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Produktinformationen "Carlo Revello Barbera D'Alba Superiore 2024"

Carlo Revello Barbera D'Alba Superiore 2024 ist ein reinsortiger Barbera aus den Parzellen der Familie Revello in La Morra und füllt die 0,75-Liter-Flasche mit 15 % Vol. Das Bild im Glas ist tiefdunkles Rot, der Duft führt von Sauerkirsche und Brombeere zu Vanille, Minze und einem Hauch Kakao. Am Gaumen trägt die rebsortentypische Säure die Frucht, während die lange Holzreife für Kontur und Volumen sorgt. Der Jahrgang 2024 brachte dem Piemont nach mehreren Dürrejahren wieder reichlich Niederschlag — und damit Barbera mit auffallend frischem Zug.

Die Verkostungsnotiz des Carlo Revello Barbera D'Alba Superiore 2024

FARBE: Tiefdunkles Rot mit violettem Schimmer am Rand.

NASE: Intensiv und vielschichtig. Sauerkirsche, Brombeere und eingekochte Pflaume treffen auf Vanille, Minze, Süßholz und ein wenig Muskatnuss. Dahinter bleibt eine kühle Kräuternote, welche die dunkle Frucht auflockert.

GESCHMACK: Saftig, mit klar gezeichneter Säureader entlang der Mitte. Kirsche und Waldbeere stehen neben Kakao, schwarzem Pfeffer und einer leicht röstigen Würze aus dem Fass. Das Tannin fällt weich aus und ordnet sich der Frische unter.

FINALE: Im Abgang bleibt die Kirsche stehen, begleitet von Minze und einem trockenen, leicht salzigen Ton. Die Länge ist für die Rebsorte bemerkenswert.

Was die Stufe Superiore beim Barbera d’Alba verlangt

Barbera d’Alba ist seit 1970 eine geschützte Herkunft im Hügelland um Alba; die Rebflächen dürfen 650 Meter Höhe nicht überschreiten. Für die Stufe Superiore schreibt das Regelwerk mindestens 12,5 % Vol. und eine Reifezeit von zwölf Monaten vor, von denen vier im Holzfass zu verbringen sind. Dieser Wein liegt mit 15 % Vol. und rund zwei Jahren Fassreife deutlich über der Untergrenze. Die Weinberge in La Morra stehen auf den jüngeren, sandig-tonigen Mergeln des Tortonium, die im Vergleich zu den östlichen Gemeinden weniger Kalk und mehr Sand enthalten — ein Untergrund, der dieser säurebetonten Rebsorte Rundung mitgibt.

Die Familie Revello an der Serra dei Turchi

Der Betrieb geht auf die Teilung des Familienbesitzes zurück: Seit 2016 keltert Carlo Revello in der Ortschaft Santa Maria oberhalb von La Morra unter eigenem Namen, gemeinsam mit seiner Frau Mariarosa und Sohn Erik, der die Önologieschule in Alba besucht hat. Rund acht Hektar verteilen sich auf sieben eingetragene Einzellagen des Gebiets, darunter Annunziata, Giachini und Boiolo. Erik hat die Rotationsmazeration abgeschafft, arbeitet vermehrt mit spontaner Gärung und hat kleine Fassformate schrittweise durch große slawonische Gebinde ersetzt. Seit dem Jahrgang 2020 steht dabei die Frische spürbar im Vordergrund — auch beim Barbera, der neben dem Barolo des Hauses kein Nebenprodukt ist.

Vom Stahltank in das Fass mit 25 Hektolitern

Die Trauben bleiben nach Angaben des Erzeugers zehn bis zwölf Tage auf der Schale, der biologische Säureabbau findet anschließend im Edelstahl statt. Danach geht der Wein in große slawonische Fässer mit 25 Hektolitern Inhalt; die letzten sechs Monate vor der Füllung verbringt er in bereits gebrauchten Barriques. Insgesamt nennt der Betrieb 24 Monate Holzreife. Der Gedanke dahinter: Das Holz soll die kräftige Säure der Rebsorte einfassen und Struktur geben, ohne dass Röstaromen die Frucht überdecken. Als Trinkfenster sind fünf bis zehn Jahre angesetzt.

Servieren und kombinieren

Bei 16 bis 17 °C in einem mittelgroßen Rotweinglas zeigt der Wein die Balance aus Frucht und Säure am deutlichsten. Dekantieren ist nicht nötig — eine halbe Stunde im Glas genügt, damit sich die Würze öffnet. Auf dem Teller mag er Kräftiges: Agnolotti del plin mit Bratensauce, Salsiccia vom Grill, in Tomaten geschmortes Kaninchen, Polenta mit Ragù, Vitello tonnato und eine junge Tome aus den Langhe.

Häufige Fragen zum Carlo Revello Barbera D'Alba Superiore 2024

Was bedeutet Superiore beim Barbera d’Alba?

Superiore ist eine gesetzlich definierte Qualitätsstufe. Sie verlangt mindestens 12,5 % Vol. sowie zwölf Monate Reifezeit, darunter vier Monate im Holzfass. Dieser Wein übertrifft beide Werte klar.

Warum wird ein Barbera überhaupt im Holzfass ausgebaut?

Barbera bringt von Natur aus viel Säure und wenig Tannin mit. Die Reife im großen Fass baut Struktur auf und fasst die Säure ein; gebrauchte Barriques geben dabei nur noch eine dezente Würze ab statt frischer Röstnoten.

Wie viele Jahre verträgt der 2024er im Keller?

Der Erzeuger gibt fünf bis zehn Jahre an. In den ersten Jahren dominiert die Kirschfrucht, später treten getrocknete Kräuter und Würze stärker hervor.

Passt der Wein auch zu einfacher Küche?

Ja, das ist sogar seine Stärke. Die Säure kommt mit Tomate, Speck und Zwiebel ausgezeichnet zurecht, weshalb Pizza, Polenta oder eine Wurstplatte genauso gut funktionieren wie ein Schmorgericht.

Was war am Jahrgang 2024 im Piemont besonders?

Nach mehreren trockenen Jahren fiel deutlich mehr Regen, was den Wasserhaushalt ausglich, aber Pflanzenschutz erforderte. Die Analysen zeigten weniger Farbe und etwas niedrigere Gesamtsäure als zuletzt, dafür viel Finesse und Sapidität.

Weitere Informationen
Alkoholgehalt: 15 % Vol
Anbaugebiet: La Morra
Anbaugebiet: La Morra, Langhe (Piemont)
Ausbau: 10–12 Tage Maischestandzeit, malolaktische Gärung im Stahltank, 24 Monate Holz: große slawonische Fässer (25 hl), letzte 6 Monate…
Farbe: tiefdunkles Rot
Geschmack: Intensive Nase, komplex mit dunkler Frucht, Vanille und Minze
Herstellerland: Italien
Jahr: 2024
Klassifikation: Barbera d’Alba Superiore DOC
Lagerung: 5-10 Jahre
Nettofüllmenge: 0,75 Liter
Produzent: Carlo Revello & Figli
Region: Piemont
Traube: Barbera
Trinktemperatur in °C: 16–17 °C
Vegan: ja
gesetzliche Angaben: enthält Sulfite

Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:

Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach

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