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Ghiomo

Ghiomo arbeitet ohne Lärm – und begeistert ohne Lärm. Aus dem Barbaresco kommen Nebbioli, die nichts beweisen müssen: geerdet, ehrlich, mit echtem Sortencharakter. Dazu ein paar frische Weißweine wie der Langhe Arneis und eine unkomplizierte Barbera für den Alltag. Nichts Lautes, alles echt.

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Ghiomo Barbera d'Alba Lavai 2024
Der Ghiomo Barbera d'Alba Lavai 2024 tritt trocken, dunkelfruchtig und mit viel Säure auf – so, wie Barbera im Albese seit Generationen gedacht ist. Gefüllt wird er mit 14,5 % Vol. auf 0,75 Liter. Die Trauben wachsen in Guarene, wenige Minuten von Alba, auf mergelig-kalkigen Böden mit Tonanteil. Nach später Lese, langer Standzeit auf den Schalen und einem geteilten Ausbau in Stahl und Holz entsteht ein Rotwein, der weniger auf Struktur als auf Trinkfluss zielt. Die Verkostungsnotiz des Ghiomo Barbera d'Alba Lavai 2024 FARBE: Sattes Rubinrot mit deutlich violetten Reflexen. NASE: Schwarzkirsche und Brombeere führen, gefolgt von Zwetschge und Veilchen. Etwas Kakao und ein Lorbeerton runden das Bild, ohne die Frucht zu verdecken. GESCHMACK: Rund und fruchtbetont, mit belebender Säure als Gerüst und nur zurückhaltendem Tannin. Die Frucht bleibt dunkel und klar konturiert, dazu kommt eine leicht pfeffrige Würze. FINALE: Mittellang, trocken, mit Zwetschge und einem Anklang von dunkler Schokolade. Fusot, Dario, Vignot und San Steu: die Lavai-Parzellen Vier Weinberge tragen zu diesem Wein bei, sie liegen alle in Südlage und auf mergeligen, kalkig-tonigen Böden im Gemeindegebiet Guarene. San Steu liefert daneben auch die Trauben für den Nebbiolo d'Alba des Guts, was die Parzelle als besonders guten Standort ausweist. Guarene selbst liegt am linken Ufer des Tanaro zwischen den Hügeln des Roero und den Langhe. Der Betrieb reduziert vor der Reife 25 bis 30 Prozent der Trauben und liest, wenn die Beeren die volle Reife bereits überschritten haben – bei Barbera ein gängiges Mittel gegen zu scharfe Säure. Ghiomo: ein Familienbetrieb in der Strada Porini Das Gut gehört Giuseppino Anfossi, der es mit Federica und den Söhnen Pietro und Alessandro bewirtschaftet. Die Anfänge liegen im frühen 19. Jahrhundert, die Ausrichtung auf eigene Flaschenweine begann 1999. Anfossi setzt ausschließlich auf einheimische Sorten und beschreibt seine Arbeit als die eines Bauern, nicht als die eines Kellermeisters mit Programm. Der Hof liegt in einem ehemaligen Klostergebäude, rund zwei Kilometer nördlich von Alba. Ausbau zwischen Stahltank und Holzfass Vor dem Pressen bleiben die Trauben 24 Stunden liegen, die Gärung erfolgt kontrolliert bei etwa 30 Grad. Der lange Schalenkontakt von rund 250 Stunden gibt dem Wein Farbtiefe und Extrakt. Anschließend teilt sich der Ausbau auf Edelstahl und Holzfässer auf; das Gut hält mindestens sechs Monate Flaschenreife vor dem Verkauf für unverzichtbar. Barbera d'Alba DOC lässt übrigens bis zu 15 Prozent Nebbiolo im Wein zu, der Lavai wird im Handel jedoch als reinsortige Barbera geführt. Servieren und kombinieren Das technische Blatt des Guts nennt 20 Grad Celsius und mindestens zwei Stunden Luft, während die Shop-Eigenschaften 15 bis 17 Grad angeben; ein Bereich von 16 bis 18 Grad trifft den Wein am besten. Ein normales Rotweinglas reicht. Dazu passen Tajarin mit Ragout, Vitello con funghi, Ossobuco, gebratene Wachtel, gefüllte Paprika und Toma-Käse. Häufige Fragen zum Ghiomo Barbera d'Alba Lavai 2024 Was bedeutet Lavai? Lavai ist ein lokaler Flurname; das Gut verwendet ihn als Weinnamen für seine Barbera aus vier Parzellen. Eine offizielle Lagenbezeichnung ist damit nicht verbunden. Wie viel Nebbiolo darf in einem Barbera d'Alba stecken? Die Herkunftsbezeichnung erlaubt 85 bis 100 Prozent Barbera und damit bis zu 15 Prozent Nebbiolo. Beim Lavai wird kein Verschnittanteil ausgewiesen. Muss der Wein dekantiert werden? Notwendig ist es nicht, das Gut empfiehlt aber zwei Stunden Luft. Danach wirkt die dunkle Frucht präsenter und die Säure weniger spitz. Wozu passt eine Barbera besser als ein Nebbiolo? Barbera hat mehr Säure und weniger Tannin, deshalb funktioniert sie zu fetten, kräftig gesalzenen Gerichten wie Salsiccia, Bollito oder Bagna cauda besser. Nebbiolo braucht dagegen eher gebundene Saucen und Wildaromen. Wie fiel der Jahrgang 2024 aus? Nach zwei Trockenjahren brachte der Frühling 2024 viel Regen und damit Pilzdruck, der Sommer verlief warm und ruhig. Die Erntemengen waren ausgeglichen, die Alkoholwerte lagen im Schnitt etwas niedriger als in den Vorjahren.

