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Produktinformationen "Giacomo Fenocchio Barolo Villero 2020"

Der Giacomo Fenocchio Barolo Villero 2020 kommt nicht aus Monforte, sondern aus Villero in der Nachbargemeinde Castiglione Falletto. Für diesen Nebbiolo stehen rund 65 Jahre alte Rebstöcke im Ertrag, abgefüllt wird mit 15 % Vol. auf 0,75 Liter. Pflaume, getrocknete Blüten und Unterholz zeichnen ein komplexes Bild, das eine mineralische Ader durchzieht. Das Tannin ist präsent, aber ungewöhnlich geschliffen. Nur etwa 5.000 Flaschen verlassen jährlich den Keller.

Die Verkostungsnotiz des Giacomo Fenocchio Barolo Villero 2020

FARBE: Sattes Granatrot mit rubinroten Reflexen im Kern.

NASE: Vielschichtig und reich: eingelegte Pflaume, Veilchen und getrocknete Kräuter bilden den Auftakt. Darunter liegen Gewürze, feuchtes Laub und eine kühle, an nassen Stein erinnernde Note.

GESCHMACK: Kraftvoll und zugleich elegant, mit intensivem Fruchtdruck und einer klaren mineralischen Linie. Die Tannine wirken beinahe süß, umschließen den Gaumen vollständig und lassen dennoch viel Luft für die Frucht.

FINALE: Sehr langer, warmer Ausklang mit Pflaume, Salbei und einem feinherben, salzigen Rest.

Villero in Castiglione Falletto — 22 Hektar zwischen zwei berühmten Nachbarn

Villero ist mit rund 22 Hektar eine überschaubare MGA und liegt in Castiglione Falletto, der kleinsten der klassischen Barolo-Gemeinden. Die Rebzeilen fallen zwischen etwa 230 und 350 Metern überwiegend nach Südwesten ab. Der Untergrund besteht aus sandig geprägten Sant'Agata-Fossilmergeln, deren stärker entwickelte Böden in den mittleren und unteren Hanglagen für Fülle sorgen. Im Vergleich zur direkt benachbarten Rocche di Castiglione fallen Villero-Weine wärmer und körperreicher aus, gegenüber dem Monprivato zeigen sie mehr Vielschichtigkeit. Die Lese erfolgt hier traditionell spät.

Ein Monforte-Betrieb mit Parzelle in Castiglione Falletto

Giacomo Fenocchio hat seinen Sitz in der Località Bussia in Monforte d'Alba, besitzt aber Rebland in mehreren Gemeinden des Anbaugebiets. Neben Bussia gehören dazu Villero in Castiglione Falletto sowie Cannubi und Castellero in Barolo selbst. Damit lässt sich derselbe handwerkliche Ansatz an vier sehr verschiedenen Herkünften nachvollziehen. Claudio Fenocchio führt das 1864 gegründete Haus in fünfter Generation und verzichtet konsequent auf kleine Eichenfässer.

Alte Reben, 40 Tage Maische und 30 Monate großes Fass

Die durchschnittlich 65 Jahre alten Stöcke liefern kleine Erträge und entsprechend konzentrierte Beeren. Nach der spontanen Gärung ohne Zusatzhefen bleibt der Most etwa 40 Tage mit den Schalen im Edelstahltank. Es folgen sechs Monate Stahl und 30 Monate in großen slawonischen Fässern zwischen 35 und 50 Hektolitern, bevor der Wein auf der Flasche zur Ruhe kommt. Das Holz bleibt geschmacklich im Hintergrund und dient allein der langsamen Reifung des Gerbstoffs.

Servieren und kombinieren

Ideal sind 17 bis 18 °C und ein großzügig geformtes Glas, das die florale Seite trägt. Ein bis zwei Stunden Karaffe schaden nicht, gerade weil der Wein noch jung ist. Gut dazu passen Tajarin mit Butter und Salbei, geschmorte Rinderbacke, Taube, Lammkarree, Trüffelrührei und gereifter Toma piemontese.

Häufige Fragen zum Giacomo Fenocchio Barolo Villero 2020

Wofür steht der Name Villero?

Villero bezeichnet eine amtlich abgegrenzte Einzellage in der Gemeinde Castiglione Falletto. Sie umfasst rund 22 Hektar und zählt zu den historisch bekanntesten Herkünften des Barolo-Gebiets.

Warum stammt dieser Wein nicht aus Monforte d'Alba?

Das Weingut sitzt zwar in der Bussia bei Monforte, bewirtschaftet aber auch Parzellen in anderen Gemeinden. Villero liegt in Castiglione Falletto und wird als eigenständiger Lagenwein abgefüllt, nicht als Bestandteil einer Cuvée.

Was bringt das hohe Rebalter?

Reben um die 65 Jahre tragen weniger Trauben, wurzeln dafür tiefer und liefern gleichmäßiger reifende Beeren. Das zeigt sich meist in dichterer Textur und einer ruhigeren, geschlosseneren Aromatik.

Kann man den 2020er schon öffnen?

Ja, der Jahrgang 2020 ist für Barolo vergleichsweise früh zugänglich und zeigt bereits jetzt seidige Gerbstoffe. Mit etwas Luft oder ein paar Jahren Flaschenzeit gewinnt er zusätzlich an Tiefe.

Wie unterscheidet sich Villero von Bussia?

Bussia in Monforte liefert breitere, erdiger geprägte Weine mit dunkler Frucht. Villero in Castiglione Falletto wirkt kühler und mineralischer und verbindet Körper mit einer feineren, geradlinigeren Struktur.

Weitere Informationen
Alkoholgehalt: 15 % Vol
Anbaugebiet: Villero
Anbaugebiet: Villero, Castiglione Falletto
Ausbau: ca. 40 Tage spontane Maischegärung im Edelstahl ohne Zusatzhefen, 6 Monate Edelstahl, 30 Monate im großen slawonischen Holzfass (35-50…
Farbe: Granatrot
Geschmack: Blumen und Unterholz - elegant!, komplexe und fruchtige Aromen nach Pflaume
Herstellerland: Italien
Jahr: 2020
Lagerung: 15 Jahre und länger
Nettofüllmenge: 0,75 Liter
Produzent: Giacomo Fenocchio
Region: Piemont
Traube: Nebbiolo
gesetzliche Angaben: enthält Sulfite

Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:

Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach

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