Haus aus Épernay und Pionier des biodynamischen Champagners, lange bevor das Mode wurde. Die Cuvées sind energiegeladen und eigenständig – Champagner mit Haltung, von der Réserve bis zu den Einzellagen.
Leclerc-Briant Blanc de Meuniers Premier Cru Brut ist ein reinsortiger Champagner aus Meunier — jener Rebsorte, die knapp ein Drittel der Champagne bestockt und trotzdem fast immer im Verschnitt verschwindet. Die Trauben stammen aus Premier-Cru-Lagen, allen voran aus Chamery in der Petite Montagne de Reims, wo Meunier mit rund 42 Prozent der Fläche die Hauptsorte ist. Gärung und Ausbau der Grundweine laufen rund zehn Monate in gebrauchten französischen Barriques, danach reift der Champagner mehrere Jahre auf der Hefe und wird sehr knapp dosiert gefüllt. Mit 12 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche zeigt er ein kräftiges Goldgelb und ein Aromenbild aus Mirabelle, Blutorange, gerösteter Mandel und salziger Brotkruste. Meininger vergab 93, Decanter 92 Punkte.
Die Verkostungsnotiz des Leclerc-Briant Blanc de Meuniers Premier Cru Brut
FARBE: Kräftiges Goldgelb mit grünlichem Rand. Feine, langsame Bläschenketten steigen auf, die Perlage hält sich ausdauernd.
NASE: Zuerst Mirabelle, gelbe Himbeere und Blutorange, dahinter Orangenblüte und Holunder. Der Barriqueausbau zeigt sich nicht als Holzton, sondern als geröstete Mandel und warme Brotkruste. Ein rauchiger Feuersteinzug bleibt bis zuletzt präsent.
GESCHMACK: Die Mousse ist cremig und breit angelegt, weniger schäumend als tragend. Meunier liefert Fülle und runde gelbe Frucht, die Säure hält sie mit Quitten- und Zitronenschalenbiss in Form. Von Dosage ist praktisch nichts zu spüren, der Wein wirkt spürbar herb.
FINALE: Salzig, herb und sehr lang, getragen von Zitronengras und Muskat. Der Nachhall bleibt trocken und steinig.
Meunier aus dem Premier Cru Chamery
Chamery liegt in der Petite Montagne de Reims, dem westlichen Ausläufer der Montagne, und ist in der Échelle des Crus mit 90 Prozent als Premier Cru eingestuft. Auf gut 200 Hektar Rebfläche stellt Meunier dort rund 42 Prozent, mehr als Chardonnay und Pinot Noir zusammen. Die Hänge weisen nach Norden und Nordosten, ein Teil der Parzellen steht auf sandigen Auflagen über dem Kalkuntergrund. Die kühle Exposition verzögert die Reife und erhält Säure, die sandigen Anteile geben dem Meunier seine duftige, unbeschwerte Frucht. Ergänzend kommen Trauben aus Premier-Cru-Gemeinden des Marne-Tals, der eigentlichen Heimat dieser Sorte.
Leclerc Briant in Épernay: Biodynamik lange vor dem Trend
Das Haus wurde 1872 von Lucien Leclerc in Cumières gegründet und trägt seinen Doppelnamen seit der Heirat von Bertrand Leclerc und Jacqueline Briant; Mitte der 1950er-Jahre zog es nach Épernay. Leclerc Briant gehört zu den frühen Biodynamikern der Region, die Flächen sind biologisch und biodynamisch zertifiziert. Nach dem Tod von Pascal Leclerc-Briant übernahmen 2012 Mark Nunnelly und Denise Dupré den damals angeschlagenen Betrieb, geführt wird er seither von Frédéric Zeimett, im Keller prägte ihn über Jahre Hervé Jestin. Die eigenen Parzellen liegen in Premier- und Grand-Cru-Gemeinden, dazu kommen Trauben aus zertifiziert biologischem Anbau. Bekannt ist das Haus für seine Gefäßversuche — horizontal gelagerte Terrakotta-Eier, ein innen mit Gold ausgekleidetes Fass — und für die Cuvée Abyss, die mehrere Monate in etwa 60 Meter Tiefe im Atlantik reift.
