Schiavenza Barolo Cerretta 2019
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Produktinformationen "Schiavenza Barolo Cerretta 2019"
Mit dem Schiavenza Barolo Cerretta 2019 zeigt sich dieselbe Serralunga-Lage in einem deutlich strafferen Kleid. Reinsortiger Nebbiolo, 14% Vol., 0,75 Liter — und ein Jahrgang, der wegen kleiner Erntemengen und hoher Polyphenolwerte als klassisch gilt. Sauerkirsche, Granatapfel und Blutorange treffen auf Wacholder, Salbei und einen ausgeprägt eisenhaltigen Zug. Jung wirkt der Wein noch verschlossen und lebt von Spannung statt von Fülle.
Verkostung: Schiavenza Barolo Cerretta 2019 im Glas
FARBE: Kräftiges Granatrot, im Kern noch jugendlich dicht.
NASE: Sauerkirsche, Granatapfel und Blutorangenzeste bilden den Auftakt. Darunter liegen Wacholder, getrockneter Salbei, Rosenblatt und eine kühle, an nasses Gestein erinnernde Note. Das Bouquet gibt sich zurückhaltend und braucht Zeit im Glas.
GESCHMACK: Straff, aufrecht und von markanter Säure getragen. Das Tannin greift früh und breit, bleibt dabei feinkörnig; rote Frucht, Blutorange und salzige Mineralik ziehen sich durch den gesamten Verlauf.
FINALE: Sehr lang, herb-frisch, mit Eisen, Kirschkern und einem trockenen, fast salzigen Nachklang.
Die Lage Cerretta und die alten Böden von Serralunga
Serralunga d'Alba liegt am östlichen Rand der Appellation und besitzt die ältesten Bodenschichten des Barolo-Gebiets. Grauer Mergel und verfestigter Sandstein, dazu Kalk und Eisenanteile, zwingen die Wurzeln in die Tiefe und liefern den kräftigsten Tanninbau der elf Barolo-Gemeinden. Cerretta gehört mit knapp 40 Hektar zu den größeren Lagen des Ortes und reicht von etwa 250 bis 395 Meter Höhe. Die Parzelle von Schiavenza liegt im oberen Bereich zwischen 380 und 400 Metern, bepflanzt mit 4.000 Stöcken je Hektar und 25 bis 35 Jahre alten Reben. Im kühlen Verlauf von 2019 hat diese Höhe für besonders langsame Reife und niedrige pH-Werte gesorgt.
Vier Namen hinter dem Etikett: Alessandria, Pira, Anselma
Schiavenza ist ein Familienbetrieb im Ortskern von Serralunga d'Alba, gegründet 1956 von Vittorio und Ugo Alessandria. Die Bezeichnung erinnert an die Halbpacht früherer Zeiten, als das Anwesen der Opera Pia Barolo gehörte und von Pächtern bewirtschaftet wurde. Heute teilen sich die Schwestern Enrica und Maura Alessandria mit ihren Männern Luciano Pira und Walter Anselma die Arbeit in Weinberg, Keller und Trattoria. Rund elf Hektar Rebfläche und etwa 55.000 Flaschen im Jahr machen das Gut zu einem überschaubaren, konsequent traditionell arbeitenden Erzeuger.
Mindestens 18 Monate im großen Botte
Vergoren und mazeriert wird im Zementtank, rund 15 bis 20 Tage lang bei kontrollierten 25 bis 27 °C. Die lange Standzeit auf der Maische ist bei Schiavenza Programm und erklärt die dichte, aber niemals grobe Tanninstruktur. Die Reife erfolgt für mindestens 18 Monate in großen slawonischen Eichenfässern, gefolgt von wenigstens sechs Monaten Flaschenruhe. Beim polyphenolreichen 2019er arbeitet diese Methode gegen die Strenge: Das Holz steuert keine eigene Aromatik bei, sondern rundet das Gerbstoffgerüst über die Zeit.
So kommt der Cerretta 2019 am besten zur Geltung
Servieren Sie ihn bei 17 bis 18 °C in einem großvolumigen Glas und planen Sie zwei bis drei Stunden Karaffenzeit ein — dieser Jahrgang braucht Luft. Er verlangt kräftige Begleiter: Brasato al Barolo, Ochsenbacke, Wildschweinragout, Lammkeule, Trüffeltajarin oder ein langgereifter Bra duro.
Fragen und Antworten zum Schiavenza Barolo Cerretta 2019
Was macht den Barolo-Jahrgang 2019 aus?
Nach trockenem Winter und regnerischem Frühjahr verlief die Saison spät und kühl, mit frischen Nächten im September. Das Ergebnis sind Weine mit hohen Polyphenolwerten, niedrigem pH-Wert und sehr guter Lagerfähigkeit.
Worin unterscheidet sich der 2019er vom 2018er derselben Lage?
Der 2018er ist duftiger, weicher und früher zugänglich. Der 2019er tritt strenger, säurebetonter und tanninreicher auf und gewinnt deutlich mehr durch Flaschenreife.
Sollte man den Wein dekantieren?
Ja. Zwei bis drei Stunden in der Karaffe helfen dem jungen 2019er, seine Frucht zu öffnen und das Tannin geschmeidiger erscheinen zu lassen.
Wofür steht die Abkürzung MGA?
MGA steht für Menzione Geografica Aggiuntiva, eine seit dem Jahrgang 2010 zulässige geografische Zusatzbezeichnung. Sie weist Einzellagen wie Cerretta oder Gemeindeherkünfte innerhalb der Barolo DOCG aus.
Welches Glas empfiehlt sich?
Ein bauchiges Burgunderglas mit großer Oberfläche unterstützt die Aromatik. Bei jungen, tanninbetonten Jahrgängen wie 2019 zählt das Glasvolumen mehr als die Form im Detail.
| Alkoholgehalt: | 14 % vol |
|---|---|
| Allergene: | enthält Sulfite |
| Anbaugebiet: | Cerretta, Serralunga D'Alba |
| Anbaugebiet: | Serralunga d'Alba, Cerretta (MGA) |
| Ausbau: | 15-20 Tage Maischestandzeit im Zementtank, danach mind. 18 Monate in großen slawonischen Eichenfässern, mind. 6 Monate Flaschenreife |
| Dekantieren: | 2-3 Stunden empfohlen |
| Farbe: | dunkles Granatrot |
| Gemeinde: | Serralunga d'Alba |
| Geschmack: | Harmonische Noten von beerigen, erdigen und mineralischen Aspekten |
| Herstellerland: | Italien |
| Jahr: | 2019 |
| Klassifikation: | Barolo DOCG |
| Lagerung: | 15-20 Jahre |
| Nettofüllmenge: | 0,75 Liter |
| Produzent: | Schiavenza |
| Region: | Piemont |
| Traube: | Nebbiolo 100% |
| Trinktemperatur in °C: | 17-18 °C |
| gesetzliche Angaben: | enthält Sulfite |
Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:
Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach
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