Guido Porro Barolo Vigna Rionda 2018
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Produktinformationen "Guido Porro Barolo Vigna Rionda 2018"
Der Guido Porro Barolo Vigna Rionda 2018 kommt aus jener Lage in Serralunga d'Alba, die Bruno Giacosa einst weltberühmt machte. Reinsortiger Nebbiolo, 14,5 % Vol., 0,75 Liter. Als Aromenbild gibt das Weingut reife dunkle Früchte, Safran und Bienenwachs an; gereift ist der Wein im großen Holzfass. Das Jahr 2018 verlangte im Weinberg viel Arbeit und brachte am Ende duftige, mittelgewichtige Barolo mit klarer Säure. Nach inzwischen acht Jahren zeigen sich erste tertiäre Töne, ohne dass die Frische verloren gegangen wäre.
Die Verkostungsnotiz des Guido Porro Barolo Vigna Rionda 2018
FARBE: Granatrot mit rubinroten Reflexen und deutlich aufgehelltem Rand.
NASE: Getrocknete Kirsche und Hagebutte, darüber welke Rose und Kräuter der Macchia. Mit Luft folgen Safran, Bienenwachs, Leder und ein Anflug von Teeblatt. Der Duft ist eher fein als wuchtig.
GESCHMACK: Beweglicher und schlanker als in kraftvollen Jahren, mit lebendiger Säure und einem Tannin, das bereits eingebunden wirkt. Getrocknete rote Frucht, Orangenzeste und eine feine Bitterkeit von Chinarinde begleiten den Verlauf.
FINALE: Mittellang bis lang, würzig und trocken, mit einem Nachhall von Hagebutte und Kalkstaub.
Collina Rionda: wie ein Zukäufer eine Lage zur Legende machte
Den Weltruf dieses Weinbergs begründete kein Besitzer, sondern ein Käufer. Bruno Giacosa aus Neive bezog über Jahre Trauben von der Familie Canale und füllte daraus seine Riserva Collina Rionda ab. Zugekaufte Partien liefen bei ihm unter der Firma Casa Vinicola Bruno Giacosa; herausragende Jahrgänge bekamen das rote Etikett, das bis heute als Gütezeichen gilt. Der 1989er dieser Serie erhielt hundert Punkte und wird auf Auktionen im vierstelligen Dollarbereich gehandelt. Seither zählt die Fläche zu den begehrtesten des Piemont; Parzellen halten unter anderem Massolino, Oddero, Ettore Germano, Luigi Pira, Giovanni Rosso und Guido Porro. Bruno Giacosa starb im Januar 2018, im Erntejahr dieses Weins.
Die Familie Porro unterhalb der Burg von Serralunga
Das Weingut liegt an der Via Alba in Serralunga d'Alba, unweit des Burgfelsens, und wird in vierter Generation geführt. Es zählt zu den kleinen Adressen des Ortes; ein amerikanischer Importeur nennt etwa viereinhalb Hektar Rebfläche und ungefähr fünfzehntausend Flaschen jährlich. Die Kellerarbeit ist bewusst altmodisch: Spontangärung mit den Hefen des Weinbergs, ungefähr drei Wochen auf den Schalen, danach etwa drei Jahre in slawonischen Botti. Neben Vigna Rionda füllt das Haus die Lagen Lazzairasco und Santa Caterina getrennt ab.
Was der Jahrgang 2018 verlangte
2018 war ein Jahr für sorgfältige Winzer: ein nasser, kühler Frühling und Frühsommer mit hohem Krankheitsdruck, danach ein trockener, sonniger Spätsommer und ein ruhiger Herbst. Wer im Weinberg konsequent ausschied, erntete gesundes, aber weniger konzentriertes Lesegut als 2016. Daraus entstanden duftige, mittelgewichtige Barolo, die früher ansprechbar sind als die großen Strukturjahrgänge. Der Ausbau im großen Fass passt zu diesem Profil: viel Zeit, wenig Holzeinfluss, kein zusätzlicher Gerbstoff. Eine exakte Fassdauer für den 2018er veröffentlicht das Gut nicht; die Denomination verlangt mindestens 38 Monate Gesamtreife und 18 Monate Holz.
Servieren und kombinieren
16 bis 17 Grad Celsius und ein weites Glas reichen aus; eine halbe Stunde Luft genügt, dekantieren muss man diesen Jahrgang nicht mehr. Ein feines Depot kann sich gebildet haben, die Flasche also rechtzeitig aufstellen. Passend sind Tajarin mit Butter und Salbei, Perlhuhn aus dem Ofen, Zunge in grüner Sauce, Pilzragout, Entenbrust mit Feigen und mittelalter Toma piemontese.
Häufige Fragen zum Guido Porro Barolo Vigna Rionda 2018
Was war Collina Rionda?
So nannte Bruno Giacosa seine Riserva aus zugekauften Trauben dieses Weinbergs in Serralunga d'Alba. Die Abfüllungen gelten als Meilensteine der Barolo-Geschichte und machten die Lage international bekannt.
Wie steht 2018 zwischen 2016 und 2020?
2016 gilt als klassischer Großjahrgang mit hoher Säure und viel Gerbstoff, 2020 als mild und rund. 2018 liegt daneben: weniger Masse, dafür Duft, Beweglichkeit und eine früher erreichte Trinkreife.
Sollte man den 2018er noch liegen lassen?
Er ist jetzt gut trinkbar. Wer möchte, kann ihm weitere Jahre geben, ein deutlicher Zugewinn ist bei diesem Jahrgangstyp aber nicht zwingend zu erwarten.
Warum sind Weine aus dieser Lage so teuer?
Die Fläche ist mit rund vierzehn Hektar klein, sie ist auf viele Eigentümer verteilt, und die historischen Riserva-Abfüllungen erzielen auf Auktionen Spitzenpreise. Angebot und Ruf treffen hier auf eine sehr begrenzte Menge.
Woran erkennt man einen Barolo aus Serralunga d'Alba?
Typisch sind eine straffe Säure, ein festes, kalkgeprägtes Tannin und eine würzig-salzige Note anstelle üppiger Frucht. Solche Weine brauchen in der Regel länger, halten dafür aber außerordentlich lange.
| Alkoholgehalt: | 14,5 % vol |
|---|---|
| Anbaugebiet: | Serralunga D'Alba |
| Anbaugebiet: | Barolo DOCG |
| Ausbau: | Ausbau im großen Fass aus slawonischer Eiche |
| Farbe: | Rubinrot |
| Gemeinde: | Serralunga d'Alba |
| Geschmack: | Bienenwachs, Reife dunkle Früchte, Safran |
| Herstellerland: | Italien |
| Jahr: | 2018 |
| Lage / MGA: | Vignarionda |
| Lagerung: | 20-25 Jahre |
| Nettofüllmenge: | 0,75 Liter |
| Produzent: | Guido Porro |
| Region: | Piemont |
| Traube: | Nebbiolo |
| gesetzliche Angaben: | enthält Sulfite |
Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:
Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach
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