Zehn Monate Barrique, danach Jahre auf der Hefe
Gärung und Ausbau der Grundweine finden rund zehn Monate in gebrauchten französischen Barriques statt — gebraucht, damit das Holz Struktur gibt, ohne zu aromatisieren. Danach folgt die Flaschengärung mit zwei bis drei Jahren Hefelager sur lattes, aus dem die Mandel- und Gebäcknoten stammen. Diese Cuvée wird äußerst knapp dosiert: belegt sind je Abfüllung Werte zwischen 0 und 3 g/l, also Brut Nature bis Extra Brut. Die Auflage ist klein, für eine Charge nennt das Haus 2.800 Flaschen.
Servieren und kombinieren
Acht bis zehn Grad genügen; wegen des Fassausbaus wirkt der Champagner bei zehn bis zwölf Grad noch ausdrucksstärker. Ein Weißweinglas statt der schmalen Flöte ist hier wichtig, weil sich Mandel, Zitrusöl und Rauch erst mit Luft entfalten. Ein Umfüllen in eine Karaffe ist nicht nötig. Zur herben Machart passen gebratene Poulardenbrust, Kalbsbries, Steinpilzrisotto, Sushi mit fettem Lachs, geröstete Mandeln und ein junger Comté.
Häufige Fragen zum Leclerc-Briant Blanc de Meuniers Premier Cru Brut
Warum ein Champagner aus reinem Meunier?
Meunier gilt als Verschnittpartner für Fülle und weiche Frucht, reinsortige Abfüllungen sind selten. Fassausbau und langes Hefelager geben der Sorte eine Struktur, die man ihr üblicherweise nicht zutraut. Der Wein zeigt Meunier als eigenständige Sorte statt als Beigabe.
Was sagt die Einstufung Premier Cru aus?
Die Échelle des Crus stuft ganze Gemeinden ein, nicht einzelne Lagen: 17 Dörfer gelten als Grand Cru, rund 42 als Premier Cru. Chamery erreicht 90 Prozent und damit Premier-Cru-Rang. Für diese Cuvée werden ausschließlich so eingestufte Gemeinden verwendet.
Wie trocken ist dieser Brut tatsächlich?
Die Kategorie Brut erlaubt bis zu 12 g/l Restzucker. Leclerc Briant bleibt weit darunter, belegt sind Chargen zwischen 0 und 3 g/l, was Brut Nature bis Extra Brut entspricht. Am Gaumen wirkt der Champagner deshalb deutlich herber als ein durchschnittlicher Brut.
Wie lange entwickelt sich der Champagner weiter?
Fassgeprägte Meunier-Champagner mit mehrjährigem Hefelager entwickeln sich weiter; fünf bis zehn Jahre sind bei kühler, dunkler Kellerlagerung realistisch. Mit der Zeit treten Nuss-, Honig- und Trockenfruchtnoten stärker hervor, während die Frucht zurückweicht.
Was heißt biodynamische Arbeitsweise hier konkret?
Die Rebflächen sind biologisch und biodynamisch zertifiziert: keine synthetischen Herbizide und Insektizide, Pflege mit Komposten und Präparaten, Arbeit nach dem Kalender. Im Keller entspricht dem eine Vinifikation mit spontaner Gärung und sparsamem Schwefeleinsatz.
Leclerc-Briant Rosé Brut dreht die Erwartung an einen Rosé-Champagner um: Er besteht überwiegend aus Chardonnay, dem eine kleine Menge Pinot Noir als stiller Rotwein zugesetzt wird. Belegt sind je Abfüllung 93 bis 95 Prozent Chardonnay aus Chouilly und Montgueux, der Rest Pinot Noir aus Les Riceys. Daraus entsteht kein fruchtsüßer Sommerwein, sondern ein straffer, herber Champagner mit 12,2 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Zartes Rosa, Cranberry, Cassis, Rhabarber und Mandarine, rund drei Jahre Hefelager und eine knappe Dosage prägen das Bild. Falstaff vergab 93 Punkte, die Revue du Vin de France 16,5 von 20.
Die Verkostungsnotiz des Leclerc-Briant Rosé Brut
FARBE: Zartes Lachsrosa, kupfrig schimmernd, ohne viel Farbtiefe. Die Perlage besteht aus kleinen, zahlreichen Bläschen, die lange arbeiten.
