Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Versandkosten nur 8,90 € Telefon 0151 - 5270 0170 Wein Blog

Barolo

Der König der Weine, gemacht aus 100 % Nebbiolo. Barolo verbindet helle Farbe mit enormer Kraft: Rosenblätter, Teer, Kirsche und ein Tanningerüst, das Jahrzehnte trägt. Aus den Hügeln rund um Alba, streng geregelt als DOCG.

Bei uns finden Sie Barolo von kleinen, handwerklichen Erzeugern – von zugänglich-modern bis kompromisslos traditionell. Wer einen Barolo kaufen will, der lange Freude macht, ist hier richtig.

Produkte filtern

Rabatt 25%
Brandini Barolo Cerretta 2016
Traube: Nebbiolo
Der Brandini Barolo Cerretta 2016 stammt aus einem der angesehensten Weinberge von Serralunga d'Alba, gekeltert von einem biologisch arbeitenden Gut aus La Morra. Reinsortiger Nebbiolo, 14,5 % Vol., 0,75 Liter. Schwarzkirsche, getrocknete Rose und Rosmarin prägen das Bouquet, am Gaumen trifft dichtes, aber poliertes Tannin auf die Säure eines klassischen Jahrgangs. Rund zwei Jahre großes Holzfass und mindestens anderthalb Jahre Flaschenruhe stehen hinter dem Wein. Die Verkostungsnotiz des Brandini Barolo Cerretta 2016 FARBE: Granatrot mit ziegelfarbenem Rand. NASE: Intensiv und würzig. Schwarzkirsche und Johannisbeere treffen auf getrocknete Rosenblätter, Rosmarin, weißen Pfeffer und eine balsamische Spur. Dahinter ein Hauch Kakao. GESCHMACK: Breit angelegt und dennoch geschliffen. Das Tannin ist dicht gewebt, die Säure des Jahrgangs hält alles aufrecht, das Holz ist vollständig eingebunden. FINALE: Sehr lang, mit Kirsche, Kräuterwürze und einem erdigen, leicht eisenhaltigen Nachklang. Cerretta – Kalkmergel, Sand und Eisen in Serralunga Cerretta erstreckt sich in Serralunga d'Alba über Hänge zwischen 350 und 400 Metern, mit süd-, südsüdost- und südwestexponierten Abschnitten. Der Boden vereint tonreichen Mergel mit Sand, Kalk und einem auffälligen Eisenanteil, was den Weinen dunkle Frucht und erdige Mineralität gibt. Seit der Festschreibung der Lagenkarte zählt Cerretta zu den größeren und angesehensten Weinbergen der Gemeinde; die unterschiedlichen Hangausrichtungen führen dazu, dass die Abfüllungen einzelner Güter spürbar voneinander abweichen. Neben Brandini arbeiten hier unter anderem Giacomo Conterno, Ettore Germano, Giovanni Rosso, G.D. Vajra und Azelia. Brandini: 18 Hektar biologisch bewirtschaftet Das Gut sitzt in der Borgata Brandini oberhalb von La Morra und bewirtschaftet 18 Hektar in La Morra, Serralunga d'Alba, Alba, Benevello und Lequio Berria. Biologische Arbeit versteht das Haus nach eigener Aussage weniger als Produktionsmethode denn als Haltung: Der Boden soll besser hinterlassen werden, als man ihn vorgefunden hat. 2015 legte Brandini seine vier Lagenweine fest – R56 in Brandini selbst, Annunziata bei La Morra sowie Meriame und Cerretta in Serralunga d'Alba. Alle vier reifen im großen Holzfass. Vier Wochen auf der Maische, danach 24 Monate Fass Die Hälfte des Leseguts wird entrappt und sanft angequetscht, die Gärung läuft temperaturkontrolliert im Stahltank, damit die Frucht frisch bleibt. Etwa vier Wochen bleibt der Most auf den Schalen und wird regelmäßig umgepumpt. Nach dem biologischen Säureabbau im Stahl folgen rund 24 Monate im großen Holzfass; im Frühjahr geht der Wein zurück in den Tank und wird im Juni gefüllt. Vor der Auslieferung ruht er mindestens weitere 18 Monate in der Flasche. Servieren und kombinieren Der 2016er verträgt 17 bis 18 °C und mindestens eine Stunde Karaffe, denn er hat noch reichlich Reserve. Gut dazu passen Rinderschmorbraten, Wildschweinragout, Lammkeule, Tajarin mit Fleischsugo, Polenta mit Pilzen und lange gereifter Parmigiano. Häufige Fragen zum Brandini Barolo Cerretta 2016 Warum kommt ein Gut aus La Morra mit einem Wein aus Serralunga? Brandini besitzt Rebflächen in mehreren Gemeinden. Cerretta und Meriame liegen in Serralunga d'Alba, während R56 und Annunziata aus dem Umfeld von La Morra stammen. Was macht den Jahrgang 2016 besonders? Auf ein kühles Frühjahr folgte ein warmer, trockener Sommer ohne Extremhitze, dazu große Tag-Nacht-Unterschiede. Die späte Lese Ende Oktober brachte reife Tannine bei lebendiger Säure. Viele Kritiker zählen 2016 zu den besten Jahrgängen der jüngeren Zeit. Ist der Wein jetzt trinkreif? Er ist zugänglich, aber noch lange nicht am Ende. Mit rund einem Jahrzehnt auf dem Rücken zeigt er erste tertiäre Noten und darf geöffnet werden; wer möchte, wartet weiter. Ist der Wein biologisch erzeugt? Ja, Brandini arbeitet biologisch. Angaben zur Kontrollstelle und zur Zertifizierung entnehmen Sie bitte dem Etikett der Flasche. Welches Glas ist sinnvoll? Ein großer, bauchiger Kelch mit leicht verengter Öffnung. Er bündelt die würzigen Noten und lässt dem kräftigen Tannin genug Luft, sich zu entspannen.

Inhalt: 0.75 Liter (79,87 €* / 1 Liter)

59,90 €*
79,90 €* (25.03% gespart)
Rabatt 33%
Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011
Traube: Nebbiolo
Der Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus einer nur 0,4 Hektar großen Parzelle innerhalb der Lage Sarmassa in der Gemeinde Barolo und wird mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche abgefüllt. Im Glas steht ein reifes Granatrot, im Duft Sauerkirsche, getrocknete Rose, Heu und Lakritz. Als Riserva verlangt die DOCG mindestens 62 Monate Reife, davon 18 im Holz; Brezza legt bei dieser Parzelle noch zwei zusätzliche Jahre Flaschenruhe obendrauf. Nach rund anderthalb Jahrzehnten zeigt der warme Jahrgang 2011 heute reife Frucht, weich gewordene Gerbstoffe und deutliche tertiäre Tiefe. Die Verkostungsnotiz des Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 FARBE: Helles, klares Granatrot mit ziegelfarbenem Rand, wie es ein Barolo dieses Alters zeigt. NASE: Sauerkirsche und eingekochte Himbeere treffen auf getrocknete Rosenblätter, Heu und Lakritz. Mit Luft kommen Leder, getrocknete Kräuter und eine feine Teernote dazu, wie sie reifer Nebbiolo aus der Gemeinde Barolo entwickelt. GESCHMACK: Sehr strukturiert und dennoch geschmeidig. Die Säure trägt die Frucht weit, das Tannin ist feinkörnig und nach den langen Jahren in Fass und Flasche vollständig eingebunden. Darunter liegt eine trockene, kalkige Würze. FINALE: Lang und ruhig, mit nachhallender Kirsche, Lakritz und einem leicht salzigen, herben Nachklang. Vigna Bricco: 0,4 Hektar im Kern der Lage Sarmassa Sarmassa ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine sogenannte MGA, in der Gemeinde Barolo; die Lage liegt am westlichen Rand des Gemeindegebiets zur Grenze nach La Morra hin, zwischen etwa 240 und 300 Metern. Innerhalb dieser Lage sind zwei Vigna-Namen registriert, Bricco und Merenda. Brezzas Parzelle Bricco misst 0,4 Hektar, liegt auf 250 Metern und blickt nach Süden. Der Boden ist ein lehmig-toniger Sant'Agata-Fossilmergel mit rund 26 Prozent Sand, 43 Prozent Schluff und 31 Prozent Ton. Bepflanzt wurde die Parzelle im Jahr 2000 mit den Nebbiolo-Spielarten Lampia und Michet, in einer Dichte von 3.700 Stöcken je Hektar und mit traditionellem Guyot-Schnitt. Giacomo Brezza & Figli: Reben in Barolo seit 1885 Die Familie Brezza besitzt seit 1885 Weinberge in der Gemeinde Barolo. Den Namen trägt der Betrieb nach Giacomo Brezza, der um 1910 gemeinsam mit seinem Vater Antonio begann, den Wein selbst in Flaschen zu füllen. Heute führt die vierte Generation das Gut, das 31 Hektar bewirtschaftet, davon 20 Hektar Reben, und biozertifiziert arbeitet. Der Keller liegt unmittelbar am Ortskern von Barolo, direkt daneben betreibt die Familie ein Restaurant mit Hotel. Ausgebaut wird traditionell in großen slawonischen Fässern mit ungetoasteten Dauben; auf Filtration und Schönung verzichtet das Haus. Warum Riserva: 62 Monate Mindestreife und zwei Jahre extra Ein Barolo Riserva muss nach dem Regelwerk der DOCG mindestens 62 Monate ab dem 1. November des Erntejahres reifen, davon wenigstens 18 Monate im Holzfass. Der Sarmassa des Hauses liegt rund zwei Jahre im großen slawonischen Fass. Die Parzelle Bricco wird davon getrennt vergoren und ausgebaut und bleibt anschließend zwei Jahre länger in der Flasche, bevor sie in den Verkauf geht. Diese zusätzliche Ruhezeit ist der Grund, weshalb der Wein bereits mit erheblicher Reife auf den Markt kommt und nicht erst im Keller des Käufers zugänglich wird. Servieren und kombinieren Sechzehn bis achtzehn Grad und ein großes, bauchiges Rotweinglas sind richtig. Die Flasche einige Stunden vorher aufrecht stellen und vorsichtig vom Depot abziehen, das sich nach dieser Zeit gebildet hat; eine halbe bis dreiviertel Stunde Luft genügt, langes Dekantieren braucht ein gereifter Barolo nicht mehr. Gut dazu passen Brasato al Barolo, Rehrücken, Tajarin mit Butter und weißem Trüffel, Steinpilzrisotto, Rebhuhn und gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 Was bedeutet Vigna Bricco auf dem Etikett? Vigna ist der Zusatz für eine einzelne, namentlich benannte Parzelle innerhalb einer MGA. Bricco ist der historische Flurname dieses Stückchens der Lage Sarmassa und darf seit der Einführung des Systems hinter dem Lagennamen stehen. Warum gibt es diesen Wein nicht in jedem Jahrgang? Brezza vinifiziert die Parzelle separat und verkostet sie anschließend gegen die übrigen Sarmassa-Partien. Erst danach fällt die Entscheidung, ob sie eigenständig abgefüllt wird oder in den Barolo Sarmassa einfließt. In vielen Jahren kommt der Vigna Bricco deshalb gar nicht in den Handel. Wie steht der Jahrgang 2011 heute da? 2011 war ein warmes Jahr, das reife, vergleichsweise zugängliche Barolo mit weicheren Tanninen hervorgebracht hat. Nach anderthalb Jahrzehnten ist der Wein in seinem Trinkfenster; der Shop nennt für diese Flasche eine Lagerfähigkeit von rund 20 Jahren. Muss die Flasche dekantiert werden? Notwendig ist es nicht. Sinnvoll ist ein vorsichtiges Umfüllen, um den Wein vom Bodensatz zu trennen; danach reichen 30 bis 45 Minuten im Glas oder in der Karaffe. Worin unterscheidet er sich vom Barolo Sarmassa des Hauses? Der Sarmassa entsteht aus einem größeren Stück der Lage mit west- bis südwestlicher Ausrichtung und kommt früher in den Verkauf. Der Vigna Bricco stammt aus einer einzigen südexponierten Parzelle, trägt die Bezeichnung Riserva und hat vor der Auslieferung zwei zusätzliche Jahre in der Flasche verbracht.

Inhalt: 0.75 Liter (53,20 €* / 1 Liter)

39,90 €*
59,90 €* (33.39% gespart)
Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 Magnum
Traube: Nebbiolo
Der Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 Magnum füllt den Spitzenwein des Hauses in die 1,5-Liter-Flasche. Der Inhalt ist reinsortiger Nebbiolo aus der südexponierten Parzelle Bricco in der Lage Sarmassa, Gemeinde Barolo, mit 14,5 % Vol. Granatrot mit ziegelfarbenem Rand, dahinter Sauerkirsche, Heu, getrocknete Blüten und Lakritz. Im doppelten Volumen verläuft die Flaschenreife langsamer und gleichmäßiger, weshalb dieser Jahrgang 2011 hier noch etwas jünger wirkt als in der Normalflasche. Die Verkostungsnotiz des Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 Magnum FARBE: Granatrot von mittlerer Tiefe, am Rand orangerot auslaufend, mit sichtbarem Depot. NASE: Zunächst zurückhaltend, dann Amarenakirsche, Dorrpflaume und Heublume. Nach einer Weile im Glas treten Tabak, Wacholder und eine erdige, pilzige Note hervor. GESCHMACK: Kraftvoll gebaut, mit spürbarem Zug und einer klaren Würze. Das Gerbstoffgerüst ist im großen Format noch präsenter als in der Normalflasche und wirkt zugleich glatter poliert. FINALE: Sehr ausdauernd, getragen von getrockneter Frucht, Lakritz und einem kühlen, kalkigen Nachhall. Sarmassa und der Flurname Bricco am Westrand der Gemeinde Barolo Die MGA Sarmassa liegt dort, wo das Gemeindegebiet von Barolo an La Morra grenzt, in einer Mulde rund um die Cascina Sarmassa, auf 240 bis 300 Metern. Der Untergrund besteht aus Sant'Agata-Fossilmergel aus dem Tortonium, also aus jenen kalkhaltigen, feinkörnigen Mergeln, die dem westlichen Teil der Gemeinde ihr duftiges Profil geben. Innerhalb der Lage sind die Vigna-Namen Bricco und Merenda eingetragen. Brezzas Bricco-Parzelle ist 0,4 Hektar groß, steht auf 250 Metern in Südlage und wurde im Jahr 2000 mit Lampia und Michet bestockt, 3.700 Stöcke je Hektar bei einem Ertrag von 6.000 bis 7.000 Kilogramm. Ein biozertifizierter Familienbetrieb mitten im Dorf Barolo Weinberge in Barolo besitzt die Familie seit 1885, abgefüllt wird seit rund 1910. Inzwischen arbeitet die vierte Generation, biozertifiziert unter der Kennung IT BIO 008, auf 31 Hektar Betriebsfläche mit 20 Hektar Reben. Rund 95 Prozent der Erzeugung sind Rotweine mit DOC- oder DOCG-Status. Im Weinberg setzt das Haus auf Gründüngung, Kompost und leichtes Gerät, um den Boden nicht zu verdichten; ein Teil der Produktion wird seit etwa einem Jahrzehnt mit Glasverschluss gefüllt. Großes slawonisches Holz, lange Flaschenruhe und 1,5 Liter Inhalt Brezza baut seine Barolo in großen slawonischen Fässern mit ungetoasteten Dauben aus und füllt weder filtriert noch geschönt ab. Für den Vigna Bricco kommen zwei zusätzliche Jahre Flaschenreife hinzu, bevor der Wein den Keller verlässt; die DOCG verlangt für eine Riserva ohnehin 62 Monate Gesamtreife mit mindestens 18 Monaten im Holz. In der Magnum kommt ein weiterer Faktor dazu: Auf die doppelte Weinmenge entfällt nur etwa dieselbe Menge Sauerstoff wie in der Normalflasche. Die Entwicklung läuft dadurch langsamer und über die Jahre gleichmäßiger ab, was Magnums seit jeher zum bevorzugten Gebinde für lange Lagerung macht. Servieren und kombinieren Die Magnum mindestens einen Tag vorher aufrecht hinstellen, damit sich das Depot setzt, und bei 16 bis 18 Grad servieren. Wegen des Gewichts lohnt sich eine Karaffe, in die der Wein langsam und ohne den letzten Rest abgezogen wird. Auf dem Tisch passen dazu geschmorte Rinderbacke, Wildschweinragout, Agnolotti del plin im Bratensaft, Trüffelpasta, Perlhuhn und lange gereifter Bra duro. Häufige Fragen zum Brezza Barolo Riserva DOCG Sarmassa Vigna Bricco 2011 Magnum Warum reift ein Barolo in der Magnum langsamer? Unter dem Korken sitzt in jeder Flasche ungefähr gleich viel Luft, in der Magnum steht dieser Menge aber die doppelte Weinmenge gegenüber. Das Verhältnis von Sauerstoff zu Wein fällt kleiner aus, die Oxidation schreitet langsamer voran und die Reife verläuft gleichmäßiger. Für welchen Anlass eignet sich die 1,5-Liter-Flasche? Eine Magnum reicht für etwa zwölf Gläser und damit für einen Tisch mit sechs bis acht Personen. Als Geschenk zu runden Geburtstagen oder Jahrestagen hat das Format zusätzlich den Reiz, dass Jahrgang und Flasche zusammen aufbewahrt werden können. Was steckt hinter der Bezeichnung Vigna Bricco? Bricco ist der alte Flurname einer einzelnen Parzelle innerhalb der Lage Sarmassa. Seit Einführung der MGA-Regelung darf ein solcher Vigna-Name auf dem Etikett hinter der Lagenbezeichnung stehen. Ist der Jahrgang 2011 in dieser Größe schon so weit? 2011 gilt als warmes Jahr mit reifen, früh zugänglichen Weinen. In der Magnum ist die Entwicklung etwas zurück; der Wein trinkt sich jetzt gut und hat im großen Format noch Reserven. Wie sollte die Flasche gelagert werden? Liegend, dunkel, erschütterungsfrei und bei möglichst gleichbleibender kühler Temperatur. Magnums brauchen wegen ihrer Länge und ihres Durchmessers ein entsprechend dimensioniertes Fach im Regal.

