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Alain Suisse

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Alain Suisse Brut Nature Premier Cru
Champagner Art: Cuvée
Der Alain Suisse Brut Nature Premier Cru kommt ohne jede Dosage in die Flasche und zeigt Cumières deshalb ungeschminkt. Der Familienbetrieb bewirtschaftet in diesem Premier-Cru-Dorf der Grande Vallée de la Marne drei Hektar, bepflanzt mit Pinot Noir, Chardonnay und Meunier; alle drei Sorten gehen in die Cuvée ein. Abgefüllt wird mit 12,8 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Grüner Apfel, Zitronenzeste und Birne treffen auf Hefegebäck, blanchierte Mandel und einen kreidigen Zug. Weil das Zuckerpolster fehlt, bleibt der Champagner schlank, salzig und spröde frisch — ein Aperitif für Trinker, die Süße als Störung empfinden. Die Verkostungsnotiz des Alain Suisse Brut Nature Premier Cru FARBE: Helles Grüngelb mit silbrigem Rand; die Perlage steigt in dünnen, langsamen Ketten auf und hält im Glas lange durch. NASE: Zuerst Boskop-Apfel, Limettenschale und Williams-Birne. Dahinter Akazienblüte und ein Anflug von Ingwer. Mit Luft treten Hefegebäck, blanchierte Mandel und feuchte Kreide hinzu. GESCHMACK: Die Mousse ist feinkörnig, der Wein schmal gebaut und straff. Ohne Dosage steht die Säure ungepolstert im Vordergrund, gestützt von genügend Extrakt aus dem Pinot-Noir-Anteil. Der Eindruck reicht von trocken bis knochentrocken, wirkt aber nie hart. FINALE: Klingt salzig und zitrisch aus, mit Kreidestaub und einem leicht bitteren Mandelrest, der zum nächsten Schluck auffordert. Cumières: Premier Cru an den Südhängen über der Marne Cumières ist in der Échelle des Crus mit 93 % bewertet und damit Premier Cru. Rund 172 Hektar Rebfläche verteilen sich auf Hänge, die nach Süden zum Fluss abfallen — eine Exposition, die die Trauben früh reifen lässt; Cumières gehört regelmäßig zu den ersten Gemeinden, die lesen. Unter der Lehmauflage liegen Kalk und Kreide mit Feuersteineinschlüssen. Pinot Noir und Meunier stellen zusammen mehr als drei Viertel der Rebfläche, Chardonnay knapp ein Fünftel; zusätzlich ist das Dorf für seinen roten Coteaux Champenois bekannt. Für einen Champagner ohne Dosage ist diese frühe Reife entscheidend: Sie liefert die Fruchtsubstanz, die den fehlenden Zucker ersetzen muss. Alain und Janick Suisse, Winzer in Cumières seit 1870 Die Familie Suisse erzeugt in Cumières in vierter Generation Champagner; die Keller unter dem Haus in der Rue du Bois des Jots gehen bis etwa 1830 zurück. Alain und Janick Suisse bewirtschaften drei Hektar, verteilt auf 45 % Pinot Noir, 40 % Chardonnay und 15 % Meunier. Die Gassen werden mechanisch gepflügt, chemische Herbizide kommen nicht zum Einsatz; der Betrieb ist HVE-zertifiziert und befindet sich im dritten Jahr der Umstellung auf ökologischen Anbau. Im Keller wird bewusst wenig eingegriffen — weder Filtration noch Kältebehandlung. Brut Nature: abgefüllt ohne Zuckerzusatz Brut Nature erlaubt höchstens 3 g/l Restzucker; hier wird nach dem Dégorgement gar nicht mehr aufgezuckert. Damit fehlt dem Wein das übliche Polster, das kleine Unebenheiten glättet — er muss aus Traubenreife, Hefelager und Herkunft bestehen. Für eine jahrgangslose Cuvée schreibt die Appellation mindestens 15 Monate Reife vor, davon zwölf auf der Hefe; wie lange diese Charge tatsächlich lag, veröffentlicht der Betrieb nicht. Gefüllt wird ungefiltert, Angaben zu Dégorgement-Datum und exakten Sortenanteilen macht das Haus ebenfalls nicht. Servieren und