Leclerc-Briant Réserve Brut
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Produktinformationen "Leclerc-Briant Réserve Brut"
Leclerc-Briant Réserve Brut ist die Basiscuvée des Hauses und gleichzeitig sein Selbstporträt: 40 Prozent Meunier, 40 Prozent Pinot Noir, 20 Prozent Chardonnay, gezogen aus Gemeinden des Marne-Tals, der Montagne de Reims und der Côte des Blancs. Etwa ein Fünftel der Grundweine reift im Holzfass, der Rest im Edelstahl, die malolaktische Gärung läuft ohne Eingriff durch. Mit 12,1 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche zeigt der Champagner helles Goldgelb, Mandelcreme, Praline, Birne und einen klaren Zitruszug. Nach mehr als zwei Jahren auf der Hefe wird er mit rund 4,5 g/l dosiert und bleibt damit im unteren Brut-Bereich.
Die Verkostungsnotiz des Leclerc-Briant Réserve Brut
FARBE: Helles Goldgelb, klar und fließend, mit Strohreflexen im Kern. Feinperlig und cremig, eine aufschäumende Krone bildet die Perlage nicht.
NASE: Feingebäck und Blätterteig zuerst, danach Mandelcreme, Praline und ein Anflug orientalischer Gewürze. Darunter liegen Birne, weißer Pfirsich und ein Hauch Cassis. Der Holzanteil bleibt im Hintergrund und wirkt als Würze, nicht als Aroma.
GESCHMACK: Frischer, sauberer Auftakt, dann fleischige, knackige Frucht mit deutlichem Extrakt. Die Zitronensäure spannt den Wein, die malolaktische Gärung nimmt ihm dabei die Kanten. Bei 4,5 g/l stützt die Dosage nur und macht nichts süß.
FINALE: Mandel, Kerbel und Koriandergrün klingen mittellang bis lang aus, darunter ein trockener, kalkiger Nachklang.
Drei Teilregionen: Marne-Tal, Montagne de Reims und Côte des Blancs
Die Trauben kommen aus Cumières, Hautvillers, Mareuil-sur-Aÿ und Bisseuil im Marne-Tal, aus Villers-Allerand und Rilly-la-Montagne an der Montagne de Reims sowie aus Le Mesnil-sur-Oger in der Côte des Blancs. Cumières ist die Wurzel des Hauses und liefert von südexponierten Hängen reifen, breiten Meunier. Die Montagne bringt über Pinot Noir das Rückgrat, Le Mesnil-sur-Oger, Grand Cru auf tiefer Kreide, steuert den geraden, salzigen Chardonnay bei. Alle Böden sind kalkgeprägt. Diese Verteilung über drei Teilregionen ist genau der Grund, warum in der Champagne überhaupt verschnitten wird: Sie federt Jahrgangsschwankungen ab.
Frédéric Zeimett und der Neuanfang von 2012
Nach dem Tod von Pascal Leclerc-Briant kaufte 2012 eine Gruppe um Mark Nunnelly, Denise Dupré und Frédéric Zeimett das damals schwer angeschlagene Haus in Épernay. Zeimett, vorher unter anderem bei Chapoutier und Pommery, führt es seitdem. Die Produktion wuchs binnen weniger Jahre von einigen Zehntausend auf rund 200.000 Flaschen, ohne die Arbeitsweise aufzugeben: sämtliche Flächen biologisch und biodynamisch zertifiziert, im Keller spontane Gärungen und wenig Schwefel. Weil das Haus zusätzlich Trauben von zertifiziert biologisch arbeitenden Partnern zukauft, ist es kein Récoltant-Manipulant, sondern ein Erzeuger mit eigenem Rebbesitz und Ankauf. Der Réserve Brut stellt den größten Teil der Produktion und ist damit der Wein, an dem sich das Haus messen lässt.
20 Prozent Holzfass, über zwei Jahre sur lattes
Vergoren wird überwiegend im Edelstahltank, rund 20 Prozent der Grundweine reifen im gebrauchten Holzfass — daher die cremige Textur und der Pralinenton. Die malolaktische Gärung wird nicht blockiert, sondern zugelassen; sie baut Säurespitzen ab und macht die Textur weicher. Nach dem Tirage liegt die Cuvée mehr als zwei Jahre sur lattes auf der Hefe, deutlich länger als die vorgeschriebenen 15 Monate für Champagner ohne Jahrgang. Für den Basisjahrgang 2020 nennt das Haus 4,5 g/l Dosage, ältere Abfüllungen lagen knapp unter 4 g/l. Aus der Analyse einer Charge: 36 mg/l Gesamtschwefel, pH 3,0 und 21,4 g/l Trockenextrakt.
