Der Wein für jeden Tag im Piemont. Dolcetto ist dunkel, weich und mandelherb im Abgang – wenig Säure, kaum Tannin, einfach trinkfreudig. Der Name heißt „der Süße“, gemeint ist aber die Traube, nicht der Wein.
Dolcetto d'Alba und Dogliani sind perfekte Begleiter zu Pizza, Pasta und Brettljause – ehrlicher Genuss ohne Allüren.
Der Manuel Marinacci Dolcetto d'Alba 2024 ist der unkomplizierteste Wein des Guts: Dolcetto aus dem Umland von Alba, 14 % Vol., 0,75 Liter. Die Sorte reift früh, liefert viel dunkle Frucht und wenig Gerbstoff; im Piemont gilt sie als der Rote für den Alltag. Der Jahrgang 2024 brachte nach zwei Trockenjahren wieder reichlich Frühjahrsniederschlag und einen warmen, aber nicht heißen Sommer; gelesen wurde ab Anfang September. Im Glas ergibt das Blaubeere, Flieder und schwarze Kirsche über einer weichen, sofort zugänglichen Struktur.
Die Verkostungsnotiz des Manuel Marinacci Dolcetto d'Alba 2024
FARBE: Dunkles, jugendliches Rot mit purpurnem Rand und dichtem Kern.
NASE: Blaubeere und schwarze Kirsche vorneweg, dazu Flieder und der für die Sorte typische Hauch Bittermandel. Der Duft kommt direkt und ohne Umwege, ohne Holz und ohne gereifte Töne.
GESCHMACK: Weich und rund, mit zurückhaltender Säure und sehr feinem, kaum wahrnehmbarem Gerbstoff. Die dunkle Beerenfrucht steht klar im Vordergrund, dahinter zeigt sich eine leicht herbe Note.
FINALE: Kurz bis mittellang und fruchtbetont, mit dem sortentypischen mandelbitteren Schluss.
Dolcetto d'Alba DOC: der frühreife Rote der Langhe
Die DOC Dolcetto d'Alba erstreckt sich über gut zwanzig Gemeinden in der Provinz Cuneo sowie Coazzolo in der Provinz Asti. Dolcetto treibt spät aus und reift früh; gelesen wird er üblicherweise im September, Wochen vor dem Nebbiolo. Sein Name spielt nicht auf Restsüße an, sondern auf die süß schmeckende Traube zur Lesezeit, der Wein selbst ist trocken ausgebaut. Charakteristisch sind dunkle Beerenfrucht, mäßige Säure, sehr weiches Tanningerüst und die bittere Mandelnote im Abgang.
Das Gut in der Fraktion San Rocco Seno d'Elvio
San Rocco Seno d'Elvio ist eine Fraktion von Alba und zugleich der einzige Teil des Stadtgebiets, aus dem Barbaresco stammen darf. Hier liegen die knapp vier Hektar von Manuel Marinacci, verteilt rund um sein Wohnhaus. Neben Dolcetto stehen dort Barbera und Nebbiolo, insgesamt entstehen etwa 20.000 Flaschen jährlich. Marinacci arbeitet ohne Herbizide, verzichtet auf önologische Hilfsmittel und hält den Schwefeleinsatz niedrig.
Edelstahl und anschließende Flaschenruhe
Vergoren und ausgebaut wird im Edelstahltank, danach reift der Wein in der Flasche weiter. Holz kommt hier bewusst nicht zum Einsatz: Bei einer Sorte, die von primärer Frucht und geringem Gerbstoff lebt, würde es die Aromatik eher zudecken als stützen. Der Stahl hält die Farbe dunkel und die Beerenfrucht präzise. Deshalb ist dieser Wein von Beginn an trinkbereit und braucht keine lange Flaschenreife, um sich zu zeigen.
Servieren und kombinieren
Leicht gekühlt bei 14 bis 15 Grad kommt er am besten, im Sommer darf es auch ein Grad weniger sein. Ein einfaches Rotweinglas genügt, Dekantieren ist überflüssig. Er begleitet Vitello tonnato, Salame von Alba, Tajarin mit Butter, gebratene Peperoni, Pizza und jungen Kuhmilchkäse.
Häufige Fragen zum Manuel Marinacci Dolcetto d'Alba 2024
Ist Dolcetto ein süßer Wein?
Nein, der Wein ist trocken. Der Name geht auf die süße Traube zurück, die zur Lesezeit angenehm zu essen ist, nicht auf Restzucker im fertigen Wein.
Sollte der Dolcetto gekühlt werden?
Ja, leicht. Bei 14 bis 15 Grad wirken die dunkle Frucht und die feine Bitternote am präzisesten, während Zimmertemperatur den Wein breit erscheinen lässt.
Wie lange lässt sich der Jahrgang 2024 aufbewahren?
Dolcetto ist auf frühen Genuss angelegt und zeigt seine Frucht in den ersten Jahren am schönsten. Die Shop-Angabe von 8 bis 10 Jahren erscheint für diesen Weintyp reichlich hoch gegriffen.
Was unterscheidet ihn vom Barbera desselben Guts?
Der Dolcetto ist weicher und säureärmer, mit rundem Mundgefühl und früher Trinkreife. Der Barbera desselben Hauses besitzt deutlich mehr Säure, wirkt straffer und liegt vor der Füllung lange im Zementtank.
Muss der Wein dekantiert werden?
Nein. Er ist unmittelbar nach dem Öffnen zugänglich, ein paar Minuten im Glas genügen, damit sich die Frucht entfaltet.
Inhalt:
0.75 Liter
(18,53 €* / 1 Liter)
13,90 €*
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