kombinieren 8 bis 10 °C genügen; zu kalt serviert verschließt sich die Aromatik, und ohne Dosage wirkt der Wein dann nur noch säurebetont. Ein bauchiges Weißweinglas bringt deutlich mehr zum Vorschein als eine schmale Flöte, Umfüllen ist unnötig. Passend sind Austern, rohe Gambas, Sushi und Sashimi, Ziegenfrischkäse, Vitello tonnato oder Bratkartoffeln mit Sauerrahm. Häufige Fragen zum Alain Suisse Brut Nature Premier Cru Was bedeutet Brut Nature? Brut Nature, auch Dosage Zéro genannt, ist die trockenste Kategorie der Champagne und erlaubt maximal 3 g/l Restzucker. Bei diesem Wein wird nach dem Entfernen des Hefedepots kein Zucker zugesetzt. Was im Glas an Fülle ankommt, stammt allein aus Traubenreife und Hefelager. Was sagt Premier Cru über diesen Champagner aus? Premier Cru bezeichnet in der Champagne die Gemeinde, nicht eine einzelne Parzelle. 44 Dörfer sind in der Échelle des Crus mit 90 bis 99 % eingestuft, Cumières mit 93 %. Alle Trauben dieses Champagners stammen aus dem Dorf. Was unterscheidet Winzerchampagner von den Weinen großer Häuser? Ein Winzerbetrieb verarbeitet ausschließlich Trauben aus eigenen Weinbergen und ist damit auf ein Dorf oder wenige Lagen festgelegt. Große Häuser kaufen aus vielen Gemeinden zu und gleichen Jahrgangsunterschiede über Verschnitt aus. Bei drei Hektar in Cumières schlägt jede Eigenheit des Terroirs direkt durch. Passt der Champagner auch zum Essen? Ja, und zwar besser als viele dosierte Cuvées. Ohne Restzucker kollidiert er nicht mit salzigen oder säurebetonten Gerichten, weshalb Austern, rohe Fischgerichte und Zitronen-Vinaigretten gut funktionieren. Bei süßlichen Saucen oder Desserts wirkt er dagegen hart. Wie sollte die Flasche gelagert werden? Liegend, dunkel und kühl bei möglichst gleichmäßiger Temperatur hält sich die Flasche über Jahre. Champagner ohne Dosage entwickelt mit Flaschenreife typischerweise Noten von Nuss, Trockenobst und Brotkruste, verliert dafür etwas von der zitrischen Schärfe.

Inhalt: 0.75 Liter (61,20 €* / 1 Liter)

45,90 €*
Alain Suisse Brut Nature Premier Cru Magnum
Champagner Art: Cuvée
Die Alain Suisse Brut Nature Premier Cru Magnum enthält denselben ungezuckerten Cumières-Champagner wie die 0,75-Liter-Flasche, nur in 1,5 Liter. Das Format ist dabei mehr als Dekoration: Dem doppelten Volumen steht eine kaum größere Verschluss- und Kopfraumfläche gegenüber, der Sauerstoffeintrag pro Liter fällt geringer aus, und die Temperatur bewegt sich träger. Ergebnis ist eine langsamere, gleichmäßigere Reifung. Im Glas: 12,8 % Vol., grüner Apfel, Limette, Birnenschale, Hefegebäck und Kreide bei null zugesetztem Restzucker. Die Verkostungsnotiz der Alain Suisse Brut Nature Premier Cru Magnum FARBE: Blassgelb, grünlich reflektierend. Aus dem Großformat wirkt die Perlage im Glas erfahrungsgemäß etwas cremiger gebündelt. NASE: Apfel und Limette, Birnenschale, weiße Blüten. Der Hefeton bleibt zurückhaltend und erinnert eher an frisches Brotinneres als an kräftige Brioche, begleitet von Kreide und einem Anflug Fenchelsaat. GESCHMACK: Trocken bis an die Grenze, ohne jede Süße als Puffer. Die Säure ist der Motor, das Mousse verteilt sie feinkörnig; aus der Magnum wirkt die Textur ruhiger und geschlossener als aus der kleinen Flasche. FINALE: Zitronenschale und ein feiner Bitterton von Mandelhaut, dazu viel Salz — der Abgang zieht sich hin. Warum die Magnum langsamer reift Eine Magnum fasst den Inhalt zweier Flaschen, verschlossen ist sie mit einem Korken derselben Größenordnung. Pro Liter Wein stehen