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Piemont
Piemont

Aziende Agricola ALBERTO BURZI

Die Winzergeschwister - Weine mit viel Leidenschaft

Über das Weingut

Das Weingut Burzi befindet sich in La Morra, mitten im Herzen des Piemonts. Es ist ein Familienbetrieb mit langer Tradition, der sich in den letzten Jahren stark entwickelt hat. Die Familie bewirtschaftet etwa sieben Hektar Weinberge in renommierten Lagen wie Capalot und Roncaglie.

Über den Winzer

Alberto Burzi stammt aus einer alten Winzerfamilie. Seit 2012 führt er das Weingut mit seiner Schwester Caterina und kombiniert klassische Handwerkskunst mit modernen Techniken und Erfahrungen aus internationalen Praktika und Beratertätigkeiten.

Über seine Weine

Burzis Weine, vor allem Barolo, zeichnen sich durch Eleganz und ausgewogenes Tannin aus. Auch Barbera und Nebbiolo zeigt er sorgfältig vinifiziert und kraftvoll, ohne dabei überladen zu wirken.

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Burzi Barbera D'Alba Plaustra 2023
Traube: Barbera
Burzi Barbera d'Alba Plaustra 2023 ist eine reinsortige Barbera aus Santa Maria, einer Fraktion der Barolo-Gemeinde La Morra. Der Wein kommt mit 13,5 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche und zeigt ein tiefes Rot. Sauerkirsche, Brombeere und Zwetschge bestimmen das Aromenbild, dazu treten Veilchen und eine feine Pfefferwürze. Die tragende Säure und das kaum merkliche Tannin machen ihn saftig und beweglich, ohne jede Schwere. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barbera d'Alba Plaustra 2023 FARBE: Tiefes, undurchdringliches Rot mit purpurnem Rand. NASE: Saftige Sauerkirsche und Brombeere stehen vorn, dahinter reife Zwetschge. Veilchen und getrocknete Kräuter sorgen für Duft, ein Anflug von schwarzem Pfeffer und Bitterschokolade für Tiefe. GESCHMACK: Voll und rund, getragen von einer lebendigen, klar gezeichneten Säure. Das Tannin bleibt im Hintergrund, wodurch die dunkle Frucht viel Raum bekommt. Kräuterwürze und ein leicht salziger Zug halten den Wein zusammen. FINALE: Der Abgang bleibt mittellang und frisch; Sauerkirsche und ein herber Kernton stehen zum Schluss. Plaustra – die Barbera-Parzelle hinter dem Keller in Santa Maria Plaustra ist der Hausweinberg des Guts und liegt in dem kleinen Tal direkt hinter dem Keller in Santa Maria di La Morra. Der Name geht auf das lateinische plaustrum zurück, den Ackerwagen, mit dem hier über Generationen gearbeitet wurde. Die Parzelle wurde 2008 mit 8.000 Stöcken je Hektar bepflanzt, einer für Barbera hohen Dichte, die den Ertrag der einzelnen Rebe begrenzt. Sie ist nach Nordwesten ausgerichtet und damit kühler als die Barolo-Hänge des Guts, was der Barbera ihre Säure erhält. Die tortonischen Sant'Agata-Fossili-Mergel von La Morra, sandig-kalkhaltig und lehmig, geben dem Wein Duft statt Wucht. Alberto und Caterina Burzi in Santa Maria di La Morra Das Gut umfasst rund sieben Hektar, die vollständig in der Gemeinde La Morra liegen. Alberto Burzi hat die Familienweinberge 2011 übernommen und ab dem Jahrgang 2012 unter eigenem Namen abgefüllt; 2018 kam seine Schwester Caterina dazu, die zuvor unter anderem bei Oddero gearbeitet hatte. Gearbeitet wird organisch, mit Guyot-Schnitt, Handlese und niedrigen Erträgen; neue Pflanzungen entstehen aus Massenselektion der alten Anlagen. Die Jahresproduktion liegt bei etwa 20.000 bis 25.000 Flaschen über alle Weine. Sechs Tage auf der Schale, Reife im Betontank Die Trauben werden entrappt und im temperaturkontrollierten Edelstahltank vergoren, mit täglichen Umpumpvorgängen von Hand. Nach rund sechs Tagen Maischestandzeit wird abgezogen – kurz genug, um die Frucht klar und das Tannin unaufdringlich zu halten. Den Ausbau übernimmt anschließend der Betontank, der dem Wein Rundung gibt, ohne Holzaromen beizusteuern. So bleibt die typische Barbera-Säure erhalten; der Shop nennt eine Lagerfähigkeit von rund fünf Jahren. Servieren und kombinieren Bei 16 bis 18 Grad in einem mittelgroßen Rotweinglas kommt der Wein am besten zur Geltung. Dekantieren ist nicht notwendig, eine halbe Stunde im Glas genügt. Er passt zu Tajarin mit Fleischragout, zu Agnolotti del plin, zu gegrillter Salsiccia, zu geschmortem Kaninchen, zu einer kräftigen Pizza und zu halbreifem Toma piemontese. Häufige Fragen zum Burzi Barbera d'Alba Plaustra 2023 Woher stammt der Name Plaustra? Plaustra leitet sich vom lateinischen plaustrum ab, dem hölzernen Ackerwagen. Bezeichnet wird damit das kleine Tal hinter dem Keller in Santa Maria, in dem die Barbera-Reben stehen. Was unterscheidet diese Barbera von den Baroli des Guts? Barbera und Nebbiolo bringen völlig verschiedene Anlagen mit: Barbera liefert viel Säure und kaum Tannin, Nebbiolo umgekehrt. Deshalb wird die Barbera kurz vergoren und im Beton ausgebaut, während die Baroli lange Maischestandzeiten und Jahre im großen Holzfass erhalten. Sollte der Barbera d'Alba dekantiert werden? Nein, das ist nicht erforderlich. Ein Umfüllen in die Karaffe kurz vor dem Essen kann die Frucht etwas öffnen, nötig ist es bei diesem Stil aber nicht. Wie lange lässt sich der Jahrgang 2023 aufbewahren? Der Shop nennt fünf Jahre, was sich mit der allgemeinen Einschätzung für Barbera d'Alba aus 2023 deckt. Am meisten Freude macht der Wein in den ersten Jahren, solange die dunkle Frucht im Vordergrund steht. Wie fiel der Jahrgang 2023 im Piemont aus? Ein feuchtes Frühjahr mit hohem Falschmehltaudruck und ein sehr heißer Sommer verlangten viel Arbeit im Weinberg. Ein kühler, sonniger Oktober mit deutlichen Tag-Nacht-Unterschieden brachte die Ernte ins Ziel; die Weine sind schlanker und frischer als die des Vorjahrs.

Inhalt: 0.75 Liter (19,87 €* / 1 Liter)

