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Piero Benevelli

La Morra, traditionell ausgerichtet, sorgfältig in der Arbeit. Weine, die man zum Essen trinkt und dabei vergisst, dass man eigentlich Notizen machen wollte. Genau so soll Barolo im Alltag funktionieren.

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Massolino Barbaresco Albesani 2020
Traube: Barbaresco
Der Massolino Barbaresco Albesani 2020 ist reinsortiger Nebbiolo aus der Lage Albesani in Neive, abgefüllt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Er gehört zu den jungen Barbaresco-Etiketten des Serralunga-Weingutes, das erst 2019 in diese Appellation eingestiegen ist. Rote Waldbeeren, Kirsche und reife Pflaume treffen auf Heu, Tabak und eine kräutrige Note. Belebende Säure, feinkörniges Tannin und ein deutlich mineralischer Zug geben ihm Kontur — duftiger und früher ansprechbar, als es die Serralunga-Barolo des Hauses sind. Die Verkostungsnotiz des Massolino Barbaresco Albesani 2020 FARBE: Tiefes Rubinrot mit ersten granatfarbenen Reflexen. NASE: Rote Waldbeeren, Kirsche und reife Pflaume bilden den Kern des Duftes. Darüber liegen Heu, Veilchen, getrocknete Kräuter und ein feiner Tabakton, der mit Luft an Gewicht gewinnt. GESCHMACK: Saftig und straff zugleich: helle Frucht, belebende Säure und ein feinkörniges, gut eingebundenes Tannin. Eine ausgeprägte Mineralität und leichte Süßholzwürze halten den Wein trotz reifer Frucht schlank. FINALE: Lang, mit Pflaume, Kräutern und einem salzig-mineralischen Nachhall. Albesani in Neive — Sant'Agata-Mergel an einem Südwesthang Albesani ist eine der abgegrenzten Lagen des Barbaresco und liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Neive. Die Lage umfasst rund 72 Hektar zwischen etwa 160 und 270 Metern Höhe und ist im Kernbereich nach Südwesten ausgerichtet. Der Untergrund besteht aus Sant'Agata-Fossili-Mergel des Tortonium, also kalk-, ton- und schluffhaltigem Gestein, das tendenziell duftigere und geschmeidigere Weine liefert als die Sandsteinformationen des Barolo-Gebiets. Massolinos Parzelle ist 0,6 Hektar groß, liegt auf etwa 230 Metern und ist nach Süd-Südwest exponiert; Exposition und die rund 60 Jahre alten Reben sollen nach Angaben des Weingutes mehr Struktur bei gleichbleibender Eleganz bringen. Bekannt wurde Albesani vor allem durch die zentral gelegene Unterlage Santo Stefano. Massolino: 1896 in Serralunga, seit 2019 in Barbaresco Massolino wurde 1896 in Serralunga d'Alba gegründet und hat den Stil dieser Barolo-Gemeinde mitgeprägt; Großvater Giuseppe war 1934 Mitbegründer des Consorzio di tutela Barolo e Barbaresco. 