damit weniger Verschlussfläche und weniger Kopfraum zur Verfügung, der Gasaustausch verlangsamt sich entsprechend. Zugleich besitzt die größere Flüssigkeitsmenge mehr thermische Trägheit: Schwankungen im Keller schlagen gedämpft durch. Beides zusammen führt zu einer ruhigeren Entwicklung — Champagner aus dem Großformat wirkt bei gleichem Alter oft jünger und geschlossener. Für einen Wein ohne Dosage, der keine Süße zum Überdecken hat, ist diese Gleichmäßigkeit besonders wertvoll. Alain Suisse: drei Hektar im Premier Cru Cumières Cumières trägt in der Échelle des Crus 93 % und damit Premier-Cru-Status; das Dorf liegt südexponiert über der Marne und reift früh. Alain und Janick Suisse bewirtschaften dort drei Hektar in vierter Generation, gefüllt wird unter dem Familiennamen seit 1870. Pinot Noir stellt 45 % der Rebfläche, Chardonnay 40 %, Meunier 15 %. Gearbeitet wird mit Pflug statt Herbizid, HVE-zertifiziert und im dritten Jahr der Bio-Umstellung; der Keller verzichtet auf Filtration und Kältebehandlung. Null Dosage, gefüllt ins Großformat Brut Nature bedeutet: nach dem Dégorgement kein Zuckerzusatz, der Restzucker bleibt unter 3 g/l. Die Grundweine sind dieselben wie bei der 0,75-Liter-Abfüllung, unterschiedlich ist allein das Gefäß, in dem der Wein seine Hefezeit verbringt. Ob dieser Champagner in der Magnum selbst nachgärt oder erst später ins Großformat gelangt, teilt der Betrieb nicht mit; ebenso fehlen veröffentlichte Angaben zu Hefelagerdauer, Dégorgement und exakten Sortenanteilen. Gefüllt wird ungefiltert. Servieren und kombinieren 8 bis 10 °C, und weil 1,5 Liter länger brauchen, gehört die Magnum mindestens vier Stunden in den Kühlschrank oder eine halbe Stunde in einen Eimer mit Eis und Wasser. Ausgeschenkt wird ins bauchige Weißweinglas; Belüften oder Umfüllen wäre hier kontraproduktiv, weil es Kohlensäure kostet. Die Flasche reicht für zehn bis zwölf Gläser und trägt deshalb ein ganzes Menü: Austern zum Start, dann Sushi, Kalbstatar, gebratener Zander, Kartoffelgratin und Comté. Häufige Fragen zur Alain Suisse Brut Nature Premier Cru Magnum Wie viele Gläser ergibt eine Magnum? 1,5 Liter entsprechen zwei normalen Flaschen und damit etwa zehn bis zwölf Gläsern à 0,1 bis 0,15 Liter. Für eine Tafel mit sechs bis acht Personen ist das eine sinnvolle Größe, weil weniger oft geöffnet werden muss. Reift Champagner im Großformat wirklich anders? Das Verhältnis von Wein zu Verschlussfläche und Kopfraum ist günstiger, weshalb pro Liter weniger Sauerstoff eindringt. Zusätzlich erwärmt und kühlt sich die größere Menge langsamer ab. Die Entwicklung verläuft dadurch gleichmäßiger, in der Praxis oft auch langsamer. Wie kühle ich eine Magnum richtig? Am besten über Stunden im Kühlschrank oder zügig in einem hohen Kübel mit Eis und Wasser — reines Eis kühlt schlechter als die Mischung. Gefrierfach und Tiefkühler sind ungeeignet, weil sie den Druck erhöhen und die Aromatik betäuben. Warum kommt dieser Champagner ohne Zuckerzusatz aus? Die südexponierten Hänge von Cumières liefern früh reife Trauben mit ausreichend Extrakt. Wo Reife und Hefelager stimmen, braucht ein Champagner keine Dosage, um rund zu wirken. Der Wein zeigt dafür Herkunft und Rebsortencharakter ungeschminkt. Lässt sich eine angebrochene Magnum aufbewahren? Mit einem Druckverschluss und kühl gelagert bleibt sie ein bis zwei Tage trinkbar, verliert aber Perlage. Der klassische Löffel im Flaschenhals hilft nachweislich nicht. Besser ist es, das Format bewusst für größere Runden zu planen.