0,00 €*
Burzi Barolo 2015
Traube: Nebbiolo
Burzi Barolo 2015 ist ein gereifter Nebbiolo aus La Morra, gefüllt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Nach über zehn Jahren Flaschenreife hat sich das Rubinrot zu granatroten Tönen entwickelt, und die Frucht ist von tertiären Aromen überwachsen: getrocknete Rose, Waldboden, Leder und Tabak. Der warme, ausgewogene Jahrgang 2015 lieferte polierte Tannine und stabile Säure – genau das macht diesen Wein heute so trinkbereit. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2015 FARBE: Granatrot mit ziegelfarbenem Rand und deutlich gereifter Randzone. NASE: Getrocknete Rosenblätter und Veilchen stehen neben eingekochter Kirsche und Dörrpflaume. Darunter arbeiten Waldboden, Leder, Pfeifentabak und ein Anflug Trüffel – die klassische Nebbiolo-Nase im Reifestadium. GESCHMACK: Geschmeidig und offen, das Tannin ist zu Samt geworden und trägt, statt zu greifen. Getrocknete rote Frucht, Süßholz und getrocknete Kräuter bestimmen die Mitte, die Säure bleibt aufrecht und verhindert jede Schwere. FINALE: Lang und ruhig, mit Dörrfrucht, Tabak und einem erdigen Nachhall. Nebbiolo von La Morra: sandige Mergel, duftige Baroli Die Trauben wachsen in La Morra, der größten Barolo-Gemeinde, die etwa ein Viertel der gesamten Erzeugung stellt. Alberto Burzis Parzellen für den Gemeinde-Barolo liegen in Rive, Roncaglie und Rocchettevino auf 250 bis 450 Metern, mit Ausrichtung nach Osten bis Südosten. Die tortonischen Böden enthalten hier weniger Kalk und mehr Sand als jene im Osten des Anbaugebiets. Genau daraus entsteht der Ruf von La Morra: Weine mit floraler Aromatik, mittlerer Tanninkraft und einer Reife, die früher einsetzt als in Serralunga. Ein Winzer, der 2011 bei null begann 2015 gehört zu den ersten Jahrgängen des Betriebs: Alberto Burzi hatte die Weinberge seines Großvaters Luigi erst 2011 übernommen und ab 2012 selbst abgefüllt. Zuvor waren die Trauben an die Genossenschaft Terre del Barolo gegangen oder die Parzellen verpachtet. Gearbeitet wird von Anfang an traditionell: Handlese, niedrige Erträge, Gärung im Stahl, Reife im großen Fass ohne Röstung. Der Betrieb umfasst rund sieben Hektar, alle in La Morra. 15 Tage Maische, Jahre im großen Naturfass Die Maischestandzeit betrug nach Shop-Angabe etwa 15 Tage, die Reife fand danach im großen Fass aus nicht getoasteter Eiche statt. Der Verzicht auf geröstetes Holz erklärt, warum dieser Wein auch nach über zehn Jahren keine Vanille- oder Rauchnoten zeigt, sondern reine Reifearomen. Barolo DOCG verlangt mindestens 38 Monate Reife vor dem Verkauf, davon 18 Monate im Holz. Für den Jahrgang 2015 gilt allgemein ein Trinkfenster bis etwa 2035; der Shop nennt 15 Jahre Lagerfähigkeit. Servieren und kombinieren Die Flasche mehrere Stunden vorher aufrecht stellen und vorsichtig vom Depot abziehen; langes Dekantieren braucht ein gereifter Barolo nicht, 30 bis 45 Minuten genügen. Serviert bei 17 bis 18 Grad passt er zu Brasato, zu Agnolotti in Bratenjus, zu Trüffelrisotto, zu Rebhuhn oder Perlhuhn und zu gereiftem Castelmagno. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2015 Ist der Barolo 2015 jetzt auf dem Punkt? Ja. Baroli aus 2015 gelten ab etwa acht Jahren nach dem Jahrgang als zugänglich, und dieser Wein ist inzwischen über zehn Jahre alt. Tannin und Frucht sind verschmolzen, tertiäre Aromen prägen das Bild. Wie lange kann man ihn noch liegen lassen? Für den Jahrgang werden Trinkfenster bis etwa 2035 genannt, gute Flaschen halten länger. Wer die Frische der Reifearomen mag, sollte in den nächsten Jahren trinken. Muss ein gereifter Barolo dekantiert werden? Nur zum Abtrennen des Depots. Zu viel Luft kann die feinen Reifearomen abbauen, deshalb lieber kurz umfüllen und die Entwicklung im Glas beobachten. Was machte 2015 im Barolo zu einem guten Jahr? Ein warmer Sommer mit ausreichender Bodenfeuchte aus den Frühjahrsregen und ein sonniger Oktober brachten gesunde, reife Trauben. Anders als in vielen heißen Jahren blieben Säure und Farbe stabil, die Tannine gelten als besonders fein. Wie unterscheidet sich der 2015 vom aktuellen Jahrgang des Guts? Der junge Barolo lebt von frischer Frucht, festem Tannin und Zug. Der 2015 hat diesen Abschnitt hinter sich: Er ist weicher, duftiger und zeigt Leder, Waldboden und Dörrfrucht statt Kirsche und Veilchen.

Inhalt: 0.75 Liter (43,87 €* / 1 Liter)

32,90 €*
Burzi Barolo 2016
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo 2016 ist ein reinsortiger Nebbiolo des Biotyps Lampia und stammt aus drei Parzellen der Gemeinde La Morra: Rive auf rund 250 Metern, Roncaglie auf etwa 300 Metern und Rocchettevino auf 400 bis 450 Metern. Er kommt mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche in den Handel. 2016 zählt in den Langhe zu den ausgewogensten Jahrgängen der letzten Jahrzehnte, und nach rund einem Jahrzehnt Flaschenreife löst der Wein dieses Versprechen ein. Kirschkonfit, getrocknete Rose und erste erdige Töne treffen auf ein Tannin, das seine Kanten verloren hat, ohne dass die Frische des Jahrgangs verschwunden ist. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2016 FARBE: Mittleres Rubinrot, am Rand deutlich zu Granat aufgehellt - der Farbverlauf eines zehnjährigen Barolo. NASE: Getrocknete Rosenblätter und eingekochte Kirsche stehen vorn, dahinter Unterholz, Herbstlaub und ein Anflug von Leder. Mit Luft treten Süßholz, Muskatnuss und eine feine Teernote hinzu. Die aromatische Intensität, für die 2016 bekannt ist, bleibt dabei über Stunden stabil. GESCHMACK: Am Gaumen ruhig und tief, die Frucht hat sich von saftig zu getrocknet verschoben. Das Tannin ist feinmaschig und vollständig eingebunden, die aus den kühlen Nächten vor der Lese stammende Säure hält den Wein aufrecht. Salzige und erdige Nuancen geben der Mitte Halt. FINALE: Lang, trocken und würzig, mit nachhallender Sauerkirsche und dem Anklang von feuchtem Waldboden. Rive, Roncaglie und Rocchettevino - drei Höhenstufen in La Morra Dieser Barolo entsteht nicht aus einer einzelnen MGA, sondern aus drei abgegrenzten Lagen derselben Gemeinde. Rive liegt am tiefsten und gibt Fülle, Roncaglie sorgt für die mittlere Statur, das hoch gelegene Rocchettevino bringt Säure und Duft. Die Rebstöcke sind zwischen 30 und 70 Jahre alt und nach Osten bis Südosten ausgerichtet, sodass sie die Nachmittagshitze meiden. La Morra gilt innerhalb des Barolo-Gebiets als Heimat der duftigen, geschmeidigeren Stilistik; verantwortlich dafür sind die kalkhaltigen Mergel der Tortonium-Formation. Alberto und Caterina Burzi in der Fraktion Santa Maria Alberto Burzi übernahm die Rebflächen seiner Familie 2011 und füllte ab 2012 unter eigenem Namen ab. Sein Großvater Luigi gehörte zu den Mitgründern der Genossenschaft Terre del Barolo, die Trauben der Familie wanderten jahrzehntelang in fremde Keller. Heute werden rund sieben Hektar bewirtschaftet, alle in La Morra, bei einer Jahresproduktion von etwa 20.000 bis 25.000 Flaschen. Der Keller liegt weiterhin im Haus der Großeltern in Santa Maria und wurde 2018 erweitert; Schwester Caterina verantwortet Verkauf und Kommunikation. Große Fässer aus ungetoasteter österreichischer Eiche Nach dem Entrappen vergären die Trauben temperaturkontrolliert im Edelstahltank, die Maischestandzeit beträgt beim Classico laut Weingut 25 bis 30 Tage. Der Ausbau folgt in Fässern von 60 Hektolitern aus österreichischer Eiche, die bewusst nicht getoastet werden - Röstaroma soll gar nicht erst entstehen. Die letzten Monate vor der Füllung verbringt der Wein im Betontank. Struktur bezieht der 2016er damit ausschließlich aus Frucht, Säure und Tannin, und er verfügt auch nach zehn Jahren noch über Reserven für ein weiteres Jahrzehnt. Servieren und kombinieren 16 bis 18 Grad Celsius und ein großes, bauchiges Glas sind die richtige Bühne. Nach zehn Jahren braucht der Wein weniger Luft als in der Jugend: eine halbe bis eine Stunde in der Karaffe genügt, ein mögliches Depot bleibt in der Flasche. Gut begleitet er Brasato al Barolo, Tajarin mit Butter und Salbei, Perlhuhn aus dem Ofen, Steinpilzragout, Rinderzunge in grüner Sauce und lange gereiften Bra duro. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2016 Wie ist der Jahrgang 2016 im Barolo einzuordnen? 2016 verlief ohne Extremereignisse: kühler Frühlingsbeginn, warmer und trockener April, ein warmer aber nicht heißer Sommer, gut verteilte Septemberregen und eine lange, ruhige Oktoberlese. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht brachten Farbe, Duft und Säure zugleich. Der Jahrgang gilt seither als klassischer Maßstab mit hoher Haltbarkeit. Ist der Burzi Barolo 2016 heute trinkreif? Ja, er steht im ersten Reifefenster, in dem gereifte Frucht und tertiäre Noten gleichzeitig zu hören sind. Wer die volle Unterholz- und Trüffelseite sucht, kann die Flasche noch einige Jahre liegen lassen. Wie lange lässt sich der Wein noch lagern? Die Shop-Angabe nennt 15 Jahre ab Jahrgang, also etwa bis 2031. Angesichts der Struktur dieses Jahrgangs ist bei liegender, kühler Lagerung eher ein Fenster bis in die mittleren 2030er Jahre realistisch. Worin unterscheidet er sich vom Barolo Capalot Vecchie Viti desselben Gutes? Der Classico bündelt drei Lagen und steht kürzer auf der Maische. Der Capalot stammt aus einer einzigen, über 80 Jahre alten Parzelle, mazeriert 35 bis 45 Tage unter untergetauchtem Hut und ist deutlich dichter sowie langlebiger angelegt. Was bedeutet die Angabe Nebbiolo Lampia? Lampia ist einer der Nebbiolo-Biotypen, neben Michet und Nebbiolo Rosè. Der Barolo Classico von Burzi besteht zu 100 Prozent aus Lampia, was seine geradlinige und duftbetonte Ausrichtung erklärt.

Inhalt: 0.7 Liter (51,29 €* / 1 Liter)

35,90 €*
Burzi Barolo 2018
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo 2018 zeigt die schlanke, duftbetonte Lesart des Nebbiolo. Erzeugt wird er aus Lagen der Gemeinde La Morra und mit 14 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche gefüllt. Der Jahrgang war wechselhaft: nach 25 aufeinanderfolgenden Regentagen im Mai und lokalem Hagel im August retteten ein trockener Sommer mit kühlen Nächten und ein ruhiger September die Ernte. Entstanden ist kein Kraftpaket, sondern ein Barolo mit Sauerkirsche, Hagebutte, floralem Ton und seidigem Tannin, der sich heute schon offen zeigt. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2018 FARBE: Helles bis mittleres Rubinrot, am Glasrand mit ziegelroten Reflexen. NASE: Sauerkirsche, Hagebutte und Preiselbeere, begleitet von Veilchen und getrockneten Langhe-Kräutern. Nach einigen Minuten im Glas kommen Orangenschale, Süßholz und ein zurückhaltendes Tabakblatt dazu - der Grad an Tertiäraromen, der bei einem achtjährigen Wein aus kühlem Jahr zu erwarten ist. GESCHMACK: Schlank gebaut, mit klar gezeichneter roter Frucht und einer beweglichen Säure, die diesem Jahrgang zum Vorteil gerät. Das Tannin wirkt seidig und kantenlos, die Mitte eher fein als breit. Eine leicht bittere Kräuternote hinter der Frucht sorgt für Trinkfluss. FINALE: Mittellang, frisch und salzig, mit einem Nachhall von Granatapfel und Wacholder. Warum die Höhenlagen von La Morra 2018 entschieden Die Trauben stammen aus mehreren abgegrenzten Lagen der Gemeinde La Morra, unter anderem Rive, Roncaglie und Rocchettevino. In einem nassen, kühlen Jahr wie 2018 spielten die höher gelegenen, nach Osten bis Südosten gerichteten Parzellen eine Schlüsselrolle: Sie trockneten nach Regen schneller ab und lieferten Duft statt Masse. Die Böden aus kalkhaltigem Sant'Agata-Fossili-Mergel geben der Gemeinde ihren Ruf für florale Aromatik und geschmeidiges Tannin. Genau dieses Profil trägt den 2018er, dem die schiere Kraft großer Jahre fehlt. Sieben Hektar, Handarbeit und alte Rebbestände Alberto Burzi schloss 2010 sein Studium der Weinbauwissenschaften in Turin ab, übernahm die Familienflächen 2011 und arbeitet seither ausschließlich in La Morra. Alle rund sieben Hektar liegen in der Gemeinde, ein Teil der Rebstöcke ist bis zu 90 Jahre alt. Gearbeitet wird organisch, mit Guyot-Erziehung, Handschnitt, Massale-Selektion und Handlese; Fehlstellen werden von Hand nachgepfropft. Das erklärte Ziel des Hauses lautet, dass die Eleganz die Kraft des Tannins dominieren soll - eine Haltung, die zu einem Jahrgang wie 2018 besonders gut passt. Vom Edelstahl in das 60-Hektoliter-Fass Die Beeren werden entrappt und gequetscht, die Gärung läuft temperaturkontrolliert im Stahltank, die Maische bleibt nach Angabe des Weinguts 25 bis 30 Tage in Kontakt. Anschließend reift der Wein in Fässern von 60 Hektolitern aus österreichischer Eiche ohne Toasting, bevor er die letzten Monate im Beton verbringt. Weil kein Röstholz mitspricht, bleibt die feine Frucht des kühlen Jahres unverstellt. Für den 2018er bedeutet das eine frühe Zugänglichkeit bei gleichzeitig solider Haltbarkeit. Servieren und kombinieren Etwas kühler als bei kraftvollen Jahrgängen servieren: 16 bis 17 Grad Celsius reichen, ein mittelgroßes Rotweinglas genügt. Eine gute halbe Stunde Luft öffnet die florale Seite, länger dekantieren ist nicht nötig. Auf dem Tisch harmoniert er mit Agnolotti del plin in Fleischbrühe, Kaninchen mit Rosmarin, Salsiccia von Bra, Risotto mit Roter Bete, Vitello in Kräuterkruste und jungem Toma piemontese. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2018 Warum gilt 2018 als schwieriger Barolo-Jahrgang? Ein nasser Mai mit rund 25 Regentagen erzeugte hohen Pilzdruck, im August traf lokaler Hagel einzelne Weinberge. Erst der trockene Sommer mit kühlen Nächten und ein moderater September machten reife Trauben möglich. Deshalb entscheidet in diesem Jahrgang die Arbeit des Erzeugers mehr als die Herkunft. Wie lange kann der Burzi Barolo 2018 noch reifen? Der Wein ist heute im Trinkfenster und trägt gut bis etwa 2032, gute Flaschen länger. Die Shop-Angabe von 15 Jahren ab Jahrgang beschreibt eher die Obergrenze als den Punkt der besten Balance. Muss dieser Barolo dekantiert werden? Notwendig ist es nicht. Wer möchte, gießt ihn 20 bis 30 Minuten vor dem Essen in eine Karaffe, damit sich Veilchen und Orangenschale lösen. Zu lange Belüftung kostet bei diesem eher zarten Jahrgang Frucht. Was heißt Barolo Classico bei Alberto Burzi? Der Zusatz bezeichnet die Cuvée aus mehreren Parzellen in La Morra, im Unterschied zu den Lagenweinen Capalot und La Serra. Er ist der Wein, an dem sich der Hausstil des Gutes am ehesten ablesen lässt. Wozu passt ein leichterer Barolo besonders gut? Zu Gerichten, die keine schwere Sauce mitbringen: gefülltes Nudelwerk, Geflügel, Kalb, Pilze und mittelalte Kuhmilchkäse. Kraftvolle Schmorgerichte verträgt er, stellen ihn aber leicht in den Schatten.