2019 folgte der Schritt in den Barbaresco: Aus der Begegnung mit Bernardino Gastaldi, einem historischen Winzer aus Neive, übernahm die Familie Parzellen in den Lagen Albesani, Serraboella und Starderi. Die ersten Barbaresco-Etiketten des Gutes stammen aus dem Jahrgang 2019 und kamen im September 2022 in den Handel. Geführt wird das Weingut in vierter Generation von Franco, Roberto und Paola Massolino, das Herz der Kollektion bleiben die Serralunga-Lagen um die Vigna Rionda. 18 Monate großes Fass, danach 24 Monate Flasche Die Trauben gären mit wilden Hefen in Holzgärständern bei rund 30 °C, mit langer Gärung und ausgedehnter Maischestandzeit. Anschließend reift der Wein bis zu 18 Monate in großen Fässern aus slawonischer Eiche und ruht danach etwa 24 weitere Monate in der Flasche, bevor er das Haus verlässt. Die gegenüber dem Barolo kürzere Holzzeit lässt die feinere Aromatik des Barbaresco stehen, während die Flaschenreife das Tannin bereits etwas ordnet. Ein Reifepotenzial von 15 bis 20 Jahren ist bei dieser Machart gut vorstellbar. Servieren und kombinieren Massolino empfiehlt für seinen Barbaresco 18 bis 20 °C; ein großes, bauchiges Glas hilft der floralen Seite. Rund 45 bis 60 Minuten Luft oder ein kurzes Dekantieren genügen dem Jahrgang 2020. Er passt zu Wild und rotem Fleisch, zu Tajarin oder Agnolotti mit Fleischsauce, zu Steinpilzrisotto, zu Trüffelgerichten und zu gereiftem Hartkäse wie Castelmagno oder Bra. Häufige Fragen zum Massolino Barbaresco Albesani 2020 Was bedeutet Albesani auf dem Etikett? Albesani ist eine offiziell abgegrenzte Lagenbezeichnung innerhalb der Appellation Barbaresco und liegt in der Gemeinde Neive. Sie kennzeichnet die Herkunft der Nebbiolo-Trauben. Worin unterscheidet sich Massolinos Barbaresco vom Barolo des Hauses? Der Barbaresco wächst auf Sant'Agata-Fossili-Mergel in Neive und reift kürzer im Holz — bis zu 18 statt bis zu 30 Monate. Er wirkt dadurch duftiger, feiner im Tannin und früher ansprechbar als die tanninbetonten Serralunga-Barolo. Seit wann macht Massolino überhaupt Barbaresco? Erst seit 2019. In diesem Jahr übernahm die Familie Parzellen in Albesani, Serraboella und Starderi bei Neive; die ersten Flaschen kamen im September 2022 auf den Markt. Der Jahrgang 2020 ist damit einer der ersten dieser Reihe. Wie lange lässt sich der Barbaresco Albesani 2020 lagern? Bei liegender, dunkler und kühler Lagerung sind 15 bis 20 Jahre realistisch. Die belebende Säure und die mineralische Struktur sind dafür wichtiger als das Alkoholgewicht. Ist Barbaresco grundsätzlich leichter als Barolo? Nicht leichter, aber meist früher zugänglich. Die Mindestreifezeit ist kürzer, und die Mergelböden rund um Barbaresco und Neive geben dem Nebbiolo häufig ein feineres Tannin als die Formationen von Serralunga d'Alba.