14,90 €*
Burzi Barolo 2015
Traube: Nebbiolo
Burzi Barolo 2015 ist ein gereifter Nebbiolo aus La Morra, gefüllt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Nach über zehn Jahren Flaschenreife hat sich das Rubinrot zu granatroten Tönen entwickelt, und die Frucht ist von tertiären Aromen überwachsen: getrocknete Rose, Waldboden, Leder und Tabak. Der warme, ausgewogene Jahrgang 2015 lieferte polierte Tannine und stabile Säure – genau das macht diesen Wein heute so trinkbereit. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2015 FARBE: Granatrot mit ziegelfarbenem Rand und deutlich gereifter Randzone. NASE: Getrocknete Rosenblätter und Veilchen stehen neben eingekochter Kirsche und Dörrpflaume. Darunter arbeiten Waldboden, Leder, Pfeifentabak und ein Anflug Trüffel – die klassische Nebbiolo-Nase im Reifestadium. GESCHMACK: Geschmeidig und offen, das Tannin ist zu Samt geworden und trägt, statt zu greifen. Getrocknete rote Frucht, Süßholz und getrocknete Kräuter bestimmen die Mitte, die Säure bleibt aufrecht und verhindert jede Schwere. FINALE: Lang und ruhig, mit Dörrfrucht, Tabak und einem erdigen Nachhall. Nebbiolo von La Morra: sandige Mergel, duftige Baroli Die Trauben wachsen in La Morra, der größten Barolo-Gemeinde, die etwa ein Viertel der gesamten Erzeugung stellt. Alberto Burzis Parzellen für den Gemeinde-Barolo liegen in Rive, Roncaglie und Rocchettevino auf 250 bis 450 Metern, mit Ausrichtung nach Osten bis Südosten. Die tortonischen Böden enthalten hier weniger Kalk und mehr Sand als jene im Osten des Anbaugebiets. Genau daraus entsteht der Ruf von La Morra: Weine mit floraler Aromatik, mittlerer Tanninkraft und einer Reife, die früher einsetzt als in Serralunga. Ein Winzer, der 2011 bei null begann 2015 gehört zu den ersten Jahrgängen des Betriebs: Alberto Burzi hatte die Weinberge seines Großvaters Luigi erst 2011 übernommen und ab 2012 selbst abgefüllt. Zuvor waren die Trauben an die Genossenschaft Terre del Barolo gegangen oder die Parzellen verpachtet. Gearbeitet wird von Anfang an traditionell: Handlese, niedrige Erträge, Gärung im Stahl, Reife im großen Fass ohne Röstung. Der Betrieb umfasst rund sieben Hektar, alle in La Morra. 15 Tage Maische, Jahre im großen Naturfass Die Maischestandzeit betrug nach Shop-Angabe etwa 15 Tage, die Reife fand danach im großen Fass aus nicht getoasteter Eiche statt. Der Verzicht auf geröstetes Holz erklärt, warum dieser Wein auch nach über zehn Jahren keine Vanille- oder Rauchnoten zeigt, sondern reine Reifearomen. Barolo DOCG verlangt mindestens 38 Monate Reife vor dem Verkauf, davon 18 Monate im Holz. Für den Jahrgang 2015 gilt allgemein ein Trinkfenster bis etwa 2035; der Shop nennt 15 Jahre Lagerfähigkeit. Servieren und kombinieren Die Flasche mehrere Stunden vorher aufrecht stellen und vorsichtig vom Depot abziehen; langes Dekantieren braucht ein gereifter Barolo nicht, 30 bis 45 Minuten genügen. Serviert bei 17 bis 18 Grad passt er zu Brasato, zu Agnolotti in Bratenjus, zu Trüffelrisotto, zu Rebhuhn oder Perlhuhn und zu gereiftem Castelmagno. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2015 Ist der Barolo 2015 jetzt auf dem Punkt? Ja. Baroli aus 2015 gelten ab etwa acht Jahren nach dem Jahrgang als zugänglich, und dieser Wein ist inzwischen über zehn Jahre alt. Tannin und Frucht sind verschmolzen, tertiäre Aromen prägen das Bild. Wie lange kann man ihn noch liegen lassen? Für den Jahrgang werden Trinkfenster bis etwa 2035 genannt, gute Flaschen halten länger. Wer die Frische der Reifearomen mag, sollte in den nächsten Jahren trinken. Muss ein gereifter Barolo dekantiert werden? Nur zum Abtrennen des Depots. Zu viel Luft kann die feinen Reifearomen abbauen, deshalb lieber kurz umfüllen und die Entwicklung im Glas beobachten. Was machte 2015 im Barolo zu einem guten Jahr? Ein warmer Sommer mit ausreichender Bodenfeuchte aus den Frühjahrsregen und ein sonniger Oktober brachten gesunde, reife Trauben. Anders als in vielen heißen Jahren blieben Säure und Farbe stabil, die Tannine gelten als besonders fein. Wie unterscheidet sich der 2015 vom aktuellen Jahrgang des Guts? Der junge Barolo lebt von frischer Frucht, festem Tannin und Zug. Der 2015 hat diesen Abschnitt hinter sich: Er ist weicher, duftiger und zeigt Leder, Waldboden und Dörrfrucht statt Kirsche und Veilchen.

Inhalt: 0.75 Liter (43,87 €* / 1 Liter)

32,90 €*
Burzi Barolo 2016
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo 2016 ist ein reinsortiger Nebbiolo des Biotyps Lampia und stammt aus drei Parzellen der Gemeinde La Morra: Rive auf rund 250 Metern, Roncaglie auf etwa 300 Metern und Rocchettevino auf 400 bis 450 Metern. Er kommt mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche in den Handel. 2016 zählt in den Langhe zu den ausgewogensten Jahrgängen der letzten Jahrzehnte, und nach rund einem Jahrzehnt Flaschenreife löst der Wein dieses Versprechen ein. Kirschkonfit, getrocknete Rose und erste erdige Töne treffen auf ein Tannin, das seine Kanten verloren hat, ohne dass die Frische des Jahrgangs verschwunden ist. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2016 FARBE: Mittleres Rubinrot, am Rand deutlich zu Granat aufgehellt - der Farbverlauf eines zehnjährigen Barolo. NASE: Getrocknete Rosenblätter und eingekochte Kirsche stehen vorn, dahinter Unterholz, Herbstlaub und ein Anflug von Leder. Mit Luft treten Süßholz, Muskatnuss und eine feine Teernote hinzu. Die aromatische Intensität, für die 2016 bekannt ist, bleibt dabei über Stunden stabil. GESCHMACK: Am Gaumen ruhig und tief, die Frucht hat sich von saftig zu getrocknet verschoben. Das Tannin ist feinmaschig und vollständig eingebunden, die aus den kühlen Nächten vor der Lese stammende Säure hält den Wein aufrecht. Salzige und erdige Nuancen geben der Mitte Halt. FINALE: Lang, trocken und würzig, mit nachhallender Sauerkirsche und dem Anklang von feuchtem Waldboden. Rive, Roncaglie und Rocchettevino - drei Höhenstufen in La Morra Dieser Barolo entsteht nicht aus einer einzelnen MGA, sondern aus drei abgegrenzten Lagen derselben Gemeinde. Rive liegt am tiefsten und gibt Fülle, Roncaglie sorgt für die mittlere Statur, das hoch gelegene Rocchettevino bringt Säure und Duft. Die Rebstöcke sind zwischen 30 und 70 Jahre alt und nach Osten bis Südosten ausgerichtet, sodass sie die Nachmittagshitze meiden. La Morra gilt innerhalb des Barolo-Gebiets als Heimat der duftigen, geschmeidigeren Stilistik; verantwortlich dafür sind die kalkhaltigen Mergel der Tortonium-Formation. Alberto und Caterina Burzi in der Fraktion Santa Maria Alberto Burzi übernahm die Rebflächen seiner Familie 2011 und füllte ab 2012 unter eigenem Namen ab. Sein Großvater Luigi gehörte zu den Mitgründern der Genossenschaft Terre del Barolo, die Trauben der Familie wanderten jahrzehntelang in fremde Keller. Heute werden rund sieben Hektar bewirtschaftet, alle in La Morra, bei einer Jahresproduktion von etwa 20.000 bis 25.000 Flaschen. Der Keller liegt weiterhin im Haus der Großeltern in Santa Maria und wurde 2018 erweitert; Schwester Caterina verantwortet Verkauf und Kommunikation. Große Fässer aus ungetoasteter österreichischer Eiche Nach dem Entrappen vergären die Trauben temperaturkontrolliert im Edelstahltank, die Maischestandzeit beträgt beim Classico laut Weingut 25 bis 30 Tage. Der Ausbau folgt in Fässern von 60 Hektolitern aus österreichischer Eiche, die bewusst nicht getoastet werden - Röstaroma soll gar nicht erst entstehen. Die letzten Monate vor der Füllung verbringt der Wein im Betontank. Struktur bezieht der 2016er damit ausschließlich aus Frucht, Säure und Tannin, und er verfügt auch nach zehn Jahren noch über Reserven für ein weiteres Jahrzehnt. Servieren und kombinieren 16 bis 18 Grad Celsius und ein großes, bauchiges Glas sind die richtige Bühne. Nach zehn Jahren braucht der Wein weniger Luft als in der Jugend: eine halbe bis eine Stunde in der Karaffe genügt, ein mögliches Depot bleibt in der Flasche. Gut begleitet er Brasato al Barolo, Tajarin mit Butter und Salbei, Perlhuhn aus dem Ofen, Steinpilzragout, Rinderzunge in grüner Sauce und lange gereiften Bra duro. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2016 Wie ist der Jahrgang 2016 im Barolo einzuordnen? 2016 verlief ohne Extremereignisse: kühler Frühlingsbeginn, warmer und trockener April, ein warmer aber nicht heißer Sommer, gut verteilte Septemberregen und eine lange, ruhige Oktoberlese. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht brachten Farbe, Duft und Säure zugleich. Der Jahrgang gilt seither als klassischer Maßstab mit hoher Haltbarkeit. Ist der Burzi Barolo 2016 heute trinkreif? Ja, er steht im ersten Reifefenster, in dem gereifte Frucht und tertiäre Noten gleichzeitig zu hören sind. Wer die volle Unterholz- und Trüffelseite sucht, kann die Flasche noch einige Jahre liegen lassen. Wie lange lässt sich der Wein noch lagern? Die Shop-Angabe nennt 15 Jahre ab Jahrgang, also etwa bis 2031. Angesichts der Struktur dieses Jahrgangs ist bei liegender, kühler Lagerung eher ein Fenster bis in die mittleren 2030er Jahre realistisch. Worin unterscheidet er sich vom Barolo Capalot Vecchie Viti desselben Gutes? Der Classico bündelt drei Lagen und steht kürzer auf der Maische. Der Capalot stammt aus einer einzigen, über 80 Jahre alten Parzelle, mazeriert 35 bis 45 Tage unter untergetauchtem Hut und ist deutlich dichter sowie langlebiger angelegt. Was bedeutet die Angabe Nebbiolo Lampia? Lampia ist einer der Nebbiolo-Biotypen, neben Michet und Nebbiolo Rosè. Der Barolo Classico von Burzi besteht zu 100 Prozent aus Lampia, was seine geradlinige und duftbetonte Ausrichtung erklärt.