Inhalt: 0.75 Liter (46,53 €* / 1 Liter)

34,90 €*
Burzi Barolo 2020
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo 2020 steht für die geschmeidige Seite des Nebbiolo aus La Morra. Er wird mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche abgefüllt und stammt aus Parzellen zwischen 250 und 450 Metern Höhe. 2020 begann mit einem milden Winter, brachte ein kühleres Frühjahr ohne Trockenstress, einen warmen Sommer ohne Hitzespitzen und einen abkühlenden September mit Gewittern vor einer frühen Lese. Im Glas ergibt das viel Kirsche, Minze und Blutorange, dazu ein feinkörniges Tannin und eine Säure, die den Wein wach hält. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2020 FARBE: Klares, leuchtendes Rubinrot mit noch violettem Schimmer am Rand. NASE: Kirsche und Walderdbeere führen, dahinter frische Minze, Blutorange und ein Hauch Wacholder. Der Duft ist eher hell als dunkel gezeichnet und erinnert in seiner Klarheit an die Jahrgangsbeschreibung vieler Kritiker, die 2020 wegen der Textur mit rotem Burgunder verglichen haben. GESCHMACK: Saftig und geschmeidig, mit knackiger roter Frucht und einem Tannin, das feinkörnig und poliert wirkt statt streng. Granatapfel und ein Anflug Bitterorange geben Kontur, die Säure sorgt für einen zweiten Schluck. FINALE: Mittellang bis lang, mit kühler Minznote, feiner Kirschsäure und leicht kreidigem Nachhall. Die Grundlage des Classico: drei Lagen, drei Höhen Rive, Roncaglie und Rocchettevino bilden das Rückgrat dieses Weins. Zwischen der tiefsten und der höchsten Parzelle liegen rund 200 Höhenmeter, was in einem warmen Jahr wie 2020 den Ausgleich zwischen Reife und Frische ermöglicht. Alle Flächen sind nach Osten bis Südosten exponiert, die Reben sind 30 bis 70 Jahre alt. Die Mergelböden von La Morra sind reich an Kalk und Feinsand; sie erklären, warum die Weine der Gemeinde eher duftig und zugänglich ausfallen als jene der östlichen Barolo-Dörfer. Ein Gut, das erst 2012 zum ersten Mal selbst abfüllte Bis 2011 gingen die Trauben der Familie Burzi an Genossenschaften und Händler; erst Alberto Burzi begann, sie im eigenen Keller zu verarbeiten. Der Betrieb ist bewusst klein geblieben: rund sieben Hektar, etwa 20.000 bis 25.000 Flaschen pro Jahr, ein Keller im Haus der Großeltern in Santa Maria. Neben dem Barolo Classico entstehen Barbera d'Alba Plaustra, Langhe Nebbiolo Runcaja sowie die Lagenweine Capalot Vecchie Viti und La Serra. Als prägendes Erlebnis nennt Alberto Burzi eine Flasche Rocche dell'Annunziata 1999 von Aurelio Settimo - eine Referenz, die seinen Stilwillen gut beschreibt. 60 Hektoliter Eiche, dann Beton Der Wein vergärt nach dem Entrappen im temperaturkontrollierten Stahltank; das Weingut nennt eine Maischestandzeit von 25 bis 30 Tagen. Danach reift er in großen Fässern aus österreichischer Eiche mit 60 Hektolitern Inhalt, die nicht getoastet sind, und schließt die Reife in Betontanks ab. Diese Kombination bewahrt beim Jahrgang 2020 genau das, was ihn ausmacht: helle Frucht, klare Konturen und eine seidige Textur. Fachpresse sieht die 2020er Barolo als die am frühesten zugängliche Serie seit einem Jahrzehnt, mit einem Reifegipfel bei den meisten Weinen um das zwölfte Jahr. Servieren und kombinieren Bei 16 bis 17 Grad Celsius im großen Glas servieren, eine Stunde vorher öffnen genügt. Dekantieren ist möglich, aber nicht zwingend, da der Jahrgang von sich aus offen ist. Passende Begleiter sind Tajarin mit Butter, Entenbrust mit Kirschen, Schmorschulter vom Kalb, gebratene Pilze mit Knoblauch, gefüllte Zucchini mit Hackfleisch und mittelreifer Castelmagno. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2020 Was zeichnet den Barolo-Jahrgang 2020 aus? Der Sommer war warm und trocken, blieb aber ohne extreme Hitzewellen, und ein kühler September mit Regen brachte Frische zurück. Die Lese begann früh. Die Weine gelten als seidig, aromatisch und ungewöhnlich früh zugänglich, ohne die Säure zu verlieren. Kann man den Burzi Barolo 2020 jetzt schon trinken? Ja. Er ist der zugänglichste der drei aktuell verfügbaren Burzi-Classico-Jahrgänge und braucht nur wenig Luft. Wer Tertiäraromen mag, wartet bis etwa 2030. Wie unterscheidet sich der Classico von La Serra und Capalot? Der Classico verbindet mehrere Parzellen und mazeriert kürzer, was ihn früher trinkbar macht. La Serra kommt von rund 450 Metern und ist der frischeste der drei, Capalot aus über 80 Jahre alten Reben der dichteste. Welche Trinktemperatur ist richtig? Zwischen 16 und 17 Grad Celsius zeigt der Wein Frucht und Frische gleichzeitig. Wärmer serviert tritt der Alkohol hervor, deutlich kühler wirkt das Tannin härter als es ist. Wie lange bleibt eine geöffnete Flasche gut? Gut verschlossen und kühl gestellt hält der Wein zwei bis drei Tage, oft gewinnt er am zweiten Tag an Tiefe. Ein Vakuumverschluss verlängert das Fenster.

Inhalt: 0.75 Liter (49,20 €* / 1 Liter)

36,90 €*
Burzi Barolo 2021
Traube: Nebbiolo
Burzi Barolo 2021 ist der Gemeindewein des Guts und stammt aus drei Lagen in La Morra. Der reinsortige Nebbiolo wird mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt und zeigt ein klares Rubinrot. Dunkle Kirsche und Brombeere verbinden sich mit Veilchen, Rosenblatt, Anis und einem erdigen Unterton. Lebendige Säure, feinkörniges Tannin und der Ausbau im ungetoasteten Großfass geben ihm Zug, Struktur und einen langen Atem. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2021 FARBE: Mittleres bis kräftiges Rubinrot mit granatfarbenem Schimmer am Rand. NASE: Dunkle Kirsche und Brombeere treffen auf Veilchen und getrocknetes Rosenblatt. Anis, Wacholder und ein Hauch Lakritz kommen hinzu, dazu die erdig-mineralische Note der Mergelböden von La Morra. GESCHMACK: Mittel bis vollmundig, mit konzentrierter roter und dunkler Frucht. Das Tannin ist präsent, aber feinkörnig und gut eingebunden, die Säure hält den Wein aufrecht. Würze, Kräuter und ein salziger Zug begleiten die Frucht bis zum Schluckende. FINALE: Trocken, salzig und ausdauernd, mit Anis, Wacholder und einem Nachklang von Granatapfel. Drei Lagen in La Morra: Rive, Roncaglie und Rocchettevino Für den Barolo ohne Lagenzusatz werden Parzellen aus drei amtlich kartierten Lagen (MGA) der Gemeinde La Morra zusammengeführt. Rive liegt bei rund 250 Metern und liefert Fülle, Roncaglie bei etwa 300 Metern steuert Duft bei, und Rocchettevino bringt aus 400 bis 450 Metern Frische und Säure ins Spiel. Die Reben sind zwischen 30 und 70 Jahre alt und nach Osten bis Südosten ausgerichtet. La Morra hat unter den Barolo-Gemeinden die sandreichsten und kalkärmsten Böden aus tortonischen Sant'Agata-Fossili-Mergeln – daher der eher duftige, weniger harte Stil. Alberto Burzi – sieben Hektar, fünf Lagen, ein junger Betrieb Alberto Burzi zählt zu den jungen Winzern der Langhe: 2010 schloss er das Weinbaustudium in Turin ab, 2011 übernahm er die Familienweinberge, ab 2012 füllte er selbst. Die Familie hatte ihre Trauben zuvor an die Genossenschaft geliefert und die besten Parzellen an Nachbarbetriebe verpachtet. Heute verteilen sich rund sieben Hektar auf die Lagen Rive, Roncaglie, Rocchettevino, Capalot und La Serra. Gearbeitet wird organisch, mit Handschnitt, niedrigen Erträgen um 40 Hektoliter je Hektar und seit 2021 mit spontaner Gärung. Lange Maische und Reife im ungetoasteten 60-Hektoliter-Fass Der Nebbiolo wird entrappt und im Edelstahltank bei kontrollierter Temperatur vergoren. Für diesen Wein nennt der Shop rund 15 Tage Maischestandzeit; das Weingut selbst gibt für seinen Barolo Classico 25 bis 30 Tage an. Anschließend reift der Wein in großen Fässern aus österreichischer Eiche mit 60 Hektoliter Inhalt, die nicht getoastet sind, und wird vor der Füllung noch einige Zeit im Betontank harmonisiert. Holzaromen bleiben so außen vor; die Shop-Angabe zur Lagerfähigkeit liegt bei 15 Jahren. Servieren und kombinieren Etwa 16 bis 18 Grad und ein großes, bauchiges Glas sind die richtige Bühne. In diesem Alter profitiert der Wein von einer bis zwei Stunden in der Karaffe. Passende Gerichte sind Brasato al Barolo, Lammrücken, Tajarin mit Trüffel, Risotto mit Steinpilzen, gebratene Wildtaube und gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2021 Was zeichnet den Barolo-Jahrgang 2021 aus? 2021 war überdurchschnittlich warm, ohne in Hitzestress oder Trockenheit zu kippen. Die lange Vegetationsperiode und ein regenfreier Herbst mit warmen Tagen und kühlen Nächten brachten reife Tannine bei erhaltener Frische – ein Jahrgang, der als klassisch gilt. Ist der Barolo 2021 bereits trinkreif? Er lässt sich mit ausreichend Luft schon jetzt gut trinken, denn die Tannine sind fein und die Frucht offen. Sein Schwerpunkt liegt aber in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren, wenn würzige und tertiäre Noten hinzukommen. Wie unterscheidet sich dieser Barolo von Capalot und La Serra? Der Barolo ohne Lagenzusatz vereint drei Lagen und wird kürzer maceriert, er ist damit der zugänglichste der drei. Capalot kommt von rund 80 Jahre alten Reben und ist der tiefste, La Serra der frischeste und floralste, beide mit deutlich längerer Maischestandzeit. Was bedeutet die Angabe ungetoastetes Fass? Die Innenseite der Fässer wird beim Bau nicht über Feuer geröstet. Dadurch gibt das Holz keine Vanille- oder Rauchnoten ab und wirkt fast nur noch als Behälter, in dem sich das Tannin über die Zeit rundet. Wie sollte die Flasche bis zum Trinken liegen? Kühl, gleichmäßig temperiert, dunkel und ruhig, mit dem Korken im Kontakt zum Wein. Unter solchen Bedingungen sind die vom Shop genannten 15 Jahre realistisch.

Inhalt: 0.75 Liter (49,20 €* / 1 Liter)

36,90 €*
Burzi Barolo Capalot VV 2017
Traube: Nebbiolo
Burzi Barolo Capalot VV 2017 stammt aus dem ältesten Weinberg des Guts: Die Nebbiolo-Reben in Capalot sind rund 80 Jahre alt, weshalb das Etikett den Zusatz Vecchie Viti führt. Der Wein hat 14,5 % Vol. und kommt in der 0,75-Liter-Flasche; im Glas ein tiefes Rubinrot mit ersten Reifetönen. Dunkle Kirsche, Pflaume und getrocknete Blüten verbinden sich mit Minze, Süßholz und Waldboden. Die sehr lange Maischestandzeit und der warme Jahrgang 2017 ergeben einen dichten, aber überraschend geschmeidigen Barolo. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo Capalot VV 2017 FARBE: Tiefes Rubinrot, am Rand bereits granatfarben aufgehellt. NASE: Dunkle Kirsche und eingekochte Pflaume treffen auf getrocknete Rose und Lavendel. Darunter arbeiten Minze, Süßholz, Zimtrinde und ein feuchter Waldbodenton, wie ihn alte Reben oft mitbringen. GESCHMACK: Dicht und tief, mit dunkler Frucht und breit angelegtem, dennoch samtigem Tannin. Der warme Jahrgang zeigt sich in der reifen Fruchtsüße, Minze und ein salziger Zug halten die Balance. Alte Reben liefern hier eher Länge als Lautstärke. FINALE: Der Nachhall dauert ausgesprochen lange; Dörrkirsche, balsamische Minze und trockene Gewürze bleiben stehen. Capalot – 80 Jahre alte Reben auf 300 Metern in La Morra Capalot ist eine amtlich kartierte Lage (MGA) von etwa 25 Hektar in La Morra, gelegen an den Hängen oberhalb von Santa Maria. Die Parzelle der Familie Burzi liegt bei rund 300 Metern und blickt nach Süden, die Reben wurden Ende der 1940er- bis Anfang der 1950er-Jahre gepflanzt. Sandiger Lehm mit Kalk über Sant'Agata-Fossili-Mergeln meeressedimentären Ursprungs prägt hier ein weicheres, feiner gezeichnetes Tannin. Der Wein vereint 55 Prozent Nebbiolo Lampia, 30 Prozent Michet und 15 Prozent Rosè – eine alte, gemischte Pflanzung, wie sie heute selten ist. Ein Weinberg, der lange an Roberto Voerzio verpachtet war Die Bekanntheit von Capalot geht auf Roberto Voerzio zurück, der die Parzelle der Burzi bis 2011 gepachtet und daraus einen Barolo Riserva erzeugt hatte; Flaschen der Jahrgänge zwischen 1995 und 2010 sind heute Sammlerware. Als Alberto Burzi 2011 übernahm, behielt er den Anspruch bei: sehr niedrige Erträge, akribische Handarbeit, keine Kompromisse bei der Selektion. Den ersten eigenen Capalot Vecchie Viti füllte er aus dem Jahrgang 2013. Neue Pflanzungen im Gut entstehen durch Handveredelung und Massenselektion aus genau diesen alten Reben. Bis zu 50 Tage Maische, Reife im 30-Hektoliter-Fass Die Maischestandzeit dauert bei diesem Wein 30 bis 50 Tage und schließt mit untergetauchtem Hut ab, bei dem die Schalen unter dem Wein gehalten werden. Danach reift der Barolo in großen Fässern aus österreichischer Eiche mit 30 Hektoliter Inhalt, die nicht getoastet sind, und wird vor der Füllung im Betontank harmonisiert. So entsteht Tiefe aus Extraktion und Zeit, nicht aus Holzaromen. Der Shop nennt eine Lagerfähigkeit von 25 Jahren. Servieren und kombinieren Zwei Stunden vor dem Essen in eine Karaffe geben und bei 17 bis 18 Grad im großen Glas servieren. Der Wein steht zu geschmortem Ochsenschwanz, zu Lamm mit Rosmarin, zu Agnolotti del plin in Bratenjus, zu Wildschweinragout, zu Taube mit Dörrfrüchten und zu einem lange gereiften Bergkäse. Häufige Fragen zum Burzi Barolo Capalot VV 2017 Wofür steht das VV auf dem Etikett? VV ist die Abkürzung für Vecchie Viti, italienisch für alte Reben. Das Weingut führt den Zusatz, weil die Parzelle in Capalot mit rund 80 Jahren die älteste des Betriebs ist. Wie alt sind die Reben genau? Gepflanzt wurden sie Ende der 1940er- bis Anfang der 1950er-Jahre, das Weingut spricht von 80 Jahren. Zum Zeitpunkt der Lese 2017 waren die Stöcke also etwa 65 bis 70 Jahre alt. Welche Rolle spielte Roberto Voerzio in Capalot? Voerzio hatte die Lage bis 2011 von der Familie Burzi gepachtet und daraus einen gesuchten Barolo Riserva erzeugt. Nach dem Ende der Pacht bewirtschaftet Alberto Burzi die alten Reben selbst. Wie war der Jahrgang 2017 im Barolo? 2017 brachte Aprilfrost, extreme Trockenheit und einen heißen Sommer, den erst der September entspannte. Die Weine zeigen dennoch charmante Frucht, weiche Tannine und Frische; alte Reben und höhere Lagen kamen erkennbar besser damit zurecht. Ist der Capalot 2017 schon zu trinken? Ja, 2017 gilt als zugänglicher Jahrgang, und nach rund neun Jahren ist der Wein offen. Die Struktur aus alten Reben und langer Maische trägt ihn aber noch viele Jahre weiter.