Inhalt: 0.75 Liter (93,20 €* / 1 Liter)

69,90 €*
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Piero Benevelli Barolo Le Coste di Monforte 2018
Traube: Nebbiolo
Der Piero Benevelli Barolo Le Coste di Monforte 2018 verbindet eine kühle Höhenlage mit einem kühlen Jahrgang. Nebbiolo pur, 14,5 % Vol., 0,75 Liter, ausgebaut im großen Holzfass. Der Duft läuft über Preiselbeere, Veilchen und getrocknete Kräuter, am Gaumen führen Säure und feines Tannin. Acht Jahre nach der Lese ist der Wein offen und zeigt seine würzig-florale Seite ohne Umwege. Die Verkostungsnotiz des Piero Benevelli Barolo Le Coste di Monforte 2018 FARBE: Helles Granatrot mit orangefarbenen Reflexen, klar und durchscheinend. NASE: Preiselbeere und Sauerkirsche, dazu Veilchen und getrockneter Thymian. Weihrauch und heller Tabak liegen im Hintergrund, dazu ein Anflug von Anis. Der Duft ist fein und beweglich statt wuchtig. GESCHMACK: Von der Säure getragen, mit schlankem, seidigem Tannin und klarer roter Frucht. Die Kalkader der Lage zieht als salzige Linie durch den Gaumen. Der Körper ist mittelkräftig, die Struktur genau gezeichnet. FINALE: Frisch und nachhaltig, mit Kräutern, Zitruszeste und einem trockenen mineralischen Schluss. 2018: nasser Frühling, später Herbst Nach einem langen Winter, der bis in den März reichte, trieben die Reben 2018 spät aus. Es folgte ein ausgesprochen nasser Frühling — im Mai regnete es fünfundzwanzig Tage in Folge — mit entsprechend hohem Pilzdruck. Ab Mitte Juli stabilisierte sich das Wetter, warme Tage und kühle Nächte brachten die Trauben spät, aber vollständig zur phenolischen Reife. Die Weine des Jahrgangs gelten als duftig, elegant und leichter gebaut als jene der drei Vorjahre; die Unterschiede zwischen benachbarten Betrieben fallen größer aus als sonst. Le Coste di Monforte und das Gut Piero Benevelli Die Lage Le Coste di Monforte erstreckt sich im östlichen Teil der Gemeinde über 400 bis 470 Meter Höhe, mit Ausrichtung von Süd-Südost bis Südwest. Weiße Kalkmergel, Tuff, Ton und Kalkstein bilden den Untergrund und geben den Weinen ihre mineralische Spannung. In einem kühleren Jahr wie 2018 verstärkt die Höhe diese Handschrift zusätzlich. Piero Benevelli bewirtschaftet die Lage von der Località San Giuseppe in Monforte d'Alba aus und füllt daneben Barolo aus Mosconi und Ravera di Monforte. Großes Holzfass statt kleiner Gebinde Für diesen Barolo nennt das Gut den Ausbau im großen Holzfass. Bei einem Jahrgang mit heller Frucht und feinem Gerbstoff ist das die naheliegende Wahl: Große Fässer geben kaum Holzaroma ab und lassen den floralen Ton stehen, der 2018 auszeichnet. Vorgeschrieben sind 38 Monate Gesamtreife und 18 Monate Holz. Die längere Zeit im Fass hat das ohnehin feine Tannin dieses Jahrgangs weiter geglättet. Servieren und kombinieren 16 bis 17 °C reichen aus, kühler serviert kommt der Duft besser zur Geltung. Eine Karaffe ist nicht nötig, zwanzig Minuten im Glas genügen. Gut dazu passen Kaninchen in Kräutern, Kalbsbraten, Perlhuhn, Tajarin mit Butter und Salbei, Pilzflan und junger Toma. Häufige Fragen zum Piero Benevelli Barolo Le Coste di Monforte 2018 Warum wirkt 2018 heller als die Jahrgänge davor? Der nasse Frühling und die kühleren Temperaturen führten zu späterer, weniger üppiger Reife. Die Weine haben mehr Säure, weniger Wucht und einen deutlich floraleren Duft. Ist der 2018er heute trinkreif? Ja. Acht Jahre nach der Ernte ist der Wein offen, das Tannin gerundet, die Frucht noch klar. Wer möchte, kann ihn weitere Jahre liegen lassen. Warum steht Le Coste di Monforte und nicht nur Le Coste auf dem Etikett? Im Barolo-Gebiet gibt es mehrere Lagen mit dem Namen Le Coste. Der Zusatz di Monforte macht eindeutig, aus welcher Gemeinde die Trauben stammen. Passt der Wein zu Gerichten ohne Fleisch? Durchaus. Die schlankere Statur dieses Jahrgangs kommt mit Pilzgerichten, Trüffelpasta, gebackenem Wurzelgemüse und mittelaltem Bergkäse gut zurecht. Wie unterscheidet sich der 2018er vom 2020er derselben Lage? Der 2018er ist kühler, schlanker und floraler, der 2020er reifer und fleischiger. Beide teilen die Kalknote und das straffe Rückgrat der Höhenlage.

Inhalt: 0.75 Liter (43,87 €* / 1 Liter)