Inhalt: 0.7 Liter (51,29 €* / 1 Liter)

35,90 €*
Burzi Barolo 2018
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo 2018 zeigt die schlanke, duftbetonte Lesart des Nebbiolo. Erzeugt wird er aus Lagen der Gemeinde La Morra und mit 14 % Vol. in die 0,75-Liter-Flasche gefüllt. Der Jahrgang war wechselhaft: nach 25 aufeinanderfolgenden Regentagen im Mai und lokalem Hagel im August retteten ein trockener Sommer mit kühlen Nächten und ein ruhiger September die Ernte. Entstanden ist kein Kraftpaket, sondern ein Barolo mit Sauerkirsche, Hagebutte, floralem Ton und seidigem Tannin, der sich heute schon offen zeigt. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2018 FARBE: Helles bis mittleres Rubinrot, am Glasrand mit ziegelroten Reflexen. NASE: Sauerkirsche, Hagebutte und Preiselbeere, begleitet von Veilchen und getrockneten Langhe-Kräutern. Nach einigen Minuten im Glas kommen Orangenschale, Süßholz und ein zurückhaltendes Tabakblatt dazu - der Grad an Tertiäraromen, der bei einem achtjährigen Wein aus kühlem Jahr zu erwarten ist. GESCHMACK: Schlank gebaut, mit klar gezeichneter roter Frucht und einer beweglichen Säure, die diesem Jahrgang zum Vorteil gerät. Das Tannin wirkt seidig und kantenlos, die Mitte eher fein als breit. Eine leicht bittere Kräuternote hinter der Frucht sorgt für Trinkfluss. FINALE: Mittellang, frisch und salzig, mit einem Nachhall von Granatapfel und Wacholder. Warum die Höhenlagen von La Morra 2018 entschieden Die Trauben stammen aus mehreren abgegrenzten Lagen der Gemeinde La Morra, unter anderem Rive, Roncaglie und Rocchettevino. In einem nassen, kühlen Jahr wie 2018 spielten die höher gelegenen, nach Osten bis Südosten gerichteten Parzellen eine Schlüsselrolle: Sie trockneten nach Regen schneller ab und lieferten Duft statt Masse. Die Böden aus kalkhaltigem Sant'Agata-Fossili-Mergel geben der Gemeinde ihren Ruf für florale Aromatik und geschmeidiges Tannin. Genau dieses Profil trägt den 2018er, dem die schiere Kraft großer Jahre fehlt. Sieben Hektar, Handarbeit und alte Rebbestände Alberto Burzi schloss 2010 sein Studium der Weinbauwissenschaften in Turin ab, übernahm die Familienflächen 2011 und arbeitet seither ausschließlich in La Morra. Alle rund sieben Hektar liegen in der Gemeinde, ein Teil der Rebstöcke ist bis zu 90 Jahre alt. Gearbeitet wird organisch, mit Guyot-Erziehung, Handschnitt, Massale-Selektion und Handlese; Fehlstellen werden von Hand nachgepfropft. Das erklärte Ziel des Hauses lautet, dass die Eleganz die Kraft des Tannins dominieren soll - eine Haltung, die zu einem Jahrgang wie 2018 besonders gut passt. Vom Edelstahl in das 60-Hektoliter-Fass Die Beeren werden entrappt und gequetscht, die Gärung läuft temperaturkontrolliert im Stahltank, die Maische bleibt nach Angabe des Weinguts 25 bis 30 Tage in Kontakt. Anschließend reift der Wein in Fässern von 60 Hektolitern aus österreichischer Eiche ohne Toasting, bevor er die letzten Monate im Beton verbringt. Weil kein Röstholz mitspricht, bleibt die feine Frucht des kühlen Jahres unverstellt. Für den 2018er bedeutet das eine frühe Zugänglichkeit bei gleichzeitig solider Haltbarkeit. Servieren und kombinieren Etwas kühler als bei kraftvollen Jahrgängen servieren: 16 bis 17 Grad Celsius reichen, ein mittelgroßes Rotweinglas genügt. Eine gute halbe Stunde Luft öffnet die florale Seite, länger dekantieren ist nicht nötig. Auf dem Tisch harmoniert er mit Agnolotti del plin in Fleischbrühe, Kaninchen mit Rosmarin, Salsiccia von Bra, Risotto mit Roter Bete, Vitello in Kräuterkruste und jungem Toma piemontese. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2018 Warum gilt 2018 als schwieriger Barolo-Jahrgang? Ein nasser Mai mit rund 25 Regentagen erzeugte hohen Pilzdruck, im August traf lokaler Hagel einzelne Weinberge. Erst der trockene Sommer mit kühlen Nächten und ein moderater September machten reife Trauben möglich. Deshalb entscheidet in diesem Jahrgang die Arbeit des Erzeugers mehr als die Herkunft. Wie lange kann der Burzi Barolo 2018 noch reifen? Der Wein ist heute im Trinkfenster und trägt gut bis etwa 2032, gute Flaschen länger. Die Shop-Angabe von 15 Jahren ab Jahrgang beschreibt eher die Obergrenze als den Punkt der besten Balance. Muss dieser Barolo dekantiert werden? Notwendig ist es nicht. Wer möchte, gießt ihn 20 bis 30 Minuten vor dem Essen in eine Karaffe, damit sich Veilchen und Orangenschale lösen. Zu lange Belüftung kostet bei diesem eher zarten Jahrgang Frucht. Was heißt Barolo Classico bei Alberto Burzi? Der Zusatz bezeichnet die Cuvée aus mehreren Parzellen in La Morra, im Unterschied zu den Lagenweinen Capalot und La Serra. Er ist der Wein, an dem sich der Hausstil des Gutes am ehesten ablesen lässt. Wozu passt ein leichterer Barolo besonders gut? Zu Gerichten, die keine schwere Sauce mitbringen: gefülltes Nudelwerk, Geflügel, Kalb, Pilze und mittelalte Kuhmilchkäse. Kraftvolle Schmorgerichte verträgt er, stellen ihn aber leicht in den Schatten.

Inhalt: 0.75 Liter (46,53 €* / 1 Liter)

