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Jahrgang 2016

2016 gilt im Piemont als einer der ganz großen Barolo-Jahrgänge – klassisch, ausgewogen und mit enormem Reifepotenzial. Kühle Nächte und ein perfekter Herbst brachten Weine von Kraft und Finesse zugleich.

Hier finden Sie unsere Raritäten aus diesem Ausnahmejahr – zum Genießen oder zum Weglegen.

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Burzi Barolo 2016
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo 2016 ist ein reinsortiger Nebbiolo des Biotyps Lampia und stammt aus drei Parzellen der Gemeinde La Morra: Rive auf rund 250 Metern, Roncaglie auf etwa 300 Metern und Rocchettevino auf 400 bis 450 Metern. Er kommt mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche in den Handel. 2016 zählt in den Langhe zu den ausgewogensten Jahrgängen der letzten Jahrzehnte, und nach rund einem Jahrzehnt Flaschenreife löst der Wein dieses Versprechen ein. Kirschkonfit, getrocknete Rose und erste erdige Töne treffen auf ein Tannin, das seine Kanten verloren hat, ohne dass die Frische des Jahrgangs verschwunden ist. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2016 FARBE: Mittleres Rubinrot, am Rand deutlich zu Granat aufgehellt - der Farbverlauf eines zehnjährigen Barolo. NASE: Getrocknete Rosenblätter und eingekochte Kirsche stehen vorn, dahinter Unterholz, Herbstlaub und ein Anflug von Leder. Mit Luft treten Süßholz, Muskatnuss und eine feine Teernote hinzu. Die aromatische Intensität, für die 2016 bekannt ist, bleibt dabei über Stunden stabil. GESCHMACK: Am Gaumen ruhig und tief, die Frucht hat sich von saftig zu getrocknet verschoben. Das Tannin ist feinmaschig und vollständig eingebunden, die aus den kühlen Nächten vor der Lese stammende Säure hält den Wein aufrecht. Salzige und erdige Nuancen geben der Mitte Halt. FINALE: Lang, trocken und würzig, mit nachhallender Sauerkirsche und dem Anklang von feuchtem Waldboden. Rive, Roncaglie und Rocchettevino - drei Höhenstufen in La Morra Dieser Barolo entsteht nicht aus einer einzelnen MGA, sondern aus drei abgegrenzten Lagen derselben Gemeinde. Rive liegt am tiefsten und gibt Fülle, Roncaglie sorgt für die mittlere Statur, das hoch gelegene Rocchettevino bringt Säure und Duft. Die Rebstöcke sind zwischen 30 und 70 Jahre alt und nach Osten bis Südosten ausgerichtet, sodass sie die Nachmittagshitze meiden. La Morra gilt innerhalb des Barolo-Gebiets als Heimat der duftigen, geschmeidigeren Stilistik; verantwortlich dafür sind die kalkhaltigen Mergel der Tortonium-Formation. Alberto und Caterina Burzi in der Fraktion Santa Maria Alberto Burzi übernahm die Rebflächen seiner Familie 2011 und füllte ab 2012 unter eigenem Namen ab. Sein Großvater Luigi gehörte zu den Mitgründern der Genossenschaft Terre del Barolo, die Trauben der Familie wanderten jahrzehntelang in fremde Keller. Heute werden rund sieben Hektar bewirtschaftet, alle in La Morra, bei einer Jahresproduktion von etwa 20.000 bis 25.000 Flaschen. Der Keller liegt weiterhin im Haus der Großeltern in Santa Maria und wurde 2018 erweitert; Schwester Caterina verantwortet Verkauf und Kommunikation. Große Fässer aus ungetoasteter österreichischer Eiche Nach dem Entrappen vergären die Trauben temperaturkontrolliert im Edelstahltank, die Maischestandzeit beträgt beim Classico laut Weingut 25 bis 30 Tage. Der Ausbau folgt in Fässern von 60 Hektolitern aus österreichischer Eiche, die bewusst nicht getoastet werden - Röstaroma soll gar nicht erst entstehen. Die letzten Monate vor der Füllung verbringt der Wein im Betontank. Struktur bezieht der 2016er damit ausschließlich aus Frucht, Säure und Tannin, und er verfügt auch nach zehn Jahren noch über Reserven für ein weiteres Jahrzehnt. Servieren und kombinieren 16 bis 18 Grad Celsius und ein großes, bauchiges Glas sind die richtige Bühne. Nach zehn Jahren braucht der Wein weniger Luft als in der Jugend: eine halbe bis eine Stunde in der Karaffe genügt, ein mögliches Depot bleibt in der Flasche. Gut begleitet er Brasato al Barolo, Tajarin mit Butter und Salbei, Perlhuhn aus dem Ofen, Steinpilzragout, Rinderzunge in grüner Sauce und lange gereiften Bra duro. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2016 Wie ist der Jahrgang 2016 im Barolo einzuordnen? 2016 verlief ohne Extremereignisse: kühler Frühlingsbeginn, warmer und trockener April, ein warmer aber nicht heißer Sommer, gut verteilte Septemberregen und eine lange, ruhige Oktoberlese. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht brachten Farbe, Duft und Säure zugleich. Der Jahrgang gilt seither als klassischer Maßstab mit hoher Haltbarkeit. Ist der Burzi Barolo 2016 heute trinkreif? Ja, er steht im ersten Reifefenster, in dem gereifte Frucht und tertiäre Noten gleichzeitig zu hören sind. Wer die volle Unterholz- und Trüffelseite sucht, kann die Flasche noch einige Jahre liegen lassen. Wie lange lässt sich der Wein noch lagern? Die Shop-Angabe nennt 15 Jahre ab Jahrgang, also etwa bis 2031. Angesichts der Struktur dieses Jahrgangs ist bei liegender, kühler Lagerung eher ein Fenster bis in die mittleren 2030er Jahre realistisch. Worin unterscheidet er sich vom Barolo Capalot Vecchie Viti desselben Gutes? Der Classico bündelt drei Lagen und steht kürzer auf der Maische. Der Capalot stammt aus einer einzigen, über 80 Jahre alten Parzelle, mazeriert 35 bis 45 Tage unter untergetauchtem Hut und ist deutlich dichter sowie langlebiger angelegt. Was bedeutet die Angabe Nebbiolo Lampia? Lampia ist einer der Nebbiolo-Biotypen, neben Michet und Nebbiolo Rosè. Der Barolo Classico von Burzi besteht zu 100 Prozent aus Lampia, was seine geradlinige und duftbetonte Ausrichtung erklärt.