Inhalt: 1.5 Liter (59,93 €* / 1 Liter)

89,90 €*
Alain Suisse Millesime Extra Brut Premier Cru 2017
Champagner Art: Cuvée
Der Alain Suisse Millésime Extra Brut Premier Cru 2017 ist ein Jahrgangschampagner aus Cumières, gefüllt also ohne Reserveweine anderer Jahre. Extra Brut steht für höchstens 6 g/l Restzucker. 2017 war in der Champagne ein Jahr der Selektion: Aprilfrost auf großer Fläche, ein außergewöhnlich nasser Juli und Regen zur Lese erzwangen strenges Aussortieren, wobei Chardonnay regionsweit am besten abschnitt. Der Wein kommt mit 12,8 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche und zeigt reifen Apfel, Quitte und Zitruszeste über Brioche, gerösteter Haselnuss und trockener Kreide. Die Verkostungsnotiz des Alain Suisse Millésime Extra Brut Premier Cru 2017 FARBE: Deutlich tiefer als die jahrgangslosen Cuvées des Hauses: mittleres Goldgelb mit grünlichem Kern. Die Perlage steigt fein und über lange Zeit. NASE: Reifer Cox-Apfel, Quitte und Mirabelle, dazu Zitronenzeste und weiße Blüten. Das lange Hefelager legt Brioche, geröstete Haselnuss und Butterkeks darüber, dahinter steht ein trockener Kreideton. GESCHMACK: Die Mousse ist cremiger als bei den Non-Vintage-Weinen, der Körper etwas breiter. Reifearomen und Frucht halten die Säure in Balance, die knappe Dosage lässt den Wein trotz Reife straff erscheinen. Der Extrakt trägt bis in die Mitte, ohne süßlich zu werden. FINALE: Zitrusbitterkeit und Nussschale tragen weit, darunter läuft eine salzig-kreidige Spur, die nach dem Schluck stehen bleibt. Cumières 2017: früh reif, streng selektiert Alle Trauben stammen aus Cumières, dem Premier-Cru-Dorf am Nordrand der Grande Vallée de la Marne. Die nach Süden geneigten Parzellen über dem Fluss reifen früh und zuverlässig — in einem Jahr, in dem Fäulnisdruck und Regen die Lese bestimmten, ist das ein handfester Vorteil. Unter der Lehmdecke geben Kalk und Kreide dem Jahrgangswein das mineralische Rückgrat, das ihn vor Breite bewahrt. Auf den rund 172 Hektar Rebfläche der Gemeinde dominieren Pinot Noir und Meunier, Chardonnay steht auf knapp einem Fünftel. Der Familienbetrieb Suisse in der Rue du Bois des Jots Alain Suisse führt den Betrieb gemeinsam mit Janick Suisse in vierter Generation; erzeugt wird in Cumières seit 1870. Die drei Hektar Rebfläche verteilen sich auf 45 % Pinot Noir, 40 % Chardonnay und 15 % Meunier. Gearbeitet wird mit dem Pflug statt mit Herbiziden, der Betrieb ist HVE-zertifiziert und stellt auf ökologischen Anbau um. Ein Millésime wird nur gefüllt, wenn der Jahrgang es aus Sicht des Winzers hergibt — deshalb erscheint er nicht in jedem Jahr. Mindestens 36 Monate auf der Hefe — Vorschrift beim Millésime Für einen Jahrgangschampagner verlangt die Appellation mindestens 36 Monate Reife auf der Hefe, gegenüber 15 Monaten bei jahrgangslosen Cuvées. Der 2017er hat diese Frist deutlich überschritten, was die Brioche- und Nussnoten erklärt. Nach dem Dégorgement bleibt die Dosage im Extra-Brut-Rahmen von maximal 6 g/l; den exakten Wert und das Dégorgement-Datum gibt das Haus nicht bekannt, ebenso wenig die Sortenanteile dieser Cuvée. Gefüllt wird ohne Filtration und ohne Kältebehandlung. Servieren und kombinieren Ein gereifter Jahrgangschampagner verträgt 10 bis 12 °C besser als Kühlschranktemperatur; unter 