Schiavenza Barolo Cerretta 2018
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Produktinformationen "Schiavenza Barolo Cerretta 2018"
Der Schiavenza Barolo Cerretta 2018 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus der Einzellage Cerretta in Serralunga d'Alba und kommt mit 14% Vol. in der 0,75-Liter-Flasche in den Handel. Der Jahrgang 2018 verlief im Piemont nass und wechselhaft, was den Weinen mehr Duft und weniger Wucht gegeben hat. Genau das prägt diesen Cerretta: Pflaume, schwarze Johannisbeere und getrocknete Blüten stehen vor einer erdig-mineralischen Grundierung. Das Tannin bleibt fest, wirkt aber runder als in strengeren Serralunga-Jahren. Ein Barolo, der die Lage deutlich zeigt, ohne lange Geduld zu verlangen.
Die Verkostungsnotiz des Schiavenza Barolo Cerretta 2018
FARBE: Dunkles Granatrot mit beginnenden ziegelroten Rändern.
NASE: Pflaume und schwarze Johannisbeere öffnen das Bouquet, dazu getrocknete Veilchen und ein Hauch Kakao. Erdige Noten, Waldboden und feine Süßholzwürze folgen und geben dem Duft die für Serralunga typische Ernsthaftigkeit.
GESCHMACK: Am Gaumen mittleres bis kräftiges Volumen, getragen von dunkler Beerenfrucht und einer klaren salzig-mineralischen Ader. Das Tannin ist körnig, aber nicht sperrig; die Säure des kühleren Jahrgangs hält den Wein aufrecht, ohne ihn hart zu machen.
FINALE: Mittellang bis lang mit Pflaumenhaut, Eisen und trockener Kräuterwürze im Nachhall.
Cerretta: Einzellage im Nordosten von Serralunga d'Alba
Cerretta ist eine offiziell abgegrenzte Lage, eine MGA, im Gemeindegebiet von Serralunga d'Alba und erstreckt sich über rund 40 Hektar zwischen etwa 250 und 395 Metern Höhe. Die Böden gehören zu den fossilreichen Formationen von Lequio und Sant'Agata, also zu den älteren Schichten des Barolo-Gebiets. Schiavenza bewirtschaftet hier eine Parzelle von etwa 0,85 Hektar in 380 bis 400 Metern Höhe auf kalkig-tuffigem, sandig durchsetztem Untergrund. Die Lage gliedert sich in mehrere Abschnitte, darunter Bricco Cerretta auf der Kuppe und die kühleren Hänge von Cerretta Piani. Weine von hier verbinden kräftige Frucht mit einer Tanninstruktur, die im Vergleich zum Nachbarn Prapò etwas geschmeidiger ausfällt.
Von den Pächtern zum eigenen Gut: Schiavenza
Der Name des Betriebs geht auf die Teilpacht zurück: Hof und Land gehörten früher der Opera Pia Barolo, der Stiftung der Marchesi di Barolo, und wurden von Halbpächtern bearbeitet, deren Pachtverhältnis im Dialekt „schiavenza“ hieß. 1956 gründeten die Brüder Vittorio und Ugo Alessandria das eigene Weingut in der Via Mazzini in Serralunga d'Alba. Heute führt die zweite Generation den Betrieb: Luciano Pira als Agronom und Kellermeister, unterstützt von seiner Frau Maura sowie Walter Anselma und Enrica Alessandria. Zum Gut gehören rund acht Hektar Rebfläche in Serralunga d'Alba und Flächen in Perno bei Monforte d'Alba, dazu die bekannte Trattoria Schiavenza.
Zementtank, lange Maische, slawonische Eiche
Der Ausbau folgt der klassischen Serralunga-Schule. Gärung und Maischestandzeit finden über etwa 15 bis 20 Tage in Zementtanks bei 25 bis 27 °C statt, mit täglichen Umpumpvorgängen zum Benetzen des Tresterhuts. Anschließend reift der Wein mindestens 18 Monate in großen slawonischen Eichenfässern, die keine Röstaromen beisteuern, sondern nur langsam Sauerstoff zuführen. Vor der Auslieferung ruht er noch mindestens ein halbes Jahr in der Flasche. Aus dem eher milden Jahrgang 2018 entsteht so ein Barolo mit gutem Reifepotenzial, der aber früher trinkbereit ist als die Weine strengerer Jahre.
Trinktemperatur, Glas und passende Gerichte
16 bis 18 °C und ein weites Burgunderglas sind die richtige Bühne. Eine Stunde in der Karaffe genügt dem 2018er, da er bereits offen und zugänglich auftritt. Am Tisch passt er zu geschmorter Rinderbacke, Tajarin mit Fleischsugo, Kaninchen in Kräutern, Steinpilzrisotto, gereiftem Castelmagno und würziger Tomme.
Häufige Fragen zum Schiavenza Barolo Cerretta 2018
Was bedeutet Cerretta auf dem Etikett?
Cerretta ist der Name einer amtlich abgegrenzten Lage, einer MGA, im Barolo-Gebiet der Gemeinde Serralunga d'Alba. Die Angabe belegt, dass alle Nebbiolo-Trauben aus dieser einen Lage stammen.
Wie hat sich der Jahrgang 2018 ausgewirkt?
2018 brachte einen langen, nassen Frühling mit hohem Pilzdruck und danach einen freundlichen Sommer. Die Weine fielen duftiger, säureseitig moderater und in der Jugend zugänglicher aus als in konzentrierteren Jahren.
Ist der Cerretta 2018 schon trinkreif?
Ja, er lässt sich bereits jetzt gut trinken, wenn man ihm etwas Luft gibt. Wer weitere Entwicklung sucht, kann ihn ohne Bedenken einige Jahre weiterlagern.
Wie lange kann man die Flasche lagern?
Die Produktangabe nennt ein Lagerpotenzial von 15 bis 20 Jahren. Voraussetzung ist liegende, dunkle Lagerung bei gleichmäßig kühler Temperatur.
Woher stammt der Name Schiavenza?
Er kommt aus dem piemontesischen Dialekt und bezeichnet das Verhältnis der Halbpächter, die den Hof für die Opera Pia Barolo bewirtschafteten. Die Familie Alessandria übernahm den Namen, als sie 1956 ihr eigenes Weingut gründete.
| Alkoholgehalt: | 14 % vol |
|---|---|
| Allergene: | enthält Sulfite |
| Anbaugebiet: | Cerretta, Serralunga D'Alba |
| Anbaugebiet: | Serralunga d'Alba, Cerretta (MGA) |
| Ausbau: | 15-20 Tage Maischestandzeit im Zementtank, danach mind. 18 Monate in großen slawonischen Eichenfässern, mind. 6 Monate Flaschenreife |
| Farbe: | dunkles Granatrot |
| Gemeinde: | Serralunga d'Alba |
| Geschmack: | Harmonische Noten von beerigen, erdigen und mineralischen Aspekten |
| Herstellerland: | Italien |
| Jahr: | 2018 |
| Klassifikation: | Barolo DOCG |
| Lagerung: | 15-20 Jahre |
| Nettofüllmenge: | 0,75 Liter |
| Produzent: | Schiavenza |
| Region: | Piemont |
| Traube: | Nebbiolo 100% |
| Trinktemperatur in °C: | 16-18 °C |
| gesetzliche Angaben: | enthält Sulfite |
Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:
Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach
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