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Piero Benevelli Barolo Le Coste di Monforte 2020
Traube: Nebbiolo
Mit dem Piero Benevelli Barolo Le Coste di Monforte 2020 kommt ein Nebbiolo aus einer der höchstgelegenen Lagen von Monforte d'Alba ins Glas. 14,5 % Vol., 0,75 Liter, Ausbau im großen Holzfass. Sauerkirsche, Hagebutte und Blutorange treffen auf Wacholder, Weihrauch und getrocknete Kräuter. Trotz des warmen Jahrgangs 2020 bleibt der Wein aufrecht und kühl gezeichnet, weil die Höhe die Nächte kühl hält. Die Verkostungsnotiz des Piero Benevelli Barolo Le Coste di Monforte 2020 FARBE: Mittleres Rubinrot, klar, mit hellem Rand. NASE: Sauerkirsche und Hagebutte zuerst, dann Blutorange und Wacholder. Weihrauch, getrocknete Kräuter und ein Hauch Tabak liegen darunter. Das Bouquet ist eher hell und würzig als dunkel und süß. GESCHMACK: Straff und aufrecht, mit spürbarer Säure und feinem, leicht sandigem Tannin. Die Frucht bleibt rot, die Kalknote zieht sich durch die Mitte. Der Körper ist kräftig, wirkt aber nie schwer. FINALE: Herb-würzig und lang, mit Wacholder, Zitruszeste und kühlem Kalkabgang. Le Coste di Monforte: Kalkmergel auf 400 bis 470 Metern Le Coste di Monforte liegt im östlichen Teil der Gemeinde Monforte d'Alba und gehört mit 400 bis 470 Metern zu den höchsten abgegrenzten Lagen des Barolo. Die Hänge sind nach Süd-Südost bis Südwest ausgerichtet und bekommen damit über den ganzen Tag Sonne, während die Höhe für kühle Nachttemperaturen sorgt. Im Boden mischen sich weiße Kalkmergel, Tuff, Ton und Kalkstein — eine Kombination, die den Weinen mineralische Spannung und eine straffe Tanninstruktur mitgibt. Neben Piero Benevelli füllt hier nur eine Handvoll Erzeuger. Ein Familienbetrieb in Monforte d'Alba Piero Benevelli führt sein Gut in der Località San Giuseppe im Süden des Anbaugebiets. Das Sortiment ist bewusst schmal gehalten und dreht sich um Nebbiolo aus Einzellagen: Le Coste di Monforte, Mosconi und Ravera di Monforte, ergänzt um einen Langhe Nebbiolo. Monforte ist flächenmäßig die größte Barolo-Gemeinde und stellt über zwanzig Prozent der gesamten Produktion, hat aber nur elf abgegrenzte Lagen — jede davon deckt entsprechend viel unterschiedliches Terroir ab. Reifung im großen Holzfass Der Wein wird im großen Holzfass ausgebaut. Große Gebinde haben im Verhältnis zum Volumen wenig Kontaktfläche, geben deshalb kaum eigenen Geschmack ab und lassen die Kalknote der Lage stehen. Vorgeschrieben sind für Barolo mindestens 38 Monate Reife, davon 18 Monate im Holz. Bei einem Wein aus dieser Höhenlage arbeitet die Zeit vor allem am Tannin, das anfangs deutlich kantiger auftritt als bei tiefer gelegenen Parzellen. Servieren und kombinieren Zwei Stunden vorher öffnen oder eine halbe Stunde karaffieren, dann bei 17 °C in einem großen Glas servieren. Der Wein steht gut zu Lammkeule, Ente mit Feigen, Wildschweinsalami, Fonduta mit Trüffel, gefüllter Pasta in Salbeibutter und mittelaltem Bergkäse. Häufige Fragen zum Piero Benevelli Barolo Le Coste di Monforte 2020 Was bewirkt die Höhenlage von Le Coste? Auf 400 bis 470 Metern kühlen die Nächte stärker ab. Der Nebbiolo behält dadurch mehr Säure und Duft, und die Lese fällt etwas später aus als in tieferen Parzellen. Wie hat sich 2020 in dieser Lage ausgewirkt? Der Jahrgang war warm, aber gleichmäßig, mit Regen im Mai und Juni und kühlen Septembernächten. In Le Coste ergibt das reife Frucht bei erhaltener Frische statt breiter Fülle. Warum großes Holzfass und nicht Barrique? Das große Fass gibt weniger Holzaroma ab und betont Herkunft statt Ausbau. Gerade bei einer kalkgeprägten Lage bleibt so die mineralische Linie erhalten. Wie viele Jahre sollte man den Wein liegen lassen? Die Produktangabe nennt 20 bis 25 Jahre Lagerfähigkeit. Fünf bis zehn Jahre Flaschenreife tun dem straffen Tannin dieser Lage in jedem Fall gut. Ist Monforte d'Alba mit Serralunga vergleichbar? Beide Gemeinden liefern kräftige Barolo, doch Monforte zeigt mehr dunkle Kirschfrucht, Serralunga mehr Kalk und Strenge. Le Coste steht wegen seiner Höhe näher am kühleren Pol.

