Giulia Negri Barolo Marassio 2017 MG
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Produktinformationen "Giulia Negri Barolo Marassio 2017 MG"
Der Giulia Negri Barolo Marassio 2017 MG ist ein reinsortiger Nebbiolo aus Serradenari oberhalb von La Morra und wird mit 14 % Vol. in der 1,5-Liter-Magnum gefüllt. Rubinrot im Glas, mit reifen dunklen Früchten und einer kühlen Mineralität, die von feinem Holz begleitet wird. Serradenari ist die höchstgelegene abgegrenzte Lage des gesamten Barolo-Gebiets, und genau das gibt diesem Wein aus dem heißen Jahrgang 2017 seine Frische. Im großen Flaschenformat entwickelt er sich langsam und braucht viel Luft, um sich zu öffnen.
Die Verkostungsnotiz des Giulia Negri Barolo Marassio 2017 MG
FARBE: Leuchtendes Rubinrot mit violetten Reflexen und noch wenig Randaufhellung.
NASE: Reife dunkle Kirsche und Brombeere, darüber Veilchen und Rosenblatt, dazu eine kühle, fast steinige Note. Das Holz bleibt im Hintergrund und zeigt sich als feine Würze.
GESCHMACK: Komplex und tiefgründig, im Moment noch etwas introvertiert. Hohe Säure und feinkörniges, dicht gewebtes Tannin geben dem Wein eine straffe, vertikale Statur.
FINALE: Anhaltend, mit dunkler Frucht, Veilchen und einem salzig-mineralischen Nachhall.
Marassio: eine Parzelle in Serradenari, der höchsten Lage des Barolo
Serradenari liegt in der Gemeinde La Morra und ist mit 450 bis 536 Metern die höchstgelegene abgegrenzte Lage im gesamten Anbaugebiet. Rund 14 Hektar sind bestockt, die Hänge blicken nach Süden und Südwesten, der Boden besteht aus tortonischem Sandmergel mit auffallend niedrigem pH-Wert. Auf engstem Raum wechseln die Formationen: Nur hundert Höhenmeter trennen die Konglomerate von La Morra oben von den Sant'Agata-Mergeln weiter unten. Weine von hier zeigen hohe Säure, feinkörniges Tannin und ein ausgeprägt florales Bild mit Veilchen und Rosenblatt. Marassio ist die Bezeichnung für eine Parzelle innerhalb dieses Weinbergs. Lange galt die Höhe als zu kühl für Nebbiolo; erst die wärmeren Jahrzehnte haben hier eine verlässliche Reife möglich gemacht.
Giulia Negri auf dem Gut Serradenari über La Morra
Die Flächen gehören seit 1880 zur Familie Diatto-Negri, die in Turin auch Automobile und in Frankreich elektrische Straßenbahnen baute und schon früh Wein aus La Morra nach Amerika lieferte. Giovanni Negri, Parlamentarier und Autor, ordnete den Hof 2001 neu, pflanzte Reben nach und schützte den Trüffelwald. Heute führt seine Tochter Giulia das Gut, die als Barolo Girl bekannt geworden ist. Der Name Serradenari geht auf das Mittelalter zurück, als Bauern vor der Pest hierher flohen und ihr Geld versteckten. Neben den Weinbergen gehören ausgedehnte Waldflächen mit weißem Alba-Trüffel zum Besitz.
Reifung im Barrique, gefüllt in die Magnum
Der Marassio reift nach Angabe der Shop-Eigenschaften in Barriques. Kleine französische Fässer geben mehr Luft an den Wein ab als große Holzfässer und runden die Gerbstoffe früher ab, was bei einem so säurebetonten Höhenwein die Kanten glättet. Die 1,5-Liter-Flasche wirkt in die andere Richtung: Auf die doppelte Weinmenge kommt unter dem Korken ungefähr dieselbe Luftmenge, sodass die Flaschenreife langsamer voranschreitet als im 0,75-Liter-Gebinde. Für einen Wein, der laut Weingut derzeit noch verschlossen wirkt, ist das eher ein Vorteil.
Servieren und kombinieren
Sechzehn bis achtzehn Grad und ein großes, weites Glas sind hier Pflicht, denn dieser Barolo braucht Luft. Zwei Stunden in der Karaffe sind kein Fehler, gerade bei der Magnum. Er passt zu Rehrücken, Brasato, Ente mit Rotkohl, Tajarin mit Trüffel, Steinpilzen und zu gereiftem Bergkäse.
Häufige Fragen zum Giulia Negri Barolo Marassio 2017 MG
Wie wirkt sich das große Flaschenformat auf die Reife aus?
Eine Magnum enthält doppelt so viel Wein wie eine Normalflasche, aber nicht doppelt so viel Sauerstoff. Pro Liter steht dem Wein also weniger Luft gegenüber, die Alterung verläuft ruhiger und gleichmäßiger. Deshalb gilt das Format bei langlebigen Weinen als das bessere Reifegebinde.
Wofür steht Marassio auf dem Etikett?
Marassio ist der Name einer Parzelle im Weinberg Serradenari in La Morra. Die übergeordnete abgegrenzte Lage heißt Serradenari; Marassio bezeichnet den genauen Ausschnitt, aus dem die Trauben stammen.
Warum wirkt dieser Barolo frischer als andere Weine aus 2017?
2017 war heiß und sehr trocken. Serradenari liegt aber höher als jede andere Lage des Gebiets, die Nächte sind dort kühler und die Reife verläuft langsamer. Das erhält Säure und florale Aromatik auch in warmen Jahren.
Sollte der Wein dekantiert werden?
Ja. Das Weingut selbst beschreibt ihn als derzeit noch introvertiert. Ein bis zwei Stunden in der Karaffe helfen ihm deutlich, Frucht und Mineralität zu zeigen.
Wie lange lässt sich die Flasche lagern?
Die Shop-Eigenschaften nennen fünf bis sechs Jahre. Angesichts von Säure und Tanninstruktur und im großen Format dürfte dieser Rahmen eher konservativ gesetzt sein.
| Alkoholgehalt: | 14 % vol |
|---|---|
| Anbaugebiet: | La Morra |
| Anbaugebiet: | La Morra, MGA Serradenari (Parzelle Marassio) |
| Ausbau: | Reifung in Barriques |
| Farbe: | Rubinrot |
| Geschmack: | Reife dunkle Früchte und eine kühle Mineralität, welche von einem feinem Holz begleitet werden. |
| Herstellerland: | Italien |
| Jahr: | 2017 |
| Lagerung: | 5-6 Jahre |
| Nettofüllmenge: | 1,5 Liter |
| Produzent: | Giulia Negri |
| Region: | Piemont |
| Traube: | Nebbiolo |
| Trinktemperatur in °C: | 16-18 |
| gesetzliche Angaben: | enthält Sulfite |
Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:
Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach
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