Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Versandkosten nur 8,90 € Telefon 0151 - 5270 0170 Wein Blog

Produktinformationen "Giacomo Fenocchio Barolo Annata 2014"

Der Giacomo Fenocchio Barolo Annata 2014 ist der Jahrgangs-Barolo des Hauses, also die Gutsabfüllung ohne Lagenangabe. Das Wort "Annata" bezeichnet genau das: einen Barolo aus mehreren Parzellen statt aus einer einzigen MGA. Mit 14 % Vol. gefüllt, zeigt der Nebbiolo nach über zehn Jahren Flaschenreife Rose, Veilchen und reife rote Frucht, dazu erste tertiäre Anklänge. Der Jahrgang 2014 war im Barolo schwierig, brachte aber schlanke, säurebetonte und duftige Weine hervor. Diese Flasche steht heute mitten in ihrem Trinkfenster.

Die Verkostungsnotiz des Giacomo Fenocchio Barolo Annata 2014

FARBE: Rubinrot mit violetten Reflexen und beginnender Aufhellung am Rand.

NASE: Rose und Veilchen führen, begleitet von reifer Himbeere und Preiselbeere. Mit der Zeit im Glas gesellen sich getrockneter Tee, Zimt und ein zurückhaltender Leder-Ton hinzu.

GESCHMACK: Schlanker gebaut als kraftvollere Barolo-Jahrgänge, dafür sehr klar gezeichnet. Eine markante Säure trägt die knackige rote Frucht, das Tannin ist deutlich, aber inzwischen gut eingebunden und nicht mehr sperrig.

FINALE: Mittellang bis lang, feinherb, mit Kräuternoten und einem trockenen Nachhall.

Annata — was ein Barolo ohne Lagennamen bedeutet

Ein Barolo Annata trägt nur Jahrgang und Denomination auf dem Etikett, keine abgegrenzte Einzellage. Bei Giacomo Fenocchio stammen die Trauben dafür aus Parzellen in Monforte d'Alba, Castiglione Falletto und Barolo. Der Wein zeigt damit weniger den Charakter eines einzelnen Hangs als die Handschrift des Betriebs über mehrere Herkünfte hinweg. Traditionell dient diese Abfüllung im Piemont als Einstieg in den Stil eines Guts und wird früher zugänglich als die Lagenweine. Die Böden der beteiligten Parzellen sind helvetisch geprägt, mit Sand, Ton und Kalkmergel.

Claudio Fenocchio und die traditionelle Schule von Monforte

Als in den Neunzigerjahren der Streit zwischen Traditionalisten und Modernisten das Barolo-Gebiet spaltete, blieb Fenocchio auf der alten Seite. Kurze Maischezeiten, kleine neue Eichenfässer und geschminkte Frucht kamen nicht in Frage. Stattdessen setzt der 1864 gegründete Betrieb bis heute auf spontane Gärung mit Naturhefen, ausgedehnte Standzeit auf den Schalen und Reife in großen Fässern. Claudio Fenocchio führt das Haus in fünfter Generation und bewirtschaftet die Rebflächen nach nachhaltigen Grundsätzen.

Sechs Monate Stahl, dann großes Eichenfass

Nach der Gärung ruht der Wein zunächst ein halbes Jahr im Edelstahl. Anschließend geht er in große Eichenfässer mit 35 bis 50 Hektoliter Fassungsvermögen, in denen er laut Shop-Angabe rund 18 Monate verbringt, bevor die Flaschenreife folgt. Fässer dieser Größe geben kaum Holzaroma ab und wirken vor allem über einen langsamen, gleichmäßigen Sauerstoffaustausch. Beim 2014er hat diese Reifeform der zarteren Struktur des Jahrgangs geholfen, ohne sie zu überdecken.

Servieren und kombinieren

17 bis 18 °C und ein weites Glas bringen den gereiften Duft am besten zur Geltung. Wegen des Alters empfiehlt es sich, die Flasche vorsichtig aufrecht zu stellen und eher kurz zu belüften statt lange zu karaffieren. Auf dem Tisch passen Rinderschmorbraten, Kaninchen mit Kräutern, Risotto mit Pilzen, Wildgeflügel, Salsiccia-Ragout und mittelalter Kuhmilchkäse.

Häufige Fragen zum Giacomo Fenocchio Barolo Annata 2014

Was heißt "Annata" auf dem Etikett?

Annata ist das italienische Wort für Jahrgang und steht hier für den Barolo ohne Lagenbezeichnung. Er entsteht aus mehreren Parzellen des Weinguts und ist damit der Gegenpol zu den Einzellagenweinen Bussia, Villero, Cannubi und Castellero.

Wie ist der Jahrgang 2014 im Barolo wirklich einzuschätzen?

2014 war ein schwieriges Jahr: viel Regen im Juni und Juli, Hagelschläge Anfang Juli, ein kühler feuchter August und Ertragseinbußen von 20 bis 50 Prozent. Ein warmer, trockener September rettete die spät reifende Nebbiolo-Traube, die Lese begann erst am 11. Oktober. Das Ergebnis sind keine wuchtigen, aber sehr klare, säurebetonte und duftige Barolo mit leichterem Tanningerüst.

Ist der 2014er heute trinkreif?

Ja. Weine dieses Jahrgangs entwickelten sich schneller als die kraftvolleren Jahre und zeigen sich nach gut zehn Jahren offen und harmonisch. Für 2014er Barolo aus guter Provenienz wird meist ein Fenster von etwa acht bis fünfzehn Jahren ab Ernte angesetzt, gut gelagerte Flaschen halten länger.

Muss dieser Barolo dekantiert werden?

Eine lange Karaffenzeit braucht er nicht mehr. Vorsichtiges Umfüllen zum Abtrennen eines möglichen Depots und rund 30 Minuten Luft genügen, damit sich die floralen Noten und die gereifte Frucht entfalten.

Was unterscheidet ihn von den Lagenweinen des Guts?

Die Lagenweine reifen länger im Holz und spiegeln jeweils einen bestimmten Hang wider. Der Annata ist früher zugänglich, schlanker gebaut und zeigt die Stilistik des Betriebs im Überblick, ohne die Tiefe eines Bussia oder Villero anzustreben.

Weitere Informationen
Alkoholgehalt: 14 % vol
Anbaugebiet: Piemont
Anbaugebiet: Monforte d'Alba, Castiglione Falletto und Barolo
Ausbau: 6 Monate in Edelstahl, 18 Monate in großem Holz (Eiche 35-50hl), anschließend Ausbau auf der Flasche
Farbe: Rubinrot mit violetten Reflexen
Geschmack: Harmonische Noten von beerigen und blumigen Aspekten
Herstellerland: Italien
Jahr: 2014
Lagerung: 15-20 Jahre
Nettofüllmenge: 0.75 Liter
Produzent: Giacomo Fenocchio
Region: Piemont
Traube: Nebbiolo
Trinktemperatur in °C: 17°-18°
gesetzliche Angaben: enthält Sulfite

Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:

Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach

0 von 0 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 0 von 5 Sternen

Bewerten Sie dieses Produkt!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.