Inhalt: 0.75 Liter (19,87 €* / 1 Liter)

14,90 €*
Ghiomo Barbera d'Alba Lavai 2024 - Aktion 10+2
Der Ghiomo Barbera d'Alba Lavai 2024 ist der Alltagsrotwein des Guts aus Guarene und zeigt Barbera in ihrer typischen Rolle: viel Säure, wenig Tannin, dunkle Frucht ohne Umwege. Er kommt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche und stammt aus vier südexponierten Parzellen zwischen Guarene und Alba. Vor der Lese dünnt der Betrieb ein Viertel bis ein Drittel der Trauben aus, gelesen wird bewusst spät. Rund 250 Stunden Schalenkontakt, Stahltank, Holzfass und mindestens sechs Monate Flaschenruhe ergeben einen saftigen, unkomplizierten Wein für den Tisch. Die Verkostungsnotiz des Ghiomo Barbera d'Alba Lavai 2024 FARBE: Tiefes Purpurrot mit violettem Rand. NASE: Amarenakirsche und Maulbeere dominieren, dazu treten Blutorangenschale und Nelke. Im Hintergrund liegen Tabakblatt und ein graphitartiger Ton, der aus dem kurzen Holzkontakt stammen kann. GESCHMACK: Saftig und beweglich, von der Säure getragen; das Tannin bleibt gering, wie es für Barbera charakteristisch ist. Dunkle Frucht, ein Hauch Bitterschokolade und ein salziger Zug halten den Wein trotz des Alkohols aufrecht. FINALE: Mittellang und angenehm herb, mit nachklingender Sauerkirsche. Barbera aus vier südexponierten Parzellen bei Guarene Die Trauben kommen aus den Weinbergen Fusot, Dario, Vignot und San Steu, alle nach Süden gerichtet und auf mergelig-kalkig-tonigem Untergrund gewachsen. Diese Ausrichtung ist für Barbera wichtig, weil die Sorte spät reift und ihre hohe Säure sonst kantig bliebe. Guarene liegt nördlich des Tanaro am Rand des Roero, nur wenige Kilometer von Alba; die Böden aus grauem Mergel, Ton und etwas Sand ähneln nach Angabe des Guts jenen bei La Morra. Nach einer Ausdünnung von 25 bis 30 Prozent bleiben rund 2,2 Kilogramm Trauben je Rebe stehen. Familie Anfossi zwischen Langhe und Roero Giuseppino Anfossi führt das Gut in einem alten Klostergehöft an der Strada Porini, zwei Kilometer von Alba entfernt. Der Hof wird seit dem frühen 19. Jahrhundert bewirtschaftet; der Name Ghiomo bezieht sich auf ein Werkzeug, mit dem Fassbinder Holzfässer bearbeiteten. Barbera gehört zu den drei Sorten des Betriebs und war über Generationen der Wein, den man im Piemont selbst trank, während Nebbiolo verkauft wurde. Neben dem Lavai füllt das Gut mit dem Ruit-Hora eine zweite, länger im Holz gereifte Barbera-Variante ab. Rund 250 Stunden Schalenkontakt, dann Stahl und Holz Die Trauben ruhen 24 Stunden, bevor sie gepresst werden; die Gärung läuft temperaturkontrolliert bei etwa 30 Grad. Danach bleibt der Most rund 250 Stunden auf den Schalen, was Farbe und Extrakt bringt, ohne dass bei Barbera viel Tannin nachkommt. Der Ausbau verteilt sich auf Stahltank und Holzfass; mindestens sechs Monate Flaschenreife sieht das Gut als Pflicht an. Als Lagerpotenzial werden zehn bis fünfzehn Jahre genannt, wobei die Frische der Frucht in den ersten Jahren am überzeugendsten wirkt. Servieren und kombinieren Zum Servieren nennt das Gut 20 Grad Celsius, die Shop-Angabe liegt bei 15 bis 17 Grad; in der Praxis zeigt der Wein bei 16 bis 18 Grad die beste Balance. Zwei Stunden Luft empfiehlt der Betrieb ausdrücklich. Am Tisch passt er zu Bollito misto, Salsiccia, Bagna cauda, Polenta concia, Zwiebelkuchen und mittelalt gereiftem Bra. Häufige Fragen zum Ghiomo Barbera d'Alba Lavai 2024 Warum hat Barbera so viel Säure und so wenig Tannin? Das ist eine Eigenschaft der Rebsorte: Barbera behält auch bei hoher Zuckerreife viel Äpfelsäure, bildet aber vergleichsweise wenig Tannin in Beerenhaut und Kernen. Dadurch wirken die Weine saftig und passen gut zu fetten Speisen, ohne dass sie lange Flaschenreife bräuchten. Wirken 14,5 % Vol. nicht schwer? Bei Barbera d'Alba sind vierzehn Volumenprozent und mehr üblich, weil die Sorte spät gelesen wird. Die kräftige Säure balanciert den Alkohol aus, weshalb der Wein trotz des Werts beweglich bleibt. Bei welcher Temperatur sollte man ihn öffnen? Zwischen 16 und 18 Grad zeigt der Wein Frucht und Säure im Gleichgewicht. Über 20 Grad tritt der Alkohol hervor, deutlich kälter wirkt der Wein hart. Wie lange hält sich eine geöffnete Flasche? Verschlossen und kühl gestellt bleibt der Wein zwei bis drei Tage stabil, die Säure schützt ihn recht gut. Am zweiten Tag wirkt die Frucht oft sogar runder. Was unterscheidet den Lavai vom Ruit-Hora? Der Lavai ist die direkte, fruchtbetonte Barbera aus vier Parzellen mit kurzer Holzphase. Beim Ruit-Hora wählt das Gut nur die bestbesonnten Reben aus, gibt einen Nebbiolo-Anteil hinzu und lässt den Wein vierzehn Monate im Holz reifen.