8 °C bleiben die Reifearomen verschlossen. Ein großes Weißweinglas ist Pflicht, die Flöte verschenkt hier am meisten. Er begleitet Bresse-Huhn in Rahmsauce, Kalbsbries, Steinbutt, Risotto mit Morcheln, lange gereiften Comté und Jakobsmuscheln aus der Pfanne. Häufige Fragen zum Alain Suisse Millésime Extra Brut Premier Cru 2017 Was bedeutet Millésime auf dem Etikett? Millésime kennzeichnet einen Jahrgangschampagner: Der Wein stammt vollständig aus der Lese eines Jahres, hier 2017, und enthält keine Reserveweine. Vorgeschrieben sind mindestens 36 Monate Reife auf der Hefe, viele Erzeuger lassen deutlich länger liegen. Wie trocken ist Extra Brut? Extra Brut erlaubt 0 bis 6 g/l Restzucker und liegt damit zwischen Brut Nature und Brut. Süße nimmt man in diesem Bereich kaum wahr; der Zucker rundet allenfalls die Kanten der Säure ab. Der genaue Wert dieser Charge ist nicht veröffentlicht. Wie war 2017 in der Champagne? Es war ein schwieriges, sehr uneinheitliches Jahr: Aprilfrost traf große Flächen, der Juli fiel überaus nass aus, und feuchte Wochen um die Lese führten zu Graufäule. Wer streng aussortierte, konnte gute Weine machen; Chardonnay gelang regionsweit besser als die Pinot-Sorten. Lohnt weiteres Warten beim 2017er? Bei knapper Dosage und langem Hefelager ist die Flasche auf weitere Jahre in kühler, dunkler Lagerung eingerichtet. Erwarten lässt sich eine Verschiebung von Frucht zu Nuss, Karamell und Trockenobst, während Perlage und Säure langsam nachgeben. Warum ein großes Glas und keine Flöte? Die Flöte betont den Aufstieg der Bläschen, gibt der Aromatik aber kaum Fläche. Ein Weißweinglas mit Bauch lässt Brioche, Nuss und Kreide erst hervortreten — bei einem Jahrgangschampagner mit langer Hefezeit ist das der entscheidende Unterschied.

Inhalt: 0.75 Liter (70,53 €* / 1 Liter)

52,90 €*
Alain Suisse Rose Brut Nature Premier Cru
Champagner Art: Pinot Noir
Der Alain Suisse Rosé Brut Nature Premier Cru ist die rosafarbene, ungezuckerte Cuvée des Winzerbetriebs aus Cumières. Getragen wird sie vom Pinot Noir des Dorfes, das in der Échelle des Crus mit 93 % bewertet ist und damit als Premier Cru gilt. In der 0,75-Liter-Flasche stecken 12,8 % Vol. Walderdbeere, Himbeere und Hagebutte bestimmen das Bild, dazu Blutorangenschale und ein kühler Kreideton. Weil nach dem Dégorgement kein Zucker zugesetzt wird, bleibt dieser Rosé herb-fruchtig statt gefällig — näher am Speisenbegleiter als am Aperitif-Klischee. Die Verkostungsnotiz des Alain Suisse Rosé Brut Nature Premier Cru FARBE: Ein zwiebelschalenfarbenes Lachsrosa, kupfrig unterlegt. Die Perlage fällt fein aus, die Bläschen ziehen in ruhigen Schnüren nach oben. NASE: Walderdbeere, Himbeere und rote Johannisbeere stehen vorn, dazu Hagebutte und Blutorangenschale. Später kommen getrocknete Rosenblätter, ein Hauch Rhabarber und eine kühle Kreidenote hinzu. GESCHMACK: Die Mousse wirkt seidiger als beim weißen Schwesterwein, dahinter steht jedoch dieselbe kompromisslose Trockenheit. Rote Beerenhaut gibt dem Gaumen Griff, die Säure zieht schnurgerade durch, der Extrakt bleibt schlank. FINALE: Der Abgang bleibt herb-fruchtig: Johannisbeerkern, Salz und trockene Kreide. Pinot Noir aus dem Premier Cru Cumières Cumières liegt am rechten Marne-Ufer, südexponiert, und zählt zu den frühreifsten