Inhalt: 0.7 Liter (51,29 €* / 1 Liter)

35,90 €*
Cascina Sòt Barolo Bricco San Pietro 2016
Traube: Nebbiolo
Der Cascina Sòt Barolo Bricco San Pietro 2016 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus der flächenmäßig größten abgegrenzten Lage der Gemeinde Monforte d'Alba und kommt mit 14 % Vol. in den Handel. Lakritz, rote Johannisbeere und ein Hauch schwarzer Pfeffer bestimmen das Aromenbild, im Glas steht ein dunkles Granatrot. Achtundzwanzig Monate französische Eiche und ein weiteres Jahr Flaschenruhe haben die Gerbstoffe geglättet, ohne der Frucht die Kontur zu nehmen. Decanter vergab 91 Punkte, Luca Maroni 90. Die Verkostungsnotiz des Cascina Sòt Barolo Bricco San Pietro 2016 FARBE: Dunkles Granatrot, zum Rand hin bereits leicht ziegelfarben aufgehellt. NASE: Rote Johannisbeere und Sauerkirsche stehen vorn, dahinter Lakritz, getrocknete Rosenblätter und eine deutliche Pfeffernote. Mit Luft treten Leder, eine Teerspur und getrocknete Kräuter hinzu. GESCHMACK: Vollmundig und zugleich straff gebaut. Die Säure des Jahrgangs trägt die Frucht weit, das feinkörnige Tannin ist nach neun Jahren gut eingebunden und legt sich samtig auf den Gaumen. FINALE: Sehr lang, mit nachhallender Lakritzwürze, Pfeffer und einem trockenen, salzigen Nachklang. Bricco San Pietro, die weitläufigste Lage von Monforte d'Alba Bricco San Pietro erstreckt sich über rund 380 Hektar und ist damit die größte offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung im gesamten Anbaugebiet. Die Rebzeilen verteilen sich auf Höhen zwischen 250 und 520 Metern und auf sechs verschiedene Ausrichtungen, von Süd über Ost bis Nordwest. Vorherrschend ist sandhaltiger Sant'Agata-Fossilmergel aus dem Tortonium, ein kalk- und tonhaltiger Boden, dessen Sandanteil für eher feinkörnige Gerbstoffe sorgt. Die Parzellen der Familie Sanso liegen bei etwa 350 Metern am Hang von Bricco San Pietro und am benachbarten Bricco San Giovanni. So entsteht ein Wein, der die Tiefe und Strenge von Monforte mitbringt und dennoch nicht kantig ausfällt. Die Familie Sanso in der Località Bussia San Pietro Maria und Giuseppe gründeten den Betrieb 1975, nachdem sie die Flächen zuvor als Halbpächter bewirtschaftet hatten. Mit Sohn Leonardo und dessen Frau Silvana rückte der Weinbau in den Mittelpunkt; heute führt Maurizio Sanso das Gut gemeinsam mit Schwester Lorena und den Eltern. Gearbeitet wird in einem über 400 Jahre alten Cascinale in der Località Bussia San Pietro. Im Weinberg setzt die Familie auf Präparate mit möglichst geringer Umweltbelastung, der Betrieb gehört der Vereinigung unabhängiger italienischer Winzer sowie dem zuständigen Schutzkonsortium an. Achtundzwanzig Monate französische Eiche nach offener Maischegärung Vergoren wird traditionell mit offener Kappe in 25-Hektoliter-Bottichen aus slawonischer Eiche, bei 27 bis 29 °C und rund 25 Tagen Maischekontakt. Dreimal täglich stoßen die Winzer von Hand unter, dazu kommen drei Umzüge pro Tag. Anschließend reift der Wein 28 Monate in französischer Eiche, davon 60 Prozent in neuen Tonneaux und 40 Prozent in bereits belegten Barriques. Ein weiteres Jahr Flaschenruhe vor der Auslieferung rundet das Bild ab; das Weingut nennt ein Alterungspotenzial von 20 bis 25 Jahren. Servieren und kombinieren Das Weingut empfiehlt 18 bis 20 °C und ein weißes, großzügig geformtes Rotweinglas. Eine Stunde in der Karaffe schadet dem 2016er nicht, ein Depot ist nach dieser Reifezeit möglich und sollte vorsichtig abgetrennt werden. Gut passen geschmortes Rind, Hasenpfeffer, Rehrücken, Tajarin mit Butter und Salbei, Steinpilzragout sowie gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Cascina Sòt Barolo Bricco San Pietro 2016 Wofür steht Bricco San Pietro auf dem Etikett? Es handelt sich um eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung innerhalb der Gemeinde Monforte d'Alba. Sie benennt die genaue Herkunft der Nebbiolo-Trauben und ist mit rund 380 Hektar die größte dieser Lagen überhaupt. Wie wird der Jahrgang 2016 im Piemont eingeschätzt? Auf ein kühles, feuchtes Frühjahr folgte ein moderater Sommer ohne Hitzespitzen, die Lese zog sich bis weit in den Oktober. Die Weine zeigen helle Beerenfrucht, lebendige Säure und feines Tannin und gelten vielen Kritikern als Maßstab der letzten Jahrzehnte. Muss der Wein dekantiert werden? Zwingend ist es nicht. Eine dreiviertel bis ganze Stunde in der Karaffe hilft dem Wein aber, die würzigen und floralen Noten zu öffnen. Wie lange lässt sich die Flasche lagern? Das Weingut gibt 20 bis 25 Jahre an. Voraussetzung sind liegende Lagerung, Dunkelheit, Erschütterungsfreiheit und eine möglichst gleichmäßige, kühle Temperatur. Was unterscheidet ihn von der Riserva desselben Guts? Die Riserva entsteht nur in ausgewählten Jahrgängen und reift 32 Monate im Tonneau sowie rund zweieinhalb Jahre in der Flasche. Sie kommt also später und stärker gereift in den Verkauf als dieser Jahrgangswein.

