Leclerc-Briant Rosé Brut
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Produktinformationen "Leclerc-Briant Rosé Brut"
Leclerc-Briant Rosé Brut dreht die Erwartung an einen Rosé-Champagner um: Er besteht überwiegend aus Chardonnay, dem eine kleine Menge Pinot Noir als stiller Rotwein zugesetzt wird. Belegt sind je Abfüllung 93 bis 95 Prozent Chardonnay aus Chouilly und Montgueux, der Rest Pinot Noir aus Les Riceys. Daraus entsteht kein fruchtsüßer Sommerwein, sondern ein straffer, herber Champagner mit 12,2 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Zartes Rosa, Cranberry, Cassis, Rhabarber und Mandarine, rund drei Jahre Hefelager und eine knappe Dosage prägen das Bild. Falstaff vergab 93 Punkte, die Revue du Vin de France 16,5 von 20.
Die Verkostungsnotiz des Leclerc-Briant Rosé Brut
FARBE: Zartes Lachsrosa, kupfrig schimmernd, ohne viel Farbtiefe. Die Perlage besteht aus kleinen, zahlreichen Bläschen, die lange arbeiten.
NASE: Cranberry, Rhabarber und rote Johannisbeere treffen auf Mandarinenschale und Cassisknospe. Dahinter liegen Meringue, Mandelblüte und eine feine Rauchnote aus dem Holzanteil. Die Chardonnay-Basis hält den Duft schlank und kühl.
GESCHMACK: Dicht gewebte, feine Mousse; das Haus arbeitet mit reduzierter Tirage-Zuckergabe, weshalb der Wein weniger sprudelt und mehr trägt. Die rote Frucht bleibt herb und saftig, die Säure zieht gerade durch, dazu kommt salzige Würze. Restzucker ist kaum wahrnehmbar.
FINALE: Herb über Zitrusschale und Grapefruit, dazu ein salziger Zug und ein trockenes, gerades Ende.
Chouilly, Montgueux und Les Riceys: drei Terroirs in einer Flasche
Der Chardonnay kommt aus zwei sehr verschiedenen Herkünften. Chouilly ist eine Grand-Cru-Gemeinde am Nordrand der Côte des Blancs mit tiefer Belemniten-Kreide und liefert den geraden, salzigen Teil. Montgueux, ein isolierter Kreidehügel westlich von Troyes, steht für besonders reifen, breitschultrigen Chardonnay und gibt Fülle. Der Pinot Noir stammt aus Les Riceys in der Côte des Bar, der südlichsten Teilregion, wo Kimmeridge-Mergel statt Kreide den Untergrund bildet und rote Frucht herber ausfällt. Diese Streuung über mehr als 150 Kilometer erklärt den Stil: kühler Kreidezug von Norden, Reife aus Montgueux, straffe Beerenfrucht aus dem Süden.
Ein Haus in Épernay, das gegen die Konvention arbeitet
Leclerc Briant wurde 1872 gegründet, sitzt seit den 1950er-Jahren am Chemin de la Chaude Ruelle in Épernay und wird seit dem Eigentümerwechsel von 2012 durch Frédéric Zeimett geleitet. Die Rebflächen sind vollständig biologisch und biodynamisch zertifiziert; das Haus zählt zu den Wegbereitern dieser Arbeitsweise in der Champagne und füllte schon 1994 Einzellagen ab, als das in der Region kaum jemand tat. Zum Repertoire gehören Gärgefäße aus Terrakotta, ein goldbeschichtetes Fass und die im Atlantik gereifte Cuvée Abyss. Dass ein Rosé hier fast vollständig aus Chardonnay bestehen darf, passt genau in dieses Bild.
Assemblage statt Saignée, drei Jahre auf der Hefe
Die Grundweine gären spontan im Edelstahl, ein Teil des Pinot Noir im Holzfass. Der Pinot-Anteil wird als fertiger Rotwein zugegeben — das ist die Assemblage-Methode, im Gegensatz zum Saignée-Verfahren, bei dem die Farbe über Schalenkontakt in den Most kommt. Nach der Flaschengärung liegt die Cuvée etwa drei Jahre auf der Hefe. Für die jüngste Abfüllung sind Dégorgement im September 2025 und 2,5 g/l Dosage belegt, eine ältere Charge lag bei 5 g/l. Beim Tirage arbeitet das Haus mit verringerter Zuckergabe, was den Flaschendruck senkt und die Mousse weicher macht.
