Burzi Barolo La Serra 2019
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Produktinformationen "Burzi Barolo La Serra 2019"
Der Burzi Barolo La Serra 2019 ist der erste Wein, den Alberto Burzi aus dieser Höhenlage getrennt vergoren hat. Die Nebbiolo-Reben wurden 2013 gepflanzt, die Parzelle umfasst rund einen halben Hektar, der Wein kommt mit 14,5 % Vol. in der 0,75-Liter-Flasche in den Verkauf. 2019 war ein klassisch geschnittener Jahrgang mit später Oktoberlese, kleiner Menge und hohem Polyphenolniveau. Entsprechend präsentiert sich der Wein straff: Himbeere und Blutorange treffen auf getrocknete Blumen, Anis und einen kühlen, mineralisch anmutenden Zug.
Die Verkostungsnotiz des Burzi Barolo La Serra 2019
FARBE: Helles, transparentes Rubinrot mit lachsfarbenem Rand.
NASE: Himbeere und Blutorange öffnen das Bouquet, getrocknete Blumen und Rosenblatt folgen. Dahinter Anis, Salbei und ein Anflug von Feuerstein; der Duft wirkt hoch und kühl statt breit und süß.
GESCHMACK: Straff und geradlinig, die Säure führt und trägt eine sehr klare rote Frucht. Das Tannin ist fein, aber im Vergleich zu wärmeren Jahrgängen präsenter und noch etwas jugendlich kernig. Salzige Noten und ein Anklang von Zitronenschale sorgen für Spannung.
FINALE: Lang und aufrecht, mit anhaltendem Blutorangenton und einem trockenen, kräuterwürzigen Nachklang.
La Serra - eine Höhenlage über La Morra
La Serra ist seit dem Jahrgang 2010 eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine MGA, innerhalb des Barolo-Gebiets; als Weinberg mit Namen ist die Lage aber viel älter, Marcarini füllte bereits 1973 einen Lagenwein daraus. Sie zählt mit rund 430 bis 450 Metern zu den höchsten Lagen der Gemeinde. Der Boden besteht aus Sant'Agata-Fossili-Mergel des Tortonium, also aus Ton, Feinsand und kalkhaltigem Material - die Parzelle von Burzi wird als sandig-lehmig beschrieben und ist nach Osten ausgerichtet. Höhe und Morgensonne verlängern die Reife und liefern Duft, Säure und feines Tannin statt Wucht.
Das Gut Alberto Burzi und sein jüngster Cru
Alberto Burzi bewirtschaftet rund sieben Hektar, ausschließlich in La Morra, und füllt seit 2012 unter eigenem Namen ab. Zum Portfolio gehören Barbera d'Alba, Langhe Nebbiolo, der Barolo Classico und die Lagenweine Capalot Vecchie Viti und La Serra. Während Capalot aus Reben stammt, die noch der Großvater gesetzt hat, ist La Serra der Gegenpol: eine junge, 2013 gepflanzte Anlage, die erst 2019 reif genug erschien, um eigenständig gefüllt zu werden. Die Handschrift ist in beiden Fällen dieselbe - niedrige Erträge, Handlese, keine aromatische Überformung im Keller.
35 bis 45 Tage Maische und 24 Monate im 20-Hektoliter-Fass
Die Gärung läuft temperaturkontrolliert mit täglichem Unterstoßen von Hand, in der Schlussphase wird der Tresterhut untergetaucht. Das Weingut gibt eine Maischestandzeit von 35 bis 45 Tagen an; ein Importeur nennt für 2019 rund 60 Tage Gesamtdauer im Stahl. Danach reift der Wein 24 Monate in einem Fass von 20 Hektolitern aus ungetoasteter österreichischer Eiche und beruhigt sich vor der Füllung im Zementtank. Die langen Standzeiten erklären die feste Tanninstruktur, die kleine Fassgröße liefert Reifeluft ohne Holzgeschmack - eine Kombination, die dem strukturbetonten 2019er ein Fenster von rund fünfzehn Jahren eröffnet.
Servieren und kombinieren
17 Grad Celsius, ein großes Glas mit weiter Öffnung. Der junge Cru gewinnt durch anderthalb bis zwei Stunden in der Karaffe deutlich; ohne Luft bleibt er verschlossen. Er passt zu Rehrücken, geschmortem Ochsenschwanz, Tajarin mit Trüffelbutter, Taube mit Feigen, Risotto mit Rotwein und Wurst sowie zu einem gereiften Toma di Langa.
Häufige Fragen zum Burzi Barolo La Serra 2019
Was bedeutet La Serra auf dem Etikett?
La Serra ist eine offiziell abgegrenzte geografische Zusatzbezeichnung, eine MGA, in der Gemeinde La Morra. Der Name auf dem Etikett belegt, dass alle Trauben aus dieser einen Lage stammen.
Warum ist 2019 der erste Jahrgang dieses Weins?
Die Reben wurden 2013 gepflanzt. Erst ab 2019 wurde die Parzelle getrennt gelesen und eigenständig ausgebaut; vorher gingen die Trauben in andere Weine des Hauses ein.
Wie ist der Jahrgang 2019 im Barolo einzuordnen?
Nach einem nassen, kühlen Frühjahr folgten zwei Hitzephasen im Sommer, dann milde Wochen und eine Lese ab Mitte Oktober. Die Menge fiel klein aus, die Qualität der Trauben lag laut Konsortium deutlich über dem Durchschnitt. 2019 gilt als klassischer, strukturbetonter Jahrgang mit langer Perspektive.
Wann erreicht der Wein seinen Höhepunkt?
Heute ist er trinkbar, wirkt aber noch jugendlich straff. Die beste Phase liegt voraussichtlich zwischen 2027 und 2034. Die Shop-Angabe von 25 Jahren Lagerfähigkeit ist bei dieser jungen Rebanlage eher optimistisch zu lesen.
Was unterscheidet La Serra von Capalot?
La Serra liegt höher, ist nach Osten exponiert und mit jungen Reben bestockt; der Wein ist heller, säurebetonter und floraler. Capalot liegt auf 300 Metern in Südlage mit über 80 Jahre alten Reben und wird dichter, dunkler und tanninreicher.
| Alkoholgehalt: | 14,5 % vol |
|---|---|
| Anbaugebiet: | La Serra |
| Anbaugebiet: | La Serra (MGA in La Morra), ca. 430-450 m, Ostexposition |
| Ausbau: | 35-45 Tage Mazeration mit untergetauchtem Hut, 24 Monate im ungetoasteten 20-hl-Fass aus österreichischer Eiche, Abschluss im Zementtank |
| Farbe: | Rubinrot |
| Geschmack: | komplex mit Minze, tolle Frucht |
| Herstellerland: | Italien |
| Jahr: | 2019 |
| Nettofüllmenge: | 0,75 Liter |
| Produzent: | Burzi |
| Rebalter: | 2013 gepflanzt, erster separat gelesener Jahrgang 2019 |
| Region: | Piemont |
| Traube: | Nebbiolo (75 % Lampia, 20 % Michet, 5 % Rosè) |
| Trinktemperatur in °C: | 17 |
| gesetzliche Angaben: | enthält Sulfite |
Importeur und / oder Vertriebspartner für dieses Produkt ist:
Barolo&Champagne GbR
Diegelsbergerstr. 24
73061 Ebersbach
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