Diego Morra Barolo San Lorenzo di Verduno 2019
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Produktinformationen "Diego Morra Barolo San Lorenzo di Verduno 2019"
Der Diego Morra Barolo San Lorenzo di Verduno 2019 kommt aus einer der kleineren amtlichen Lagen der Gemeinde Verduno, nur wenige Hundert Meter vom Tanaro entfernt. Im Glas ist reinsortiger Nebbiolo mit laut Shop-Angabe 14 % Vol. und 0,75 Liter Füllmenge. Bestimmend sind helle, hochtonige Aromen: Walderdbeere, rote Johannisbeere, getrocknete Rosenblätter, Orangenzeste und Lakritzwurzel. Die Tannine fallen seidiger und weniger streng aus als beim Monvigliero, während die Säure des Jahrgangs 2019 den Wein klar auf Linie hält.
Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo San Lorenzo di Verduno 2019
FARBE: Mittleres Rubinrot mit leicht granatfarbenem Saum.
NASE: Hochtonig und feingliedrig: Walderdbeere, rote Johannisbeere und Sauerkirsche, ergänzt um getrocknete Rosenblätter und Bergamotte. Aus dem Hintergrund kommen Lakritzwurzel, Salbei, Anis sowie ein leiser Anflug von Tabak und Leder.
GESCHMACK: Schlanker Körper, samtige Textur, klar konturiertes Tannin ohne Härte. Rote Frucht und kalkige Frische bestimmen den Verlauf, dazu treten Kräuterbitterkeit und eine dezente Süßholznote.
FINALE: Feinherb, eher mittellang: Erdbeere und Anis verabschieden sich über salziger Mineralität.
San Lorenzo di Verduno — kleine Menzione neben dem Monvigliero
San Lorenzo di Verduno steht als eigene, offiziell abgegrenzte Lage in der Barolo-Lagenliste und ist keine Untereinheit des Monvigliero — beide gehören aber zur selben Gemeinde und grenzen aneinander. Die Parzellen liegen niedrig, etwa auf 240 bis 260 Metern, und sind nach Süden ausgerichtet. Der Boden besteht wie beim Nachbarn aus kalkhaltigem Mergel der Sant'Agata-Fossili-Formation, hier mit ausgeprägt lehmigem Charakter. Die unmittelbare Nähe zum Tanaro sorgt für kühle Nächte, was die hochtonige, blütenbetonte Aromatik erklärt. Als Cru ist San Lorenzo jung: Erste Abfüllungen gehen auf die späten 1990er-Jahre zurück, weshalb er außerhalb des Piemont weit weniger bekannt ist als der große Nachbar.
Diego Morra in Verduno: 14 Hektar Nebbiolo auf zehn Parzellen
Das Gut hat seinen Sitz in der Cascina Mosca oberhalb von Verduno und wird von Diego Morra geführt, dem Enkel des Betriebsgründers Domenico. Von rund 30 Hektar Rebfläche sind etwa 14 Hektar mit Nebbiolo für Barolo bestockt, aufgeteilt auf zehn Parzellen mit jeweils eigenem Kleinklima — daraus entstehen mehrere Lagen-Barolo, unter ihnen Monvigliero, San Lorenzo di Verduno und Zinzasco. Seine Arbeitsweise beschreibt Morra als Respekt vor dem Überlieferten bei offenem Blick nach vorn; im Weinberg heißt das integrierter Pflanzenschutz ohne Herbizide. Abgerundet wird das Sortiment vom Verduno Pelaverga, einer Spezialität der Gemeinde aus einer eigenen Rebsorte, die mit Nebbiolo nichts zu tun hat.
Vier bis fünf Wochen Maischestandzeit, Reife im 25-Hektoliter-Fass
Alkoholische Gärung, malolaktische Gärung und Maischestandzeit finden gemeinsam im temperaturkontrollierten Edelstahltank bei maximal 28 °C statt und dauern etwa vier bis fünf Wochen. Danach reift der Wein nach Angaben des Weinguts 22 bis 28 Monate in großen Eichenfässern mit 25 Hektolitern Inhalt, bevor Stahltank und Flasche folgen. Das große Volumen bewirkt eine langsame, gleichmäßige Mikrooxidation, Röst- oder Vanillearomen entstehen dabei nicht. So bleibt der Wein auf seiner hellen, floralen Linie.
Servieren und kombinieren
Bei 16 bis 18 °C servieren, ein mittelgroßes Rotweinglas genügt. Eine Stunde Luft reicht diesem Cru, er braucht spürbar weniger Belüftung als der Monvigliero. Gut kombinieren lässt er sich mit Agnolotti in Salbeibutter, Kaninchen mit Kräutern, Bollito misto, gebratener Perlhuhnbrust und mittelalter Toma piemontese. Das Weingut empfiehlt zusätzlich kräftige Fischgerichte, etwa geschmorten Stockfisch.
Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo San Lorenzo di Verduno 2019
Ist San Lorenzo di Verduno eine eigene MGA?
Ja. San Lorenzo di Verduno ist als eigene geografische Zusatzbezeichnung in der amtlichen Lagenliste des Barolo verzeichnet. Der Zusatz „di Verduno“ grenzt sie von ähnlich benannten Lagen in anderen Gemeinden der Zone ab.
Ist er kräftiger oder feiner als der Monvigliero?
Der San Lorenzo wächst tiefer und kühler, er wirkt heller, duftiger und im Tannin weicher. Der Monvigliero ist strukturierter, liegt länger im Fass und ist auf mehr Jahre gebaut.
Wie viel Sauerstoff braucht er?
Rund 60 Minuten in der Karaffe oder ein großzügig gefülltes Glas mit etwas Zeit. Zu lange Belüftung kostet ihn seine floralen Spitzen.
Ab wann und bis wann trinkt man ihn?
Der Shop nennt 20 Jahre. Realistisch trinkt man diesen Cru gut zwischen etwa 2027 und 2037; er reift früher als der Monvigliero aus demselben Jahrgang.
Welchen Stil hat Barolo aus der Gemeinde Verduno?
Verduno ist die nördlichste Barolo-Gemeinde und stellt weniger als fünf Prozent der Produktion. Kennzeichnend sind florale Aromatik, eine Würze in Richtung weißer Pfeffer, lebendige Säure und feinkörnige Tannine — Eleganz geht hier vor Kraft.
| Alkoholgehalt: | 14,5 % vol |
|---|---|
| Anbaugebiet: | San Lorenzo di Verduno |
| Anbaugebiet: | San Lorenzo di Verduno (MGA), Verduno – Barolo DOCG |
| Ausbau: | 4–5 Wochen Maischestandzeit, 22–28 Monate großes Eichenfass (25 hl), dann Stahl und Flasche |
| Auszeichnungen: | Merum: 2 Herzen |
| Boden: | kalkhaltiger Mergel der Sant'Agata-Fossili-Formation, lehmig |
| Farbe: | Rubinrot |
| Gemeinde: | Verduno |
| Geschmack: | duftig, hochtonig, seidiges Tannin, kalkige Frische |
| Herstellerland: | Italien |
| Jahr: | 2019 |
| Lage / MGA: | San Lorenzo di Verduno, Südlage, 240–260 m |
| Lagerung: | 20 Jahre |
| Nettofüllmenge: | 0,75 Liter |
| Produzent: | Diego Morra |
| Region: | Piemont |
| Traube: | Nebbiolo |
| Trinkfenster: | 2027–2037 |
| gesetzliche Angaben: | enthält Sulfite |
Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:
Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach
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