Robert Barbichon Blanc de Noirs
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Produktinformationen "Robert Barbichon Blanc de Noirs"
Robert Barbichon Blanc de Noirs ist weiß gekelterter Pinot Noir aus der Aube: 97 Prozent Pinot Noir, 3 Prozent Meunier, ohne Farbe aus den Schalen. In der Côte des Bar stellt Pinot Noir über 80 Prozent der Rebfläche, ein Blanc de Noirs ist hier also der naheliegende Champagner-Typ und nicht die Ausnahme. Dosiert wird äußerst sparsam, jüngere Abfüllungen erscheinen als Brut Nature ganz ohne Zuckerzugabe. Mit 12 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche zeigt der Champagner reife Birne, Grapefruit und Brioche, dazu einen weichen Gaumen und einen salzigen Abgang.
Die Verkostungsnotiz des Robert Barbichon Blanc de Noirs
FARBE: Kräftiges Strohgelb, leicht kupfrig schimmernd, wie bei weiß gekelterten roten Trauben häufig. Fein und zäh perlt die Mousse im Glas.
NASE: Reife Birne und weißer Pfirsich zuerst, dann Grapefruit und Zitrusblüte. Dahinter Brioche, Aprikosenkern und eine Spur Rauch aus dem kleinen Holzanteil. Insgesamt eher üppig als kühl.
GESCHMACK: Weich und rund, merklich vinöser als ein Chardonnay-Champagner, mit breiter, sahniger Mousse und ruhiger Perlage. Pinot Noir gibt Körper und Kraft, ohne schwer zu werden, die Säure ist eingebunden statt spitz. Da keine Dosage abrundet, tritt der Extrakt der alten Reben unverstellt hervor.
FINALE: Nussige Tiefe und steinige Salzigkeit bleiben lange stehen, der Abgang ist sauber und trocken.
Pinot Noir aus dem Barséquanais: Gyé-sur-Seine und Celles-sur-Ource
Die Parzellen liegen über den Tälern der Seine und der Ource, in Gyé-sur-Seine und Celles-sur-Ource. Etwa 70 Prozent weisen nach Süden, 30 Prozent nach Norden — die Nordlagen liefern jene Säure, die dem Pinot Noir im kontinental geprägten Süden der Champagne sonst fehlen würde. Der Boden ist Ton-Kalk aus dem Kimmeridgium, dieselbe Mergelformation, auf der auch Chablis steht; sie erklärt die salzige Ader und den burgundnahen, weinigen Ton dieser Champagner. Cru-Einstufungen gibt es hier nicht: Bei der Abgrenzung von 1927 bekam keine Gemeinde der Aube einen Grand- oder Premier-Cru-Rang, obwohl die Region heute knapp ein Viertel der Rebfläche der Champagne ausmacht.
Thomas und Maxime Barbichon, Récoltant-Manipulant in der Aube
Der Familienbetrieb wird von Thomas und Maxime Barbichon in vierter Generation geführt. Neun Hektar, Reben mit durchschnittlich fast vier Jahrzehnten Alter, rund 40.000 Flaschen im Jahr — eine Größe, bei der jede Parzelle einzeln behandelt werden kann. Die Bio-Zertifizierung datiert auf 2010, biodynamisch wird seit 2012 gearbeitet, mit eigenen Komposten und ohne synthetische Mittel. Geschwefelt wird sparsam, dosiert ebenso: Die Cuvées des Hauses liegen zwischen null und wenigen Gramm Restzucker. Alle Trauben stammen aus eigenen Weinbergen und werden im eigenen Keller verarbeitet.
Schonend weiß gepresst, ohne Dosage gefüllt
Ein Blanc de Noirs entsteht durch schnelles, druckarmes Pressen: Die roten Trauben gehen ganz in die Presse, der Saft läuft ab, bevor Farbstoff aus den Schalen übergehen kann. Vergoren wird im Tank, ein kleiner Teil im Holz, was dem Wein die leicht rauchige Tiefe gibt. Danach folgt ein mehrjähriges Hefelager in der Flasche; für eine Abfüllung ist das Dégorgement im April 2023 dokumentiert. Bei der Dosage geht die Familie bis an die Nulllinie: Aktuelle Chargen werden als Brut Nature ohne Zuckerzugabe geführt, ältere Etiketten tragen die Angabe Brut.
