften Bra duro. Häufige Fragen zum Burzi Barolo La Serra 2021 Was steht hinter dem Lagennamen La Serra? La Serra ist eine der amtlich kartierten Einzellagen des Barolo-Gebiets in der Gemeinde La Morra. Sie liegt mit rund 450 Metern hoch, was den Weinen Frische, Duft und feines Tannin gibt. Wie alt sind die Reben in dieser Lage? Die Parzelle wurde 2013 gepflanzt und ist damit die jüngste Nebbiolo-Anlage des Guts. Seit dem Jahrgang 2019 wird sie getrennt vinifiziert und als eigener Lagenwein gefüllt. Was bedeutet die Gärung mit untergetauchtem Hut? Beim cappello sommerso werden die Traubenschalen mit einem Gitter unter der Flüssigkeit gehalten, statt sie täglich aufzurühren. Die Extraktion läuft dadurch langsamer und sanfter, was bei langen Maischezeiten feineres Tannin ergibt. Wann ist der La Serra 2021 am besten? Nach zwei Stunden Luft ist er bereits jetzt zugänglich, wirkt aber noch jung und straff. Das eigentliche Fenster liegt in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren, in denen sich die balsamischen und tertiären Noten aufbauen. Wie unterscheidet er sich vom Capalot Vecchie Viti? La Serra steht hoch und nach Osten, Capalot tiefer bei 300 Metern und nach Süden; dort sind die Reben rund 80 Jahre alt. Entsprechend ist La Serra kühler, floraler und straffer, Capalot dichter, dunkler und tiefer im Tannin.

Inhalt: 0.75 Liter (86,53 €* / 1 Liter)

64,90 €*