Inhalt: 9 Liter (16,56 €* / 1 Liter)

149,00 €*
Ghiomo Barbera d'Alba Ruit-Hora 2021 Magnum
Traube: Cuvée
Der Ghiomo Barbera d'Alba Ruit-Hora 2021 Magnum bringt den längst gereiften Rotwein des Guts im Format von 1,5 Litern auf den Tisch. Im Glas sind es 14 % Vol. einer Barbera mit Nebbiolo-Anteil aus Guarene, gelesen im Jahr 2021 und vor der Füllung vierzehn Monate im Holz, drei Monate im Stahl und sechs Monate in der Flasche gereift. Fünf Jahre nach der Ernte ist die Frucht eingekocht, Leder und Tabak treten dazu. Die doppelte Flasche verlangsamt diese Entwicklung merklich, weshalb der Wein hier jünger wirkt als aus der 0,75-Liter-Flasche desselben Jahrgangs. Die Verkostungsnotiz des Ghiomo Barbera d'Alba Ruit-Hora 2021 Magnum FARBE: Dunkles Granatrot, am Rand mit ersten bräunlichen Tönen. NASE: Reife Schwarzkirsche in likörartiger Form, getrocknete Feige und Bitterorange. Leder, Wacholder und Tabakblatt zeigen die begonnene Flaschenreife, dahinter bleibt eine trockene Röstnote aus dem Fass. GESCHMACK: Kraftvoll und breitschultrig, wie es für den warmen, trockenen Sommer 2021 zu erwarten ist, dabei von einer festen Säure zusammengehalten. Das Tannin ist nach Jahren in der Flasche geschmeidig geworden und trägt eher als es kratzt. FINALE: Lang, warm und würzig, mit Dörrpflaume und einem Nachhall von Kakaoschale. Herkunft und Jahrgang 2021 in Guarene Die Trauben stammen von den bestbesonnten Rebzeilen des Guts in Guarene, auf grauem Mergel mit Ton und Sandanteil nördlich des Tanaro. 2021 begann mit einem milden, feuchten Winter, dann sorgte ein Kälteeinbruch Anfang April für Frostschäden in den tieferen Lagen; Ende April und Mai blieben kühl und nass. Der Sommer verlief warm und trocken, mit einer kurzen Hitzewelle im August und lokalem Hagel Anfang Juli im Roero. Gelesen wurde ab Ende September bis in den Oktober, die Weine gelten als strukturiert mit reifem Tannin und hoher Reife. Der Hof der Familie Anfossi in Guarene Ghiomo ist ein kleiner Betrieb in der Strada Porini, geführt von Giuseppino Anfossi zusammen mit Federica, Pietro und Alessandro. Der landwirtschaftliche Betrieb besteht seit dem frühen 19. Jahrhundert, das Gebäude war einmal ein Klostergehöft. Auf den Flächen stehen nur Nebbiolo, Barbera und Arneis; Anfossi versteht sich in erster Linie als Bauer. Der Ruit-Hora ist innerhalb der Palette der Wein mit der längsten Kellerzeit. Vom Holzfass in die Magnum: 1,5 Liter reifen langsamer Der Ausbau vor der Füllung unterscheidet sich nicht von der normalen Flasche: rund 250 Stunden Schalenkontakt, vierzehn Monate Holzfass, drei Monate Stahltank, sechs Monate Flaschenruhe. Der Unterschied beginnt danach. Eine Magnum enthält die doppelte Menge Wein, aber nur einen Korken mit unverändertem Querschnitt – pro Liter dringt also weniger Sauerstoff ein, und die größere Flüssigkeitsmasse reagiert träger auf Temperaturschwankungen. Das Format gilt daher als das günstigste für lange Lagerung, und ein 2021er zeigt daraus typischerweise noch mehr Frucht als aus der Normalflasche. Servieren und kombinieren Achtzehn bis zwanzig Grad Celsius passen, und wegen des Alters lohnt es, die Flasche vorsichtig aufzurichten und ein mögliches Depot abzutrennen. Drei Stunden Luft sind laut Gut angesetzt; bei diesem Jahrgang genügen oft anderthalb bis zwei. Zu Braten vom Rind, Ente mit Feigen, Wildschweinsalami, Risotto mit Wurst, Kaninchenragout und länger gereiftem Bra ergibt die Großflasche einen praktischen Wein für einen langen Tisch. Häufige Fragen zum Ghiomo Barbera d'Alba Ruit-Hora 2021 Magnum Wie viel Wein steckt in einer Magnum? Eine Magnum fasst 1,5 Liter, also den Inhalt von zwei normalen Flaschen. Daraus ergeben sich je nach Einschenkmenge rund zwölf Gläser. Reift Wein in der Magnum wirklich langsamer? Ja, weil der Sauerstoffeintrag über den Korken im Verhältnis zur Weinmenge kleiner ist und die größere Masse Temperaturschwankungen dämpft. Der Effekt ist bei jahrzehntelanger Lagerung deutlicher als in den ersten Jahren. Was prägte den Jahrgang 2021 im Piemont? Ein Frostereignis Anfang April kostete vor allem in tieferen Lagen Ertrag, danach folgte ein kühl-nasser Mai und ein warmer, trockener Sommer. Die Weine geraten strukturiert mit reifem Tannin, die Alkoholwerte fielen hoch aus. Ist der Wein jetzt am besten oder kann man warten? Er ist trinkreif und zeigt erste tertiäre Noten, hat aus der Magnum aber noch Reserven. Aus dem Großformat sind weitere fünf Jahre unproblematisch, sofern kühl und liegend gelagert wird. Wie lagert man eine Magnum am besten? Liegend, dunkel und bei gleichmäßiger Temperatur; wegen des Gewichts sollte das Regalfach stabil sein und die Flasche nicht auf dem Hals stehen. Wer sie öffnet, sollte den Rest nicht in der Großflasche stehen lassen, sondern in eine kleinere Flasche umfüllen.