Inhalt: 0.7 Liter (65,57 €* / 1 Liter)

45,90 €*
Diego Morra Barolo Zinzasco 2016
Traube: Nebbiolo
Der Diego Morra Barolo Zinzasco 2016 vereint Nebbiolo aus La Morra und Verduno zu einem Barolo, der zehn Jahre nach der Lese in seinen besten Abschnitt eintritt. In der 0,75-Liter-Flasche stehen 14 % Vol. Zinzasco ist dabei kein Lagenname im engeren Sinn, sondern der Feldweg, der die beteiligten Parzellen auf dem Ostkamm zwischen den beiden Gemeinden miteinander verbindet. Getrocknete Kirsche, Rosenblatt, Süßholz und eine beginnende Waldbodennote zeichnen das Bild, dahinter arbeitet die kühle Säure des Jahrgangs 2016. Das Tannin ist feinkörnig und weitgehend eingebunden, ohne dass die Frische nachgelassen hätte. Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo Zinzasco 2016 FARBE: Mittleres Granatrot, am Rand deutlich aufgehellt und ins Ziegelfarbene gehend. NASE: Zuerst getrocknete Sauerkirsche und Hagebutte, dann Rosenblatt und getrockneter Salbei. Mit Luft treten Süßholz, Leder und feuchter Waldboden hinzu. Eine kühle Teenote bleibt bis zuletzt erhalten. GESCHMACK: Schlank gebaut, mit klarer Säureader und einem Tannin, das sich in zehn Jahren abgeschliffen hat und nun feinsandig wirkt. Die Frucht erscheint eingekocht statt saftig, ergänzt um Wacholder, Chinarinde und einen Hauch Rauch. Von Überreife keine Spur — der lange, späte Herbst 2016 ist im Glas nachvollziehbar. FINALE: Der Nachhall bleibt lange auf getrockneter Kirsche und Lakritz stehen. Eine salzig-mineralische Spur trägt ihn aus. Zinzasco — ein Feldweg zwischen La Morra und Verduno Zinzasco ist keine amtlich abgegrenzte Zusatzbezeichnung, sondern der Name des schmalen Landwegs, an dem die Parzellen dieses Weins liegen. Rund drei Viertel der Trauben wachsen in La Morra, ein Viertel in Verduno; die Reben stehen im Alter zwischen 25 und 50 Jahren. Der Untergrund auf diesem Ostkamm besteht aus geschichtetem Mergel mit Sand- und Tonanteilen. Diese Mischung liefert genau das, was den Wein prägt: Duft und Zugänglichkeit aus La Morra, Würze und Säurerückgrat aus dem kühleren Verduno. Drei Generationen an der Cascina Mosca Der Betrieb sitzt an der Cascina Mosca oberhalb von Verduno. Großvater Domenico begann in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit einem einzigen Grundstück, es folgte Vater Antonio; Diego Morra richtete 2006 den eigenen Keller ein und füllt seither unter eigenem Namen ab. Heute gehören 30 Hektar Reben in Verduno, La Morra und Roddi zum Haus, dazu 20 Hektar Haselnusshaine. Die drei M auf dem Etikett stehen für Morra, Mosca und Monvigliero — Familie, Hof und wichtigste Lage. Rund 30 Monate im großen Holzfass, danach zehn Jahre Flasche Gärung und Maischestandzeit finden im temperaturkontrollierten Edelstahltank statt und dauern beim Zinzasco 20 bis 25 Tage. Anschließend geht der Wein für etwa 30 Monate in große Holzfässer, neue und gebrauchte, bevor er mindestens ein halbes Jahr in der Flasche nachreift. Bei einem Jahrgang wie diesem kommt die entscheidende Arbeit danach aus der Flaschenreife: Die zehn Jahre seit der Lese haben die Gerbstoffe geglättet und die tertiäre Aromatik geöffnet. Als Lagerfähigkeit sind für den Zinzasco rund 15 Jahre angesetzt. Servieren und kombinieren Bei 17 bis 18 °C in einem weiten Glas zeigt der Wein seine tertiäre Seite am klarsten. Wegen des Alters lohnt vorsichtiges Umfüllen: 30 bis 45 Minuten Luft genügen, dabei bleibt das Depot in der Flasche zurück. Auf dem Tisch passt er zu Brasato al Barolo, Tajarin mit Butter und Salbei, Rehrücken mit Wacholder, geschmorten Kalbsbäckchen und gereiftem Castelmagno d'alpeggio. Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo Zinzasco 2016 Was bedeutet Zinzasco auf dem Etikett? Zinzasco bezeichnet den Feldweg, an dem die verwendeten Parzellen in La Morra und Verduno liegen. Es handelt sich nicht um eine amtliche Zusatzbezeichnung, sondern um einen betriebseigenen Weinnamen. Die dokumentierte Herkunft bleibt damit auf der Gemeindeebene. Wie weit ist der Jahrgang 2016 heute entwickelt? 2016 war ein langsam gereifter, säurebetonter Jahrgang; die Lese begann im Barolo erst Mitte Oktober. Zehn Jahre später halten sich Frucht und Tertiäraromen die Waage, das Optimum wird von der Fachkritik bei zehn bis fünfzehn Jahren gesehen. Sollte die Flasche dekantiert werden? Ein kurzes Umfüllen zur Trennung vom Depot ist sinnvoll, eine lange Belüftung nicht nötig. 30 bis 45 Minuten im Glas reichen, damit sich Süßholz und Waldboden entfalten. Wie lange lässt sich der Wein noch lagern? Angesetzt sind für diese Abfüllung etwa 15 Jahre. Bei gleichmäßig kühler, dunkler Lagerung sind bei diesem besonders langlebigen Jahrgang auch längere Zeiträume realistisch. Was unterscheidet den Zinzasco vom Monvigliero desselben Hauses? Der Zinzasco ist eine Cuvée aus zwei Gemeinden und betont Zugänglichkeit. Der Monvigliero stammt aus einer einzigen, voll südexponierten Einzellage in Verduno und fällt duftiger, salziger und langlebiger aus.

