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Produktinformationen "Diego Morra Barolo Zinzasco 2015"

Beim Diego Morra Barolo Zinzasco 2015 steht kein amtlicher Cru auf dem Etikett, sondern ein Flurname: Zinzasco heißt die Landstraße, an der die Parzellen liegen — zu einem Viertel in Verduno, zu drei Vierteln in La Morra. Der reinsortige Nebbiolo bringt 14 % Vol. mit und füllt 0,75 Liter. Nach über zehn Jahren zeigt der warme Jahrgang 2015 ein weiches, würziges Bild aus Amarenakirsche, Backpflaume, Kakao und Unterholz. Reife, breit angelegte Tannine und 30 Monate im großen Holzfass machen ihn zum zugänglichsten der Barolo dieses Hauses.

Die Verkostungsnotiz des Diego Morra Barolo Zinzasco 2015

FARBE: Granatrot mit sanft orangeroten Reflexen, am Rand transparent, mit feinem Bodensatz.

NASE: Würzig und dunkel getönt: Amarenakirsche und Backpflaume, dazu getrocknete Rosenblätter, Muskatnuss und Kakao. Mit Luft folgen Kaffeebohne, Unterholz und ein Anflug von Lakritz.

GESCHMACK: Vollmundig und weich, die Tannine sind reif und nahezu vollständig eingebunden. Dörrobst, Süßholz und erdige Würze füllen den Mittelteil; die Säure ist vorhanden, tritt aber hinter die Fülle zurück.

FINALE: Der Ausklang wirkt warm und weich: Kakao, getrocknete Kirsche, dazu eine sanfte Bitternote, die mittellang bis lang trägt.

Zinzasco: alte Reben zwischen Verduno und La Morra

Die zwölf Hektar der Parzelle Zinzasco erstrecken sich beiderseits der gleichnamigen Straße, rund 25 Prozent davon in Verduno, 75 Prozent in La Morra. Weil sich die Fläche über zwei Gemeinden zieht, lässt sie sich nicht als einzelne Menzione Geografica Aggiuntiva ausweisen — der Name auf dem Etikett ist eine Herkunftsbezeichnung des Weinguts, keine amtliche Lage. Den Untergrund bildet geschichteter Mergel mit Sand- und Tonanteilen. Die Reben stehen seit 25 bis 50 Jahren, was niedrige Erträge und dickere Beerenhäute mit sich bringt. Im Glas verbindet sich daraus die weichere, breitere Art vieler Weine aus La Morra mit der Würze, die man aus Verduno kennt.

Drei Generationen Morra in Verduno

Domenico Morra begann Mitte des 20. Jahrhunderts mit Reben und Haselnüssen, Sohn Antonio führte beides fort — vermarktet wurde der Wein damals nicht unter eigenem Namen. Diego Morra, die dritte Generation, gründete 2006 das heutige Etikett und baute den Betrieb auf rund 30 Hektar Rebfläche in Verduno, La Morra und Roddi aus, dazu kommen etwa 20 Hektar Haselnusshaine. Vier verschiedene Barolo gehören inzwischen zum Programm, ergänzt vom seltenen Verduno Pelaverga. Der Keller arbeitet ohne Barriques: Alle Barolo reifen in großen Fässern, die Maischestandzeiten liegen je nach Wein zwischen etwa 20 und 35 Tagen.

30 Monate im großen Fass, danach Ruhe in der Flasche

Vergärung und Maischestandzeit finden über 20 bis 25 Tage im Edelstahltank statt, wobei die Temperatur unter 30 °C bleibt. Danach reift der Wein 30 Monate im großen Holzfass und ruht laut Weingut mindestens sechs weitere Monate in der Flasche, bevor er ausgeliefert wird. Bei diesem Jahrgang kommt inzwischen rund ein Jahrzehnt zusätzliche Flaschenreife obendrauf — sie erklärt, warum die Frucht heute gedörrt und die Textur weich erscheint. Das im Shop genannte Lagerpotenzial von 15 Jahren verweist auf ein Trinkfenster, das jetzt weit offen steht.

Servieren und kombinieren

Bei 16 bis 17 °C öffnen. Die Flasche zuvor aufrecht stehen lassen und den Wein sanft in eine Karaffe umfüllen, damit der Bodensatz zurückbleibt; auf stundenlanges Dekantieren verzichtet man bei diesem Reifegrad besser. Er begleitet Brasato al Barolo, Lammkeule mit Rosmarin, Pappardelle mit Pilzragout, Zunge in grüner Sauce, gereiften Bergkäse und luftgetrocknete Salami aus den Langhe.

Häufige Fragen zum Diego Morra Barolo Zinzasco 2015

Ist Zinzasco eine offizielle Barolo-Lage?

Nein. In der amtlichen Liste der geografischen Zusatzbezeichnungen taucht Zinzasco nicht auf. Es handelt sich um einen Flur- und Straßennamen, mit dem das Weingut die Herkunft der Trauben kennzeichnet.

Weshalb nennt das Etikett zwei Gemeinden?

Die Parzelle liegt genau auf der Grenze zwischen Verduno und La Morra. Beide Teile werden zusammen gelesen und gemeinsam vergoren, weshalb der Wein als Barolo DOCG ohne Gemeindeangabe in die Flasche kommt.

Wie zeigt sich der Wein nach elf Jahren?

Der Jahrgang war warm und lieferte reife, weiche Tannine. Nach über zehn Jahren steht die tertiäre Seite im Vordergrund: Dörrfrucht, Kakao und Unterholz anstelle frischer Kirsche.

Muss der Wein dekantiert werden?

Ein vorsichtiges Umfüllen reicht und ist wegen des Depots ohnehin sinnvoll. Lange Belüftung braucht ein gereifter Barolo nicht, er entwickelt sich im Glas schnell genug.

Wie ordnet er sich im Sortiment des Weinguts ein?

Er ist die breitere, weichere und früher zugängliche Auslegung im Barolo-Programm des Hauses. Die Lagenweine aus Monvigliero und San Lorenzo di Verduno kommen dagegen jeweils aus einer einzigen amtlichen Parzelle in Verduno, wirken straffer und sind auf längere Lagerung angelegt.

Weitere Informationen
Alkoholgehalt: 14 % vol
Anbaugebiet: Verduno und La Morra
Anbaugebiet: Zinzasco – Parzelle in Verduno (ca. 25 %) und La Morra (ca. 75 %), keine amtliche MGA
Ausbau: 20–25 Tage Maischestandzeit, 30 Monate großes Holzfass, mindestens 6 Monate Flaschenreife
Boden: geschichteter Mergel mit Sand- und Tonanteilen
Farbe: Granatrot mit orangeroten Reflexen (Reifestand)
Geschmack: reif, würzig, Dörrfrucht, Kakao, weiches Tannin
Herstellerland: Italien
Jahr: 2015
Lage / MGA: keine MGA – Flur- und Straßenname des Weinguts
Lagerung: 15 Jahre
Nettofüllmenge: 0,75 Liter
Produzent: Diego Morra
Rebalter: 25–50 Jahre
Region: Piemont
Traube: Nebbiolo
Trinkfenster: jetzt bis etwa 2030
gesetzliche Angaben: enthält Sulfite

Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:

Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach

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