Inhalt: 0.75 Liter (65,20 €* / 1 Liter)

48,90 €*
Ghiomo Barbera d'Alba Ruit-Hora 2023
Der Ghiomo Barbera d'Alba Ruit-Hora 2023 ist die ambitionierte Barbera des Guts: überwiegend Barbera, ergänzt um einen Anteil Nebbiolo, gelesen von den bestbesonnten Reben in Guarene und mit 14 % Vol. auf 0,75 Liter gefüllt. Nur drei bis vier Trauben bleiben je Rebstock hängen. Vierzehn Monate im Holz, drei Monate im Stahltank und sechs Monate Flaschenruhe machen aus der saftigen Sorte einen dichten, würzigen Rotwein. Ruit hora heißt übersetzt, dass die Stunde eilt – ein Satz, wie er auf alten Sonnenuhren steht. Die Verkostungsnotiz des Ghiomo Barbera d'Alba Ruit-Hora 2023 FARBE: Dunkles Rot mit purpurnem Rand, dicht und undurchsichtig im Kern. NASE: Getrocknete Sauerkirsche und Brombeergelee bilden die Basis, darüber liegen Zedernholz und Kakaopulver. Süßholz und ein Anflug von Backpflaume kommen mit Luft hinzu; das Holz ist klar zu spüren, bleibt aber eingebunden. GESCHMACK: Deutlich kräftiger gebaut als die Basis-Barbera des Guts, mit dichter dunkler Frucht und einer Säure, die die Fülle in Bewegung hält. Der Nebbiolo-Anteil bringt spürbares, wenn auch feines Tannin ins Spiel. FINALE: Der Nachhall zieht sich, wird gegen Ende weich und endet auf Kirschlikör, Röstwürze und trockenem Kakao. Eine Auswahl der bestbesonnten Reben in Guarene Für den Ruit-Hora sucht das Gut jene Rebzeilen heraus, die am meisten Sonne bekommen, und begrenzt den Behang auf drei bis vier Trauben je Stock. Die Böden im Gemeindegebiet Guarene bestehen aus grauem Mergel, Ton und einem Sandanteil; der Betrieb selbst zieht den Vergleich zu La Morra. Guarene liegt am linken Tanaro-Ufer, zwei Kilometer von Alba und damit am Uebergang zwischen den Langhe und dem Roero. Weil in diesem Wein neben Barbera auch Nebbiolo steckt, bewegt er sich am oberen Rand dessen, was die Herkunftsbezeichnung Barbera d'Alba mit ihren zulässigen 15 Prozent Fremdanteil erlaubt. Ghiomo – benannt nach einem Werkzeug der Fassbinder Der Gutsname geht auf ein traditionelles Werkzeug zurück, mit dem Küfer Holzfässer bearbeiteten; als Hausname begleitet er die Familie Anfossi seit Generationen. Der Hof an der Strada Porini in Guarene wird seit dem frühen 19. Jahrhundert bewirtschaftet, seit 1999 mit dem Ziel eigener Flaschenweine. Giuseppino Anfossi baut nur Nebbiolo, Barbera und Arneis an und verzichtet auf Zertifizierungen, ohne den Boden aus dem Blick zu verlieren. Der Ruit-Hora steht dabei für die Idee, die Sorte des Großvaters mit einer moderneren Kellerarbeit zu verbinden. Vierzehn Monate Holz, drei Monate Stahl, sechs Monate Flasche Die Trauben ruhen einen Tag, bevor sie gepresst werden; die Gärung läuft bei rund 32 Grad, also deutlich wärmer als beim Lavai. Etwa 250 Stunden Schalenkontakt sorgen für Extrakt und Farbe. Danach reift der Wein vierzehn Monate im Holzfass, wechselt für drei Monate in den Stahltank und ruht abschließend sechs Monate in der Flasche. Der Zwischenschritt im Stahl gibt dem Wein Frische zurück, bevor er gefüllt wird; das Lagerpotenzial wird mit zehn bis fünfzehn Jahren angegeben. Servieren und kombinieren Achtzehn bis zwanzig Grad Celsius und ein großes Rotweinglas empfiehlt das Gut, dazu mindestens drei Stunden Luft – dieser Wein braucht sie wirklich. Ein Dekanter ist hier sinnvoller als beim Lavai. Gut passen Brasato, Wildschweinragout, Lammkoteletts, Rindertartar mit Haselnuss, Tortelli mit Kürbis und gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Ghiomo Barbera d'Alba Ruit-Hora 2023 Was bedeutet Ruit Hora? Der lateinische Ausdruck bedeutet, dass die Stunde eilt oder entflieht, und findet sich häufig als Inschrift auf Sonnenuhren. Das Gut nutzt ihn als Namen für seinen länger gereiften Rotwein. Warum steckt Nebbiolo in einer Barbera? Barbera liefert Frucht und Säure, bringt aber wenig Tannin mit. Ein kleiner Nebbiolo-Anteil ergänzt Gerbstoff und Struktur, was einem Wein mit vierzehn Monaten Holzreife zugutekommt. Wie stark prägt das Holz den Wein? Zedernholz, Kakao und Röstwürze sind klar erkennbar, dominieren aber nicht. Die drei Monate im Stahltank nach der Fassreife und die kräftige Säure der Sorte halten den Wein davon ab, holzlastig zu wirken. Wie war 2023 für Barbera in der Umgebung von Alba? Auf Trockenheit folgten lange Regenphasen mit starkem Pilzdruck, Anfang Juli fiel im Gebiet Hagel. Die Barbera-Erträge sanken deutlich, die Qualität der verbliebenen Trauben wurde von den Erzeugern jedoch als solide beschrieben. Was unterscheidet den Ruit-Hora vom Lavai? Der Lavai stammt aus vier Parzellen mit kurzer Holzphase und ist auf Trinkfluss angelegt. Der Ruit-Hora kommt aus einer engeren Auswahl, enthält Nebbiolo und verbringt vierzehn Monate im Fass – er ist dichter, würziger und braucht mehr Luft.