Servieren und kombinieren
Acht bis zehn Grad sind richtig; ohne Dosage wirkt der Wein zu kalt schnell hart und verschlossen. Ein Weißweinglas gibt Birne und Brioche Raum, eine schmale Flöte drückt beide weg, und eine Karaffe ist überflüssig. Vinös und ohne Restzucker begleitet er Bresse-Huhn, Kalbsschnitzel mit Zitrone, gegrillten Steinbutt, Charcuterie, gereiften Chaource und Pilzrisotto.
Häufige Fragen zum Robert Barbichon Blanc de Noirs
Was heißt Blanc de Noirs?
Weißer Champagner aus roten Trauben, also aus Pinot Noir und Meunier. Möglich wird das durch sofortiges, sanftes Pressen, bei dem der farblose Saft von den Schalen getrennt wird, bevor Pigmente übergehen. Solche Champagner wirken meist kräftiger und weiniger als Blanc de Blancs.
Was bedeutet Brut Nature, und schmeckt das sauer?
Brut Nature heißt weniger als 3 g/l Restzucker, in der Praxis oft null, also keine Dosage nach dem Dégorgement. Sauer schmeckt das nicht automatisch: Entscheidend sind lange Hefereife und reifes Traubenmaterial, die dem Wein Fülle statt Zucker geben. Wer sehr weiche Champagner mag, sollte trotzdem zu einer dosierten Cuvée greifen.
Warum schmeckt Champagner aus der Aube anders als aus Épernay?
Es liegen etwa 150 Kilometer zwischen beiden, und der Untergrund wechselt von Kreide zu Kimmeridge-Mergel. Dazu kommen kontinentaleres Klima, höhere Lagen und ein klares Übergewicht von Pinot Noir. Das Ergebnis ist weiniger, runder und weniger streng-kreidig als im Kerngebiet.
Trägt er ein ganzes Menü?
Ja, das ist sogar seine Stärke. Körper und fehlender Restzucker machen ihn zum Begleiter von Vorspeise über Fisch und weißes Fleisch bis zum Käse. Bei süßen Desserts stößt er an eine Grenze, dort wirkt er hart.
Wie lange kann man ihn liegen lassen?
Fachliche Einschätzungen reichen für diese Cuvée bis in den Bereich von zehn Jahren und mehr. Zwei bis drei Jahre Flaschenruhe nach dem Dégorgement bauen Nuss- und Brotnoten weiter aus, ohne die Frische zu verlieren.
| Alkoholgehalt: | 12 % vol |
|---|---|
| Anbaugebiet: | Champagne AOC, Côte des Bar - Gyé-sur-Seine und Celles-sur-Ource (Aube) |
| Ausbau: | Tankgärung, kleiner Holzanteil, mehrjähriges Hefelager in der Flasche |
| Betriebsart: | Récoltant-Manipulant (RM), rund 9 Hektar, ca. 40.000 Flaschen |
| Champagner Art: | Blanc de Noirs, 97 % Pinot Noir, 3 % Meunier |
| Dosage: | Brut Nature, ohne Zuckerzugabe (ältere Etiketten: Brut) |
| Farbe: | kräftiges Strohgelb mit kupfrigem Schimmer |
| Geschmack: | sehr weich am Gaumen, mit Birne und Grapefruit |
| Herstellerland: | Frankreich |
| Lagerung: | 1-2 Jahre ab jetzt |
| Nettofüllmenge: | 0,75 Liter |
| Produzent: | Barbichon |
| Region: | Champagne |
| Traube: | Pinot Noir 97 %, Meunier 3 % |
| Trinktemperatur in °C: | 8–10 °C |
| Zertifizierung: | bio (AB) seit 2010, biodynamisch seit 2012 |
| gesetzliche Angaben: | enthält Sulfite |
Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:
Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach
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