NASE: Cranberry, Rhabarber und rote Johannisbeere treffen auf Mandarinenschale und Cassisknospe. Dahinter liegen Meringue, Mandelblüte und eine feine Rauchnote aus dem Holzanteil. Die Chardonnay-Basis hält den Duft schlank und kühl.
GESCHMACK: Dicht gewebte, feine Mousse; das Haus arbeitet mit reduzierter Tirage-Zuckergabe, weshalb der Wein weniger sprudelt und mehr trägt. Die rote Frucht bleibt herb und saftig, die Säure zieht gerade durch, dazu kommt salzige Würze. Restzucker ist kaum wahrnehmbar.
FINALE: Herb über Zitrusschale und Grapefruit, dazu ein salziger Zug und ein trockenes, gerades Ende.
Chouilly, Montgueux und Les Riceys: drei Terroirs in einer Flasche
Der Chardonnay kommt aus zwei sehr verschiedenen Herkünften. Chouilly ist eine Grand-Cru-Gemeinde am Nordrand der Côte des Blancs mit tiefer Belemniten-Kreide und liefert den geraden, salzigen Teil. Montgueux, ein isolierter Kreidehügel westlich von Troyes, steht für besonders reifen, breitschultrigen Chardonnay und gibt Fülle. Der Pinot Noir stammt aus Les Riceys in der Côte des Bar, der südlichsten Teilregion, wo Kimmeridge-Mergel statt Kreide den Untergrund bildet und rote Frucht herber ausfällt. Diese Streuung über mehr als 150 Kilometer erklärt den Stil: kühler Kreidezug von Norden, Reife aus Montgueux, straffe Beerenfrucht aus dem Süden.
Ein Haus in Épernay, das gegen die Konvention arbeitet
Leclerc Briant wurde 1872 gegründet, sitzt seit den 1950er-Jahren am Chemin de la Chaude Ruelle in Épernay und wird seit dem Eigentümerwechsel von 2012 durch Frédéric Zeimett geleitet. Die Rebflächen sind vollständig biologisch und biodynamisch zertifiziert; das Haus zählt zu den Wegbereitern dieser Arbeitsweise in der Champagne und füllte schon 1994 Einzellagen ab, als das in der Region kaum jemand tat. Zum Repertoire gehören Gärgefäße aus Terrakotta, ein goldbeschichtetes Fass und die im Atlantik gereifte Cuvée Abyss. Dass ein Rosé hier fast vollständig aus Chardonnay bestehen darf, passt genau in dieses Bild.
Assemblage statt Saignée, drei Jahre auf der Hefe
Die Grundweine gären spontan im Edelstahl, ein Teil des Pinot Noir im Holzfass. Der Pinot-Anteil wird als fertiger Rotwein zugegeben — das ist die Assemblage-Methode, im Gegensatz zum Saignée-Verfahren, bei dem die Farbe über Schalenkontakt in den Most kommt. Nach der Flaschengärung liegt die Cuvée etwa drei Jahre auf der Hefe. Für die jüngste Abfüllung sind Dégorgement im September 2025 und 2,5 g/l Dosage belegt, eine ältere Charge lag bei 5 g/l. Beim Tirage arbeitet das Haus mit verringerter Zuckergabe, was den Flaschendruck senkt und die Mousse weicher macht.
Servieren und kombinieren
Acht bis zehn Grad, keinesfalls eiskalt, sonst verschwindet die rote Frucht hinter der Säure. Ein bauchiges Weißweinglas bringt Mandarine und Meringue besser zur Geltung als eine Flöte; eine Karaffe braucht dieser Champagner nicht. Die herbe Machart passt zu Thunfisch-Tataki, rosa gebratener Entenbrust, Lachs vom Grill, Ziegenfrischkäse mit Roter Bete, Vitello tonnato und ungezuckerten Erdbeeren.
Häufige Fragen zum Leclerc-Briant Rosé Brut
Wie kommt die Farbe in diesen Rosé?
Über die Zugabe eines kleinen Anteils stillen Rotweins zur weißen Cuvée, das nennt man Rosé d'assemblage. Die Alternative wäre die Saignée, bei der Most kurz auf den roten Schalen bleibt und dabei Farbe und mehr Gerbstoff aufnimmt. Der Assemblage-Weg ergibt hellere, präziser einstellbare Rosés.
Warum steckt so viel Chardonnay in einem Rosé?