Inhalt: 0.75 Liter (57,20 €* / 1 Liter)

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Piero Benevelli Barolo Mosconi 2017
Traube: Nebbiolo
Beim Piero Benevelli Barolo Mosconi 2017 trifft eine der kräftigsten Lagen von Monforte d'Alba auf den heißesten Jahrgang der jüngeren Barolo-Geschichte. 100 Prozent Nebbiolo, 14,5 % Vol., 0,75 Liter, gereift in gebrauchten Tonneaux und Barriques. Getrocknete Kirsche, Dörrpflaume und Kakao prägen das Bild, das Tannin ist weicher als in klassischen Jahren. Falstaff bewertete diesen Wein mit 94 Punkten. Die Verkostungsnotiz des Piero Benevelli Barolo Mosconi 2017 FARBE: Dunkles Rubingranat, am Rand bereits ziegelfarben angelaufen. NASE: Getrocknete Kirsche und Dörrpflaume, darüber Kakaopulver und dunkler Tabak. Dazu kommen Balsamico-Anklänge, Lorbeer und eine rauchige Note, die an heiße Steine erinnert. Blüten treten in diesem Jahrgang zurück. GESCHMACK: Vollmundig und warm, das Tannin gereift und rund statt kantig. Der Extrakt des Trockenjahres trägt den Gaumen, ein salziger Zug aus dem eisenhaltigen Ton hält dagegen. Neun Jahre nach der Ernte ist die Frucht deutlich in Richtung Kompott gewandert. FINALE: Lang, würzig und leicht bitter, mit Kakao, Lakritz und getrockneter Kräuterschärfe. Warum der Jahrgang 2017 anders schmeckt 2017 gehört zu den trockensten und wärmsten Jahren, die im Barolo dokumentiert sind: Zwischen März und Oktober fiel in den Langhe weniger als die Hälfte der Regenmenge des Vorjahres. Ein Frost im April hatte die Erntemenge zuvor bereits reduziert, dazu kamen frühe Hagelschläge. Viele Erzeuger lasen so früh wie nie zuvor und kürzten die Maischestandzeit, weil die Schalen ohnehin reichlich Farbe und Gerbstoff abgaben. Herausgekommen sind Weine mit geschmeidigem Tannin und mehr Frische, als die Wetterdaten vermuten lassen. Die Lage Mosconi und das Gut von Piero Benevelli Mosconi gilt als eine der Spitzenlagen von Monforte d'Alba, gelegen auf 370 bis 390 Metern mit süd- bis südöstlicher Ausrichtung. Der eisenhaltige, kalkhaltige Ton mit serravallischem Sandstein ist mager und rötlich-grau; er liefert dunkle Frucht, kräftige Gerbstoffe und eine mineralische Ader. Das Weingut Piero Benevelli liegt in der Località San Giuseppe 14 in Monforte d'Alba und arbeitet konventionell, mit Nebbiolo als klarem Schwerpunkt. Neben Mosconi füllt das Gut Le Coste di Monforte und Ravera di Monforte. Gebrauchte Tonneaux und Barriques Für den 2017er nennt der Produzent den Ausbau in gebrauchten Tonneaux und Barriques. Kleinere Gebinde beschleunigen die Tanninpolymerisation, weil pro Liter mehr Sauerstoff durch das Holz gelangt; gebrauchtes Holz vermeidet dabei aufgesetzte Röstnoten. In einem Jahr mit ohnehin weichem Gerbstoff verstärkt das die frühe Zugänglichkeit. Der Barolo darf laut DOCG erst nach mindestens 38 Monaten Reife, davon 18 im Holz, verkauft werden. Servieren und kombinieren 17 bis 18 °C, großes Glas, und wegen des beginnenden Depots lieber vorsichtig abgießen als kräftig karaffieren. Der Wein passt zu geschmortem Ochsenbacken, Hirschrücken, Ente in Rotweinsauce, Trüffelrisotto, Wildpastete und langgereiftem Parmigiano. Häufige Fragen zum Piero Benevelli Barolo Mosconi 2017 Wie steht es um die Trinkreife dieses Jahrgangs? Neun Jahre nach der Lese ist der Wein im ersten Reifefenster angekommen. Farbe und Aromatik zeigen tertiäre Anteile, das Tannin ist gerundet, ein weiteres Warten ist nicht erforderlich. Hat der Aprilfrost 2017 die Qualität beeinflusst? Der Frost traf vor allem tiefer gelegene Weinberge und drückte die Menge. Die verbliebenen Trauben reiften konzentrierter, was den kräftigen Körper des Jahrgangs miterklärt. Was bedeuten die 94 Punkte auf der Produktseite? Das Weinmagazin Falstaff hat den Barolo Mosconi 2017 von Piero Benevelli mit 94 Punkten bewertet. Solche Punktzahlen sind Momentaufnahmen einer Verkostung und ersetzen den eigenen Eindruck nicht. Was unterscheidet Barriques von großen Holzfässern? Ein Barrique fasst rund 225 Liter, ein Tonneau etwa 500, ein großes Fass mehrere tausend. Je kleiner das Gebinde, desto mehr Sauerstoff und Holzaroma erreichen den Wein. Wie sollte die Flasche gelagert werden? Liegend, dunkel, erschütterungsfrei und bei möglichst konstanten 12 bis 14 °C. Bei einem gereiften Jahrgang lohnt es sich, die Flasche vor dem Öffnen einen Tag ruhig stehen zu lassen.