34,90 €*
Burzi Barolo 2020
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo 2020 steht für die geschmeidige Seite des Nebbiolo aus La Morra. Er wird mit 14 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche abgefüllt und stammt aus Parzellen zwischen 250 und 450 Metern Höhe. 2020 begann mit einem milden Winter, brachte ein kühleres Frühjahr ohne Trockenstress, einen warmen Sommer ohne Hitzespitzen und einen abkühlenden September mit Gewittern vor einer frühen Lese. Im Glas ergibt das viel Kirsche, Minze und Blutorange, dazu ein feinkörniges Tannin und eine Säure, die den Wein wach hält. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2020 FARBE: Klares, leuchtendes Rubinrot mit noch violettem Schimmer am Rand. NASE: Kirsche und Walderdbeere führen, dahinter frische Minze, Blutorange und ein Hauch Wacholder. Der Duft ist eher hell als dunkel gezeichnet und erinnert in seiner Klarheit an die Jahrgangsbeschreibung vieler Kritiker, die 2020 wegen der Textur mit rotem Burgunder verglichen haben. GESCHMACK: Saftig und geschmeidig, mit knackiger roter Frucht und einem Tannin, das feinkörnig und poliert wirkt statt streng. Granatapfel und ein Anflug Bitterorange geben Kontur, die Säure sorgt für einen zweiten Schluck. FINALE: Mittellang bis lang, mit kühler Minznote, feiner Kirschsäure und leicht kreidigem Nachhall. Die Grundlage des Classico: drei Lagen, drei Höhen Rive, Roncaglie und Rocchettevino bilden das Rückgrat dieses Weins. Zwischen der tiefsten und der höchsten Parzelle liegen rund 200 Höhenmeter, was in einem warmen Jahr wie 2020 den Ausgleich zwischen Reife und Frische ermöglicht. Alle Flächen sind nach Osten bis Südosten exponiert, die Reben sind 30 bis 70 Jahre alt. Die Mergelböden von La Morra sind reich an Kalk und Feinsand; sie erklären, warum die Weine der Gemeinde eher duftig und zugänglich ausfallen als jene der östlichen Barolo-Dörfer. Ein Gut, das erst 2012 zum ersten Mal selbst abfüllte Bis 2011 gingen die Trauben der Familie Burzi an Genossenschaften und Händler; erst Alberto Burzi begann, sie im eigenen Keller zu verarbeiten. Der Betrieb ist bewusst klein geblieben: rund sieben Hektar, etwa 20.000 bis 25.000 Flaschen pro Jahr, ein Keller im Haus der Großeltern in Santa Maria. Neben dem Barolo Classico entstehen Barbera d'Alba Plaustra, Langhe Nebbiolo Runcaja sowie die Lagenweine Capalot Vecchie Viti und La Serra. Als prägendes Erlebnis nennt Alberto Burzi eine Flasche Rocche dell'Annunziata 1999 von Aurelio Settimo - eine Referenz, die seinen Stilwillen gut beschreibt. 60 Hektoliter Eiche, dann Beton Der Wein vergärt nach dem Entrappen im temperaturkontrollierten Stahltank; das Weingut nennt eine Maischestandzeit von 25 bis 30 Tagen. Danach reift er in großen Fässern aus österreichischer Eiche mit 60 Hektolitern Inhalt, die nicht getoastet sind, und schließt die Reife in Betontanks ab. Diese Kombination bewahrt beim Jahrgang 2020 genau das, was ihn ausmacht: helle Frucht, klare Konturen und eine seidige Textur. Fachpresse sieht die 2020er Barolo als die am frühesten zugängliche Serie seit einem Jahrzehnt, mit einem Reifegipfel bei den meisten Weinen um das zwölfte Jahr. Servieren und kombinieren Bei 16 bis 17 Grad Celsius im großen Glas servieren, eine Stunde vorher öffnen genügt. Dekantieren ist möglich, aber nicht zwingend, da der Jahrgang von sich aus offen ist. Passende Begleiter sind Tajarin mit Butter, Entenbrust mit Kirschen, Schmorschulter vom Kalb, gebratene Pilze mit Knoblauch, gefüllte Zucchini mit Hackfleisch und mittelreifer Castelmagno. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2020 Was zeichnet den Barolo-Jahrgang 2020 aus? Der Sommer war warm und trocken, blieb aber ohne extreme Hitzewellen, und ein kühler September mit Regen brachte Frische zurück. Die Lese begann früh. Die Weine gelten als seidig, aromatisch und ungewöhnlich früh zugänglich, ohne die Säure zu verlieren. Kann man den Burzi Barolo 2020 jetzt schon trinken? Ja. Er ist der zugänglichste der drei aktuell verfügbaren Burzi-Classico-Jahrgänge und braucht nur wenig Luft. Wer Tertiäraromen mag, wartet bis etwa 2030. Wie unterscheidet sich der Classico von La Serra und Capalot? Der Classico verbindet mehrere Parzellen und mazeriert kürzer, was ihn früher trinkbar macht. La Serra kommt von rund 450 Metern und ist der frischeste der drei, Capalot aus über 80 Jahre alten Reben der dichteste. Welche Trinktemperatur ist richtig? Zwischen 16 und 17 Grad Celsius zeigt der Wein Frucht und Frische gleichzeitig. Wärmer serviert tritt der Alkohol hervor, deutlich kühler wirkt das Tannin härter als es ist. Wie lange bleibt eine geöffnete Flasche gut? Gut verschlossen und kühl gestellt hält der Wein zwei bis drei Tage, oft gewinnt er am zweiten Tag an Tiefe. Ein Vakuumverschluss verlängert das Fenster.

Inhalt: 0.75 Liter (49,20 €* / 1 Liter)

36,90 €*
Burzi Barolo 2021
Traube: Nebbiolo
Burzi Barolo 2021 ist der Gemeindewein des Guts und stammt aus drei Lagen in La Morra. Der reinsortige Nebbiolo wird mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt und zeigt ein klares Rubinrot. Dunkle Kirsche und Brombeere verbinden sich mit Veilchen, Rosenblatt, Anis und einem erdigen Unterton. Lebendige Säure, feinkörniges Tannin und der Ausbau im ungetoasteten Großfass geben ihm Zug, Struktur und einen langen Atem. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo 2021 FARBE: Mittleres bis kräftiges Rubinrot mit granatfarbenem Schimmer am Rand. NASE: Dunkle Kirsche und Brombeere treffen auf Veilchen und getrocknetes Rosenblatt. Anis, Wacholder und ein Hauch Lakritz kommen hinzu, dazu die erdig-mineralische Note der Mergelböden von La Morra. GESCHMACK: Mittel bis vollmundig, mit konzentrierter roter und dunkler Frucht. Das Tannin ist präsent, aber feinkörnig und gut eingebunden, die Säure hält den Wein aufrecht. Würze, Kräuter und ein salziger Zug begleiten die Frucht bis zum Schluckende. FINALE: Trocken, salzig und ausdauernd, mit Anis, Wacholder und einem Nachklang von Granatapfel. Drei Lagen in La Morra: Rive, Roncaglie und Rocchettevino Für den Barolo ohne Lagenzusatz werden Parzellen aus drei amtlich kartierten Lagen (MGA) der Gemeinde La Morra zusammengeführt. Rive liegt bei rund 250 Metern und liefert Fülle, Roncaglie bei etwa 300 Metern steuert Duft bei, und Rocchettevino bringt aus 400 bis 450 Metern Frische und Säure ins Spiel. Die Reben sind zwischen 30 und 70 Jahre alt und nach Osten bis Südosten ausgerichtet. La Morra hat unter den Barolo-Gemeinden die sandreichsten und kalkärmsten Böden aus tortonischen Sant'Agata-Fossili-Mergeln – daher der eher duftige, weniger harte Stil. Alberto Burzi – sieben Hektar, fünf Lagen, ein junger Betrieb Alberto Burzi zählt zu den jungen Winzern der Langhe: 2010 schloss er das Weinbaustudium in Turin ab, 2011 übernahm er die Familienweinberge, ab 2012 füllte er selbst. Die Familie hatte ihre Trauben zuvor an die Genossenschaft geliefert und die besten Parzellen an Nachbarbetriebe verpachtet. Heute verteilen sich rund sieben Hektar auf die Lagen Rive, Roncaglie, Rocchettevino, Capalot und La Serra. Gearbeitet wird organisch, mit Handschnitt, niedrigen Erträgen um 40 Hektoliter je Hektar und seit 2021 mit spontaner Gärung. Lange Maische und Reife im ungetoasteten 60-Hektoliter-Fass Der Nebbiolo wird entrappt und im Edelstahltank bei kontrollierter Temperatur vergoren. Für diesen Wein nennt der Shop rund 15 Tage Maischestandzeit; das Weingut selbst gibt für seinen Barolo Classico 25 bis 30 Tage an. Anschließend reift der Wein in großen Fässern aus österreichischer Eiche mit 60 Hektoliter Inhalt, die nicht getoastet sind, und wird vor der Füllung noch einige Zeit im Betontank harmonisiert. Holzaromen bleiben so außen vor; die Shop-Angabe zur Lagerfähigkeit liegt bei 15 Jahren. Servieren und kombinieren Etwa 16 bis 18 Grad und ein großes, bauchiges Glas sind die richtige Bühne. In diesem Alter profitiert der Wein von einer bis zwei Stunden in der Karaffe. Passende Gerichte sind Brasato al Barolo, Lammrücken, Tajarin mit Trüffel, Risotto mit Steinpilzen, gebratene Wildtaube und gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Burzi Barolo 2021 Was zeichnet den Barolo-Jahrgang 2021 aus? 2021 war überdurchschnittlich warm, ohne in Hitzestress oder Trockenheit zu kippen. Die lange Vegetationsperiode und ein regenfreier Herbst mit warmen Tagen und kühlen Nächten brachten reife Tannine bei erhaltener Frische – ein Jahrgang, der als klassisch gilt. Ist der Barolo 2021 bereits trinkreif? Er lässt sich mit ausreichend Luft schon jetzt gut trinken, denn die Tannine sind fein und die Frucht offen. Sein Schwerpunkt liegt aber in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren, wenn würzige und tertiäre Noten hinzukommen. Wie unterscheidet sich dieser Barolo von Capalot und La Serra? Der Barolo ohne Lagenzusatz vereint drei Lagen und wird kürzer maceriert, er ist damit der zugänglichste der drei. Capalot kommt von rund 80 Jahre alten Reben und ist der tiefste, La Serra der frischeste und floralste, beide mit deutlich längerer Maischestandzeit. Was bedeutet die Angabe ungetoastetes Fass? Die Innenseite der Fässer wird beim Bau nicht über Feuer geröstet. Dadurch gibt das Holz keine Vanille- oder Rauchnoten ab und wirkt fast nur noch als Behälter, in dem sich das Tannin über die Zeit rundet. Wie sollte die Flasche bis zum Trinken liegen? Kühl, gleichmäßig temperiert, dunkel und ruhig, mit dem Korken im Kontakt zum Wein. Unter solchen Bedingungen sind die vom Shop genannten 15 Jahre realistisch.

