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Produktinformationen "Burzi Barolo 2018"

Der Burzi Barolo 2018 zeigt die schlanke, duftbetonte Lesart des Nebbiolo. Erzeugt wird er aus Lagen der Gemeinde La Morra und mit 14 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche gefüllt. Der Jahrgang war wechselhaft: nach 25 aufeinanderfolgenden Regentagen im Mai und lokalem Hagel im August retteten ein trockener Sommer mit kühlen Nächten und ein ruhiger September die Ernte. Entstanden ist kein Kraftpaket, sondern ein Barolo mit Sauerkirsche, Hagebutte, floralem Ton und seidigem Tannin, der sich heute schon offen zeigt.

Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2018

FARBE: Helles bis mittleres Rubinrot, am Glasrand mit ziegelroten Reflexen.

NASE: Sauerkirsche, Hagebutte und Preiselbeere, begleitet von Veilchen und getrockneten Langhe-Kräutern. Nach einigen Minuten im Glas kommen Orangenschale, Süßholz und ein zurückhaltendes Tabakblatt dazu - der Grad an Tertiäraromen, der bei einem achtjährigen Wein aus kühlem Jahr zu erwarten ist.

GESCHMACK: Schlank gebaut, mit klar gezeichneter roter Frucht und einer beweglichen Säure, die diesem Jahrgang zum Vorteil gerät. Das Tannin wirkt seidig und kantenlos, die Mitte eher fein als breit. Eine leicht bittere Kräuternote hinter der Frucht sorgt für Trinkfluss.

FINALE: Mittellang, frisch und salzig, mit einem Nachhall von Granatapfel und Wacholder.

Warum die Höhenlagen von La Morra 2018 entschieden

Die Trauben stammen aus mehreren abgegrenzten Lagen der Gemeinde La Morra, unter anderem Rive, Roncaglie und Rocchettevino. In einem nassen, kühlen Jahr wie 2018 spielten die höher gelegenen, nach Osten bis Südosten gerichteten Parzellen eine Schlüsselrolle: Sie trockneten nach Regen schneller ab und lieferten Duft statt Masse. Die Böden aus kalkhaltigem Sant'Agata-Fossili-Mergel geben der Gemeinde ihren Ruf für florale Aromatik und geschmeidiges Tannin. Genau dieses Profil trägt den 2018er, dem die schiere Kraft großer Jahre fehlt.

Sieben Hektar, Handarbeit und alte Rebbestände

Alberto Burzi schloss 2010 sein Studium der Weinbauwissenschaften in Turin ab, übernahm die Familienflächen 2011 und arbeitet seither ausschließlich in La Morra. Alle rund sieben Hektar liegen in der Gemeinde, ein Teil der Rebstöcke ist bis zu 90 Jahre alt. Gearbeitet wird organisch, mit Guyot-Erziehung, Handschnitt, Massale-Selektion und Handlese; Fehlstellen werden von Hand nachgepfropft. Das erklärte Ziel des Hauses lautet, dass die Eleganz die Kraft des Tannins dominieren soll - eine Haltung, die zu einem Jahrgang wie 2018 besonders gut passt.

Vom Edelstahl in das 60-Hektoliter-Fass

Die Beeren werden entrappt und gequetscht, die Gärung läuft temperaturkontrolliert im Stahltank, die Maische bleibt nach Angabe des Weinguts 25 bis 30 Tage in Kontakt. Anschließend reift der Wein in Fässern von 60 Hektolitern aus österreichischer Eiche ohne Toasting, bevor er die letzten Monate im Beton verbringt. Weil kein Röstholz mitspricht, bleibt die feine Frucht des kühlen Jahres unverstellt. Für den 2018er bedeutet das eine frühe Zugänglichkeit bei gleichzeitig solider Haltbarkeit.

Servieren und kombinieren

Etwas kühler als bei kraftvollen Jahrgängen servieren: 16 bis 17 Grad Celsius reichen, ein mittelgroßes Rotweinglas genügt. Eine gute halbe Stunde Luft öffnet die florale Seite, länger dekantieren ist nicht nötig. Auf dem Tisch harmoniert er mit Agnolotti del plin in Fleischbrühe, Kaninchen mit Rosmarin, Salsiccia von Bra, Risotto mit Roter Bete, Vitello in Kräuterkruste und jungem Toma piemontese.

Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2018

Warum gilt 2018 als schwieriger Barolo-Jahrgang?

Ein nasser Mai mit rund 25 Regentagen erzeugte hohen Pilzdruck, im August traf lokaler Hagel einzelne Weinberge. Erst der trockene Sommer mit kühlen Nächten und ein moderater September machten reife Trauben möglich. Deshalb entscheidet in diesem Jahrgang die Arbeit des Erzeugers mehr als die Herkunft.

Wie lange kann der Burzi Barolo 2018 noch reifen?

Der Wein ist heute im Trinkfenster und trägt gut bis etwa 2032, gute Flaschen länger. Die Shop-Angabe von 15 Jahren ab Jahrgang beschreibt eher die Obergrenze als den Punkt der besten Balance.

Muss dieser Barolo dekantiert werden?

Notwendig ist es nicht. Wer möchte, gießt ihn 20 bis 30 Minuten vor dem Essen in eine Karaffe, damit sich Veilchen und Orangenschale lösen. Zu lange Belüftung kostet bei diesem eher zarten Jahrgang Frucht.

Was heißt Barolo Classico bei Alberto Burzi?

Der Zusatz bezeichnet die Cuvée aus mehreren Parzellen in La Morra, im Unterschied zu den Lagenweinen Capalot und La Serra. Er ist der Wein, an dem sich der Hausstil des Gutes am ehesten ablesen lässt.

Wozu passt ein leichterer Barolo besonders gut?

Zu Gerichten, die keine schwere Sauce mitbringen: gefülltes Nudelwerk, Geflügel, Kalb, Pilze und mittelalte Kuhmilchkäse. Kraftvolle Schmorgerichte verträgt er, stellen ihn aber leicht in den Schatten.

Weitere Informationen
Alkoholgehalt: 14 % vol
Anbaugebiet: La Morra
Anbaugebiet: La Morra (u. a. Rive, Roncaglie, Rocchettevino)
Ausbau: 25-30 Tage Mazeration, Reifung im ungetoasteten 60-hl-Fass aus österreichischer Eiche, Abschluss im Betontank
Farbe: Rubinrot
Geschmack: schlank, duftbetont, seidiges Tannin, frische Säure
Herstellerland: Italien
Jahr: 2018
Lagerung: 15 Jahre
Nettofüllmenge: 0,75 Liter
Produzent: Burzi
Region: Piemont
Traube: Nebbiolo (100 % Biotyp Lampia)
Trinktemperatur in °C: 16-17
gesetzliche Angaben: enthält Sulfite

Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:

Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach

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