Gemeinden der Champagne. Diese Wärme braucht ein Rosé: Nur reife rote Trauben liefern Farbe und Beerenaroma, ohne grüne Kanten mitzubringen. Die Böden aus Lehm über Kalk und Kreide, durchsetzt mit Feuerstein, geben dem Wein Zug und Salz. Pinot Noir stellt mehr als die Hälfte der Rebfläche des Dorfes; historisch ist Cumières zudem für kräftige rote Coteaux Champenois bekannt — genau dieses Rohmaterial steht hinter einem Rosé aus dem Ort. Ein Drei-Hektar-Betrieb in vierter Generation Hinter dem Etikett stehen Alain und Janick Suisse, die den Familienbetrieb in der Rue du Bois des Jots führen. Champagner entsteht hier seit 1870, aktuell auf drei Hektar mit allen drei Hauptsorten der Region. Gepflügt statt gespritzt: Herbizide sind gestrichen, der Betrieb trägt das HVE-Siegel und ist im dritten Jahr der Bio-Umstellung. Weder Filtration noch Kältestabilisierung greifen in den fertigen Wein ein. Rosé ohne Zuckerkorrektur Brut Nature heißt hier: nach dem Dégorgement wird nichts zugesetzt, der Restzucker bleibt unter 3 g/l. Bei einem Rosé ist das anspruchsvoll, weil Zucker sonst die Gerbstoffe aus der Beerenhaut abfedert; umso wichtiger sind Lesegut und Hefelager. Ob die Farbe über die Zugabe von Rotwein aus Cumières oder über eine kurze Mazeration auf den Schalen entsteht, gibt der Betrieb nicht bekannt. Auch zu Hefelagerdauer, Dégorgement und einem exakten Dosage-Wert liegen keine veröffentlichten Angaben vor, weshalb hier keine Zahlen genannt werden. Servieren und kombinieren 8 bis 10 °C und ein bauchiges Weißweinglas — die schmale Flöte drückt bei einem Rosé gerade die Beerenaromatik weg. Belüften oder Umfüllen ist nicht nötig. Am Tisch funktioniert er zu Thunfisch-Tataki, Gegrilltem vom Iberico-Schwein, Entenbrust mit Kirschen, Lachs vom Grill, Erdbeeren mit schwarzem Pfeffer und mildem Ziegenkäse. Häufige Fragen zum Alain Suisse Rosé Brut Nature Premier Cru Wie entsteht die Farbe eines Rosé-Champagners? Zwei Verfahren sind zugelassen: die Zugabe von stillem Rotwein derselben Herkunft zur Cuvée oder eine kurze Mazeration des Mostes auf den Beerenschalen, der sogenannte Rosé de saignée. Welches Verfahren bei diesem Wein zum Einsatz kommt, hat der Betrieb nicht veröffentlicht. Ist Rosé-Champagner süßer als weißer? Nein, die Farbe sagt nichts über den Zuckergehalt. Entscheidend ist allein die Dosage, und dieser Wein trägt die trockenste Stufe der Champagne. Die rote Frucht wird oft für Süße gehalten, ist aber nur Aromatik. Warum verzichtet der Winzer auf Dosage? Ohne Zuckerzusatz treten Herkunft, Rebsorte und Hefelager unverdeckt hervor. Das setzt reife, gesunde Trauben voraus, wie sie die südexponierten Hänge von Cumières regelmäßig liefern. Bei schwachem Lesegut würde diese Machart die Schwächen offenlegen statt sie zu kaschieren. Welche Temperatur ist richtig? 8 bis 10 °C sind der sinnvolle Bereich. Unter 6 °C verschwinden Beerenaromen und Kreidenote fast vollständig, oberhalb von 12 °C tritt der Alkohol zu deutlich hervor. Eine halbe Stunde im Eiswasser reicht aus. Lässt sich der Rosé lagern? Ja, liegend und kühl gelagert entwickelt er über Jahre Noten von getrockneten Beeren, Orangenschale und Brotkruste. Wer die frische, klar umrissene rote Frucht schätzt, trinkt ihn eher zeitnah.

Inhalt: 0.75 Liter (63,87 €* / 1 Liter)

47,90 €*