Inhalt: 0.75 Liter (43,87 €* / 1 Liter)

32,90 €*
Giovanni Rosso Barolo Vigna Rionda Ester Canale 2016
Der Giovanni Rosso Barolo Vigna Rionda Ester Canale 2016 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus 0,85 Hektar in der Lage Vignarionda in Serralunga d'Alba und kommt in der Standardflasche zu 0,75 Litern. Die Reben gehen auf eine Pflanzung von 1946 zurück, der Hang blickt nach Süden und liegt zwischen 345 und 360 Metern. Der Zusatz Ester Canale erinnert an die Mutter von Davide Rosso, deren Familie die Parzelle 1934 erwarb und rund vier Jahrzehnte später abgeben musste. Veilchen, Rose, Waldbeerkonfitüre, Süßholzwurzel und ein Hauch weißer Trüffel bilden das Bouquet, getragen von der salzig-kalkigen Spannung, für die diese Lage steht. Die Verkostungsnotiz des Giovanni Rosso Barolo Vigna Rionda Ester Canale 2016 FARBE: Granatrot über rubinrotem Kern, am Rand bereits leicht aufgehellt. NASE: Veilchen und getrocknete Rose legen sich über Waldbeerkonfitüre. Darunter Süßholzwurzel, balsamische Kräuter und ein feiner Ton von weißem Trüffel. Das Bouquet öffnet sich langsam und in Schichten. GESCHMACK: Der Gaumen läuft in einer ruhigen, sehr gleichmäßigen Steigerung ab: erst Frucht, dann Salz, dann Gerbstoff. Das Tannin ist dicht und zugleich fein geschliffen, die Säure trägt bis zum Schluss. FINALE: Sehr lang, mit salzig-kalkigem Nachhall, getrockneten Blüten und einem Rest Süßholz. Vignarionda: 0,85 Hektar Südhang zwischen 345 und 360 Metern Die Parzelle liegt in der MGA Vignarionda in Serralunga d'Alba, dem Kalkherz der Denomination. Der Untergrund gehört zur Lequio-Formation aus dem Serravallium: grauer Mergel im Wechsel mit Bänken aus kieseligem Sandstein, angereichert mit Kalzium- und Eisenkarbonaten. Solche Böden sind flachgründig und halten wenig Wasser; die Rebe steht unter Stress, die Erträge bleiben klein, die Weine gewinnen Dichte. Südausrichtung und eine Höhe von 345 bis 360 Metern sorgen für vollständige, aber nicht überhitzte Reife. Der Rebbestand stammt aus dem Jahr 1946; Anfang 2011 ergänzte Davide Rosso ihn mit Selektionen aus den alten Stöcken. Ester Canale Rosso und die Rückkehr eines Weinbergs 1934 kauften Tommaso Canale und seine Frau Esterina Rebflächen in Serralunga d'Alba, darunter das Stück in Vignarionda. Rund vierzig Jahre vor der Rückkehr musste sich die Familie davon trennen. Im April 2011 ging die Parzelle an die Azienda Agricola Giovanni Rosso, das Gut von Ester Canale, der Tochter Tommasos, und ihres Mannes. Davide Rosso bewirtschaftet heute den Weinberg, den seine Mutter einst besaß, und setzte ihren Namen auf das Etikett. Als Hommage füllte das Haus zusätzlich Jahrgänge aus Tommaso Canales letzter Zeit ab, 2007 bis 2009, in Auflagen von etwa tausend Flaschen. Zum übrigen Besitz des Guts zählen Cerretta mit 3,5 Hektar auf 360 Metern, die hoch gelegene Serra sowie Meriame, Costabella, Sorano, Lirano und Damiano. 25 Tage auf der Maische, danach 16-Hektoliter-Fass Gelesen wird von Hand im Oktober. Die Maische bleibt rund 25 Tage im Edelstahltank mit den Schalen in Kontakt, lang genug, um Farbe, Gerbstoff und Extrakt vollständig zu lösen. Anschließend reift der Wein je nach Jahrgang 24 bis 36 Monate in Fässern aus slawonischer Eiche mit 16 Hektoliter Inhalt. Dieses vergleichsweise kleine große Fass gibt gerade so viel Sauerstoff ab, dass sich der Gerbstoff ordnet, ohne dass Holzaromen entstehen. 2016 gilt als klassischer Barolo-Jahrgang mit ausgeprägter Säure und feinem, reichlich vorhandenem Tannin, also als Vorlage für eine sehr lange Entwicklung. Servieren und kombinieren Das Weingut empfiehlt 16 bis 17 Grad Celsius und ein großes, bauchiges Glas. Nach einem Jahrzehnt Flaschenreife kann sich ein Depot gebildet haben; behutsam abziehen und dem Wein danach etwa eine Stunde Zeit geben. Auf den Tisch gehören mit Barolo gefüllte Taube, geschmortes Zicklein, Tajarin mit weißem Alba-Trüffel, Rinderbacke, Wildtaubenragout und Castelmagno blu. Häufige Fragen zum Giovanni Rosso Barolo Vigna Rionda Ester Canale 2016 Wer war Ester Canale? Ester Canale Rosso war die Tochter von Tommaso Canale, der 1934 Rebflächen in Serralunga d'Alba erwarb, und die Mutter des heutigen Betriebsleiters Davide Rosso. Ihr Name steht auf dem Etikett, weil die Parzelle in Vignarionda 2011 in ihre Familie zurückkehrte. Warum liest man mal Vigna Rionda und mal Vignarionda? Als offizielle Zusatzbezeichnung ist die Lage als Vignarionda in einem Wort eingetragen. Historisch und im Sprachgebrauch hält sich die getrennte Schreibweise Vigna Rionda, die auch dieses Etikett verwendet. Ist der 2016er heute trinkreif? Er ist zugänglich, steht aber erst am Anfang seiner tertiären Phase. Wer die volle Entfaltung von Trüffel- und Unterholznoten abwarten möchte, lässt ihm weitere Jahre im Keller. Wie viele Flaschen entstehen aus 0,85 Hektar? Eine Stückzahl für den Jahrgang 2016 veröffentlicht das Gut nicht. Es weist ausdrücklich auf sehr niedrige Erträge der tief wurzelnden Altreben hin und beschreibt die Abfüllung als bewusst kleine Auflage. Was unterscheidet Serralunga d'Alba von La Morra? Serralunga steht auf kalk- und sandreichen Böden der Lequio-Formation und liefert die strukturiertesten, langlebigsten Barolo der Appellation. La Morra ruht auf jüngeren, tonreicheren Mergeln und bringt duftigere, früher zugängliche Weine hervor.

