Manuel Marinacci Barbera d'Alba 2022
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Produktinformationen "Manuel Marinacci Barbera d'Alba 2022"
Der Manuel Marinacci Barbera d'Alba 2022 wächst in San Rocco Seno d'Elvio bei Alba und kommt mit 14,0 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche. Barbera lebt nicht vom Tannin, sondern von der Säure, und genau darauf ist dieser Wein gebaut. 2022 war in den Langhe ein trockenes, heißes Jahr; die früh gelesene Barbera profitierte davon mit dichter, dunkler Frucht, ohne ihre Frische einzubüßen. Blaubeere, Flieder und schwarze Kirsche treffen auf einen langen Ausbau im Zementtank, der dem Wein Ruhe und Textur gegeben hat.
Die Verkostungsnotiz des Manuel Marinacci Barbera d'Alba 2022
FARBE: Tiefes, kaum durchscheinendes Purpurrot mit violettem Schimmer.
NASE: Blaubeere und schwarze Kirsche bestimmen den Auftakt, dahinter Flieder und eine feine Veilchennote. Mit Luft kommen Lorbeer und schwarzer Pfeffer dazu. Röstige Holzwürze fehlt vollständig.
GESCHMACK: Saftig und schlank zugleich. Die Säure zieht sich als klarer Strich über den Gaumen und macht den Wein trotz 14,0 % Vol. leichtfüßig. Gerbstoff ist kaum spürbar, die dunkle Frucht bleibt kühl.
FINALE: Mittellang, sauber und von der Säure getragen, mit einem Nachklang von Sauerkirsche.
Barbera d'Alba DOC: die Säure als Rückgrat
Die DOC Barbera d'Alba umfasst rund 45 Gemeinden im Umland von Alba und verlangt mindestens 85 Prozent Barbera; bis zu 15 Prozent Nebbiolo sind zulässig. Der Mindestalkohol liegt bei 12 % Vol., beim Superiore bei 12,5 % Vol. mit zwölf Monaten Reife, davon vier im Holz. Barbera bringt von Natur aus viel Säure und wenig Gerbstoff mit, deshalb schmecken ihre Weine dunkel und dicht, wirken aber selten schwer. Marinaccis Reben stehen in San Rocco Seno d'Elvio, derselben Fraktion von Alba, in der auch sein Nebbiolo wächst.
Ein Weingut, das 2002 bei null angefangen hat
Manuel Marinacci hat keinen Familienbetrieb übernommen, sondern sich einen aufgebaut. Nach der Önologieschule Umberto I. in Alba und Stationen in Diano d'Alba, Umbrien und Frankreich pachtete er 2002 die Reben rund um die Cascina in San Rocco Seno d'Elvio; der erste eigene Jahrgang folgte 2004. Heute bewirtschaftet er knapp vier Hektar und füllt etwa 20.000 Flaschen im Jahr ab. Auf Herbizide verzichtet er, der Betrieb steht in Umstellung auf ökologischen Anbau.
Zementtank statt Fass
Dieser Wein reift im Zementtank und nicht im Holz. Zement arbeitet mikrooxidativ ähnlich wie ein Holzfass, gibt aber weder Röstaromen noch zusätzlichen Gerbstoff ab, sodass Frucht und Säure der Barbera unverfälscht stehen bleiben. Marinacci lässt den Wein dort deutlich länger liegen, als es für die Sorte üblich ist, was die Textur weicher macht, ohne sie müde wirken zu lassen. Frisch geöffnet wirkt der Wein zunächst verschlossen und braucht etwas Luft, bis die Kirschfrucht herauskommt.
Servieren und kombinieren
14 bis 16 Grad genügen, ein mittelgroßes Glas reicht völlig aus. Dekantieren ist nicht nötig, eine halbe Stunde in der geöffneten Flasche tut dem Wein aber gut. Gute Begleiter sind Salsiccia vom Rost, Tajarin mit Fleischragout, gefüllte Zucchini, gegrillte Paprika, Pizza mit kräftigem Belag und ein mittelalter Kuhmilchkäse.
Häufige Fragen zum Manuel Marinacci Barbera d'Alba 2022
Was unterscheidet Barbera von Nebbiolo?
Barbera hat viel Säure und wenig Gerbstoff, Nebbiolo ist umgekehrt gebaut. Deshalb schmeckt Barbera saftig und zugänglich, während Nebbiolo mit seinem festen Tannin meist Zeit oder Luft braucht.
Warum wurde der Wein im Zement ausgebaut?
Zement lässt dem Wein einen leichten Sauerstoffaustausch, ohne ihm Holzaroma zu geben. Bei einer Sorte, die von dunkler Frucht und präsenter Säure lebt, bleibt so das Sortenbild erhalten.
Bei welcher Temperatur schmeckt er am besten?
14 bis 16 Grad sind ideal. Zu warm serviert wirkt die Frucht breit und der Alkohol tritt hervor, zu kalt verschließt sich das Bouquet.
Wie lange lässt sich der Jahrgang 2022 lagern?
Der Shop nennt 8 bis 10 Jahre. Die kräftige Säure des Jahrgangs stützt diese Angabe, wobei der Wein schon jetzt viel Freude macht.
Braucht der Wein Luft?
Ja, das ist bei diesem Wein deutlich zu schmecken. Nach etwa 30 Minuten öffnet sich die Kirschfrucht spürbar, ein Umfüllen in die Karaffe beschleunigt den Effekt.
| Alkoholgehalt: | 14 % vol |
|---|---|
| Anbaugebiet: | Barbera d'Alba DOC, Alba (San Rocco Seno d'Elvio) |
| Ausbau: | Gärung und langer Ausbau im Zementtank, kein Holz |
| Farbe: | Purpurrot |
| Gemeinde: | Alba, Fraktion San Rocco Seno d'Elvio |
| Geschmack: | Blaubeere, Flieder, schwarze Kirsche, präsente Säure (identischer Eintrag beim Dolcetto differenzieren) |
| Herstellerland: | Italien |
| Jahr: | 2022 |
| Lagerung: | 8-10 Jahre |
| Nettofüllmenge: | 0,75 Liter |
| Produzent: | Manuel Marinacci |
| Region: | Piemont |
| Traube: | Barbera (DOC erlaubt bis 15 % Nebbiolo, Anteil hier unbekannt) |
| Trinkfenster: | 2026-2032 |
| Trinktemperatur in °C: | 14-16 Grad |
| gesetzliche Angaben: | enthält Sulfite |
Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:
Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach
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