Inhalt: 0.75 Liter (49,20 €* / 1 Liter)

36,90 €*
Burzi Barolo Capalot VV 2017
Traube: Nebbiolo
Burzi Barolo Capalot VV 2017 stammt aus dem ältesten Weinberg des Guts: Die Nebbiolo-Reben in Capalot sind rund 80 Jahre alt, weshalb das Etikett den Zusatz Vecchie Viti führt. Der Wein hat 14,5 % Vol. und kommt in der 0,75-Liter-Flasche; im Glas ein tiefes Rubinrot mit ersten Reifetönen. Dunkle Kirsche, Pflaume und getrocknete Blüten verbinden sich mit Minze, Süßholz und Waldboden. Die sehr lange Maischestandzeit und der warme Jahrgang 2017 ergeben einen dichten, aber überraschend geschmeidigen Barolo. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo Capalot VV 2017 FARBE: Tiefes Rubinrot, am Rand bereits granatfarben aufgehellt. NASE: Dunkle Kirsche und eingekochte Pflaume treffen auf getrocknete Rose und Lavendel. Darunter arbeiten Minze, Süßholz, Zimtrinde und ein feuchter Waldbodenton, wie ihn alte Reben oft mitbringen. GESCHMACK: Dicht und tief, mit dunkler Frucht und breit angelegtem, dennoch samtigem Tannin. Der warme Jahrgang zeigt sich in der reifen Fruchtsüße, Minze und ein salziger Zug halten die Balance. Alte Reben liefern hier eher Länge als Lautstärke. FINALE: Der Nachhall dauert ausgesprochen lange; Dörrkirsche, balsamische Minze und trockene Gewürze bleiben stehen. Capalot – 80 Jahre alte Reben auf 300 Metern in La Morra Capalot ist eine amtlich kartierte Lage (MGA) von etwa 25 Hektar in La Morra, gelegen an den Hängen oberhalb von Santa Maria. Die Parzelle der Familie Burzi liegt bei rund 300 Metern und blickt nach Süden, die Reben wurden Ende der 1940er- bis Anfang der 1950er-Jahre gepflanzt. Sandiger Lehm mit Kalk über Sant'Agata-Fossili-Mergeln meeressedimentären Ursprungs prägt hier ein weicheres, feiner gezeichnetes Tannin. Der Wein vereint 55 Prozent Nebbiolo Lampia, 30 Prozent Michet und 15 Prozent Rosè – eine alte, gemischte Pflanzung, wie sie heute selten ist. Ein Weinberg, der lange an Roberto Voerzio verpachtet war Die Bekanntheit von Capalot geht auf Roberto Voerzio zurück, der die Parzelle der Burzi bis 2011 gepachtet und daraus einen Barolo Riserva erzeugt hatte; Flaschen der Jahrgänge zwischen 1995 und 2010 sind heute Sammlerware. Als Alberto Burzi 2011 übernahm, behielt er den Anspruch bei: sehr niedrige Erträge, akribische Handarbeit, keine Kompromisse bei der Selektion. Den ersten eigenen Capalot Vecchie Viti füllte er aus dem Jahrgang 2013. Neue Pflanzungen im Gut entstehen durch Handveredelung und Massenselektion aus genau diesen alten Reben. Bis zu 50 Tage Maische, Reife im 30-Hektoliter-Fass Die Maischestandzeit dauert bei diesem Wein 30 bis 50 Tage und schließt mit untergetauchtem Hut ab, bei dem die Schalen unter dem Wein gehalten werden. Danach reift der Barolo in großen Fässern aus österreichischer Eiche mit 30 Hektoliter Inhalt, die nicht getoastet sind, und wird vor der Füllung im Betontank harmonisiert. So entsteht Tiefe aus Extraktion und Zeit, nicht aus Holzaromen. Der Shop nennt eine Lagerfähigkeit von 25 Jahren. Servieren und kombinieren Zwei Stunden vor dem Essen in eine Karaffe geben und bei 17 bis 18 Grad im großen Glas servieren. Der Wein steht zu geschmortem Ochsenschwanz, zu Lamm mit Rosmarin, zu Agnolotti del plin in Bratenjus, zu Wildschweinragout, zu Taube mit Dörrfrüchten und zu einem lange gereiften Bergkäse. Häufige Fragen zum Burzi Barolo Capalot VV 2017 Wofür steht das VV auf dem Etikett? VV ist die Abkürzung für Vecchie Viti, italienisch für alte Reben. Das Weingut führt den Zusatz, weil die Parzelle in Capalot mit rund 80 Jahren die älteste des Betriebs ist. Wie alt sind die Reben genau? Gepflanzt wurden sie Ende der 1940er- bis Anfang der 1950er-Jahre, das Weingut spricht von 80 Jahren. Zum Zeitpunkt der Lese 2017 waren die Stöcke also etwa 65 bis 70 Jahre alt. Welche Rolle spielte Roberto Voerzio in Capalot? Voerzio hatte die Lage bis 2011 von der Familie Burzi gepachtet und daraus einen gesuchten Barolo Riserva erzeugt. Nach dem Ende der Pacht bewirtschaftet Alberto Burzi die alten Reben selbst. Wie war der Jahrgang 2017 im Barolo? 2017 brachte Aprilfrost, extreme Trockenheit und einen heißen Sommer, den erst der September entspannte. Die Weine zeigen dennoch charmante Frucht, weiche Tannine und Frische; alte Reben und höhere Lagen kamen erkennbar besser damit zurecht. Ist der Capalot 2017 schon zu trinken? Ja, 2017 gilt als zugänglicher Jahrgang, und nach rund neun Jahren ist der Wein offen. Die Struktur aus alten Reben und langer Maische trägt ihn aber noch viele Jahre weiter.

Inhalt: 0.7 Liter (85,57 €* / 1 Liter)