Inhalt: 0.7 Liter (85,57 €* / 1 Liter)

59,90 €*
Burzi Barolo Capalot VV 2020
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo Capalot VV 2020 stammt aus der ältesten Parzelle des Gutes: Die Reben in der Lage Capalot wurden um das Ende der 1940er Jahre gesetzt und sind heute rund 80 Jahre alt. Der Wein wird mit 15 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt, das Kürzel VV steht für Vecchie Viti, also alte Reben. Das Traubenmaterial vereint drei Nebbiolo-Biotypen und mazeriert 35 bis 45 Tage unter untergetauchtem Tresterhut. Im Glas führt das zu dunkler Kirsche, Backpflaume, Leder und Lakritz, getragen von einer Tannintiefe, die präsent ist, ohne zu drücken. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo Capalot VV 2020 FARBE: Dichtes Rubinrot mit dunklem Kern, am Rand noch jugendlich violett. NASE: Dunkle Kirsche und Backpflaume bilden das Zentrum, darum herum Leder, Tabakblatt und Nelke. Mit Luft kommen Kakao, Lakritz und eine feine Teernote hinzu; die alten Reben liefern eine Tiefe, die der Classico desselben Hauses nicht erreicht. GESCHMACK: Breit angelegt und trotzdem geschliffen. Die Frucht ist dunkel und konzentriert, das Tannin dicht gewebt und dank des seidigen Jahrgangs bereits zugänglich. Erdige und pfeffrige Noten geben dem hohen Alkohol Halt, die Säure bleibt eingebunden. FINALE: Sehr lang, mit Bitterkakao, Süßholz und einem nachhallenden, leicht rauchigen Ton. Capalot - die Parzelle, die bis 2011 Roberto Voerzio bewirtschaftete Capalot ist eine rund 25 Hektar große MGA in La Morra und liegt zwischen etwa 300 und 350 Metern; Burzis Anlage steht auf 300 Metern in Südlage. Der Untergrund ist sandig-tonig mit Kalkanteil über Sant'Agata-Fossili-Mergel marinen Ursprungs, der alte Flurname La Pria verweist auf den steinigen Charakter. Die Sandanteile sind der Grund für die parfümierte, elegante Statur der Weine dieser Zone. Die Parzelle der Familie Burzi war bis 2011 an Roberto Voerzio verpachtet, der die Trauben lange nur in Magnums füllte; seit der Übernahme bewirtschaftet Alberto Burzi sie selbst. Alberto Burzi: dritte Generation, erste eigene Füllung 2012 Großvater Luigi Burzi baute Trauben und Haselnüsse an und verkaufte die Ernte über Jahrzehnte an Genossenschaften; er zählte zu den Mitgründern von Terre del Barolo. Sein Enkel Alberto studierte Weinbau und Kellerwirtschaft in Turin, arbeitete zunächst als Berater und übernahm die Familienflächen 2011. Bewirtschaftet werden rund sieben Hektar in La Morra, gearbeitet wird organisch mit Guyot-Erziehung, etwa 5.000 Stöcken je Hektar und niedrigen Erträgen. Capalot gilt im Betrieb als Herzstück und ist auf zwei getrennte Teilstücke verteilt. 24 Monate im 30-Hektoliter-Fass und zwei Jahre Flaschenreife Die Gärung findet im temperaturkontrollierten Edelstahltank statt, in der Schlussphase liegt der Tresterhut vollständig unter dem Most. Danach reift der Wein rund 24 Monate in Fässern von 30 Hektolitern aus österreichischer Eiche, die nicht getoastet werden, um die Aromatik der Lage nicht zu überdecken; vor der Füllung folgt eine Phase im Zement. Anschließend bleibt der Wein weitere rund 24 Monate in der Flasche, bevor er in den Verkauf geht. Aus dieser Abfolge erklärt sich, dass ein 2020er Capalot heute schon offen wirkt und gleichzeitig zwei Jahrzehnte Perspektive besitzt. Servieren und kombinieren 17 bis 18 Grad Celsius, ein großes Glas mit hohem Kamin. Zwei Stunden Karaffe tun dem Wein gut, ein Depot sollte in der Flasche bleiben. Kräftige Gerichte halten mit: Brasato, Rinderbacke mit Sellerie, Wildschweinragout mit Polenta, Lammkarree mit Thymian, Tajarin mit weißem Alba-Trüffel und ein lange gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Burzi Barolo Capalot VV 2020 Was bedeutet die Abkürzung VV auf dem Etikett? VV steht für Vecchie Viti, also alte Reben. Die Anlage in Capalot ist die älteste des Gutes und wurde um das Ende der 1940er Jahre gepflanzt; die geringen Erträge alter Stöcke sind der Grund für die Konzentration dieses Weins. Welche Rolle spielt Roberto Voerzio bei dieser Lage? Die Parzelle war bis 2011 an Roberto Voerzio verpachtet, der die Trauben schätzte und den Wein vor allem in Magnumflaschen abfüllte. Seit Alberto Burzi die Fläche selbst bewirtschaftet, entsteht daraus sein Lagenwein Capalot Vecchie Viti. Ist der Capalot 2020 bereits zugänglich? Ja, ungewöhnlich früh für einen Wein dieses Zuschnitts. Der Jahrgang 2020 bringt feinkörnige Tannine mit, und die zwei Jahre Flaschenreife vor dem Verkauf haben zusätzlich geholfen. Mit zwei Stunden Luft zeigt er sich vollständig. Wie lange lässt sich der Wein lagern? Struktur und Konzentration sprechen für ein Fenster bis in die 2040er Jahre, die Shop-Angabe von 25 Jahren ist hier plausibel. Der Reifegipfel dürfte zwischen 2030 und 2040 liegen. Warum stehen im Capalot drei Nebbiolo-Biotypen? Alte Anlagen wurden per Massale-Selektion gesetzt, weshalb Lampia, Michet und Nebbiolo Rosè gemischt wachsen. Das Weingut nennt für diesen Wein rund 55 Prozent Lampia, 30 Prozent Michet und 15 Prozent Rosè - Michet gibt Struktur, Rosè Duft und Farbtiefe wird von Lampia getragen.

Inhalt: 0.75 Liter (82,53 €* / 1 Liter)

61,90 €*
Burzi Barolo La Serra 2019
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo La Serra 2019 ist der erste Wein, den Alberto Burzi aus dieser Höhenlage getrennt vergoren hat. Die Nebbiolo-Reben wurden 2013 gepflanzt, die Parzelle umfasst rund einen halben Hektar, der Wein kommt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche in den Verkauf. 2019 war ein klassisch geschnittener Jahrgang mit später Oktoberlese, kleiner Menge und hohem Polyphenolniveau. Entsprechend präsentiert sich der Wein straff: Himbeere und Blutorange treffen auf getrocknete Blumen, Anis und einen kühlen, mineralisch anmutenden Zug. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo La Serra 2019 FARBE: Helles, transparentes Rubinrot mit lachsfarbenem Rand. NASE: Himbeere und Blutorange öffnen das Bouquet, getrocknete Blumen und Rosenblatt folgen. Dahinter Anis, Salbei und ein Anflug von Feuerstein; der Duft wirkt hoch und kühl statt breit und süß. GESCHMACK: Straff und geradlinig, die Säure führt und trägt eine sehr klare rote Frucht. Das Tannin ist fein, aber im Vergleich zu wärmeren Jahrgängen präsenter und noch etwas jugendlich kernig. Salzige Noten und ein Anklang von Zitronenschale sorgen für Spannung. FINALE: Lang und aufrecht, mit anhaltendem Blutorangenton und einem trockenen, kräuterwürzigen Nachklang. La Serra - eine Höhenlage über La Morra La Serra ist seit dem Jahrgang 2010 eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine MGA, innerhalb des Barolo-Gebiets; als Weinberg mit Namen ist die Lage aber viel älter, Marcarini füllte bereits 1973 einen Lagenwein daraus. Sie zählt mit rund 430 bis 450 Metern zu den höchsten Lagen der Gemeinde. Der Boden besteht aus Sant'Agata-Fossili-Mergel des Tortonium, also aus Ton, Feinsand und kalkhaltigem Material - die Parzelle von Burzi wird als sandig-lehmig beschrieben und ist nach Osten ausgerichtet. Höhe und Morgensonne verlängern die Reife und liefern Duft, Säure und feines Tannin statt Wucht. Das Gut Alberto Burzi und sein jüngster Cru Alberto Burzi bewirtschaftet rund sieben Hektar, ausschließlich in La Morra, und füllt seit 2012 unter eigenem Namen ab. Zum Portfolio gehören Barbera d'Alba, Langhe Nebbiolo, der Barolo Classico und die Lagenweine Capalot Vecchie Viti und La Serra. Während Capalot aus Reben stammt, die noch der Großvater gesetzt hat, ist La Serra der Gegenpol: eine junge, 2013 gepflanzte Anlage, die erst 2019 reif genug erschien, um eigenständig gefüllt zu werden. Die Handschrift ist in beiden Fällen dieselbe - niedrige Erträge, Handlese, keine aromatische Überformung im Keller. 35 bis 45 Tage Maische und 24 Monate im 20-Hektoliter-Fass Die Gärung läuft temperaturkontrolliert mit täglichem Unterstoßen von Hand, in der Schlussphase wird der Tresterhut untergetaucht. Das Weingut gibt eine Maischestandzeit von 35 bis 45 Tagen an; ein Importeur nennt für 2019 rund 60 Tage Gesamtdauer im Stahl. Danach reift der Wein 24 Monate in einem Fass von 20 Hektolitern aus ungetoasteter österreichischer Eiche und beruhigt sich vor der Füllung im Zementtank. Die langen Standzeiten erklären die feste Tanninstruktur, die kleine Fassgröße liefert Reifeluft ohne Holzgeschmack - eine Kombination, die dem strukturbetonten 2019er ein Fenster von rund fünfzehn Jahren eröffnet. Servieren und kombinieren 17 Grad Celsius, ein großes Glas mit weiter Öffnung. Der junge Cru gewinnt durch anderthalb bis zwei Stunden in der Karaffe deutlich; ohne Luft bleibt er verschlossen. Er passt zu Rehrücken, geschmortem Ochsenschwanz, Tajarin mit Trüffelbutter, Taube mit Feigen, Risotto mit Rotwein und Wurst sowie zu einem gereiften Toma di Langa. Häufige Fragen zum Burzi Barolo La Serra 2019 Was bedeutet La Serra auf dem Etikett? La Serra ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine MGA, in der Gemeinde La Morra. Der Name auf dem Etikett belegt, dass alle Trauben aus dieser einen Lage stammen. Warum ist 2019 der erste Jahrgang dieses Weins? Die Reben wurden 2013 gepflanzt. Erst ab 2019 wurde die Parzelle getrennt gelesen und eigenständig ausgebaut; vorher gingen die Trauben in andere Weine des Hauses ein. Wie ist der Jahrgang 2019 im Barolo einzuordnen? Nach einem nassen, kühlen Frühjahr folgten zwei Hitzephasen im Sommer, dann milde Wochen und eine Lese ab Mitte Oktober. Die Menge fiel klein aus, die Qualität der Trauben lag laut Konsortium deutlich über dem Durchschnitt. 2019 gilt als klassischer, strukturbetonter Jahrgang mit langer Perspektive. Wann erreicht der Wein seinen Höhepunkt? Heute ist er trinkbar, wirkt aber noch jugendlich straff. Die beste Phase liegt voraussichtlich zwischen 2027 und 2034. Die Shop-Angabe von 25 Jahren Lagerfähigkeit ist bei dieser jungen Rebanlage eher optimistisch zu lesen. Was unterscheidet La Serra von Capalot? La Serra liegt höher, ist nach Osten exponiert und mit jungen Reben bestockt; der Wein ist heller, säurebetonter und floraler. Capalot liegt auf 300 Metern in Südlage mit über 80 Jahre alten Reben und wird dichter, dunkler und tanninreicher.

Inhalt: 0.75 Liter (82,53 €* / 1 Liter)

61,90 €*
Burzi Barolo La Serra 2020
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo La Serra 2020 verbindet die höchste Lage des Gutes mit einem Jahrgang, der für seidige Texturen bekannt geworden ist. Der Nebbiolo wächst auf rund 450 Metern in Ostlage in La Morra und wird mit 15 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt. Nach einem kühlen Mai und Juni, einem warmen aber nicht extremen Sommer und einem gewitterhaften September fiel die Lese früh aus. Das Ergebnis ist ein heller, floral geprägter Barolo mit Walderdbeere, Rosenwasser und Bergamotte, dessen Tannin sich schon jetzt geschliffen anfühlt. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo La Serra 2020 FARBE: Leuchtendes, mittleres Rubinrot mit klarem Kern und hellem Rand. NASE: Walderdbeere und rote Johannisbeere zuerst, danach Rosenwasser, Bergamotte und ein Hauch Fenchelsaat. Ein Anklang von Pfirsichkern und feinem Steinsalz macht deutlich, dass hier Höhe und nicht Hitze am Werk war. GESCHMACK: Geschmeidig und dennoch straff umrissen, mit knackiger roter Frucht und einer sehr feinkörnigen Tanninstruktur. Die Säure bleibt lebendig, der höhere Alkohol dieses Jahrgangs trägt Fülle bei, ohne warm zu wirken. FINALE: Lang, hell und salzig, mit einem floralen Nachhall und leicht kreidigem Griff. Ostlage auf 450 Metern - was La Serra dem Wein gibt Die Parzelle gehört zur MGA La Serra, einer der höchsten Zonen von La Morra, und ist nach Osten ausgerichtet. Morgensonne und kühle Nächte verlangsamen die Zuckerbildung, weshalb die Trauben Aroma und Säure behalten, auch wenn der Sommer warm ausfällt. Unter der sandig-lehmigen Oberfläche liegt Sant'Agata-Fossili-Mergel aus dem Tortonium, ein Gemisch aus Ton, Feinsand und Kalk. Die MGA gilt seit Jahrzehnten als Adresse für florale, früh zugängliche Barolo; genau das unterstreicht der Jahrgang 2020. Handwerk in der Fraktion Santa Maria Der Keller von Alberto Burzi liegt im Haus der Großeltern, gebaut in den späten 1960er Jahren und 2018 erweitert. Zusammen mit seiner Schwester Caterina bewirtschaftet er rund sieben Hektar und füllt jährlich etwa 20.000 bis 25.000 Flaschen. Die Arbeit im Weinberg folgt organischen Grundsätzen, mit Guyot-Schnitt von Hand, Massale-Selektion und Handlese. Im Keller wird auf Röstholz und aromatische Eingriffe verzichtet, weil der Anspruch des Hauses lautet, dass Eleganz die Kraft des Tannins überwiegen soll. Untergetauchter Tresterhut, ungetoastetes 20-Hektoliter-Fass Die Maische bleibt 35 bis 45 Tage im Kontakt mit dem Most, in der Endphase liegt der Tresterhut unter der Flüssigkeit. Diese Technik extrahiert Farbe und Struktur ruhig, ohne harte Gerbstoffe herauszulösen. Der Ausbau dauert rund 24 Monate in einem Fass von 20 Hektolitern aus österreichischer Eiche ohne Toasting, danach folgt eine Beruhigungsphase im Zement. Weil 2020 von sich aus weich und aromatisch angelegt ist, entsteht daraus ein Cru, der früh Freude macht und dennoch über gut ein Jahrzehnt Reserven besitzt. Servieren und kombinieren 16 bis 17 Grad Celsius sind ideal, ein bauchiges Glas hilft der floralen Aromatik. Eine Stunde Luft reicht, bei diesem Jahrgang ist langes Dekantieren unnötig. Am Tisch bewährt er sich mit Tajarin und Butter, Kalbsbries, Ente mit Orange, Steinpilzen im Ofen, Zwiebelflan mit Fonduta und einem nicht zu salzigen Blauschimmelkäse. Häufige Fragen zum Burzi Barolo La Serra 2020 Wie unterscheidet sich der La Serra 2020 vom Vorjahrgang? Der 2019er ist straffer, säurebetonter und braucht mehr Zeit; der 2020er wirkt runder, floraler und ist früher zugänglich. Beide stammen aus derselben Parzelle, der Unterschied kommt allein aus dem Witterungsverlauf. Warum hat dieser Barolo 15 Prozent Alkohol? Die Shop-Angabe nennt 15 Prozent. In warmen Jahren wie 2020 erreichen alte und gut belichtete Nebbiolo-Anlagen hohe Zuckerwerte; die Höhenlage und die frische Säure sorgen dafür, dass der Wein trotzdem nicht schwer wirkt. Wie lange sollte man ihn liegen lassen? Er ist heute trinkbar. Zwischen 2026 und 2032 dürfte er sein Optimum zeigen, danach beginnt die tertiäre Phase. Für eine 2013 gepflanzte Anlage ist das ein realistisches Fenster. Was ist eine MGA? Menzione Geografica Aggiuntiva bezeichnet eine offiziell abgegrenzte Lage innerhalb der Barolo-Denomination. Steht ihr Name auf dem Etikett, müssen alle Trauben aus dieser Lage kommen. Welches Glas passt zu diesem Wein? Ein großes, bauchiges Burgunderglas. Es gibt der floralen und beerigen Aromatik Raum, während eine engere Form die kühle Würze und das Tannin betonen würde.