Inhalt: 0.75 Liter (49,20 €* / 1 Liter)

36,90 €*
Piero Benevelli Barolo Mosconi 2020
Traube: Nebbiolo
Der Piero Benevelli Barolo Mosconi 2020 kommt aus einer der bekanntesten Einzellagen von Monforte d'Alba. Reinsortiger Nebbiolo, 0,75 Liter, 14,5 % Vol. Zwetschge und dunkle Kirsche stehen vorn, dahinter Veilchen, Lakritzwurzel und ein erdiger Grundton. Der warme, aber ausgeglichene Jahrgang 2020 liefert reifes Tannin und einen breiten Körper; gereift ist der Wein in gebrauchten Tonneaux und großen Holzfässern. Die Verkostungsnotiz des Piero Benevelli Barolo Mosconi 2020 FARBE: Sattes Rubinrot, zum Rand hin leicht aufgehellt. NASE: Zwetschge, dunkle Kirsche und ein Anflug Brombeere eröffnen das Bild. Veilchen und getrocknete Rose treten hinzu, dazu Lakritzwurzel, Muskatnuss und feuchte Erde. Mit Luft schiebt sich Orangenzeste nach vorn. GESCHMACK: Breit angelegt, mit viel Fruchtfleisch und reifem, körnigem Tannin. Die Säure hält den Körper zusammen, ohne ihn schlank zu machen. Salzige Mineralität und ein feiner Bitterton aus Lakritz geben dem Mittelbau Kontur. FINALE: Lang und wärmend, mit nachhallender Zwetschge, Süßholz und einem Anflug von Eisen. Mosconi: eisenhaltiger Ton auf 370 bis 390 Metern Mosconi zählt zu den großen Lagen von Monforte d'Alba und ist als Menzione Geografica Aggiuntiva, kurz MGA, amtlich abgegrenzt. Die Rebzeilen liegen zwischen 370 und 390 Metern und schauen nach Süden bis Südosten. Der Untergrund besteht aus eisenhaltigem Ton mit Kalkanteil und serravallischen Sandsteinlagen; seine rötlich-graue Färbung fällt schon von Weitem auf. Die geringe Fruchtbarkeit bremst den Wuchs und führt zu kleinen Beeren, aus denen kraftvolle, dunkelfruchtige und mineralisch geprägte Barolo entstehen. Neben Benevelli füllen hier unter anderem Pio Cesare, Conterno Fantino und E. Pira & Figli. Piero Benevelli in der Località San Giuseppe Das Weingut Piero Benevelli sitzt in der Località San Giuseppe 14 in Monforte d'Alba, am südlichen Rand des Barolo-Gebiets. Gearbeitet wird konventionell, der Schwerpunkt liegt fast vollständig auf Nebbiolo. Neben dem Mosconi entstehen ein Barolo Le Coste di Monforte, ein Barolo Ravera di Monforte und ein Langhe Nebbiolo. Die Weine bewegen sich durchweg um 14 bis 14,5 % Vol. und sind auf Herkunft statt auf Holzeinfluss angelegt. Gebrauchte Tonneaux und großes Holzfass Der 2020er reifte in gebrauchten Tonneaux und großen Holzfässern. Gebrauchtes Holz gibt kaum noch Röstaromen ab und wirkt vor allem über den langsamen Sauerstoffzutritt, der das Tannin abrundet. Das Reglement der DOCG verlangt mindestens 38 Monate Reife, davon 18 im Holzfass, bevor ein Barolo in den Handel darf. Aus reifem Jahrgang und zurückhaltendem Fass entsteht ein Wein, der früh Freude macht und trotzdem Reserven behält. Servieren und kombinieren 16 bis 18 °C und ein bauchiges Rotweinglas sind die richtige Bühne. Eine Stunde in der Karaffe schadet nicht, zwingend nötig ist sie beim 2020er nicht. Auf dem Teller passen Brasato al Barolo, Rehrücken, Tajarin mit Fleischsauce, Steinpilzrisotto, Agnolotti del plin und gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Piero Benevelli Barolo Mosconi 2020 Was sagt der Zusatz Mosconi auf dem Etikett aus? Mosconi ist eine amtlich abgegrenzte Lage in Monforte d'Alba. Der Name darf nur dann auf die Flasche, wenn die Nebbiolo-Trauben vollständig aus dieser Parzelle stammen. Wie zugänglich ist der Jahrgang 2020? 2020 war warm, kam aber ohne Hitzespitzen und mit ausreichend Wasser aus. Die Tannine sind reif und weich, weshalb sich der Wein deutlich früher trinken lässt als ein streng klassischer Jahrgang. Wie lange lässt sich die Flasche lagern? Die Produktangabe nennt 20 bis 25 Jahre. Wegen der etwas niedrigeren Säure dieses Jahrgangs liegt das schönste Fenster eher bei acht bis fünfzehn Jahren. Worin unterscheidet sich Mosconi vom Le Coste desselben Guts? Mosconi liegt tiefer und auf eisenhaltigem Ton, Le Coste di Monforte deutlich höher auf hellem Kalkmergel. Der Mosconi wirkt dunkler und breiter, der Le Coste kühler und straffer. Braucht der Wein eine Karaffe? Zwingend nicht. Wer ihn jung öffnet, gewinnt mit 45 bis 60 Minuten Luft spürbar an Duft und Tiefe.