Weil das Haus Frische und Salzigkeit vor Beerenfülle stellt. Mit 93 bis 95 Prozent Chardonnay bleibt das Gerüst weiß und kühl, der kleine Pinot-Anteil steuert Farbe und rote Frucht bei. Rosé-Champagner dieser Machart sind in der Region eine klare Minderheit.
Was sagen 2,5 g/l Dosage über den Geschmack?
Der Wert liegt im Bereich Extra Brut und damit weit unter dem Brut-Limit von 12 g/l. Die Süße rundet nicht mehr ab, sondern ist nur noch als winziger Puffer vorhanden. Wer weiche, halbtrockene Rosés sucht, wird diesen Champagner als deutlich zu herb empfinden.
Ist er als Aperitif oder zum Essen gedacht?
Beides funktioniert, das Gewicht liegt jedoch beim Essen. Säure, Salzigkeit und die vinöse Textur tragen auch kräftigere Gänge, während ein süßlich dosierter Rosé dort schnell an seine Grenzen kommt. Als Aperitif wirkt er streng, aber appetitanregend.
Wie lange hält sich der Rosé nach dem Kauf?
Zwei bis drei Jahre im kühlen, dunklen Keller sind unproblematisch, danach verschiebt sich das Profil von Beere zu Trockenfrucht und Nuss. Da die Cuvée bereits mit mehreren Jahren Hefelager auf den Markt kommt, ist Warten kein Muss.
Leclerc-Briant Réserve Brut ist die Basiscuvée des Hauses und gleichzeitig sein Selbstporträt: 40 Prozent Meunier, 40 Prozent Pinot Noir, 20 Prozent Chardonnay, gezogen aus Gemeinden des Marne-Tals, der Montagne de Reims und der Côte des Blancs. Etwa ein Fünftel der Grundweine reift im Holzfass, der Rest im Edelstahl, die malolaktische Gärung läuft ohne Eingriff durch. Mit 12,1 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche zeigt der Champagner helles Goldgelb, Mandelcreme, Praline, Birne und einen klaren Zitruszug. Nach mehr als zwei Jahren auf der Hefe wird er mit rund 4,5 g/l dosiert und bleibt damit im unteren Brut-Bereich.
Die Verkostungsnotiz des Leclerc-Briant Réserve Brut
FARBE: Helles Goldgelb, klar und fließend, mit Strohreflexen im Kern. Feinperlig und cremig, eine aufschäumende Krone bildet die Perlage nicht.
NASE: Feingebäck und Blätterteig zuerst, danach Mandelcreme, Praline und ein Anflug orientalischer Gewürze. Darunter liegen Birne, weißer Pfirsich und ein Hauch Cassis. Der Holzanteil bleibt im Hintergrund und wirkt als Würze, nicht als Aroma.
GESCHMACK: Frischer, sauberer Auftakt, dann fleischige, knackige Frucht mit deutlichem Extrakt. Die Zitronensäure spannt den Wein, die malolaktische Gärung nimmt ihm dabei die Kanten. Bei 4,5 g/l stützt die Dosage nur und macht nichts süß.
FINALE: Mandel, Kerbel und Koriandergrün klingen mittellang bis lang aus, darunter ein trockener, kalkiger Nachklang.
Drei Teilregionen: Marne-Tal, Montagne de Reims und Côte des Blancs
Die Trauben kommen aus Cumières, Hautvillers, Mareuil-sur-Aÿ und Bisseuil im Marne-Tal, aus Villers-Allerand und Rilly-la-Montagne an der Montagne de Reims sowie aus Le Mesnil-sur-Oger in der Côte des Blancs. Cumières ist die Wurzel des Hauses und liefert von südexponierten Hängen reifen, breiten Meunier. Die Montagne bringt über Pinot Noir das Rückgrat, Le Mesnil-sur-Oger, Grand Cru auf tiefer Kreide, steuert den geraden, salzigen Chardonnay bei. Alle Böden sind kalkgeprägt. Diese Verteilung über drei Teilregionen ist genau der Grund, warum in der Champagne überhaupt verschnitten wird: Sie federt Jahrgangsschwankungen ab.