250,00 €*
Luigi Vico Barolo del Comune di Serralunga 2016
Traube: Nebbiolo
Luigi Vico Barolo del Comune di Serralunga 2016 ist ein reinsortiger Nebbiolo, dessen Trauben ausschließlich aus der Gemeinde Serralunga d'Alba im Piemont kommen. Der Wein wird mit 14 % Vol. abgefüllt und zeigt ein bezauberndes Bouquet aus Himbeere, Veilchen, Pfeffer und einem Hauch Tabak. Am Gaumen wirkt er reichhaltig, mineralisch und fruchtbetont, mit seidigen Tanninen und einem langen, leicht karamelligen Nachhall. 2016 ist zugleich der erste Jahrgang des jungen Guts von Luigi Vico. Die Verkostungsnotiz des Luigi Vico Barolo del Comune di Serralunga 2016 FARBE: Rubinrot mit granatfarbenen Reflexen. NASE: Frische Himbeere und Erdbeere treffen auf Veilchen und getrocknete Rose. Schwarzer Pfeffer, Tabakblatt und eine dunkle Kakaonote geben dem Duft Tiefe. GESCHMACK: Reichhaltig und saftig, mit klarer roter Frucht und einer mineralischen, an nassen Stein erinnernden Ader. Die Tannine sind seidig und fügen sich ohne Kanten ein, was einen bemerkenswerten Trinkfluss ergibt. FINALE: Lang, mit Himbeere, Pfeffer und feinen Karamell- und Schokoladentönen. Was „del Comune di Serralunga“ bedeutet Mit der Abgrenzung der 181 Menzioni Geografiche Aggiuntive im Jahr 2010 wurde im Barolo neben dem Lagennamen eine zweite Herkunftsangabe möglich: die Gemeinde. Ein Erzeuger darf „Barolo del Comune di Serralunga d'Alba“ aufs Etikett schreiben, wenn alle Trauben aus dieser einen der elf Barolo-Gemeinden stammen. Die Angabe ist damit präziser als ein einfacher Barolo, aber weiter gefasst als eine Einzellage – es handelt sich um eine Gemeinde-Cuvée, nicht um einen Cru. Serralunga d'Alba liegt auf dem östlichen Hügelzug des Anbaugebiets; seine kalk- und mergelreichen Böden der Lequio-Formation gelten als Grund für die besonders feste Tanninstruktur und die Langlebigkeit der Weine. Azienda Agricola Luigi Vico – ein eigenes Gut in Serralunga Luigi Vico ist keine Zweitmarke von Giovanni Rosso, sondern ein selbständiges Weingut. Die Familie ist in Serralunga d'Alba bis 1694 zurück belegt; als die Pachtverträge für die Familienparzellen ausliefen, holte Luigi Vico sie zurück und gründete 2016 seine Azienda Agricola. Sie umfasst rund zwei Hektar in drei Weinbergen: Prapò, 1927 erworben und östlich exponiert, Meriame aus dem Jahr 1920 und Prato Done von 1900 mit alten Moscato-Reben. Bewirtschaftet wird zertifiziert biologisch, gelesen wird von Hand. Vinifiziert werden die Weine im Keller von Giovanni Rosso in Serralunga d'Alba, wo Davide Rosso für den Ausbau verantwortlich ist – die Trauben stammen also von Luigi Vico, die Kellerarbeit kommt von einem der genauesten Barolo-Erzeuger der Gemeinde. Betontank, Naturhefen und großes Eichenfass Die Maische vergärt im Betontank mit weinbergseigenen Hefen; der Erzeuger arbeitet betont zurückhaltend, ohne aufdringliche Extraktion. Der Ausbau erfolgt anschließend im großen Fass aus französischer und slawonischer Eiche, im Fall der Lagenweine in Fassvolumina von 25 Hektolitern aus dem Wald von Fontainebleau. Barrique kommt nicht zum Einsatz, weshalb der Wein ohne Vanille- oder Röstaromen auskommt. Das Lagerpotenzial wird mit 15 bis 20 Jahren angesetzt. Servieren und kombinieren Bei 16 bis 18 °C in einem großen Rotweinglas servieren und rund eine Stunde vorher öffnen oder dekantieren. Der seidige, fruchtbetonte Stil passt zu Vitello tonnato, Agnolotti del plin, Brasato al Barolo, Ente mit Feigen, Steinpilzen und mittelaltem Bra. Häufige Fragen zum Luigi Vico Barolo del Comune di Serralunga 2016 Warum steht auf dem Etikett eine Gemeinde und keine Lage? Weil der Wein aus mehreren Parzellen innerhalb von Serralunga d'Alba stammt und nicht aus einer einzigen abgegrenzten Lage. Die Gemeindeangabe ist seit der MGA-Reform von 2010 zulässig, wenn alle Trauben aus dieser Gemeinde kommen. Ist Luigi Vico ein eigenständiges Weingut? Ja. Die Azienda Agricola Luigi Vico besteht seit 2016 mit eigenen Weinbergen in Serralunga d'Alba. Der Ausbau findet allerdings im Keller von Giovanni Rosso unter der Verantwortung von Davide Rosso statt. Wie werden die Weinberge bewirtschaftet? Alle Parzellen sind biologisch zertifiziert, die Lese erfolgt von Hand. Im Keller kommen weinbergseigene Hefen und Betonbehälter zum Einsatz. Sollte der 2016er dekantiert werden? Eine Stunde Luft tut ihm gut, zwingend ist sie nicht. Die Tannine sind bereits seidig, durch Belüftung treten Veilchen und Pfeffer jedoch klarer hervor. Wie unterscheidet sich ein Gemeinde-Barolo von einem Lagen-Barolo? Der Lagenwein zeigt das Profil einer einzelnen Parzelle und ist meist enger und langlebiger gebaut. Die Gemeinde-Cuvée verbindet mehrere Parzellen zum typischen Bild des Ortes und ist in der Regel früher zugänglich.