Inhalt: 0.75 Liter (82,53 €* / 1 Liter)

61,90 €*
Burzi Barolo La Serra 2021
Traube: Nebbiolo
Burzi Barolo La Serra 2021 kommt aus einer der höchstgelegenen Lagen von La Morra und ist der jüngste Lagenwein des Guts. Der Nebbiolo, gefüllt mit 14,5 % Vol. in 0,75 Litern, vereint 75 Prozent Lampia, 20 Prozent Michet und 5 Prozent Rosè. Rote Kirsche, Blutorange und Himbeere treffen auf getrocknete Blüten, Minze und Eukalyptus. Lange Maischestandzeit und ungetoastetes Großfass ergeben einen kühlen, straff gezeichneten Barolo mit viel Duft. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo La Serra 2021 FARBE: Helles, transparentes Rubinrot mit lachsfarbenem Rand. NASE: Rote Kirsche, Himbeere und ein deutlicher Anklang von Blutorange öffnen den Duft. Dazu kommen getrocknete Blüten, Minze und ein kühler Eukalyptuston, unterlegt mit weißem Pfeffer und Teeblatt. GESCHMACK: Straff und präzise statt breit, mit klarer roter Frucht und feinem, engmaschigem Tannin. Die Höhenlage schmeckt man an der kühlen Säure, die den Wein wie eine Achse durchzieht; balsamische Minze bleibt als Signatur. FINALE: Lang, kühl und salzig, mit nachklingender Zitrusschale und Kräuterwürze. La Serra – Höhenlage auf 450 Metern gegenüber Brunate La Serra ist eine amtlich abgegrenzte Lage (MGA) in La Morra und zählt mit Höhen um 430 bis 450 Meter zu den höchsten Weinbergen der Gemeinde. Die Parzelle von Alberto Burzi ist nach Osten ausgerichtet, umfasst laut Lagenkataster 0,42 Hektar und liegt in Sichtweite von Brunate. Die Böden bestehen aus tortonischen Sant'Agata-Fossili-Mergeln mit Lehm, Feinsand und Kalkanteil. Höhe und gute Durchlüftung bremsen die Reife: Der Wein bekommt Duft, Säure und ein feines, nie hartes Tannin, wo tiefere Lagen mehr Fülle liefern. Vom Pachthof zum Lagenweingut in La Morra Bis vor wenigen Jahren war der Betrieb der Familie Burzi vor allem Traubenlieferant und Verpächter. Alberto Burzi hat das gedreht, die Flächen zurückgeholt und die Lagen getrennt vinifiziert. La Serra wurde 2013 neu gepflanzt und wird seit dem Jahrgang 2019 als eigener Wein gefüllt – die jüngste Anlage neben dem 80 Jahre alten Capalot. Zusammen mit seiner Schwester Caterina bewirtschaftet er rund sieben Hektar; seit 2021 wird auf das Heften der Laubwand verzichtet und stattdessen eingerollt, damit die Beeren kleiner und reifer werden. 35 bis 45 Tage untergetauchter Hut, Reife im 20-Hektoliter-Fass Die Gärung läuft temperaturkontrolliert mit täglichem Unterstoßen von Hand. Die Maischestandzeit dauert 35 bis 45 Tage und endet mit der traditionellen Technik des untergetauchten Huts, bei der die Schalen unter dem Flüssigkeitsspiegel gehalten werden. Danach reift der Wein in Fässern aus ungetoasteter österreichischer Eiche mit 20 Hektoliter Inhalt und vor der Füllung noch im Betontank. Der Shop nennt 25 Jahre Lagerfähigkeit – die Struktur dieses Weins spricht dafür. Servieren und kombinieren Wegen der noch jungen Struktur sollte der Wein zwei Stunden vor dem Essen in die Karaffe und bei 16 bis 18 Grad im großen Glas serviert werden. Er begleitet Rinderbacke, Lammkeule mit Kräutern, Tajarin mit weißem Trüffel, Entenbrust mit Kirschen, Fasan und lange gereiften Bra duro. Häufige Fragen zum Burzi Barolo La Serra 2021 Was steht hinter dem Lagennamen La Serra? La Serra ist eine der amtlich kartierten Einzellagen des Barolo-Gebiets in der Gemeinde La Morra. Sie liegt mit rund 450 Metern hoch, was den Weinen Frische, Duft und feines Tannin gibt. Wie alt sind die Reben in dieser Lage? Die Parzelle wurde 2013 gepflanzt und ist damit die jüngste Nebbiolo-Anlage des Guts. Seit dem Jahrgang 2019 wird sie getrennt vinifiziert und als eigener Lagenwein gefüllt. Was bedeutet die Gärung mit untergetauchtem Hut? Beim cappello sommerso werden die Traubenschalen mit einem Gitter unter der Flüssigkeit gehalten, statt sie täglich aufzurühren. Die Extraktion läuft dadurch langsamer und sanfter, was bei langen Maischezeiten feineres Tannin ergibt. Wann ist der La Serra 2021 am besten? Nach zwei Stunden Luft ist er bereits jetzt zugänglich, wirkt aber noch jung und straff. Das eigentliche Fenster liegt in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren, in denen sich die balsamischen und tertiären Noten aufbauen. Wie unterscheidet er sich vom Capalot Vecchie Viti? La Serra steht hoch und nach Osten, Capalot tiefer bei 300 Metern und nach Süden; dort sind die Reben rund 80 Jahre alt. Entsprechend ist La Serra kühler, floraler und straffer, Capalot dichter, dunkler und tiefer im Tannin.

Inhalt: 0.75 Liter (86,53 €* / 1 Liter)

64,90 €*
Carlo Revello Barolo 2020
Traube: Nebbiolo
Der Carlo Revello Barolo 2020 ist der gemeindeübergreifende Barolo des Guts und verbindet Nebbiolo aus dem Heimatort La Morra mit Trauben aus Serralunga d'Alba. Der Barolo DOCG kommt mit 14,5 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche und reifte 24 Monate in gebrauchten Barriques und in slawonischer Eiche. In der Nase dominieren dunkle Kirsche, Zwetschge und Mokka, dahinter Lakritz und ein kühler Minzhauch. Am Gaumen trifft die Fülle des warmen Jahrgangs 2020 auf das feste, salzige Tanningerüst, das Serralunga beisteuert. Die Verkostungsnotiz des Carlo Revello Barolo 2020 FARBE: Dunkles Rubinrot von mittlerer Dichte, am Rand mit ersten granatfarbenen Anklängen. NASE: Dunkle Kirsche und Zwetschge stehen vorn, unterlegt mit Mokka, Lakritz und einem kühlen Minzton. Etwas Luft bringt getrocknete Rosen, Nussschale und eine erdige Note hervor. Das Bouquet wirkt reif, aber nicht überladen. GESCHMACK: Rund und fruchtbetont im Auftakt, danach greift ein festes, leicht salziges Tannin. Die Säure ist moderat, wie es dem Jahrgang entspricht, sorgt aber für ausreichend Spannung. Im Mittelteil zeigen sich Kakao und getrocknete Kräuter. FINALE: Der Nachhall bleibt mittellang: Dunkle Frucht und Lakritz verklingen über einem staubig-erdigen Grundton. Zwei Böden, ein Wein: La Morra und Serralunga d'Alba Für diesen Barolo verschneidet das Gut Nebbiolo aus La Morra mit Trauben aus Serralunga d'Alba und bringt damit zwei geologisch verschiedene Hälften des Anbaugebiets zusammen. La Morra im Westen steht auf den jüngeren tortonischen Mergeln und liefert Duft, Fülle und geschmeidiges Tannin. Serralunga im Osten wurzelt in älteren serravallischen Böden; von dort kommen Gerüst, Salzigkeit und Haltbarkeit. Weil die Trauben aus zwei Gemeinden stammen, trägt der Wein weder eine Lagen- noch eine Gemeindebezeichnung, sondern erscheint als Barolo DOCG – er zeigt das Gebiet im Querschnitt statt eine einzelne Parzelle. Hausstil und Handschrift des Guts Das Gut in der Frazione Santa Maria von La Morra ging 2016 aus der Teilung des Betriebs Fratelli Revello hervor. Carlo Revello arbeitet mit seinem Sohn Erik, der die Önologieschule in Alba abgeschlossen hat und den Keller behutsam in Richtung Tradition zurückführt: weniger neues Holz, größere Fässer, spontane Gärungen. Rund sieben Hektar Rebfläche verteilen sich auf mehrere Lagen in La Morra, aus denen neben diesem Barolo die Crus Giachini und Boiolo sowie eine Riserva aus Rocche dell'Annunziata entstehen. Der gemeindeübergreifende Barolo ist dabei kein Nebenprodukt, sondern die Visitenkarte dieses Stils. 24 Monate in gebrauchten Barriques und slawonischer Eiche Der Ausbau dauerte 24 Monate und fand in gebrauchten Barriques sowie in Fässern aus slawonischer Eiche statt. Mehrfach belegtes Holz gibt kaum Röst- und Vanillearomen ab; es wirkt vor allem über die langsame Sauerstoffzufuhr, die das Tannin glättet. Damit liegt die Fassreife klar über den 18 Monaten, die die DOCG Barolo mindestens verlangt – insgesamt sind 38 Monate Reife vor der Freigabe vorgeschrieben. Das Gut nennt für diesen Wein ein Lagerfenster von 10 bis 15 Jahren. Serviervorschlag und Speisenbegleitung 17 bis 18 Grad Celsius, ein großes Glas und rund eine Stunde Luft genügen. Ein Depot ist bei diesem Jahrgang noch nicht zu erwarten, das Umfüllen dient also allein der Belüftung. Gut passen Brasato al Barolo, Salsiccia mit Linsen, Rinderrouladen, Pappardelle mit Wildragout, Ofengemüse mit Kastanien und ein reifer Raschera. Häufige Fragen zum Carlo Revello Barolo 2020 Worin unterscheidet sich dieser Barolo von den Lagenweinen des Guts? Er entsteht aus Trauben zweier Gemeinden und zeigt deshalb den Charakter des Anbaugebiets, nicht einer Parzelle. Die Crus Giachini und Boiolo sowie die Riserva Rocche dell'Annunziata stammen jeweils aus einer einzigen abgegrenzten Lage in La Morra und sind enger gefasst sowie langlebiger angelegt. Wie verlief der Jahrgang 2020 im Barolo? Der Winter war mild, das Frühjahr trocken und sonnig, Regen im Mai und Juni füllte die Wasserreserven. Der Sommer blieb warm, aber ohne Hitzespitzen und Trockenstress; die Lese reichte bis Anfang Oktober. Das ergab fruchtige, zugängliche Weine mit reifen Tanninen und etwas niedrigerer Säure. Was bedeutet DOCG auf dem Etikett? DOCG steht für Denominazione di Origine Controllata e Garantita, die höchste italienische Herkunftsstufe. Für Barolo bedeutet sie unter anderem 100 Prozent Nebbiolo, mindestens 13 % Vol. Alkohol, 38 Monate Reife und eine amtliche Prüfung jeder Partie. Wie lange sollte man den Barolo 2020 lagern? Das Gut gibt 10 bis 15 Jahre an. Da 2020 als früh zugänglicher Jahrgang gilt, ist der Wein bereits jetzt gut trinkbar; der Kern seines Fensters liegt in den kommenden fünf bis zehn Jahren. Warum steht der Hinweis auf Sulfite auf dem Etikett? Schwefeldioxid entsteht bei der Gärung und wird zusätzlich in geringen Mengen zum Schutz vor Oxidation eingesetzt. Ab einem Gehalt von 10 Milligramm je Liter ist der Hinweis gesetzlich vorgeschrieben; er gilt für nahezu jeden Wein und ist kein Qualitätsmerkmal.

Inhalt: 0.75 Liter (39,87 €* / 1 Liter)

29,90 €*
Carlo Revello Barolo 2021
Traube: Nebbiolo
Carlo Revello Barolo 2021 ist der Gutswein des Hauses: reinsortiger Nebbiolo, zusammengesetzt aus Parzellen in La Morra und Serralunga d’Alba, gefüllt mit 14,5 % Vol. in 0,75 Liter. Dunkles Rubinrot, dazu ein Duft von Sauerkirsche, Marzipan und Lakritz. Der Gaumen ist saftig, das Tannin gut eingebunden, die Säure lebhaft. 2021 gilt als Jahrgang mit tiefem pH-Wert und viel Zug — diese Flasche zeigt genau das. Die Verkostungsnotiz des Carlo Revello Barolo 2021 FARBE: Kräftiges Rubinrot mit hellem Rand. NASE: Viel Sauerkirsche, dazu Marzipan, Lakritz und ein Anklang von Siegellack, wie ihn junger Nebbiolo häufig zeigt. Getrocknete Rose und ein Hauch Teer treten mit Luft dazu. GESCHMACK: Saftig und geradlinig. Das Tannin ist fein eingebunden, die Säure gibt Tempo, rote Kirsche und Preiselbeere bleiben im Zentrum. Eine kalkig-salzige Ader zieht durch die Mitte. FINALE: Seidig im Abklang, mit Sauerkirsche und Süßholz. Die Säure zieht den Wein bis zum letzten Schluck nach vorn. Zwei Gemeinden in einer Flasche: La Morra und Serralunga d’Alba Anders als die Cru-Abfüllungen des Hauses vereint dieser Barolo Trauben aus zwei Gemeinden mit gegensätzlichem Untergrund. La Morra liefert die jüngeren, sand- und tonreichen Mergel des Tortonium, die für Duft, weiches Tannin und Trinkfluss stehen. Aus Serralunga d’Alba, wo ältere und kärgere Formationen dominieren, kommt der strengere, länger tragende Anteil. Zusammengesetzt ergibt das einen Barolo, der die Eleganz der Westseite mit dem Rückgrat der Ostseite verbindet — die Falstaff-Redaktion bewertete den 2021er mit 91 Punkten. Ein Familienbetrieb mit acht Hektar auf sieben Lagen Carlo Revello arbeitet in Santa Maria bei La Morra zusammen mit Mariarosa und Sohn Erik, der in Alba Önologie studiert hat und heute für den Keller verantwortlich ist. Die rund acht Hektar liegen in sieben eingetragenen Einzellagen, darunter Annunziata, Giachini, Boiolo, Lirano und ein kleines Stück Rocche dell’Annunziata. Erik hat die Rotationsmazeration abgeschafft und arbeitet mit spontaner Gärung; kleine Fassformate weichen nach und nach dem großen slawonischen Holz. Neben den Barolo entstehen ein Barbera d’Alba Superiore und ein Langhe Nebbiolo. Zwei Jahre zwischen gebrauchtem Barrique und slawonischem Fass Nach der Gärung reift der Wein 24 Monate in einer Kombination aus bereits belegten Barriques und großen Fässern aus slawonischer Eiche. Die gebrauchten Gebinde geben kaum noch Röstaromen ab, das große Holz sorgt für langsame, gleichmäßige Reife. Der Jahrgang 2021 kam nach einem schneereichen Winter, einem Frost zwischen dem 6. und 8. April, der die Erträge um etwa zehn Prozent senkte, und einem sehr trockenen Sommer; erst der September brachte Regen. Herausgekommen sind Weine mit niedrigem pH-Wert, klarer Säure und einem Lagerpotenzial, das der Betrieb mit zehn bis fünfzehn Jahren angibt. Servieren und kombinieren Zwischen 17 und 18 °C und in einem bauchigen Glas hat der Gutswein den nötigen Raum. Eine Stunde in der Karaffe schärft die Kontur, mehr braucht er nicht. Klassische Begleiter sind Brasato, Zunge in grüner Sauce, Agnolotti mit Fleischfüllung, Rehrücken, Steinpilze in Butter und ein Stück gereifter Raschera. Häufige Fragen zum Carlo Revello Barolo 2021 Aus welchen Lagen stammt dieser Barolo? Er ist eine Assemblage aus Parzellen in La Morra und in Serralunga d’Alba. Weil er keine einzelne Lage im Namen trägt, darf er Trauben aus mehreren Gemeinden des Gebiets vereinen. Wie hat der Frost im April 2021 den Jahrgang geprägt? Der Kälteeinbruch Anfang April traf einzelne Weinberge deutlich und senkte die Erntemenge um rund zehn Prozent. Die verbleibenden Trauben reiften konzentrierter, was sich in der dichten Frucht des Jahrgangs zeigt. Ist der 2021er schon jetzt eine Freude? Ja. Das Tannin ist von Anfang an gut eingebunden, die Frucht offen. Wer ihn heute trinkt, gibt ihm etwas Luft; nach fünf bis acht Jahren wird das Bild würziger. Wie wurde der Wein von der Fachpresse bewertet? Falstaff vergab im Herbst 2025 für den Barolo 2021 dieses Hauses 91 Punkte und beschrieb Sauerkirsche, Marzipan und Lakritz sowie einen seidigen Abgang. Wie unterscheidet sich der Gutswein von den Lagenweinen des Hauses? Der Gutswein ist früher zugänglich und breiter angelegt, weil er verschiedene Herkunftsprofile ausgleicht. Giachini und Boiolo zeigen dafür das engere Profil ihrer jeweiligen Lage und tragen länger.