Inhalt: 0.75 Liter (53,20 €* / 1 Liter)

39,90 €*
Piero Benevelli Barolo Ravera di Monforte 2020
Traube: Nebbiolo
Piero Benevelli Barolo Ravera di Monforte 2020 – Kraftvoller Cru-Barolo aus dem Piemont Der Piero Benevelli Barolo Ravera di Monforte 2020 ist ein charakterstarker, terroirbetonter Barolo aus dem legendären Ravera-Cru bei Monforte d'Alba. Dieser Nebbiolo-Barolo überzeugt mit seiner tiefen Verbindung zum Boden und seiner klassischen Stilistik, die das Beste aus dem herausragenden Jahrgang 2020 herausholt. Verkostungsnotiz Im Glas zeigt der Wein ein intensives Rubinrot mit funkelnden Reflexen. In der Nase steigt ein vielschichtiges Aromenspiel auf: saftige rote Beeren, Himbeere und Walderdbeere werden von eleganten floralen Noten wie Rosen und Veilchen begleitet, dazu gesellen sich würzige Akzente von Minze, Lakritz, balsamische Nuancen und ein Hauch von Erde – Ausdruck des einzigartigen Kalk- und Mergelbodens des Ravera-Terroirs. Am Gaumen ist dieser Barolo kräftig und dennoch fein strukturiert, mit feingliedrigen Tanninen, lebendiger Säure und einer bemerkenswerten Balance zwischen Frucht, Würze und Mineralität. Das elegante Säurespiel verleiht Frische, während der lange, geschmeidige Abgang eine nachhaltige Aromatik hinterlässt.

Inhalt: 0.75 Liter (61,20 €* / 1 Liter)

45,90 €*