Inhalt: 0.7 Liter (57,00 €* / 1 Liter)

39,90 €*
Matteo Ascheri Barolo Coste e Bricco 2016
Traube: Nebbiolo
Der Matteo Ascheri Barolo Coste e Bricco 2016 ist der Spitzenwein des Hauses: ein reinsortiger Nebbiolo aus zwei Parzellen innerhalb der MGA Sorano in Serralunga d'Alba, abgefüllt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Dunkle Beeren, feine Kräuter, Pilze und ein Hauch Trüffel bestimmen das ätherische Bouquet. Am Gaumen ist er konzentriert, vielschichtig und von kraftvollem, gut eingebundenem Tannin getragen. Der Jahrgang 2016 gilt als einer der großen der jüngeren Barolo-Geschichte. Die Verkostungsnotiz des Matteo Ascheri Barolo Coste e Bricco 2016 FARBE: Tiefes Rubinrot, das sich am Rand bereits ins Granatrote öffnet. NASE: Fein würzig und ätherisch mit dunklen Beeren, Lakritz und getrockneten Kräutern. Dazu treten Waldboden, Pilze und ein Hauch Trüffel sowie eine edle, zurückhaltende Holzwürze. GESCHMACK: Konzentriert und tief gestaffelt, mit kraftvollem Tannin und einer gut integrierten Säure, die den Wein aufrecht hält. Dunkle Frucht, Teer und Süßholz tragen einen kräftigen, klar konturierten Körper. FINALE: Sehr lang, ätherisch-mineralisch und mit einem eisernen, salzigen Nachhall, wie ihn Serralunga hervorbringt. Coste e Bricco: zwei Parzellen in der MGA Sorano in Serralunga d'Alba Der Name Coste e Bricco steht für zwei Weinberge - die Vigna Coste und die Vigna Bricco - innerhalb der MGA Sorano in der Gemeinde Serralunga d'Alba. MGA bezeichnet eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung im Barolo-Gebiet; Sorano wurde 2010 anerkannt und reicht als eine der wenigen gemeindeübergreifenden Lagen bis nach Diano d'Alba. Ascheris Parzellen liegen auf 280 bis 350 Metern in süd- bis südwestlicher Ausrichtung und wurden zwischen 1995 und 1997 bepflanzt. Die Sant'Agata-Fossili-Mergel von Serralunga sind kompakt, kalkhaltig und tonig - sie stehen für die strengste, langlebigste Stilistik des gesamten Anbaugebiets. Die Abfüllung erfolgt nur in besonders guten Jahren und in sehr kleiner Auflage. Ascheri: von La Morra nach Bra, seit 1880 in Familienhand Die Wurzeln der Familie liegen in La Morra; 1880 verlegte sie Keller und Sitz nach Bra, wo Matteo Ascheri den Betrieb heute in siebter Generation führt. Rund 40 Hektar Rebfläche verteilen sich auf Serralunga d'Alba, La Morra, Verduno und Montalupa di Bra, jährlich entstehen etwa 240.000 Flaschen, davon rund die Hälfte Barolo. Im Keller gilt der Grundsatz möglichst geringer Eingriffe, ausgebaut wird im großen Holzfass statt im Barrique. Neben Coste e Bricco erzeugt das Gut Lagenweine aus Sorano und Pisapola sowie den Barolo Ascheri. Sechs Monate Stahl, 28 Monate slawonische Eiche Nach der Gärung reift der Wein zunächst sechs Monate im Edelstahltank und wechselt dann für 28 Monate in slawonische Eiche, zu 60 % gebraucht und zu 40 % neu. Vor der Auslieferung folgen mindestens zehn weitere Monate Flaschenreife. Der Ausbau im großen Fass poliert das Tannin, ohne dem Wein eine dominante Röstnote aufzuprägen. Der lange, kühle Vegetationsverlauf 2016 brachte hohe Säure und feinkörniges Tannin - eine Kombination, die dem Wein laut Shop-Angabe 20 bis 25 Jahre Entwicklung zutraut. Servieren und kombinieren Der Barolo sollte bei 16 bis 18 °C in einem großen, bauchigen Rotweinglas serviert werden. Trotz seiner acht Jahre Flaschenreife profitiert er von zwei bis drei Stunden Luft in der Karaffe. Er begleitet Brasato al Barolo, Rehrücken, geschmorte Ochsenbacken, Tajarin mit weißem Alba-Trüffel, Steinpilzrisotto und lang gereiften Castelmagno. Häufige Fragen zum Matteo Ascheri Barolo Coste e Bricco 2016 Aus welcher Gemeinde stammt Coste e Bricco? Aus Serralunga d'Alba. Die beiden Parzellen Coste und Bricco liegen dort innerhalb der MGA Sorano, die als eine von wenigen Lagen bis in die Nachbargemeinde Diano d'Alba reicht. Warum gilt 2016 als so großer Barolo-Jahrgang? Die lange, kühle Vegetationsperiode mit kalten Nächten bis in den Oktober erhielt eine hohe Säure und ließ das Tannin feinkörnig ausreifen. Diese Verbindung aus Konzentration und Frische gilt als Grundlage für außergewöhnliche Haltbarkeit. Ist der Wein schon trinkreif? Er lässt sich mit ausreichend Luft bereits gut trinken, sein Tannin ist jedoch noch straff. Die Shop-Angabe nennt 20 bis 25 Jahre Lagerfähigkeit, und der Wein wird in den kommenden Jahren an tertiärer Tiefe gewinnen. Wie unterscheidet sich Serralunga von La Morra? Serralunga bringt auf kompakten Kalkmergeln strengere, tanninbetonte und sehr langlebige Weine hervor. La Morra gilt dagegen als die duftigere, frühzugänglichere Seite des Gebiets - Ascheri bewirtschaftet Flächen in beiden Gemeinden. Wie lange sollte man ihn dekantieren? Zwei bis drei Stunden vor dem Servieren in die Karaffe umfüllen. Ein großer Serralunga-Barolo dieses Alters öffnet sich langsam und gewinnt in der Karaffe deutlich an Duft und Geschmeidigkeit.

Inhalt: 0.7 Liter (257,00 €* / 1 Liter)