Inhalt: 0.75 Liter (39,87 €* / 1 Liter)

29,90 €*
Carlo Revello Barolo 2022
Traube: Nebbiolo
Carlo Revello Barolo 2022 ist die Gutsabfüllung des Jahrgangs, gekeltert aus Nebbiolo von Parzellen in La Morra und Serralunga d’Alba, mit 15 % Vol. auf 0,75 Liter. Im Glas ein dunkles Rubinrot, im Duft schwarze Kirsche, Pflaume, Mokka und Lakritz. Der Gaumen fällt rund und saftig aus, das Tannin ist von Anfang an zugänglich. 2022 war das trockenste Jahr der Reihe — und brachte Barolo, der früher Freude macht als die strömungsreichen Vorjahre. Die Verkostungsnotiz des Carlo Revello Barolo 2022 FARBE: Dunkles Rubinrot, dicht und wenig transparent am Kern. NASE: Schwarze Kirsche und Zwetschge führen, dazu Mokka, Kakaoschale und Lakritz. Ein floraler Ton nach getrockneter Pfingstrose und ein Hauch Backgewürz halten das Bild offen. GESCHMACK: Rund und saftig, mit vollem Fruchtkern und einem Tannin, das mehr geschmeidig als streng wirkt. Dunkle Kirsche, Feige und ein Anflug von Bitterschokolade, dazu eine würzige Note aus dem Fass. FINALE: Der Wein klingt warm aus, mit dunkler Frucht und Röstwürze. Das Tannin verabschiedet sich trocken und leicht staubig. Woher der Gutswein kommt: Westhang und Osthang der Barolo-Zone Für diese Abfüllung greift der Betrieb auf Parzellen in La Morra und in Serralunga d’Alba zurück. In La Morra prägen sandreiche Mergel mit vergleichsweise geringem Kalkanteil die Weine; sie speichern Wasser gut, was in einem Dürrejahr wie 2022 von Vorteil war. Serralunga d’Alba steuert Trauben von älteren, magereren Formationen bei, die Gerüst und Salzigkeit mitbringen. Die Mischung nimmt dem heißen Jahrgang die Schwere und gibt ihm eine Achse. Erik Revello und die Rückkehr zum großen Holz Der Betrieb in Santa Maria bei La Morra entstand nach der Aufteilung des Familienbesitzes; ab 2016 keltert Carlo Revello unter eigenem Namen. Sein Sohn Erik, Absolvent der Önologieschule in Alba, verantwortet heute den Keller und hat die Arbeitsweise deutlich verändert: keine Rotationsmazeration mehr, mehr spontane Gärungen, Schritt für Schritt große slawonische Fässer anstelle kleiner Gebinde. Bewirtschaftet werden rund acht Hektar in sieben Einzellagen; die Cru-Weine Giachini und Boiolo sowie eine Riserva aus Rocche dell’Annunziata stehen über diesem Gutswein. 24 Monate Holz — große Fässer mit einem Anteil gebrauchter Barriques Der Wein verbringt zwei Jahre im Holz, teils in großen Fässern aus slawonischer Eiche, teils in bereits mehrfach belegten Barriques. Weil die kleinen Fässer nicht neu sind, liefern sie Sauerstoff und Feinschliff, aber keine Vanille. Das passt zum Charakter des Jahres: 2022 fielen nur etwa 385 Millimeter Regen gegenüber rund 480 Millimetern im normalen Bedarf, die Trockenheit hatte bereits im schneearmen Winter begonnen. Ältere Reben und kühlere, östlich ausgerichtete Hänge kamen am besten damit zurecht; die Weine zeigen saftiges Tannin und werden ihre besten Jahre eher in der ersten Dekade haben. Der Betrieb setzt das Lagerpotenzial mit zehn bis fünfzehn Jahren an. Servieren und kombinieren Serviert wird der Wein bei rund 17 °C, gerne in einem weiten Glas mit hohem Kelch. Weil der Jahrgang zugänglich ausfällt, genügen 30 bis 45 Minuten Karaffenzeit. Dazu passen Rinderschmorbraten, Lammkarree mit Rosmarin, Tajarin mit Butter, Perlhuhn aus dem Ofen, Kastanienrisotto und Toma-Käse mit Honig. Häufige Fragen zum Carlo Revello Barolo 2022 Wie trocken war der Jahrgang 2022 wirklich? Es fielen rund 385 Millimeter Regen, während etwa 480 Millimeter dem normalen Bedarf entsprechen. Erschwerend kam hinzu, dass die Trockenphase schon 2021 begann und der Winter kaum Schnee brachte. Braucht dieser Barolo lange Flaschenreife? Nein, er ist bewusst früher zugänglich. Fachberichte zum Jahrgang empfehlen die erste Dekade; der Betrieb selbst nennt zehn bis fünfzehn Jahre Lagerfähigkeit. Was bedeutet DOCG auf dem Etikett? DOCG ist die höchste italienische Herkunftskategorie mit garantierter Kontrolle. Für Barolo heißt das unter anderem reinsortiger Nebbiolo und eine vorgeschriebene Mindestreife von 38 Monaten, davon 18 Monate im Holz. Welche Rolle spielen die gebrauchten Barriques im Ausbau? Sie sorgen für einen kontrollierten Sauerstoffkontakt und glätten das Tannin. Neue Barriques würden Röst- und Vanillenoten beisteuern, was hier gerade nicht gewollt ist. Woran erkennt man Barolo aus La Morra im Glas? Die Weine der Gemeinde gelten als besonders duftig und weich im Tannin, weil ihre Böden mehr Sand und weniger Kalk enthalten als die östlichen Gemeinden. Bei dieser Assemblage tritt daneben die festere Statur aus Serralunga hervor.

Inhalt: 0.75 Liter (39,87 €* / 1 Liter)

29,90 €*
Carlo Revello Barolo Boiolo 2018
Traube: Nebbiolo
Der Carlo Revello Barolo Boiolo 2018 stammt aus einem der kühleren, regenreicheren Barolo-Jahre des vergangenen Jahrzehnts und zeigt genau das, was 2018 in La Morra ausmacht: Duft geht vor Wucht. Erzeugt wird der Barolo DOCG aus 100 Prozent Nebbiolo der Lage Boiolo oberhalb von La Morra, abgefüllt mit 15 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Im Glas treffen reife Brombeere, Himbeergelee und getrocknete Sauerkirsche auf Kardamom, Mokka und einen pfeffrigen Zug. Die Säure trägt, das Tannin ist dicht gewebt, nach 24 Monaten im großen Holzfass und mehreren Jahren Flaschenreife aber bereits gerundet. Die Verkostungsnotiz des Carlo Revello Barolo Boiolo 2018 FARBE: Granatrot, im Kern noch satt, gegen den Rand hin bereits merklich aufgehellt. NASE: Offen und einladend mit reifer Brombeere, Himbeergelee und getrockneter Sauerkirsche, dazu Kardamom, Mokka und ein feiner Pfefferton. Mit Luft gesellen sich Veilchen, Waldboden und ein Hauch Buchweizenhonig hinzu. Die Frucht wirkt eingemacht, nicht überreif. GESCHMACK: Mittelgewichtig und beweglich, mit klarer roter Frucht, kühlem Kräuterzug und salziger Mineralität. Das Tannin trägt spürbar, wirkt durch die Flaschenreife jedoch geschmeidig; die Säure des Jahrgangs hält den Wein aufrecht statt breit. FINALE: Im Abgang halten sich Sauerkirsche und Minzfrische, dazu tritt eine trockene Würze; die Länge ist ordentlich bemessen. Boiolo – der La-Morra-Cru mit den zugänglichen Tanninen Boiolo gehört zu den 181 abgegrenzten Zusatzlagen des Barolo und umfasst knapp 88 Hektar im Gemeindegebiet von La Morra, verteilt auf 230 bis 450 Meter Höhe. Den Untergrund bilden Sant'Agata-Fossili-Mergel, in den höheren Partien in geschichteter Ausbildung; diese oberen Teile gliedern sich in Boiolo im engeren Sinn und Fontanazza, das unmittelbar an Brunate grenzt. Weine aus Boiolo gelten als farbtief und zugleich früher zugänglich als jene der aristokratischeren Nachbarlagen. Lange stand der Cru im Schatten, erst in den vergangenen Jahren haben mehrere Güter – darunter Carlo Revello – ihn ernst genommen. Carlo und Erik Revello: sieben Hektar in Santa Maria Das Gut Carlo Revello & Figli entstand 2016, als der bis dahin gemeinsam geführte Familienbetrieb Fratelli Revello unter den Brüdern geteilt wurde. Carlo Revello bewirtschaftet seither rund sieben Hektar in der Frazione Santa Maria von La Morra, gemeinsam mit seinem ältesten Sohn Erik, der die Önologieschule in Alba absolviert hat. Zum Lagenbestand gehören Parzellen in Rocche dell'Annunziata, Giachini, Conca und Gattera sowie seit 2011 Bricco Manescotto und Boiolo. Im Weinberg gilt das Prinzip der lutte raisonnée, im Keller wird mit eigenen Hefen und zunehmend mit großen Fassgebinden gearbeitet. 24 Monate großes Holzfass, kein neues Eichenaroma Nach der Gärung reifte der Boiolo 2018 vierundzwanzig Monate in großen Holzfässern; neue Eiche spielt dabei keine Rolle. Erik Revello hat den Barriqueanteil des Guts über die Jahre zurückgefahren, weil große Gebinde den Sauerstoff langsamer und gleichmäßiger zuführen und weniger Röstaroma abgeben. Für den eher schlank gebauten Jahrgang 2018 ist das die passende Wahl: Der Wein behält seine Frische, das Tannin verliert die Kanten. Die DOCG verlangt für Barolo mindestens 38 Monate Reife, davon 18 im Holz – hier liegt allein die Fassreife deutlich darüber; das Gut nennt 25 bis 30 Jahre Lagerfähigkeit. Servieren und kombinieren Bei 17 bis 18 Grad Celsius und in einem weit geöffneten Glas zeigt der Wein am meisten Kontur. Nach den Jahren in der Flasche braucht er keine langen Karaffenzeiten mehr: 30 bis 45 Minuten genügen, ein beginnendes Depot trennt man behutsam ab. Am Tisch passt er zu Brasato al Barolo, Kaninchen in Kräutern, Tajarin mit Butter und Salbei, Rehrücken, Steinpilzrisotto und mittelalt gereiftem Castelmagno. Häufige Fragen zum Carlo Revello Barolo Boiolo 2018 Wie unterscheidet sich der Jahrgang 2018 von heißen Barolo-Jahren? 2018 begann mit einem langen, nassen Winter und brachte von Ende Mai bis Anfang Juni viel Regen samt Pilzdruck; ab dem Sommer verlief das Jahr klassisch, gelesen wurde Anfang bis Mitte Oktober. Das Resultat sind hellere, duftigere Barolo mit frischer Säure und gut eingebundenem Tannin – weniger Masse als 2017, dafür mehr Trinkfluss. Ist der Boiolo 2018 heute trinkreif? Ja. Die Weine dieses Jahrgangs waren früh zugänglich, und nach mehreren Jahren Flaschenreife sind die Tannine gerundet; erste tertiäre Noten nach Leder und getrockneten Kräutern zeigen sich bereits. Gute Beispiele des Jahrgangs halten 15 bis 20 Jahre. Wurde dieser Wein von der Fachpresse bewertet? Falstaff vergab für den Barolo Boiolo 2018 92 Punkte und beschrieb reife Brombeere, Himbeergelee, Kardamom und Mokka bei dichtem Tannin. Weitere belegte Bewertungen zu diesem Jahrgang liegen uns nicht vor. Warum steht Boiolo zusätzlich zum Wort Barolo auf dem Etikett? Boiolo ist eine amtlich abgegrenzte Zusatzlage, eine Menzione Geografica Aggiuntiva. Sie darf nur genannt werden, wenn alle Trauben aus diesem Gebiet stammen, und weist damit die exakte Herkunft innerhalb der Gemeinde La Morra aus. Was unterscheidet den Boiolo vom Giachini desselben Guts? Boiolo liegt höher und weiter westlich auf geschichteten Mergeln und ergibt einen breiter gebauten, früher zugänglichen Wein. Giachini liegt tiefer im Weiler Annunziata und bringt mehr floralen Duft und seidigeres Tannin. Beide zeigen die duftige Seite von La Morra, nur mit anderer Betonung.

Inhalt: 0.75 Liter (53,20 €* / 1 Liter)

39,90 €*
Carlo Revello Barolo Boiolo 2021
Traube: Nebbiolo
Carlo Revello Barolo Boiolo 2021 kommt von den Osthängen La Morras, ist reinsortiger Nebbiolo und wird mit 15 % Vol. in 0,75 Liter gefüllt. Reife Kirsche, Marzipan und Salbei bestimmen den Duft, dazu ein kühler Eukalyptusanklang. Am Gaumen halten sich Säure und Tannin genau die Waage, der Abgang zieht sich lange. Falstaff vergab für diese Flasche 94 Punkte — der bislang höchste Wert für die Lage in diesem Haus. Die Verkostungsnotiz des Carlo Revello Barolo Boiolo 2021 FARBE: Intensiv glänzendes Rubinrot mit aufgehellten Rändern. NASE: Reife Kirsche und Zwetschge, unterlegt mit Marzipan, Salbei und einem kühlen Eukalyptushauch. Etwas Zedernholz und getrocknete Blumen kommen erst nach längerem Luftkontakt. GESCHMACK: Ausgewogen und dicht, mit einem Gleichgewicht aus Säure und Tannin, das den Wein gerade hält. Dunkle Kirsche, Orangenschale und getrocknete Kräuter, dazu eine staubige Mineralität im Hintergrund. FINALE: Der Abgang zieht sich elegant hin. Kirsche und Salbei bleiben stehen, dazu ein Anflug von Bittermandel. Boiolo — fast 88 Hektar an den Osthängen von La Morra Boiolo zählt zu den 170 eingetragenen Einzellagen (Menzioni Geografiche Aggiuntive) des Gebiets und ist mit 87,89 Hektar nach Annunziata die zweitgrößte Lage der Osthänge La Morras. Die Rebflächen verteilen sich über 230 bis 450 Meter Höhe. Geologisch teilt sich die Lage: Im unteren Bereich liegen Sant’Agata-Fossili-Mergel, deren Ausrichtung Nebbiolo weniger entgegenkommt, während die oberen Parzellen auf geschichteten, laminierten Mergeln derselben Formation stehen — dort liegt der eigentliche Kern samt der Untereinheit Fontanazza. Lange war Boiolo kaum beachtet; erst in den vergangenen Jahren haben mehrere Betriebe gezeigt, dass hier farbtiefe, schmackhafte und früh zugängliche Weine entstehen. Die Revellos halten 1,07 Hektar, die sie 2011 erworben haben. Ein junger Kellermeister mit alten Werkzeugen Nach der Aufteilung des Familienbesitzes keltert Carlo Revello seit 2016 in Santa Maria bei La Morra unter eigenem Namen; erste Abfüllungen gab es bereits 2011. Sohn Erik hat nach der Önologieschule in Alba den Keller übernommen und arbeitet gegen den Trend der Neunziger: keine Rotationsmazeration, spontane Gärungen, große slawonische Fässer anstelle kleiner neuer Gebinde. Zahlreiche kleine Stahltanks erlauben es, jede Parzelle getrennt zu vergären. Neben Boiolo und Giachini entsteht eine Riserva aus Rocche dell’Annunziata, deren 2019er von Falstaff mit 96 Punkten bewertet wurde. Zwei Jahre im großen Fass — bewusst ohne neues Holz Der Wein liegt 24 Monate in großen Holzfässern. Weil das Verhältnis von Holzoberfläche zu Weinmenge in solchen Gebinden klein ist, bleibt die Reife langsam und die Würze zurückhaltend; das Profil der Lage bleibt lesbar. Der Jahrgang half dabei: 2021 kam nach einem schneereichen Winter und einer Frostnacht Anfang April, die rund zehn Prozent der Ernte kostete, ein sehr trockener Sommer; die niedrigen pH-Werte sorgen für Spannkraft. Das Lagerpotenzial gibt der Betrieb mit 25 bis 30 Jahren an. Servieren und kombinieren 17 °C und ein weites Glas genügen, um den Duft zu tragen. Wer die Flasche jetzt öffnet, gibt ihr besser eine gute Stunde in der Karaffe. Als Begleitung eignen sich Ossobuco, Entenbrust mit Feigen, Plin mit Kaninchenfüllung, Zwiebelsuppe piemontesischer Art, Morcheln in Rahm und ein Stück Bra duro. Häufige Fragen zum Carlo Revello Barolo Boiolo 2021 Wie groß ist die Lage Boiolo? Sie umfasst 87,89 Hektar und ist damit nach Annunziata die zweitgrößte eingetragene Lage an den Osthängen von La Morra. Die Rebflächen reichen von 230 bis 450 Metern Höhe. Seit wann bewirtschaftet die Familie Revello Boiolo? Die Parzelle kam 2011 zum Betrieb; sie umfasst 1,07 Hektar. Der erste eigene Boiolo wurde erst wenige Jahre später gefüllt, weshalb diese Abfüllung noch zu den jüngeren Weinen des Hauses gehört. Welche Böden liegen unter dem Weinberg Boiolo? Es sind Sant’Agata-Fossili-Mergel. Im unteren Teil der Lage treten sie massig auf, in den oberen Parzellen fein geschichtet — dort entstehen die überzeugenderen Weine. Wie unterscheidet sich der Boiolo vom Giachini desselben Hauses? Giachini liegt tiefer im Weiler Annunziata auf schluffig-sandigen Sedimenten und fällt duftiger und feiner aus. Boiolo an den Osthängen bringt mehr Farbe, kühlere Kräuternoten und ein etwas breiteres Tannin mit. Bis wann kann man den Boiolo 2021 lagern? Der Betrieb setzt 25 bis 30 Jahre an. Sinnvoll ist ein kühler, dunkler Platz ohne Temperatursprünge; der Wein lässt sich aber schon in seiner Jugend gut trinken.