Inhalt: 0.75 Liter (30,53 €* / 1 Liter)

22,90 €*
Ghiomo Langhe Arneis Fussot 2025
Traube: Arneis
Beim Ghiomo Langhe Arneis Fussot 2025 steht die geradlinige Seite der Sorte im Vordergrund. Der Weißwein aus 13 % Vol. und 0,75 Liter Inhalt stammt aus den beiden Weinbergen Fussòt und Gheja im Gemeindegebiet Guarene, beide nach Südosten gerichtet und auf Mergel gewachsen. Die Trauben kommen in den Kühlraum, ruhen zwei bis drei Tage auf den Schalen und werden anschließend im Stahltank vergärt. Abgefüllt wird bereits in den ersten Frühlingsmonaten, damit Ananas, Birne und Limettenschale unverbraucht ins Glas kommen. Die Verkostungsnotiz des Ghiomo Langhe Arneis Fussot 2025 FARBE: Helles Strohgelb, im Kern mit grünlichem Schimmer. NASE: Frisch und direkt: Ananas und Birne vorn, dazu Limettenschale, weiße Blüte und ein feuersteinartiger Anflug. Das Bouquet bleibt klar umrissen und verzichtet auf jede Süße. GESCHMACK: Leichtfüßig und trocken, mit knackiger Frucht und einer Säure, die eher schiebt als sticht. Ein leicht kreidiger Eindruck in der Mitte gibt dem Wein Halt. FINALE: Kurz bis mittellang, sauber, mit einem trockenen Bittermandelton am Schluss. Fussòt und Gheja: zwei südostexponierte Arneis-Parzellen Fussòt gab dem Wein den Namen; die Bezeichnung klingt zugleich an den Familiennamen Anfossi an. Gemeinsam mit der Nachbarparzelle Gheja liefert sie die Trauben, wobei je Rebe rund 2,2 Kilogramm gelesen werden. Der Boden ist mergelig, die Ausrichtung nach Südosten bringt Morgensonne und kühlere Nachmittage, was der Säure des Arneis zugutekommt. Guarene selbst liegt nördlich des Tanaro am Rand des Roero, dessen leichtere Sande für besonders duftige Weißweine bekannt sind; auf den Guarener Mergeln fallen sie etwas fester aus. Ein Guarener Betrieb mit Wurzeln im frühen 19. Jahrhundert Ghiomo geht auf einen Bauernhof zurück, der seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts bewirtschaftet wird und heute Giuseppino Anfossi gehört. Der Gutsname stammt von einem traditionellen Werkzeug, mit dem Fassbinder Holzfässer bearbeiteten. Seit 1999 richtet die Familie ihre Arbeit konsequent auf eigene Flaschenweine aus, drei Rebsorten reichen dafür: Arneis, Nebbiolo und Barbera. Zertifizierungen spielen für Anfossi keine Rolle, die Pflege des Bodens sehr wohl. Zwei Tage bei drei Grad, Füllung im Frühjahr Nach der Lese gehen die Trauben in den Kühlraum und werden bei etwa drei Grad gepresst; danach folgt eine kurze Standzeit von zwei bis drei Tagen. Vergärung und Reife finden ausschließlich im Stahltank statt, ohne Holz und ohne verlängerte Hefearbeit. Die Füllung in den ersten Frühlingsmonaten hält den Wein knackig und betont die Primärfrucht. Das Gut sieht den Fussot entsprechend als Wein für die ersten beiden Jahre nach der Ernte. Servieren und kombinieren Gut gekühlt bei zehn bis zwölf Grad servieren, ein tulpenförmiges Glas reicht aus. Eine Karaffe ist unnötig; etwa dreißig Minuten nach dem Öffnen zeigt sich das Bouquet am offensten. Auf den Tisch passen marinierte Sardinen, Flussforelle, Garnelencarpaccio, Fritto misto aus Gemüse, Risotto mit Spargel und junger Ziegenkäse. Häufige Fragen zum Ghiomo Langhe Arneis Fussot 2025 Woher kommt der Name Fussot? Fussòt ist der Name eines der beiden Weinberge, aus denen die Trauben stammen. Er erinnert lautlich an den Familiennamen des Winzers, Anfossi. Wie schmeckt Arneis überhaupt? Arneis ist ein trockener piemontesischer Weißwein mit Steinobst, Birne und weißen Blüten sowie einer mittleren, weichen Säure. Charakteristisch ist ein leicht bitterer Mandelton im Abgang, der die Sorte von Vermentino oder Sauvignon unterscheidet. Bei welcher Temperatur sollte er getrunken werden? Zehn bis zwölf Grad Celsius sind ein guter Bereich. Kälter verschließt sich die Frucht, deutlich wärmer wirkt der Alkohol vor. Wie lange kann man die Flasche liegen lassen? Der Fussot ist bewusst für den frühen Genuss gemacht; das Gut nennt rund zwei Jahre. Danach verliert die Sorte typischerweise ihre Zitrusspannung, ohne im Gegenzug tertiäre Aromen aufzubauen. Was hat der Jahrgang 2025 den Weißweinen gebracht? Ein nasser Frühling und ein heißer Sommer führten zu einer früheren Lese als gewohnt. Für Arneis fiel die regionale Bewertung des Jahres sehr gut aus, die Erntemenge lag im Piemont sieben bis zehn Prozent unter dem Vorjahr.