Frédéric Zeimett und der Neuanfang von 2012
Nach dem Tod von Pascal Leclerc-Briant kaufte 2012 eine Gruppe um Mark Nunnelly, Denise Dupré und Frédéric Zeimett das damals schwer angeschlagene Haus in Épernay. Zeimett, vorher unter anderem bei Chapoutier und Pommery, führt es seitdem. Die Produktion wuchs binnen weniger Jahre von einigen Zehntausend auf rund 200.000 Flaschen, ohne die Arbeitsweise aufzugeben: sämtliche Flächen biologisch und biodynamisch zertifiziert, im Keller spontane Gärungen und wenig Schwefel. Weil das Haus zusätzlich Trauben von zertifiziert biologisch arbeitenden Partnern zukauft, ist es kein Récoltant-Manipulant, sondern ein Erzeuger mit eigenem Rebbesitz und Ankauf. Der Réserve Brut stellt den größten Teil der Produktion und ist damit der Wein, an dem sich das Haus messen lässt.
20 Prozent Holzfass, über zwei Jahre sur lattes
Vergoren wird überwiegend im Edelstahltank, rund 20 Prozent der Grundweine reifen im gebrauchten Holzfass — daher die cremige Textur und der Pralinenton. Die malolaktische Gärung wird nicht blockiert, sondern zugelassen; sie baut Säurespitzen ab und macht die Textur weicher. Nach dem Tirage liegt die Cuvée mehr als zwei Jahre sur lattes auf der Hefe, deutlich länger als die vorgeschriebenen 15 Monate für Champagner ohne Jahrgang. Für den Basisjahrgang 2020 nennt das Haus 4,5 g/l Dosage, ältere Abfüllungen lagen knapp unter 4 g/l. Aus der Analyse einer Charge: 36 mg/l Gesamtschwefel, pH 3,0 und 21,4 g/l Trockenextrakt.
Servieren und kombinieren
Zehn bis zwölf Grad empfiehlt das Haus selbst; kälter serviert verliert die Cuvée ihre Gebäck- und Pralinennoten. Ein bauchiges Weißweinglas ist der schmalen Flöte klar vorzuziehen, eine Karaffe ist unnötig. Als Aperitif tragfähig, am Tisch zu Schweinefilet mit Senfsauce, Lammrücken, gereiftem Comté, gebratenem Zander, Pilzquiche und Geflügelfrikassee.
Häufige Fragen zum Leclerc-Briant Réserve Brut
Wofür steht Réserve im Namen dieser Cuvée?
Der Begriff verweist auf Reserveweine, also Grundweine älterer Ernten, die dem Basisjahrgang beigemischt werden. Sie geben Tiefe und Konstanz, damit die Cuvée Jahr für Jahr ähnlich schmeckt. Rechtlich geschützt ist die Angabe nicht, sie beschreibt eine Hausmethode.
Ist Leclerc Briant ein Winzerchampagner?
Nur teilweise. Ein Winzerchampagner im engen Sinn stammt von einem Récoltant-Manipulant, der ausschließlich eigene Trauben verarbeitet und mit dem Kürzel RM auf dem Etikett kenntlich ist. Leclerc Briant bewirtschaftet eigene Parzellen, kauft aber zusätzlich Bio-Trauben zu und fällt damit in die Kategorie Négociant-Manipulant.
Was bewirkt die malolaktische Gärung?
Bakterien wandeln die härtere Apfelsäure in mildere Milchsäure um. Das Ergebnis ist ein weicherer, cremigerer Gaumen mit weniger Säurespitzen, oft mit einem leichten Milchbrötchenton. Manche Häuser verhindern sie bewusst, um maximale Frische zu behalten, hier wird sie zugelassen.
Warum trägt die Flasche keinen Jahrgang?
Weil mehrere Ernten zusammengeführt werden: ein Basisjahrgang plus Reserveweine. Für Champagner ohne Jahrgang gelten mindestens 15 Monate Reifezeit, davon zwölf auf der Hefe; ein Millésime müsste dagegen mindestens 36 Monate liegen und aus einer einzigen Ernte kommen.
Was unterscheidet ihn vom Rosé desselben Hauses?
Der Réserve Brut ist von Meunier und Pinot Noir geprägt, gebäckbetont und cremig, mit 4,5 g/l dosiert. Der Rosé des Hauses besteht dagegen fast vollständig aus Chardonnay, ist knapper dosiert, schlanker und deutlich herber. Wer Cremigkeit sucht, greift zum Réserve.
Inhalt:
0.75 Liter
(73,20 €* / 1 Liter)
54,90 €*
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