Servieren und kombinieren
Zehn bis zwölf Grad empfiehlt das Haus selbst; kälter serviert verliert die Cuvée ihre Gebäck- und Pralinennoten. Ein bauchiges Weißweinglas ist der schmalen Flöte klar vorzuziehen, eine Karaffe ist unnötig. Als Aperitif tragfähig, am Tisch zu Schweinefilet mit Senfsauce, Lammrücken, gereiftem Comté, gebratenem Zander, Pilzquiche und Geflügelfrikassee.
Häufige Fragen zum Leclerc-Briant Réserve Brut
Wofür steht Réserve im Namen dieser Cuvée?
Der Begriff verweist auf Reserveweine, also Grundweine älterer Ernten, die dem Basisjahrgang beigemischt werden. Sie geben Tiefe und Konstanz, damit die Cuvée Jahr für Jahr ähnlich schmeckt. Rechtlich geschützt ist die Angabe nicht, sie beschreibt eine Hausmethode.
Ist Leclerc Briant ein Winzerchampagner?
Nur teilweise. Ein Winzerchampagner im engen Sinn stammt von einem Récoltant-Manipulant, der ausschließlich eigene Trauben verarbeitet und mit dem Kürzel RM auf dem Etikett kenntlich ist. Leclerc Briant bewirtschaftet eigene Parzellen, kauft aber zusätzlich Bio-Trauben zu und fällt damit in die Kategorie Négociant-Manipulant.
Was bewirkt die malolaktische Gärung?
Bakterien wandeln die härtere Apfelsäure in mildere Milchsäure um. Das Ergebnis ist ein weicherer, cremigerer Gaumen mit weniger Säurespitzen, oft mit einem leichten Milchbrötchenton. Manche Häuser verhindern sie bewusst, um maximale Frische zu behalten, hier wird sie zugelassen.
Warum trägt die Flasche keinen Jahrgang?
Weil mehrere Ernten zusammengeführt werden: ein Basisjahrgang plus Reserveweine. Für Champagner ohne Jahrgang gelten mindestens 15 Monate Reifezeit, davon zwölf auf der Hefe; ein Millésime müsste dagegen mindestens 36 Monate liegen und aus einer einzigen Ernte kommen.
Was unterscheidet ihn vom Rosé desselben Hauses?
Der Réserve Brut ist von Meunier und Pinot Noir geprägt, gebäckbetont und cremig, mit 4,5 g/l dosiert. Der Rosé des Hauses besteht dagegen fast vollständig aus Chardonnay, ist knapper dosiert, schlanker und deutlich herber. Wer Cremigkeit sucht, greift zum Réserve.
| Alkoholgehalt: | 12,1 % Vol |
|---|---|
| Anbaugebiet: | Champagne AOC, Cumières, Hautvillers, Mareuil-sur-Aÿ, Bisseuil, Villers-Allerand, Rilly-la-Montagne, Le Mesnil-sur-Oger |
| Ausbau: | 80 % Edelstahl, 20 % gebrauchtes Holzfass, malolaktische Gärung zugelassen, über 2 Jahre sur lattes |
| Champagner Art: | Cuvée Brut: 40 % Meunier, 40 % Pinot Noir, 20 % Chardonnay |
| Dosage: | 4,5 g/l (Basis 2020), ältere Abfüllungen unter 4 g/l |
| Farbe: | Helles Goldgelb |
| Geschmack: | cremig, mit feiner Perlage |
| Herstellerland: | Frankreich |
| Jahr: | Basisjahrgang 2020 plus Reserveweine |
| Lagerung: | 2-3 Jahre |
| Nettofüllmenge: | 0,75 Liter |
| Produzent: | Leclerc Briant |
| Region: | Champagne |
| Traube: | Meunier 40 %, Pinot Noir 40 %, Chardonnay 20 % |
| Trinktemperatur in °C: | 10-12 Grad (Erzeugerangabe) |
| Zertifizierung: | biologisch (Ecocert) und biodynamisch zertifiziert |
| gesetzliche Angaben: | enthält Sulfite |
Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:
Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach
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