Inhalt: 0.75 Liter (17,20 €* / 1 Liter)

12,90 €*
Ghiomo Langhe Arneis Imprimis 2025
Traube: Arneis
Ghiomo Langhe Arneis Imprimis 2025 ist der cremigere der beiden Arneis des Guts: ein trockener Weißwein mit 13 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche, gelesen in der Parzelle Gheja e Vigna Granda bei Guarene. Vier bis fünf Tage Standzeit auf den Schalen bei etwa drei Grad legen die Aromatik frei, der Ausbau bleibt im Stahltank. Vor der Füllung rührt das Gut die Feinhefe über längere Zeit auf, was dem Wein Textur gibt. Im Glas führen weißer Pfirsich und Melone, getragen von Zitrusfrische und einem mandeligen, trockenen Kern. Die Verkostungsnotiz des Ghiomo Langhe Arneis Imprimis 2025 FARBE: Kräftiges Strohgelb mit blassgrünen Reflexen. NASE: Weißer Pfirsich und Melone geben den Ton an, daneben Akazienblüte und Kamille. Ein Anklang von Mandelkern und ein leicht teigiger, an frisches Hefegebäck erinnernder Ton verraten die Arbeit auf der Feinhefe. GESCHMACK: Mittleres Gewicht und eine für Arneis vergleichsweise runde Textur, ohne dass die Frische verloren geht. Steinobst, Zitronenschale und ein salziger Zug laufen auf einen trockenen Kern zu. FINALE: Der Nachhall endet trocken und leicht bitter nach Mandel, wie es für die Sorte kennzeichnend ist. Arneis von Gheja und Vigna Granda auf Guarener Mergel Die Trauben kommen aus einer südostexponierten Parzelle, die das Gut als Gheja e Vigna Granda führt; der Untergrund ist mergelig. Guarene liegt am linken Tanaro-Ufer und zählt teilweise zum Roero, dessen bekannte Sandböden sich vor allem weiter nördlich um Canale finden. Hier dominiert grauer Mergel mit Ton, dem ein Sandanteil beigemischt ist: Der Sand sorgt für aromatische Klarheit, der Mergel hält Säure und Struktur zusammen. Etikettiert wird der Wein als Langhe Arneis DOC, die mindestens 85 Prozent Arneis und 10,5 Volumenprozent Alkohol verlangt und keine Reifezeit vorschreibt. Ghiomo in Guarene: ausschließlich heimische Sorten Das Gut in der Strada Porini gehört Giuseppino Anfossi, der die Arbeit gemeinsam mit Federica sowie den Söhnen Pietro und Alessandro organisiert. Der Betrieb geht auf den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück und liegt in einem alten Klostergehöft zwischen Langhe und Roero, rund zwei Kilometer von Alba. Im Weinberg stehen nur autochthone Rebsorten: Arneis für die Weißweine, Nebbiolo und Barbera für die Rotweine. Das Etikett des Imprimis wurde in der Nachbarschaft gestaltet; die darauf abgebildeten Hände sind die von Giuseppino Anfossi und dem Vater des Winzers Nicola Oberto. Kaltmazeration bei drei Grad und längere Bâtonnage Nach der Lese kühlt das Gut die Trauben auf etwa drei Grad und lässt sie vier bis fünf Tage auf den Schalen stehen, bevor gepresst wird. Die Gärung folgt bei niedriger Temperatur mit ausgewählten Hefen. Der Wein bleibt bis zur Füllung im Stahltank, wo die Feinhefe über längere Zeit aufgerührt wird; Holz kommt nicht zum Einsatz. Diese Kombination erklärt die etwas fülligere Mitte gegenüber einem rein reduktiv geführten Arneis. Servieren und kombinieren Zehn bis zwölf Grad Celsius sind richtig, ein schlankes Weißweinglas genügt. Dekantieren braucht der Wein nicht, das Gut empfiehlt aber eine gute halbe Stunde Luft nach dem Öffnen. Passend sind Vitello tonnato, Insalata russa, Flussfisch aus dem Ofen, Miesmuscheln, Tajarin mit Zucchini und Butter sowie frische Robiola. Häufige Fragen zum Ghiomo Langhe Arneis Imprimis 2025 Was bedeutet Imprimis? Die Bezeichnung geht auf das lateinische in primis zurück, also vor allem oder zuallererst. Das Gut selbst schreibt den Namen auf dem Etikett meist Inprimis. Wie unterscheidet sich der Imprimis vom Fussot des gleichen Guts? Beide sind Langhe Arneis aus Stahl, doch der Imprimis stammt aus einer engeren Traubenauswahl, steht länger kalt auf den Schalen und wird vor der Füllung auf der Feinhefe gearbeitet. Er wirkt dadurch etwas breiter und verträgt ein bis zwei Jahre Flaschenzeit besser als der bewusst früh gefüllte Fussot. Warum Langhe Arneis und nicht Roero Arneis? Guarene liegt im Übergangsbereich und ist nur teilweise Teil des Roero-Gebiets; das Gut nutzt für seine Weißweine die Bezeichnung Langhe Arneis DOC. Roero Arneis DOCG verlangt mindestens 95 Prozent Arneis, Langhe Arneis mindestens 85 Prozent. Wie lange lässt sich dieser Arneis lagern? Arneis ist auf jungen Genuss ausgelegt. Der Imprimis verträgt durch die Hefearbeit ein bis drei Jahre, danach verliert die Sorte üblicherweise ihre Zitrusfrische. Wie war der Jahrgang 2025 im Piemont? Auf einen niederschlagsreichen Frühling folgte ein heißer Sommer, der die Reife beschleunigte und die Lese vorzog. Die regionale Bilanz stufte Arneis als einen der starken Punkte des Jahres ein, bei einer um sieben bis zehn Prozent kleineren Erntemenge als 2024.

Inhalt: 0.75 Liter (21,20 €* / 1 Liter)