Servieren und kombinieren
Acht bis zehn Grad, keinesfalls eiskalt, sonst verschwindet die rote Frucht hinter der Säure. Ein bauchiges Weißweinglas bringt Mandarine und Meringue besser zur Geltung als eine Flöte; eine Karaffe braucht dieser Champagner nicht. Die herbe Machart passt zu Thunfisch-Tataki, rosa gebratener Entenbrust, Lachs vom Grill, Ziegenfrischkäse mit Roter Bete, Vitello tonnato und ungezuckerten Erdbeeren.
Häufige Fragen zum Leclerc-Briant Rosé Brut
Wie kommt die Farbe in diesen Rosé?
Über die Zugabe eines kleinen Anteils stillen Rotweins zur weißen Cuvée, das nennt man Rosé d'assemblage. Die Alternative wäre die Saignée, bei der Most kurz auf den roten Schalen bleibt und dabei Farbe und mehr Gerbstoff aufnimmt. Der Assemblage-Weg ergibt hellere, präziser einstellbare Rosés.
Warum steckt so viel Chardonnay in einem Rosé?
Weil das Haus Frische und Salzigkeit vor Beerenfülle stellt. Mit 93 bis 95 Prozent Chardonnay bleibt das Gerüst weiß und kühl, der kleine Pinot-Anteil steuert Farbe und rote Frucht bei. Rosé-Champagner dieser Machart sind in der Region eine klare Minderheit.
Was sagen 2,5 g/l Dosage über den Geschmack?
Der Wert liegt im Bereich Extra Brut und damit weit unter dem Brut-Limit von 12 g/l. Die Süße rundet nicht mehr ab, sondern ist nur noch als winziger Puffer vorhanden. Wer weiche, halbtrockene Rosés sucht, wird diesen Champagner als deutlich zu herb empfinden.
Ist er als Aperitif oder zum Essen gedacht?
Beides funktioniert, das Gewicht liegt jedoch beim Essen. Säure, Salzigkeit und die vinöse Textur tragen auch kräftigere Gänge, während ein süßlich dosierter Rosé dort schnell an seine Grenzen kommt. Als Aperitif wirkt er streng, aber appetitanregend.
Wie lange hält sich der Rosé nach dem Kauf?
Zwei bis drei Jahre im kühlen, dunklen Keller sind unproblematisch, danach verschiebt sich das Profil von Beere zu Trockenfrucht und Nuss. Da die Cuvée bereits mit mehreren Jahren Hefelager auf den Markt kommt, ist Warten kein Muss.
| Alkoholgehalt: | 12,2 % Vol |
|---|---|
| Anbaugebiet: | Champagne AOC, Chouilly (Grand Cru), Montgueux, Les Riceys |
| Ausbau: | Spontangärung im Edelstahl, Teil des Pinot Noir im Holz, ca. 3 Jahre Hefelager |
| Auszeichnungen: | 93/100 Falstaff Sparkling Spezial 16,5/20 La Revue du Vin de France 2019 |
| Champagner Art: | Rosé d'assemblage, 93-95 % Chardonnay mit Pinot Noir (Rotweinzugabe) |
| Dosage: | knapp: 2,5 g/l (jüngste Abfüllung), 5 g/l bei einer älteren Charge |
| Farbe: | zartes rosa |
| Geschmack: | herb, fruchtig nach Cranberry und Cassis |
| Herstellerland: | Frankreich |
| Jahr: | 2019 im Shop |
| Lagerung: | 2-3 Jahre |
| Nettofüllmenge: | 0,75 Liter |
| Produzent: | Leclerc Briant |
| Region: | Champagne |
| Traube: | Chardonnay 93-95 %, Pinot Noir 5-7 % |
| Trinktemperatur in °C: | 8-10 Grad |
| Zertifizierung: | biologisch und biodynamisch zertifiziert |
| gesetzliche Angaben: | enthält Sulfite |
Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:
Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach
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