Alain Suisse Millesime Extra Brut Premier Cru 2017
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Produktinformationen "Alain Suisse Millesime Extra Brut Premier Cru 2017"
Der Alain Suisse Millésime Extra Brut Premier Cru 2017 ist ein Jahrgangschampagner aus Cumières, gefüllt also ohne Reserveweine anderer Jahre. Extra Brut steht für höchstens 6 g/l Restzucker. 2017 war in der Champagne ein Jahr der Selektion: Aprilfrost auf großer Fläche, ein außergewöhnlich nasser Juli und Regen zur Lese erzwangen strenges Aussortieren, wobei Chardonnay regionsweit am besten abschnitt. Der Wein kommt mit 12,8 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche und zeigt reifen Apfel, Quitte und Zitruszeste über Brioche, gerösteter Haselnuss und trockener Kreide.
Die Verkostungsnotiz des Alain Suisse Millésime Extra Brut Premier Cru 2017
FARBE: Deutlich tiefer als die jahrgangslosen Cuvées des Hauses: mittleres Goldgelb mit grünlichem Kern. Die Perlage steigt fein und über lange Zeit.
NASE: Reifer Cox-Apfel, Quitte und Mirabelle, dazu Zitronenzeste und weiße Blüten. Das lange Hefelager legt Brioche, geröstete Haselnuss und Butterkeks darüber, dahinter steht ein trockener Kreideton.
GESCHMACK: Die Mousse ist cremiger als bei den Non-Vintage-Weinen, der Körper etwas breiter. Reifearomen und Frucht halten die Säure in Balance, die knappe Dosage lässt den Wein trotz Reife straff erscheinen. Der Extrakt trägt bis in die Mitte, ohne süßlich zu werden.
FINALE: Zitrusbitterkeit und Nussschale tragen weit, darunter läuft eine salzig-kreidige Spur, die nach dem Schluck stehen bleibt.
Cumières 2017: früh reif, streng selektiert
Alle Trauben stammen aus Cumières, dem Premier-Cru-Dorf am Nordrand der Grande Vallée de la Marne. Die nach Süden geneigten Parzellen über dem Fluss reifen früh und zuverlässig — in einem Jahr, in dem Fäulnisdruck und Regen die Lese bestimmten, ist das ein handfester Vorteil. Unter der Lehmdecke geben Kalk und Kreide dem Jahrgangswein das mineralische Rückgrat, das ihn vor Breite bewahrt. Auf den rund 172 Hektar Rebfläche der Gemeinde dominieren Pinot Noir und Meunier, Chardonnay steht auf knapp einem Fünftel.
Der Familienbetrieb Suisse in der Rue du Bois des Jots
Alain Suisse führt den Betrieb gemeinsam mit Janick Suisse in vierter Generation; erzeugt wird in Cumières seit 1870. Die drei Hektar Rebfläche verteilen sich auf 45 % Pinot Noir, 40 % Chardonnay und 15 % Meunier. Gearbeitet wird mit dem Pflug statt mit Herbiziden, der Betrieb ist HVE-zertifiziert und stellt auf ökologischen Anbau um. Ein Millésime wird nur gefüllt, wenn der Jahrgang es aus Sicht des Winzers hergibt — deshalb erscheint er nicht in jedem Jahr.
Mindestens 36 Monate auf der Hefe — Vorschrift beim Millésime
Für einen Jahrgangschampagner verlangt die Appellation mindestens 36 Monate Reife auf der Hefe, gegenüber 15 Monaten bei jahrgangslosen Cuvées. Der 2017er hat diese Frist deutlich überschritten, was die Brioche- und Nussnoten erklärt. Nach dem Dégorgement bleibt die Dosage im Extra-Brut-Rahmen von maximal 6 g/l; den exakten Wert und das Dégorgement-Datum gibt das Haus nicht bekannt, ebenso wenig die Sortenanteile dieser Cuvée. Gefüllt wird ohne Filtration und ohne Kältebehandlung.
Servieren und kombinieren
Ein gereifter Jahrgangschampagner verträgt 10 bis 12 °C besser als Kühlschranktemperatur; unter 8 °C bleiben die Reifearomen verschlossen. Ein großes Weißweinglas ist Pflicht, die Flöte verschenkt hier am meisten. Er begleitet Bresse-Huhn in Rahmsauce, Kalbsbries, Steinbutt, Risotto mit Morcheln, lange gereiften Comté und Jakobsmuscheln aus der Pfanne.
Häufige Fragen zum Alain Suisse Millésime Extra Brut Premier Cru 2017
Was bedeutet Millésime auf dem Etikett?
Millésime kennzeichnet einen Jahrgangschampagner: Der Wein stammt vollständig aus der Lese eines Jahres, hier 2017, und enthält keine Reserveweine. Vorgeschrieben sind mindestens 36 Monate Reife auf der Hefe, viele Erzeuger lassen deutlich länger liegen.
Wie trocken ist Extra Brut?
Extra Brut erlaubt 0 bis 6 g/l Restzucker und liegt damit zwischen Brut Nature und Brut. Süße nimmt man in diesem Bereich kaum wahr; der Zucker rundet allenfalls die Kanten der Säure ab. Der genaue Wert dieser Charge ist nicht veröffentlicht.
Wie war 2017 in der Champagne?
Es war ein schwieriges, sehr uneinheitliches Jahr: Aprilfrost traf große Flächen, der Juli fiel überaus nass aus, und feuchte Wochen um die Lese führten zu Graufäule. Wer streng aussortierte, konnte gute Weine machen; Chardonnay gelang regionsweit besser als die Pinot-Sorten.
Lohnt weiteres Warten beim 2017er?
Bei knapper Dosage und langem Hefelager ist die Flasche auf weitere Jahre in kühler, dunkler Lagerung eingerichtet. Erwarten lässt sich eine Verschiebung von Frucht zu Nuss, Karamell und Trockenobst, während Perlage und Säure langsam nachgeben.
Warum ein großes Glas und keine Flöte?
Die Flöte betont den Aufstieg der Bläschen, gibt der Aromatik aber kaum Fläche. Ein Weißweinglas mit Bauch lässt Brioche, Nuss und Kreide erst hervortreten — bei einem Jahrgangschampagner mit langer Hefezeit ist das der entscheidende Unterschied.
| Alkoholgehalt: | 12,8 % vol |
|---|---|
| Anbaugebiet: | Champagne AOC – Cumières Premier Cru, Grande Vallée de la Marne |
| Ausbau: | mindestens 36 Monate (gesetzliche Mindestreife für Millésime), tatsächliche Dauer erfragen |
| Champagner Art: | Millésime, Extra Brut |
| Cru-Status: | Premier Cru (Échelle des Crus 93 %) |
| Dosage: | Extra Brut, 0–6 g/l |
| Farbe: | Goldgelb mit grünlichem Kern |
| Gemeinde: | Cumières |
| Geschmack: | reifer Apfel, Quitte, Zitruszeste, Brioche, Haselnuss, Kreide, sehr trocken |
| Herstellerland: | Frankreich |
| Jahr: | 2017 |
| Nettofüllmenge: | 0,75 Liter |
| Produzent: | Alain Suisse |
| Region: | Champagne |
| Trinktemperatur in °C: | 10–12 °C |
| gesetzliche Angaben: | enthält Sulfite |
Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:
Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach
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