15,90 €*
Ghiomo Langhe Nebbiolo Vigna Granda 2024
Traube: Nebbiolo
Der Ghiomo Langhe Nebbiolo Vigna Granda 2024 ist die zugängliche Nebbiolo-Variante des Guts: 13 % Vol., 0,75 Liter, Trauben aus drei Weinbergen im Gemeindegebiet Guarene. Vergärt wird mit den eigenen Hefen des Betriebs bei etwa 28 Grad, danach liegt der Wein rund dreißig Tage unter dem untergetauchten Tresterhut. Zwölf Monate Holzfass, ein anschließender Aufenthalt im Stahltank und mindestens sechs Monate Flaschenruhe formen einen mittelgewichtigen Rotwein. Kirsche, Preiselbeere und Veilchen treffen dabei auf ein Tannin, das schon jetzt greifbar bleibt. Die Verkostungsnotiz des Ghiomo Langhe Nebbiolo Vigna Granda 2024 FARBE: Klares, leuchtendes Rubinrot mit heller Randzone. NASE: Sauerkirsche und Preiselbeere stehen vorn, begleitet von Veilchen und einem Anflug von Fenchelsaat. Dahinter zeigen sich Teeblatt und Granatapfel, das Holz bleibt unaufdringlich. GESCHMACK: Mittleres Gewicht, klare Linie, mit knackiger roter Frucht und trockenem Kräuterzug. Das Tannin ist präsent, aber fein gekörnt; die Säure des Jahrgangs sorgt für Trinkfluss. FINALE: Mittellang, mit Preiselbeere, einem Hauch Zedernholz und trockener Würze. Drei Guarener Parzellen: Vigna Granda, Vigna Bursa und San Lusè Die Lese verteilt sich auf drei Weinberge innerhalb der Gemeinde Guarene, die das Gut kurz und mittellang schneidet, um die Traubenzahl je Rebe zu begrenzen. Guarene liegt nördlich des Tanaro, zwischen den Langhe im Süden und dem Roero im Norden, in Sichtweite von Alba. Der graue Mergel mit Ton und einem gewissen Sandanteil gibt dem Nebbiolo hier Duft und Säure, ohne die massive Tanninwucht der süd exponierten Kalkmergel-Steillagen weiter südlich. Die Bezeichnung Langhe Nebbiolo DOC verlangt mindestens 85 Prozent Nebbiolo und 11,5 Volumenprozent Alkohol, schreibt aber keine Mindestreifezeit vor – dass dieser Wein trotzdem achtzehn Monate im Keller verbringt, ist eine Entscheidung des Betriebs. Anfossi in Guarene: drei Sorten, ein Hof Der Betrieb liegt in der Strada Porini in einem ehemaligen Klostergehöft und wird von Giuseppino Anfossi geleitet. Bewirtschaftet wird das Land seit dem frühen 19. Jahrhundert, die konsequente Ausrichtung auf eigene Flaschenweine begann 1999. Angebaut werden ausschließlich Nebbiolo, Barbera und Arneis; fremde Sorten kommen nicht in Frage. Vigna Granda ist dabei doppelt vertreten, denn aus derselben Parzelle stammt auch ein Teil der Arneis-Trauben des Guts. Dreißig Tage untergetauchter Tresterhut, zwölf Monate Fass Die Gärung startet mit den betriebseigenen Hefen bei rund 28 Grad, anschließend bleibt der Wein etwa dreißig Tage auf den Schalen, wobei der Tresterhut unter der Flüssigkeit gehalten wird. Danach folgen zwölf Monate im Holzfass und ein Abschluss im Stahltank, der den Wein wieder frischer stellt. Mindestens sechs Monate Flaschenruhe kommen hinzu, bevor er verkauft wird. Für die Lagerung sind zehn bis fünfzehn Jahre angesetzt, der Wein ist aber deutlich früher zugänglich als der Nebbiolo d'Alba Superiore des Hauses. Servieren und kombinieren Das Gut nennt achtzehn Grad Celsius als Serviertemperatur und empfiehlt mindestens zwei Stunden Luft. Ein mittelgroßes Rotweinglas genügt, ein Dekanter hilft vor allem in den ersten Jahren. Gut dazu: Vitello arrosto, Perlhuhn aus dem Ofen, Agnolotti del plin, Schweinebraten mit Rosmarin, Pilzpasta und halbfester Käse wie Raschera. Häufige Fragen zum Ghiomo Langhe Nebbiolo Vigna Granda 2024 Was bedeutet Vigna Granda? Vigna Granda bezeichnet im Piemontesischen den großen Weinberg und ist der Name einer der drei Parzellen in Guarene, aus denen dieser Wein stammt. Sie liefert daneben auch Arneis-Trauben. Wie unterscheidet sich der Langhe Nebbiolo vom Sansteu des Guts? Der Sansteu ist ein Nebbiolo d'Alba Superiore aus enger begrenzten Parzellen, mit rund sechzig statt dreißig Tagen Maischestandzeit und längerer Reife im großen Fass. Der Vigna Granda ist heller gebaut, früher trinkbar und kommt bewusst mit weniger Tanninlast. Sollte der Wein dekantiert werden? Zwei Stunden in der Karaffe tun ihm in seinem jetzigen Alter gut, weil sich Frucht und florale Noten dann klarer zeigen. Ein Depot ist bei einem Wein dieses Alters noch nicht zu erwarten. Wie war der Jahrgang 2024 in den Langhe und im Roero? Reichlicher Frühlingsregen füllte nach zwei Trockenjahren die Wasserreserven, brachte aber Pilzdruck mit sich; der Sommer verlief warm und ohne Extreme. Nebbiolo wurde als letzte Sorte Ende September bis Anfang Oktober gelesen, die Alkoholwerte fielen etwa ein bis eineinhalb Grad niedriger aus als im Mittel der Vorjahre. Für wen ist dieser Wein gedacht? Für alle, die Nebbiolo ohne lange Wartezeit trinken wollen: Er zeigt Duft, Säure und feines Tannin der Sorte, verlangt aber keine Jahre im Keller. Als Essensbegleiter zu Geflügel und Pasta ist er praktischer als die schwereren Vertreter der Region.