Inhalt: 0.75 Liter (53,20 €* / 1 Liter)

39,90 €*
Carlo Revello Barolo Boiolo 2022
Traube: Nebbiolo
Der Carlo Revello Barolo Boiolo 2022 bringt die feine, duftige Seite des Nebbiolo eindrucksvoll zum Ausdruck. Der reinsortige Barolo stammt aus der abgegrenzten Lage Boiolo bei La Morra im Piemont und wird mit 15% Vol. in der 0,75-Liter-Flasche abgefüllt. Saftige Kirschen und Himbeeren verbinden sich mit Rosenblüten, Kräutern und feinwürzigen Nuancen. Seine lebendige Säure, das präzise Tannin und der traditionelle Ausbau im großen Holzfass verleihen ihm Eleganz, Struktur und ein beachtliches Entwicklungspotenzial. Die Verkostungsnotiz des Carlo Revello Barolo Boiolo 2022 FARBE: Leuchtendes Rubinrot mit ersten granatroten Reflexen. NASE: Ein vielschichtiges Bouquet aus reifen Kirschen, Himbeeren und roten Waldbeeren. Rosenblüten und Veilchen verleihen dem Duft eine florale Eleganz, während Lakritz, feine Kräuter, Tabak und dezente Gewürznoten für zusätzliche Tiefe sorgen. GESCHMACK: Präzise und ausdrucksstark mit saftiger roter Frucht, lebendiger Säure und feinkörnigem Tannin. Mineralische Anklänge, Kräuter und eine feinherbe Würze begleiten die Frucht und geben dem Barolo seine klare Struktur. FINALE: Lang und harmonisch mit anhaltender Kirschfrucht, feiner Würze und einem eleganten, leicht mineralischen Nachhall. Barolo aus der Lage Boiolo in La Morra Die Nebbiolo-Trauben stammen aus Boiolo, einer offiziell abgegrenzten geografischen Zusatzbezeichnung, einer sogenannten MGA, innerhalb des Barolo-Gebiets. Die Weinberge liegen bei La Morra, einer Gemeinde, deren Barolo häufig für eine besonders duftige und elegante Stilistik geschätzt werden. Kalkhaltige Mergelböden prägen die Herkunft und unterstützen die Verbindung aus floraler Aromatik, Frische und feinem Tannin. Carlo Revello & Figli in La Morra Carlo Revello & Figli ist ein familiengeführtes Weingut in La Morra im Herzen der Langhe. Im Mittelpunkt stehen traditionelle Rebsorten des Piemonts und insbesondere Barolo aus ausgewählten Lagen. Neben einem klassischen Barolo erzeugt das Weingut eigenständige Lagenweine wie Boiolo und Giachini, die den Charakter ihrer jeweiligen Herkunft gezielt zum Ausdruck bringen. Die Arbeit im Weinberg und ein behutsamer Ausbau sollen dabei die Frucht, die Struktur und die typischen Eigenschaften des Nebbiolo bewahren. Traditioneller Ausbau im großen Holzfass Der Carlo Revello Barolo Boiolo 2022 wird 24 Monate in großen Holzfässern ausgebaut. Der zurückhaltende Ausbau stellt nicht das Holz, sondern den Charakter des Nebbiolo und seiner Herkunft in den Mittelpunkt. Der noch junge Barolo zeigt bereits eine ausgewogene Frucht und besitzt zugleich das Potenzial, sich bei geeigneter Lagerung über viele Jahre weiterzuentwickeln. Servieren und kombinieren Der Barolo sollte idealerweise bei etwa 16 bis 18 °C in einem großzügigen Rotweinglas serviert werden. In jungen Jahren profitiert er von ausreichend Luft und kann etwa ein bis zwei Stunden vor dem Genuss dekantiert werden. Besonders gut begleitet er geschmortes Rind, Lamm, Wildgerichte, Trüffelpasta, Steinpilz-Risotto und gereiften Hartkäse. Häufige Fragen zum Carlo Revello Barolo Boiolo 2022 Was bedeutet Boiolo bei diesem Barolo? Boiolo ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine sogenannte MGA, innerhalb des Barolo-Gebiets bei La Morra. Sie kennzeichnet die genaue Herkunft der verwendeten Nebbiolo-Trauben. Ist der Carlo Revello Barolo Boiolo 2022 bereits trinkreif? Der Barolo kann bereits jung genossen werden, profitiert dann jedoch von ausreichend Luft. Mit weiterer Flaschenreife können sich die Tannine abrunden und zusätzliche würzige sowie tertiäre Aromen entwickeln. Sollte der Barolo vor dem Servieren dekantiert werden? Bei jungem Genuss empfiehlt sich eine Belüftung von etwa ein bis zwei Stunden. Dadurch kann sich das vielschichtige Zusammenspiel aus Frucht, floralen Noten, Würze und Tannin besser entfalten. Wie sollte der Carlo Revello Barolo gelagert werden? Die Flasche sollte liegend, dunkel, erschütterungsfrei und bei möglichst gleichbleibender, kühler Temperatur gelagert werden. Unter geeigneten Bedingungen besitzt der Wein ein langfristiges Entwicklungspotenzial. Was zeichnet Barolo aus La Morra aus? Barolo aus La Morra wird häufig für eine besonders duftige und elegante Stilistik geschätzt. Florale Aromen, feine rote Frucht und eine vergleichsweise geschmeidige Tanninstruktur prägen viele Weine aus dieser Gemeinde.

Inhalt: 0.75 Liter (53,20 €* / 1 Liter)

39,90 €*
Carlo Revello Barolo Giachini 2017
Traube: Nebbiolo
Kraft ist das Thema dieses Weins: Der Carlo Revello Barolo Giachini 2017 stammt aus dem heißesten und trockensten Barolo-Jahr des vergangenen Jahrzehnts und erreicht 15,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Reinsortiger Nebbiolo aus der Lage Giachini bei La Morra, ausgebaut 24 Monate im Barrique, von dem nur ein Fünftel neu war. Eingemachte Kirsche, Backpflaume und Vanille verbinden sich mit Minze, Leder und getrockneten Kräutern. Der Wein ist üppig gebaut, das Tannin fest und in der Textur noch spürbar; die Frische stammt aus den kühlen Septembernächten dieses Jahrgangs. Die Verkostungsnotiz des Carlo Revello Barolo Giachini 2017 FARBE: Kräftiges, dunkles Granatrot; die für 2017 typische tiefdunkle Farbanlage klingt im Kern noch nach. NASE: Sehr reif und ausladend mit eingemachter Kirsche, Backpflaume und getrockneter Feige, dazu Vanille, süßer Pfeifentabak und ein deutlicher Minz- und Eukalyptushauch. Nach längerem Luftkontakt treten süßlich wirkende Blütennoten und Leder hervor, die dem Wein aromatischen Auftrieb geben. GESCHMACK: Voluminös und wärmend, mit süß erscheinender Frucht und einem breiten, kräftigen Tanningerüst, das gegen Ende noch etwas körnig ausfällt. Getrocknete Kräuter, Lakritz und ein salziger Zug bilden das Gegengewicht zur Fülle des Jahrgangs. FINALE: Nachdrücklich und lang. Kirschkonfitüre und Leder tragen den Abgang, Tabak und trockene Kräuter setzen den Schlusspunkt. Giachini bei La Morra – und ein Anteil aus Gattera Die Trauben stammen aus Giachini, einer abgegrenzten Zusatzlage im Weiler Annunziata von La Morra, südöstlich ausgerichtet und etwas tiefer gelegen als Rocche dell'Annunziata. Die Kellerangaben des Guts nennen für diesen Jahrgang zusätzlich einen Anteil aus der Lage Gattera, die auf rund 250 Metern liegt und dank ihres wärmeren Kleinklimas früher reift. Beide Parzellen wurzeln in den tortonischen Sant'Agata-Fossili-Mergeln des westlichen Barolo-Gebiets, die für Blütenduft und geschmeidiges Tannin bekannt sind. Im Hitzejahr 2017 wirkte dieser Bodentyp als Puffer: Die Weine wurden füllig, ohne ihre floralen Anklänge einzubüßen. Vom Barrique zurück zum großen Fass: Carlo und Erik Revello Carlo Revello & Figli bewirtschaftet rund sieben Hektar in der Frazione Santa Maria oberhalb der Annunziata und ging 2016 aus der Teilung des Familienbetriebs Fratelli Revello hervor. Der 2017er fällt in eine Übergangsphase des Kellers: Erik Revello, Absolvent der Önologieschule Alba, hat den Barriqueanteil seit der Betriebsübernahme kontinuierlich verringert und arbeitet inzwischen überwiegend mit großen Fässern aus slawonischer Eiche. Zum Sortiment gehören ein Barolo aus La Morra und Serralunga d'Alba, die Lagenweine Giachini und Boiolo sowie die Riserva Rocche dell'Annunziata. Dass Giachini heute als eigener Lagenwein erscheint, hängt mit dieser Neuordnung zusammen – der frühere Verschnitt Barolo R.G. wurde aufgegeben. 24 Monate Barrique, davon 20 Prozent neues Holz Der Giachini 2017 reifte 24 Monate im Barrique, wobei nur 20 Prozent der Fässer neu und 80 Prozent bereits mehrfach belegt waren; der Anteil aus Gattera verbrachte dieselbe Zeit in slawonischer Eiche. Diese Kombination erklärt die Vanille- und Röstnuancen im Bouquet, die man im heutigen, stark auf große Gebinde ausgerichteten Hausstil so nicht mehr findet. Dem Jahrgang kam der lange Holzkontakt zugute: Die anfangs griffigen Tannine des Hitzejahres sind inzwischen erkennbar runder. Das Gut gibt 25 bis 30 Jahre Lagerfähigkeit an. So kommt der 2017er ins Glas 18 Grad Celsius sind hier angemessen – kühler serviert wirkt der hohe Alkohol nicht ausgeglichener, sondern kantiger. Ein bis zwei Stunden in der Karaffe helfen dem Wein sichtbar, ein leichtes Depot ist nach fast einem Jahrzehnt normal. Kräftige Gerichte sind Pflicht: Brasato, Wildschweinschulter, Lammkeule mit Rosmarin, Risotto mit Steinpilzen, Bollito misto mit Salsa verde und ein sehr reifer Bra duro. Häufige Fragen zum Carlo Revello Barolo Giachini 2017 Warum hat dieser Barolo 15,5 % Vol.? 2017 fielen von März bis Oktober nur rund 280 Millimeter Regen statt der üblichen etwa 600; Aprilfrost und Sommerhagel verringerten zusätzlich die Erträge. Die wenigen, sehr reifen Beeren brachten hohe Zuckerwerte, die Lese begann teilweise bereits Mitte September – daraus ergeben sich Alkoholwerte am oberen Ende dessen, was Barolo kennt. Ist der Giachini 2017 jetzt am Punkt? Er ist trinkbereit, zeigt sich mit Luft aber deutlich besser. Die 2017er brauchen etwa zwei bis drei Jahre mehr als die 2018er, um ihr Tannin einzubinden; dieser Wein hat diese Phase hinter sich und trägt zugleich Reserven für ein weiteres Jahrzehnt und mehr. Merkt man das Barrique im Wein? In Ansätzen ja: Vanille, süße Tabaknoten und ein feiner Röstton stammen aus den 20 Prozent neuem Holz. Weil vier Fünftel der Fässer gebraucht waren, bleibt der Effekt jedoch begrenzt und die Frucht behält die Oberhand. Wie unterscheidet sich der 2017er vom 2018er derselben Lage? Der 2017er ist wärmer, dichter und alkoholreicher gebaut, mit breiterem Tannin und dunklerer Frucht. Der 2018er wirkt heller, floraler und säurebetonter. Wer Fülle sucht, greift zum 2017er; wer Trinkfluss und Duft möchte, zum 2018er. Woran erkennt man einen Barolo aus einem Hitzejahr? An der dunkleren Farbe, an eingemachter statt frischer Frucht, an balsamischen Minz- und Eukalyptusnoten und an einem höheren Alkoholwert bei moderater Säure. Das Tannin ist meist breiter und wirkt in der Jugend etwas trockener als in kühlen Jahrgängen.

Inhalt: 0.75 Liter (53,20 €* / 1 Liter)

39,90 €*
Carlo Revello Barolo Giachini 2018
Traube: Nebbiolo
Der Carlo Revello Barolo Giachini 2018 hat im Sortiment des Guts den früheren Barolo R.G. abgelöst: Seit die Familie die Trauben aus Rocche dell'Annunziata getrennt als Riserva abfüllt, steht die Lage Giachini für sich allein. Reinsortiger Nebbiolo aus dem Weiler Annunziata bei La Morra, deklariert mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Der kühle, regenreiche Jahrgang 2018 verstärkt genau die Eigenschaften, für die diese Parzelle bekannt ist: Walderdbeere und Blutorange, getrocknete Rosenblätter, ein Hauch Anis. Dazu eine schlanke, aufrechte Struktur mit lebhafter Säure und seidigem, bereits gut eingebundenem Tannin. Die Verkostungsnotiz des Carlo Revello Barolo Giachini 2018 FARBE: Mittleres Rubinrot, am Rand bereits leicht ziegelfarben – die Farbtiefe bleibt dem hellen Jahrgang entsprechend zurückhaltend. NASE: Ausgesprochen floral mit getrockneten Rosenblättern und Veilchen über Walderdbeere, roter Johannisbeere und Blutorangenzeste. Nach einigen Minuten treten Anis, Kalkstaub und getrockneter Thymian dazu. Die Frucht bleibt kühl und klar, nie marmeladig. GESCHMACK: Schlank, präzise und beweglich gebaut. Das Tannin ist feinmaschig und in diesem Stadium schon weich, die Säure gibt dem Wein Länge statt Volumen. Ein leicht bitterer Kräuterzug im Mittelteil hält die Frucht in Balance. FINALE: Der Abgang setzt auf Salz und Zitrusschale statt auf Fruchtsüße; kühle Minze klingt dabei erstaunlich lange nach. Giachini in der Annunziata: der stille Nachbar der Rocche Giachini ist eine eigenständige MGA von La Morra und liegt im Weiler Annunziata, zwischen dem Cru Bricco Rocca und der Ortslage selbst, etwas tiefer als Rocche dell'Annunziata. Boden und Ausrichtung ähneln dem berühmten Nachbarn – Südost, kalkhaltige Mergel des Tortonium –, weshalb die Weine strukturell verwandt sind. Bekannt ist die Lage für eine floral geprägte Aromatik und ein besonders seidiges Tannin. In einem kühlen Jahr wie 2018 tritt dieser Zug deutlicher hervor als jede Form von Kraft. Vom Barolo R.G. zum Lagenwein: die Familie Revello Carlo Revello führt sein Gut seit der Teilung des Familienbetriebs Fratelli Revello im Jahr 2016 eigenständig, unterstützt von seinem Sohn Erik, einem Absolventen der Önologieschule Alba. In dieser Zeit ordnete die Familie das Barolo-Sortiment neu: Der Verschnitt aus den besten Parzellen, früher als Barolo R.G. abgefüllt, entfiel; die Rocche dell'Annunziata wurde ab dem Jahrgang 2016 zur eigenen Riserva, und Giachini rückte als Lagenwein nach. Auf den rund sieben Hektar in der Frazione Santa Maria entstehen neben den Barolo auch Langhe Nebbiolo, Barbera und Dolcetto. Verkauf und Verkostung finden direkt im Keller statt. Reifung im großen Eichenfass statt im Barrique Als Gebinde nennt das Weingut für den Giachini 2018 das große Eichenfass; eine exakte Fassdauer ist für diesen Jahrgang nicht veröffentlicht. Den Rahmen setzt die Herkunftsregel: Barolo DOCG braucht mindestens 38 Monate Reife nach der Ernte, davon wenigstens 18 Monate im Holz, und darf erst im vierten Jahr nach dem Jahrgang in den Handel. Erik Revello hat den Barriqueanteil im Keller schrittweise verringert und arbeitet zunehmend mit großen Fässern aus slawonischer Eiche, die weniger Holzaroma und mehr Zeit beitragen. Für den Wein heißt das: Die florale Aromatik der Lage bleibt vorn, das Reifepotenzial gibt das Gut mit 20 bis 25 Jahren an. Am Tisch: Temperatur, Glas, Begleiter 16 bis 17 Grad Celsius genügen diesem eher schlanken Barolo – zu warm serviert verliert er seine Frische. Ein bauchiges Glas ist wichtiger als langes Dekantieren; eine halbe Stunde in der Karaffe reicht, sofern sich kein Depot gebildet hat. Auf dem Teller harmoniert er mit Agnolotti del plin, geschmorter Ochsenbacke, Perlhuhn mit Kräutern, Tajarin mit weißem Trüffel, Wildschweinragout und einem mittelreifen Toma Piemontese. Häufige Fragen zum Carlo Revello Barolo Giachini 2018 Was war der Barolo R.G. und warum gibt es ihn nicht mehr? Der Barolo R.G. war ein Verschnitt aus den besten Parzellen des Guts, in den auch Trauben der Rocche dell'Annunziata einflossen. Seit die Familie diese Lage separat als Riserva abfüllt, ist der Verschnitt entfallen; der Barolo Giachini nimmt seinen Platz im Sortiment ein. Wie verlief das Jahr 2018 im Barolo-Gebiet? Auf einen langen, nassen Winter mit Schnee und Frost folgten starke Regenfälle von Ende Mai bis Anfang Juni und entsprechend hoher Pilzdruck; ab dem Sommer normalisierte sich der Verlauf, gelesen wurde Anfang bis Mitte Oktober. Die Weine wurden heller, duftiger und säurebetonter als in heißen Jahren. Kann man den Giachini 2018 noch weglegen? Man kann, muss aber nicht. Das Gut nennt 20 bis 25 Jahre Lagerfähigkeit; die Weine dieses Jahrgangs zeigen erfahrungsgemäß zwischen dem achten und dem fünfzehnten Jahr das beste Verhältnis von Frucht, Reife und Tannin. Was bewirken die tortonischen Böden von La Morra? Die westlichen Barolo-Gemeinden La Morra und Verduno stehen auf den jüngeren, kalkhaltig-mergeligen Böden des Tortonium. Sie ergeben Weine mit runderem Tannin und ausgeprägterer Blütenaromatik, die früher trinkbar sind als die kraftvollen Barolo auf den älteren Böden von Serralunga d'Alba. Ist Barolo immer reinsortiger Nebbiolo? Ja. Die DOCG Barolo schreibt 100 Prozent Nebbiolo vor, mindestens 13 % Vol. Alkohol und Rebflächen zwischen 170 und 540 Metern Höhe in elf Gemeinden der Langhe. Der Giachini 2018 kommt aus einer der 181 amtlich abgegrenzten Zusatzlagen.