59,90 €*
Burzi Barolo Capalot VV 2020
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo Capalot VV 2020 stammt aus der ältesten Parzelle des Gutes: Die Reben in der Lage Capalot wurden um das Ende der 1940er Jahre gesetzt und sind heute rund 80 Jahre alt. Der Wein wird mit 15 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt, das Kürzel VV steht für Vecchie Viti, also alte Reben. Das Traubenmaterial vereint drei Nebbiolo-Biotypen und mazeriert 35 bis 45 Tage unter untergetauchtem Tresterhut. Im Glas führt das zu dunkler Kirsche, Backpflaume, Leder und Lakritz, getragen von einer Tannintiefe, die präsent ist, ohne zu drücken. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo Capalot VV 2020 FARBE: Dichtes Rubinrot mit dunklem Kern, am Rand noch jugendlich violett. NASE: Dunkle Kirsche und Backpflaume bilden das Zentrum, darum herum Leder, Tabakblatt und Nelke. Mit Luft kommen Kakao, Lakritz und eine feine Teernote hinzu; die alten Reben liefern eine Tiefe, die der Classico desselben Hauses nicht erreicht. GESCHMACK: Breit angelegt und trotzdem geschliffen. Die Frucht ist dunkel und konzentriert, das Tannin dicht gewebt und dank des seidigen Jahrgangs bereits zugänglich. Erdige und pfeffrige Noten geben dem hohen Alkohol Halt, die Säure bleibt eingebunden. FINALE: Sehr lang, mit Bitterkakao, Süßholz und einem nachhallenden, leicht rauchigen Ton. Capalot - die Parzelle, die bis 2011 Roberto Voerzio bewirtschaftete Capalot ist eine rund 25 Hektar große MGA in La Morra und liegt zwischen etwa 300 und 350 Metern; Burzis Anlage steht auf 300 Metern in Südlage. Der Untergrund ist sandig-tonig mit Kalkanteil über Sant'Agata-Fossili-Mergel marinen Ursprungs, der alte Flurname La Pria verweist auf den steinigen Charakter. Die Sandanteile sind der Grund für die parfümierte, elegante Statur der Weine dieser Zone. Die Parzelle der Familie Burzi war bis 2011 an Roberto Voerzio verpachtet, der die Trauben lange nur in Magnums füllte; seit der Übernahme bewirtschaftet Alberto Burzi sie selbst. Alberto Burzi: dritte Generation, erste eigene Füllung 2012 Großvater Luigi Burzi baute Trauben und Haselnüsse an und verkaufte die Ernte über Jahrzehnte an Genossenschaften; er zählte zu den Mitgründern von Terre del Barolo. Sein Enkel Alberto studierte Weinbau und Kellerwirtschaft in Turin, arbeitete zunächst als Berater und übernahm die Familienflächen 2011. Bewirtschaftet werden rund sieben Hektar in La Morra, gearbeitet wird organisch mit Guyot-Erziehung, etwa 5.000 Stöcken je Hektar und niedrigen Erträgen. Capalot gilt im Betrieb als Herzstück und ist auf zwei getrennte Teilstücke verteilt. 24 Monate im 30-Hektoliter-Fass und zwei Jahre Flaschenreife Die Gärung findet im temperaturkontrollierten Edelstahltank statt, in der Schlussphase liegt der Tresterhut vollständig unter dem Most. Danach reift der Wein rund 24 Monate in Fässern von 30 Hektolitern aus österreichischer Eiche, die nicht getoastet werden, um die Aromatik der Lage nicht zu überdecken; vor der Füllung folgt eine Phase im Zement. Anschließend bleibt der Wein weitere rund 24 Monate in der Flasche, bevor er in den Verkauf geht. Aus dieser Abfolge erklärt sich, dass ein 2020er Capalot heute schon offen wirkt und gleichzeitig zwei Jahrzehnte Perspektive besitzt. Servieren und kombinieren 17 bis 18 Grad Celsius, ein großes Glas mit hohem Kamin. Zwei Stunden Karaffe tun dem Wein gut, ein Depot sollte in der Flasche bleiben. Kräftige Gerichte halten mit: Brasato, Rinderbacke mit Sellerie, Wildschweinragout mit Polenta, Lammkarree mit Thymian, Tajarin mit weißem Alba-Trüffel und ein lange gereifter Castelmagno. Häufige Fragen zum Burzi Barolo Capalot VV 2020 Was bedeutet die Abkürzung VV auf dem Etikett? VV steht für Vecchie Viti, also alte Reben. Die Anlage in Capalot ist die älteste des Gutes und wurde um das Ende der 1940er Jahre gepflanzt; die geringen Erträge alter Stöcke sind der Grund für die Konzentration dieses Weins. Welche Rolle spielt Roberto Voerzio bei dieser Lage? Die Parzelle war bis 2011 an Roberto Voerzio verpachtet, der die Trauben schätzte und den Wein vor allem in Magnumflaschen abfüllte. Seit Alberto Burzi die Fläche selbst bewirtschaftet, entsteht daraus sein Lagenwein Capalot Vecchie Viti. Ist der Capalot 2020 bereits zugänglich? Ja, ungewöhnlich früh für einen Wein dieses Zuschnitts. Der Jahrgang 2020 bringt feinkörnige Tannine mit, und die zwei Jahre Flaschenreife vor dem Verkauf haben zusätzlich geholfen. Mit zwei Stunden Luft zeigt er sich vollständig. Wie lange lässt sich der Wein lagern? Struktur und Konzentration sprechen für ein Fenster bis in die 2040er Jahre, die Shop-Angabe von 25 Jahren ist hier plausibel. Der Reifegipfel dürfte zwischen 2030 und 2040 liegen. Warum stehen im Capalot drei Nebbiolo-Biotypen? Alte Anlagen wurden per Massale-Selektion gesetzt, weshalb Lampia, Michet und Nebbiolo Rosè gemischt wachsen. Das Weingut nennt für diesen Wein rund 55 Prozent Lampia, 30 Prozent Michet und 15 Prozent Rosè - Michet gibt Struktur, Rosè Duft und Farbtiefe wird von Lampia getragen.

Inhalt: 0.75 Liter (82,53 €* / 1 Liter)

61,90 €*
Burzi Barolo La Serra 2019
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo La Serra 2019 ist der erste Wein, den Alberto Burzi aus dieser Höhenlage getrennt vergoren hat. Die Nebbiolo-Reben wurden 2013 gepflanzt, die Parzelle umfasst rund einen halben Hektar, der Wein kommt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche in den Verkauf. 2019 war ein klassisch geschnittener Jahrgang mit später Oktoberlese, kleiner Menge und hohem Polyphenolniveau. Entsprechend präsentiert sich der Wein straff: Himbeere und Blutorange treffen auf getrocknete Blumen, Anis und einen kühlen, mineralisch anmutenden Zug. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo La Serra 2019 FARBE: Helles, transparentes Rubinrot mit lachsfarbenem Rand. NASE: Himbeere und Blutorange öffnen das Bouquet, getrocknete Blumen und Rosenblatt folgen. Dahinter Anis, Salbei und ein Anflug von Feuerstein; der Duft wirkt hoch und kühl statt breit und süß. GESCHMACK: Straff und geradlinig, die Säure führt und trägt eine sehr klare rote Frucht. Das Tannin ist fein, aber im Vergleich zu wärmeren Jahrgängen präsenter und noch etwas jugendlich kernig. Salzige Noten und ein Anklang von Zitronenschale sorgen für Spannung. FINALE: Lang und aufrecht, mit anhaltendem Blutorangenton und einem trockenen, kräuterwürzigen Nachklang. La Serra - eine Höhenlage über La Morra La Serra ist seit dem Jahrgang 2010 eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine MGA, innerhalb des Barolo-Gebiets; als Weinberg mit Namen ist die Lage aber viel älter, Marcarini füllte bereits 1973 einen Lagenwein daraus. Sie zählt mit rund 430 bis 450 Metern zu den höchsten Lagen der Gemeinde. Der Boden besteht aus Sant'Agata-Fossili-Mergel des Tortonium, also aus Ton, Feinsand und kalkhaltigem Material - die Parzelle von Burzi wird als sandig-lehmig beschrieben und ist nach Osten ausgerichtet. Höhe und Morgensonne verlängern die Reife und liefern Duft, Säure und feines Tannin statt Wucht. Das Gut Alberto Burzi und sein jüngster Cru Alberto Burzi bewirtschaftet rund sieben Hektar, ausschließlich in La Morra, und füllt seit 2012 unter eigenem Namen ab. Zum Portfolio gehören Barbera d'Alba, Langhe Nebbiolo, der Barolo Classico und die Lagenweine Capalot Vecchie Viti und La Serra. Während Capalot aus Reben stammt, die noch der Großvater gesetzt hat, ist La Serra der Gegenpol: eine junge, 2013 gepflanzte Anlage, die erst 2019 reif genug erschien, um eigenständig gefüllt zu werden. Die Handschrift ist in beiden Fällen dieselbe - niedrige Erträge, Handlese, keine aromatische Überformung im Keller. 35 bis 45 Tage Maische und 24 Monate im 20-Hektoliter-Fass Die Gärung läuft temperaturkontrolliert mit täglichem Unterstoßen von Hand, in der Schlussphase wird der Tresterhut untergetaucht. Das Weingut gibt eine Maischestandzeit von 35 bis 45 Tagen an; ein Importeur nennt für 2019 rund 60 Tage Gesamtdauer im Stahl. Danach reift der Wein 24 Monate in einem Fass von 20 Hektolitern aus ungetoasteter österreichischer Eiche und beruhigt sich vor der Füllung im Zementtank. Die langen Standzeiten erklären die feste Tanninstruktur, die kleine Fassgröße liefert Reifeluft ohne Holzgeschmack - eine Kombination, die dem strukturbetonten 2019er ein Fenster von rund fünfzehn Jahren eröffnet. Servieren und kombinieren 17 Grad Celsius, ein großes Glas mit weiter Öffnung. Der junge Cru gewinnt durch anderthalb bis zwei Stunden in der Karaffe deutlich; ohne Luft bleibt er verschlossen. Er passt zu Rehrücken, geschmortem Ochsenschwanz, Tajarin mit Trüffelbutter, Taube mit Feigen, Risotto mit Rotwein und Wurst sowie zu einem gereiften Toma di Langa. Häufige Fragen zum Burzi Barolo La Serra 2019 Was bedeutet La Serra auf dem Etikett? La Serra ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine MGA, in der Gemeinde La Morra. Der Name auf dem Etikett belegt, dass alle Trauben aus dieser einen Lage stammen. Warum ist 2019 der erste Jahrgang dieses Weins? Die Reben wurden 2013 gepflanzt. Erst ab 2019 wurde die Parzelle getrennt gelesen und eigenständig ausgebaut; vorher gingen die Trauben in andere Weine des Hauses ein. Wie ist der Jahrgang 2019 im Barolo einzuordnen? Nach einem nassen, kühlen Frühjahr folgten zwei Hitzephasen im Sommer, dann milde Wochen und eine Lese ab Mitte Oktober. Die Menge fiel klein aus, die Qualität der Trauben lag laut Konsortium deutlich über dem Durchschnitt. 2019 gilt als klassischer, strukturbetonter Jahrgang mit langer Perspektive. Wann erreicht der Wein seinen Höhepunkt? Heute ist er trinkbar, wirkt aber noch jugendlich straff. Die beste Phase liegt voraussichtlich zwischen 2027 und 2034. Die Shop-Angabe von 25 Jahren Lagerfähigkeit ist bei dieser jungen Rebanlage eher optimistisch zu lesen. Was unterscheidet La Serra von Capalot? La Serra liegt höher, ist nach Osten exponiert und mit jungen Reben bestockt; der Wein ist heller, säurebetonter und floraler. Capalot liegt auf 300 Metern in Südlage mit über 80 Jahre alten Reben und wird dichter, dunkler und tanninreicher.

