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Produktinformationen "Cascina Sòt Barolo Bricco San Pietro 2016"

Der Cascina Sòt Barolo Bricco San Pietro 2016 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus der flächenmäßig größten abgegrenzten Lage der Gemeinde Monforte d'Alba und kommt mit 14 % Vol. in den Handel. Lakritz, rote Johannisbeere und ein Hauch schwarzer Pfeffer bestimmen das Aromenbild, im Glas steht ein dunkles Granatrot. Achtundzwanzig Monate französische Eiche und ein weiteres Jahr Flaschenruhe haben die Gerbstoffe geglättet, ohne der Frucht die Kontur zu nehmen. Decanter vergab 91 Punkte, Luca Maroni 90.

Die Verkostungsnotiz des Cascina Sòt Barolo Bricco San Pietro 2016

FARBE: Dunkles Granatrot, zum Rand hin bereits leicht ziegelfarben aufgehellt.

NASE: Rote Johannisbeere und Sauerkirsche stehen vorn, dahinter Lakritz, getrocknete Rosenblätter und eine deutliche Pfeffernote. Mit Luft treten Leder, eine Teerspur und getrocknete Kräuter hinzu.

GESCHMACK: Vollmundig und zugleich straff gebaut. Die Säure des Jahrgangs trägt die Frucht weit, das feinkörnige Tannin ist nach neun Jahren gut eingebunden und legt sich samtig auf den Gaumen.

FINALE: Sehr lang, mit nachhallender Lakritzwürze, Pfeffer und einem trockenen, salzigen Nachklang.

Bricco San Pietro, die weitläufigste Lage von Monforte d'Alba

Bricco San Pietro erstreckt sich über rund 380 Hektar und ist damit die größte offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung im gesamten Anbaugebiet. Die Rebzeilen verteilen sich auf Höhen zwischen 250 und 520 Metern und auf sechs verschiedene Ausrichtungen, von Süd über Ost bis Nordwest. Vorherrschend ist sandhaltiger Sant'Agata-Fossilmergel aus dem Tortonium, ein kalk- und tonhaltiger Boden, dessen Sandanteil für eher feinkörnige Gerbstoffe sorgt. Die Parzellen der Familie Sanso liegen bei etwa 350 Metern am Hang von Bricco San Pietro und am benachbarten Bricco San Giovanni. So entsteht ein Wein, der die Tiefe und Strenge von Monforte mitbringt und dennoch nicht kantig ausfällt.

Die Familie Sanso in der Località Bussia San Pietro

Maria und Giuseppe gründeten den Betrieb 1975, nachdem sie die Flächen zuvor als Halbpächter bewirtschaftet hatten. Mit Sohn Leonardo und dessen Frau Silvana rückte der Weinbau in den Mittelpunkt; heute führt Maurizio Sanso das Gut gemeinsam mit Schwester Lorena und den Eltern. Gearbeitet wird in einem über 400 Jahre alten Cascinale in der Località Bussia San Pietro. Im Weinberg setzt die Familie auf Präparate mit möglichst geringer Umweltbelastung, der Betrieb gehört der Vereinigung unabhängiger italienischer Winzer sowie dem zuständigen Schutzkonsortium an.

Achtundzwanzig Monate französische Eiche nach offener Maischegärung

Vergoren wird traditionell mit offener Kappe in 25-Hektoliter-Bottichen aus slawonischer Eiche, bei 27 bis 29 °C und rund 25 Tagen Maischekontakt. Dreimal täglich stoßen die Winzer von Hand unter, dazu kommen drei Umzüge pro Tag. Anschließend reift der Wein 28 Monate in französischer Eiche, davon 60 Prozent in neuen Tonneaux und 40 Prozent in bereits belegten Barriques. Ein weiteres Jahr Flaschenruhe vor der Auslieferung rundet das Bild ab; das Weingut nennt ein Alterungspotenzial von 20 bis 25 Jahren.

Servieren und kombinieren

Das Weingut empfiehlt 18 bis 20 °C und ein weißes, großzügig geformtes Rotweinglas. Eine Stunde in der Karaffe schadet dem 2016er nicht, ein Depot ist nach dieser Reifezeit möglich und sollte vorsichtig abgetrennt werden. Gut passen geschmortes Rind, Hasenpfeffer, Rehrücken, Tajarin mit Butter und Salbei, Steinpilzragout sowie gereifter Castelmagno.

Häufige Fragen zum Cascina Sòt Barolo Bricco San Pietro 2016

Wofür steht Bricco San Pietro auf dem Etikett?

Es handelt sich um eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung innerhalb der Gemeinde Monforte d'Alba. Sie benennt die genaue Herkunft der Nebbiolo-Trauben und ist mit rund 380 Hektar die größte dieser Lagen überhaupt.

Wie wird der Jahrgang 2016 im Piemont eingeschätzt?

Auf ein kühles, feuchtes Frühjahr folgte ein moderater Sommer ohne Hitzespitzen, die Lese zog sich bis weit in den Oktober. Die Weine zeigen helle Beerenfrucht, lebendige Säure und feines Tannin und gelten vielen Kritikern als Maßstab der letzten Jahrzehnte.

Muss der Wein dekantiert werden?

Zwingend ist es nicht. Eine dreiviertel bis ganze Stunde in der Karaffe hilft dem Wein aber, die würzigen und floralen Noten zu öffnen.

Wie lange lässt sich die Flasche lagern?

Das Weingut gibt 20 bis 25 Jahre an. Voraussetzung sind liegende Lagerung, Dunkelheit, Erschütterungsfreiheit und eine möglichst gleichmäßige, kühle Temperatur.

Was unterscheidet ihn von der Riserva desselben Guts?

Die Riserva entsteht nur in ausgewählten Jahrgängen und reift 32 Monate im Tonneau sowie rund zweieinhalb Jahre in der Flasche. Sie kommt also später und stärker gereift in den Verkauf als dieser Jahrgangswein.

Weitere Informationen
Alkoholgehalt: 14 % vol
Anbaugebiet: Monforte D'Alba
Ausbau: 28 Monate in französischer Eiche (60 % neue Tonneaux, 40 % gebrauchte Barriques), danach 12 Monate Flaschenreife
Auszeichnungen: Decanter: 91 Punkte Luca Maroni: 90 Punkte
Farbe: dunkles Granatrot
Geschmack: Lakritz, Pfeffer, rote Früchte
Herstellerland: Italien
Jahr: 2016
Lagerung: 20-25 Jahre
Nettofüllmenge: 0,75 Liter
Produzent: Cascina Sòt
Region: Piemont
Traube: Nebbiolo
gesetzliche Angaben: enthält Sulfite

Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:

Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach

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