179,90 €*
Vietti Barolo Ravera 2016
Alkoholgehalt: 14.% | Ausbau: 32 Monate im großen Eichenholzfass | Auszeichnungen: 95-Suckling Punkte | Auszeichnungen: 96/100 Parker | Farbe: Rubinrot | Geschmack: Beerige Aromen, filigrane Tanninstruktur, mineralisch | Herstellerland: Italien | Jahr: 2016 | Lagerung: 20-25 Jahre | Nettofüllmenge (in Liter): 0.7 | Produzent: Vietti | Region: Piemont | Traube: Nebbiolo | Traubenart: Nebbiolo | Trinktemperatur in °C: 16°-18° | gesetzliche Angaben: enthält Sulfite
Der Vietti Barolo Ravera 2016 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus der Lage Ravera in der Gemeinde Novello, dem südwestlichen Rand des Barolo-Gebiets. Der Barolo DOCG wird mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche abgefüllt und reifte rund 32 Monate im großen Eichenholzfass. Sein Duftbild verbindet Cranberry, schwarze Johannisbeere und Walderdbeere mit Kreide, weißem Pfeffer und Sternanis. Der große Jahrgang 2016 zeigt sich hier weniger muskulös als vertikal: hohe Säure, straffes Tannin, sehr klare Kontur. Die Verkostungsnotiz des Vietti Barolo Ravera 2016 FARBE: Dichtes Granatrot mit rubinroten Reflexen. NASE: Fein gezeichnet und kühl: Cranberry, schwarze Johannisbeere und Walderdbeere, dahinter Rose und getrocknete Blüten. Mit Luft treten kreidige Mineralität, weißer Pfeffer, Sternanis und ein Hauch Minze hervor. GESCHMACK: Straff und aufrecht gebaut. Das Tannin ist kompakt und feinkörnig, die Säure vertikal und tragend, die Frucht bleibt rot und präzise statt üppig. Salzig-mineralische Anklänge geben dem Mittelbau Spannung. FINALE: Sehr lang, mit anhaltender roter Frucht, Kreide und würzigem Nachhall. Ein Barolo, der im Abgang noch klar nach vorn zeigt. Ravera in Novello — Höhenlage am westlichen Rand des Barolo Ravera ist eine der 181 abgegrenzten Lagen der Barolo DOCG und umfasst rund 50 Hektar auf dem Gebiet von Novello. Mit etwa 350 bis 450 Metern gehört sie zu den höher gelegenen Crus der Appellation, was die Reife verzögert und Säure sowie Duft erhält. Vietti bewirtschaftet dort etwa drei Hektar auf rund 400 Metern in west- bis südwestlicher Ausrichtung, bei etwa 4.500 Stöcken je Hektar; die ältesten Reben wurden 1935 gepflanzt. Die Böden verbinden kalk- und lehmreiche Sant'Agata-Mergel in den oberen Bereichen mit der festeren Lequio-Formation weiter unten. Aus dieser Doppelnatur ergibt sich das typische Ravera-Profil: floraler, kühler Duft bei gleichzeitig strengem, langlebigem Tanningerüst. Vietti in Castiglione Falletto — Lagenpionier seit 1961 Das Gut wurde 1873 von Carlo Vietti in Castiglione Falletto gegründet; sein Sohn Mario begann mit der Flaschenabfüllung. Prägend war Alfredo Currado, der in die Familie einheiratete und ab 1960 die Leitung übernahm: Mit dem Rocche-Barolo des Jahrgangs 1961 gehörte er zu den Ersten, die eine Einzellage getrennt abfüllten, 1967 rettete er mit einem reinsortigen Arneis eine fast verschwundene Rebsorte, und seit 1974 gestalten wechselnde Künstler die Etiketten der Lagenweine. Heute bewirtschaftet Vietti rund 35 Hektar mit Lagen wie Rocche di Castiglione, Villero, Brunate, Lazzarito, Cerequio und Ravera. 