Inhalt: 0.75 Liter (82,53 €* / 1 Liter)

61,90 €*
Burzi Barolo La Serra 2020
Traube: Nebbiolo
Der Burzi Barolo La Serra 2020 verbindet die höchste Lage des Gutes mit einem Jahrgang, der für seidige Texturen bekannt geworden ist. Der Nebbiolo wächst auf rund 450 Metern in Ostlage in La Morra und wird mit 15 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche gefüllt. Nach einem kühlen Mai und Juni, einem warmen aber nicht extremen Sommer und einem gewitterhaften September fiel die Lese früh aus. Das Ergebnis ist ein heller, floral geprägter Barolo mit Walderdbeere, Rosenwasser und Bergamotte, dessen Tannin sich schon jetzt geschliffen anfühlt. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo La Serra 2020 FARBE: Leuchtendes, mittleres Rubinrot mit klarem Kern und hellem Rand. NASE: Walderdbeere und rote Johannisbeere zuerst, danach Rosenwasser, Bergamotte und ein Hauch Fenchelsaat. Ein Anklang von Pfirsichkern und feinem Steinsalz macht deutlich, dass hier Höhe und nicht Hitze am Werk war. GESCHMACK: Geschmeidig und dennoch straff umrissen, mit knackiger roter Frucht und einer sehr feinkörnigen Tanninstruktur. Die Säure bleibt lebendig, der höhere Alkohol dieses Jahrgangs trägt Fülle bei, ohne warm zu wirken. FINALE: Lang, hell und salzig, mit einem floralen Nachhall und leicht kreidigem Griff. Ostlage auf 450 Metern - was La Serra dem Wein gibt Die Parzelle gehört zur MGA La Serra, einer der höchsten Zonen von La Morra, und ist nach Osten ausgerichtet. Morgensonne und kühle Nächte verlangsamen die Zuckerbildung, weshalb die Trauben Aroma und Säure behalten, auch wenn der Sommer warm ausfällt. Unter der sandig-lehmigen Oberfläche liegt Sant'Agata-Fossili-Mergel aus dem Tortonium, ein Gemisch aus Ton, Feinsand und Kalk. Die MGA gilt seit Jahrzehnten als Adresse für florale, früh zugängliche Barolo; genau das unterstreicht der Jahrgang 2020. Handwerk in der Fraktion Santa Maria Der Keller von Alberto Burzi liegt im Haus der Großeltern, gebaut in den späten 1960er Jahren und 2018 erweitert. Zusammen mit seiner Schwester Caterina bewirtschaftet er rund sieben Hektar und füllt jährlich etwa 20.000 bis 25.000 Flaschen. Die Arbeit im Weinberg folgt organischen Grundsätzen, mit Guyot-Schnitt von Hand, Massale-Selektion und Handlese. Im Keller wird auf Röstholz und aromatische Eingriffe verzichtet, weil der Anspruch des Hauses lautet, dass Eleganz die Kraft des Tannins überwiegen soll. Untergetauchter Tresterhut, ungetoastetes 20-Hektoliter-Fass Die Maische bleibt 35 bis 45 Tage im Kontakt mit dem Most, in der Endphase liegt der Tresterhut unter der Flüssigkeit. Diese Technik extrahiert Farbe und Struktur ruhig, ohne harte Gerbstoffe herauszulösen. Der Ausbau dauert rund 24 Monate in einem Fass von 20 Hektolitern aus österreichischer Eiche ohne Toasting, danach folgt eine Beruhigungsphase im Zement. Weil 2020 von sich aus weich und aromatisch angelegt ist, entsteht daraus ein Cru, der früh Freude macht und dennoch über gut ein Jahrzehnt Reserven besitzt. Servieren und kombinieren 16 bis 17 Grad Celsius sind ideal, ein bauchiges Glas hilft der floralen Aromatik. Eine Stunde Luft reicht, bei diesem Jahrgang ist langes Dekantieren unnötig. Am Tisch bewährt er sich mit Tajarin und Butter, Kalbsbries, Ente mit Orange, Steinpilzen im Ofen, Zwiebelflan mit Fonduta und einem nicht zu salzigen Blauschimmelkäse. Häufige Fragen zum Burzi Barolo La Serra 2020 Wie unterscheidet sich der La Serra 2020 vom Vorjahrgang? Der 2019er ist straffer, säurebetonter und braucht mehr Zeit; der 2020er wirkt runder, floraler und ist früher zugänglich. Beide stammen aus derselben Parzelle, der Unterschied kommt allein aus dem Witterungsverlauf. Warum hat dieser Barolo 15 Prozent Alkohol? Die Shop-Angabe nennt 15 Prozent. In warmen Jahren wie 2020 erreichen alte und gut belichtete Nebbiolo-Anlagen hohe Zuckerwerte; die Höhenlage und die frische Säure sorgen dafür, dass der Wein trotzdem nicht schwer wirkt. Wie lange sollte man ihn liegen lassen? Er ist heute trinkbar. Zwischen 2026 und 2032 dürfte er sein Optimum zeigen, danach beginnt die tertiäre Phase. Für eine 2013 gepflanzte Anlage ist das ein realistisches Fenster. Was ist eine MGA? Menzione Geografica Aggiuntiva bezeichnet eine offiziell abgegrenzte Lage innerhalb der Barolo-Denomination. Steht ihr Name auf dem Etikett, müssen alle Trauben aus dieser Lage kommen. Welches Glas passt zu diesem Wein? Ein großes, bauchiges Burgunderglas. Es gibt der floralen und beerigen Aromatik Raum, während eine engere Form die kühle Würze und das Tannin betonen würde.

Inhalt: 0.75 Liter (82,53 €* / 1 Liter)