Inhalt: 0.75 Liter (22,53 €* / 1 Liter)

16,90 €*
Ghiomo Nebbiolo d'Alba Sup. Sansteu 2023
Traube: Nebbiolo
Der Ghiomo Nebbiolo d'Alba Sup. Sansteu 2023 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus Guarene, wenige Kilometer nordöstlich von Alba am linken Ufer des Tanaro. Abgefüllt wird er mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Sansteu heißt im Dialekt Santo Stefano und benennt die Parzellen, aus denen Giuseppino Anfossi die Trauben liest. Rund sechzig Tage untergetauchter Tresterhut und zwölf Monate im großen Holzfass geben dem Wein Substanz, ohne die helle Waldbeerfrucht zu überdecken. Der Jahrgang 2023 fiel im Anbaugebiet mengenmäßig klein aus, brachte beim Nebbiolo aber ausgesprochen präzise Weine. Die Verkostungsnotiz des Ghiomo Nebbiolo d'Alba Sup. Sansteu 2023 FARBE: Mittleres Rubinrot, gegen den Rand hin schon leicht ziegelfarben schimmernd. NASE: Walderdbeere und wilde Himbeere treten zuerst hervor, dahinter zerdrückte Rosenblätter und ein Anklang von weißem Tee. Mit Luft kommen getrocknete Kräuter, Anis und ein trockener Erdton hinzu. Holzaromen bleiben deutlich im Hintergrund. GESCHMACK: Schlank gebaut und beweglich, mit klarer roter Frucht und einer salzig wirkenden Mineralität, wie sie die Mergelböden hier oft mitbringen. Das Tannin ist feinkörnig und greift erst im zweiten Drittel, die Säure hält den Wein aufrecht statt breit. FINALE: Der Abgang bleibt lang und trocken; Sauerkirsche, Teenote und eine leicht rauchige Würze klingen gemeinsam aus. Sansteu: der Weinberg des heiligen Stephanus über Guarene Die Trauben stammen aus den südostexponierten Parzellen Dario und Vigna Granda im Gemeindegebiet von Guarene. Der Ort liegt am linken Tanaro-Ufer und gehört zum Roero, jener Hügelkette nördlich von Alba, die von den steilen Abbrüchen der Rocche durchzogen wird. Während der Kern des Roero für seine locker gelagerten Sande aus dem Pliozän bekannt ist, bringt Guarene grauen Mergel mit Ton und einem Sandanteil mit. Das Gut vergleicht diese Mischung mit den Böden bei La Morra. Sie liefert Weine mit Zug und salzigem Nachhall statt mit breiter Fülle. Giuseppino Anfossi und der Hof an der Strada Porini Hinter Ghiomo steht Giuseppino Anfossi, dessen Hof gut zwei Kilometer von Alba entfernt in einem ehemaligen Klostergehöft liegt. Landwirtschaft wird an diesem Ort seit dem frühen 19. Jahrhundert betrieben; auf eigene Flaschen setzt die Familie seit 1999. Der Gutsname geht auf ein altes Werkzeug der Fassbinder zurück. Angebaut werden ausschließlich heimische Sorten: Nebbiolo, Barbera und Arneis. Anfossi bezeichnet sich lieber als Bauern denn als Winzer und arbeitet ohne Zertifizierungsetikett, aber mit ausgesprochener Rücksicht auf die Böden. Sechzig Tage auf der Maische, zwölf Monate im großen Fass Die Gärung läuft temperaturkontrolliert, danach bleibt der Wein etwa sechzig Tage mit untergetauchtem Tresterhut auf den Schalen. Diese lange, ruhige Standzeit löst Farbe und Tannin schonend heraus, weil der Trester nicht bewegt werden muss. Es folgen zwölf Monate im großen Holzfass und mindestens sechs weitere Monate Flaschenruhe, bevor der Wein das Gut verlässt. Große Gebinde geben kaum Röstaroma ab, sodass Frucht und Kräuterzug im Vordergrund bleiben; als Lagerfähigkeit sind fünfzehn bis zwanzig Jahre angesetzt. Servieren und kombinieren Achtzehn bis zwanzig Grad Celsius und ein bauchiges Rotweinglas entsprechen der Empfehlung des Guts. Der junge Jahrgang gewinnt stark durch Luft: drei Stunden in der Karaffe sind hier ausdrücklich vorgesehen und keine Übertreibung. Am Tisch passt er zu Tajarin mit Butter, gefüllter Kalbsbrust, Kaninchen mit Oliven, Rehragout, Rinderzunge in grüner Sauce und mittelalt gereiftem Toma. Häufige Fragen zum Ghiomo Nebbiolo d'Alba Sup. Sansteu 2023 Was bedeutet Sansteu auf dem Etikett? Sansteu ist die piemontesische Dialektform von Santo Stefano und der Name des Weinbergs, in dem der Nebbiolo für diesen Wein wächst. Das Gut nutzt die Bezeichnung als Lagenname, nicht als amtliche Zusatzbezeichnung. Was unterscheidet Nebbiolo d'Alba Superiore vom einfachen Nebbiolo d'Alba? Die Kategorie Superiore verlangt achtzehn statt zwölf Monate Reife vor der Vermarktung, davon mindestens sechs Monate im Holzfass, und einen etwas höheren Mindestalkohol von 12,5 statt 12 Volumenprozent. Zugelassen ist in beiden Fällen ausschließlich Nebbiolo. Wie ist der Jahrgang 2023 rund um Alba ausgefallen? 2023 war ein Jahr der Extreme: auf Trockenheit folgten anhaltende Regenphasen mit hohem Pilzdruck, Anfang Juli traf Hagel Teile des Gebiets, im Sommer kamen Hitzespitzen. Die Erträge lagen zwanzig bis dreißig Prozent unter dem Schnitt, der spät gelesene Nebbiolo gilt jedoch als elegant und gut ausbalanciert. Ist der Sansteu 2023 heute schon trinkreif? Mit ausreichend Luft lässt er sich bereits gut trinken, wirkt dabei aber noch straff. Zwischen dem fünften und zehnten Jahr dürfte er zugänglicher werden und tertiäre Noten nach Leder und getrockneten Kräutern zeigen. Wie sollte die Flasche gelagert werden? Waagerecht in einem kühlen Raum ohne Tageslicht und ohne Vibrationen, bei einer Temperatur, die im Jahresverlauf möglichst wenig schwankt. Fünfzehn bis zwanzig Jahre Entwicklung sind unter diesen Voraussetzungen für den Wein angesetzt.

Inhalt: 0.75 Liter (30,53 €* / 1 Liter)

22,90 €*