2016 übernahm die US-amerikanische Familie Krause das Weingut; Luca Currado führte es zunächst weiter und verließ es im Januar 2023. 32 Monate im großen Holzfass Die alkoholische Gärung dauert etwa drei Wochen im Edelstahltank auf der Schale, begleitet von regelmäßigen Umpumpvorgängen und traditioneller Mazeration mit untergetauchtem Tresterhut. Der biologische Säureabbau findet im Holz statt, anschließend reift der Wein rund 32 Monate in großen Eichenfässern. Die Barolo DOCG fordert mindestens 38 Monate Gesamtreife, davon 18 im Holz — Vietti liegt beim Fassanteil deutlich darüber. Das große Fassformat betont Herkunft und Tanninkontur statt Holzaromatik; das Weingut nennt für diesen Wein 20 bis 25 Jahre Reifepotenzial. Servieren und kombinieren Bei 16 bis 18 °C in einem großzügigen Burgunderglas servieren. Der 2016er ist noch jung strukturiert und gewinnt durch eine bis zwei Stunden in der Karaffe deutlich. Passende Begleiter sind Brasato al Barolo, Tajarin mit weißem Alba-Trüffel, geschmorte Ochsenbacke, Rehrücken mit Wurzelgemüse, Steinpilzrisotto und gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Vietti Barolo Ravera 2016 Zu welcher Gemeinde gehört die Lage Ravera? Ravera liegt überwiegend in Novello, im Südwesten der Barolo-Zone. Das Weingut selbst hat seinen Sitz in Castiglione Falletto — Sitz und Lage sind hier also nicht identisch. Was macht den Jahrgang 2016 im Barolo besonders? 2016 gilt als einer der großen klassischen Barolo-Jahrgänge: gleichmäßige Reife, hohe Säure und sehr feine, aber reichlich vorhandene Tannine. Solche Jahre gelten als besonders langlebig. Wie unterscheidet sich der Ravera von Viettis Lagen in Castiglione Falletto? Ravera liegt höher und kühler als Rocche di Castiglione oder Villero und bringt einen strafferen, säurebetonten und deutlich mineralischen Barolo. Die Lagen im Kern von Castiglione Falletto wirken meist runder und parfümierter. Sollte der Wein dekantiert werden? Ja, eine bis zwei Stunden Karaffenzeit sind zu empfehlen, solange der Wein noch jung ist. Damit öffnen sich die florale Aromatik und die würzigen Noten, und das Tannin wirkt weniger streng. Warum tragen Vietti-Lagenweine wechselnde Etiketten? Seit 1974 lässt das Gut die Etiketten seiner Einzellagen-Weine von unterschiedlichen Künstlern gestalten. Die Serie ist inzwischen selbst ein Sammelgebiet und eines der bekanntesten Erkennungszeichen des Hauses.

Inhalt: 0.7 Liter (427,14 €* / 1 Liter)

299,00 €*