61,90 €*
Burzi Barolo La Serra 2021
Traube: Nebbiolo
Burzi Barolo La Serra 2021 kommt aus einer der höchstgelegenen Lagen von La Morra und ist der jüngste Lagenwein des Guts. Der Nebbiolo, gefüllt mit 14,5 % Vol. in 0,75 Litern, vereint 75 Prozent Lampia, 20 Prozent Michet und 5 Prozent Rosè. Rote Kirsche, Blutorange und Himbeere treffen auf getrocknete Blüten, Minze und Eukalyptus. Lange Maischestandzeit und ungetoastetes Großfass ergeben einen kühlen, straff gezeichneten Barolo mit viel Duft. Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo La Serra 2021 FARBE: Helles, transparentes Rubinrot mit lachsfarbenem Rand. NASE: Rote Kirsche, Himbeere und ein deutlicher Anklang von Blutorange öffnen den Duft. Dazu kommen getrocknete Blüten, Minze und ein kühler Eukalyptuston, unterlegt mit weißem Pfeffer und Teeblatt. GESCHMACK: Straff und präzise statt breit, mit klarer roter Frucht und feinem, engmaschigem Tannin. Die Höhenlage schmeckt man an der kühlen Säure, die den Wein wie eine Achse durchzieht; balsamische Minze bleibt als Signatur. FINALE: Lang, kühl und salzig, mit nachklingender Zitrusschale und Kräuterwürze. La Serra – Höhenlage auf 450 Metern gegenüber Brunate La Serra ist eine amtlich abgegrenzte Lage (MGA) in La Morra und zählt mit Höhen um 430 bis 450 Meter zu den höchsten Weinbergen der Gemeinde. Die Parzelle von Alberto Burzi ist nach Osten ausgerichtet, umfasst laut Lagenkataster 0,42 Hektar und liegt in Sichtweite von Brunate. Die Böden bestehen aus tortonischen Sant'Agata-Fossili-Mergeln mit Lehm, Feinsand und Kalkanteil. Höhe und gute Durchlüftung bremsen die Reife: Der Wein bekommt Duft, Säure und ein feines, nie hartes Tannin, wo tiefere Lagen mehr Fülle liefern. Vom Pachthof zum Lagenweingut in La Morra Bis vor wenigen Jahren war der Betrieb der Familie Burzi vor allem Traubenlieferant und Verpächter. Alberto Burzi hat das gedreht, die Flächen zurückgeholt und die Lagen getrennt vinifiziert. La Serra wurde 2013 neu gepflanzt und wird seit dem Jahrgang 2019 als eigener Wein gefüllt – die jüngste Anlage neben dem 80 Jahre alten Capalot. Zusammen mit seiner Schwester Caterina bewirtschaftet er rund sieben Hektar; seit 2021 wird auf das Heften der Laubwand verzichtet und stattdessen eingerollt, damit die Beeren kleiner und reifer werden. 35 bis 45 Tage untergetauchter Hut, Reife im 20-Hektoliter-Fass Die Gärung läuft temperaturkontrolliert mit täglichem Unterstoßen von Hand. Die Maischestandzeit dauert 35 bis 45 Tage und endet mit der traditionellen Technik des untergetauchten Huts, bei der die Schalen unter dem Flüssigkeitsspiegel gehalten werden. Danach reift der Wein in Fässern aus ungetoasteter österreichischer Eiche mit 20 Hektoliter Inhalt und vor der Füllung noch im Betontank. Der Shop nennt 25 Jahre Lagerfähigkeit – die Struktur dieses Weins spricht dafür. Servieren und kombinieren Wegen der noch jungen Struktur sollte der Wein zwei Stunden vor dem Essen in die Karaffe und bei 16 bis 18 Grad im großen Glas serviert werden. Er begleitet Rinderbacke, Lammkeule mit Kräutern, Tajarin mit weißem Trüffel, Entenbrust mit Kirschen, Fasan und lange gereiften Bra duro. Häufige Fragen zum Burzi Barolo La Serra 2021 Was steht hinter dem Lagennamen La Serra? La Serra ist eine der amtlich kartierten Einzellagen des Barolo-Gebiets in der Gemeinde La Morra. Sie liegt mit rund 450 Metern hoch, was den Weinen Frische, Duft und feines Tannin gibt. Wie alt sind die Reben in dieser Lage? Die Parzelle wurde 2013 gepflanzt und ist damit die jüngste Nebbiolo-Anlage des Guts. Seit dem Jahrgang 2019 wird sie getrennt vinifiziert und als eigener Lagenwein gefüllt. Was bedeutet die Gärung mit untergetauchtem Hut? Beim cappello sommerso werden die Traubenschalen mit einem Gitter unter der Flüssigkeit gehalten, statt sie täglich aufzurühren. Die Extraktion läuft dadurch langsamer und sanfter, was bei langen Maischezeiten feineres Tannin ergibt. Wann ist der La Serra 2021 am besten? Nach zwei Stunden Luft ist er bereits jetzt zugänglich, wirkt aber noch jung und straff. Das eigentliche Fenster liegt in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren, in denen sich die balsamischen und tertiären Noten aufbauen. Wie unterscheidet er sich vom Capalot Vecchie Viti? La Serra steht hoch und nach Osten, Capalot tiefer bei 300 Metern und nach Süden; dort sind die Reben rund 80 Jahre alt. Entsprechend ist La Serra kühler, floraler und straffer, Capalot dichter, dunkler und tiefer im Tannin.

Inhalt: 0.75 Liter (86,53 €* / 1 Liter)

64,90 €*
Burzi Langhe Nebbiolo Runcaja 2023
Traube: Nebbiolo
Burzi Langhe Nebbiolo Runcaja 2023 ist ein reinsortiger Nebbiolo aus La Morra, abgefüllt mit 14,0 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche. Verwendet wird ausschließlich der Klon Nebbiolo Lampia von noch jungen Anlagen des Guts. Im Glas leuchtet ein helles Rubinrot, in der Nase stehen Walderdbeere, Himbeere und Kirsche neben getrockneten Rosen und Süßholz. Der Wein bleibt bewusst schlank und würzig statt breit und zeigt die duftige Seite des Nebbiolo ohne den Kraftaufwand eines Barolo. Die Verkostungsnotiz des Burzi Langhe Nebbiolo Runcaja 2023 FARBE: Helles, klares Rubinrot mit leicht ziegelfarbenem Rand. NASE: Walderdbeere, Himbeere und Sauerkirsche öffnen den Duft. Dahinter liegen getrocknete Rosenblätter, Süßholz und eine feine Würze aus Nelke und getrocknetem Beifuß. Ein leiser erdiger Ton erinnert an den Waldboden der Langhe. GESCHMACK: Schlank und beweglich, mit klarer roter Frucht und griffigem, aber feinem Tannin. Die Säure zieht den Wein in die Länge, Würze und getrocknete Kräuter treten neben die Frucht. FINALE: Mittellang, trocken und würzig, mit einem herb-mineralischen Nachhall. Runcaja – junge Nebbiolo-Reben in der Gemeinde La Morra Runcaja ist der Weinberg, aus dem Alberto Burzi seinen Langhe Nebbiolo gewinnt; er liegt wie der gesamte Betrieb in La Morra, am Hang oberhalb von Santa Maria. Die Reben sind mit weniger als 15 Jahren die jüngsten des Guts, und genau darin liegt der Grund für die Herkunftsbezeichnung: Der Langhe DOC erlaubt es, Nebbiolo aus jungen Anlagen innerhalb des Barolo-Gebiets eigenständig zu vermarkten, anstatt ihn in einen Barolo einzubinden. Die tortonischen Mergel von La Morra sind sandreicher und kalkärmer als die Böden im Osten des Anbaugebiets, was für Duft und ein weicheres Tannin sorgt. Der Langhe DOC verlangt mindestens 85 Prozent Nebbiolo; hier stehen 100 Prozent in der Flasche. Ein Familienbetrieb, der seine verpachteten Weinberge zurückholte Albertos Großvater Luigi war einer der Mitbegründer der Genossenschaft Terre del Barolo und verkaufte seine Trauben, statt selbst zu füllen. In den 1990er-Jahren waren die besten Parzellen an Nachbarn wie Roberto Voerzio und Silvio Grasso verpachtet. Alberto, 2010 Absolvent des Weinbaustudiums in Turin, übernahm 2011 und holte die Flächen Stück für Stück ins eigene Gut zurück. Heute bewirtschaften er und seine Schwester Caterina rund sieben Hektar in fünf Lagen und arbeiten seit 2021 durchgehend mit spontaner Gärung. Kurze Maischestandzeit, sechs Monate im großen Holzfass Der Nebbiolo vergärt temperaturkontrolliert im Edelstahltank; die Maischestandzeit beträgt nach Shop-Angabe rund sechs Tage und bleibt damit deutlich kürzer als bei den Baroli des Hauses. Danach reift der Wein etwa sechs Monate im großen Holzfass, das die Struktur ordnet, ohne Röstaromen einzubringen. Ziel ist ein Nebbiolo, der die Frucht in den Mittelpunkt stellt und das Tannin zähmt. Trinkreif ist er schon jetzt; laut Shop-Angabe trägt er bis zu zehn Jahre Flaschenreife. Servieren und kombinieren 15 bis 17 Grad und ein normal geformtes Rotweinglas reichen aus; eine halbe Stunde Luft tut dem Wein gut, ein Dekanter ist nicht erforderlich. Gute Begleiter sind Tajarin mit Butter und Salbei, Vitello tonnato, geschmortes Kaninchen mit Kräutern, Risotto mit Steinpilzen, Salumi aus dem Piemont und ein halbfester Kuhmilchkäse. Häufige Fragen zum Burzi Langhe Nebbiolo Runcaja 2023 Was bedeutet Langhe Nebbiolo auf dem Etikett? Langhe Nebbiolo ist eine DOC, die 54 Gemeinden der Langhe und des Roero umfasst und mindestens 85 Prozent Nebbiolo vorschreibt. Sie erlaubt es, Nebbiolo aus Barolo-Gemeinden ohne die langen Reifevorgaben des Barolo zu füllen. Warum wird der Wein nicht als Barolo abgefüllt? Die Reben in Runcaja sind noch keine 15 Jahre alt. Alberto Burzi vinifiziert sie getrennt und füllt sie als Langhe Nebbiolo, statt ihre Trauben in den Barolo einzurechnen. Ist der Runcaja 2023 schon trinkreif? Ja, der kurze Ausbau ist auf frühen Genuss angelegt. Die Frucht steht klar im Vordergrund und das Tannin ist zugänglich; einige Jahre Flaschenreife verträgt er dennoch. Bei welcher Temperatur schmeckt er am besten? 15 bis 17 Grad sind ideal. Zu warm serviert tritt der Alkohol hervor, zu kalt schließen sich die floralen Noten. Was prägte den Jahrgang 2023 in den Langhe? Nach einem nassen, pilzanfälligen Frühjahr folgte ein sehr heißer Sommer mit Spitzen über 40 Grad. Ein kühler Oktober rettete die Aromatik: Die Nebbiolo-Weine aus 2023 sind frisch, duftig und früher zugänglich als in strengeren Jahren.

Inhalt: 0.75 Liter (23,87 €* / 1 Liter)

17,90 €*