Inhalt: 0.75 Liter (53,20 €* / 1 Liter)

39,90 €*
Carlo Revello Barolo Giachini 2019
Traube: Nebbiolo
Carlo Revello Barolo Giachini 2019 ist ein Lagenwein aus dem Weiler Annunziata bei La Morra, reinsortig aus Nebbiolo und mit 14 % Vol. auf 0,75 Liter gefüllt. Nach mehreren Jahren Flaschenreife zeigt der Duft rote Frucht, Blutorange und getrocknete Rose. Der Gaumen ist von der markanten Säure und dem reifen, breit angelegten Tannin des Jahres geprägt. 2019 gilt trotz heißer Sommerphasen als klassisch geformter Jahrgang — und genau so liest sich diese Flasche. Die Verkostungsnotiz des Carlo Revello Barolo Giachini 2019 FARBE: Rubinrot mit granatfarbenem Rand und mittlerer Tiefe. NASE: Rote Kirsche und Preiselbeere, dazu Blutorange, getrocknete Rose und Teeblatt. Darunter liegen Kräuter, ein Hauch Zimtrinde und die beginnende Lederwürze reifenden Nebbiolos. GESCHMACK: Klar gezeichnet, mit markanter Säure und reifem, breit angelegtem Tannin. Rote Johannisbeere, Kirschkern und Orangenzeste treffen auf getrocknete Kräuter und eine sandig-salzige Textur. FINALE: Straff und würzig im Abklang, mit Zitruszeste über der roten Frucht. Das Tannin hat sichtbar noch Reserve. Sandige Bänder in schluffigem Ton: der Weinberg Giachini Der Weinberg trägt den Namen einer amtlich kartierten Einzellage im Weiler Annunziata der Gemeinde La Morra. Er fällt nach Süden bis Südosten ab, liegt auf etwa 200 bis 250 Metern und damit unterhalb der Rocche dell’Annunziata, mit der er Bodenart und Ausrichtung weitgehend teilt. Charakteristisch sind feine schluffig-tonige Sedimente, durch die sich schmale Sandbänder ziehen; solche Partien geben dem Wein Volumen, Alkoholtiefe und ein Tannin, das mit den Jahren feiner wird. Die Familie Revello bewirtschaftet nach Katasterauswertung 1,11 Hektar in dieser Lage. Carlo Revello & Figli — zwölf Jahre eigene Etiketten Die erste Flasche unter eigenem Namen wurde 2011 gefüllt, ab 2016 arbeitete der Betrieb vollständig eigenständig mit eigenen Weinbergen. Carlo Revello und seine Frau Mariarosa teilen die Arbeit mit Sohn Erik, der in Alba Önologie gelernt hat. Der Weinbergsbesitz umfasst rund acht Hektar in sieben Einzellagen der Gemeinde, von Annunziata und Lirano über Manocino und Bricco Manescotto bis zu einem kleinen Stück Rocche dell’Annunziata, das als Riserva gefüllt wird. Deren Jahrgang 2019 erhielt von Falstaff 96 Punkte. Warum großes Fass und kein neues Barrique Der Giachini reift nach Angaben des Betriebs im großen Eichenfass; eine Monatszahl nennt der Erzeuger für diese Abfüllung nicht. Der Verzicht auf neues Kleinholz ist Programm: Erik Revello hat die Kellerarbeit in Richtung Tradition gedreht, weg von Rotationsmazeration und Barriquewürze. Der Jahrgang 2019 forderte diese Zurückhaltung: Ein kalter, nasser Frühling verzögerte den Austrieb, Ende Juni und Ende Juli kletterten die Temperaturen an die 40 Grad, Anfang September traf Hagel einzelne Parzellen. Gelesen wurde erst Mitte bis Ende Oktober, in nur etwa zehn Tagen, bei Erträgen 15 bis 20 Prozent unter dem Durchschnitt. Das Ergebnis sind dickschalige Trauben, viel Tanninmasse und lebhafte Säure — der Betrieb rechnet mit 20 bis 25 Jahren Entwicklung. Servieren und kombinieren Sechs Jahre nach der Ernte braucht der Wein weniger Luft als in seiner Jugend: eine halbe Stunde in der Karaffe reicht, das Depot bleibt dabei in der Flasche. Serviert wird bei 18 °C in einem großen, bauchigen Glas. Auf dem Tisch bewähren sich Brasato, Wildschweinragout mit Polenta, Rebhuhn, Trüffelei, Rinderfilet mit Knochenmark und ein Gorgonzola aus dem Piemont. Häufige Fragen zum Carlo Revello Barolo Giachini 2019 Warum gilt 2019 als klassischer Barolo-Jahrgang? Weil trotz heißer Phasen im Juni und Juli spät gelesen wurde und die Weine mit kräftigem Tannin und deutlicher Säure in den Keller kamen. Fachberichte stellen den Jahrgang neben 2016 und loben Struktur bei gezähmtem Alkohol. Wie hoch war der Ertragsverlust 2019? Die Erträge lagen 15 bis 20 Prozent unter dem Durchschnitt. Ursachen waren die unregelmäßige Blüte, Hitzestress und Hagelschäden Anfang September in einzelnen Lagen. Kann man den Giachini 2019 heute schon öffnen? Ja, er ist zugänglich, zeigt aber noch reichlich Tanninreserve. Eine halbe bis eine Stunde Luft hilft, danach treten Blutorange und getrocknete Kräuter deutlich hervor. Welche Böden prägen die Lage Giachini? Feine schluffig-tonige Sedimente mit eingeschobenen sandigen Schichten. Sandreiche Partien in La Morra ergeben körperreiche Weine mit feinem, nicht kantigem Tannin. Sollte die Flasche vor dem Öffnen stehen? Bei einem Wein dieses Alters ja. Ein oder zwei Tage aufrecht lassen das Depot absinken, danach kann vorsichtig in die Karaffe umgefüllt werden.

Inhalt: 0.75 Liter (55,87 €* / 1 Liter)

41,90 €*
Carlo Revello Barolo Giachini 2020
Traube: Nebbiolo
2020 war im Barolo-Gebiet ein warmes, aber ungewöhnlich ausgeglichenes Jahr – und der Carlo Revello Barolo Giachini 2020 ist entsprechend saftig und offen gebaut. Der Barolo DOCG besteht zu 100 Prozent aus Nebbiolo der Lage Giachini bei La Morra, wird mit 14 % Vol. deklariert und kommt in der 0,75-Liter-Flasche. Dunkle Kirsche, Zwetschge und Himbeere treffen auf Veilchen, Tabak und Kakao. Die Tannine sind feinkörnig und fest, wirken aber schon rund; die Säure bleibt lebendig, der Abgang zieht sich lang und leicht rauchig hin. Die Verkostungsnotiz des Carlo Revello Barolo Giachini 2020 FARBE: Dunkles, jugendlich wirkendes Rubinrot mit dichtem Kern und schmalem violettem Schimmer. NASE: Zuerst dunkle Kirsche, Zwetschge und Himbeere, danach Veilchen, getrockneter Majoran und ein Hauch Kakao. Mit Luft schiebt sich eine feine Tabak- und Lakritznote nach vorn, ohne die Frucht zu verdecken. GESCHMACK: Kraftvoll, aber klar gegliedert. Die Tannine sind feinkörnig und fest, durch die Reife des Jahrgangs jedoch schon zugänglich; darunter läuft eine lebendige Säure, die dem Wein Kontur gibt. Mineralische, leicht rauchige Anklänge begleiten die Frucht bis in den Nachhall. FINALE: Langer Abgang. Dunkle Schokolade und Tabak treten hervor, dahinter stehen Kirschkern und ein bitterer Kräuterton. Die MGA Giachini und der Mergel des westlichen Barolo Auf dem Etikett steht Giachini, weil alle Trauben aus dieser abgegrenzten Zusatzlage im Gemeindegebiet von La Morra stammen. Die Parzellen liegen im Weiler Annunziata, südöstlich ausgerichtet und tiefer als der berühmte Nachbar Rocche dell'Annunziata, mit dem Giachini Bodentyp und Exposition teilt. Prägend sind die tortonischen Sant'Agata-Fossili-Mergel: kalkhaltig, feinkörnig, gut wasserhaltend. Sie erklären, warum die Lage für duftige Aromatik und seidiges statt sperriges Tannin bekannt ist – und warum ein warmes Jahr wie 2020 hier eher Fülle als Härte hervorbringt. Ein kleines Gut mit sechs Lagen in La Morra Hinter dem Wein steht ein Familienbetrieb von rund sieben Hektar in der Frazione Santa Maria, hoch über der Annunziata. Carlo Revello und sein Sohn Erik bewirtschaften Parzellen in Giachini, Boiolo, Conca, Gattera, Bricco Manescotto und Rocche dell'Annunziata; Boiolo und Bricco Manescotto kamen 2011 hinzu. Daraus entstehen ein Barolo aus La Morra und Serralunga d'Alba, die Lagenweine Giachini und Boiolo sowie die Riserva Rocche dell'Annunziata. Gearbeitet wird schonend nach dem Prinzip der lutte raisonnée, mit eigenen Hefen und ohne aromatisierende Holzeffekte. Großes Holzfass, wenig Eingriff Als Gebinde nennt das Gut für den Giachini 2020 das große Eichenfass; eine Monatsangabe liegt für diesen Jahrgang nicht vor. Die Herkunftsregeln geben den Rahmen: mindestens 38 Monate Reife, davon 18 Monate im Holz, und keine Freigabe vor dem 1. Januar des vierten Jahres nach der Ernte. Der Verzicht auf neue Fässer ist bei Revello Programm – Erik Revello ersetzt Barriques seit Jahren durch große Gebinde aus slawonischer Eiche. Das Lagerpotenzial gibt das Weingut mit 20 bis 25 Jahren an, wobei 2020 im Vergleich zu 2019 als der früher zugängliche Jahrgang gilt. Trinktemperatur, Luft und passende Gerichte Bei 17 bis 18 Grad Celsius wirkt der Wein am ausgewogensten; ein großes, weit geöffnetes Glas hilft der Aromatik. Weil der Jahrgang jung und fruchtbetont ist, lohnt eine Stunde in der Karaffe – ein Depot ist noch nicht zu erwarten. Gute Begleiter sind Tagliata vom Fassona-Rind, Brasato, Entenbrust mit Kirschen, Steinpilzragout, gefüllte Pasta mit Salbeibutter und ein gereifter Bra duro. Häufige Fragen zum Carlo Revello Barolo Giachini 2020 Was zeichnet den Barolo-Jahrgang 2020 aus? Nach mildem Winter und trockenem, sonnigem Frühjahr füllten Regenfälle im Mai und Juni die Wasserreserven auf; der Sommer blieb warm, aber ohne Hitzespitzen und ohne Trockenstress. Kühle Septembernächte und eine Reife bis Anfang Oktober ergaben opulente, fruchtige Weine mit reifem, nicht aggressivem Tannin. Ist der Giachini 2020 jetzt schon zu trinken? Trinkbar ist er bereits. Weiche, reife Tannine und ein etwas höherer pH-Wert öffnen die Weine dieses Jahres früh. Würzige Tiefe kommt in den nächsten fünf bis zehn Jahren noch hinzu, bevor die Frucht allmählich zurückgeht. Wie unterscheidet sich der Giachini von der Riserva Rocche dell'Annunziata? Die Riserva stammt aus der höher gelegenen, historisch bedeutenderen Nachbarlage, reift deutlich länger im Fass und ist auf Jahrzehnte angelegt. Der Giachini gibt die florale, seidige Seite derselben Hangzone früher und unmittelbarer wieder. Muss der Wein dekantiert werden? Notwendig ist es nicht, hilfreich schon. Etwa eine Stunde Luft öffnet die Frucht und mildert den festen Tanninkern; alternativ genügt ein großes Glas und etwas Geduld über den Abend. Wie lange hält die geöffnete Flasche? Wieder verschlossen und kühl gestellt bleibt der Wein zwei bis drei Tage stabil und zeigt am zweiten Tag oft mehr Würze. Länger sollte man ihn nicht stehen lassen, weil die Frucht dann merklich nachlässt.

Inhalt: 0.75 Liter (58,53 €* / 1 Liter)

43,90 €*
Carlo Revello Barolo Giachini 2021
Traube: Nebbiolo
Carlo Revello Barolo Giachini 2021 stammt aus einer einzigen Lage im Weiler Annunziata bei La Morra und ist reinsortig aus Nebbiolo gekeltert; das Etikett weist 14 % Vol. auf 0,75 Liter aus. Der Duft erinnert an eingekochte Himbeere, frische Kräuter und Tabak, der Gaumen setzt auf feinkörniges Tannin und harmonische Säure. Der säurebetonte Jahrgang 2021 kommt dieser Lage sichtlich entgegen. Falstaff bewertete die Flasche mit 93 Punkten. Die Verkostungsnotiz des Carlo Revello Barolo Giachini 2021 FARBE: Leuchtendes Rubinrot, gegen den Rand hin heller werdend. NASE: Eingekochte Himbeere und rote Kirsche, dazu frische Kräuter, Tabakblatt und ein Anklang von Blutorange. Mit Luft kommen Rosenholz und eine feine Teernote hinzu. GESCHMACK: Elegant gebaut, mit feinkörnigem Tannin und einer Säure, die nichts überzeichnet. Rote Frucht, Granatapfel und getrocknete Kräuter stehen neben einer sandig-salzigen Textur, die typisch für diesen Hangfuß ist. FINALE: Sapid und weit im Abklang: rote Frucht, Tabakwürze und ein salziger Zug, der die Aufmerksamkeit hält. Giachini — der Hang unterhalb der Rocche dell’Annunziata Giachini ist eine der amtlich kartierten Einzellagen des Barolo-Gebiets, gelegen im Weiler Annunziata der Gemeinde La Morra, zwischen Bricco Rocca und Annunziata. Der Hang fällt nach Süden bis Südosten ab und liegt mit rund 200 bis 250 Metern tiefer als die berühmte Nachbarlage Rocche dell’Annunziata, deren Böden und Ausrichtung ihm sonst sehr ähneln. Der Untergrund besteht aus feinen, schluffig-tonigen Sedimenten, in die sich schmale sandige Bänder schieben. Das ergibt Weine mit Duft und Volumen, deren Tannin eher fein als streng ausfällt. Die Familie Revello bewirtschaftet hier laut Katasterauswertung 1,11 Hektar. Vom Barolo R.G. zum eigenständigen Lagenwein Carlo Revello führt den Betrieb in Santa Maria bei La Morra mit Mariarosa und Sohn Erik, der die Önologieschule in Alba abgeschlossen hat. Früher gab es einen Barolo R.G., in den mehrere Spitzenparzellen einflossen, unter anderem Rocche dell’Annunziata. Seit die Familie das kleine Stück Rocche separat als Riserva füllt, tritt Giachini als eigener Lagenwein an seine Stelle. Insgesamt stehen rund acht Hektar in sieben Lagen zur Verfügung; Erik hat Rotationsmazeration und neues Kleinholz aufgegeben. Reife im großen Eichenfass, ohne Rotofermenter Vergoren wird im Stahl, ohne Rotationsmazeration; die Reife findet anschließend im großen Eichenfass statt. Fassvolumen und Dauer nennt der Betrieb für diese Abfüllung nicht in Monaten, die Handschrift ist aber klar: kein neues Holz, das die feine Aromatik der Lage überdecken würde. Der Jahrgang 2021 begann mit einem schneereichen Winter, verlor durch den Aprilfrost etwa ein Zehntel der Ernte und blieb bis in den September hinein trocken; die Lese lief Ende September bis Mitte Oktober. Die Weine kamen mit tiefem pH-Wert und lebhafter Säure in den Keller — für diese Flasche gibt der Betrieb 20 bis 25 Jahre Reifepotenzial an. Servieren und kombinieren Das Glas sollte großvolumig sein, die Temperatur bei 17 °C liegen. Der junge Cru gewinnt durch 60 bis 90 Minuten in der Karaffe merklich an Öffnung. Gute Partner sind Tajarin mit Trüffel, geschmorte Rinderwange, Taube, Kalbsbraten mit Salbei, Steinpilzravioli und Castelmagno. Häufige Fragen zum Carlo Revello Barolo Giachini 2021 Wo genau liegt der Weinberg Giachini? Im Weiler Annunziata der Gemeinde La Morra, zwischen Bricco Rocca und Annunziata und unterhalb der Lage Rocche dell’Annunziata. Die Parzellen liegen auf etwa 200 bis 250 Metern mit Süd- bis Südostausrichtung. Was ist aus dem früheren Barolo R.G. geworden? Er ist entfallen. Nachdem die Familie beschlossen hatte, ihr kleines Stück Rocche dell’Annunziata separat als Riserva abzufüllen, übernahm Giachini den Platz dieses Weins im Sortiment. Wie viel Fläche besitzt Revello in Giachini? Die Auswertung der Lagenkataster weist 1,11 Hektar aus. Das ist eine der größeren Positionen des Betriebs, der insgesamt rund acht Hektar bewirtschaftet. Wann erreicht der Giachini 2021 seinen Höhepunkt? Der Betrieb nennt 20 bis 25 Jahre Potenzial. Die erste schöne Phase liegt erfahrungsgemäß bei acht bis zwölf Jahren nach der Ernte, wenn sich Tabak- und Kräuternoten voll entfalten. Wie viel Luft braucht der Wein heute? Eine bis eineinhalb Stunden in der Karaffe sind sinnvoll. Ohne Luft wirkt das feine Tannin noch verschlossen, mit Luft treten Himbeere und Kräuter klar hervor.

Inhalt: 0.75 Liter (53,20 €* / 1 Liter)

39,90 €*